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Weibliche Anatomie ausführlich – leider in Englisch

Die Anatomie des weiblichen Unterleibs ist selbst für manche Frauen ein Rätsel – sie haben schließlich gelernt, sich möglichst nicht damit zu beschäftigen. Wer es dennoch wagen will, sich mit allem zu beschäftigen, was unterhalb des Bauchnabels Lust und Frust bereitet – bitte schön.

Em & Lo bieten aber nicht nur das – sie erklären auch, warum es vaginale Druckpunkte gibt, die Reize auslösen. Wie bekannt, ist dies ein langjähriger, teils heftig geführter Kampf zwischen Frauenärzten und Forschern, Psychologen und Gender-Forschern, und vor allem zwischen Feministinnen und lustvollen Frauen, die es eigentlich wissen mussten.

Das Geheimnis: Auch dort, wo keine unmittelbaren Nerverstränge verlaufen, kann Druck auf andere Organe ausgeübt werden, die sensible Nerven enthalten. Und dann – geht die Post ab oder auch nicht. Je nachdem, was du vorher schon ausprobiert hast und wie dein Gehirn die Reize aufnimmt.

Die Liebeszeitung: Mehr Liebe, mehr Sex oder mehr Abweichungen?

Alles in einem - Liebe und Sex?
Über nichts auf dieser Erde lässt sich so viel Unsinn schreiben wie über die Liebe: Die Philosophen wissen genau, was sie ist, die Soziologen wissen all dies noch etwas besser (und vor allem komplizierter). Die Groschenromane (auch diejenigen, die fast 20 Euro kosten) verfälschen sie zum Kitsch, und die Psychologen verherrlichen sie vom Keller bis zum Dachgeschoss – von den Christen mal ganz abgesehen.

Liebe - alles ziemlich verworren oder verkitscht

Was ist Liebe? Ein schräges, unklares, unbestimmtes Gefühl mit einem biologischen Bindungshintergrund. Oder einfach ein „unordentliches“ Gefühl, wie einst Richard David Precht schrieb. Die Presse hat inzwischen orakelt, Liebe sei „mehr als ein Gefühl“ und dabei vergessen, dass unser Gehirn ohnehin ein biochemisch gesteuerter Computer eigenartiger Bauart ist, bei dem man „Gefühle“ nicht losgelöst betrachten kann. Auch so kann man „Fake News“ produzieren.

Der Zielgruppe schmeicheln, aber Unsinn verzapfen?

Soweit die Liebe. Wir können alles über Liebe schreiben, und immer ist alles richtig oder falsch, je nachdem, auf welche Leserin oder welchen Leser unsere Worte treffen. Das führt dazu, dass manche Zeitschriften und Internet-Blog genau das schreiben, was ihre Zielgruppe hören will. Es ist Schlabberfutter zum Verschlingen für Bedürftige und Bekloppte, aber man bezeichnet dergleichen gerne als „gepflegte Unterhaltung“. Insbesondere bei Frauen kommt die Wahrheit über die Liebe gar nicht gut an – sie wollen immer, dass etwas mehr dahinter steckt – ein Mysterium, eine romantsche Verklärung, ein Geheimnis, das niemand ergründen kann. Irgendjemand muss diese Gefühle bedienen – und es gibt genau Autorinnen, die solche Gefühlsregungen wie Gummibärchen unters Volk streuen. Doch wäre das etwas für uns?

Sex - eigentlich nichts Aufregendes?

Nun gut, dann wäre da Sex. Das wird schon eher als biochemische Reaktion auf visuelle und taktile Eindrücke verstanden. Beim Mann vielleicht eher etwas visuell, bei der Frau möglicherweise eher taktil. Jedenfalls dient das Ganze dazu, die attraktive Außenwelt in innere Begierde umzumünzen. Hat sich diese dank der biologisch determinierten Vorgänge genügend aufgeschaukelt, wir der Penis steif oder der Schritte feucht. Dann fehlt nur noch, dass das Dings ins Dings kommt.

Sie wissen sicher selber, wie toll sich so etwas ausschmücken lässt – bis hier.

Was dann folgt, ist eine enorme Reibung an den Nervenden, die beim Mann fast immer, bei der Frau aber nur gelegentlich zum finalen Lustgewinn, dem Orgasmus führt. Fehlt die Ergänzung, dass bei der Frau die Klitoris am besten geeignet ist, um das Gehirn mit Lustreizen zu bombardieren. Soweit also Sex ohne die dazugehörigen Illusionen.

Abweichungen: Pfui Teufel oder Englein singen hören?
Gar kein Sex, nur seltsame Gefühle mit dem Nervenrad

Folgen Abweichungen. Die hauptsächlichen Abweichungen liegend darin, dass Penis und Vagina nicht gemeinsam beteiligt sind, und wenn beide gar nicht mitwirken, runzeln sich bereits die Augenbrauen der Moralisten. Zunge und Füße zum Beispiel. Oder Hand und Pobacken, Seile und Handgelenke, Leder und Haut … und was es sonst so gibt in der Welt des Skurrilen, von Zungen-Ziehern über Wartenberg-Räder bis zu Natursekt.

Und sonst?

Etwas vergessen: ja. Wenn beide dem gleichen Geschlecht angehören oder mehr als zwei Personen beteiligt sind. Manchmal reicht es schon, wenn die Geschlechterrollen getauscht werden. Dann dreht sich das Karussell eine Spur schneller.

Und am Ende? Am Ende schreiben wir, dass es all dies gibt, aber dass es nicht jedem Freude bereitet. Der eine freut sich eben daran, wenn er mit der Zunge endlich die Schranke der Zähne überwunden hat, der andere, wenn er die die Zunge endlich zwischen die Zehen der Geliebten versenken darf.

Ein Redaktör hat’s bekanntlich schwör. Aber Sie da draußen, die Sie dieses Magazin lesen – Sie könnten uns helfen, indem Sie uns anregen, über was wir schreiben sollen.

Widersprüche in den erotischen Fantasien?

Wer verführt wen Im Traum und vielleicht in der Realität?
Was bedeuten Widersprüche in den erotischen Fantasien? Wie kann eine sanftmütige Frau auf die Idee kommen, einen Mann physisch oder psychisch zu dominieren? Oder wie kann ein Mann zugleich eine starke Persönlichkeit und ein winselnder Hund zu Füßen einer Frau sein?

Die „wirkliche“ Wirklichkeit des Lebens festzustellen, fällt uns allen schon schwer genug. Doch wie steht es um die Wirklichkeit, wenn wir gar nichts „wirklich“ feststellten, können? Wenn wir auf Befindlichkeiten und Gefühle angewiesen sind? Und was, umso mehr, wenn uns manche dieser Gefühle so peinlich sind, dass wir sie lieber verbergen würden?

Wenn wir die erotischen Fantasien ansehen, finden wir so unterschiedliche Ergebnisse, dass man bei einer Zusammenfassung schier verzweifeln könnte. Genau genommen sind aber „Widersprüche“ nicht unbedingt „Ausschließlichkeiten“. (1)

Variante 1: Beistimmen beim Sex - aber nicht im Leben

Die erste Intention der Fantasien ist: Ich möchte genau bestimmen, was passieren soll, und ich will dafür konsequent alle Möglichkeiten nutzen. In der Realität sieht das natürlich ganz ander aus – denn es scheint so, als würden diese Fantasien zumeist von Menschen durchlebt, die im Alltag eher wenig Macht haben.

Variante 1: Unterwerfen beim Sex - im Leben Macht ausüben

Die zweite Intension sagt das Gegenteil aus: Ich möchte, dass ich nicht bestimmen kann, was mit mir geschieht und ergreife weder die Initiative ergreife noch trage ich Verantwortung dafür. Diese ist schon für „ganz gewöhnlich“ Menschen sehr unrealistisch, aber für die Mächtigen scheint es sehr lustvoll zu sein, sich die Demut zu erträumen.

Sind dies nun Widersprüche oder kommen diese beiden Grundwünsche auch irgendwo zusammen?

Unschuld spielen oder bis aufs Blut reizen?

Da ist beispielsweise der Wunsch, die Unschuld zu spielen, dem Mann als Verführbare, schwache Frau gegenüberzutreten. Korrespondiert sie mit dem Wunsch der Verführerin, den Mann so lange zu reizen, bis er den Verstand verliert?

Dominieren oder Unterwerfen?

Beliebt ist ebenso der Wunsch, einen Mann zu dominieren, und zwar entgegen der Grundüberzeugung, niemandem Schmerz zuzufügen oder ihn zu erniedrigen. Korrespondiert diese Fantasie irgendwie mit dem Wunsch, sich ganz dem Willen eines Mannes hinzugeben, sich erniedrigen zu lassen oder Schläge zu ertragen?

Mit Nacktheit provozieren oder sich zieren?

Und wie ist es mit dem Entkleiden? Was ist stärker, die Fantasie, zur Nacktheit gezwungen zu sein und sich voller Scham einem Mann oder gar einer Gruppe von Männern zu zeigen? Oder der Wunsch, die eigene Schönheit auf Männer wirken zu lassen, sodass sie zu scharren und zu lechzen beginnen, wenn die letzten Hüllen fallen?

Verführen oder verführen lassen?

Nicht zuletzt – wie ist es eigentlich mit der Lust auf das gleiche Geschlecht? Ist die Fantasie interessanter, eine mächtige Verführerin zu sein und sich darin zu sonnen, wie viele junge Frauen ihr verfallen werden? Oder liegt dem der Wunsch zugrunde, endlich einmal nach „Strich und Faden“ verführt und verwöhnt zu werden?

Zwei Seiten der Medaille - aus einem Guss?

Psychologen und Psychiater haben oft behauptet, sie wüssten, dass der Sadismus stets die Kehrseite des Masochismus beinhalte – und umgekehrt. Demnach müsste die Lust zu verführen und die Lust, verführt zu werden, ebenfalls zusammenhängen. Ähnliche Zusammenhänge ließen sich in großer Anzahl anführen, aber nicht wirklich belegen.

Spiele mit den Möglichkeiten des Seins

Nehmen wir an, die Fantasie sei ein Spiel mit den Möglichkeiten des Seins, dann kann sie in jede beliebige Richtung gehen – und eben auch gelegentlich wechseln. Übrigens ist dies nicht weit hergeholt – sie existieren auch in der Realität. Die „Spiele der Erwachsenen“ sind ja nicht tot, sondern existieren munter fort. Und da ist eben oft die Frage, wer verführt und wer sich verführen lässt. Zwar verzeichnet nicht einmal „Google“ den Begriff der „Passivverführerin“, doch gibt es zahllose Frauen, die aus einer scheinbaren Zurückhaltung den späteren Gewinn der Sinneslust erzielen. Wer den Begriff bezweifelt: Die Passivität ist nur natürlich nur gespielt, und die Spiele, die daraus entstehen, sind zwar seltsam, aber köstlich für denjenigen, der sie beherrscht. Eines der Spiele, das (nach meiner Meinung) relativ oft gespielt wird, heißt „du kriegst sowieso keinen Sex – aber wehe, du versuchst es nicht wenigstens.“ Eric Berne, der Spezialist für solche Konstellationen, nannte das Spiel HIVE. Es existiert in vielen harmlosen Varianten - auch heute noch.

Widersprüche kann derjenige aushalten, der den Wert erkennt

Und die Grundfrage? Wie gehen wir mit Widersprüchen um, die in Wahrheit zwei Seiten einer Medaille sind? Die Antwort ist: Wer den Wert der Münze kennt, mit der gezahlt wird, kann beide Seiten bespielen. Wer aber nur auf die Erfüllung seiner Lust ausgeht, sollte bei der Seite bleiben, die er beherrscht – wenigstens gedanklich.

(1) Dies zeigt sich vor allem darin, dass Menschen bei Befragungen sowohl eine erotische Lust, aber auch ihr Gegenteil favorisieren.
Bild nach einer historischen Illustration

Extreme und das angebliche Überschütten mit Liebe

Du hast einen neuen Mann kennengelernt? Herzlichen Glückwunsch!

Ach, und er ruft nie von sich aus an, und wenn du ihn anrufst, versucht er das Gespräch abzukürzen. Erfragt dich nie was, weil er nur mit sich selbst beschäftig ist, und er hört dir nie zu. Und er überlässt dir das Arrangieren von Dates?

Er mag nichts, was du magst, ist egoistisch und unhöflich, achten nur auf seine Befriedigung und vögelt dich ganz fürchterlich schlecht?

Er will nicht, dass du seine Eltern kennenlernst, und weigert sich, mit dir in Urlaub zu fahren?

Du hast deinen Traummann gefunden!

Ach, du denkst anders darüber? Vielleicht so:

Du hättest gerne jemanden, der sich mehrfach am Tag meldet, Fragen stellt, zuhört und interessiert ist? Der alles mag, was du auch magst? Der dir richtig tollen Sex schenkt und der dich seinen Eltern vorstellen will?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Mann meschugge ist, was man auch so schreiben kann:

Was du da erlebst, könnte ein Fall von manipulativem Love Bombing sein – ein ernstes Warnzeichen für eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.


Ja, was war nun das? Eine Einschätzung einer Einschätzung, die auf einer Einschätzung beruht, die auf allerlei Wegen übers Internet verbreitet wurde. Was dahinter steht? Ein Artikel in „Psychology Today“, der allerdings nicht unmittelbar etwas mit der Partnersuche zu tun hat, sondern von manipulativen Männern handelt, die sich auf Frauen mit schwachem Selbstbewusstsein konzentriert haben. Diese werden mit Liebe überschüttet, weshalb man das Ganze auch „Love Bombing“ nennt. Dieser Artikel animierte nun zahllose Autorinnen und Autoren dazu, das Märchen vom „Dating-Trend“ zu verbreiten.

Das gelang mithilfe von Amateur- und Küchenpsychologie. Die Frauen und Männer, die’s schreiben, meinen es ja gut mit dir. Und am Ende haben sie für dich den Spruch, der offenbar als Allheilmittel für Dating-Entäuschungen stehen soll:

Wenn deine Intuition sagt, da stimmt etwas nicht, dann stimmt da auch meist wirklich etwas nicht.


Womit mal wieder nichts gesagt, aber viel geschrieben wäre. Denn dieser Spruch, vielfach gehört und immer wieder nachgeplappert, gilt für den Umgang, den gesunde, selbstbewusste, kritische junge Frauen im Alltag mit Männern an den Tag legen. Das Phänomen „Love Bombing“ wird in einer anderen Liga bespielt, in der höchst manipulative Kräfte (meist Männer) die Defizite anderer gezielt und mit Vorsatz ausnutzen.

Wenn du nun den ersten Teil dieses Artikels noch einmal liest, dann wirst du finden, dass alle Extreme deswegen schlecht sind, weil sie Extreme sind. Nichts zu bekommen, ist schlecht, und alles zu bekommen, kann auch schlecht sein. Unser Alltag wird aber höchst selten in Extremen gelebt – und deswegen – vergiss „Love Bombing“.

Zitate aus "Wunderweib"

Ähnlich spekulativ in: Beziehungsweise

Die Quelle, aus der ursprünglich fast alles weiterverbreitetet wurde: The Sun.

Die Ur-Quelle mit echter Psychologie: Psychology Today.

Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Ja klar, da könnt ihr euch mal wieder empören, nicht? Ich hör schon die Worte: „Aber warum willst du denn jemandem Sex schenken, den du gerade erst kennengelernt hast?“

Nun, es geht gar nicht um mich. Es geht um alle (Frauen und Männer), die nicht asexuell sind, aber die auch keinen Sex haben können, weil es sie entweder schrecklich schmerzt oder weil es viel zu lange dauert, bis sie erregt werden. Und bei Männern, weil sie durch Operationen oder andere Ereignisse impotent geworden sind. Doch alle haben schon diese Erfahrung gemacht: Psychologen, Therapeuten und Ärzte sind schnell mit Trost und Rat bei der Hand- mit falschem Trost und nutzlosem Rat. Die einen erzählen dir, eine Beziehung wäre „mehr als Sex“. Das sagen dir die Pfarrer auch, und es nützt dir überhaupt nichts. Und die Ärzte sind alle irgendwie hilflos. Wie soll auch jemand, der ständig Sex haben kann, wissen wie es ist, zu lieben und keinen Sex zu haben? „Sie können ähnliche Gefühle haben wie eine gesunde Frau“.

Diese Sache mit dem „ähnlich“ ist lächerlich. Du kannst kein Gefühl haben, das ähnlich ist wie eines, das du gar nicht kennst. Solltest du es doch kennen, aber nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr mit deinem Partner zelebrieren können, dann wirst du wissen, was du entbehrst.

Sicher ist, dass du noch etwas geben kannst. Frauen können Fellatio schenken, Männer Cunnilingus. Aber das musst du eben auch mögen, und besonders Männer haben ja immer eine gewisse „katzenscheu“, wenn’s darum geht. Na ja, und Frauen machen es ja auch nicht wirklich gerne, oder? Manches bleibt dir trotzdem. Zum Beispiel, den Körper des anderen zu liebkosen, wo immer und wann immer es möglich ist.

Ich habe etwas dazu gelesen, was euch vielleicht interessiert, wenn ihr „innerlich Lust“ habt, aber äußerlich nichts geht.