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 Liebeszeitung - Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Partnersuche in völlig neuem Licht

Die Liebeszeitung wird ihr Kernthema, die Partnersuche, in Zukunft völlig neu ausrichten. Wer sich davor fürchtet, Neuland zu betreten, dem sagen wir: Keine Angst, alles wird einfacher. Im Grunde ist nur nötig, sich mit drei Begriffen zu beschäftigen:

1. Geber
2. Nehmer
3. Markt

Zuerst erkläre ich euch in kurzen Sätzen, was diese Wörter bedeuten.

Nehmer

Eine Nehmer-Person versucht, mit sehr wenig Einsatz sehr viel aus einer möglichen Beziehung herauszuholen.

Geber

Ist die Person ein Geber, so bietet sie zuerst persönliche Werte an, die für eine Beziehung nützlich sein könnten.

Partnermarkt

Geber und Nehmer treffen sich auf dem Partnermarkt, sei es unter Dorflinde, in einer Bar oder an virtuellen Orten im Internet. Jede Zeit und jede Gesellschaftsordnung hat eigene Vorstellungen davon, wie man einander kennenlernt.

Was ergibt sich daraus?

Und was passiert dann? Geber und Nehmer tauschen sich aus. Sie „verhandeln“ darüber, ob das, was sie geben oder nehmen können, ihren Wünschen entspricht. Beim Versuch, Beziehungen anzuknüpfen, wechseln sie manchmal die ursprünglichen Rollen.

Warum Liebe nicht „märchenhaft“ ist

Die Liebe ist eine besonders starke Kraft, deren Wirkung eindeutig und unzweifelhaft biochemisch ausgelöst wird. Unser gut entwickeltes Gehirn kann diese Auslöser unterdrücken, passieren lassen oder umwerten. Eine dieser Umwertungen heißt „romantische Liebe“, also eine Liebe, die mit einer „rosaroten Brille“ gesehen wird. Sie ist die Wurzel, vieler Märchen und moderner Liebesromane. Gelegentlich wird die Liebe so umgewertet, dass sie in das Konzept von Religion, Weltanschauung, Gesellschaftsform oder Zeitgeist passt. Ein Beispiel wäre die „Vernunftehe“.

Wie wir als Liebeszeitung damit umgehen

Es gibt viele Ansichten über die Liebe – sowohl zur Vernunftehe, die heute wieder in Mode gekommen ist, wie auch zur „romantischen Liebesheirat“. Die Realität zeigt uns allerdings, dass Paare sowohl ihren Trieben folgen wie auch der Vernunft. Das bedeutet letztlich, dass beide Komponenten in die Beziehung eingehen.

Für unsere Redaktion heißt dies: Wir bleiben flexibel gegenüber der Meinung von Personen zum Thema „Liebe“. Aber wir wehren uns gegen die Vereinnahmung des Begriffs „Liebe“ durch Sektierer, Theologen, Philosophen und Psychologen.

Auf den Punkt gebracht

Wir haben genügend Wissenschaften, die uns die Liebe mit biologischen Fakten erklären, und diese führen wieder direkt zu ökonomischen Überlegungen. Und soweit die Partnersuche betroffen ist, steht eine Frage im Vordergrund:

Wer tauscht was, wo und wann mit wem, um eine Beziehung zu erreichen?


Kürzer konnte ich es nicht sagen.

Hohe Ansprüche und harte Realitäten

Selbstverständlich hat eine Frau Ansprüche ...
„Es ist nicht falsch, hohe Anforderungen in der Partnersuche zu stellen, sagen unsere Paarberater“

„Unsere“ sind die Paarberater der „WELT“. Egal, was sie studiert haben und wie sie heißen: Ökonomen sind sie sicherlich nicht. Denn „hohe Ansprüche“ kann nur derjenige haben, der auch den Preis zahlt. Und der Gegenwert liegt in der eigenen Attraktivität für andere. Und falls du nicht aufpasst., verfällt dein Kurs von Tag zu Tag mehr.

Übrigens, liebe Schlaumeier außerhalb und innerhalb der Branche: Der Partnermarkt ist ein Markt – keine Spielwiese für notorische Leckermäulchen.

Zitat: WELT.

Emanzipation - so hast du sie wahrscheinlich noch nie gesehen

Emanzipation - ein Wort an meine Leserinnen und Leser,

Nein, ich bin nicht völlig zufrieden mit mir und meinen vier Artikel über „Frauenemanzipation und Macht“. Dennoch will ich die Highlights in einem Nachwort herausarbeiten.

Emanzipation als philosophische, psychologische oder gesellschaftspolitische Diskussion ist in Wahrheit minder wichtig. Das Interessante an der letzten wichtigen „Welle“ der Emanzipation war dies:

1. Frauen haben seither eine weitaus bessere Ausbildung genossen als zuvor, und sie erreichen damit hochwertige Abschlüsse.
2. Dieses Bildungsgut lässt sich in Geld umwandeln, um eigene Existenzen aufzubauen.
3. Durch die Positionen, die erreichbar waren und das relativ hohe Einkommen, das damit verbunden ist, erreichten Frauen ökonomische Macht und Unabhängigkeit.

Ich habe ohne jeden Zweifel die These vertreten, dass wirtschaftliche Erfolge der eigentliche Faktor für die Macht ist. Dazu stehe ich – und dies nicht zu sehen, kreide ich vielen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen an.

Wenn einer Person Macht zuwächst, muss sie zuerst lernen, damit umzugehen. Und ebenso ist es für jene, deren Macht geschwunden ist. Auf diesen simplen Tatsachen beruhen die Konflikte, die heute pressewirksam an die Öffentlichkeit gezerrt werden.

Es gibt also gesellschaftliche Gewinner und Verlierer. Und um es noch zu ergänzen: Neben Gewinnerinnen gibt es auch Verliererinnen. Unter anderem schwinden die Ehe- und Beziehungschancen für Frauen, die hochgradige akademische Berufe ausüben.

Bei allem, was wir wissen: Alle Grundeigenschaften, die Primaten durch die Evolution erworben haben, können nicht durch einen Federstrich ausgelöscht werden. Also müssen wir uns daran gewöhnen, „zwei Seelen in unserer Brust“ zu haben – und das gilt für Männer wie für Frauen. Was letztlich heißt: Es bleiben Reste der Nacktheit einer ungestümen Natur, auch wenn der „Zeitgeist“ uns neue Kleider beschert hat.

Wenn wir das verinnerlichen würden, wäre schon viel getan.

Wünsche, Ansprüche, Anforderungen - der Blödsinn mit dem Dating-Deutsch

Nehmen wir mal an, es gäbe diese drei Begriffe gar nicht im Zusammenhang mit der Partnersuche: Wünsche, Ansprüche, Anforderungen.

Dann wären Wünsche die Sehnsucht nach einer (hoffentlich positiven Veränderung).

Ansprüche wären Rechtsgüter, die und zustehen oder die wir einklagen könnten.

Und Anforderungen wären Grundsätze, die zunächst erfüllt werden müssten, bevor wir uns mit jemanden (oder auf etwas) einlassen.


Wer noch einen Funken Verstand besitzt, wird bald erkennen, dass wir immer und überall Wünsche äußern können, aber keine Ansprüche darauf haben, dass sie erfüllt werden. Vielmehr sind unsere „Ansprüche“ Anforderungen, die wir an eine Person oder eine Sache stellen.

Ansprüche sind Anforderungen - und zugleich eine Abwehrmauer

Anforderungen sind wie eine Mauer: Schon mancher Personalchef musste dies erfahren, wenn er die „Latte zu hoch hängte“ und für eine relativ einfache Tätigkeit „in einem jungen Team“ ein Master-Studium und viele Jahre Berufserfahrung voraussetzte. Denn einerseits schützt diese Anforderung vor unqualifizierten Bewerbern, andererseits schreckt sie Bewerber ab, die nicht all diesen Anforderungen entsprechen.

Bewerben für eine Beziehung - mit Ansprüchen?

Wenn nun jemand „Ansprüche“ an die Bewerber(innen) für eine Beziehung oder Ehe hat, dann baut diese Person in Wahrheit eine Abwehrmauer aus Anforderungen auf. Und genau da liegt der Punkt: Wenn die Mauer zu hoch ist, dann wagen nur noch wenige, sie zu überwinden. Wer es dennoch versucht, sieht oft, dass es „nicht wirklich lohnend“ war, diese Anstrengung zu unternehmen. Den der Mensch, der hinter der Mauer saß, war alles andere als begehrenswert. Und vielfach erwies sich die Person dahinter als geradezu krankhaft selbstsüchtig.

Ansprüche, Anforderungen und der Selbstüberschätzungs-Effekt

Ich habe gerade zehn Punkte gelesen, die „für“ Ansprüche stehen. Sie laufen alle auf extreme Selbstüberschätzung hinaus, und es beginnt mit „du bist der Jackpot“. Das würde heißen: Du bist der Super-Gewinn für andere. Der Glaube an sich mag ja Berge versetzen, aber es ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Ein in jeder Hinsicht „außergewöhnlicher Gewinn“ (wenn es ihn überhaupt gäbe) würde auf höchsten zwei Prozent der Menschheit zutreffen, und ich bezweifle, ob du dazugehörst. Und du wahrscheinlich auch. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu, und das hat einen guten Grund: Ich kenne den Selbstüberschätzungseffekt. Auch (Overconfidence Bias) genannt, der dazu verführt, sich selbst extrem falsch einzuschätzen.

Kurz und bündig - warum du mit Ansprüchen versagen wirst

1. Ansprüche sind in Wirklichkeit Forderungen. Wer mächtig genug ist, und sich seines Erfolges sicher, kann Forderungen stellen.

2. Große Anforderungen erfordern einen großen Hintergrund. Das heißt, du musst selbst deutlich mehr zu bieten haben als andere.

3. Jede Anforderung ist eine Mauer. Das heißt, du machst es anderen schwer, an dich „heranzukommen“, und zwar passenden wie unpassenden Partnern.

4. Wenn jemand die Mauer überwindet, erkennt es zumeist sehr schnell, was an dir (für ihn/für sie) wirklich wertvoll ist. Das heißt, die Mauern und Fassaden, die du aufgebaut hast, waren in Wahrheit sinnlos.

Ökonomie zählt - nicht Psychologie

Verschiedene „psychologische“ Berater argumentieren nun, welchen Nutzen du davon hast, trotzdem „Ansprüche“ zu haben. Leider ist die Psychologie allerdings die falsche Wissenschaft, wenn man auf die Realitäten schaut: Die Realität folgt ökonomischen Gesetzmäßigkeiten. In diesem Fall stark vereinfacht: Du kannst am Partnermarkt keinen Blumentopf gewinnen, weil dein „Kundenkreis“ zu klein ist und dein Angebot nicht sonderlich gefragt ist. Beides zusammen führt zum Fiasko: Du findest keinen Partner.

Wenn du nicht mit mir übereinstimmst

Du hast übrigens die freie Wahl, mir zu glauben oder auch nicht. Unabhängig davon: Wie sind eigentlich deine Alleinstellungsmerkmale und worin zeigen sie sich? Oder einfach: Was ist so toll an dir, dass dich alle wollen?

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Partnersuche - triebgesteuert, kapitalistisch oder ökonomisch?

Was motiviert Menschen wirklich bei der Partnersuche?
Partnersuche entspringt im Grunde dem Fortpflanzungstrieb, der von der Natur sinnvollerweise mit drogenartiger Erregung verknüpft wurde. Einen kapitalistischen Leistungsgedanken hineinzuinterpretieren, ist im Grunde abenteuerlich, aber dennoch wird dergleichen oft behauptet.

Shoppingmentalität, "Geschäft Liebe" und "Narzissmus"

Nun allerdings hat sich eine gewisse „Shoppingmentalität“ in die Partnersuche eingeschlichen. Und schon heißt es:

Liebe als Business funktioniert nicht. Das ist unreif und narzisstisch.

Und jemand hat dafür sogar einen neuen Ausdruck erfunden: „Polygames Dating“. Da der Ausdruck an sich Unsinn ist, weil diese Art, sich so kennenzulernen, nichts mit Polygamie (Mehrehe) zu tun hat, ist eine Erläuterung nötig:

Polygames Dating bedeutet, Zeit zu sparen und den bestmöglichen Deal für sich selbst auszuhandeln.

Treffen diese Argumente wirklich zu?

Nun wird jeder, der sich halbwegs auskennt, kaum behaupten, dass vielfache, teils sinnlose parallele oder schnell aufeinanderfolgende Dates „Zeit sparen“ - sie sind, im Gegenteil, deutlich „zeitverzehrender“. Und kaum jemand wird unterschreiben, dass dabei „der bestmögliche Deal für sich selbst“ ausgehandelt werden kann.

Um Himmelswillen - wem soll man nun glauben?

Schauen wir mal, was ökonomisch wäre. Ökonomie hilft oft, Handlungen zu verstehen.

Eine ökonomische Partnersuche besteht darin, mit dem geringstmöglichen Aufwand den bestmöglichen Partner zu suchen. Mag die Natur auch noch so verschwenderisch mit den körpereigenen Drogen umgehen - das ist nur ihr Trick, um Menschen überhaupt zueinander, aufeinander und ineinander zu bringen.

Der Gewinn für beide ist die beste Lösung

Rein sachlich, und damit wieder etwas ökonomischer betrachtet, geht es bei der Partnersuche ja um Beziehungen - und niemand will in einer Beziehung verlieren. Also suchen sich partnersuchende Menschen, durch die sie einen emotionalen, intellektuellen, sozialen oder wirtschaftlichen Zugewinn erwarten. Idealerweise entsteht er aus Synergien - oder einfacher: wenn beide zusammen etwas erreichen können, was jeder Einzelne von ihnen nicht könnte.

Markt und Qualität

Sicher haben Psychologen ein Recht, darauf hinzuweisen, dass die eigenen Chancen nicht dadurch erhöht werden, möglichst viele Partner parallel oder in kurzer Folge zu treffen. Aber auch dazu ist keine Psychologie notwendig: Viele unqualifizierte, zufällige Versuche bringen in der Regel weniger Erfolg als einige gezielte, qualifizierte Dates. Es ist einfach eine Frage der Qualität, nicht der Quantität. Oder, wie Ronald D Laing einmal schrieb: Auf einem Eselmarkt kann man keine Kamele kaufen.

Zu bevorzugen: ökonomische Partnersuche

Ökonomisch ist also eine Partnersuche, die auf den richtigen Märkten und unter Berücksichtigung der eigenen Möglichkeiten mit wenigen Mitteln die bestmöglichen Ergebnisse erzielt. Natürlich muss die Liebe dazu kommen. Aber sie ist nicht verhandelbar.

Wer vom diesem ökonomischen Prinzip abweicht, verliert auf Dauer. Sehr einfach, nicht wahr?

Zitate: Redaktionsnetzwerk Deutschland.