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Was macht ein Sexspielzeug aus dir?

Diese und viele andere Sammlerstücke stehen schon in Vitrinen
Was macht ein Sexspielzeug aus dir? Du hältst dies für eine dumme Frage? Dann musst du nicht weiterlesen – du liebst dein Sexspielzeug, nutzt es schamlos und es schenkt dir viel Lust. Alles klar für dich? Du Glückliche!

Für viele ist es nicht klar. Schon „dein kleines Geheimnis“ oder „dein kleiner Helfer“ sind Worte, die das Sexspielzeug zum „unerwünschten Objekt“ machen. Und erst die Angst, dass es jemand entdecken könnte – oh je!

Also: Du musst dein Sexspielzeug nicht unbedingt herumliegen lassen, wenn deine Putzfrau kommt. Aber wenn Freundinnen kommen oder (pssst!) ein Lover, kannst du es ruhig auf dem Nachtschrank stehen lassen. Doch davon vielleicht später – da öffnen sich völlig neue Themen.

Sexspielzeuge für die Vitrine - warum nicht?

Und: ja, es gibt ein paar Frauen, die eine Vitrine dafür haben. Da stehen dann die Sammelstücke. Die gibt’s mittlerweile nämlich auch schon. Ein großer Teil der berühmten „Entchen“ hat bestimmt nie mit mit einem Körper geschnäbelt, aber gekauft werden sie trotzdem. Ich bin mir ja nicht sicher, ob die Vitrine im Schlafzimmer steht – aber ich kenn‘ wirklich Leute, die nicht wissen, welche „Inneleben“ die Entchen vor dem Beschauer verbergen. Neuerdings gibt’s auch Designerstücke – glatt, meist aus Silikon – und die haben garantiert keine „Penisform“. Ob sie gut funktionieren oder nicht, weiß ich auch nicht. Aber allein die Tatsache ist doch lustig, oder?

Also: Liebesspielzeuge macht aus die keine „Schlampe“ und du bist nicht „schamlos“, wenn du sie benutzt – und schon gar nicht, wenn du sie sammelst.

Hinweis: Der Link in diesem Artikel ist nicht gesponsert.
Das © am Bild hat BigTeaseToys. Es wird zu Werbezwecken auf deren Webseite verwendet.

Der Februar in Liebe: Männer, Mythen, Dominierung und Bubis

Das Thema Männer reicht noch mindestens bis Ende März: Die Liebeszeitung widmet sich (endlich mal!) den Männern. Und sie deckte einen Mythos nach dem anderen auf. Und um es klar zu sagen: Wir wollen nicht herausfinden, wie „die“ Frauen Männer sehen, sondern wir wollen mal Aufräumen damit, die angebliche „Frauensicht“ als Standard zu setzen. Die Liebe hat ohnehin ihre eigene Gesetze, die Mutter Natur klugerweise nicht "rational" eingerichtet hat.

Keine Mythen und keine Hetzpropaganda über Männer mehr

Über die Quellen kann ich nur so viel sagen: Wir haben versucht, glaubwürdige Quellen zu finden, die weder dem typischen Populismus folgen („Männer sind so“) noch pseudowissenschaftlichen Forschungen, die beweisen sollen, dass Männer „minderwertig“ sind. Aber selbstverständlich sind wir auch nicht den Foren gefolgt, die ständig darauf hinweisen, dass Männer „so sein müssen“ oder Frauen „Ganz anders“, meist „hochwertiger“ sind. Übrigens ist dies eine Sisyphusarbeit, wie es überhaupt weitaus anstrengender ist, Wahrheiten zu finden als Sprüche nachzuplappern. Lesen Sie bitte unseren Artikel: „Sexualität auf männlich“, um sich ausführlich zu informieren.

Männer sind nicht „simpel“ und „penisgesteuert“

Bisher hatten wir veröffentlicht, warum männliche Sexualität nicht „simpel“ ist, wie durchaus auch manche männliche „Forscher“ oder „Experten“ behaupten. Der „Wahrheitsgehalt“ aller psychologischen Betrachtungen über „Männer als solche“ (wie auch über „Frauen als solche“) ist ohnehin, wenn überhaupt vorhanden, minimal.

Mythen auf den Müll – Geschwätz entlarven

Und so geht s weiter: Wir versuchen, den Mythos zu entkräften, Männer hätten keine „echten“ Gefühle. Das ist einfach, weil „echte Gefühle“ von vornherein nicht nachweisbar sind oder auch, weil es keine „falschen Gefühle“ gibt. Drittens (bereits veröffentlicht) geht s um das angeblich „polygame“ Verhalten speziell der Männer – oder einfach: um ihre angeblich fehlende Treue.

Männer, Bubis und andere Frauenmeinungen

Wie Frauen-Klischees über Männer aussehen können, haben wir bei einem frauenaffinen Blog entdeckt. Dort stellt die Redaktion wahrhaftig „Männer und Jungen“ gegenüber – wobei die Männer mit allen (in diesem Fall angeblich „positiven“) weiblichen Klischees bedacht werden, die „man“ sich vorstellen kann.

Kitsch oder Fakt – „Berühren der Seele“?

Etwas ungewöhnlich für uns: Ein Artikel über das „Berühren der Seele“ – solche romantisierenden, träumerisch-esoterischen Ausdrücke verwenden wir normalerweise nicht. Aber der Artikel erschien uns nötig, weil es nicht ungefährlich ist, sich „die Seele“ berühren zu lassen.

In BDSM keine Kompetenz?

Nicht gut angekommen ist eine unsere Umschreibungen aus einer (wie wir meinen, immer noch verlässlichen) Internetquelle über den männlichen Wunsch, von einer „schönen Frau“ dominiert zu werden. Ob sie nun schön sein muss, soll oder darf, ist aber eigentlich unerheblich. Wir werden weitere Recherchen anstellen – nur leider ist die unglaublich schwer. Denn „masochistische“ Männer, die dazu noch intelligent, ehrlich und offen sind dazu stehen, sich professionell dominieren zu lassen, gibt es wenige.

Domina-Themen und Unterwerfung

Damit noch einmal die Domina ins Spiel kommt – diesmal eher humorvoll: „Solide“ Frauen meinen ja oft, diese Dienstleisterinnen verdienten zu viel und täten dafür fast nichts. Darüber war ein Internet-Autor ganz anderer Meinung. Und wir finden: Der Mann hat recht. Themen um Dominanz und Submission werden uns aber nicht verlassen. Denn die meisten „braven“ Frauen haben keine Ahnung, warum ihre Männer die Dienste dieser Frauen suchen und was sie dort konkret erwartet. Dabei wäre es nicht ganz uninteressant, dies zu erfahren … oder was meinen Sie?

„Schöne“ Themen und Humor

Falls Sie nun an „ganz anderen Themen“ interessiert sind (eher auf der süßen Seite der Liebe) dann lesen Sie doch mal bei Sehpferd zum Valentinstag oder in der „Liebe Pur“, warum Frauen den Männern angeblich aufs Gebiss schauen.

Und ja: Ich melde mich hier jetzt wieder ab und an mit Zusammenfassungen.

Mythos drei: Männer sind polygam oder jedenfalls nicht treu

Manche Wissenschaftler behaupten, es sei normal, dass Männer sozusagen Primatenchefs spielen wollen und ihr Sperma möglichst breit streuen. Deshalb würden sie zunächst mal überall herumvögeln und später gar die Ehe brechen.

Das ist ein Mythos, der nicht totzukriegen ist. In Wahrheit suchen Männer erregendere Partnerinnen als diejenigen, die sie schon kennen und Lüste, die sie noch nicht kennen oder die „ihre“ Frauen nur selten befriedigen. Und obgleich Frauen dies nicht gerne hören werden: Die gespielte Leidenschaft wird dabei noch eher goutiert als gar keine Leidenschaft, und die üblicherweise als „ein bisschen frivol“ eingestuften Praktiken sind immer wieder die lustvollen Höhepunkte.

Nun gilt es nicht eben als „fein“, in der Ehe „fremdzugehen“, sei es mit einer Escort-Frau oder mit einer lustvollen, vielleicht etwas leichtsinnigen jüngeren Frau, die Freude daran hat, Lust zu schenken. Also wird die Ethik bemüht, und dabei kommt dann heraus: Es ist unmoralisch, weil unsozial, eine Frau die darauf baut, immer und ewig mit dem Mann verbunden zu sein, wegen der puren Lust mit einer jüngeren Frau zu verlassen.

Ja, erwischt oder doch nicht?

Fremdgehen kann die Ehe zerstören, das ist richtig. Doch wenn Männer fremdgehen, machen Frauen ein Drama daraus. Sie drohen mit Auszug, Verweigern sich in Körper, Geist und Psyche oder bedrohen den Mann mit Scheidung. Und vor allem machen sie ihm die Hölle heiß, falls er’s noch mal versucht.

Männer sind ziemlich "moralisch" - Frauen nicht so sehr?

Merkwürdigerweise sind Männer moralischer als gedacht: Viele schämen sie sich ihrer Seitensprünge oder haben jedenfalls Skrupel. Sie versuchen, zu erklären, warum das so ist und sind ungeschickt beim Vertuschen. Kurz: Sie neigen dazu, Fehler zu machen, sich merkwürdig zu verhalten, sich nicht verstellen zu können oder gar Seitensprünge zu beichten.
Und Frauen? Normalerweise vergleiche ich nicht. Wenn Frauen die Ehe brechen oder ihre Freunde, Verlobten oder Ehemänner betrügen wollen, sollen sie es doch tun. Sie haben dabei einen enormen Vorteil: Sie sind besser im Organisieren von Seitensprüngen, gesickter im Versuchen und sie haben kaum Gewissensbisse, wenn sie es tun. Ob das auch ein Mythos ist? Möglicherweise. Und doch höre ich immer wieder, dass Frauen den Seitensprung es als ihr „gutes Recht“ annehmen, wenn sie glauben, nicht genügend geliebt, erotisch anerkannt oder eben – befriedigt zu werden.

Also doch nicht? Wie steht es bei Frauen mit der Treue?

Seitensprünge sind in der modernen westlichen Gesellschaft unter Frauen wie unter Männern etwas gleich beliebt. Je nach Autor der Umfrage und dem erwünschten/unerwünschten Ergebnissen liegen die Quoten bei Frauen manchmal etwas über denen der Männer, teils aber auch darunter.

Männer sind aus Prinzip untreu – ist es ein Mythos oder eine Tatsache?

Ein Mythos ist eine unrealistische Vorstellung. Insofern wäre die „untreue“ oder „polygame“ Vernanlagung kein Mythos, sondern eine Tatsache - nur eben nicht explizit für Männer. „Eheliche Treue“ ist ein kultureller Anspruch, den weder Frauen noch Männer derzeit erfüllen. Insofern ist es eben doch ein Mythos, wenn behauptet wird, er gelte nur für den Mann.
mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen

Mehr lesen? Hier: Seitensprungfibel.

Einfache Wahrheiten über die Liebe

Die Welt, in der wir leben, sollte von Dialogen, Abwägungen und schließlich von bewussten Entscheidungen geprägt sein. Das gilt auch für die Sexualität, wenngleich die triebhafte Natur sie manchmal in andere Richtung lenkt. Wir leben seit Jahrhunderten mit diesem Widerspruch. Wir sollten gelernt haben, ihn auszuhalten.

Doch, was passiert? Der Soziologe Heinz Bude charakterisiert die Praxis der heutigen jungen Menschen so:(Zitat DER SPIEGEL)

Die sexuelle Praxis der Jüngeren ist allenfalls ein Rauschen der Wünsche im Spiegel der Bedürfnisse.


Für die „ganz Jungen“ ist dies wohl normal – ab 25 sollte es eigentlich anders sein. Ich meine, alle, die noch denken können, sollten sich die Liebe zum Thema wählen und darüber nachdenken, was wir wirklich miteinander erreichen wollen. Oder was wir gemeinsam tun können, jenseits von tatsächlichen oder willkürlich erzeugten Geschlechterdifferenzen oder Moralvorstellungen.

Ich hoffe inständig, dass sich die heutige Generation darüber klar ist (oder wird): Frauen und Männer müssen die Zukunft gemeinsam miteinander gestalten – nicht gegeneinander und nicht nur im Rausch der Wünsche.

Und niemand sollte sich erfrechen, den anderen darüber zu belehren, wie er zu sein hat.

Echte Männer und schüchterne Jungs

Da habe ich mich einmal wieder gewundert, wie das Online-Magazin „Beziehungsweise“ „echte Männer“ definiert. Dabei vergleicht die Redaktion des Magazins „Männer“ mit „Jungen“ – wobei nicht etwas „jüngere kontra ältere Männer“ gemein ist, sondern „Kerle kontra Bubis“.

Also lesen wir doch mal, was die richtigen Männer machen. Dies schon vorab: Sie passen bestens in Frauenklischees.

Also: Ein echter Mann legt sich fest. In einer Umschreibung heißt es: Er setzt Prioritäten. Er hält Verabredungen präzis ein und hat seien Zukunft bereits geplant, ja, er ist in seine Zukunft verliebt.

Soweit die ersten drei Punkte. Ich denke mal: Aspirant auf das mittlere Management mit Hoffnung auf den Aufstieg ins Top-Management.

Natürlich geht es noch weiter: Stellen Sie sich nun diesen Mann vor. Er übernimmt selbstverständlich Verantwortung für sich selbst, bekennst sich zu Konflikten, ruhen in sich selbst und ist – schlicht und ergreifend –ein Macher.

Und nun stellen Sie sich vor, Sie treffen diesen Mann.

Oh, ja – er weiß ja schon, was er will und wohin er will, nicht wahr? Und Sie dürfen ihn dabei begleiten. Zwar fällt im Text gelegentlich das Wort „gemeinsam“ – doch was ein echter „Macher“ unter „Gemeinsam“ versteht, dürfte halbwegs bekannt sein: Er akzeptiert alles, was seiner Karriere nützt und verwirft alles, was ihn daran hindert.

Und wenn Sie darin nicht die Rolle wiederfinden, die Sie sich gewünscht haben, werden Sie entweder Fremdgehen oder Seufzen oder sich scheiden lassen. C’est la vie.

Du, falls Sie dann gefrustet oder geschieden sind, werden Sie sagen: „Ach hätte ich doch lieber einen Bubi geheiratet.“

Nun zu den Jungs

Gut, gut, Sie wollen auch keinen Bubi treffen, nicht wahr?

Wenn ich mal die Kurzfassung davon zum Besten geben darf:

Das Jungchen also lässt sich treiben, „verschenkt sein Herz“ nicht, kann sich nicht entscheiden, hat keine Geduld und scheut jede Form von Mühe.

Klar, dass niemand dieses Treibgut unter den Männlein treffen will, oder? Es geht aber noch weiter. Dazu müssen Sie sich diesen Bubi nun vorstellen: Verkäufer in der Herrenkonfektion oder Schreiber von ungelesenen Novellen? Das überlasse ich mal Ihnen, denn nun folgt die endgültige Charakterisierung:

Die Bubis nämlich lieben Partnerschaften, die Mutter-Sohn-Beziehungen ähnelnn Sie laufen außerdem Konflikten davon, lassen sich von „klugen Frauen“ einschüchtern und versprechen dies und das, ohne es zu halten.

Und nun stellen Sie sich vor, Sie treffen diesen Bubi.

Na ja, vielleicht treffen Sie ihn erst gar nicht, wenn er so charakterisiert wurde, nicht wahr? Falls doch: Was wird Sie erwarten?

Sie dürfen ihn zu etwas machen, was er noch nicht ist. Er darf sie begleiten, wohin Sie auch gehen. Er wird an Ihnen wachsen und sich von Ihnen abhängig machen. Vielleicht ist er dankbar für das, was Sie für ihn tun – jedenfalls wird er sie bei Ihren Vorhaben unterstützen.

Wenn er aus dieser Rolle herausgewachsen ist, wird er sie entweder besonders intensiv lieben oder sie verlassen. C’est la vie.

Und falls er Sie verlässt, werden Sie sagen: „Hätte ich doch einen echten Mann geheiratet.“

Ich habe gerade überlegt, was wohl die Feministinnen (sicher nicht nur deren extremer Flügel) dazu gesagt hätte, wenn jemand geschrieben hätte: „Mädchen hingegen lassen sich treiben, wollen mal hier, mal dort naschen, ohne sich richtig festzulegen und ihr Herz zu verschenken.“