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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche – Informationen über Männer, Sex und Ideologen

Seit vielen Monaten versuchen ideologisierte Frauen, uns Männern klar zu machen, wie wir sein sollten. Zudem wird von den extremen Gruppen der LGBT*-Bewegung versucht, die eigene sexuelle Ausrichtung, nennen wir sie mal „queer“, als Maßstab zu nehmen.

Die Beweggründe halte ich in Ehren – sie entsprechen dem Grundsatz der Meinungsfreiheit. Und sie könnten auf persönlichen Erfahrungen beruhen, über die ich nicht urteilen kann und will. Was mich allerdings stört, ist die Verallgemeinerung.

Die Natur ist die Basis – und sie bleibt es auch beim Menschen

Und weil das so ist, muss eine Korrektur her. Die lehrt uns die Natur: Männliche Säugetiere versuchen, paarungsbereite Weibchen zu finden. Und diese wiederum sind zumeist eben nicht bereit, sich mit gerade diesem Männchen zu paaren. Deshalb suchen die weiblichen Exemplare in den meisten Fällen diejenigen Männchen aus, die besonders gute Gene haben. Übertragt das auf das Kennenlernen oder auch auf das sogenannte „Dating“ – dann habt ihr die Natur im Kulturformat. Darüber könnte man mehr schreiben – einen Teil habe ich hier niedergelegt.

Asexualität – eine „sexuelle Orientierung“?

Ein ähnlicher Themenkreis ist die sogenannte „Asexualität“. Wer unter ihr leidet, weiß mit Sicherheit, wie sie sich anfühlt und was sie mit jemandem „macht“. Aber sobald sich die Ideologen sich des Themas bemächtigen, wird daraus einen weitere „sexuelle Orientierung“ konstruiert. Und Letzteres ist ein Versuch, noch mehr Menschen als „Queer“ einzustufen.

Männer haben auch ohne Queer-Ideologen feminine Anteile

Ach so – Männer sind eben auch ein bisschen „weiblich“, weil sie weibliche Anteile haben. Das wäre eigentlich alles. Doch immer mehr wird nach „homosexuellen“ Anteilen der sogenannten „heterosexuellen“ Männer geforscht. Ich halte das für eine Folge der Queer-Theorien – und nicht wirklich für eine „Wissenschaft“ – und das sage ich deutlich.

Der Mann – was seine Sexualität ist und was frau/man wissen muss

Was es über die Sexualität des Mannes sonst noch zu sagen gibt? Sehr viel mehr, als die meisten Frauen wissen – aber leider auch wesentlich mehr, als sich die meisten Männer vorstellen können. Insofern ist es mal gut sich darüber klar, zu werden, wie viel Mühe sich der Körper gibt, um eine Erektion zu erzeugen, sowie Schleusen zu öffnen und zu schließen. Viele glauben ja immer noch, dass Männer „mit dem Penis“ denken und nichts anderes im Kopf haben, als ihre Spermien zu verschießen. Kaum jemand fragt sich hingegen, wie oft es dabei bleibt, dass der Mann halb erregt von dannen zieht und der Körper alles auf „retour“ zurückfährt. Ja, auch das ist natürlich – aber der Aufwand, den der Körper jedes Mal betreibt, ist dennoch immens – vom „Frust“ ganz zu schweigen.

Wir haben in zwei Teilen dokumentiert, was von der sexuellen Begeisterung bis zum Samenerguss alles geschehen muss (mit Quellen, die noch wesentlich ausführliche Informationen enthalten). Im dritten Teil versuchen wir, weitere erogene Zonen des Mannes aufzudecken und lassen die Wissenschaft erneut zu Wort kommen.

Die Angst vor … jedem "ersten Mal"“

Und ja – da wäre noch die Angst vor jedem neuen sexuellen Erlebnis, das selbst Erwachsen noch prägt. Der Zaubersatz heißt „Warum eigentlich nicht?“ Und wir raten dazu, sich vor allem zu fragen: „Was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn…“. Die Antwort kennst nur du … wer sonst?

Unterhaltung und Ausblick …

Der Unterhaltungsteil? Sommerlich kurz. Ein bisschen über Aktfotografie in den Dünen – aus den Zeiten, die wir wahrscheinlich den Urgroßeltern zurechnet. Ja, und es ist wirklich Sommer, auch wenn allerlei Drohszenarien an die Wände gemalt werden. Und kann man nicht einfach den Sommer genießen, zumal, wenn man jung ist?

Ich würde sehr dazu raten und wünsche euch ein Wochenende voller Lust, wenn es euch möglich ist.

Zwischen Furcht und Lust - was wird siegen?

In den alten Lehrbüchern kann man nachlesen, der sexuelle Appetit der Frau sei „gering“, und wenn überhaupt, dann sie sie nur wegen der Liebe bereit, das Joch des Geschlechtsakts hinzunehmen. Man erspare mir, dieses pseudo-wissenschaftliche Geschwafel auch noch mit den entsprechenden Quellen zu belegen.

Ist es einfach die Angst, die uns hemmt?

Später lesen wir, dass es die Ängste sind, die da im Frauenkörper lauern, und da kommt noch die dicke Keule hinterher: Wir haben es mit einer der „Grundformen der Angst“ zu tun, und die wirkt sich nach einer psychologischen Meinung so aus (1):

Personen, deren grundlegendes Problem die Angst vor der Hingabe ist, werden zu schizoiden Persönlichkeiten, die die Selbstbewahrung überbewerten.

Immerhin redet man jetzt von „Personen“, und auch nur dann, wenn die Furcht vor der Hingabe ein „grundlegendes Problem“ ist, also eines, was viele andere Schwierigkeiten, Sorgen und Fehlreaktionen nach sich zieht. Die Idee, dass „schizoide Persönlichkeiten“ sich Schutzschilder aufbauen, um mit Sicherheit niemandem zu verfallen, ist allerdings ein Extrem. Besonders die Sexualität und die heftige Begierde, die damit verbunden ist, überwindet viele psychische, ethische und religiöse Normen.

Reichen "schlechte" Erfahrungen, um Angst auszulösen?

Gut - so viel ist sicher: Wer mehrfach „schlechte Erfahrungen mit der „völligen“ Hingabe gemacht hat, der scheut möglicherweise den Sex als solchen. Die Steigerung von „schlechten Erfahrungen ist „traumatische Erfahrungen“. Mit ihnen kennt sich der Psychiater oder Psychologe besser aus, denn „schlechte Erfahrungen mit irgendjemandem zu machen“ ist etwas, das fast jedem Menschen im Leben passiert - es ist auch kein Grund zur Sorge.

Es bleibt oft nicht beim "ersten" ersten Mal

Weiterhin wird die „Angst vorm Unbekannten“ genannt. Sie betrifft nicht nur, wie in vielen Beiträgen behauptet wird, DAS erste Mal, sondern JEDES erste Mal, das mit Erotik, Sex oder anderen intimen Körperkontakten in Zusammenhang steht. Dies Angst kann also jedes Mal aufs Neue auftreten, wenn eine sexuelle Begegnung nicht nach dem bekannten Muster abläuft. Bei Männern - wir wissen es oft schmerzlich - kann es eine plötzliche auftretende Impotenz sein oder gar die Tatsache, bei bestimmten Frauen potenzschwach zu sein, bei anderen jedoch nicht. Auch das eigene Körperbild (zu dick, nicht schön genug, zu schwach) kann Auswirkungen auf die Angst haben, eine Art von Sex oder andere intime Begegnungen zu genießen.

Das Schlimmste, was passieren kann - wäre es so schlimm?

Nun hat jede Frau und jeder Mann seine Schranke, die er (jetzt, hier) nicht überwinden will. Das ist sehr verständlich - doch ein Satz muss nachgeschoben werden: „Was könnte denn schlimmstenfalls passieren?“

Frauen glauben so gut wie immer, dass sie ihren „Ruf verlieren“ könnten, wenn sie einen großen sexuellen Appetit an den Tag legen. Noch schlimmer wirkt es auf sie, wenn sie „Schlampen“ genannte werden, weil sie das (angebliche) Repertoire von Prostituierten oder Dominä beherrschen. Falls dies ruchbar würde, so würden sie „ihren guten Ruf“ verlieren - was immer das heißt. Selbst, wenn sie wegen ihrer Auswahl, ihrer Vorsicht und ihrer Geheimhaltung niemals um ihren Ruf fürchten müssten, haben viel noch „Mutters Stimme“ im Ohr: „Keine anständige Frau tut so etwas.“

Sollte dies für eine über 40-jährige, emanzipierte und erfolgreiche Frau ein Grund sein, auf ein lustvolles Sexleben und sinnliche Experimente zu verzichten?

Wahrscheinlich ist es ein Grund. Aber eben auch ein Grund, auf den sich niemand zurückziehen sollte.

Männer fürchten sich manchmal vor Frauen - und vor ungewöhnlichen Praktiken

Männer haben nicht nur Angst um ihre Potenz. Sie fürchten auch nicht nur, dass sie ihren „kostbaren“ Penis beschädigen könnten. Ähnlich wie manche Frauen bangen sie um ihren Ruf, und gelegentlich sind sie dabei empfindlicher als viele Frauen. Kein Wunder - denn ihr sexuelles Verhalten wird in Grenzsituationen viel schärfer verurteilt.

Wenn eine Frau sich von einer anderen Frau befriedigen lässt, weil Frauen eben besser wissen, wie man einen Cunnilingus ausführt, dann schreit kein Huhn oder Hahn danach. „Die sind lesbisch“ krähen dann höchstens noch ein paar unbedarfte Teenager. Tun es zwei sogenannte „heterosexuelle“ Männer per Fellatio, und fliegt dies auf, dann ist die Hölle los. Diejenigen Männer, die sich im wahrsten Sinne des Begriffs körperlich „einer Frau hingeben“, werden verlacht, diffamiert und mit Ausdrücken bedacht, die ich hier gar nicht erst erwähnen mag.

Was schlimmstenfalls passieren könnte

Grenzen sind beim Sex flexibel, und Hürden kann man überwinden. Und jede/ jeder muss - wirklich - selber wissen, was er oder sie sich zutrauen kann und was nicht.

Und wie war es mit der Frage: „Was könnte den schlimmstenfalls passieren?“ Wenn du jetzt zehn oder gar zwanzig Jahre voraus denkst, wirst du dich möglicherweise schon mit deinen Erinnerungen beschäftigen. Und dann wirst du vielleicht sagen: „Oh, wie dumm von mir, dass ich damals solche Bedenken hatte - heute kann ich es leider nicht mehr.“ Das gilt für das Reisen, für das Essen und Trinken - und eben auch für viele sexuelle Abenteuer.

(1) Stangl.

Asexualität – neuer Name oder tatsächlich eine Identität?

Für die einen ist es ein medizinisches Phänomen, für die anderen ein solches psychologischer Art und die dritten, die sich des Begriffs bemächtigt haben, ist es eine weitere „sexuelle Identität“.

Um der Sache wirklich näherzukommen, bietet sich eine Betrachtung an, die keine der drei genannten Quellen in Betracht zieht. Denn was „Asexualität“ in der jeweiligen Definition von Fachleuten oder Interessengruppen ist, spielt letztlich keine Rolle.

Kann man wirklich "nicht sexuell" sein?

Im Grunde ist kaum ein Mensch „nicht sexuell“. Wer nichts in den Genitalien spürt, hat dennoch das Gehirn, das ihn zu einer „sexuellen Person“ macht. Und selbst bei den wenigen Menschen, bei denen die Rückkoppelung zwischen Genitalien und Gehirn unterbrochen ist, weil bestimmte Nerven verletzt wurden, haben immer noch eine „Art von Sexualität“.

Sexualität kann auch in Lust allein bestehen

Was ist Sexualität außerhalb der Fortpflanzung? Es ist die Lust, bestimmte Gefühle aus Berührungen (namentlich aus „taktilen“ Kontakten mit Penis oder Klitoris) im Körper hervorzurufen. Diese Gefühle können sich sogar dann noch in Fantasien oder „sinnliche Lüste“ wandeln, wenn die Berührungen der genannten Organe keine „natürlichen“ Reaktionen auslösen.

Die Behauptung, „Asexualität sei die Abwesenheit sexueller Anziehung jedem gegenüber, unabhängig von dessen Geschlecht“, die gerne von Lexika zitiert wird, konnte bisher nie belegt werden. Der „Wunsch nach Masturbation“ beispielsweise wird von den selbst definierten Asexuellen umgewertet in „dem Sexualtrieb folgend“ oder als eine „normale Reaktion des menschlichen Körpers“.

Auch Wissenschaftler verstiegen sich in die kühnsten Vermutungen (Zitat, 1):

Wissenschaftler, die die Physiologie rund um Asexualität studieren, vermuten, dass Menschen, die asexuell sind, zu genitaler Erregung fähig sind, aber Schwierigkeiten mit der sogenannten subjektiven Erregung haben können … (was bedeutet) , dass „während der Körper erregt wird, man subjektiv – auf der Ebene des Geistes und der Emotionen – keine Erregung erfährt“.

Anhand dieses Satzes kann man bereits erkennen, welches Menschenbild den Forschungen zugrunde liegt: Der Körper gehört einer anderen Welt an als die Gefühle. Tatsächlich übertreffen Forscher einander seit langer Zeit darin, immer neue Thesen darüber zu verbreiten. Recht gut wird dies in einem Wissenschaftsbeitrag über Frauen dokumentiert, der von einer Psychologin stammt:

Genitale Erregung ist durch genitale Vasokongestion und andere physiologische Veränderungen gekennzeichnet, die als Reaktion auf sexuelle Reize auftreten, während sich subjektive Erregung auf die geistige Beteiligung während der sexuellen Aktivität bezieht.

(Vasokongestion – physische Erregung durch starke Durchblutung, wissenchaftsjargon)

Kein Sex oder nur "körperlicher" Sex - oder was denn nun eigentlich?

Die Idee, dass die körperliche Erregung sich mit einem Menschen, mit dem man in einer Beziehung lebt, verbinden müsste, ist zwar populär, aber eben auch nur eine Meinung. Sie geht davon aus, dass „nur Sex zu haben“ insbesondere für Frauen unerträglich ist, und dass ein erfülltes Frauenleben die Integration des Körperlichen mit dem Emotionalen einhergehen müsste. Man könnte dies als „sozialromantische Vorstellung“ abtun oder als reine Ideologie. In der Tat geht es letztlich um ein Ideal: die genitale Erregung und die „subjektive“ Erregung sollen demnach möglichst synchron verlaufen, sodass Lust, Liebe und Hingabe eine Einheit bilden. Und gerade dies ist offenkundig nicht so oft der Fall, wie es ein „ideales“ Beziehungskonzept verlangt. Dabei geht es um wesentlichen zwar nicht um Asexualität, wohl aber um die Lustlosigkeit von Frauen, die in den letzten Jahren vielfach Forschungsgegenstand war (Stichwort „Rosa Viagra“). Einer der Gründe war, dass die Pharmaindustrie sich erhoffte, damit ähnlich viel Geld zu verdienen wie mit der „blauen“ Pille für Männer.

Keine Kriterien für "zu viel" oder "zu wenig" Sex - also gib es auch keine Maßstäbe

Im Grunde hat dies alles mit der Kernfrage gar nichts zu tun, ob es eine nennenswerte Gruppe von Menschen gibt, die „asexuell“ sind, und ob diese Bezeichnung wirklich auf eine sexuelle „Identität“ hinweist. Es ist auch weitgehend unklar, ab welchem sexuellen „Appetit“ Menschen als „weitgehend uninteressiert an Sex“ bezeichnet werden. Ebenso unklar ist übrigens nach wie vor das Gegenteil, wie wir an der Diskussion um die „Sexsucht“ vor langer Zeit gesehen haben.

Lösungen? Ja, aber dann bitte individuell

Natürlich habe ich Respekt vor Menschen, die aus unterschiedlichsten Motiven nicht nach Sex verlangen oder dies jedenfalls vorgeben. Sie sind frei zu entscheiden, was sie tun, wie sie es tun und ob sie damit glücklich werden oder nicht. Aber es ist nicht in Ordnung, seitens der „Wissenschaft“ Kategorien von Sexualität zu erfinden, um andere zu verlocken, sich einer „neuen sexuellen Identität“ zu unterwerfen.

Denn: Vieles ist wirklich anders bei der sogenannten „Asexualität“ als bei den Gruppen, die sich als „Homosexuell“ oder ähnlich ausweisen. Bei der sogenannten Asexualität kann es körperliche, psychische, psychosomatische und soziale Gründe geben, warum sich die betroffenen Personen so einschätzen. Auch Glaubens- und andere Weltanschauungsfragen haben gelegentlich noch eine Bedeutung – man denke an Priester, evangelikale Extremisten oder Ordensleute.

Der einzige sinnvolle Rat, den man sogenannten „sexuellen“ Person geben kann, ist einen Weg durchs Leben zu finden, der sie in irgendeiner Weise glücklich macht. Denn das ist das eigentliche Lebensziel: mit dem Potenzial, das jemand hat, das zu tun, was ihm Freude bereitet.

Asexualität - kaum mehr als ein Wort, das der Zeitgeist erfand

Um also die Frage im Titel zu beantworten: Asexualität ist ein neuer Begriff, der einem gewissen „Zeitgeist“ entstammt, nämlich auch die letzten verbliebenen nicht-etikettierten Menschen endlich einen Stempel aufzudrücken. Und das ist, mit Verlaub, eine Zumutung.

Zitate und andere Quellen:

Verständlich und wissenschaftlich, Kurzfassung: Über Frauen,leider nur in Englisch.
Pink Viagra"
Ausführlich (richtet sich an Fachleute, sehr interessant aber auch für interessierte Laien): msdmanuals.
Ein interessanter, allerdings sehr langer englischsprachiger Beitrag diskutiert , wie die LGBT-Gemeinschaft mit Asexuellen umgeht bzw. umgehen sollte.

Nackt und in den Dünen – ein Teil der Aktfotografie

Die Darstellung basiert auf der Idee, Nacktheit zu idealisieren - möglicherweise 1930er Jahre
Der Artikel beschreibt die historische (analoge) Aktfotografie und die Probleme, mit denen man dabei konfrontiert wurde.

Wer sich irgendwann einmal in seinem Leben mit Aktfotografie beschäftigt hat, der begab sich auf dünnes Eis. Denn für die einen war es ein „Perversion“, für andere eine Lust, und für die Dritten ein ganz normaler Teil ihres Berufsalltags.

Die Herausforderung, nackt vor der Linse zu stehen

An sich ist der Mensch ja nackt – aber so abgelichtet zu werden, ist fast immer eine Herausforderung. Wenn eine Frau jung und schön war, so war sie auch als Modell ausgesprochen begehrt – und doch waren nur wenige Frauen bereit, ihre Hüllen für private Aktbilder fallen zu lassen. Selbstbewusste, emanzipierte Frauen, die sich der Schönheit ihres Körpers und dessen Wirkung bewusst waren, ließen sich allerdings lieber in professionellen Studios ablichten. Und schon vor 40 Jahren gab es Fotografinnen, die sich auf Aktfotos spezialisiert hatten. Dabei stellte sich oft heraus, dass sich ihre Kundinnen deutlich freier und unbefangener vor der Kamera bewegten als bei einem Fotografen. Einige Frauen gaben damals an, die eigene Schönheit dokumentieren zu wollen, während andere ihrem Ehepartner ein intimes Geschenk bereiten wollten.

Der Amateur und seine Aktfotografie

Vorbild aus der DDR 1960-er Jahre
Was den Foto-Amateur anging (es gab noch kaum entsprechende Amateurinnen), so waren nicht nur die Modelle, sondern vor allem die Lichtquellen ein Thema. Billige Farbfilme deutscher Herkunft und falsches Licht führten zu unerträglichen Hauttönen. Und die Ausleuchtung war ohnehin stets Thema – nur in Studios stand genügend „weiches“ Licht zur Verfügung, mit dem man sich an die Farbe wagen konnte. Der kluge Amateur nutzte die grafische Wirkung von Schwarz-Weiß-Filmen – mit ihnen war es angeblich leichter, den Aufnahmen eine künstlerische Note zu geben. Und er konnte sie auch selbst problemlos entwickeln und vergrößern.

Aktfotos von Männern waren einige Jahrzehnte lang völlig verpönt – ebenso wie solche von Frauen über 50. Die Gründe waren unterschiedlich. Frauen über 50 galten als unästhetisch, die Darstellung von nackten Männern galten vielen als „unethisch“, weil sie angeblich wahlweise Ekel oder falsche Gelüste erregten.

Ein Bereich war für Amateure und die Anhänger „ästhetischer Aktfotografie“ (1) schon immer spannend: Aktfotos am Stand zu schießen. Natürlich mit Einwilligung der Damen. Diese anonymen Fotos am Strand und in den Dünen wurden alle nachträglich geglättet und koloriert. Die Original-Aufnahmen sollen zwischen 1920 und 1960 entstanden sein. Ob sie von Amateuren oder aus Magazinen stammen, konnte nicht eindeutig geklärt werden.

(1) Im Gegensatz zum professionellen Bereich wurden als "ästhetisch" im Amateurbereich nur solche Aktfotos angesehen, die zwar die Form des Körpers zeigten, aber keine erotisierende Wirkung hatten
Das unter Bild wurde stark verkleinert. Es ist zwar ein typisches Zeitdokument , doch könnten konservative Menschen vom Original befremdet sein.

Mehr über Männersexualität – was Frauen wissen sollten

Selbst, wenn der Slip unten wäre - die Lustzonen wären nicht alle im Bild
Der Artikel "Mehr über Männersexualität – was Frauen wissen sollten" ist ein Teil einer genaueren Betrachtung männlicher sexueller Lüste für Frauen - was nicht heißen soll, dass auch einige Männer verblüfft sein werden.

Mehr über Männersexualität – was Frauen wissen sollten

Zu den Irrtümern über Männer-Sexualität gehört auch, dass der Penis die „einzige“ erogene Zone des Mannes ist. Genau genommen ist er es gar nicht, sondern es sind die Sensoren an der Eichel, auf die es wirklich ankommt. An dieser Stelle sei ein „Rätsel“ aufgelöst, dass viele Frau bewegt: Warum wollen so viele Männer „französisch total mit Aufnahme“, wie es im Bordelljargon heißt? Eine mögliche Antwort wäre: Weil die Eichel und das Frenulum bei dieser „Behandlung“ intensiver gereizt werden als beim üblichen „vaginalen Kontakt“. Manche Männer sind anderer Ansicht: Sie wollen den Geschlechtsakt „animalisch“ genießen, indem sie den bekannten wilden Ritt mit entsprechenden Hubbewegungen ausüben.

Die erogene Zone "Haut" - nicht nur am Unterleib

Wie dem auch sei, im Grunde wirkt die gesamte Haut als erotischer Sensor, insbesondere die Brustwarzen, die Pobacken, der Analbereich, der Damm und die Umgebung der Hoden. Über diese Zonen, lässt sich die Lust aufbauen und gegebenenfalls auch steigern.

Wie ist das eigentlich mit der Prostata?

Eine besondere Rolle kommt der Prostata zu. Sie ist neben dem Analbereich die am wenigsten bekannte erogene „Zone“. Da Männer den Kontakt mit der analen Öffnung scheuen wie der Teufel das Weihwasser, wird er selten stimuliert. Diese Tatsache hindert auch Frauen daran, den Anus selbst zu stimulieren oder den Finger an den P-Punkt zu legen – an die Stelle, an die Prostata durch den Enddarm tastbar ist.

Ob es durch Prostata Stimulation (abfällig auch „Milking“ genannt) ausgelöste Orgasmen gibt oder nicht, ist nicht verbürgt, wurde aber von vielen Männern berichtet.

Die Wissenschaft scheut dieses Thema. Wo es dennoch angesprochen wird, argumentiert man vorsichtig, so wie in diesem Zitat (1. Zitat im dritten Teil):

Trotz der Tatsache, dass so viele Informationen, die über Prostata-induzierte Orgasmen verfügbar sind, aus anekdotischen Berichten von Einzelpersonen stammen, kann es kaum Zweifel geben, dass die Stimulation der Prostata über die Rektalwand ekstatische Gefühle hervorrufen kann, die außergewöhnlich angenehm sind.

Manche Männer berichten, dass diese Gefühle ihnen zunächst unangenehm waren. Die Stimulation erzeugt zunächst ein relativ unbestimmtes Gefühl, dass eher dem Harndrang nahekommt als der sexuellen Lust. Bei einigen Männer erwächst daraus ein „Horrorgefühl“, andere fürchten „schwul zu werden“ und einige wollen Wiederholungen. Dabei scheint vor allem eine Rolle zu spielen, dass sich die Stimulation über eine lange Zeit erstrecken kann. Wer sich bei Suchmaschinen informieren will, landet bald im Bereich der Pornografie oder des Erotik-Versandhandels.

Die zuverlässigste Information noch einmal als Zitat (2. Zitat im dritten Teil):

Mache Männer mögen des vom ersten Moment an, während andere sehr ambivalent darauf reagieren oder es gar ablehnen. Doch noch mehr werden so reagieren, wie es die meisten Menschen tun, wenn sie etwas Neues ausprobieren: Sie werden mit der Zeit lernen, es zu mögen. Die meisten Männer, die lange genug dabeibleiben … sind sich einig, dass der erzielbare Orgasmus intensiver (und deutlich anders) ausfällt als der, den sie durch Penisstimulation allein bekommen könnten.

Derselbe Ratgeber (do.) ergänzt noch:

(Die Lust …) hängt von der Höhe des Drucks, dem verwendeten Instrument und natürlich von der ausführenden Person ab.

Das Letztere kann man gar nicht genug betonen: Es geht nicht um „irgendeine Sache mit Sex“, sondern darum, ob die „Behandlung“ aus Liebe und Freude an der Lust des anderen ausgeführt wird.

Ich hoffe, dass ich euch etwas erklären konnte, was wirklich nicht einfach zu erklären ist. Erwähnen will ich, dass ich ausschließlich zuverlässige Quellen verwendet habe. Dennoch ist dies auf keinen Fall ein „medizinischer Ratgeber“. Männer sollten sich an einen Urologen wenden, wenn sie Fragen haben. Und Frauen? Vielleicht (ich habe da Hoffnungen) werden sie verstehen, warum Männer so wild entschlossen sind, zu ejakulieren. Und warum der finale Schritt beim Sex für sie wirklich ein „Weg ohne Rückkehr“ ist.

Wissenschaftlicher Ansatz (Prostata,1 in Absatz 3) in Wiley.com"
Informationen zur Prostata und Zitat zu "Gefühle des Mannes"(2 in Ansatz 3) in BestOfLife

Alle Quellen:

Mündliche Aussagen ohne Dokumentation, diverse anonyme Einzelaussagen, die bereits oben genannten Quellen und dazu ncbi (englisch) und , uro-bot (deutsch). Populäre Frauenmagazine wurden dazu gelesen, gingen aber nicht in die Artikelserie mit ein. Einige der Aussagen beruhen auf Vergleichen mit der Mess- und Regeltechnik.
Grafik: Liebesverlag-Archiv.