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Das schwierige Monetarisieren von Dates in der Pandemie

Kleidungsstück für Kleidungsstück kommt man sich virtuell näher ...
Das schwierige Monetarisieren von Dates in der Pandemie spricht eigentlich ein heikles Thema an - aber wir haben mal versucht, es mit Humor zu nehmen. Wer nicht weiß, worum es geht: Wie macht die Frau männliche Begierden zu Geld, ohne als Prostituierte verdächtigt zu werden?

Das Monetarisieren von Dates ist mittlerweile recht üblich geworden - aber die Möglichkeiten, Dates zu verkaufen, sind in diesen Zeiten ausgesprochen beschränkt. Im Mittelbereich zwischen Rotlicht und Grauzone, wo die bezahlten Dates nun mal liegen, wird derzeit fast nichts verdient. Was machen all die Damen, die mit als „Dating“ getarnter Prostitution ihre Mieten bezahlen?

Sie passen sich an - und bieten virtuelle Dates. Wir haben ein Ohr auf den Boden gelegt und hörten diese Fußtapfen:

1. Wechsel deine Fotos oft aus. Es ist jetzt wichtig, visuelle Variationen euer Körper und eures Outfits zu zeigen, denn jetzt zählt erst einmal nur das Optische.

2. Ändere jeden Tag etwas an deinem Profil. Deine Kunden suchen jetzt nach Stichwörtern. Da zählt Vielfalt.

3. Schreib in dein Profil, dass du jetzt virtuelle Dates anbietest.

4. Gib deinem Publikum bekannt, zu welchen Zeiten visuelle Begegnungen mit dir möglich sind.

5. Was bietest du an bei deinen „Dates auf Entfernung?“ Und wie machst du es, dass alles möglichst „hautnah“ rüberkommt?

6. Wie kann dein Lover mit dir in Kontakt kommen? Welche Medien kannst du dazu benutzen?

7. Leg fest, wie du bezahlt werden willst - was soll die Minute kosten, die du mit deinem Dating-Parter chattest oder in der du vor der Webcam sitzt? Was kostet Texting? Welche virtuellen „Extras“ bietest du und was nimmst du dafür?

8. Einige der Möglichkeiten ist das virtuelle Treffen vor dem Bildschirm (du wirst mehr zeigen müssen als dein Gesicht). Eventuell musst du deine Hardware erneuern - es lohnt sich immer. Andere Möglichkeiten sind erotisches Texting oder auch Fotos oder Videos. Das ist in jedem Fall ein Zusatzgeschäft.

Wie immer, haben wir unsere Quelle verschleiert und den Text deshalb ein wenig verändert. In den Grundaussagen geben wir aber wieder, was in einem entsprechenden Blog-Beitrag geraten wurde.

Du hast keine FI(n)? Dann warte einfach ...

Wer ohne „Fi“ im Erotik-Dating unterwegs ist, macht am besten mal ein paar Wochen Pause. Denn auf die Frage, ob sich Viren bei feuchten Körperkontakten übertragen können, wird ja auch in anderer Hinsicht mit „Ja“ beantwortet.

im Übrigen rät die Redaktion, diesen Artikel mit Humor zu nehmen. Und nein, er ist trotz allem kein Aprilscherz.

Die Liebe zum Finger im Mund

Nein, sie will dich nicht verspeisen ...
Huch, auf welches Glatteis begebe ich mich denn da? Wer die „Zeigefingerkuppe in den Mund steckt“ oder etwas blumiger: „wer an seinem Zeigefinger lutscht“ soll angeblich entweder nachdenken, verlegen sein oder sich schamvoll geben. Äh - ja, Leute, habt ihr nie eine Frau intensiv flirten sehen? Da hat sie doch die Zeigefingerkuppe zwischen ihre Lippen genommen und euch dabei angesehen, oder etwa nicht?

Na klar, ich habe auch gelesen, dass Nägelkauen wüst gefährlich ist. Ich kaue aber keine Nägel, keine Krallen und keine Hufe.

Hilf, sie will mich fressen - ach so ...

Die Sache erotisch anzugehen bringt nix. Oder doch? Da fragt ein Jüngling, warum seine Freundin ihm vor dem Sex immer den Finger in den Mund steckt, und ein ganz Schlauer will wissen: ey, du, das ist die erste Stufe der Vorarephilie - das Wort musste ich echt erst einmal nachgucken. Guckt mal nach bei Tobia 6, wenn ihr bibelfest seid. Oder besser: guckt gar nicht nach, denn diese Antwort ist einfach Bullshit.

Finger im Mund - etwa doch erotisch?

Oder doch erotisch? Ei, ei, da könnte man ja mal wirklich Unanständiges denken: ein Finger, eine Körperöffnung ... nun, alle Fantasien wieder auf Anfang?

Soso - eine Dame verriet mir mal, dass sie ihren Lover bittet, die Zunge so weit wie möglich auszustrecken, um sie dann mit dem Zeigefinger oder einer Kombination aus Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger zu streicheln. Klar geht es da um Disziplinierung, aber ihr wisst ja wahrscheinlich, dass Männer ganz gerne nach Unterwerfung lechzen. Sie erzählte mir auch, dass sie eine Zungenzange besitzt.

Das ganze Thema sollen ja die Japaner perfekt beherrschen - mit allem Pipapo. Aber da käme ich dann ja völlig aufs Glatteis. Jedenfalls sollen sie die Chop Sticks ja nicht nur zum Essen nutzen ...

Ja, das war es. Passt nicht in die Zeit? Macht nichts. In diese Zeit passt gar nichts.

Die Rolle der erotischen Demut

Lust an der Demütigung ...
Demut - allein bei dem Wort vermischen sich unsre Gefühle. Ist es nun positiv, demütig zu sein und damit den Hochmut abzulegen, oder zeugt die Demut davon, dass wir unsere Persönlichkeit „niedriger Anschlagen, als sie wirklich ist“? Schon die alten Konversationslexika wussten, dass die Demut durchaus auch eine Maske sein kann, also eine reine Heuchelei.

Die Demut in Lexika

Die Demut wird vom Brockhaus des 19. Jahrhunderts durchaus anerkannt:

Beruht (die Demut ...) auf der Gewohnheit, in der Beurteilung seiner selbst strenger zu verfahren als in der Beurteilung anderer ... so ist sie als Zeichen eines gewissenhaften Zartgefühls der Gegenstand moralischer Hochachtung.

Das reicht uns aber noch nicht, um die Aufgabe der Persönlichkeit zu verstehen die mit der mit der Demut verbunden ist. Dazu müssen wir weiterlesen:

In religiöser Bedeutung bezeichnet Demut die Stimmung des gläubigen Menschen Gott gegenüber, vermöge deren er seine Unwürdigkeit und Kleinheit neben Gottes Hoheit und Herrlichkeit anerkennt.

Diese Formel kann durchaus auch auf Menschen verwendet werden, die sich demütig einer Ideologie oder einem Sektenführer unterwerfen. Sie sollen ihre „Kleinheit und Unwürdigkeit“ anerkennen, bevor sie die angeblich höheren Ziele der Gruppe oder ihres Gurus erreichen können.

Nun ist „Demut“ zu zeigen aber nicht gleichbedeutend mit „Demütigen“, und dazu gehen wir noch ein paar Jahrhunderte zurück:

Äußerlich gedemütigt ist (jemand) ... dessen Macht, Kraft und Ansehen gebrochen und niedergedrückt ist.


Vorhang auf: erotische Demut

Was ist nun erotische Demut, und welche Menschen lieben die Rolle, erotisch gedemütigt zu werden? Merkwürdig ... bei erotischer Demut schweigt das Internet. Mit etwas Geduld finden wir heraus, dass wir „erotische Demütigung“ eingeben müssen, um etwas zu erfahren. Meist ist es ein Rollenspiel zwischen zwei Personen, in dem eine Person die Rolle des Menschen annimmt, der den anderen zur Demut zwingt, während der Mensch der gedemütigt wird, die konträre Rolle spielt. Bei diesem Pas-de-Deux wird eine bestimme Choreografie vereinbart, zum Beispiel, in welchem Umfeld und welcher Kleidung man spielt, ob es sich um eine rein psychische oder auch um eine körperliche Demütigung handelt und wie intensiv gedemütigt wird.

Einst war die Demütigung bitter ernst

Viel der historisch belegten erotischen und voyeuristischen Aktivitäten dieser Art waren und sind waren sicher keine Spiele, sondern bittere Realitäten. So wurden Huren in mehreren Ländern öffentlich vorgeführt und teils in partieller Nacktheit öffentlich "bis aufs Blut" ausgepeitscht. Dennoch erfreuen sich zahllose Spieler an der passiven Rolle, in Demut zu ertragen, was der Partner ihnen auferlegt.

Und die Lust an der Demütigung?

Die Gründe dafür sind vielfältig: Meist handelt es sich um Menschen, die im „realen Leben“ sehr viel Macht haben und es genießen, dass sie einmal in die gegenteilige Rolle gelangen. Andererseits sind es Menschen, die beweisen wollen, wie viel Demütigung sie ertragen können.

Spiele mit der Demut sind immer vom „Drehbuch“ abhängig. Die Unterwerfung kann körperlicher, sozialer oder psychischer Art sein. Sie kann gar nicht erotisch, von erotischen Lüsten getrieben oder gar sexuelle Natur sein. Besonders spektakulär ist sie, wenn mit einem starken sozialen Gefälle oder einer Rollenumkehr gespielt wird.

Herr(in) des Verfahrens ist normalerweise der/die Gedemütigte, was manchen Menschen, die derartige Roman gelesen haben, als absurd vorkommen mag. Doch im Rollenspiel beendet der Unterwürfige alle Aktionen - er hat die Freiheit des Abbruchs. Klar ist, dass die Beteiligten dazu eine Übereinkunft benötigen und einander vertrauen müssen. (1)

Die Attraktion der Demütigung besteht auch darin, dass der/die Gedemütigte dem Partner Gestaltungsfreiheit lässt. Die Spiele sind also stets neu und überraschend, auch wenn die Grundsätze zuvor vereinbart wurden.

Quellennachweis:
Lexika (allgemein)
Grimms Wörterbuch.


(1) Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Spiele, mit Fremden durchgeführt, sehr risikoreich sind. Zudem sollte sich niemand auf sie einlassen, der häufiger in Abhängigkeiten geraten ist.

Deine Rolle in der Dominanz

Versuch macht klug
Diesmal beginn ich mit den Männern. Ich kannte noch Zeiten, in denen die Alpha-Männchen ihren Affen herausließen, wie es ihnen Spaß machte. Das war zumeist etwas peinlich, wenn nicht gar „degoutant“.

Der Affe im Mann und seine Machtspiele

Doch was ist heute? Heute wird solches Verhalten in manchen Situationen gerügt, in anderen aber wieder erwartet - und nicht nur von Alpha-Männchen, sondern von der ganzen Palette der Männerwelt. Die Redundanzen weiblichen Verhaltens schlagen sich in Unsicherheiten im Verhalten sensibler Männer nieder, während die typischen Machos einfach tun, was sie immer getan haben. Das Unverständliche daran: Sie haben tatsächlich noch dann und wann damit Erfolg, Stichwort „endlich mal ein richtiger Kerl!“, oder um es mit Günter Neumann zu sagen: „Der nicht lange fackelt, bis das Sofa wackelt.“ (1)

Spieler und konsequente Nicht-Spieler

Heute ist nahezu jeder „gewöhnliche“ Mann in der Situation, sowohl die eine Rolle glaubhaft spielen zu müssen wie auch die andere. Und wer sie nicht spielen muss, weil er selbstbewusst genug ist, sich beiden Rollen konsequent zu verweigern, wird bald die Schwierigkeiten kennenlernen, die er beispielsweise bei der Partnersuche hat.

Kein Fehler: sich von Frauen führen lassen

Die Folgen der fehlenden Eindeutigkeit, Sicherheit und Konsequenz ist allenthalben spürbar, einmal daran, dass junge Frauen verwirrt sind, warum „er plötzlich nichts mehr von ihnen wissen will“. Dann aber auch, weil Frauen ablehnen, Männer ein zweitens Mal zu treffen, die nicht eindeutig zeigen, dass sie an ihnen auch sexuell interessiert sind. Einige Frauen haben die Rolle beim Dating deshalb umgekehrt: Sie schlagen vor, dass man sich sogleich „körperlich nahekommt“ - dann weiß der Mann wenigstens, dass er nicht herumeiern muss.

Frauen erproben Dominanz

Und die Frauen? Ein Teil von ihnen hat sich darauf eingestellt, beim Sex zu dominieren - jedenfalls als Einstieg. Wahrscheinlich sind sie die erfolgreicheren, zumindest, was Dates betrifft. Folgt der sexuellen Dominanz auch das erotische Rollenspiel, so sind diese Frauen auch neugierig genug, die dominanten Rolle zu versuchen. Zwar sagen Männer meist nicht, dass sie die unterwürfige Rolle spielen wollen, aber etwas mehr als die Hälfte von ihnen träumt davon - meist ohne Schmerzlüste, mit Schmerzlüsten sind es immerhin noch über ein Viertel.

Typisch für die heutige Zeit ist das „flexible Rollenverhalten“ - nicht nur beim Sex. Ein Mann, der eine Chefin hat, verhält sich anders als ein Mann, der einen Chef hat - und auch die Frau, die einen männlichen Chef hat, verhält sich dabei anders als jene, die einen weiblichen Chef hat. Und in der Lust?

Die dominante Rolle in der Lust

Nahezu jeder, den du fragst, wird dir sagen: Die unterwürfige Rolle ist wesentlich leichter zu spielen, und du gleitest viel schneller hinein, weil du nach Spielbeginn immer ein wenig abhängig bist von deinem Partner oder deiner Partnerin. Die dominante Rolle verlangt von dir eine gewisse Konsequenz, die deinem eigentlichen Bestreben auch zuwiderlaufen kann. Heißt: Du bist nicht in der Rolle, sondern du führst sie nur aus.

Das Beste ist immer, beide Rollen zu erproben. Das tun wir ja auch im „realen leben“, also warum nicht erotisch?

Wenn du beide Rollen kennst, egal, ob du dabei Lust verspürt hast oder nicht, dann weißt du, wie sich der jeweils andere fühlt. Das gilt übrigens nicht nur für den Sex, sondern überall im Leben.

Falls du dabei entdeckst, dass du eine bestimmte Rolle besonders gut spielen kannst und Lust dabei empfindest, dann spiel sie aus vollem Herzen und mit deiner ganzen Hingabe an die Rolle. Irgendwie spielen wir alle mal die „Spiele der Erwachsenen“, mal heftiger, mal sanfter - aber fast immer gehört ein „Gefälle“ dazu, wie uns Eric Berne (2) gelehrt hat.

Kommunikation als Beispiel

Wer sich mit dem „auf und ab“ der Unterwürfigkeit und des Gleichgewichts in der Kommunikation beschäftigen will, sollte mal das System „PACH“ ansehen. Es kann jedem dienen. Aber der Rollenspieler begreift anhand des Systems, warum die „schräge“ Kommunikation so reizvoll sein kann.

(1) Liedzeile aus "Der Neandertaler".
(2) Eric Berne, Psychiater, lebte von 1910 bis 1970.
(3) PACH (auch PAC - Parent - Aduld - Child , ein System, um ICH-Zustände transparent zu machen.