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Ist Sex eine Handelsware?

Ein alter Herr - eine junge Geliebte
Vor einigen Tagen las ich in einer Schweizer Zeitung, „Sexualität (werde) heute als Handelsware angesehen.

Der Satz ist lustig, weil „Sexualität“ die Voraussetzung für Leben ist – und sie ist gar nicht gemeint. In Wahrheit meint der Herr, der es sagte, den Austausch sexueller Gefälligkeiten gegen Geld oder Geldeswert.

Dienstleistung, Gunst oder Gefälligkeit?

Man nennt dergleichen auch eine „Dienstleistung erbringen“. Und schon ergibt sich die nächste Frage: Darf man „sexuelle Gefälligkeiten“ als Dienstleistungen bezeichnen? Und wo liegen eigentlich die Grenzen zur Prostitution?

Darüber lässt sich trefflich streiten – aber eigentlich dürfte klar sein, dass Prostitution nur dann vorliegt, wenn ein Mensch sexuelle Leistungen „notorisch“, also gewohnheitsmäßig und offenkundig anbietet.

Was wieder bedeutet: Er oder sie lebt davon, ob freiwillig oder unter Druck, ob aus Not oder aus Gewinnsucht.

Was wird geboten und womit wird gezahlt?

Interessant wird das Thema erst, wenn wir die Randgebiete ansehen: Was, wenn gar kein Sex angeboten wird, sondern andere Berührungen? Wenn es nicht um Lust geht, sondern um Schmerz?

Und was ist, wenn die sinnliche, erotische oder sexuelle Handlung nicht in direktem Zusammenhang mit einem Austausch „Geld gegen Lust“ steht? Was, wenn eine Dame gerne in Luxus lebt, sich teure Reisen spendieren lässt oder wenn ihr Liebhaber ihr ein Appartement bezahlt?

Kontroverse um "Sugar Dating"

Das Thema wird nach wie vor kontrovers behandelt – vor allem in einem Bereich, in dem es ganz besonders deutlich wird: beim sogenannten „Sugar Dating“. Hier stehen junge Frauen Schlange, um sich einen der unbefriedigten, lustvollen, aber eben auch meist verheirateten älteren Typen zu angeln, die Spendierhosen tragen.

Natürlich geht es dabei in vielen Fällen um Sex, Lust, Befriedigung und Ekstase. Die Frage bleibt aber: Was bezahlt der Galan? Die Zeit, in der ihm die Dame Gesellschaft leistet? Die Gunst, die sie ihm erweist? Oder einfach die Beziehung als solche, die mit Schmuck, Luxusgegenständen oder einer „Apanage“ abgegolten wird?

Die Lust, einer jungen Frau mit Geld unter die Arme zu greifen, auch wenn dies nicht ganz selbstlos geschieht, scheint einigen Männern immerhin zu gefallen. Und die jungen Frauen stehen sicherlich nicht aus Not in der Schlange derjenigen, die sich nach Luxus sehnen.

Bild nach einer Illustration von Becat (Ausschnitt).

Die Welt, die du erschaffen willst

Nicht jede Rolle passt zu jeder Frau
Die Welt, die du erschaffen willst - Antworten auf Fragen, was eine Domina beachten muss - und warum es etwas mit dem Theater zu tun hat.

Eine Domina ist nicht einfach eine Domina. Sie erschafft Welten, in denen andere für ein paar Stunden leben werden. Denke daran, dass es wertvolle Stunden sind – manchmal für dich, manchmal für deinen Partner. Es geht nicht darum, ein paar Minuten Achterbahn zu fahren, sondern für wenige Stunden eine völlig andere Welt einzutauchen, in der Lust aus Schmerz entsteht und Schmerz die Lust befeuert. Eine Welt, in der Erniedrigung inneren Frieden bringt und die rasenden Gedanken zur Ruhe kommen. Der Platz, an dem du herrscht, ist das Paradies – der Zustand absoluter Bedürfnislosigkeit und Abhängigkeit, und für ein paar Stunden sind die Männer, die dich besuchen, deine Geschöpfe.

Es ist ein Unterschied, ob du auf einem goldenen Thron residierst, als strenge Lehrerin den Rohrstock schwingst oder ob du einer Sissy beibringst, wie sie sich als Frau zu benehmen hat. Ein bisschen ist es von deinem Typ und deinem Alter abhängig, wen du spielen kannst. Doch die Chargen sind, ähnlich wie im Theater, ziemlich festgelegt:

Die Rollen

1. Liebevoll, streng und konsequent. (Mutter)
2. Herrisch, Respekt einfordernd. (Heldin)
3. Mysteriös, unnahbar, abweisend. (Intrigantin)
4. Eiskalt, brutal, sadistisch. (Femme fatale)
5. Herausfordern, spielerisch, unbestimmt. (Jugendliche Naive)

Die Kleidung

Deine Kleidung, gegebenenfalls auch die Art, in der du geschminkt bist, sagt deinem Gegenüber sofort, auf was er sich einlässt oder ob das zutrifft, auf was er gehofft hat. Die meisten Frauen tragen ein Outfit, das an strenge Formalkleidung angelehnt ist. Falls noch mehr Respekt eingefordert wird, können uniformähnliche Kleidungsstücke dazukommen. Im Grunde kannst du alles tragen, was eine gewisse Distanz zu deinem Gegenüber aufbaut. Als Material eignet sich Leder vorzüglich. Wenn du glaubst, dass dein Gesicht verräterisch ist, trage eine Maske. Wenn deine Rolle zwischen Verführerin und abweisender Geliebter chargieren soll, kannst du Verführkleidung (Dessous, Reizwäsche) tragen. Das ist aber ein Sonderfall.

Die Umgebung

Für einfache dominante Spiele reicht ein Stuhl oder ein Hocker. Für ein groß angelegtes Spiel mit der Dominanz muss das Bühnenbild allerdings perfekt sein. Üblicherweise gibt es weiße, schwarze und rosa Räume für die drei Spielarten Klinik, Kerker und Feminisierung. Die Ausstattung muss nicht unbedingt „üppig“ sein. Mehrere Vorrichtungen zur Präsentation in erniedrigenden Posen und zum Vollzug von Strafen sind meist ausreichend.

Die Ausstattung mit Instrumenten

Außer den Möbeln, die für die Illusion nötig sind, benötigst du einige Instrumente, um deinen Auftrag zu erfüllen: Augenbinden, Seile, Ketten, Hand- und Fußfesseln, aber auch Rohrstöcke, Klatschen und Peitschen. Letztere sollten nur von bester Qualität sein und du solltest lange damit üben, bevor du sie verwendest. Zur Ausstattung gehört übrigens auch ein Erste-Hilfe-Schrank.

Und du?

Im Mittelpunkt steht deine Erscheinung – selbstbewusst, mit klarer, eindeutiger Stimme, die Anweisungen gibt, die in jedem Fall einzuhalten sind. Am schwierigsten ist es, eine intrigante Verführerin zu spielen, also jemand, die damit spielt, Sex oder andere lustvolle Vergünstigungen zu schenken, aber dies niemals tun wird. Am leichtesten ist es hingegen, eine konsequente Rolle zu spielen, also etwa eine Lehrerin oder eine Erzieherin. Es ist stets gut, durchtrainiert zu sein und über ausreichend körperliche Kraft zu verfügen, um Männer zu „handhaben“.

Logisch, dass die nicht alles ist, was es zu beachten gibt. Aber es reicht, wenn du einen (deinen?) Mann ab und an dominieren willst.

An Dich: erschaffst du bereits bizarre erotische Welten? Ganz privat für dich und ein paar Freunde? Oder für dich und deinen Mann? Dann sag uns bitte, wie du es machst, wie du dich kleidest und welche Tipps du für andere hast.

2018 – Leidenschaft, Lust, Liebe oder Abenteuer?

Was streben Sie 2018 an? Leidenschaft, Lust, Liebe oder vielleicht erotische Abenteuer? Oder wäre es eher Glück, Zuversicht und Freude? Ist es Führungsanspruch, Macht und Geld?

Hübsch wäre ja, wenn Sie eine gewisse Ordnung in den Wust von Wünschen und Vorstellungen hineinbringen könnten. Sollten Sie 2018 die Führung, die Macht, das Ansehen oder das Geld anstreben, so achten Sie bitte einfach darauf, dabei nicht zu übertreiben. Von Glück, Zuversicht und Freude hingegen können Sie nie genug haben.

Kommen wir also zum Reizthema: Leidenschaft zeigen oder „so dahinleben“? Lust bis in die letzten Fasern des Körpers oder das flaue Gefühl, etwas zu versäumen? Liebe oder sich vom Alltag besetzten lassen? Knisternde Erotik in erregenden Abenteuern oder eine Kuschelecke zu zweit?

Leidenschaft scheint mir unersetzlich zu sein. Wenn Sie die Leidenschaft am Leben, an der Liebe, am Denken und am Fühlen verlieren, dann welken ihre Gefühle dahin. Auch die Lust ist eine gewaltige Triebfeder, die für viel enorm viel Gutes und gelegentlich für etwas Böses verantwortlich ist. Die Liebe ist – einfach unerlässlich, wenn sie sich wohlfühlen wollen, auch wenn sie manchmal schmerzen sollte. Und die erregende, abenteuerliche Erotik? Sie ist das Sahnehäubchen, das Ballkleid, die kleine Sünde. Gelegentlich muss sie einfach sein.

Wir dürfen von der Wollust, der Sünde, der abgrundtiefen Leidenschaft und ihren wilden Strudeln träumen. Millionen Menschen tun dies täglich, Frauen wie Männer. Und natürlich wollen alle etwas darüber lesen: die einen, weil sie sich so herrlich darüber empören können, die anderen, weil sie sich danach sehnen.

Und weil das so ist, werden auch wir weiterhin die Themen aufgreifen, bei denen besorgte Mütter aufschrecken und sich Jungfrauen empören. Jemand hat neulich einmal gesagt, wenn Homosexuelle heiraten dürfen, dann geht Sie als „Stino“ das nichts an. Und wenn der Vorstandsvorsitzende zur Domina geht und sich den Arsch verbläuen lässt, dann geht Sie das ebenfalls einen Scheißdreck an. Eigentlich geht Sie gar nichts an, was Menschen aus Lust miteinander treiben, wie, wann und warum sie einander lieben und vögeln, und was sie sich dabei denken.

Sie dürfen aber gerne daran denken, wie ihre inneren dunklen Lüste ihre schwarzen und dunkelroten schwer duftenden Blüten austreiben. Und sie können gerne darüber lesen, wie lustvoll Schmerz sein kann und warum die Lust nicht immer vom anderen Geschlecht erzeugt wird. Und sie dürfen sich heimlich in die Rolle von Verführerinnen, brutalen Herrinnen, und Foltermägden hineinversetze. Ebenso obliegt es nur Ihnen, ob sich sich in die verführte Unschuld hineinträumen, die unterwürfige Sklavin oder die malträtierte Beschuldigte. Und die Herren dürfen Ähnliches für sich beanspruchen.

Ich denke, dass unsere Autoren auch 2018 wieder einige interessante, überraschende, lustvolle und empörende Themen für Sie haben, die Ihnen den Mund wässern – gleich, ob sie dann auf ihren Bildschirm spucken oder die Hand unter den Schreibtisch gleiten lassen. Es sieht ohnehin niemand.


Orgien, Schmerz, Fesselungen und Frauenwünsche

Im Traum verfügt sie über ihn, wann sie mag ...
Weihnachten ist ja nun vorbei – und da haben wir uns gefragt: Wie hoch ist eigentlich der Prozentsatz von Frauen, die sich einmal lustvoll in Abhängigkeit von einem Mann begeben möchten, die gerne Orgien feiern würden und die sonst in irgendeiner Weise ungewöhnliche erotische Vorstellungen haben. Welche Gedanken versetzen Körper und Geist in lustvolle erotische Schwingungen? Und spielen Ruten, Rohrstöcke, Wachs und Fesslungen wirklich noch eine Rolle? Kindheitserinnerungen an die Rute werden immer seltener, und insofern fragen sich viele Menschen, warum so viele Frauen und Männer eine Art Hassliebe auf Schläge entwickeln. Und bevor Sie sich als Frau beschämt zur Seite drehen und das Gesicht verbergen – es handelt sich um Wünsche, die bestenfalls in einsamen Stunden im stillen Kämmerlein und auf weichen Matratzen zu Orgasmen führen. Und den Männern sei gesagt: Darüber etwas zu wissen, ist in Ordnung - es zu erproben, führt hingegen zumeist in eine Sackgasse. Denn die Gedanken werden von den meisten Frauen als höchst intimes Gut behandelt – so intim und geheim, dass sie mit einem Mann nicht darüber reden würden.

Frauenfantasien - ist "heftig" wirklich neu?

Die Presse wollte es ja angeblich dieser Tage wissen – doch wir haben unser kleines rotes Büchlein hervorgeholt und sagen: Die Lust an der erschröcklichen Lust, die Frauenwangen immer noch erröten lässt, ist längst bekannt. Das Ungewöhnliche steht immer im Vordergrund, und zwar ungefähr so:

1. Ungewöhnliche Orte, an denen frau erwischt werden könnte.
2. Ungewöhnliche Partner, vor allem Fremde.
3. Eine ungewöhnliche Anzahl von Personen, von drei bis Partygröße (Orgien).
4. Höchst ungewöhnliche Aktivitäten wie Unterwerfung, Fesselungen und Schläge.
5. Bi-Kontakte unterschiedlicher Art.

Ob solche Gedanken in der Zukunft aus den Hirnen auswandern und in eine „kontrollierte Realität“ umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Denn bei allem Abenteuergeist legen die meisten Menschen Wert darauf, dass bei Orgien, SM-Aktivitäten und sexuellen Abenteuern nur das geschieht, was auch in den Rahmen fällt, den frau oder man sich zuvor erdacht hatte.

Realitäten und Pornografien

Erlauben Sie mir noch drei Anmerkungen?

1. Pornografie oder Fantasy-Literatur hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Was wirklich möglich und erstrebenswert ist, muss jede Frau (und natürlich jeder Mann) für sich selbst herausfinden.
2. Viele Wunsch-Aktivitäten sind in der Fantasie lustvoller als in der Realität. Wer nie weggesperrt, geschlagen, gefesselt oder erniedrigt wurde, kann sich kaum vorstellen, wie die Realität dessen aussieht.
3. Die meisten wirklich erfüllenden Aktivitäten haben eher etwas mit lustvoller Begierde zu tun als mit einem Ritual. Das heißt: Wer keine erotische Lust auf seine(n) Partner (in/nen) hat, wird früher oder später die „Kälte der Professionalität“ spüren.

Hinweis: Die tatsächlichen Zahlen und die wirklichen Prozentsätze liegen der Liebeszeitung vor. Das Bild entnahmen wir einer anonymen erotischen Bilderserie der 1930er Jahre.

Was sind Nippelklemmen, und warum trägt sie jemand?

Die Brust fasziniert - aber warum müssen es Klemmen sein?
Nippelklemmen sind, wie der der Name schon sagt, Klemmen, die auf die Brustwarzen aufgesetzt werden und dort einen mehr oder weniger starken Druck ausüben. Es gibt sie in höchst unterschiedlichen Varianten, die sich zumeist durch die Schmerzintensität unterscheiden. Damit wäre das Stichwort gefallen: Sie lösen Schmerzen aus.

Im „normalen Leben“ trägt sie kein Mensch – wobei wir beim Stichwort Nummer zwei wären: Mensch. Denn so viel ist mittlerweile sicher: Nicht nur Frauen haben sensible Nippel – viele Männer sind an den Brustwarzen ebenfalls hochsensibel. Und wieso nicht im „normalen Leben“? Weil Schmerz dort verpönt ist – auch wenn mancher BH zwickt und High Heels oftmals höllisch schmerzen.

Also verlagern wir das Thema gleich mal in den Bereich der SM-Szene, oder jedenfalls an einen Personenkreis, der sagt „Wetten, dass ich das aushalte?“ Abgesehen von jenen wundersamen Menschen, die aus echtem Schmerz auch Lust gewinnen – aber das sind eigentlich recht wenige.

Von der Wäscheklammer bis zur Krokodilklemme

Wenn wir und den Spielerinnen nähern, dann sind da zunächst jene, die ein wenig mit sich experimentieren (lassen) wollen. Vielleicht haben sie es schon mit Wäscheklammern versucht? Sie sind eigentlich nicht geeignet, dienen aber oftmals als Behelf. Wenn ihr sie nutzt, so sagen die „Fachfrauen“ auf diesem Gebiet, dann nehmt ältere Wäscheklammern, die schon etwas ausgeleiert sind. Für Anfänger und Anfängerinnen empfiehlt sich, Klemmen zu nehmen, bei der sich der maximale Druck reduzieren lässt und die Schutzhüllen aus Kunststoff besitzen. Krokodilklemmen, im Rohzustand eingesetzt, sind ausgesprochen schmerzhaft und sie können sehr gefährlich sein.

Vorsicht mit den sensiblen Nerven

Die typischen Warnungen: Nicht zu heftig beginnen, nicht zu lange tragen und Grenzen beachten. Die Grenze zwischen Lust und Schmerz ist bei Nippelklemmen sehr, sehr klein – was eben noch Lust machte, wird plötzlich unerträglich. Und – das ist das Wichtigste – unter den Nippeln liegen Nerven, die von den Klemmen irritiert werden. Das sollen sie zwar auch, aber nicht nachhaltig. Also Vorsicht – wie eigentlich bei allen lustvollen Spielen an den Nippeln.

In früheren Zeiten behaupteten Frauen, durch sanfte Bisse erotisch reizbar zu sein, während das Gleiche bei anderen Frauen Schmerzen und Panikreaktionen auslöste – das dürfte ein Äquivalent an Erfahrungen sein.

Generell kann man sagen: Vor der Reizung der Nippel über das Saugen an ihnen bis zum leichten Beißen reicht der Weg natürlicher Lusterfüllung – bei Instrumenten wie Nippelklemmen beginnt alles, was man als SM-Aktivivitäten oder gar „Nippelfolter“ bezeichnet.

Wenn du eine weniger schmerzhafte, aber sehr spektakuläre Herausforderung für die Nerven an den Aureolen oder den Brustwarzen suchst, ist ein Wartenbergrad (Nervenrad) oft die bessere Alternative.

Diskutiert wurde das Thema bei GoFeminin. Und in der Erdbeerlounge.