Skip to content
Werbung Email:

Petting – die verschwiegene Lust der Jugend

Wie sinnlich war es wirklich?
Petting – die verschwiegene Lust der Jugend - erster Teil: was ist eigentlich Petting wirklich?

Warum sollte ein Jüngling die Genitalien eines Mägdeleins berühren? Oder warum sollte die Maid ihrerseits daran interessiert sein, seine hervortretende Lustbeule zu streicheln? Und was war (oder ist) eigentlich „Petting“?

Das Internet, ansonsten als Alleswisser bekannt, übt sich im betretenen Schweigen. Nicht aus moralischen Gründen – sondern weil das Leben der jungen Menschen zwischen Kriegsende und Anfang 1970 zu den Null-Informations-Zonen gehört. Die „Bravo“ als Informationsquelle für die erotisch interessierte Jugend gab es zwar schon seit 1957. Aber erst gegen 1969 wurde sie zum meistgelesenen Medium für sexuelle Fragen. Wir erinnern uns: Da war „Dr. Sommer“, der zwar nicht Sommer hieß, aber tatsächlich Arzt und Psychotherapeut war. Und der redete für die damalige Zeit „richtig Tacheles“ und verwendete dabei so „obszöne“ Ausdrücke wie „Glied“ und „Scheide“.

Und Petting? Warum gab es das? Wie funktionierte das eigentlich? Wer machte das? In welchem Alter tat man das? Und ... was fühlten die jungen Frauen und Männer dabei?

Was passiert eigentlich beim „Petting?

Beginnen wir einmal damit, was „Petting“ eigentlich ist. Recht ungenau wird dies oftmals so formuliert:

(Unter Petting verstehen wir) … jede Form der sexuellen Stimulierung unterhalb des Kopfes, die nicht zum Koitus führt.


Wer es etwas genauer wissen wollte, musste schon nachfragen. Zum Beispiel bei bei Michael George Schofield, der 1965 sein Buch „Das Sexualverhalten junger Leute“ veröffentlichte (1). Er hat recht genau untersucht, in welchem Alter welche Form von „Petting“ ihre Höhepunkte fand und wie viele junge Frauen davon prozentual betroffen waren. Zusammengefasst und mit anderen Forschern verglichen, kommt dabei ein sehr sprechendes Zeitzeugnis heraus.
"Petting – die verschwiegene Lust der Jugend " vollständig lesen

Alles, was zählt - Länge, Durchmesser und das Feeling

Adam in Afrika - mit Apfel udn Penis
Alles, was rein darf - die Länge, der Durchmesser und das Feeling, einen Mann zu haben - ein Update.

Kürzlich schrieb eine Bloggerin, sie habe tatsächlich einen Herrn mit einer Penislänge von neun Zoll kennengelernt. Das entspricht etwa 22,7 cm, und solch eine Länge will erst einmal aufgenommen sein. Nun, der Mann war offenbar nicht nur hervorragend bestückt, sondern wusste auch die Bedürfnisse der Bloggerin in hervorragender Weise zu befriedigen.

Sie schreibt sinngemäß (1):

Die Vorstellung, dass "Größer in jedem Fall besser ist“, kann ich aus eigener Sicht nur als Mythos bezeichnen. Ich habe schon mit vielen Männern geschlafen, die dachten, es käme auf die Größe ihres Gemächts an – aber die wenigsten haben sich darüber Gedanken gemacht, wie man eine Frau voll und ganz befriedigt. Und zu Ehren der Männer mit durchschnittlichen oder gar unterdurchschnittlichen Penisse muss ich sagen: Sie schienen mehr von unseren Lüsten zu verstehen, weil sie gelehriger sind.


Der Durchschnitt und das Ideal

Was mich nun wieder angeregt hat, ein paar Worte über die „durchschnittlichen“ und die „idealen“ Penisgrößen zu forschen. es ist eine Art Update auf Artikel, die hier schon früher erschienen.(2)

Demnach bestätigen die meisten Frauen, dass sie am liebsten von einem Penis mit etwa 16 Zentimeter Länge beglückt würden. (Das sind etwa über sechs Zoll), wobei sie den üblichen Standard (Penis in Vagina) meinten. Der Durchschnitt liegt allerdings bei nur 13,12 Zentimetern, also nur wenig über fünf Zoll.

Mathematik und Penisstärken
Monströs zu normal - Umfang zu Durchmesser
Viel mehr Verwirrung gib es immer über den „Umfang“. Weil viele Menschen Umfang nicht von Durchmesser unterscheiden können, wird bereits ein Umfang von 14 Zentimetern als „monströs“ angesehen. Er entspricht aber „nur“ einem Durchmesser von etwa 4,5 Zentimetern – also einem zwar äußerst ausfüllenden Penis, der sich aber immer noch im oberen Drittel der Penisgrößen wiederfindet. Der Umfang „gängiger“, nachgemessener Penisse liegt dabei innerhalb eines Bereichs von sechs bis 18 Zentimetern entsprechend einem Durchmesser von etwa zwei bis sechs Zentimetern.

Nur wer die Wahl hat, kann vergleichen

Die Frage, welchen Penis du bevorzugst, betrifft dich eigentlich nur, wenn du dich aus einem relativ großen Männerangebot bedienen kannst. Dabei zählen neben den Penis-Abmessungen, der Erfahrung und dem Durchhaltevermögen vor allem menschliche Fähigkeiten, die dir das Gefühl zu geben, dass du einzigartig und wertvoll bist. Und überhaupt: Penisse gibt’s nur mit den Männern im Doppelpack, die dran hängen.

Die "Wohlfühl-Strärke"

Bei den „Wohlfühl-Stärken“ sind Forschungen so gut wie wertlos: Meist werden junge Studentinnen befragt, die in ihrem Leben nicht genügend Vergleichsmöglichkeiten hatten. Überhaupt spielen bei der „Wohlfühl-Stärke“ die sexuelle Frequenz, das Alter, das Training der Beckenbodenmuskulatur und die Anzahl der Geburten eine wesentliche Rolle.

Naturpenis und Kunstpenis

Der Durchmesser des „durchschnittlichen“ Penis mit etwa drei bis dreieinhalb Zentimetern spiegelt sich auch im Verkauf der „Naturform-Dildos“ wieder, deren mittlerer Durchmesser gleichfalls zwischen drei und dreieinhalb Zentimeter liegt.

Beim Dildo spielt nur ein Faktor eine Rolle: Er soll sich ausfüllend anschmiegen. Das heißt, er soll „dick“ genug sein, aber dennoch aus einem Material bestehen, das sich nicht starr, sondern hautfreundlich und naturnah anfühlt.

Wie wirkt all dies auf den Orgasmus?

Der Orgasmus - viele Wege führen zur finalen Lust
Die Frage, ob sich der Orgasmus durch einen voluminösen Penis verstärken lässt, wird unterschiedlich beurteilt. Seit einiger Zeit tobt unter intellektuellen Frauen ein Glaubenskrieg, ob das Befüllen der Vagina und die Reibung in ihr überhaupt einen Einfluss auf den Orgasmus haben. Dabei werden „vaginale“ und „klitorale“ Orgasmen voneinander abgegrenzt.

Allerdings wird dabei vergessen, dass Orgasmen weder ursächlich „klitoral“ noch „vaginal“ sind, sondern eigenen Gesetzen folgen, die gegenwärtig nicht völlig erforscht sind. Angenommen wird, dass nicht nur Tastreize oder das Gefühl, „ausgefüllt“ zu sein zum Orgasmus führt, sondern eine Ansammlung von Reizen, die im Gehirn kumuliert und schließlich als Lusterlebnis freigegeben werden.

Wenn wir etwas raten können, dann dies – probieren geht über studieren. Und „falsch machen“ kannst du dabei kaum etwas. Wenn du Männer erprobst, nimm Kondome. Wenn du Dildos verwenden möchtest, nimm solche, die aus hautähnlichem Material bestehen und nicht zu starr sind.

(1) Nicht verlinkbare Quelle, Text vereinfacht.
(2) Unter andrem aus Forschungsberichten von 2015, Liebeszeitung vom 4.März 2015.

Wie du einen älteren Herrn lustvoll befriedigen kannst

To travel hopefully is a better thing than to arrive.
(Es ist besser, erwartungsvoll zu reisen, statt anzukommen).

(Robert Louis Stevenson)
Ältere Herren verwöhnen ... aber wir?

Ältere Männer bevorzugen eine genüssliche Reise durch die Welt der Lust. Sie schätzen sehr, wenn sie die Sinnlichkeit auf sanfte, natürliche Art erleben dürfen – vor allem ohne Eile. Zumeist ist ihr Ziel zwar ebenfalls eine Ejakulation, aber sie haben auch nichts dagegen, wenn etwas anderes, Sinnliches mit ihnen geschieht: Ausziehen, streicheln, küssen und kosen.

Sein Penis muss nicht unbedingt „steinhart“ werden – eine erfahrene Frau kann einen Samenerguss auch herbeiführen, wenn der Penis schlaff ist. Und sogar ein Orgasmus ohne Samenerguss ist noch möglich – er funktioniert durch beständige, nicht nachlassende Erregung, Ausdauer, Fantasie und eine entspannte Atmosphäre.

Ältere Männer kannst du über ihre Vorstellungen verführen – sie haben sie noch, und sie haben noch lange nicht nicht alle ausgelebt. Wenn du in Erfahrung bringen kannst, wonach sie sich im Innersten sehnen, wirst du zu erstaunlichen Ergebnissen kommen.

Mach es ihnen leicht, sei geduldig und nutze alle deine Erfahrungen. Was du selbst erwarten kannst?

Lächelst du nun? Dann weißt du es. Wenn nicht, frag nicht.

Männer, Hände, Zungen und Vibratoren

Keine Zunge kann es so gut ...
Die Frage, welche Berührungen Frauen die meiste Lüste schenken, scheint beantwortet zu sein. Allerdings betrifft dies ausschließlich die „finale Belohnung“, also den Orgasmus. In verschiedenen Frauen- und Publikumszeitschriften jedenfalls wurde diese Frage inzwischen angeblich „ultimativ“ beantwortet.

Auslöser ist – wie im Medienzeitalter nicht unüblich – ein Buch. Es heißt „Scharfstellung: Die neue sexuelle Revolution - eine Sexualtherapeutin spricht Klartext.

„Klartext“ hat sie gegenüber MYSELF gesprochen. In der Frauenzeitschrift „für junge, selbstbewusste Frauen, die wissen wollen, was zurzeit angesagt ist“ finden wir den entscheidenden Satz (2):

Diese Dinger (1) sind inzwischen so gut, dass man sich nicht wundern muss, dass viele Frauen Schwierigkeiten mit dem Orgasmus haben, wenn der Mann sein Glück versucht. Ein Penis, eine Hand oder eine Zunge kommen da nicht mit.


Ansonsten geht es im Buch überwiegend um das, was „das Internet“ inzwischen an der Menschheit „angerichtet“ hat. Zitat Klappentext (3):

In therapeutischen Praxen häufen sich die Klagen Betroffener, deren Phantasien und Verhaltensweisen sich dermaßen verselbstständigen, dass sie dabei sind, alles, was ihnen bisher lieb und teuer war, zu gefährden. Wie verändert sich unser Sexleben und damit auch die Gesellschaft durch Netzpornos, Dating-Apps, Sex-Toys und käuflichen Sex?


Werbung
Die Frage ist, was daran ausschließlich aus den Beobachtungen der Therapeutin entspringt und was davon insgesamt in der Gesellschaft „ankommt“ – und natürlich auch, ob es „das Internet“ ist oder die Selbstsucht, die mithilfe des Internets beflügelt wird.

Und so bleiben Fragen offen … bis auf eine: Wird die Klitoris einer sensiblen Vibration ausgesetzt, und ist der Kopf frei für einen Orgasmus, dann ist die Wahrscheinlichkeit große, dass es auch einen gibt – oder gar mehrere.

Und da gibt es wirklich nur eine rhetorische Frage: Sex-Toys: Warum eigentlich nicht?
(1) Sex Toys
(2) Die Therapeutin Heike Melzer in MYSELF Oktober 2018
(3) Aus Klappentext und Verlagsankündigung.

Weibliche Sexualität definieren ... oder?

Die Klitoris - definiert sie die gesamte weibliche Sexualität?
Vorab will ich Ihnen ein Wort zum Kauen geben: „die Deutungshoheit“. Das Wort bedeutet im Kern, dass es eine „Hoheit“, also eine unbestechliche Institution gibt, die unsere Sexualität deuten darf.

Sehen Sie, und genau hier beginnt das Problem, das Humpty Dumpty auf den Punkt brachte. „Humpty Dumpty?“ Ja, in „Alice hinter den Spiegeln“.

Dabei geht es um den Konflikt zwischen einem arroganten, selbst ernannten Experten und einer aufgeweckten und schon recht selbstbewussten jungen Frau:

'The question is,' said Humpty Dumpty, 'which is to be master — that's all.'


Der Experte erstickt die Diskussion, indem er sich das Definitionsrecht herausnimmt: „Die Frage ist, wer die Macht hat – das ist alles.“ Zuvor hatte Alice bestritten, dass man Wörter einfach beliebig zuschreiben darf.

In den Zeiten, als man die Wissenschaftler, insbesondere aber die Mediziner, noch für gottesgleich hielt, wurden die weibliche Sexualität schlichtweg geleugnet. So zum Beispiel bei Krafft-Ebing, der für einen großen Teil des Unsinns verantwortlich ist, der bis zu den 1970er Jahren über weibliche Sexualität kursierte.

Später kamen dann Psychotherapeuten hinzu, die das Thema im Handstreich okkupierten, möglicherweise, weil der Urheber, Sigmund Freud, darüber ein wenig fabuliert hatte. Die Frage ist eher, warum die Psychologie (zum Teil aber auch die Soziologie) nicht daran gehindert wurde, sich über die Menschen hinwegzusetzen und Normen für „weibliche“ wie auch „männliche“ Sexualität festzulegen.

Insbesondere Akademikerinnen (und Akademiker), die ja selber zwanghaft wissenschaftsgläubig sind, lassen sich darin einbinden und fragen nach „richtig“ und „falsch“ in der Sexualität.

Das wirkt bis heute nach. Sexualität wird mittlerweile auch an der Universität teils „auf weiblich“, teils aber auch tatsächlich“ noch „auf männlich“ definiert – und dadurch entstehen selbstverständlich kontroversen. „Sexualität als solche“ zu definieren, gefällt offenbar weder den Akademikerinnen noch den Akademikern.

Natürlich kann frau ihre Sexualität auf den Orgasmus reduzieren, und sie kann behaupten, dass es im Streit um die Sexualität um „klitorale“ oder „vaginale“ Orgasmen ginge, und selbstverständlich kann sie Sätze formulieren wie diesen (Zitat):

Zu groß waren die Ängste vor einer sexuell selbstbestimmten Frau und vor der Erkenntnis, dass zur erfüllten Sexualität der Frau der Mann selbst überflüssig sei.


Doch damit wird nichts anderes getan als eine neue Umdeutung geschaffen: Der Orgasmus ist Sexualität, und wir erschaffen ein neues Etikett dafür, das alles andere ausgrenzt.

Was ein Wort bedeutet? Warum muss eigentlich ständig festgelegt werden, was Menschen fühlen sollen (oder noch dürfen?) Wäre es nicht besser und ehrlicher, einfach zu sagen: „Für mich bedeutet meine Sexualität, dass …?“