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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Macht über Männer gewinnen - warum tust du das?

Die Macht kann auf viele Arten ausgeübt werden - wenn es der Partner mag
Eine der Fragen, die typische Vanille-Leser(innen) sich und anderen stellen, ist diese: „Warum machen Frauen Dinge, die…“. Dann folgt entweder etwas, das nicht als feminin bezeichnet werden kann, oder eine Tätigkeit, die jemandem Schmerzen zufügt oder auch etwas, das als „eklig“ gilt. Alles Dinge, die eine „gewöhnliche Frau“ an einem Mann gar nicht vollziehen würde und eine Hure nur dann, wenn sie dafür entlohnt wird.

Ja, warum?

Ganz normal ist so normal nicht

Wenn du danach fragst, bekommst du nicht sofort eine Antwort. Das ist an sich kein Wunder. Denn wenn du eine „stinknormale“ Frau fragst, warum sie sich „hinlegt“ und einen schnaufenden, schwitzenden Mann über sich erträgt, wirst du dann eine Antwort bekommen?

Ich habe wirklich mal gefragt – eine gute Freundin, aus purer Neugierde. Eine Frau, die häufig seriöse Verabredungen hatte und fast jedes Mal mit Ihrem Partner im Bett gelandet ist. Ihre Antwort hat ich ehrlich verblüfft: „Ach die Männer haben es doch so gerne.“ Ich habe den Satz nicht gerne gehört, aber es handelte sich um eine sehr gebildete, feminine Frau aus bester Familie.

Das schöne Gefühl der Macht - mit dem Einverständnis des Partners

Von ganz anderer Art war die Antwort einer jungen Frau, die häufig im Internet Erfahrungen postet. Sie sagte, ihr ginge es um die Macht, die sie über den Mann ausüben kann. Es beginnt schon damit, dass sie nicht „unter ihm liegen will“. Sie sagt, dass sie keine „typisch dominante“ Frau ist, dass es ihr aber Freude bereitet, Macht über den Mann auszuüben. Keine Frage, dass dies nur mit einem Partner funktioniert, der sich daran erfreut.

Edging -immer an der Kante stoppen

Sie nutzt dabei eine Methode, die allgemein als „Edging“ bekannt ist. Die Methode ist nicht neu und funktioniert manuell, oral und gemischt. Optimal ist die Wirkung, wenn sie liebevoll und zugleich konsequent ausgeübt wird. Und vor allem, wenn die Partnerin weiß, wann ihr Mann „kommen will“. Beherrscht sie also die Kunst, seine Körpersignale zu lesen, dann kann sie seine „Entladung“ fast beliebig herauszögen, und das liest sich so:

Sobald ich spüre, dass er nun bald kommen will, verlangsame ich meine Aktivitäten. Das macht etwas mit ihm: Er fürchtet, dass ich wirklich aufhören würde. Also wiege ich ihn erneut in Sicherheit, damit er denkt, es geht jetzt sofort weiter zu seinem Erguss. Ich gebe ihm die Illusion, dass er bald „kommen darf“ … aber der Vulkan muss noch auf seinen Ausbruch warten … und mich flehentlich ansehen, dass ich weitermache.

Der lustvolle Gewinn aus der Macht

Es gibt ziemlich viele Varianten zum Thema – wie weit du dich selbst dabei „optisch“ in Szene setzt. Oder ob er bekleidet, halb bekleidet oder nackt ist. Ob du ihn vorher fixiert hast oder ob er brav genug ist, alles zu erdulden, bevor er seine Befriedigung bekommt. Und vor allem, wie du dich selbst dabei fühlst. Die Macht, die du dabei gewinnst, kommt aus seinem flehentlichen Blick und seinen wiederholten Aufforderungen, auf keinen Fall aufzuhören und ihm endlich seine Ejakulation samt Orgasmus zu schenken.

Varianten, Gewinn für beide und ein paar Zahlen

Du kannst ich vielen Frauenzeitschriften lesen, wie das Spiel „zu zweit“ funktioniert. Aber du wirst kaum eine Schilderung finden, wie du deinen Freund mit liebevoller, aber konsequenter Macht zu einem enormen Orgasmus verhelfen kannst.

Es ist also eine Win-win-Situation: Du genießt die Macht, die von dir ausgeht und die dir Kraft verleiht, und er genießt einen herrlichen, intensiven Orgasmus. Und doch bleibt alles ein hübsches frivoles Spiel ohne Forderungen aneinander.
Rein technisch geht es übrigens darum, kurz vor dem berühmten „Point of no Return“ tätig zu werden. Da ist der Punkt, in dem niemand (vor allem aber kein Mann) mehr „zurückkann“, und deswegen sowohl Samenerguss wie auch Orgasmus nicht mehr verhindert werden können.

Und noch einmal: Es gibt andere Methoden für Frauen, sich am sexuellen Machtgewinn zu erfreuen – aber Voraussetzung ist, dass der jeweilige Partner davon genauso begeistert ist wie du.

Die Grundlagen – also die Fantasien, zu dominieren, sind bei fast der Hälfte aller Frauen vorhanden (46 Prozent). Die theoretische Bereitschaft der Männer, dominiert zu werden liegt bei 53 Prozent, wenn man ihre Wunschträume als Maßstab nimmt.

Bilder, Zahlen, Fakten:

Bild: Japanische Zeichnung, 1960er Jahre, nachkoloriert)
Fakten: Edging bedeutet sexuell: einen Menschen bis kurz vor dem Orgasmus zu reizen, dies dann zu verweigern, und ihn schließlich erneut reizen.
Zitat: Sinngemäß nach einer Quelle, zu der wir nicht verlinken können.
Zahlen: Daten und Fakten über Fantasien aus der Studie: "What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy?"
Christian C. Joyal, PhD, Amélie Cossette, BSc, and Vanessa Lapierre, BSc, Department of Psychology, Université du Québec à Trois-Rivières, Trois-Rivières, Québec, Canada; Philippe-Pinel, Institute of Montreal, Montreal, Québec, Canada.

Wie kommen eigentlich erotische Wünsche zustande? Zweiter Teil: erotische Wünsche und Realitäten

Wie kommen eigentlich erotische Wünsche, Abweichungen oder "Kinks" zustande? In diesem zweiten Teil beschäftigen wir uns mit Fantasie und Realität.. Oder hier erst einmal zum ersten Teil?
Nur in der Fantasie fließen keineTränen

Die Realität ist leider sehr real – Fantasien sind oft gefälliger

Fantasien sind völlig anders als Realitäten. Nehmen wir mal Fesselungen. In der Fantasie bedarf es lediglich einiger Gedanken, um uns die Augen zu verbinden und die Hände zu fesseln. Wir wissen ja – die einschneidenden und einschränkenden Umstände verschwinden wieder, wenn sich unser Fantasie erfüllt hat. Und die Fantasie, das Höschen herunterzulassen und dabei in entwürdigendem Zustand scharfe Schläge auf das nackte Gesäß zu bekommen? Wir wissen, dass sie keine Spuren hinterlassen.

Es gäbe dazu noch viel zu sagen, aber ich will nicht ins Detail gehen. Nur so viel: In der Fantasie geht nichts schief, du wirst nicht schwanger und du infizierst dich nicht. Und letztlich ist alles wie beim Murmeltier: Es grüßt am nächsten Morgen so, als wäre nie etwas geschehen.

Sigmund Freud, erotische Literatur und Küchenpsychologie

Manchmal lese ich etwas über die eigenartige Entwicklung von „Fetischen“, absonderlichen Lüsten oder „Kinks“. Üblicherweise halte ich das, was in Romanen steht, für frei erfunden – ein Verschnitt von Freud‘schen Behauptungen, gepaart mit genau jener Fantasie, die gerade angeprangert wird.

Ein Beispiel: Der Antiheld eines Romans lässt sich von einer schönen Frau beherrschen, erniedrigen und quälen, die offensichtlich sadistisch ist und Beziehungen zu Frauen bevorzugt. Nun erfindet die Autorin dazu eine Geschichte aus dessen Pubertät, die als Ursache herhalten muss: Eine Erzieherin, die schön und sadistisch ist und in einer Beziehung mit einer Frau lebt, führt in die Lust der erotischen Flagellation ein.

Realistischer ist die folgende Schilderung, in der von Zufällen berichtet wird, in der sich Fantasie und Realität kreuzen:

Wenn du eine Perversion wie Bondage (Fesselungen) ausprobierst und als angenehme Erfahrung empfindest … (kann dies zur Gewohnheit werden)…. Wenn du dich während der Fesselung wohlgefühlt hast und einen besonders intensiven Orgasmus hattest, wirst du es wahrscheinlich in Zukunft noch einmal versuchen.

Diese Aussage ähnelt sehr all den Schilderungen, die wir vom „ersten ganz gewöhnlichen Sex“ haben:

Manche Menschen berichten, dass sie sexuelle Fantasien hatten, bevor sie jemals wussten, was ein Geschlechtsverkehr wirklich bedeutet. Sie stellten sich einfach vor, auf oder unter jemanden zu liegen und sich dabei „irgendwie“ zu bewegen. Und als sie dann wirklich Geschlechtsverkehr hatten, war er gut, wenn sich dieses wundervolle Gefühl des Orgasmus einstellte. Oder wenigstens ein anderes „wohliges“ Gefühl. Jedenfalls nahmen die Personen einen entscheidenden Eindruck mit, es „noch einmal zu tun“.

Ist uns dies Verhalten fremd? Ich glaube nicht. Wer nie dran gedacht hatte, indisch zu essen und einmal im Leben dazu eingeladen wird, der könnte wahrhaftig dabeibleiben. Na klar, es ist manchmal teuflisch scharf, aber es ist so wundervoll exotisch …

Ich denke, das ist wirklich genug, um sich erotischen Fantasien zu nähern und sie möglichst zu verstehen. Und es soll dich anregen, dein eigenes Verhältnis zur Fantasie und eben auch zur Realität zu überprüfen. Es ist immer gut, zu wissen, was wäre, wenn …

Der zweiteilige Artikel ist hier zu Ende, aber ich hoffe, deine Gedanken dazu sind es noch nicht.

Quellen: Zitat aus "DAME"
Weitere Informationen aus Statistiken, Büchern und Beobachtungen, kritischen wissenschaftlichen Beiträgen und mehr
Bild: Nach einer Vorlage eines unbekannten Autors
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Wie kommen eigentlich erotische Wünsche zustande?

Wie kommen eigentlich erotische Wünsche, Abweichungen oder "Kinks" zustande? Im ersten Teil suchen wir nach Erklärungsmodellen.
Verkehrte Rollen: Die entkleidete Verführerin reizt den Voyeur

Die Fähigkeit und der Wunsch, den Geschlechtsverkehr auszuüben, liegt tief in unseren Genen verborgen. Er äußert sich unterschiedlich stark, und er kommt durchaus in Variationen vor. Irgendwann stellen wir fest, wie es geht – und hoffentlich auch, dass es Freude bereitet.

Das können wir getrost als Tatsache nehmen. Doch wir Menschen haben eine weitere Fähigkeit, die für die Welt der Erotik eine große Rolle spielt: die Fantasie. Wir können uns also vorstellen, was wäre, wenn …

Indem wir mit dem Gedanken spielen, entwickeln wir Szenarien von eigener Art. Offenbar verfügen viele Menschen über die Fähigkeit, sich in erotische Fantasien hineinzusteigern und dabei erotische Feuerwerke im Gehirn auszulösen. Wo die Tatsachen enden, also dort, wo die Angst-, Scham-, Schmerz- oder Ekelgrenzen berührt werden, setzen die Fantasien ein.

Wo der gewöhnliche Sex endet, beginnen die Fantasien

Das bedeutet nun aber: Wo der „normale Sex“ für dich endet und wo deine eigene Fantasie zu spielen beginnt, gilt erst einmal für dich. Fasst man die dazu vorhandenen Zahlen zusammen, so tritt Folgendes in die Welt der Fantasie ein:

1. Alle oralen Praktiken – etwa vier Fünftel aller Menschen fantasieren darüber.
2. Alle Arten von außerehelichen Abenteuern, inklusiv Gruppen.
3. Voyeurismus und Zeigelust.
4. Unterwerfen, dominieren, Peitschen oder Fesseln.
5. Offener oder latenter Wunsch nach sexuellen Handlungen mit dem gleichen Geschlecht.

Je nach Bewertung kann sich die Reihenfolge ändern, aber zumindest die Punkte eins und zwei haben eine enorme Bedeutung für die erotischen Fantasien.

In den meisten Aufstellungen werden auch Fetische angeführt, doch ist stets die Frage, was ein Fetisch ist. Die Liebe zum weiblichen Fuß ist beispielsweise nur dann fetischistisch, wenn der Fuß um seiner selbst willen geliebt wird – die Dame, zu der dieser Fuß gehört, dabei aber völlig gleichgültig ist.

Was sind die Auslöser?

Was ist der Auslöser? Manche Autoren machen es sich einfach: Da ist sie doch, die böse Pornografie, die in jeder Bildschirmecke lauert. Sie verdirbt Frau und Mann und auch jene, die sich weder für Frauen noch für Männer halten.

Andere glauben, dass „sexuelle Abweichungen“ durch Verführerinnen und Verführer ausgelöst wird. Da war also jemand in „seinem“ Leben, die … nun etwas mit den Lippen tat, was eine anständige Frau niemals im Leben getan hätte. Und nun giert er danach, den Genuss immer wieder zu bekommen. Und weil er sich das irgendwie nicht erlauben kann, fantasiert er. Ähnlich ergeht es der Frau, die den oralen Kontakt im Schritt sucht. Tritt dies zu, dann wurde die „Grenze zur Realität“ bereits überschritten – aber der Genuss ist nicht jederzeit „barrierefrei“ wiederholbar. Die Flucht in die Fantasie ist dann ein Weg, die Situation erneut herbeizuführen – aus der Erinnerung heraus.

Thesen und Antithesen zur Entstehung erotischer Fantasien

Manche Wissenschaftler nehmen an, dass jede Fantasie in „irgendetwas“ ihre Ursache haben muss. Unterstellt man dies, wie es zahllose Psychologen, Laien und auch Schriftsteller gerne tun, dann ergibt sich eine These – und eine Fülle von Antithesen:

1. Psycho- und Laienverständnis: Sie/er hat in der Kindheit oder während der Pubertät ein Erlebnis, das er nicht verarbeiten konnte und das sich im Erwachsenleben negativ für sie/auswirkte.
2. Gleiche Ursache, keine Wirkung: Kontra: Andere hatten solche Erlebnisse auch, aber sie wirkten sich nicht aus.
3. Rechtzeitige Selbstkorrektur: Ja, es gab Ereignisse, aber sie/er verfügte über geeignete Kommunikationsmöglichkeiten oder sie/er war in der Lage, ihre/seine Selbstregulation zu aktivieren.
4. Ausschluss: Viele erotische Fantasien werden spontan entwickelt, ohne dass es eine erkennbare Situation in der Jugend oder Adoleszenz gab.
5. Vielfalt: Die erotischen Fantasien entstehen im Kopf aus so vielen Komponenten, dass man keine genauen Ursachen feststellen kann.
6. Bewusstes Erlebnis: Die erotischen Fantasien basieren auf einem bewussten Erlebnis im Erwachsenenalter, das nicht auf einfache Art wiederholt werden kann.
7. Nicht erklärbar: So gut wie keine Fantasie hat einen „eindeutigen“ Ursprung. Sie entwickelt sich aus der Beschäftigung damit.

Genau an diesem Punkt sollten wir uns fragen: Was bringt „reine“ Fantasien eigentlich wirklich hervor? Ist es wirklich nötig, eine Schilderung über lustvolle Schläge gelesen zu haben, um darüber einen Orgasmus zu bekommen? Muss jemand ein Video mit Fesslungen gesehen haben, um sich vorzustellen, wie es sein mag? Oder nackt auf der Bühne zu stehen, während zahllose Damen und Herren ihre Abendgarderobe tragen?

Lest bitte weiter im zweiten Teil, es lohnt sich!
Bild auf dieser Seite: Original Anonym, restauriert von liebesverlag.de

Sex - muss "er" wirklich drin sein?

Wie ist Sex wirklich erfüllend?
Es gibt viele Arten von Geschlechtsverkehr. Der Begriff begegnet uns im Gesetzbuch, aber auch in der Alltagssprache, und die meisten Menschen meinen wirklich, „Geschlechtsverkehr“ sei die Sache, wenn der Penis in die Vagina eindringt.

Ein Schweizer Webportal bringt die Sache auf einen einfachen Nenner:

Wenn wir auf der Lilli Geschlechtsverkehr sagen, meinen wir, dass ein Mann mit seinem Penis in die Vagina der Frau eindringt und die Frau mit ihrer Vagina den Penis des Mannes aufnimmt. Eigentlich ist das nicht ganz korrekt, und es bedeutet mehr als das. Die fachlich korrektere Bezeichnung für «Penis in Vagina» ist «vaginaler Geschlechtsverkehr» oder Vaginalverkehr.

Das liegt vor allem daran, dass junge Leute am meisten daran interessiert sind, was eigentlich mit ihnen geschieht, wenn sie den ersten Geschlechtsverkehr haben. Sie fragen sich, wie das konkret geht, ob es schmerzt, wann es gefährlich ist und wie man verhüten kann. Auf der anderen Seite wollen sie aber auch erfahren, welche Genüsse sie aus der Sexualität gewinnen können. Dann stellen sie Fragen nach dem Samenerguss und nach dem Orgasmus.

Der Penis in der Vagina - Natur, Sichtweisen und Orgasmen

Beginnen wir mal damit, wie es überhaupt ist, einen Penis im Körper zu spüren – mit oder ohne Kondom, beschnitten oder mit Vorhaut.

Eine der wenigen Tatsachen, die wir darüber wissen, liegt in der Natur: Um den Samenfäden gezielt ihrem einzigen Lebensziel zuzuführen, ist normalerweise vaginaler Geschlechtsverkehr erforderlich. Jedenfalls ist dies der sicherste Weg, schwanger zu werden.

Ein wenig Reibung und Druck

Das ist Fluch und Segen zugleich, wie die meisten jungen Leute schon in der Schule gelernt haben. Denn der „PiV“, wie man auch sagt, dient nur in wenigen Fällen dazu, Kinder zu zeugen. Vielmehr ist es das wundervolle Gefühl, das dabei entsteht. Sowohl der Penis wie auch die Klitoris und sogar die Vagina sind berührungsempfindlich, und die „tollen Gefühle“ Gefühle entstehen durch Reibung und Druck.

Manche Männer sind überrascht, wenn ihnen Frauen sagen: „Ich will einfach, dass du mich ausfüllst“. In der Tat streben viele Frauen nach dem „Gefühl, ausgefüllt zu sein“. Und dies, obgleich sie durch die Stimulation der Klitoris erheblich mehr und heftigere Orgasmen genießen können.

Wie erklärt sich dies?

Die Einseitigkeit der Wissenschaftler und das tatsächliche Erleben

Vor allem deshalb, weil Wissenschaftler zum einseitigen Denken neigen.

Dazu wäre zu sagen, dass kein Gefühl unmittelbar von einer „Berührung“ ausgelöst wird. Vielmehr wird jede Berührung zuerst ans Gehirn weitergeleitet. Und dort werden Berührungen der Vulva (der Venuslippen), der Klitoris (des Kitzlers) und/oder der Vagina gesammelt. Sodann werden sie mithilfe der Erfahrungen, Erinnerungen und der vorgegebenen biologischen Muster in „Lustbereitschaft“ verwandelt, die sich zur „Geilheit“ steigen kann. Am Ende beschert sie dir dann hoffentlich Orgasmen.

Mythen und das reale Erleben

Das jedenfalls ist die Summe der Erfahrungen und Berichte, die man aus der Evolution, der Gehirnforschung und den authentischen Erfahrungen entnehmen kann.

Dabei gibt es ein paar Punkte, die nicht genügend berücksichtigt werden, wenn einseitig geforscht wird:

1. Der Wunsch nach „PiV“-Geschlechtsverkehr gibt die Natur vor. Es ist keine Frage der Stimulation.
2. Die Wirkung der Fantasien und Gedanken wird regelmäßig unterschätzt – der Mythos, es sei „der Partner allein“, der „ihr“ die Lust bereitet, ist romantisierter Unsinn.
3. Die Klitoris ist nicht so winzig wie viele glauben, sondern ein recht großes Organ. Nur das, was davon zu sehen ist, wirkt „klein“.
4. Die Behauptung, die Stimulation der Klitoris könne zu enormen, auch multiplen Orgasmen führen, stimmt mit den Erfahrungen vieler Frauen überein. Zu berücksichtigen ist aber, dass der schnelle Orgasmus meist auf Vibration oder dem intensiven Fingerspiel bedeutet. Er ist nicht gleichbedeutend mit dem Geschlechtsverkehr.
5. Frauen berichten davon, dass sie sehr wohl etwas spüren, wenn sich die Vagina dehnt, bestimmte Punkt berührt werden oder wenn sie „ausgefüllt sind“.
6. Eine sehr allgemeine Erfahrung besagt, dass sexuelle Erlebnisse zu zweit mit erweiterten Körperkontakten als bedeutsamer eingeschätzt werden als Masturbation oder rasche orale Befriedigung.

„Fülle, Wärme, Geborgenheit und die wundervollen Bewegungen“ sind häufig genannte Argumente für die wiederkehrende Lust auf den Penis. Lassen wie es einfach dabei, dass Frauen am besten wissen, was ihnen guttut. Und ja, jede Frau ist anders, so wie auch jeder Mann anders ist. Fragen zu Länge, Umfang und Durchmesser des Penis haben wir zuletzt im September 2019 behandelt.

In eigener Sache - unsere links zu Lilli

Immer noch die wichtigste Frage: wie geht das eigentlich mit dem Sex?


Zunächst die News (29.03.2022): Das Problem ist gelöst; Du kannst wieder in der gewohnten Weise aus die Links zugreifen. Dies ist der alte Text, der hier stehen bleibt.

Meine Verlinkungen zu Lilli führen derzeit in die Irre. Wer sie aufruft, bekommt folgende Meldung:

Sorry - sieht aus als hätten wir uns verlaufen. Die gewünschte Seite existiert leider nicht oder wurde verschoben. Gib am besten im Suchfenster ein, was du suchst. Oder verwende unsere Navigation.

Zunächst einmal: Ihr habt euch nicht „verlaufen“, sondern die Webseite wurde umgestaltet, wobei offenbar nicht berücksichtigt wurde, dass Verlinkungen damit zusammenbrechen.

Da die „Navigation“ auf der Startseite völlig verwirrend ist, empfehle ich interessierten Leser(innen), diesen Link zu benutzen, solange mir keine besseren Vorschläge bekannt sind:

Gehe bitte auf Sitemap.

Beispiel Liebe und Beziehungen

Scrolle herunter, bis du auf „Liebe und Beziehungen“ stößt. Es hat kaum Sinn, die Überschrift anzuklicken, da du dann ebenfalls auf falsche Themen stößt (Verführungen). Besser ist, das Thema direkt anzuklicken, das dich interessiert.

Beispiel "Sexualität verstehen"

Weiter unten (viel weiter!) auf der Sitemap findest du dann einen Punkt „Sexualität verstehen“. Auch hier lohnt es sich kaum, die Überschrift anzuklicken - wieder eine verwirrende Verlinkung. Also hilft nur, genau auf das Thema zu klicken, das dich interessiert, also beispielsweise, ob ein Orgasmus rein klitoral oder auch vaginal ausgelöst werden kann. Dazu bietet Lilli beispielsweise ganz hervorragende Informationen, die du sonst selten lesen wirst.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass "Lilli" (Schweiz) das bei Weitem kompetenteste Portal zu sexuellen Fragen ist, das sich derzeit im Internet befindet. Und an der Navigation kann lässt sich sicher noch etwas verbessern.

Lilli wurde angefragt, welche Seiten wir jungen Leuten empfehlen sollten. Eine Antwort steht noch aus. Solange wird auf diesen Artikel in der Liebeszeitung verlinkt.


Bild: Anfang des 20. Jahrhunderts, junge Frauen ("Backfische") in ihrer Ausgeh-Garderobe.