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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Zwischen Furcht und Lust - was wird siegen?

In den alten Lehrbüchern kann man nachlesen, der sexuelle Appetit der Frau sei „gering“, und wenn überhaupt, dann sie sie nur wegen der Liebe bereit, das Joch des Geschlechtsakts hinzunehmen. Man erspare mir, dieses pseudo-wissenschaftliche Geschwafel auch noch mit den entsprechenden Quellen zu belegen.

Ist es einfach die Angst, die uns hemmt?

Später lesen wir, dass es die Ängste sind, die da im Frauenkörper lauern, und da kommt noch die dicke Keule hinterher: Wir haben es mit einer der „Grundformen der Angst“ zu tun, und die wirkt sich nach einer psychologischen Meinung so aus (1):

Personen, deren grundlegendes Problem die Angst vor der Hingabe ist, werden zu schizoiden Persönlichkeiten, die die Selbstbewahrung überbewerten.

Immerhin redet man jetzt von „Personen“, und auch nur dann, wenn die Furcht vor der Hingabe ein „grundlegendes Problem“ ist, also eines, was viele andere Schwierigkeiten, Sorgen und Fehlreaktionen nach sich zieht. Die Idee, dass „schizoide Persönlichkeiten“ sich Schutzschilder aufbauen, um mit Sicherheit niemandem zu verfallen, ist allerdings ein Extrem. Besonders die Sexualität und die heftige Begierde, die damit verbunden ist, überwindet viele psychische, ethische und religiöse Normen.

Reichen "schlechte" Erfahrungen, um Angst auszulösen?

Gut - so viel ist sicher: Wer mehrfach „schlechte Erfahrungen mit der „völligen“ Hingabe gemacht hat, der scheut möglicherweise den Sex als solchen. Die Steigerung von „schlechten Erfahrungen ist „traumatische Erfahrungen“. Mit ihnen kennt sich der Psychiater oder Psychologe besser aus, denn „schlechte Erfahrungen mit irgendjemandem zu machen“ ist etwas, das fast jedem Menschen im Leben passiert - es ist auch kein Grund zur Sorge.

Es bleibt oft nicht beim "ersten" ersten Mal

Weiterhin wird die „Angst vorm Unbekannten“ genannt. Sie betrifft nicht nur, wie in vielen Beiträgen behauptet wird, DAS erste Mal, sondern JEDES erste Mal, das mit Erotik, Sex oder anderen intimen Körperkontakten in Zusammenhang steht. Dies Angst kann also jedes Mal aufs Neue auftreten, wenn eine sexuelle Begegnung nicht nach dem bekannten Muster abläuft. Bei Männern - wir wissen es oft schmerzlich - kann es eine plötzliche auftretende Impotenz sein oder gar die Tatsache, bei bestimmten Frauen potenzschwach zu sein, bei anderen jedoch nicht. Auch das eigene Körperbild (zu dick, nicht schön genug, zu schwach) kann Auswirkungen auf die Angst haben, eine Art von Sex oder andere intime Begegnungen zu genießen.

Das Schlimmste, was passieren kann - wäre es so schlimm?

Nun hat jede Frau und jeder Mann seine Schranke, die er (jetzt, hier) nicht überwinden will. Das ist sehr verständlich - doch ein Satz muss nachgeschoben werden: „Was könnte denn schlimmstenfalls passieren?“

Frauen glauben so gut wie immer, dass sie ihren „Ruf verlieren“ könnten, wenn sie einen großen sexuellen Appetit an den Tag legen. Noch schlimmer wirkt es auf sie, wenn sie „Schlampen“ genannte werden, weil sie das (angebliche) Repertoire von Prostituierten oder Dominä beherrschen. Falls dies ruchbar würde, so würden sie „ihren guten Ruf“ verlieren - was immer das heißt. Selbst, wenn sie wegen ihrer Auswahl, ihrer Vorsicht und ihrer Geheimhaltung niemals um ihren Ruf fürchten müssten, haben viel noch „Mutters Stimme“ im Ohr: „Keine anständige Frau tut so etwas.“

Sollte dies für eine über 40-jährige, emanzipierte und erfolgreiche Frau ein Grund sein, auf ein lustvolles Sexleben und sinnliche Experimente zu verzichten?

Wahrscheinlich ist es ein Grund. Aber eben auch ein Grund, auf den sich niemand zurückziehen sollte.

Männer fürchten sich manchmal vor Frauen - und vor ungewöhnlichen Praktiken

Männer haben nicht nur Angst um ihre Potenz. Sie fürchten auch nicht nur, dass sie ihren „kostbaren“ Penis beschädigen könnten. Ähnlich wie manche Frauen bangen sie um ihren Ruf, und gelegentlich sind sie dabei empfindlicher als viele Frauen. Kein Wunder - denn ihr sexuelles Verhalten wird in Grenzsituationen viel schärfer verurteilt.

Wenn eine Frau sich von einer anderen Frau befriedigen lässt, weil Frauen eben besser wissen, wie man einen Cunnilingus ausführt, dann schreit kein Huhn oder Hahn danach. „Die sind lesbisch“ krähen dann höchstens noch ein paar unbedarfte Teenager. Tun es zwei sogenannte „heterosexuelle“ Männer per Fellatio, und fliegt dies auf, dann ist die Hölle los. Diejenigen Männer, die sich im wahrsten Sinne des Begriffs körperlich „einer Frau hingeben“, werden verlacht, diffamiert und mit Ausdrücken bedacht, die ich hier gar nicht erst erwähnen mag.

Was schlimmstenfalls passieren könnte

Grenzen sind beim Sex flexibel, und Hürden kann man überwinden. Und jede/ jeder muss - wirklich - selber wissen, was er oder sie sich zutrauen kann und was nicht.

Und wie war es mit der Frage: „Was könnte den schlimmstenfalls passieren?“ Wenn du jetzt zehn oder gar zwanzig Jahre voraus denkst, wirst du dich möglicherweise schon mit deinen Erinnerungen beschäftigen. Und dann wirst du vielleicht sagen: „Oh, wie dumm von mir, dass ich damals solche Bedenken hatte - heute kann ich es leider nicht mehr.“ Das gilt für das Reisen, für das Essen und Trinken - und eben auch für viele sexuelle Abenteuer.

(1) Stangl.

Was ist, wenn dich der neue Liebhaber nackt sieht?

Die Nackheit und die intime Begegnung - über 40
Wann hast du dich zuletzt einem Mann völlig nackt gezeigt? Nein, nicht einem Arzt oder Masseur.

Also, wann war es? Vor 10 Jahren? Vor zwei Jahren? Und nein, du bist nicht prächtige 29. Du bist 49 Jahre alt, nun ja, vielleicht ein paar Jahre jünger. Und nun hast du dich entschlossen, wieder jemanden kennenzulernen. Du willst dich nicht verstecken, nicht bei gedämpftem Licht ausziehen. E wird deinen Po sehen und fühlen, und er wird sehen, dass die Pracht deiner Brüste nur solange zur Wirkung kommt, wie du einen BH trägst.

Eine Frau gegen 40 schreibt dazu:

Als ich das erste Mal wieder nackt vor einem Mann stand, war ich so nervös, dass ich fröstelte. (Neben einigen andere Unsicherheiten) … ging es hauptsächlich darum, ob dieser Körper mittleren Alters von diesem Mann akzeptiert würde.

Mehr als nur der Körper - mach dich emotional nackt

In Wahrheit geht es oft nicht nur um den Körper. Das Gedankengerüst ist auf Rituale eingestellt, die kaum noch eine Bedeutung haben. Aber DU, du kennst sie noch. Was eine Frau tun darf, was sie niemals tun sollte. Manche Menschen werden dir auch heute noch sagen, dass du niemals mit einem Mann Sex haben darfst – und falls du es doch tun solltest, würdest du als Schlampe abgetan.

Die wahre "innere Attraktivität"

Attraktiv zu sein ist keine Frage von straffen Brüsten, einem knackigen Po, lupenreiner Haut und glänzenden Augen. Das ist eine Sache. Die andere: Attraktivität kommt auch nicht von innen, wenn du sie nicht nach „außen“ lässt. „Emotional nackt zu sein“ gehört zum Kennenlernen, zum Einlassen. Das heißt, dass du beim Date im „Jetzt und Hier“ frei bist, deine Wünsche zu äußern und sie dir erfüllen zu lassen. Es heißt nicht, einem Mann mit Haut und Haar zu verfallen. Emotionen sind Bewegungen der Psyche, und niemand hat gesagt, dass du „Gefühle investieren“ musst – das Einzige, was du wirklich tun könntest, ist deine Gefühle zu befreien.

Die Lösung: das falsche Emotionskorsett an den Nagel hängen

Falls du über 40 bist und dich für allerlei schämst: Versuch einfach mal den Satz „warum eigentlich nicht?“ auf eine Begegnung anzuwenden. Niemand schreibt dir vor, was du tun darfst und was nicht.

Dich auszuziehen, sei es bei hellem Licht, bei Kerzenschein oder im Mondlicht, wird bald zu einer ganz gewöhnlichen Handlung werden. Und für viele, viele lustvolle erotische Spiele und heftige sexuelle Begegnungen musst du dich überhaupt nicht ganz ausziehen. So weit das, was es zum Körper zu sagen gibt. Doch viel wichtiger ist, die Psyche von ihrem Korsett zu befreien – denn dieser Panzer hindert uns, wirklich zu genießen, was die Natur uns ermöglicht.

Zitat von Christina Sophia, aus einem Blog.

Der Mann als lustvoller Masochist

Illustration zu einem Buch von Sacher-Masoch von Gaston Noury (?)
Der forensische Psychiater Krafft-Ebing erwies sich oftmals ganz als „Kind seiner Zeit“. Manche Behauptungen erscheinen uns heute absurd, und viele wurden vor dem Hintergrund damaliger Lehrmeinungen abgegeben. Insbesondere bei seiner Auffassung von der „Rolle des Weibes“ erntete er immer wieder Spott.

Allerdings ließ er sich auch belehren, und zwar nach einem ganz aktuellen Prinzip: Er bat einige seiner Patienten, ihm ausführlicher zu schildern, wie sie in ihre jeweilige Situation hineingeschlittert waren. Tatsächlich interessierte er sich sehr für die Ursachen der Schmerzlust, die er später nach dem Schriftsteller Sacher-Masoch als „Masochismus“ bezeichnete. Er las nicht nur Sacher-Masoch, sondern bat einige seiner Patienten, ihm ausführlich zu schreiben, wie sich ihre Neigung entwickelt haben.

Der Kontakt mit weiblicher Macht beginnt schon früh

Demnach war es nicht, wie oft angenommen wurde, die damals noch weitgehend übliche Prügelstrafe, sondern die Lust, sich Frauen zu nähern, die Macht ausübten. Manche jungen Männer taten dies offenbar schon, bevor sie an ein „Sexualleben“ denken konnten. Die Lust, sich in Spielen der Macht von jungen Frauen zu unterwerfen, scheint aber in der Pubertät zu wachsen. Geschildert wird beispielsweise ein junger Mann, dessen Begierde mit 15 Jahren wuchs. Er stellte sich dabei vor, „dass Mädchen ihn in einen Hinterhalt lockten und schlugen.“ Kurz, nachdem dieser junge Mann ein „normales“ Geschlechtsleben aufnahm, muss er sich aber gegenüber einer Hure über weitere Wünsche geäußert haben, denn „sie schlug ihm vor, eine masochistische Szene“ mit ihm zu inszenieren. Seither habe er häufiger Huren besucht, die zunächst masochistische Szenen mit ihm aufführten, um erst anschließend den Koitus auszuführen.

Es ist etwas schwierig, die verhüllenden Schilderungen zu entschlüsseln, aber wir finden immer wieder das gleiche Muster. Ein junger Mann begibt sich in eine Situation, in der Frauen Macht über ihn gewinnen können, und er genießt es, von ihnen erniedrigt zu werden. "Der Mann als lustvoller Masochist " vollständig lesen

Der Slip – was nicht im Lexikon darüber steht ...

Der Slip - wie er auch aussieht, er hat eine Wirkung
Es beschäftigt die Frauen kaum weniger als die Männer: Das Kleidungsstück, das früher einmal „unaussprechlich“ war. Das Höschen, altbacken der Schlüpfer, neudeutsch auch der Slip, je nach Größe auch anders bezeichnet. In englischsprachigen Ländern besser als Briefs, Knickers oder Panties bekannt.

Der Slip - eine Umhüllung, die Fantasien wachruft

Das Einzige, was er wirklich tut, ist den weiblichen Unterleib zu umhüllen. Indessen geht die Faszination weit darüber hinaus, und auf diese Weise wurde er zum Objekt der Fantasie. Schließlich wird er ja am Unterleib getragen, und daher gilt er als Sinnbild des Weiblichen. Jedenfalls bei den heranwachsenden Knaben, den pubertierenden Jünglingen und allen anderen, die aus einem Stückchen Stoff eine erotische Fantasie herbeizaubern können. Neben den auffälligen, bekennenden Fetischisten gehören dazu mehr oder weniger alle Männer.

Wenn der Slip hervorblitzt

Beim Slip geht es zunächst darum, dass er überall dort auffällt, wo man ihn normalerweise weder sieht noch vermutet. Unter Mini- und Mikrokleidern blitzt er hervor, und manchmal sieht man ihm beim Bücken sogar unter den Jeans hervorkriechen. Den Trägerinnen mach es nichts mehr aus: Es ist ein Teil der Inszenierung.

Das Höschen - ganz unpassend platziert

Anders verhält es sich, wenn er bis zu den Knien abrutscht oder gar die Fußknöchel umhüllt. Dann bekommen die Voyeure große Augen und blicken auf das nunmehr entblößte Gesäß und denken sich eine Geschichte aus über das, was wohl zuvor geschehen sein mag.

In den Zeiten der Corona-Epidemie wurde der Slip populär, wenn er die medizinische Maske ersetzen sollte. Und während sich die Passanten empörten, dachten sich die frivolen Genießer: Wenn man die Pants richtig über die Ohren zieht, bekommt man dieses wundervolle Gefühl. Nun ja, es ist sicher angebracht, darüber hier nichts Genaues preiszugeben.

Das Glatteis, ein Gewerbezweig und die Olfaktophilie

Da wird nun jedoch einmal das Glatteis betreten haben: Wir nähern uns der Klientel der Höschen-Verkäuferinnen. Ihr Geschäft besteht darin, die Pants einige Tage zu tragen und dann sorgfältig eingeschweißt per Post zu versenden. Dabei wird immer ein bisschen geflunkert – und über die näheren Umstände sollten wir auch besser schweigen.

Der Duft - als Fetisch markiert

Es geht - wie könnte es anders sein – um den Duft. Olfaktophilie (1) raunen jene, die glauben, über Bildung zu verfügen. Es könnte sein, dass sie das „Riechen an Füßen, getragenen Socken und benutzter Unterwäsche“ in einen Topf werfen, was jeden Liebhaber des erotisierenden Duftes auf die Palme bringen würde. Körperduft ist eben nicht gleich Körperduft.

Andere nicht alltägliche Träume

Andere Herren träumen davon, die Pants als Knebel in den Mund gestopft zu bekommen. Das hat meist etwas damit zu tun, dass sie leiden sollen, denn ein Naturknebel aus Baumwolle im Mund fühlt sich nicht unbedingt wohlig an.

Der Slip als verführerische Dekoration

Bleiben noch die vielen Wege, einen Mann zu verführen: der Slip als reine Dekoration in Kontrastfarben, oder mit Spitzen, dann wieder von winzigen Bändern gehalten, geschlossen oder offen. All dies spielt eine Rolle - und nicht nur für Voyeure. Es gibt dann und wann erlogene (und tatsächlich auch ein paar wahre) Geschichten, in denen der Slip während eines Dates entfernt wird. Manchmal im Waschraum und gelegentlich während des Desserts am Tisch. Eine Herausforderung für die Dame und ein Abenteuer besonderer Art für den Herrn.

Strapse als Ergänzung

Eine besondere Rolle spielen die Strapse. Die Lust, sie zu sehen, wenn der Rock zu Boden fällt, ist ein besonders Vergnügen für „einschlägige“ Genießer. Dabei fällt allerdings auf, dass viele Damen die Bequemlichkeit vor die erotische Wirkung stellen. Die volle sinnliche Wahrnehmung gelingt nur, wenn der Slip unter dem „Straps Gürtel“ getragen wird, während es bequemer ist, ihn darüber zu tragen. Immerhin gibt es einzelne Männer, die ohnehin wollen, dass die Dame Strümpfe trägt, während beide längst im Lotterbett stöhnen. Dann ist es einfacher, den Slip über den Strapsen zu tragen.

Normaler Sex und Slips

Und was ist mit den ganz normalen feuchten Begegnungen?

Natürlich spielt der Slip vor dem Sex eine Rolle, wobei es im Wesentlichen darum geht, dass er irgendwie fallen muss. Darf der Lover ihn genüsslich herunterziehen und dabei den Anblick genießen, der ihm offenbart wird? Wird die Trägerin selber unter den Gummizug greifen, um ihre schönsten Ansichten zu präsentieren?

In manchen Fällen, so lesen wir immer wieder, wird der Slip einfach zur Seite geschoben – vor allem dort, wo es nicht angebracht ist, sich auszuziehen. Dann wieder wird er zerrissen (was wirklich nicht einfach ist) oder zerschnitten, gelegentlich sogar in den Kamin geworfen. Das alles sollten wir besser vergessen – es dient den Autoren erotischer Romane dazu, die Begierden noch dramatischer darzustellen, als sie es ohnehin sind.

Männer und Slips - wo das Gemächt ruht

Vergaßen wir die Männer? Was ist, wenn sie sich vor einer Dame ausziehen, und schon eine erbliche Erektion haben (oder auch noch gar keine)? Da irren sich viele Frauen. Denn während manche Männer ihr Gemächt überall schlackern lassen, schämen sich andere ganz schrecklich ihren Unterleib vor einer fremden Frau zu präsentieren. Zumal, wenn es das erste Mal mit einem neuen Date zur Sache gehen soll. Und natürlich auch, wenn es einen anderen Grund gibt, sich völlig zu entkleiden.

(1) Geruchsfetischismus als Gattung verschiedener erotischer Verwirrungen.
Bild:Liebesverlag-Archiv.

Die Woche: Frieden finden, Wahrheit suchen, Cougars und erwachsen werden

Meine Gedanken sind beim Frieden. Es ist das, was wir wirklich brauchen – Frieden. Merkwürdigerweise finden viele Menschen nicht einmal Frieden mit sich selbst – und dazu gehören nahezu alle Ideologinnen und Ideologen. Wir müssen damit rechnen, sie in unseren Mitmenschen anzutreffen. In Esoterikern, Impfgegnern und den vielen „Glaubenswelten“, die sich durch die gesamte Bevölkerung ziehen und von schamlos feixenden Pseudo-Journalisten, weiblichen und männlichen, befeuert werden.

Die Wahrheit und die Möglichkeit, wählerischer zu sein

Zum Frieden gehört die Diskussion über die Wahrheit. Ich kann sie gar nicht oft genug in den Vordergrund heben. Nun kann jeder – Hilfsarbeiter(in) wie auch Professor(in) können rückhaltlos Meinungen verbreiten. Nur sind Meinungen vielleicht Bestandteile der Wahrheit, aber es ist nicht die Wahrheit selbst. Ich kam darauf, weil ein älterer Philosoph gerade die Singles aufforderte, „wählerischer“ zu sein. Meinungen in Ehren – aber „wählerisch sein“ ist schon an sich keine Eigenschaft, die sicher zu positiven Ergebnissen führt. Das ist puppenleicht zu beweisen: Wählen kann nur jemand, dem genügen Ressourcen (Produkte, Partner, Wege) zur Verfügung gestellt werden. (Von der Einschätzung der eigenen Attraktivität schweige ich hier besser – sie ist in der Regel katastrophal falsch).

Überhaupt wird die Liebe nicht ausschließlich davon getrieben, wo die „beste Singleware im Angebot“ ist - und die Lust schon gar nicht. Ich sah mich veranlasst, über das nervenzehrende Rattenrennen noch anderwärts zu schreiben.

Warum die Cougar in Wahrheit keine schlechte Wahl ist

Die Cougar gilt als eine Frau, die ihre „besten Jahre“ im konventionellen Sinn schon rückwärts zählt, die aber weiterhin eine lustvolle Gegenwart bevorzugt. Die Adepten von Herrn Freud zucken ja immer zusammen, wenn sich ein betont junger Mann mit einer Frau zeigt, die doppelt so alt ist wie er selbst. Da rufen die Küchenpsychologen „Komplexe, Komplexe!“ und erzählen sich haarsträubende Geschichten darüber, was dabei alles in den Köpfen der Beteiligten vorgeht. Sogar die Schreiberinnen populärer Romane lassen kein Klischee aus, wie unsere Recherchen ergaben. Es wird wohl Zeit, einmal an die positiven Lerneffekte zu denken und nicht immer daran, wie „schrecklich“ so etwas ist – Volljährigkeit des jungen Mannes vorausgesetzt, versteht sich.

Warum es gut ist, als Erwachsene/Erwachsener zu handeln

Reden wir auch vom Gegenteil: Von den jungen Frauen und Männern, die ihre Cinderella-Träume (ich habe kein Äquivalent für Männer) noch zwischen 25 und 30 träumen (oder noch später). Sie sind tatsächlich in Gefahr, manipuliert und ausgenutzt zu werden. Ich sage es mal so: Wer mit 30 in der Lage ist, als „Erwachsener“ zu handeln, der kann sich entweder festlegen oder bewusst Risiken eingehen. Wer ablehnt, „wirklich erwachsen“ zu werden, wird früher oder später manipuliert.

Das erste Mal und das andere erste Mal

Die Liebhaber des „Besonderen“ und die Adepten von Vanillebeziehungen haben eines gemeinsam: Irgendwann war irgendwie ihre erste Begegnung mit dem anderen Geschlecht, in der sie eine „erste Erfahrung“ machten. Unser Artikel gibt darüber Aufschluss – in aller Kürze.

Das Motto für den März

Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt – und die Häsinnen und Hasen beginnen, sic zu paaren. Dabei scheinen sie verrückt wie die Märzhasen zu sein. Und für Menschen heißt das ebenso: Die Liebe gewinnen oft diejenigen, gehört denjenigen, die etwas Verrücktes tun und damit Erfolg haben. Und weil angeblich die Märzhäsinnen die Namensgeber für das „Märzhasentum“ sind, ist unser Motto: „Sei verrückt wie eine Häsin im März.“

Der heuitige Abgesang

Ich verabschiede mich in ein hoffentlich friedliches Wochenende. Übrigens ist es derzeit wesentlich leichter, das Leben zu zweit zu meistern.

Und ich wäre wirklich froh, wenn ich von euch ein paar Anregungen für die nächste Woche bekommen würde.