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Verbogene Wahrheiten und verborgene Wahrheiten

Verführungen beginnen meist sanft und zärtlich ...
Wenn wir von der Möglichkeit reden, Liebe, Lust und Leidenschaft zu schenken, geraten wir bald in dieselbe Falle, in die Menschen gegangen sind, die auf Erfolgstrainer hereingefallen sind.

Die Formel lautet ungefähr, dass du alles auf eine Karte setzen musst, dich also völlig neu ausrichten. Hinzu kommen Autosuggestionsmetoden, die teils sinnvoll sind, teils zur Zerstörung der „eigentlichen“ Persönlichkeit beitragen. Vielleicht habt ihr schon mal einen solchen Menschen kennengelernt – und ja, sie sind schrecklich.

Ein bisschen Erotik-Theater plus Lust - das geht schon

Wir haben hier schon oft davon geschrieben, was wir von „professionellen“ Verführerinnen lernen können. Und tatsächlich kannst du etwas von ihnen lernen, wenn du emotionsflexibel bist und gerne ein bisschen Theaterspiel mit der Liebe oder der Lust verbindest. Wobei wir beim Unterschied sind.

Niemand liebt alles an seinem Beruf

Also reden wir mal Klartext: Auch wenn Handwerkerinnen (nur ein Beispiel) ihren Beruf lieben, heißt das nicht, dass sie alles daran lieben. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass Verführerinnen auf alles stolz sind, was sie tun. Ich denke, das kannst du nachvollziehen, wenn du es dir bildlich vorstellst. Mag ja sein, dass dein einziges Ziel ist, Männer zur Ekstase zu bringen. Aber wenn du „täglich daran arbeitetest, darin besser zu werden“, dann denke ich schon wieder an Motivationstrainer(innen).

Mit Freuden Freude schenken - das geht doch, oder?

Ich schlage mal eine andere Methode vor: Du gibst ihm das, wobei du dich wohlfühlst, und probierst dann mal aus, ob du dich auch noch bei anderen Sexspielchen wohlfühlst. Denn „wohlfühlen“ ist der eigentliche Schlüssel zur „bedingungslosen“ Lust. Wenn du dir jeden Moment überlegen musst, ob du die richtigen Knöpfchen gedrückt hast und nur daran denkst, wie du die Königin der Verführungskunst bleibst, dann bist du bald am Ende.

Neulich bekam ich einen Artikel in die Finger,, wie du es schaffen kannst, „stolz auf deine Blowjobs“ zu sein, und beklagt wurden all die armseligen Freundinnen, Bräute und Ehefrauen, die daran nicht den geringsten Ehrgeiz entwickeln.

Klar ist: Männer lieben Verführungen – ob sie oral, manuell oder sonst wie gestartet werden, und ich höre oft, dass Frauen ziemlich selten dazu bereit sind. Aber kaum ein Mann will wirklich, dass sich seine Geliebte damit quält, etwas zu geben, was sie anwidert. Da hilft dann auch keine Schönrederei aus „professioneller Sicht“ mehr.

Erfolg ist am Ende nur das, was Nutzen und Freude vereint

Meine Botschaft heute: Ihr seid nicht zum Erfolg verdammt. Nicht beim Kennenlernen und nicht beim Verführen. Also sorgt dafür, dass euch jedes Date Freude bereitet – vom ersten Nippen am Kaffee, bis die Morgensonne auf eure Körper scheint. Und auch dann, wenn etwas anderes passiert – oder vielleicht auch gar nichts.

Bild: Pastell-Zeichnung "Die Unverfrorene" von Vala Moro, Buchillustration, Oberteil, entfleckt

Er will nur Sex … und was ist falsch daran?

Du wirst doch nicht schlecht von mir denken, nachdem wir es getan haben?
Enttäuschungen sind die Differenzen zwischen Erwartungen und Ergebnis. Wenn eine Frau mit einem Mann ausgeht in dem Bestreben, eine langfristige Beziehung einzugehen, was allgemein beim sogenannten „seriösen“ Dating angenommen wird, ist die Möglichkeit der Enttäuschung groß.

Begegnungen sind ergebnisoffen

Einmal, weil eher unwahrscheinlich ist, dass diese Begegnung zu einer Beziehung führen könnte. Dann aber auch, weil das Ergebnis in einer kurzen, intensiven und emotional stark erregenden sexuellen Begegnung bestand, die im Erwartungsprofil nicht vorgesehen war.

Eine Wirklichkeit, die es nicht gibt

Dann war der Mann ein Schwein, weil er „in Wirklichkeit“ nur vögeln wollte, wobei ich mich frage: In wessen „Wirklichkeit“ ist denn dies geschehen?“ In ihrer, in seiner oder der gemeinsamen Wirklichkeit?

Wenn Frauen über Männer-Schweine reden, sprechen sie selten über die unendliche Wollust, die sie ja wohl irgendwann einmal überfallen haben muss, um sich sauwohl zu fühlen. Doch sie ziehen vor, zu lamentieren und hängen ihre gequälten und gekränkten Seelchen heraus, auf dass der Atem der Freundinnen ihnen den Staub herausblasen möge.

Männer mögen Sex - und Frauen auch

Männer – soweit ist sicher, mögen Sex, fordern ihn aber nicht immer ultimativ ein. Und manchmal geben Frauen Sex, obgleich er nicht ausdrücklich gefordert wurde, und sie tun dies viel häufiger, als dies in der Öffentlichkeit bekannt wird. Ich habe wirklich einmal eine Dame gefragt, warum sie’s anbietet, und ihre Antwort war: „Weil es die Männer gerne haben.“ Ein ziemlich authentisches Gespräch zwischen einer anderen Dame und ihrem „Date“ endete so:

„Vielen Dank fürs Heimfahren. Leider kann ich dich nicht mit hochbitten –ich bin nicht allein. Aber ich könnte dir noch einen blasen, wenn du willst. Ich hab dir doch gefallen, oder?“

Beide Damen waren – obgleich aus unterschiedlichen Schichten – keine Schlampen, sondern sehr selbstbewusste junge Frauen, die mitten im Leben standen.

Welche Befürchtungen haben diese anderen Frauen, die sich ständig beklagen, „es“ zwar getan zu haben, aber es hernach zu bereuen?

Sex ist schmutzig, weil Männer einen Penis haben?

Weil Sie Sex mit Männern als schmutzig, ehrverletzend oder herabwürdigend ansehen? Oder weil Sex an sich und insbesondere spontan eigentlich etwas Schreckliches ist? Weil die Männer alle Frauen, die „es“ tun, hernach abwerten? Wegen der Penisse, die frau nie so recht „gemocht“ hatte, gleich, in welchem Teil der Haut sie im Laufe des Abends steckten?

Einer der Vorteile von „Dates“ ist der, dass Sex möglich ist. Ein weiterer besteht darin, dort eher einen sympathischen Menschen zu treffen, mit dem frau/man die Nacht verbringen möchte als einen Lebenspartner. Und der dritte Vorteil beisteht darin, dass dort gegenüber jemand sitzt, der hier und jetzt in der Nähe ist und den man (aber eben auch frau) fragen kann, ob’s angenehm wäre.

Jetzt aber ran, Mann: wenn die Frau Sex will

Immer her Frauen gehen auf sogenannte „Dates“ in dem einzigen Bestreben, an genau diesem Tag Lust zu erleben, falls der Mann sich halbwegs dafür eignet. Diejenigen, die es tun, kalkulieren ganz genau den Aufwand und den möglichen Ertrag an Lust. Was falsch daran ist? Gar nichts. Und bei den Männern ist es eben deshalb auch nicht falsch. Und es ist nicht schmutzig, Sex im Kopf zu haben, solange man (oder frau) auch noch etwas anderes im Kopf hat.

Hinweis: Diese Gedanken kamen uns nach einer persönlichen Überlegung einer Bloggerin. Die verlinkte Seite könnte Gegenstände, Werbung oder Meinungen enthalten, die nichts am Arbeitsplatz zu suchen haben.

Jugend am Bug und Lust am Steuer

Lust und Begierde am Bug
Der Wind der Lust ist immer vorhanden, gleich, ob er durch Zephir, Amor oder eine andere Gestalt repräsentiert wird. Doch der Trieb muss noch in verführerische Lust umgewandelt werden, wofür die Dame am Ruder verantwortlich ist, die durch sinnliche Schönheit glänzt.

Das Originalbild
Die Lust wird dadurch erleichtert, dass sie in schönen Blasen in die Welt steigt, die jeder erhaschen kann. Doch wer konkreter werden will in der Sinneslust, muss die Gelegenheit ergreifen – und sei es, den Hals des Schwans mit begehrlichem Blick zu umfassen. Zwei Schwimmerinnen warten offenbar ab, bis auch ihr Platz auf dem Boot frei wird, und der fast unsichtbare Dämon in der Nähe des Hecks hat offensichtlich seine Freude daran.

William Etty malte dieses Bild, dem er verbal den Anschein von moralischer Belehrung mitgab – doch es gibt keine Lehre daraus, außer sich dem zu fügen, was unvermeidlich ist: der Lust.

Wird das Boot durch die Lust gesteuert, oder wirkt ein Dämon auf die Szene ein?


Die Ausschnitte oben und unten wurden technisch etwas aufgehellt, um Details sichtbar zu machen.

Woher kommt der Begriff „jemandem einen blasen“?

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Was bei uns in Deutschland jahrelang als “französisch” bekannt war, war bei den GIs im Zweiten Weltkrieg als „Fumer le cigare“ (die Zigarre rauchen) bekannt. Und mancher fragt sich, wie den aus dem französischen Begriff der „Blowjob“ wurde.

Ob der Name vom „Below Job“ kommt? Ob er etwas mit Jazz zu tun hatte? Oder kam der Name aus dem besetzten Deutschland, wo er zwar unüblicher war, aber eben nicht unüblich genug, um einen Namen zu haben. Jedenfalls sagte man damals wie heute „sich einen blasen lassen“. Was dem „Blow Job“ doch recht nahekam.

Tuten und Blasen - doch aus der Seefahrt?

Tatsächlich aber weiß niemand so recht, wie der Begriff „jemandem einen blasen“ oder „jemanden einen abblasen“ in die Welt kam. Bekannt ist der Herrenwitz der 1950er Jahre, bei dem der Chef zur Sekretärin sagt: „Sie haben ja keine Ahnung von Tuten und Blasen.“ Woraufhin die Sekretärin naiv antwortet: „Blasen kann ich, aber wie geht Tuten?“

Sicher ist, dass es nichts ums Blasen der Dame geht, denn die bläst natürlich nicht, sondern bildet ein Vakuum, das eher ansaugt als auf irgendetwas bläst. Doch halt: War da nicht der Wal, der bläst? Und ist vielleicht gemeint, dass die Dame den Herren dazu bringt, eine ähnliche Fontäne zu produzieren? Oder sollte nur "Dampf ablassen" gemeint sein, wofür eigentlich gar nichts spricht? Nein – niemand weiß es wirklich. Und feine Damen drehen sich pikiert um, wenn man nur das Thema berührt.

Abblasen ist volkstümlich, "französisch" die Umschreibung

Wie auch immer – selbst manche Hure weigerte sich im Nachkriegsdeutschland, derartige Praktiken auszuführen. Heute steht in den Angeboten der meisten relevanten Damen ganz unverblümt: „Französisch“, oder gar „Französisch total“. Die Damen der Gesellschaft allerdings empfinden die Handlung zumeist als despektierlich und vermeiden, sie ihren Lovern zu offerieren.

Tatsächlich gilt der orale Intimkontakt heute immer noch als „sozial inakzeptabel“ – auch wenn manche Frauenzeitschriften bereits „Tipps zur Optimierung“ anbieten.

Was meinen Sie? Ist es heute kein Problem mehr, Fellatio (so der offizielle Name) zu bekommen oder zu schenken? Und was wäre, Ihrer Meinung nach, der mindeste Liebesdienst, den Sie als Gegenleistung erwarten würden?

Oh, ich weiß – man antwortet nicht auf dergleichen Fragen. Schade eigentlich.

Wir entnahmen einige Begriffe aus diesem Artikel.

Wie pervers ist eigentlich … Mundverkehr?

Im Moment ist es der Finger ...
Mundverkehr ist zweierlei: Fellatio („Blasen“) und Cunnilingus („Lecken“) und beides ist … Geschmackssache.

Ich kenne keinen Mann, der’s ablehnen würde, wenn er‘s bekommt – aber viele, die ablehnen, es zu geben. Das heißt so ungefähr: Er macht’s nicht bei ihr und ihm, weil’s ihn ekelt, aber er nimmt es von ihr und ihm, solange er nicht genau hinguckt, wer’s im macht.

Ist Mundverkehr zu pervers? Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Komisch – viele Frauen lehnen passiven Cunnilingus ab. Egal, ob sie oder er sich am „Y“ bedient. Und noch mehr Frauen würden nie Cunnilingus geben, weil sie fürchten, als „lesbisch“ angesehen zu werden, wenn Sie’s tun.

Wenn ihr richtige Informationen haben wollt, wie’s geht und ob es euch wohl gefallen würde, dann seht auf Seiten nach, auf denen darüber geschrieben wird – auch, wie man es ihm/ihr schön macht.

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr 90 Prozent bei Männer und gegen 80 Prozent bei Frauen.