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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche: Gefühle, Ehe, Unterwerfung, Blasen und Lover addieren

Differenzierte Meinungen zu verbreiten ist deutlich schwieriger als den Leserinnen und Lesern ein paar einfache Sätze, um die Ohren zu hauen. Ich mache diese Erfahrung immer wieder. Dennoch versuche ich, engagiert zu informieren udn dabei auch Fakten sprechen zu lassen.

Viel zu viel Gefühl

Ein beliebtes Thema ist derzeit, über Gefühle zu sprechen – vor allem beim Dating. Manche Frauen sagen, dass sie ausschließlich bestimmte Gefühle abfragen. Da graust es den Liebhaber gepflegter Kommunikation, und auch die Frauen tun sich keinen guten Dienst damit. Denn „echte“ Gefühle auszudrücken und sie beim Partner auch „anzubringen“, sodass sie richtig verstanden werden, hat nichts damit zu tun, Gefühle abzufragen. Psychologen sehen dies Thema bei Weitem zu blauäugig – und werfen nur allzu oft den Begriff „Emotionale Intelligenz“ in den Ring. Sobald die so ist, wird die Diskussion einseitig. Kritiker wissen dies und warnen davor, der „EI“ oder dem „EQ“ zu trauen. „Mehr Sorgfalt im Umgang mit Gefühlen“ heißt mein Rat.

Wer ist eigentlich „unterwürfig“, und wie ist das?

Die meisten Menschen glauben, dass Unterwürfigkeit ganz schlecht ist, vor allem für Frauen. Doch wenn wir näher hinschauen, haben wir alle „unterwürfige Züge“. Es ist eine Art „Anpassung“ an die soziale Umgebung. Wie aber ist es im Spiel? Und was ist der Unterschied? Wann droht eine Gefahr durch Unterwürfigkeit? Mein Artikel „echte Unterwürfigkeit und das Spiel damit“ stellt das Wissen der Zeit zusammen.

Hat die Ehe nun eine Zukunft oder nicht?

Die Ehe als Phänomen, ohne Zukunft mit Fragezeichen anzukündigen, lockte viele Leser(innen). Der Artikel bezieht sich auf das Buch einer Soziologin, die jüngst darüber schrieb. Wer das Buch aus gesellschaftlichem oder historischem Interesse liest, wird satt mit dem Lesefutter. Wer sich hingegen um die eigene Zukunft in der Ehe sorgt, eher nicht. Und was denke ich? Ehe lässt sich auch unter ökonomischen und mentalen Gesichtspunkten betrachten – beides hat zu wenig Gewicht in der Debatte.

Eine Liebe für einen Winter?

Wie bekannt, veröffentliche Aufrufe, den November als letzte Möglichkeit zu ergreifen, im laufenden Jahr eine Partnerschaft zu beginnen, egal, wie lange sie dauern mag. Die Meinung der meisten Frauenzeitschriften ist anders – und die haben urplötzlich das „Wintermantelphänomen“ entdeckt. Dabei ist die Frau der Wintermantel, den man im November aus dem Schrank holt und am Valentinstag oder im März wieder „entsorgt“. Diese „Damenphilosophie“ soll ein neuer „Datingtrend“ sein – ist sie aber nicht. Ich habe genau nachgesehen – und bin im Jahr 2009 gelandet. Und ja, ich bleibe bei meiner Meinung.

Das Blasen und die Ahnung vom Tuten und Blasen

Wer gebildet ist (oder so erscheinen will), sagt weder „BJ“ noch „französisch“ noch „einen Blasen“, sondern „Fellatio geben“. Doch woher kommt eigentlich der Name „ihm einen blasen?“ Wir sind auf die Flötentöne gestoßen und haben einen Ausflug ins Vereinigte Königreich gemacht. Dann haben wir es aufgeschrieben.

Sexpartner- höchstens vier oder mehr als 100?

In der Vergangenheit sind wir das Thema humoristisch angegangen: „Wie viele Sexpartner hattest du schon?“ Als abschreckende Antwort schlug damals jemand vor, diesen Satz zu verwenden: „Bisher noch recht wenige, aber mit dir mache ich die 100 voll.“ Diesmal haben wir die Wissenschaft und ihre Erbsenzähler konsultiert. So viel sei verraten: Von null auf 100 zu kommen dauert meist eine Zeit. Wir hatten uns zunächst nur für die Frauen interessiert, die im „heißen Datingalter“ waren. Apropos „heißes Datingalter“ – die Studie endete bei Frauen in der Mitte ihrer 40er. Gabe es da nicht noch eine Altersgruppe, die als besonders verwegen angesehen wird? Cougars oder so?

Abgesang

Ob mehr Fakten weniger Leser(innen) bringen? Oder mehr Behauptungen und Spekulationen? Das „Wintermantelthema“ hat mal wieder beweisen: Die Presse verbreitet jeden Blödsinn. Die Liebeszeitung folgt dem nicht – sie ist und bleibt kritisch. Und falls du dies Mitte November liest: Noch ist es Zeit, dir das Winterglück ins Haus zu holen. Das wird Mitte Dezember deutlich schwieriger, wenn wieder viele Singles „in Familie machen“. Und im Januar geht traditionell „die große Singlejagd“ mit einem Überangebot los, die meist ziemlich frustrierend ist.

Also: Handele jetzt – es ist niemals zu früh. Am Wochenende hast du doch Zeit, oder?

Falls ihr euch wundert: Ich verlinke nicht mehr zu Tinder und schon lange nicht mehr zu Facebook.

Das Blasen – das Wort, die Bedeutung und die Ausführung

Blasen, pusten und andere Begriffe ...
Alle sollten in ein Horn blasen – das ist eine Aufforderung, einig zu sein. Überhaupt spielte das Horn, das Jäger, Postillion und Militärs eine große Rolle – und insofern bekommt mancher dann auch „den Marsch geblasen“. Der Puderzucker allerdings wird in eine andere Region des Körpers geblasen – ob dies nun angenehm ist oder nicht, steht dahin. Jedenfalls bezeichnet der dahin gehende Satz, dass jemand unberechtigterweise eine Gunst erhält.

Das Blasen ohne Horn und die Flötentöne

Warum das „Blasen“ in den Sexualsprachgebrauch übergegangen ist, wird nicht recht deutlich. Offenbar stammt es wirklich aus der Musik, namentlich von Flöten. Wenn man nämlich nicht gerade „den Marsch geblasen bekommt“ und dennoch hart bestraft wird, dann sagen manche Menschen dazu „ihr/ihm werden die Flötentöne beigebracht.“

Die Flöte bespielen und andere Umschreibungen

Der Vergleich mit der Flöte wird denn auch gelegentlich genutzt, wenn die Öffnung des (meist weiblichen) Mundes auf das trifft, was ordinär-literarisch gelegentlich als „seine Flöte“ bezeichnet wird. Dann heißt es etwa: „Sie wusste, wie sich die Flöte am besten bespielen lässt.“

Bespielen ist übrigens ungleich zutreffender als „Blasen“, denn der Klang – und nun sollte alle fein die Ohren spitzen – wird erst durch das Zusammenspiel des Mundes mit dem Mundstück erzeugt. Also muss die Spielerin ein wenig über die Anatomie des Bespielten wissen und seine Reaktionen richtig deuten können.

Generell können wir feststellen, dass keine blasse Ahnung von „Tuten und Blasen“ auch nicht zu einem Wohlklang wird. Lediglich optisch scheint es so zu sein.

Wie das Wort „Blasen“ entstand

In Deutschland hörte man noch viele Jahre, dass der Penis „abgeblasen“ würde. Das hieße: „So auf etwas zu blasen, dass es seinen ursprünglichen Platz verlässt.“ Oder auch: „Etwas durch Druck in die Umwelt ablassen.“ Beides hat Charme, nicht wahr? Doch so recht üblich war das Wort nicht – und je feiner die Damen, umso mehr benutzen Sie „es ihm Französisch zu machen“ oder gar „Fellatio an ihm ausführen“.

Auf nach England mit Pusten und Blasen

Ganz klar ist die Sache aber doch nicht. Wir müssen ins Vereinigte Königreich, aus dem der Begriff „Blow Job“ importiert wurde. Jedenfalls meinen das die meisten Lexika. Demnach heißt „to blow off“ eigentlich entleeren – was im Grunde plausibel ist. Andererseits wird behauptet, es sei eigentlich ein „Below Job“ (als das Handeln „da unten“). Wieder andere wollen wissen, dass sich aufgrund der bio-physikalischen Gegebenheiten die Backen „aufblasen“ würden. Das trifft zum Beispiel auch auf die Musik zu. Bei manchen Trompeterinnen und Trompetern glaubt man, sie würden „dicke Backen machen“ wir der große Böse Wolf, weil sie so schrecklich blasen würden. In Wahrheit ist es aber die Muskulatur, die ihre Backen so voluminös erscheinen lässt. Die Ergänzung „Job“ zum „Blow“ soll entstanden sein, weil es eine isolierte Tätigkeit ist, die ausschließlich von Sexarbeiterinnen ausgeführt wurde. Ob man sie deswegen auch „Blowsies“ nannte, was üblicherweise mit „Schlampen“ übersetzt wurde, ist hingegen nicht so sicher.

Was dir das Wissen im Alltag nützt

Nicht viel, fürchte ich. Mit dem vornehmen Begriff „Fellatio“, den eine Fellatrice (Fellatrix) ausübte, eckst du genau so an wie mit dem Begriff „Einen Blasen“, wenn du ihn in der falschen Umgebung benutzt. Und der Begriff „Französisch mit Aufnahme“ wird höchstens noch in Bordellen verwendet. Was du wirklich wissen solltest, ist, ob du bereit bist. Wenn du bereit sein solltest, ist es günstig, zuvor einige „Trockenübungen“ zu versuchen. Und falls du es dann wirklich angehen willst, suche dir einen verlässlichen Freund, der dein Tun zu schätzen weiß.

Wenn du mehr wissen willst, und alles wirklich verstehen willst, dann lies weiter bei „Lilli“.


Wo hast du deinen Mann schon berührt?

Was schlummert im Gefängnis seiner Sinne?
Weißt du, wie dein Mann aussieht, wenn er den Slip fallen lässt? Ohne Erektion, teilweise erigiert oder voll erigiert? Hast du ihn jemals überall berührt, um seine Reaktionen zu testen? An den Brustwarzen, dem Damm, dem Po und natürlich an Skrotum und Penis? Hast du eine Idee, ob und wie er sich selbst berührt? Und hast du irgendeine Ahnung, ob er sich nach etwas sehnt, was nur seine intimste Partnerin erfüllen kann?

Das alles sind heikle Fragen, nicht wahr? Und ist es dir peinlich, wenn ich frage?

Das Intime - der Wandel bei Frauen und Männern

Oder hast du es wirklich nie versucht? Jahrzehntelang gab es ein Tabu: Die Ehefrau oder ständige Partnerin durfte ihren Mann nicht intim berühren – werde manuell noch oral. Sie gab sich hin, wenn ihn Gelüste überkamen – zu mehr reicht die Spannweite der Erfahrungen ohnehin nicht. Wenn überhaupt, dann gab es andere Frauen, die ihn berührten, liebkosten, schlugen oder malträtierten.

Inzwischen hat sich dies (hoffentlich) geändert. Ehefrauen und andere Partnerinnen haben eigene Vorstellungen davon, wie ihre Gelüste erfüllt werden können, und ungewollte intime Übergriffe werden seltener. Doch nun liegt das Tabu woanders: Männer sprechen nach wie vor nicht darüber, wo und wie sie berührt werden wollen. Und manche von ihnen wissen wirklich nicht, ob sie es wollen oder nicht. Ja, es gab da noch mehr. Mehr als Handjobs oder Blowjobs – aber würde ein Mann die angetraute Ehefrau als Expertin für die sinnlichen kleinen Extras bezeichnen? Wahrscheinlich nicht – er würde gar nicht darüber reden. Einmal, um dich als Partnerin zu schützen, aber auch, um seine eigenen Gelüste zu verschleiern. Und über den Rest wird er schon gar nicht reden – über den Po, den After, den lustvollen Schmerz?

Das sehnliche Warten auf Vorschläge

Viele Männer warten auf Vorschläge, erste Schritte seitens der Ehefrau, der Partnerin und manchmal auch einer Fremden. Sie warten darauf, dass ihr Körper ganz und gar angenommen wird und dass ihre Emotionen von der Last des „Ungehörigen“ befreit werden.

Erniedrigend? Nein, erhellend und lustvoll

Und du, Ehefrau, Partnerin, Freundin, Geliebte?

Hilf ihm, das zu erleben, was in seinem emotionalen Gefängnis schlummert, und beschenke ihn mit neuen, ungewöhnlichen körperlichen Berührungen.

Ist es erniedrigend? Ich muss über diese Frage immer lächeln. Für ihn ist es nicht erniedrigend, wenn du ihn vorsichtig zu einem lustvollen Abenteuer aufforderst. Du wirst doch nicht mit der Tür ins Haus fallen? Denk immer an die Schwelle, die er für sich überwinden muss: den Männlichkeitswahn. Das dauert manchmal etwas – aber je mehr neue Vergnügen dein Mann mit dir erlebt, umso mehr kann er auf die zur Schau getragene Männlichkeit verzichten. Jedenfalls bei dir. Und drauf kommt es an.

Für dich ist es alles andere als erniedrigend. Je mehr du von ihm gesehen und befühlt hast, je intensiver du mit ihm „spielen“ kannst, umso mehr Macht hast du über ihn. Und das wichtigste: Je mehr seiner Fantasien du kennst, umso besser kannst du ihn einschätzen, und mithilfe seiner Lüste führen.

Ich hätte beinahe vergessen: Je intimer du ihn berührst, umso mehr kannst du anhand seiner Reaktion feststellen, was sein Körper dir sagen will, sein Mund aber selten ausspricht. Und all das gibt dir Macht über ihn.

Bild: Original von Bernard Montorgeuil aus "Barbara", dort deutlich erotischer, für die Veröffentlichung hier retuschiert und nachkoloriert. Auf dem Original ist die Begeisterung des jungen Mannes deutlicher zu sehen.

Klischees, Cougars, Verführerinnen und Perversionen

Vision einer sinnlichen, älteren Cougar
Klischees treffen wir allzu oft dort an, wo wir eigentlich erhellende Gedanken erfahren. Beispielsweise in der Literatur. Seit es betont lustvolle viktorianische Romane gab, erfuhren wir von Verführerinnen, die deutlich älter sind als die jungen Männer. Dem Zeitgeschmack der Epoche folgend, waren die jungen Männer naiv, ihre weiblichen Gegenstücke hingegen so durchtrieben, ihre Unerfahrenheit zu nutzen und die jungen Herren in Lust und Schmerz in die Welt der Sinnlichkeit zu entführen.

Das Prinzip der viktorianischen Romane: durchtriebene Verführerin, naiver Jüngling

Seit dem Roman „Gynecocracy“ der die Erfahrungen eines jungen, naiven Gentlemans mit einer verführerischen Gouvernante schildert, werden Beziehungen zwischen erfahrenen und hinreichend skrupellosen Damen immer wieder verwendet. Zu viktorianischen Zeiten spielten die Gedankenwelten Freuds noch keine Rolle. Spätere Autorinnen hingegen bemühten sich, diesen Mythos zu verbreiten: Der ältere „perverse“ Mann muss ein „Jugenderlebnis“ mit einer schönen, überaus niederträchtigen Frau gehabt haben.

Die Ideen von Herrn Freud fließen in den Cocktail der Klischees ein

In den „Shades of Grey“ (Autorin: E. L. James) ist es die geheimnisvolle „Mrs. Robinson“, die als Verführerin herhalten muss. Befragt welche Praktiken der Herr Grey schon kennengelernt hatte, fällt auch der Begriff des „Analverkehrs“, und die Autorin erklärt, wie ein feiner Gentleman zum analen Vergnügen kam (und nicht nur dazu, wie ihr sicherlich gelesen habt). Nach einem längeren Geplänkel sagt Herr Grey, seine Erfahrung beruhe auf deiner Aktivität eben jener „Mrs. Robinson“, die dazu „einen langen Gummi-Dildo als Strap-On“ benutzt hätte. Bei Gigi Martin („Die Herrin“) wird dem masochistischen Geschäftsmann „Burt“ ebenfalls eine Jugenderinnerung mitgegeben. Auch hier wird als frühe Erfahrung eine ältere Gouvernante ins Rampenlicht gebracht, diesmal wie in pornografischen Klischees üblich, mit Leder-Slip und Leder-BH bekleidet.

An diesen Beispielen mag jeder erkennen: Je klarer die Rollen im Geschlechterspiel verteilt werden, umso mehr werden Männer, die nach Lusterfüllung lechzen, in den Schuhkarton der „Perversen“ gedrängt. Da musste selbst die gängige Küchenpsychologie herhalten, die sich immer noch auf Sigmund Freud beruft.

Die Rollenverteilung und die aktive Verführerin heute

Um dem etwas entgegenzusetzen, muss man im Grunde nur das „Skript“ ändern. Bis weit ins 21. Jahrhundert hinein erkennen wir noch die „feste Rollenverteilung“, die mal im Vordergrund, mal im Hintergrund das Geschehen bestimmt:

1. Männer suchen sexuelle Lust – Frauen wollen begehrt oder umworben werden.
2. Sex heißt Geschlechtsverkehr (PiV) und Fellatio (Blowjob). Es geht also darum, von der Frau Lust zu empfangen.
3. Männer sollen die Choreografie beim Sex schreiben, Frauen sollen sie tanzen.
4. Frauen sollen während des Geschlechtsverkehrs „kommen“. Das sei ein „gegenseitiger Anspruch“ aneinander.

Solange dieses Konzept fest in die Köpfe eingegraben ist, ändern sich die Verhältnisse nicht – und es bleibt solange einbetoniert, wie sich Männer einerseits und Frauen andererseits an ihm orientierten. Die sogenannten „Cougars“, also ältere Verführerinnen, waren Pioniere darin, dieses Konzept zu durchbrechen.

Andere Skripte im Kopf - sinnlichere Lust

Das Grundkonzept besteht darin, dass jüngere Männer neugieriger sind und bereiter, ihre „inneren Skripte“ aufzugeben. Anders als die viktorianischen Jünglinge des ausgehenden 19. Jahrhunderts sind sie nicht mehr so „naiv“, aber deutlich lernwilliger. Ein Psychologe schreibt dazu:

Cunnilingus … ist der Schlüssel zu den Orgasmen und der erotischen Befriedigung der meisten Frauen. Viele Cougars sagen, sie hätte erfolglos versucht, gleichaltrige Liebhaber zu überzeugen den Oralverkehr an ihnen zu vollziehen. Sie stellten fest, dass jüngere Liebhaber offener für ihre Wünsche und Anregungen waren und sich nicht scheuten, jedes Mal einen ausgedehnten Cunnilingus zu geben.

Wer bestimmt, wie der Geschlechtsakt abläuft?

Ähnliche gilt für die gesamte „Choreografie“ des Liebesakts. Männer glauben, dass sie verpflichtet seien, Frauen mithilfe der Penetration einen Orgasmus zu verschaffen, was offenbar nur in wenigen Fällen gelingt. Unabhängig von den Praktiken, die zur Anwendung kommen, sind es die Hinweise der Frauen, die Männer zu besseren Liebhabern machen. Und die Beziehung zwischen einem recht jungen Mann, sagen wir zwischen 20 und 30, und einer reifen Frau hat deshalb einen enormen Nutzen. Im Grunde, so heißt es weiter, seinen die jungen Männer noch „gelehrig“ und dies nützte letztendlich beiden.

Wenn nicht die erfahrene Frau - wer lehrt die jungen Männer dann?

Werfen wir einen kurzen Blick auf die anderen Möglichkeiten junger Männer in die „Liebeslehre“ zu gehen. Gleichaltrige Frauen ähnlicher Bildung interessieren sich für diese Männer bekanntlich „nicht die Bohne“. Also gab es nur drei Möglichkeiten für sie: das Bordell, das Einlassen auf eine ältere Partnerin mit viel Erfahrung oder (in typischen Klassengesellschaften) bei den „niedrigen“ Ständen, in denen die Sexualität nicht tabuisiert war. Was sie dabei „lernten“ war aber nicht das, was sie benötigten, um Frauen zu gefallen oder ihnen erotisch zu begegnen. Sie erlernten dabei üblicherweise nur, wie der normale (kurze) Geschlechtsverkehr zu vollziehen war. Es war eher eine grobe Vorbereitung auf „richtige Beziehungen“ als eine Offenbarung.

Daran hat sich übrigens wenig geändert. Ein Mann in seinen 20ern ohne sexuelle Erfahrung wird von Frauen im Allgemeinen gemieden. Das liegt nun wieder darin, dass Frauen passenden Alters keine „Sexlehrerinnen“ für „Anfänger“ sein wollen.

Für diesen Artikel wurden Ideen und Hintergründe aus „Psychology Today“ über Cougars genutzt.

Die Woche: Mythen, Wahrheiten und Lüste

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Kampftage für die Liebe – das scheint mir derzeit plausibler als „Kampftag der Arbeit“. Was wir so alles mit uns herumschleppen – „Tag der Arbeit“, „Christi Himmelfahrt“ aka „Vatertag“, „Frauentag“, „Muttertag“ … ich kann es wirklich nicht mehr hören.

Der Mai ist gekommen ... oder doch noch nicht?

Nachdem das gesagt ist … kommen wir mal zum Mai. Vom Wonnemonat kann wahrlich nicht die Rede sein. Noch stehen wir unter Lockdown und Corona-Furcht, und das Wetter verleitet nicht gerade dazu, auf der Parkbank das Höschen herunterzulassen. Doch weil sich alles ändert, müssen wir von der Zeit nach der Pandemie reden.

Nach der Pandemie - so weiter wie vorher?

Miss Y hat mal nachgelesen, wie Frauen vorgehen wollen, wenn sie wieder in die Welt hinausschwirren können wir die Kolibris. Es gibt immer zwei Möglichkeiten und eine Dritte – mehr desselben, etwas anderes oder lieber gar nichts dergleichen. (Ist ein Leitsatz der Problemlösungstheorie, wirklich).

Beziehungsfrauen, Escort-Frauen und "würdevolle Behandlung"

In den letzten Wochen blasen „die üblichen Verdächtigen“ uns Sätze ins Ohr wie „Dating mit mehr Respekt und Würde“ anzugehen. Ich habe genau hingeschaut - außer Psychologen, Paarberatern und den üblichen Moralaposteln fordern vor allem teure „Escort-Frauen“ an, „respektvoll“ behandelt zu werden.

Die Psyche - immer wieder als Thema beliebt

Die Psyche wird auch immer wieder strapaziert – wir lernen sie als Träger der Freude und des Schmerzes kennen, und zumeist wird sie – nach Sigmund Freud – als eine Art „ewiger Kondensator“ für Gefühle betrachtet. Wie verhält es sich nun aber mit „Körper und Psyche“? Ubi forscht … und weiß nun so viel wie du auch: Bei jedem Menschen verhält sich die „Sache mit Körper und Psyche“ unterschiedlich. Sogar beim Einfluss der sexuellen Aktivitäten nach dem ersten Date.

Nein, Frauen sind keine begeisterten Masochistinnen

Apropos Psyche: Die Lust am Schmerz, häufig Masochismus genannt, ist höchst real und die Wirkung auf die Psyche ist nicht wirklich erforschbar. Stattdessen wird der Mythos gepflegt, Frauen seien von Natur aus devot und würden sich jederzeit dem Masochismus zuneigen. Nein, tun sie nicht. Es ist ein wahrhaftig ein Mythos.

Bleibt beim Date im "Hier und Jetzt"

Von mir gab es einen Tipp: Versuche immer, im Hier und Jetzt zu leben - auch beim Date. Nicht im Dort und Damals und recht wenig im „Irgendwann und Dann“. Zwar willst du mit deiner Verabredung in der Zukunft leben – aber es gibt keine Zukunft ohne Klarheit über die Gegenwart.

Sehpferds Jubiläum, eine Bitte und Humor

Das Gute zuerst: Das „bloggende sehpferd“, mit dem alles begann, ist nun über 20 Jahre alt geworden – Zeit für mehrere Rückblicke. Ich verzichte auf Berichte über all die Neider, aufbrausende Akademiker(innen) und andere böswillige Gestalten, die versucht haben, mir das Wasser abzugraben. Und Hallo – eine Webseite über die Liebe darf nicht dort haltmachen, wo Peinlichkeiten und Schamgefühle die Lippen üblicherweise verschließen.

Zum Humor: Küsse, Pandemien und Wissenschaften – anno 1920. Man küsse einander durch Siebe, sagen angebliche Wissenschaftler – aber der Unterton verrät, dass es nicht ernst gemeint ist.

Ja, da wäre noch etwas. Die größten Expertinnen und Experten für die Lust sind meine Leserinnen und Leser … aber leider verstecken sie sich in ihren Kaninchenlöchern. Könnt ihr das bitte ändern?

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr bald den Mai bei linden Lüftchen auf Parkbänken genießen könnt - oder wo sonst eure Liebe erwachen mag.