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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Schlafen sich Frauen weiterhin hoch, um Karriere zu machen?

Die Ausstrahlung zählt mindestens soviel wie ein Master-Studium
Die „Geschlechterfrage“ ist ein beliebtes Thema in Wirtschaftsunternehmen. Gerne wird behauptet, dass Frauen „mit einem Anteil von unter 30 Prozent ... in der Führungsebene weiter unterrepräsentiert“ sind. Das ist nachprüfbar – vergessen wird aber, dass dafür nicht ausschließlich die Männer verantwortlich sind. Denn wer die Karriereleiter nach „ganz oben“ schaffen will, erhält nicht nur Privilegien, sondern wird auch eine Art „Gefangener der Karriere“ – und in diesem Fall eben eine Gefangene.

Ich lese gerade einen Artikel über Büroromanzen, aus dem auch das Zitat stammt. Einer der Kernsätze des Artikels ist:

Grob zusammengefasst könnte man nämlich sagen: Männer schlafen sich runter und Frauen hoch.

Büroaffären und Sex

Hat das etwas mit „Büroaffären“ zu tun? Zunächst ja – in Büros, insbesondere in Teams, entsteht Nähe, und Nähe kann zu Beziehungen führen – und zu Affären. Doch Sex offensiv einzusetzen, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, verlangt eine genaue, eiskalte Kalkulation von allen, die es probieren. Und es ist ein Risiko – von Frau zu Mann, von Mann zu Frau, von Frau zu Frau und von Mann zu Mann.

Der heruntergeschlafene Mann

Wenn Männer sich „runtergeschlafen“ haben, dann vor allem, weil sie der Meinung waren, dass sie sich „nehmen konnten, wen sie wollten“. Sie setzten also ganz bewusst illegale Mittel ein oder sie nahmen solche Mittel billigend in Kauf. Und es ist völlig klar, dass die meisten dieser schmutzigen Affären oder die Versuche dazu unter den Teppich gekehrt wurden.

Schlafen sich Frauen weiterhin hoch?

Ich stelle mal die Gegenfrage: War es jemals ein Vorteil, sich in bestimmte Positionen „hineinzuschlafen“?

Das ist sicherlich eine Meinungsfrage, für die es keine ausreichenden Belege gibt – aber ich wage, sie mit „absolut selten“ zu beantworten. Dazu musste der Chef oder die Chefin zunächst mal die Macht über die Höhe des Gehalts und die Besetzung bestimmter Positionen haben. Ganz zu schweigen von der Kombination aus Entschlossenheit und Selbstüberwindung der Person, die versucht, Sex als Tauschmittel einzusetzen.

Bewerber mit postiver Ausstahlung werden bevorzugt - Frauen wie Männer

Sicher ist, dass zwischen zwei gleichwertigen Bewerbern/Bewerberinnen oft nach der Ausstrahlung entschieden wird. Sobald ein sympathischer, offener und ansprechbarer Mensch für eine Position gesucht wird, greifen Firmen auf die äußere Erscheinung zurück. Wer das bezweifelt, sollte sich an die eigene Nase fassen und überlegen, wie er (oder sie) selbst entscheiden würde, wenn er (oder sie) dazu die Macht hätte.

Figur und Bild © 2026 by liebesverlag.de

Frauen, Karriere und Beziehungen - eine neue Sichtweise

Es gibt bereits einige Tausend Artikel, die sich mit der „Vereinbarkeit“ von Liebe und beruflichem Erfolg beschäftigen. Doch die meisten Artikel beruhen auf herkömmlichen Verhaltensweisen und Erwartungen, bekannten Ideologien und nicht zuletzt auf einem ethischen Konzept, das „edle“ Verhaltensweisen hervorhebt.

Sagen wir es in einem Satz: Das Konzept funktioniert schon lange nicht mehr. Nicht für Männer aber vor allem nicht mehr für Frauen, die sowohl die Liebe wie auch die Karriere suchen.

Je höher deine Position, um so näher bist du an der Realität

Eine Tätigkeit in der Wirtschaft erfordert vor allem, pragmatisch zu handeln - und je „höher“ die Position, umso schneller und effektiver muss entschieden werden. Das heißt aber auch, dass wir alle (also auch die Männer) nicht mehr an den bürgerlichen Idealen des 19. und 20. Jahrhunderts orientieren können – und auch andere Weltanschauungen nützen uns dabei kaum.

Dein Konzept, deine Ethik, dein Leben

Stattdessen werden wir aufgefordert, ein eigenes Konzept von Ethik zu besitzen – und allein dies erfordert zwangsläufig, dass wir es mit dem des Partners (der Partnerin) abgleichen. Das heißt, Beziehungen beruhen nicht mehr auf Grundsätzen, die einst „in Beton gegossen“ wurden, sondern auf Vereinbarungen.

Im Magazin „sehpferd“ habe ich einen Artikel veröffentlicht, der dich vielleicht verwundern wird, wenn du „psychologisch behaucht“ bist. Dabei geht es darum, einen eigenen Weg zu finden und ihn unbeirrt fortzusetzen, so lange er dir den Erfolg und die Zufriedenheit sichert.

Beziehungen benötigen Regeln - die Liebe bleibt aber ein freier Vogel

Die Liebe? Sie ist ein freier Vogel, der sich ohnehin kaum den Gesetzen der Ethik, der Religion oder einer anderen Glaubensrichtung unterordnet. Aber Beziehungen benötigen schon einige Regeln – und da gilt wieder: Es ist besser, darüber zu verhandeln, als etwas vorauszusetzen.

Ist es gut, dem akdemischen Edel-Frauenbild zu folgen?

Wenn ich mir das offiziell erwünschte Frauenbild ansehe, was an bestimmen Fakultäten unserer Universitäten entsteht, dann befällt mich Eiseskälte. Demnach müssten alle Frauen nahezu geschlechtslos sein, wegen des Sexismus, der sonst entstehen könnte.

Der Sexismus, so dröhnen täglich die Kanonen der Gender-Eiferer, geht zwar von Männern aus, aber das ist ja gerade das Dilemma. Männer denken immer noch, was sie wollen – wie schrecklich, und alle Macht des gleichgeschalteten Denkens, mag es von Gewerkschaftlerinnen, Sozialistinnen oder Kommunistinnen ausgeht, konnten daran nichts ändern. Dabei werden Frauen in Wahrheit abgewertet, denn wo es nur noch um Ausbildung, Abschlüsse, ein wenig Berufserfahrung und vielleicht noch um ein wenig Können geht, ist auch für Frauen die individuelle Freiheit in Gefahr. Man könnte den Eindruck bekommen, akademisch gebildete Frauen seien kaum mehr sind als die Humanressourcen der Wissenschaft – und manchmal auch der Wirtschaft.

Realitätsferne bei den Pseudo-Eliten

Das ist wenig, nicht wahr? Aber so stellen sich dass die Elfenbeintürmlerinnen dort in der realitätsfernen Forschung eben vor. Frauen sollen nicht nach Schönheit, Ausstrahlung oder Attraktivität beurteilt werden, sondern nach Studienabschlüssen und vielleicht auch ein bisschen nach Erfahrung und Können. Übrigens: Wehe, Sie sind Frau und haben keinen akademischen Abschluss, wenn die Stelle „eigentlich“ von einer Akademikerin besetzt werden sollte – auch wenn’s gar nicht nötig wäre. Dann blöken die Neidschafe.

Liebe Frauen aus den Pseudo-Eliten: Wenn wir von Einigkeit und Recht und Freiheit reden, oder auch von Freiheit, Gleichheit und Solidarität, dann sollen wir – endlich – einmal akzeptieren, dass sich jeder Mensch so entwickeln darf, wie er es sich vorstellt. Er muss keinem Frauen- oder Männerbild entsprechen, und keine erfolgreiche Karriere in der Wirtschaft muss zwangsläufig auf einem Studienabschluss basieren.

Die Verfassung und die Menschenrechte garantieren das Streben nach Erfolg

Wir alle sind frei und gleich geboren, und wir dürfen nach Glück und Erfolg streben, gleich, wie wir dieses Ziel erreichen. Und wenn wir es erreichen, dann wollen wir keine Neidhammel und Neidschafe, die neben uns blöken.

Was noch nicht ganz angenommen ist bei den Pseudo- und Neo-Eliten: Jeder hat das Recht, sich Lücken zu suchen, nicht konform mit der Masse zu gehen. Und jeder kann das „übliche“ System umgehen, überspringen einfach ignorieren oder umreißen, wenn er es schafft. Und ja sicher: Manchmal gibt es eine unverdiente Gunst, und manchmal erschläft oder erschleicht Frau oder Mann sich eine Gunst. Was möglich ist, wird eben auch gemacht. Am Ende steht der Erfolg. Basta. Es sind nicht die Schlechtesten, die auf diese Weise Karrieren gemacht haben, obgleich sie schlecht gemacht werden.

Es bleibt eben dabei: Neidhammel und Neidschafe finden immer einen Grund, anderen etwas zu neiden.

Sie dürfen gerne anderer Meinung sein - dann sagen Sie es doch einfach.

„Einen blasen“ – Geheimrezept für Frauenkarrieren?

Bevor Sie sich echauffieren – die Sache ist nicht von mir, sondern sie stammt aus der ARD, und zwar zur gefragtesten Sendezeit. Die neue TATORT-Kommissarin Conny Mey hat es in einem Krimi getan, der von den Kritikern über den grünen Klee gelobt wurde.

Nun schön, werden Sie sagen, in einem TATORT-Krimi – das sind doch Märchen für Erwachsene, oder etwa nicht?

Nicht ganz. Denn bislang war in nahezu jedem Tatort eine Art Moral verborgen, die das Fernsehen pflichtschuldigst beim Volk ablieferte. Also nehmen wir doch diesen Satz einfach als Moral, wie gewohnt. Oder wie sollen bitte die jungen Frauen unterscheiden, ob der TATORT jetzt die „gute Moral“,, die „böse Moral“ oder gar keine Moral mehr verkauft?

Die Kriminalistin im TATORT ist Polizistin in einem deutschen Kommissariat, nicht irgendeine Privatdetektivin. Sie möchte eine Information von einem Kollegen, die dieser ihr eigentlich nicht geben darf. Also schläft sie kurzerhand mit ihm, oder, in ARD-O-Ton, sie „bläst ihm einen“. Im Besitz dieser Information zu sein, wird unzweifelhaft ihre Karriere fördern – und genau das ist die Botschaft. Fragt sich, ob solche Botschaften nötig sind: „Wenn du einem Mann einen bläst, kannst du alles erreichen.“ Immerhin haben Polizistinnen, selbst wenn sie in ARD-TATORT-Märchen auftreten, noch Vorbildcharakter – oder etwa nicht?

Das Leben lieben und sich schön machen

Erotisches Kapital - woher bekommt man es nur?


„Ach, könnten wir nicht morgens ein bisschen später anfangen?“, fragte neulich eine schicke, sinnliche Dame den Seminarleiter. Der war verdutzt, denn er wollte die Zeit doch nutzen, um seine Seminarteilnehmer mit einem möglich perfekten Ergebnis wieder an ihre Arbeitsplätze zu schicken. Der Seminarleiter erklärte dann auch geduldig, warum man so früh beginnen müsse, und fragte schließlich nach: „Warum möchten Sie denn gerne, dass wir später anfangen?“

Die Dame stellte sich ein wenig auf die High Heels, ließ einen kleinen Ruck durch ihren Körper gehen, sah ihm dann tief in die Augen und sagte: „Wissen Sie, ich bin eine Frau – und ich möchte, dass ich perfekt geschminkt ins Seminar gehe, sonst ist der Tag für mich nur halb so schön.“

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Die Geschichte dürfte manche Karrierefrau zum Grübeln bringen – denn es ist eben nicht der Glanz des Geistes allein, der die Menschen zu guten Leistungen befähigt, sondern auch das Gefühl, rundum attraktiv zu sein. Insofern gehören zu den „Soft Skills“ eben auch die Ausstrahlung, der Charme und die Gefühlskompetenz. Gerade jetzt ist das Thema schwer in der Diskussion – aufgrund eines Buches, das Frauen rät, ihr „erotisches Kapital“ gezielt einzusetzen. Natürlich hat die Autorin nun die gesamte Gutmenschenschaft gegen sich – vor allem die Gerechtigkeitsfanatiker und Extremfeministinnen. Ob nun aus dem Neidschaf-Geist (Neidhammel darf ich hier ja wohl nicht sagen) oder aus der vulgärfeministischen Geisteshaltung heraus – man sieht nicht gerne, wenn eine attraktive Frau schneller Karriere macht als eine minder Schöne.

Ist den Frauen eigentlich bewusst, welcher geistige Scheuklappenhaltung dies entspringt? Oder sind nur allzu viele Bildungsfetischisten geworden, die glauben, man habe „Anspruch“ auf einen Managementposten, wenn man eine ähnlich gute Ausbildung habe wie die Konkurrentinnen und Konkurrenten?

Chancengleichheit gibt es nur, wenn auch die Persönlichkeit stimmt – und zur Persönlichkeit kann durchaus Charme gehören. Dagegen spricht auch nicht, dass dieses Land gegenwärtig vorn einer Frau geführt wird, die alles andere als charmant ist. Sie sollte für keine deutsche Frau als Vorbild dienen, sondern als Beispiel dafür, dass es auch andere Mittel zur Macht gibt als Attraktivität. Diese Machtmittel allerdings gelten wieder als „typisch männlich“ – und genau das wollen die Feministinnen ja auch vermeiden. Da fragt sich natürlich, was Frauen denen nun überhaupt sollen, und diese Antworten finden wir garantiert nicht im Gutmenschentum.

Das Leben lieben und sich schön machen – das wäre eine Erfolgsformel für alle. Die fröhliche, attraktive Kennerin wäre den meisten von uns als Beraterin lieber als die verbiesterte, graumäusige Expertin – und wirklich: Nicht nur Männer denken so.

Zum Thema Ökonomie und Sexualität erschien in der Liebepur: "Sex ist am Markt - wer kauft ihn?"