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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Bewerbungen und Begegnungen – nüchtern betrachtet

Gewollt werden - kein Problem - oder doch?
Offenbar ist schrecklich verpönt, Bewerbungen mit Partnersuche gleichzusetzen. Ich allerdings vergleiche dies seit Jahren und werde deshalb immer wieder gerügt, weil beides angeblich völlig unterschiedlich abläuft und deswegen nicht vergleichbar ist.

Beziehungen werden romantisiert

Dabei machen meine Kritiker einen Fehler: Beziehungen werden romantisiert, also mit einem Zuckerguss von Gefühlen überzogen. Dabei werden viele Aromen zusammengemischt – künstliche und echte. Das ist bei der Jobsuche anders – hier steht – nach einer gängigen Auffassung – die Notwendigkeit im Vordergrund, irgendwie seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Bei Bewerbungen geht es darum, ob du gewollt wirst

Nimmt man diese Ansichten über die romantische Partnersuche weg, so bliebt etwas sehr Nüchternes übrig: Der Bewerber um die Gunst einer Person oder eines Unternehmens, will vor allem gewollt werden. Oder korrekter: Er/sie sucht nach Anerkennung. Für seine wundervollen Eigenschaften, für sein hartes Studium, für irgendetwas, was ihn auszeichnet. Manchmal sind es Fakten, aber ebenso oft sind es Illusionen.

Die nackten Prozesse – ohne Zuckerguss und Vorurteile – sind allerdings durchaus ähnlich. Hier kann ich zitieren, und das nehme ich gerne wahr:

"Du kannst dich den ganzen Tag lang auf alles bewerben, was du siehst, aber den einzigen Job, den du tatsächlich bekommen wirst, ist der, der dich zuerst kontaktiert hat, dich gesucht hat und dich haben will“.

Vergessen wir mal das holprige Deutsch: Genauso ist es. Du bekommst nicht, was DU willst, sondern du bekommst jemanden, der DICH will.

Wenn Bewerber(innen) rar sind

Na schön – das Ganze hätte ich auch mit dem Markt begründen können. Ist dasjenige oder derjenige, das/den du „haben“ willst, sehr selten, dann ist es meist sehr schwer, es/ihn/sie auch zu bekommen. Also suchen Personalchefs oder „Kopfjäger“ oft verzweifelt nach Bewerbern. Auf der anderen Seite sagen manche Bewerber, dass sie einfach keine Jobs finden. Meistens, weil es zu viel Bewerber gibt und zu wenig Jobs.

Bewerben als Partner(in) - wollen und gewollt werden

Und bei den Bewerbern um die Gunst der Damen? (oder auch der Herren, soll ja gelegentlich vorkommen). Es kommt nicht darauf an, wie viele es gibt, sondern wie viele für eine Beziehung bereit sind. Wir reden also von Marktteilnehmerinnen, die jetzt und hier verfügbar und bereit sind. Sie wollen gewollt werden, aber das heißt nicht, dass sie auch dich wollen. Und ob sie dich wollen, hängt davon ab, ob sie dich körperlich, geistig und emotional für „gut“ befinden. Wenn das der Fall ist, laden sie dich vielleicht ein, mit ihnen das Bett den Tisch oder ihr ganzes Leben zu teilen. Du hast noch die Chance, „Nein“ zu sagen.

Falls nun jemand einwendet, dass es ja noch so etwas wie Liebe gibt – ja, das stimmt. Aber „Liebe“ entsteht unabhängig davon – und sehr selten beim „ersten Date“.

Zitat aus: "businessinsider".

Ubomis Zettelkasten - der sanfte Mann ist dankbar ... aber wer will ihn eigentlich?

„Die sanften Männer sind dankbar dafür, was du ihnen schenkst, die Starken holen sich ohnehin, was sie wollen.“

(Aufgeschnappt jetzt, Februar 2024)

Ja sicher, der Spruch ist neuen Datums. Und überhaupt in keiner Weise sozial korrekt. Aber es scheint so, als ob er schon seit langer Zeit gilt. Hanne Wieder sang dies vor langer, langer Zeit – man schrieb 1962. Und das war vor mehr als 60 Jahren.

Blasse kenn' ich, zarte und nervöse
nur im Traum erscheint mir dann und wann
… ein Neadertaler.

Schön sozial inkorrekt mit Seufzer

Ich habe oft daran gedacht, darüber zu schreiben, und manchmal habe ich es getan. Was ich nicht schrieb, steht im Liedertext – sozial völlig inkorrekt, versteht sich. Denn in Wahrheit sucht die ganz gewöhnliche Frau, die auf Partnersuche ist, den saften Geliebten, den zupackenden Geliebten, und von vielen anderen Merkmalen eben auch beide Pole der Persönlichkeit. Anders ausgedrückt: den selbstlosen Erfüller der jeweiligen Bedürfnislage.

Im Lauf der Jahre habe ich dann begriffen: Dieses Thema eignet sich ausschließlich für Satiren. Damals wie heute. Oder doch nicht?

Textauszug aus "Der Neadertaler", geschrieben von Günter Neumann.

Warnung! Menschliche Intelligenz am Werk

Wahrscheinlich habt ihr schon einmal irgendwo diese Warnung gelesen (klein, unter den jeweiligen Textbeiträgen in Blogs):

Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein.

Ich habe mich entschlossen, die Sache mal auf die Spitze zu treiben und sage:

Ich warne euch ausdrücklich davor, dass alle Artikel, die ihr hier lest, durch menschliche Intelligenz entstanden sein könnten.

Natürliche Dummheit und künstliche Dummheit

Solltet ihr einen Artikel finden, der nicht diesem Anspruch folgt, so entstammt er natürlicher Dummheit. Menschen verfügen zumeist über beides. Wobei wir wieder bei künstlicher Intelligenz wären – oder bei künstlicher Dummheit. Denn „objektiv“ kann der Benutzer des Internets oft nicht entscheiden, ob es sich tatsächlich um eine „künstliche Intelligenz“ handelt oder um ein Produkt menschlicher Dummheit, das auf Datentechnik basiert. Das ist dann „Artificial Stupidity“.

Merkwürdig – es gibt bereits einige Dutzend sehr positiver Erläuterungen zur KI – und manche sind so einfach, dass sogar der Laie glaubt, sie seien aufrichtig ermittelt. Aber es gibt kaum ausführliche Erläuterungen darüber, was künstliche Blödheit bedeutet.

Künstliche Blödheit begegnet dir oft als künstliche Intelligenz

Auf künstliche Verblödung wirst du vermutlich häufiger treffen als auf künstliche Intelligenz. Kürzlich wurde eine angebliche „KI“ entzaubert, mit deren Hilfe eine sehr große Anzahl ähnlicher Gedanken, Personen oder Produkte festgestellt werden kann. Die Wahrheit: Solche Programme sind fast so strohdoof wie „Eliza“, das erste KI-Programm überhaupt.

Und das Geheimnis? Supersimple Programme werden darauf getrimmt, Ähnlichkeiten festzustellen. Das allein aber bringt nicht den Erfolg – nun müssen riesige Datenbanken her, die alle auf diese Ähnlichkeiten hin abgefragt werden. Das Prinzip wird heute überall genutzt und läuft wahrhaftig unter dem Namen „künstliche Intelligenz.“ Da ich gerade das Wort „Ähnlichkeiten“ gebraucht habe: ein furchtbar schwammiger Begriff, dessen Wahrheitsgehalt dehnbar ist.

Anwender - Händler, Matchmaker, Autoren und viele andere

Wir hatten bereits festgestellt, dass von der künstlichen Intelligenz (wie auch von der künstlichen Dummheit) Waren, Menschen, Gedanken, Sätze und Ideen gesammelt werden können. Meist werden damit Waren empfohlen, weil die AI/KI/AS/KD glaubt, sie seien ähnlich mit dem, was wir schon gekauft haben. Im Bereich der „Matchmaker“ stellt sie fest, welche Eigenschaften der Person A zur Person B passen würden – und das tut sie zwar ziemlich unqualifiziert, aber dennoch erfolgreich. Und bei den Gedanken, Ideen, Absätzen und anderen Themen stellt sie Ähnlichkeiten zusammen. Und deshalb „schreibt“die künstliche Dummheit auch Kurzgeschichten.

Uff … ja, das ist die Wahrheit.

Wenn ihr hier in der Liebeszeitung etwas lest, ist es entweder menschlicher Dummheit geschuldet – oder wir sind auf etwas hereingefallen. Auch das kommt vor. Aber in dieser wundervollen Zeitung verwenden wir fast immer eigene Gedanken. Und deshalb warne ich hier jetzt mal ganz offiziell:

Warnung! Menschliche Intelligenz am Werk.

Das musste einfach mal gesagt werden, oder?

Die Kunst das Badewasser einer jungen Schönheit zu genießen

Luxusbad - nur für die Gesundheit, versteht sich
Hast du je daran gedacht, das Badewasser einer schönen jungen Frau zu schlürfen? Nein, niemals? Bist du euch ehrlich?

Klingt es dir in den Ohren? Da war doch dieses Lied, das Wünsche hervorzerrt, nicht wahr?

„Lass mich dein Badewasser schlürfen…“

Drum schlürfe, wer mag

Kannst du dir das Szenario vorstellen? Du hast die Dame gebeten, ganz auf Seife oder Badezusätze zu verzichten. Wolltest du das Badewasser wirklich ausschlecken oder reicht dir eine Kostprobe? Vielleicht interessierte dich nur der Rest, durchsetzt mit Schweiß und Hautschuppen, der gerade träge in den Abfluss wandert? Befremdet? Ach ...?

Dasselbe noch einmal für alle, die in Sektlaune sind

Ach – es mag durchaus sein, dass deine Traumfrau in Champagner badet, während du sie anhimmelst. Soweit es sich wirklich um echten Champagner handelt, ist so etwas nahezu unerschwinglich. Aber es geht auch mit den Hausmarken der Winzer und Händler. Eine Wanne fasst etwa 180 Liter. Die Dame verdrängt davon je nach Bedeckung noch mal mindestens 50 Liter. Bleiben noch ungefähr 130 Liter zu je sechs Euro der Liter… doch was ist schon Geld, wenn das Vergnügen so nahe ist? Schon überlegt der Voyeur, ob er die Dame wohl überreden könnte, auf das Champagnerbad ganz zu verzichten. Schließlich könnte man ihr, während sie das warme Bad genießt, doch von oben her kühlen Sekt über die Haut rieseln lassen? Wechselbäder der Gefühle? Sehr attraktiv!

(An dieser Stelle wäre der Hinweis angebracht, dass es nicht ganz einfach ist, 130 Liter Sekt samt Flaschengewicht in den dritten Stock zu transportieren – möglicherweise das beste Argument, gar kein Blubberwasser zu verwenden.)

Aquapihlia, Duschen, Zuber und Erektionen

Es geht auch anders. Eine Freundin berichtet, dass sie schon mit vielen ihrer Lover die Dusche oder die Badewanne geteilt hat. „Aquaphil sind sie doch alle“, sagte sie und meint die Männer, die unter der Dusche oder auch im Badezuber eine Erektion bekommen. Mit Sekt oder ohne. Schon im Mittelalter sollen die damaligen Bader neben Zubern auch Betten vermietet haben … der Appetit kommt beim Essen, die Lust beim Baden. Fehlen nur noch die Bademägde.

Das Wasser tropft ab … wie schade

Oh, ich vergaß etwas sehr Wesentliches, falls das Schlürfen nicht so „dein Ding“ ist. Wenn die Dame wirklich gebadet hat und gerade der Wanne entstiegen ist, dann tropft das Wasser von ihr ab. Nachdem der Jüngling also darauf verzichtet, das Badewasser in irgendeiner Form zu schlürfen, wenden wir uns der nächsten Zeile zu – ja, der vom „Badewasser“.

Die Gelüste werden darin differenzierter. Der Herr wünscht, die Dame zu frottieren, zu vermessen und an sich zu drücken. Schließlich gelüstet es ihn noch, die Fußsohle zu küssen – da können wir immerhin hoffen, dass er nicht alles zugleich zu tun wünscht.

Von den Hügeln oben bis zum Tal unten

Wir hörten, bereits, dass die Dame die dem Badewasser entstieg, über eine beachtliche Busengröße verfügte. Doch warum sollte er sie vermessen, wo doch das Gute nun so nahe liegt? Hast du eine bildhafte Fantasie? Siehts du die Dame vor dir? Den nackten Körper, der gerade der Badewanne entstieg, das Wasser, das noch an ihrem Körper klebt, die Tropfen, die herunterrinnen und schließlich auf den Boden fallen. Tropf, tropf.

Frottieren? Ach, das hat noch Zeit … denn die letzten Tropfen vom Körper der Dame abzuschlecken, ist mutmaßlich attraktiver, als ihr Badewasser zu verkosten.

Hinweise: Das Lied, das von Jazzcombos stets mit "Badewasser" angekündigt wird, heißt eigentlich "Whispering". Zum Erfolg wurde es ohne den frivolen Text durch die Interpretation der Paul Whiteman Bigband (ca. 1920). Die Badewasservariante stammt von den Comedian Harmonists. Der hier veröffentlichte Texte ist eine Satire, zugleich aber auch eine Kampfansage an KI-gestützte Storys. Aus gutem Grund veröffentlicht die Person im Hintergrund nicht unter ihrem eigenen Namen.

Erotische Geschichten und künstliche Intelligenz

Was zeichnet eine Autorin aus, die massenhaft erotische Essays, Kurzgeschichten, Novellen oder gar Romane schreibt? Ihr werdet euch wundern: in der Regel, dass sie keine Ahnung von dem hat, worüber sie schreibt.

Auch ohne KI: erotische Bausteine, sinnlos aneinandergereiht

Seit es das Internet gibt, werden Fragmente aus bestehenden Geschichten verwendet, um den Anschein zu erwecken, wirkliche Erlebnisse zu schildern. Meist wird nicht einmal danach gefragt: „Geht das eigentlich wirklich technisch?“

Die zweite Frage ist schwieriger: „Hat meine Geschichte einen glaubwürdigen sozialen oder emotionalen Hintergrund?“ Und daraus ergibt sich dann eine weitere Frage: „Wie schildert man eigentlich, was die Heldinnen und Helden der Lust selber fühlen?“

In den Geschichten, in denen „Erotik pur“ verarbeitet wird, gibt es keine echten Gefühle, keine glaubwürdigen Begegnungen und keine durchgehenden Handlungen. Der professionelle Rat, dass gute erotische Literatur wenigstens „aus Sex und noch etwas anderem“ bestehen sollte, wird konsequent ignoriert.

Dasselbe noch einmal – mit KI

Was hat nun „künstlicher Intelligenz, also AI oder KI damit zu tun?

Nun, solche Programme tun das Gleiche, was die unbedarften Autorinnen und Autoren tun. Sie suchen nach ähnlichen Ausgangssituationen, teilen die Handlung in mindestens drei Abschnitte und enden mit einem recht allgemeinen Schluss, der oftmals moralisierend daherkommt. Zumeist wirkt die Erotik „aufgesetzt“ und damit fast lächerlich. Eine der erotischen Geschichten, die uns kürzlich aufgetischt wurde, beginnt mit „Es war einmal“ – geschrieben von einer KI.

Die Idee - schlagt die angebliche "KI" mit ihren eignen Waffen

Unser Autor Ubomi Ulobi hat nun eine Idee: Wie wäre es, wenn wir einige kurze erotische Geschichten veröffentlichen würden, die garantiert nicht von einer „künstlicher Intelligenz“ erzeugt wurden? (1) Im Grunde ist es einfach: Du arbeitest nach dem gleichen Schema (nach dem gleichen Plot), den auch die KI nutzt. Dann setzt du sie aber völlig unvorhersehbar zusammen, sodass daraus eine völlig unpassende Handlung, ein unpassender Rat oder eine sinnlose Story wird. Am Ende wirst du sehen, dass es gar nicht so einfach ist, Unsinn zu erzeugen.

Die Frage wäre: Wie würden unsere Leser(innen) darauf reagieren? Was würden die KI-Experten dazu sagen? Welche Ideen werden die Autorinnen und Autoren, Laien wie Profis, dazu beitragen?

Für unsere eigenen Versuche, Erotikgeschichten zu verwirren, haben wir eine Autorin erfunden: Hanne Lore Meinerwerks. Von ihr behaupten wir, dass sie - völlig ohne künstliche Intelligenz - absolut intelligenten erotischen Unsinn verfassen kann. Ein Beispiel findet ihr bereits heute.