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Warum das menchliche Leben selten der Wissenschaft folgt

Ich lese gerade, dass jemand seine Bedürfnismatrix aufgestellt hat.

Nun habe ich von Grund auf etwas gegen die Psychologisierung der Emotionen, weil ich glaube, sie sind einfach da, und man kann sie, wenn man dies möchte, für sich selbst beschreiben, ohne sie zu katalogisieren.

Wer so etwas wie eine Bedürfnismatrix gar nicht kennt: Die Basis ist stets das nackte Überleben, dann das Streben nach mehr Sicherheit für die weitere Entwicklung, und schließlich die sozialen Bedürfnisse. Ist diese Basis aufgebaut, dann geht man an die Persönlichkeit heran, und dabei kommen dann auch Sex, Lust und Kreativität zur Geltung.

Nur: Das ist ein Modell - und nicht mehr. Sich eine persönliche Bedürfnismatrix zu erstellen, ist gefährlich, weil sich die grundlegenden Bedürfnisse ständig mit mit Lüsten und Begierden paaren. Besser ist, sich Entscheidungsvarianten für den Konfliktfall aufzubauen. Was wäre also, wenn sich ein Bedürfnis, beispielsweise Freundschaft, mit einem anderen (beispielsweise sexueller Begierde) kreuzt?

Das Leben schreibt seine eigenen Regeln. Sie entsprechen fast nie dem, was den Gehirnen von Psychologen, Soziologen oder Ökonomen entspringt. Der wesentliche Grund dafür liegt im Gehirn selbst: Es findet Lösungen assoziativ und spontan und hält sich weder an Regeln der Moral noch an die der Logik.



Der jüngere Mann – ein guter Lover für Frauen über 50?

Nicht lange fackeln, wenn der Mann gefällt
Was ist, wenn du 56 bist, du schon viel zu lange Single bist und dir einen Liebhaber wünscht? Dann kannst du etwas tun, was nicht nur wundervoll, sondern auch ausgesprochen gesund für dich ist: Nimm dir einen deutlich jüngeren Lover.

Wer darf es sein? Du muss ihn mögen und sonst gar nichts

Du brauchst nur ein einziges Kriterium, nämlich die Antwort auf die Frage „gefällt er mir?“ Wenn das so ist, dann kannst du auch mit ihm schlafen. Er wird dich wundervoll finden, wenn du dich chic kleidest, gebildet, charmant und zuvorkommend bist und und weißt, wie man einen Mann im Bett erfreuen kann. Frag dich nie, was er von dir denkt, wenn er dich nackt sieht. Frag dich, wie er sich fühlen wird, wenn er am nächsten Morgen aufsteht und das wundervolle Erlebnis hatte, mit einer wirklich reifen Frau zu schlafen.

Setze deine erotische Raffinesse ein

Ob dich die jungen Männer wollen? Ja sicher. Wenn du genügend erotische Raffinesse hast, dann hast du enorme Vorteile gegenüber den jungen Frauen, die erst einmal herumzicken, bevor sie einen Mann Sex schenken. Du ahnst gar nicht, wie froh manche jungen Männer sind, wenn Sie wirklich einmal schönen, bedingungslosen Sex haben können.

Mit spätestens 40 den ersten Versuch machen

Wenn du über 40 und Single bist: Fang damit an, junge Männer zu treffen. Du hast deinen Spaß dabei und sie auch. Einen festen Partner kannst du parallel weitersuchen, wenn du willst. Denn sehr wahrscheinlich bleiben die jungen Männer nicht – aber wolltest du das denn wirklich?

Und wie ist das mit deinem Ansehen? Klar werden sich manche Frauen das Maul über dich zerreißen, aber glaub mir: kammheimlich beneiden sie dich, weil du Sex hast – und sie nicht. Also kümmer dich nicht darum, was Leute sagen. Du lebst heute.

Wie viel Erniedrigung brauchst du in der Liebe?

Du musst nicht so extreme Gedanken haben, um hier mitreden zu können
Erniedrigung ist zweiseitig. Mal wollen wir sie lustvoll erleiden, mal gewinnen wir Lust daran, sie auszuüben. Und mal erschrecken wir vor dem Gedanken, überhaupt solche Gelüste zu haben. Natürlich kann es sein, dass du sie nie hattest und empört bist … aber dann lies einfach woanders über die Liebe.

Frau Katze sucht sich ihre Lover selbst – und obgleich sie weiß, dass ihr dann die Erniedrigung droht und sie gellende Schmerzlaute in die Frühlingsnacht hinein schreit, gibt sie sich dem Kater hin. Die verstören Anwohner der Vororte erschrecken bisweilen und öffnen die Fenster weit, um zu sehen, was dort Furchtbares geschieht, und Kinder fragen manchmal, warum die Katze so erbärmlich schreit, als würde sie unter Folterqualen leiden.

Auch Frau Mensch folgt dem Ruf der Natur. Sie möchte, dass sie dieses sonderbare Lustgefühl mit einem Mann erlebt, will die Höhepunkte ihrer Lust gemeinsam genießen. Und sie wünscht sich, dass der Fluss warmer Spermaflüssigkeit just in dem Moment einsetzt, da sie die spitzen Schreie ihrer Wollust gegen die Schlafzimmertapeten schmettert.

Vanille und Zimt, schlecken und schlecken lassen?

Nicht jede „Frau Mensch“ fühlt das Gleiche. Anders als Frau Katze kann Frau Mensch ihr Liebesleben „ganz gewöhnlich“, aber auch „ganz anders“ gestalten. Wir können brav in „Vanille und Zimt“ machen, am Mann lutschen oder an uns lutschen lassen, die Augen leuchten lassen und den Lover ins Öhrchen beißen und ihm dann einflüstern, wie toll er war.

Pfeffer und Chili? Schmerzlüste und Unterwerfungen?

Wir können aber auch „Pfeffer und Chili“ wählen, uns als Herrscherinnen aufspielen oder als Sklavinnen, als Erzieherinnen oder als Zöglinge. Die Rolle erlaubt uns, etwas zu sein, was wir nicht wirklich sind. Zum Beispiel die grausame Frau Königin, die Schönste hier. Wir können mit dem spitzen Absatz unserer Schuhe auf der nackten Haut eines elendiglichen Männer-Wurms schmerzhafte Markierungen aufbringen. Wir können aber auch unterwürfig wie eine eine Hündin auf dem Boden kriechen, ein Hundehalsband tragen und rote Grütze mit Vanillesoße aus dem Fressnapf schlecken.

Alles hat sich verändert - die Lust ist unter uns

Mittlerweile wissen wir, wie viele unserer Schwestern ähnliche Gelüste oder wenigstens Träume haben, ja, wir haben erfahren, dass sie eigentlich ganz gewöhnlich sind. Doch wir haben auch erlebt, wie wenige von uns sich wirklich auf das Spiel mit der erotischen Erniedrigung einlassen, egal, in welcher Rolle.

Wenn wir alles können, warum probieren wir es nicht? Ich habe viele Frauen gefragt, und einige davon haben durchaus „schmutzige“ Fantasien. Gewollt hätten sie manche Dinge schon – nur getraut haben sie sich halt nicht. Vor allen Dingen, so haben sie gesagt, nicht mit dem „eigenen“ Mann, schon gar nicht, wenn sie Kinder haben. Was soll der Ehemann denn von der Mutter seiner Kinder denken, wenn sie plötzlich so seltsame Gelüste entwickelt?

Manchmal sehe ich geheime Tagebücher, in denen erotische Fantasien angedeutet oder beschrieben werden. Sie wurden nicht wirklich erlebt, dazu sind sie viel zu plakativ. Doch warum wurden sie dann aufgeschrieben? Weil wir sie entbehren, aber nicht mutig genug sind, sie auch zu erproben?

Was ist nur mit uns los? Wir versinken gerne in der süßen Schlagsahne der romantischen Liebe, über die wir eigentlich längst hinaus sind. Warum kosten wir eigentlich so selten von der scharfen Süße eines Currygerichts? Warum beherrschen wir nicht, wenn uns danach ist, und warum bitten wir unsere Lover nicht darum, uns zu erniedrigen, wenn es uns doch Lust verschafft?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage, aber nur wenige davon sind ehrlich. Als ich diesen Artikel zum ersten Mal veröffentlichte (1) , waren die „Shades of Grey“ noch nicht geschrieben, und die „Studie zur Normalität“ gab es ebenso wenig.

Heute frage ich also aufs Neue: Wie viel erotische Erniedrigung tut euch gut? Und findet sie in der Fantasie oder im Rollenspiel statt? (Ich hoffe, ihr erlebt sie niemals in der Realität). Und wie oft habt ihr euch gewünscht, einmal euren Lover erotisch zu erniedrigen? Waren es Träume? Oder habt ihr wirklich damit gespielt?

Ich weiß ja mittlerweile, wie still ihr werden könnt, wenn ich euch solche Fragen stelle. Aber schön wäre es eben doch, eine Antwort zu bekommen.

(1) Hinweis: Dieser Artikel erschien in ähnlicher, aber deutlich kürzerer Form im Magazin „Mehrhaut“ im Jahr 2011.

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Die Zeit der Rohrstöcke - ist sie heute vorbei?

Die Zeit der Rohrstöcke und was damit geschah - wissen Sie es? Ahnen Sie es? Haben Sie jemals einen Rohrstock gesehen oder gar gespürt? Wir geben Ihnen einen kurzen Abriss über den Stock als solchen - und warum es wenig Vergnügen bereitet, damit behandelt zu werden.
Die strenge Tante in der Fantasie


Was ist eigentlich ein Rohrstock?

Die meisten unter Ihnen werden weder in der Schule noch im Elternhaus jemals die Bekanntschaft mit einem Rohrstock. Dieser Stock wird aus Rattan (Peddingrohr) hergestellt. Weniger geläufige Bezeichnungen den Rohrstock sind „der gelbe Onkel“ oder „das spanische Rohr“. Im Englischen spricht man allgemein vom „Cane“. Es gibt sehr unterschiedliche Qualitäten, und jeder Hersteller behauptete (und behaupten noch) die besten Qualitäten zu produzieren, die dann klangvolle Namen erhalten. Um diese Materialien wird ein ungeheueres Brimborium veranstaltet, zum Beispiel, dass es Exportbeschränkungen für das Material geben würde und das es nur von Ureinwohnern aus dem Urwald gerodet wird.

Allgemein zeichnet sich Rattan dadurch aus, sehr leicht und ausgesprochen flexibel zu sein. Neben den vielen wohlanständigen kommerziellen Verwendungen, insbesondere im Möbelbau, wird das Material immer noch zur Herstellung von Rohrstöcken verwendet. Diese Rohrstöcke dienen nach wie vor zur „körperlichen Züchtigung“, allerdings zumeist in Rollenspielen und nicht in realen Strafszenarien. Allerdings beginnt hier ein Graubereich, denn im Grunde sollten Rohrstöcke niemals mit voller Wucht und schon gar nicht auf nackten Gesäßen angewendet werden.

Was stimmt an der "Rohrstockerziehung"?

Von der Schule in die Familie: der Rohrstock
Nicht jede Enzyklopädie des 19. Jahrhunderts kannte den Begriff „Rohrstock“, doch ist das Wort ab ca. 1840 nachweisbar. Aus den Schulen heraus soll diese Bestrafung in die „häusliche Züchtigung“ übergegangen sein – doch während in der Schule kontrolliert gestraft wurde, war die im häuslichen Bereich (auch gegenüber dem Gesinde) nicht so sicher. Es gibt Berichte, dass im privaten Bereich ganz bewusst ehrverletzend und viel zu heftig und ausdauernd geschlagen wurde. Je nach Schulordnung waren bis zu fünf, in England bis zu sechs Schläge möglich, und vor allem dufte in der Schule nicht auf das nackte Gesäß geschlagen werden. Der Einsatz des Rohrstocks erfolgte aus ökonomischen Gründen, weil Birkenruten nicht lange hielten und erst frisch geschnitten werden mussten – und mit der Hand duften in Schulen zumeist gar keine Körperstrafen vollzogen werden.

Wie wirkt ein Rohrstock?

Der Rohrstock zeichnet sich durch eine hohe Beschleunigung aus – er dringt deshalb tief in die Oberhaut ein und erzeugt dort sowohl heftige wie auch lang anhaltende Schmerzen. Zudem sind die Schläge sichtbar und sie können, wenn sie auf das nackte Gesäß appliziert werden, auch erhebliche Verletzungen hervorrufen. Man muss dabei bedenken, dass die gesamte Intensität des Schlags, aber auch die Beschleunigung, vom nackten Gesäß aufgenommen werden muss, bevor die Energie des Schlags verpufft ist.

Vorsicht bei Selbstversuchen

Falls Sie daran denken, sich einmal mit einem Rohrstock „behandeln“ zu lassen, sie es im Rollenspiel oder ganz bewusst, um die Wirkung an sich selbst zu spüren. Die Schläge können Sie tagelang daran hindern, schmerzfrei zu sitzen, und Blutergüsse und eine aufgeplatzte Haut sind oft die Folge von heftigen Schlägen. Lange, dünne Stöcke erzeugen dabei die hefigsten und einschneidendsten Schmerzen (man sagt auch „helle Schmerzen“ dazu). Dickere Stöcke erzeugen eher dumpfe Schmerzen und „blaue Flecken“. Wenn Sie nicht gerade einen Roman schreiben, in dem die Schläge vorkommen – lassen Sie es bleiben.

Strafe und Lust

Normalerweise erzeugen alle Rohrstöcke und andere Schlagstöcke oder Peitschen, die eine starke Beschleunigung und/oder einen geringen Luftwiderstand aufweisen, ausschließlich Schmerz, aber bei halbwegs „normaler“ Veranlagung keine Lust. Die Beschleunigung kann auch der Laie daran erkennen, dass ein zischendes Geräusch wahrnehmbar ist, wenn mit dem Instrument „in die Luft geschlagen“ wird. Manchmal (und leider zu oft) werden sie dazu verwendet, die eigene Belastbarkeit oder die Belastbarkeit anderer bis zu den Grenzen auszutesten. Dann entstehen aber nicht nur die „hübschen rosa Streifen“, sondern es können auch erhebliche körperliche Schäden entstehen.

Finger weg vom Rohrstock

Der Rat der meisten seriösen Autoren zum Thema Rohrstock heißt: Finger weg von diesem Instrument, wenn es um spielerische Bestrafungen geht. Vor allem aber sei in den Zeiten der „50 Shades of Grey“ gesagt: Lassen Sie sich nie von Fremden überreden, einer Rohrstockzüchtigung beizuwohnen, sie es als Aktiver, Passiver oder Zuschauer. Das Risiko ist zu hoch.

Grafik: Helga Bode, die diese und ähnliche Zeichnungen 1920 geschaffen haben soll.

Wozu behältst du eigentlich dein Chesterfield-Sofa?

Diese Geschichte wurde vor langer Zeit erzählt, aber noch nie veröffentlicht. Wir baten Isidora, sie zur Veröffentlichung aufzubereiten. Ihr Ende ist aber nicht das Ende. Denn am Ende geht sie erst richtig los. Habt ihr Fantasie? Dann schreibt sie einfach weiter …

Das Sofa ist alt, sein ursprünglich matt glänzendes Leder wird langsam rau, weil niemand mehr darauf sitzt. „Sofas wollen besessen werden“, hatte der Verkäufer damals gesagt, als ich mich gerade chic auf Alt-englisch einrichtete. Und zu Anfang habe ich auch drauf gesessen, mal mit einer Hose, mal mit einem Rock und mal mit gar nichts bekleidet. Man sieht die Stelle immer noch, auf der ich am liebsten gesessen habe. Und manchmal habe ich mich auf diesem Sofa verführen lassen. Unten das Leder, oben der Mann. War ein tolles Gefühl, richtig animalisch.

Die Männer kamen und gingen, doch das Chesterfield-Sofa blieb. Ich wurde älter, saß häufiger in einem modernen, bequemen Sessel und dachte häufig daran, das Sofa auf den Sperrmüll zu geben. Aber es war viel zu schwer, und so blieb es über zwei Jahrzehnte in meinem Appartement.

Und dann kam Jane. Sie war britisch, stark, und hatte diese merkwürdige Eigenschaft, nach außen unnahbar zu sein, aber genau zuzuhören. Sie wurde eine Art Freundin, obwohl ich nicht genau wusste, was ich an ihr fand. Nun hatte ich schon lange keine wirkliche Freundin mehr gehabt, und die Freundschaft zu Jane war etwas unterkühlt für das, was ich mir als Freundin vorstellte. Aber sie konnte zuhören, ohne zu kritisieren und sie hatte einen unfehlbaren Geschmack.

Wir redeten nicht nur viel, wir tranken auch viel miteinander. Sie liebte deutschen Spätburgunder, und oftmals tranken wir eine Flasche bis zur Neige leer. Dann wurden unsere Gespräche auch etwas „bunter“, wie sie es nannte. Mir löste es die Zunge, und ich begann, von meinen Bekanntschaften zu erzählen, zuerst von den netten, dann von den kuriosen und zuletzt von den extrem ungewöhnlichen.

Zu dieser Zeit machte es mir nichts aus, wenn die Männer eigenartig waren, weil ich sie niemals lange ertragen konnte. Ihre Selbstdarstellungen, Ihre Vorstellungen vom Leben, ihr Gesülze, das alles wollte ich nicht mehr. Sie sollten kommen, mich lange und intensiv romantisch verführen und dann möglichst gut vögeln. Na ja, und manchmal legte ich auch ein paar Sachen zurecht, die sie neugierig machten. Mal ein Buch, mal eines meiner „Instrumente“, die ich mal auf einer Messe eingekauft hatte, weil ich fand, dass mich das interessanter machte. Und manchmal, wenn ich richtig überdreht war, habe ich es auch einfach gesagt: „Findest du eigentlich, dass ich ein böses Mädchen bin?“ Also, ich muss dazu was sagen: Eigentlich wollte ich nicht, dass sie so etwas wirklich mit mir machten. Aber ich dachte mir, es könnte nicht schaden, wenn sie wüssten, dass ich zu fast allem bereit wäre.

Männer sind eigenartig - sie wollen schnell Sex und sind damit zufrieden

Männer sind so komisch. Die meisten haben wirklich nur Sex im Kopf, und je schneller sie den bekommen, umso besser fühlten sie sich. Nach und nach weißt du, dass sie nur wiederkommen, um noch mal mit dir im Bett herumzumachen, so wie sie es für gut halten. Du selbst bist ihnen egal, und sie pfeifen darauf, was du wirklich willst.

Also, die meisten jedenfalls. Na ja, und die sagen dann: „Aber um Himmel willen, Carla, du ist doch der reinste Engel – ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du böse bist.“

Es gab ein paar Kerle, bei denen die Glocken geläutet haben, wenn ich sie gefragt habe. Am besten war Gerold. Er antwortete sofort: „Ja sicher. Ich nehme an, dass du deswegen Schläge verdienst, nicht wahr?“ Ich war so perplex, dass ich völlig vergessen hatte, erst mal ein paar Sachen zu klären. Jedenfalls sagte er nur: „Zieh deinen Slip mal aus und dann leg dich über die Lehne von diesem Sofa da.“ Und bevor ich richtig zur Besinnung kam, lag ich über der Lehne vom Chesterfield-Sofa, und erwartete, dass er mir den Po verklatschte. Es war irgendwie merkwürdig, denn sobald ich vom Schmerz getroffen aufschrie, fiel mir ein, dass ich schon einmal so so gelegen hatte, als ich noch viel, viel jünger war. Und wie damals, wurde ich nach ein paar Schlägen feucht … ich musste also schon aus dem Teenager-Alter herausgewachsen sein. Aber ich konnte mich wirklich nicht erinnern, wann das war und wie es es war. "Wozu behältst du eigentlich dein Chesterfield-Sofa?" vollständig lesen