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Was alles unter der Liebe fällt …

Wie scharf ist eigentlich eine Scharfrichterin?
Ja, was fällt denn alles unter die Liebe? Im Jahr 1952 erschien in der Reihe „Liebesabenteuer in aller Welt“ auch der Band 14 „Ich liebe eine Scharfrichterin“.

Oh, oh … ob der Held wohl seinen Kopf behält?

Die halb nackte, sehr ansehnliche junge Dame verheißt nichts Gutes: Das blutgetränkte Beil liegt schon griffbereit hinter ihr, und der Galgen ist auch schon aufgestellt … und fern am Himmel sieht man schon die Geier kreisen.

Der Original-Band
In der gleichen Reihe war zuvor schon "Ich liebe eine Kannibalin" erschienen. Autor beider Bücher soll ein gewisser "Hans Ichgut" gewesen sein.

Übrigens gehörten diese Liebesromane zu einer ganzen Reihe von „Sittenromane“ der damaligen Zeit, die offenbar eine große Leserschaft fanden – vor allem, wenn sie in fernen Ländern spielten, die den Deutschen jener Zeit größtenteils verschlossen waren.

Wie geht eigentlich „altmodische Erotik“?

Die Lust an Plüsch, Samt und Seide
Die eigentlichen Rezipienten für die „altmodische Erotik“ sind „etwas“ ältere Herren. Sie haben die meiste Freude an der ungewöhnlichen, erotischen Verhüllung, die so gar nicht mehr zeitgemäß ist. Ungefähr so, wie die Männer in den vornehmen Bordellen des 19. Jahrhunderts empfangen wurden, als schon die Sicht auf ein Unterkleid das höchst Verzücken auslöste.

Nackt wie die Öde ist öde

Warum das immer noch so ist? Weil es für den Gentleman öde ist, wenn die Dame ihren nackten, möglicherweise gar noch völlig enthaarten Körper präsentiert. Entzückt ist er hingegen von geschmeidigen oder auch fülligen Körpern, die unter verschiedenartigen Hüllen verborgen sind. Im Gegensatz zu viele jungen Männer erregt ihn häufig die Erwartung des kommenden Genusses, gleich, ob er rein optisch oder fleischlich geboten wird.

Bewusst "sozial inkorrekt" zu sein ist in der Erotik normal

Diese Sätze mögen vielen modernen Frauen als „soziale inkorrekt“ erscheinen – aber die Lust folgt niemals den Wegen der Tugend, gleich, wie wir „Tugend“ gerade definieren.

Für den Herrn 1900 schon extrem erotisch
Nicht nur die Brust zählt

Ob die „spitz geformte Brust“ als optische Sensation gilt, wie es neulich hieß, oder die voluminös hervorgehobene und dennoch größtenteils verdeckte Brust den sinnlichen Effekt hervorruft – du musste es probieren. Gelegentlich darf alles ein wenig schlampig wirken, von der Bluse oder bis zum bereits erwähnten Unterkleid, das im Sommer auch feucht am Körper kleben darf – alles lockt.

Der Zauber der Unterröcke

Weil der raschelnde Unterrock bereits im 19. Jahrhundert Gelüste auslöste, nennt man den Look zum Animieren auch „frou frou“. Er entspricht etwas den optischen Gelüsten, die in der Welt des Erotik-Theaters als „Bourlesque-Show“ inszeniert werden.

Ausschnitt bis zum Po und Schlitz im Rock

Andere sogenannte „Retro-Looks“ sind Rückenausschnitte bis zum Gesäß, oder der berühmte „Schlitz im Kleid“, der damit nicht als Gehhilfe, sondern als Blickfang genutzt wird. Er gibt auch den Blick auf das „Strumpfband“ frei,, das zur Retro-Erotik immer noch dazugehört, so wie auch auffällige, bereite Strapse. Hing Heels sind nicht unbedingt nötig, betonen aber den Auftritt.

Die Hauspersonal-Erotik - neu belebt?

Bloomers - Viktorianischer Stil
Retro-Erotik kann auch darin bestehen, die „Bediensteten“ wieder aufleben zu lassen – selbst, wenn die Damen und Herren, sie sich solche Shows gönnen, niemals Hauspersonal beschäftigten. Wer dabei an kurze schwarze Röcke, Schürzchen und weiße Pants denkt, mag das tun, entlarvt sich aber als schnell erregbarer Voyeur. Zur perfekten Demonstration gehören lange, offene Bloomers unter ebenso langen, schwarzen Röcken.

Die Show im großen Stil und ganz privat

Ob große Show, private Show oder Lustgewinn für den Ehemann – verrucht ist das Verkleiden und sinnliche Enthüllen allemal. Und je stilechter es sein soll, umso teurer sind die Klamotten, die man kaum noch auf Flohmärkten oder auf dem Camden Stable Market findet. Immerhin können sie noch nachgeschneidert werden – und gelegentlich findet man billige Importe aus China. Insgesamt ist es allerdings schwieriger, stilechte Bloomers oder Unterkleider zu finden als Korsetts, die es beispielsweise bei Vollers noch in bester Qualität gibt.

Es ist wirklich nur Show – und doch wirkt das, was man mal falsch, mal richtig als „viktorianisch“ bezeichnet, immer wieder die Lust der Männer, eine Frau zunächst unverhüllt zu sehen, aber dennoch zu ahnen, wie sie „darunter“ aussehen könnte. Sicher könnt ihr nun sagen, das wäre ja bei den Fummeln aus dem Erotik-Shop genau so. Aber es wirkt eben ganz anders, wenn du mehrere Hüllen ablegen kannst und er bei jeder Hülle etwas Neues an dir entdeckt.

Bilder: Links - Zeitschrift von ca. 1900, Rechts: Bloomers, aus den 1980er Jahren im Rahmen der Retromode nachgeschneidert. Oben: Antonyme Fotografie aus dem 19. Jahrhundert, nachkoloriert.

Die Dessous und der Sex – was wirkt auf Männer?

Das Baby Doll (hier ein Nachkriegsmodell) gibt es bis heute in ähnlicher Art
Wir nehmen bekanntlich kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Verhüllen und Enthüllen weiblicher Haut geht. Doch dieser Tage wurden wir gefragt, welche Dessous eigentlich optisch besonders erregend wirken. Und sind es überhaupt die Dessous? Was ist mit Nacktheit und vollständiger und dennoch verführerischer Kleidung?

Wir haben die Antworten – alle und für jeden.

Dein Aussehen und was du erreichen willst

Zunächst einmal kommt es bei der Frau, die sich ein- oder auskleiden möchte, auf die natürliche, unverhüllte Schönheit an. Sodann auf die Körperfülle, die Größe der Brüste und das Alter. Schließlich darauf, wie schnell sich die Kleidungsstücke an- oder ausziehen lassen und – wirklich nicht zuletzt – ob der Mann die Frau in ihren Dessous anfassen darf oder ob alles nur zum „Anheizen“ dient.

Der Mann als Empfänger der Lust-Botschaft

Beim Mann, der ein Auge für den sinnlich verhüllten weiblichen Körper hat, ist die Frage nach der Wirkung ein wenig altersabhängig. Du kannst davon ausgehen, dass junge Männer sich sowohl vom nackten wie vom leicht verhüllten Körper reizen lassen. Ältere Männer ohne besondere Ansprüche hingegen lieben leicht frivole, „nuttenhafte“ Fummel – je nach Qualitätsstandard und Tragedauer für ein paar Euro bis weit über hundert Euro erhältlich. Dabei kommen oft durchscheinende Stoffe mit Spitze zum Einsatz, die meist in starkem Kontrast zur Haut stehen. Alte Genießer bevorzugen meist stilsichere Designer- oder Retro-Dessous, unter ihnen auch stilvolle Strapse, Strümpfe und Korsetts.

Im Geburtstagskleid verführen

Nackt zu verführen ist möglich, aber ein Spitzentanga lockt immer, zumal bei den Frauen, die sich völlig rasieren – denn der „blanke Schritt“ wirkt keinesfalls auf alle Männer attraktiv. Auch Handschuhe, Strapse, Halsschmuck, Strümpfe und Stiefel können als Ergänzung zu einem ansonsten nackten Körper unglaublich erregend wirken.


Das „Übliche“

„Rouge et noir“ will der durchschnittliche Genießer. Also entweder Rot mit Schwarzer Spitze oder Schwarz mit roter Spitze. Ob des nun die Farben des Spielsalons, des Bordells oder die des Teufels sind: Die durchschnittliche Frau kann diese Farben immer tragen. Und den durchschnittlichen Mann macht diese Kombination an – egal, ob sein Blick am Bein lang wandert oder über die Brüste huscht. Werden die Brüste sinnlich hervorgehoben und mit Spitze umrahmt, ist der Blick auf die Oberweite wahrscheinlicher, weist der Schnitt hingegen auf den Unterleib hin und trägst du zusätzlich Strapse, so wirkt der Schritt am interessantesten. Außer Rot und (oder) Schwarz punkten zumeist alle Violett-und Purpurtöne.

Exquisite Dessous gibt's nicht für ein paar Euro
Auf jugendlich machen

Rosa und weiß und gelegentlich sogar lindgrün und hellblau sind die Farben für Frauen, die jugendlich-romantisch auf ihre Lover wirken wollen. Verspielt ist hier das Motto – nicht zu frivol. Falls du dunkelhäutig bist, ist Weiß immer eine Alternative wegen des enormen Kontrasts zur Haut.

Reif, füllig und Co

Bei reiferen und fülligeren Frauen geht es oft darum, den Körper lustvoll „hervortreten“ zu lassen, also sowohl die reifen Brüste wie auch das frauliche Gesäß auffällig zu präsentieren. Ich las sogar, dass manche Frauen in derartigen Fällen Dessous tragen, die „eigentlich“ zu eng sind, um „die weibliche Fülle zu bändigen“. Korsetts oder Korseletts sind dafür bestens geeignet, aber auch durchaus weiße Retro-Unterwäsche. Sogar das schon vergessene geglaubte Unterkleid feiert wieder Triumphe – als sinnliches, leichtes Verführkleid.

Anfassen erlaubt?

Die meisten sexy Dessous, Verführkleider und dergleichen sind dazu gedacht, optisch erregend zu wirken. Sowohl die Frauen wie auch die Männer gehen davon aus, dass sie nur kurze Zeit getragen werden müssen, bis die Wirkung einsetzt und sie ohnehin fallen oder entfernt werden. Falls zuvor besonders sinnlich geschmust werden soll, empfiehlt sich, Seiden-Dessous zu kaufen. Sie nehmen die Temperatur der Haut schnell an und fassen sich ähnlich lustvoll an wie die nackte Haut. Der Tipp gilt auch für Nachtwäsche oder Hauskleider.

Angezogen bleiben

Die Variante, ganz angezogen zu bleiben und weder die Brüste noch den Schritt noch das Gesäß freizulegen, ist eine moderne Variante der Verführung. In der Regel werden dazu Kleider, Blusen oder Röcke verwendet, die aufgrund des Schnitts bei jeder Bewegung sinnliche Lust erregen. Je nach Art des Auftritts können lange Kleider mit hoch angesetztem Schlitz verwendet werden, aber auch Mini-Kleider, die durch ihren Schnitt sofort „hochrutschen“, wenn du dich bewegst. Falls du später etwas „ganz normales“ mit deinem Lover tun willst – trage einfach keinen Slip oder eine offene Strumpfhose.

Welche Verführung für welchen Mann?

Bei Männern gibt es drei Typen: diejenigen, die dich immer möglichst „naturbelassen“ sehen wollen, jene, die sagen „je nuttiger, umso geiler“ und diejenigen, die auf den Genuss einer sich langsam und lasziv enthüllenden Frau fixiert sind. Zu welchem Typ dein Mann, Freund oder Lover gehört, musst du selbst herausfinden. Einen Tipp gebe ich noch: Dessous wirken umso besser, je sinnlicher du dich darin bewegst. Sie nur anzuziehen, aber deutlich zu machen, dass du sie eigentlich widerwillig trägst, stößt die meisten Männer ab.

Was ist eigentlich eine Erniedrigung?

Amor, Unterwerfung und Dominanz in einem einzigen Bild
Was ist eigentlich eine Erniedrigung und warum wünschen sich Menschen, erniedrigt zu werden? Wir wollen Antworten finden - nicht nur, aber auch für sie Sinnlichkeit, die in der Erniedrigung liegen kann.

Generell sind alle Menschen frei und gleich geboren, das heißt, sie müssten einander eigentlich immer „auf Augenhöhe“ begegnen. In der Praxis ist die nicht der Fall – die einen überhöhen sich, indem sie ihre vermeintliche oder tatsächliche Macht ausspielen, andere erniedrigen sich, um nicht verletzt oder bestraft zu werden.

Das erklärt nun aber nicht die sinnlichen Gefühle oder gar die bewusst gesuchten erotischen Komponenten der Erniedrigung.

Erniedrigung - ganz neutral

Sehen wie die Sache neutral, so finden wir, dass die Person, die erniedrigt werden möchte, einen Teil ihrer Persönlichkeitsrechte für einen begrenzten Zeitraum aufgibt. Zunächst ist es die Würde, ein Begriff aus der Ethik und der Gesetzgebung. Das heißt, die Person, die erniedrigt werden möchte, will bis zu einem gewissen Grad entwürdigt werden. Statt „entwürdigen“ kann man auch sagen, diese Person will sich beschämen oder eben „erniedrigen“ lassen oder aber sich in Scham und Schmach hineingleiten lassen, wobei im Extremfall auch Verachtung hinzukommt.

Elemente der sinnlichen Erniedrigung

Die sinnliche, erotische oder sexuelle Erniedrigung besteht darin, psychische und körperliche Übergriffe zuzulassen, die im Grunde genommen zwischen Erwachsenen Tabu sind. Eine große Rolle spielen Nacktheit, rituelle Gebote und Verbote, Bewegungshemmungen, Einschränkungen der Wahrnehmung, Manipulationen an den Genitalien sowie erniedrigende Körperstrafen. Normalerweise wird die Demütigung umso stärker erlebt, je mehr Personen anwesend sind.

Demütigend kann also bereits sein, sich vor einem Menschen nackt auszuziehen, aber diese Demütigung wird verstärkt, wenn mehrere Personen dabei zusehen dürfen, jemand also „vorgeführt“ wird.

Schuld und Sühne oder Lust am Genuss?

Wissenschaftlich ist ungeklärt, warum sich Menschen demütigenden Situationen bewusst aussetzen. Die häufigste nicht-erotische Erklärung wäre, dass Schuld und Sühne sie antreiben, wie wir dies auch bei der katholischen Beichte vorfinden. Jedenfalls versuchen sie, sich während einer begrenzten Zeit einer Autorität zu unterwerfen. Die Freudianer glauben, dass frühkindliche Erlebnisse sie antreiben, andere Vertreter der Psycho-Branche vermuten pubertäre Erfahrungen. Im Bereich der Erotik, so sagen sie, würde der gleichzeitige Genuss der Lust am anderen Geschlecht und das Verabreichen von Strafen durch dieselbe Person zu späteren sexuellen Abweichungen führen.

In der Praxis wird man zugeben müssen: Jeder Mensch ist irgendwann einmal von anderen erniedrigt worden, seien es Frauen, Männer oder Gruppen gewesen, und diese Erlebnisse bleiben teils lange im Gedächtnis haften. Sexuelle Erniedrigungen treffen keinesfalls nur Frauen, sondern auch Männer.

Will man Generelles sagen, so gilt: Die Erniedrigung kann Teil einer Läuterung (Beichten, gestraft werden und sich befreit fühlen) sein. Sie kann aber auch Teil der lustvollen Erfahrung sein, sich zu fügen und im wahrsten Sinne des Wortes „verantwortungslos“ sein zu dürfen.

Frauen und Männer - Irrtümer bei der Lust an der Erniedrigung

Es ist ein Irrtum, dass sich ausschließlich Frauen auf die eine oder andere Art demütigen lassen. Manche Männer unterwerfen sich geeigneten Frauen aus Liebe, Leidenschaft oder Bedürftigkeit. Andere suchen bewusst die sexuelle Demütigung, die wir als Fantasien in pornografischen Schriften vielfach nachlesen können, die aber in Lebensbeschreibungen fast immer ausgespart werden. Einige Männer wollen dabei höchst unkonventionell beherrscht werden, andere passen in das Klischee der SM-Kreise. Als besonders erniedrigend gilt dabei der instrumentelle Analverkehr (teils unter Zeugen) oder dies sogenannte „Feminisierung“, also die Demütigung, als Frau behandelt zu werden.

Eine Online-Präsenz haben, schreiben und beachtet werden

Entspannt nachdenken über mein Handeln
Wer einen eigenen Online-Auftritt hat, wird danach beurteilt, was er schreibt. Dein Sein, deine Persönlichkeit und dein Denken werden danach eingeschätzt.

Wir Autoren wissen natürlich, dass es nur Facetten und Aspekte der Persönlichkeit sind, die wir in Worte fassen. Aber ein Teil unserer Leserschaft (leider auch sogenannte Intellektuelle) glauben, sie können ein Urteil über uns fällen.

In Wahrheit ist das, was wir schreiben, ein mehrfach gefilterter, gelegentlich sogar wohlabgewogener Auszug aus dem, was wir denken und nur ein Flügelschlag dessen, was wir fühlen. Nein, wir haben keine fühlbaren Körper, keine nackt daliegenden Emotionen. Wir schreiben, was andere lesen und verstehen können – das hoffen wir jedenfalls.

Möglich, dass meine eigenen Worte über die Seiten streichen wie Sand an der See und dass deshalb nicht davon übrig bleibt. Indessen bin ich überzeugt, irgendjemanden mit meinen Worten Freude zu machen. Und wenn ich wirklich gut war, dann konnte ich jemandem helfen, sein Leben besser in den Griff zu bekommen. Vielleicht gelingt es mit heute noch.

Wer ich bin und warum ich all die Mühe auf mich nehme? Diese Frage hat man mir einmal gestellt, als ich gegen 38 Jahre alt war. Die Antwort war: Wer ich bin, geht dich nichts an, und was ich mache, tue ich, weil ich es tun muss.

Und ein Nachsatz: Frag niemanden, warum er etwas tut, von dem du nichts verstehst. Du könntest ihn damit dazu verleiten, den guten Weg zu verlassen.