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Warum dein Rat vielleicht nicht gut ist - und wie du es besser machen kannst

Lösungen sind gefragt
Warum dein Rat vielleicht nicht gut ist – und meiner vielleicht auch nicht, doch als „gelernter“ Problemlöser glaube ich etwas davon zu verstehen. (1)

Ich brauche deinen Rat – aber wozu?

„Ich benötige deinen Rat“ – dieser Satz begeistert alle Menschen, die gerne helfen. Allerdings ist „helfen“ oft nicht hilfreich, wie einst Michael Lukas Möller schrieb, den ich persönlich kannte.

Glaubt mir: die meisten Menschen, die gelegentlich Rat suchen, wollen in Wahrheit entweder „nur reden“ oder sich eine vorgefasste Meinung bestätigen lassen.

Wenn wir diese aussieben, bleiben einige, die ehrlich und wahrhaftig nach einer Lösung ihrer Probleme suchen.

Lösungen aus dem Katalog – wie beim Helpdesk?

Und schon sind wir mitten im Thema: Einen Rat zu geben, bedeutet nicht, aus allen Lösungen, die bereits in unseren Köpfen vorhanden sind, eine auszusuchen. Das machen - leider – die angelernten Hilfskräfte in Hotlines oder Maschinen, die an ihre Stelle gesetzt werden. Der Rat muss vielmehr genau auf das individuelle Problem passen.

Nun kommt die zweite Hürde: Dazu müssen wir das Problem kennen – und analysieren. Genau das können wir aber nicht immer, weil wir dazu den Ratsuchenden brauchen, der sehr viele Fragen vorab beantworten kann, die hilfreich sind.

Dies verwirrt den Ratsuchenden, denn zumeist erwartet er, von uns die Lösung präsentiert zu bekommen – er glaubt nicht, dass er sie nur mit unserer Hilfe erarbeiten kann.

Die Schwierigkeiten, ehrlich zu beraten und die Lösungen

Michael Bungay Stanier sagt uns:

Die erste Schwierigkeit bei der Beratung besteht darin, dass wir häufig das falsche Problem lösen. Wir werden verführt zu denken, dass die erste Herausforderung, die wir wahrnehmen, die eigentliche Herausforderung ist, (… der wir uns stellen müssen) … - aber das ist sie fast nie.

Wie können wir nun wirklich Probleme lösen?

Als Ratsuchende(r): Schildere dein Problem ausführlich, und beantworte alle Fragen gewissenhaft, die man dir dazu stellt. Wenn du aufgefordert wirst, dies schriftlich zu tun, dann folge dem Berater. Ein gutes Problemlösungskonzept ist abhängig davon, dass viele (und die richtigen) welche Fragen gestellt werden – und du sie auch beantwortest. Dazu kann ich persönlich noch ergänzen: Die meisten Probleme stehen in Verbindung mit der Furcht, sich selbst zu verändern. Salopp ausgedrückt: „Deine Lage ist mies, aber sie ist dir bekannt – jede andere Lage erscheint dir gefährlich, weil sie unbekannt ist.“ Zur Beruhigung für dich: einige Probleme sind wirklich einfach zu lösen. Sie lösen sich zum Beispiel, indem du sie niederschreibst.

Als Ratgeber: Jeder von uns ist einer Art Schlaumeier, der immer die gleichen Sätze formulieren wird. Irgendwann hat man „alle Probleme gehört“, und holt dann „Lösung 17“ aus dem Zettelkasten. Das mag gelegentlich hilfreich sein, nützt aber der Person nichts, die ernsthaft nach individuellen Lösungen sucht.

Ich zitiere hier noch einmal Michael Bungay Stanier in Kurzfassung – die Zitate geben genau das wieder, was Problemlöser erlernt haben – oder eben nicht.

Die erste Frage lautet: „Was ist hier die eigentliche Herausforderung für mich?“" (oder auch) … (wie findet man gemeinsam) das wirklich wichtige Problem …
Die zweite Frage lautet: "Und was noch?" Dies wird dir helfen, bei allen Fragen, die du stellst, tiefer und weiter zu gehen.
Die dritte Frage ist eine schwierige Frage, aber sie sehr wichtig: „Was willst du?“ Wenn einer Person klar wird, was sie will, wird dies zu ihrer Lösungsgrundlage.

Was du über Probleme wissen kannst

Wer Probleme hat und damit zu dir kommt, hat keine Lösungen mehr. Es ist sehr einfach, ihm die Lösungen schnell und unkompliziert hin zu reichen, aber es hilft selten. Aber „keine Lösungen mehr zu haben“ ist seine eigentliche Schwierigkeit, . Also solltest du ihm helfen, seine Lösungen selbst zu finden -das hilft ihm.

(1) Hinweis: Ich persönlich bin nicht mehr auf diesem Gebiet tätig und hege daher keine kommerziellen Interessen. Diesbezügliche Anfragen sind zwecklos.

Die Züchtigungen der frühen Jahre – Märchen und Realitäten

Erziehung im 15. Jahrhundert - ohne Rute kaum denkbar
Jeder Psychologe, psychologische Berater und selbst die Herren vom Stammtisch und die Damen vom Kaffeekränzchen haben diesen Satz schon einmal gehört:

Ja, ich wurde geschlagen – und es hat mir nicht geschadet!

Und damit haben wir einen Satz vor uns, der vieles offenbart:

Erstens, dass sich unser Partner erinnern konnte, gezüchtigt worden zu sein.

Zweitens, dass er einer der bekannten Mainstream-Aussagen der Psychologie folgt: Etwas, das die in der Kindheit/Jugend zugefügt wurde, könnte dir schaden.

Drittens, dass er genau dieser Aussage nicht folgen will.

Und viertens, falls er es nicht zusammenhanglos sagt, sondern sich selbst meint: Es hat eine Unruhe in ihm ausgelöst, die bis heute nachwirkt.

Ein kleiner, eher unschuldig dahingeworfener Satz – und er ist so verräterisch. Dieser Satz wäre neutraler:

Ja, ich wurde geschlagen, aber ich habe nie irgendwelche Auswirkungen im Erwachsenenalter bemerkt.

Oder auch:

Ja, ich wurde geschlagen, und es wirkt in mir nach, wenn ich …

Ereignisse bewirken etwas - sie teilen sich nicht sofort in Gut und Böse


Wir sehen sofort, das ist nicht von „gut“ oder „böse“ die Rede, nicht von Nutzen oder Schaden, sondern von Ereignissen und Auswirkungen. Und wenn wir nun weiter forschen, welche Auswirkungen körperliche Züchtigungen, Freiheitstrafen (Hausarrest) und psychische Demütigungen (Nichtsnutz, Versager) wirklich haben, dann sehen wir auf stumme Laien und ratlose Fachleute.

Profi-Ansichten beruhen meist auf das Erleben von Minderheiten

Die Profis versuchen normalerweise, mit dem Wissen zu punkten, das ihnen aus ihren Beratungspraxen erwächst. Aber diejenigen, die diese Praxen aufsuchen, leiden offenkundig unter Ereignissen aus ihrer Jugend oder sie kommen mit dem Erwachsensein nicht gut zurecht. Kurz: sie stellen eine Minderheit dar. Die Mehrheit nutzt entweder die gute Qualität ihrer Erziehung oder entkommt den Folgen der miserablen Erziehung.

Ehrlich gegenüber sich selbst zu sein zahlt sich aus

Ich denke, dass wir solche Umstände mit einbeziehen muss, wenn man über die Folgen von Züchtigungen im Erwachsenenalter reden will. Und was die erotischen Komponenten betrifft, so wäre wichtig, welche Anlässe zu den Züchtigungen führten, wie alt die gezüchtigte Person zu diesem Zeitpunkt war und wer die Züchtigungen durchführte.

Jugend ohne Züchtigungen und Psycho-Zwang

Wer ohne Züchtigungen, Zwang, emotionale Erpressungen, Freiheitsberaubung, Demütigungen und anderen Psycho-Strafen aufgewachsen ist, hat in jedem Fall die bessere Ausgangslage als jeder, der irgendwann und irgendwie bestraft wurde. Und es gilt auch ein Satz, der dem oben genannten entgegensteht:

Stell dir mal vor, was für ein toller Mensch du geworden sein könntest, wenn du niemals gezüchtigt worden wärest.

All dies und noch viel mehr habe ich berücksichtigt, als ich über das Thema der lustvollen wie auch der verletzenden Züchtigungen gearbeitet habe. Ich hoffe, es kommt den hier erscheinenden Artikeln über "Wechselbäder" zugute.

Herrlich eng - ein Mythos über die Vagina

Mythen und Illusionen - doch was steckt dahinter?
Hatten wir es nicht gerade von einem „zu kleinen Penis“? Klar, das ist so ein Männerding. Aber meistens ist der Penis gar nicht zu klein, und manchen Frauen ist es auch ziemlich egal, wie lang der Penis ist - solange er nicht zu lang ist.

Eigentlich gehen die Gerüchte über Vaginen immer vom Mann aus. Von der Furcht vor der Vagina Dentalis über die zu engen Vagina, die den Penis einquetscht bis hin zu einer Vagina, die zu weit ist und deshalb nicht genügend Reibungsreize erzeugen kann.

Hören wir die Fachfrau:

Die Intensität des Drucks auf den Penis, den du beim Sex spürst, hängt nicht von der Weite (oder Enge) der Vagina ab, sondern von der Bewegung der Beckenbodenmuskulatur.

Manche Beraterinnen empfehlen, sie mithilfe von Beckenbodenübungen zu trainieren. Doch zugleich wird gewarnt, dass diese Übungen, die der amerikanische Urologe Arnold Kegel entwickelt hat, für die alleinige Lösung bestehende Probleme zu halten. Denn diese Übungen trainieren nur die Muskeln, nicht die Emotionen.

Dazu die Expertin:

Unzählige Magazine und Artikel mit Sex-Tipps zeigen Ihnen, dass Kegels Ihren Partnern bessere Orgasmen und mehr Freude bereiten. Wir alle wünschten, es wäre so einfach, aber sexuelles Vergnügen ist mehr als Reibung ... Sex ist ebenso emotional wie körperlich.

Das bedeutet: Wenn die Emotionen auf „grün“ stehen, der Körper lustvoll entspannt ist und du nicht „trocken“ bist, dann steht dem Vergnügen eigentlich nichts mehr im Wege - weder deinem noch dem deines Partners. Denn: "Die Vagina einer Frau ist so gut wie niemals zu eng, um Sex zu haben. (Medical News Today). Wer mag, kann sich auch psychologisch informieren.

Gute Idee: Frauenarzt konsultieren

Fragt stets euren Urologen oder Frauenarzt, was ihr am besten tun könnt, wenn ihr glaubt, dass ihr „etwas tun“ müsst, um selbst intensivere und angenehmere Gefühle zu haben. Oder eurem Partner solche Gefühle zu ermöglichen. Die Hinweise von Lioness (Zitate) oder von netdoktor.at und Lilli halten wir ebenfalls für hilfreich.

Die Redaktion wiest darauf hin, dass keine kommerziellen Kontakte zu lilli oder lioness bestehen. Lioness ist allerdings auch kommerziell tätig.

Vorsatz Nummer eins: Den Dummbacken nicht zu widersprechen

Normalerweise nehme ich nichts vor für das neue Jahr. In diesem Jahr mache ich eine Ausnahme: Ich werde nicht mehr auf jeden Idioten, der sein Maul über „Partnersuche“ aufreißt, reagieren.

Das Thema Partnersuche ist inzwischen in die falschen Hände geraten:

1. Geschäftemacher, die im Gewand von Beratern auf dem Rücken der Suchenden ihr Süppchen kochen. Sie können beliebige Ausbildungen haben, von gar keiner Ausbildung über Esoterik bis zur Psychotherapie. Es ist eine Einstellungssache, wie man mit Menschen umgeht, keine Frage der Fachmannschaft. Hilfe zu suchen ist nicht falsch – es ist aber bedenklich, auf Heilsversprechungen hereinzufallen.
2. Unternehmen, die nur noch am Profit interessiert sind und die ihre antiquierten Methoden immer noch mit Wissenschaft aufhübschen. Zu ihrer Verteidigung kann man sagen: Sie bauen hohe finanzielle Hürden und hakelige Tests auf, um nicht jeden hineinzulassen. Das halten viele Kunden für positiv.
3. Unternehmer, die niemals einen Bezug zur Partnersuche hatten, sondern Spiele entwickeln, die als Dating-Apps vermarktet werden.
4. Wissenschaftler, die „Seitenaspekte“ der Partnersuche beforschen oder einfach alte Forschungsergebnisse neu bewerten. Gut – die müssen ja beweisen, dass sie zu etwas nütze, sind. Aber eben nur füreinander. Für Partnersuchende fällt dabei kaum etwas ab.
5. Schlimmer als die Wissenschaftler sind Journalisten, die aus den Ergebnissen Unsinn ableiten und daraus „Tipps“ generieren.
6. Zudem Journalisten, die auf andere Journalisten hereinfallen, die neue Begriffe erfinden, um in die Presse zu kommen und populär zu werden. Such eine Folge von sogenannten „sozialen Netzwerken“, aus denen sich der Journalismus immer mehr bedient.

Nun wisst ihr, warum ich von dem größten Teil der großspurigen Schwätzer und kleinkarierten Erbsenzähler die Nase voll habe. Ob ich meine Vorsätze halte? Ich bin mir noch nicht sicher. Im Allgemeinen sind diese Leute einfach nur geil darauf, erwähnt zu werden – und ich will nicht länger ihr Erfüllungsgehilfe sein.

Klare Ansage an Partnersuchende

Von den vielen Menschen, die sich heute als „Singles-Coaches“ ausgeben, halte ich umso weniger, je mehr sie mir ständig von der Presse um die Ohren gehauen werden.

Diesmal fand ich allerdings einen markanten Satz, den ich täglich unterschreiben kann und der sehr im Widerspruch zu den Aussagen der Spinner steht, die das „richtige“ Verhalten bei der Partnersuche „lehren“ wollen. Zitat (MoPo)

Wenn dein Gegenüber dich interessant findet, kannst du nichts falsch machen oder etwas Falsches sagen. Und wenn du dem anderen nicht gefällst, kannst du ergo auch nichts richtig machen.


Die Aussage stammt von Marie Mernke, die in Hamburg ein Unternehmen für „Single-Coaching“ betreibt.

Natürlich sind Single-Coaches und Dating-Experten immer mit etwas Skepsis zu betrachten, weil wirtschaftliche Motive Vorrang haben, aber diese Aussage allein ist wirklich überzeugend.

Hinweis: Ich stehe in keiner Geschäftsbeziehung zu dieser Beraterin und dieser Artikel ist nicht gesponsert.