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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche - verspätet und ganz kurz

Am Donnerstag kein Beitrag, Freitag keine Zusammenfassung? Manchmal habe sogar ich etwas Wichtigeres zu tun, als für euch zu schreiben. Ich bin eben keine Worterzeugungsmaschine, sondern ein Mensch. Und ich musste mich dringend um mich selbst kümmern.

Gefühle sind etwas völlig anderes, als ihr vermutet

Empfehlen will ich euch vor allem meinen Artikel „Sieht man den Menschen ihre Gefühle an?“

Er ist sicher nur ein Fragment, beinhaltet aber einen wesentlichen Fehler, den viele Autoren begehen: „Körper und Psyche“ bestehen nicht separat, und sie haben auch keine „geheimnisvolle Verbindung“. Wir können mit fug und recht sagen: Körper und Psyche haben sich gemeinsam entwickelt.

Wenn wir unsere Gefühlswelt hegen und pflegen, uns in ihr widerspiegeln und uns darin gefallen, dann vergessen wir, dass diese Gefühlswelt eigentlich nur eine Überhöhung unserer Triebe ist. Sie ist also kaum mehr als Gedankengebäude, das wir aufgrund unseres enormen Abstraktionsvermögens so hinzubiegen können, wie es uns gefällt.

Der eigentliche Sinn, Gefühle zu entwickeln, ist aber, sie der Umgebung mitzuteilen, und zwar durch Körpersprache. So hat einmal alles begonnen, bevor wir die Sprache digitale Sprache entwickelt haben.

Bevor wir dies beherrschten, haben unsere Vorfahren ausschließlich nonverbal (analog) kommuniziert. Die ist die geniale Methode, die uns die Natur im Laufe der Evolution mitgegeben hat. Die Natur tut normalerweise nichts „Überflüssiges“ - und also gab sie beispielsweise den Primaten die Fähigkeit mit, untereinander zu kommunizieren und dabei Gemeinschaften zu bilden. Man kann durchaus behaupten, unsere grundlegenden Gefühle würden ausschließlich der Kommunikation mit anderen Menschen dienen. Um Hilfe bitten, Hilfe anbieten, sich mit anderen Exemplaren zu verbinden oder den Kontakt mit ihnen zu vermeiden. Und selbstverständlich auch, um den sozialen Stand in der Gruppe zu finden und abzusichern.

Menschen können wesentlich mehr - sie haben ja die verbalen Ausdrucksmöglichkeiten. Aber in den Grundlagen sind wir eben alle Primaten, und bauen deshalb auf unsere „Instinkte“ auf, aus denen auch unsere Gefühle stammen.

Wenn euch etwas "unter die Haut geht"

In einem anderen Artikel geht es noch einmal darum, was uns „unter die Haut“ geht und warum. Und nicht zuletzt: warum Partnersuchende sich jetzt mit reifen Früchten beschäftigen sollten.

Alles, was wir noch veröffentlichten

Wer noch andere Artikel lesen will - zum Beispiel über die angebliche „Heiligkeit“ der Frau“ als solche, der mag es tun.

In eigener Sache: Wir haben „tote Links“ auf Beratungswebseiten festgestellt, auf denen so etwas nicht vorkommen sollte, und deshalb eine andere Empfehlung gegeben.

Das war es für heute - und ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und viel Glück dabei, ein bisschen „nonverbal“ zu kommunizieren.

Als Jungfrau in die Ehe gehen ... kaum ein Argument hält stand

Unsicheres Terrain
Nahezu alle Frauenzeitschriften, Internet-Ratgeber und sogar die firmeneigenen Foren der Datingbranche haben sich schon mit der Frage auseinandergesetzt: Was ist eigentlich los mit erwachsenen Singles, die noch „Jungfrau“ sind?

Und was war die Antwort? Ratschläge der üblichen Art: „Lass dir Zeit, deine Zeit wird kommen“, „es gibt da draußen jemand, der (die) ....“ Und immer wieder: Ja, wenn die Liebe mächtig wird, dann wirst du alles überwinden, um „Sex zu haben“.

Bei uns war bereits in diesem Jahr zu lesen (1):

Die beste Einstellung für beide: Sei neugierig auf das, was kommt. Erwarte nichts, genieße die Teile, die du schon genießen kannst, und nimm den Rest als Erfahrung. Versuche später, die Eindrücke zu sortieren. Wenn sich deine Schwierigkeiten trotz aller Bemühungen nicht nachlassen, dann versuche, professionelle Hilfe vor Ort zu bekommen.

Die Moralisten - keine Hilfe, aber dumme Sprüche

Doch es gibt eine andere Seite des Themas. Denn immer, wenn von der „Jungfräulichkeit“ die Rede ist, tauchen religiös und psychologisch motivierte Moralisten auf. Auf den ersten Blick klingen die Argumente plausibel. Etwa, wenn behauptet wird, wir leben heute in einer „übersexualisierten Gesellschaft“ oder es ginge dabei lediglich um den „Konsum von Sex“. Doch mit welcher Voraussetzung gehen solche Menschen an das Thema? Mit religiösem Wahn? Mit angeblich „traditionellen“ Werten, die sie für „bürgerlich“ halten? Mit der Überzeugung, das Körperliche würde die Psyche nachhaltig beeinflussen?

Sie mögen Sprüche klopfen, solange sie wollen. Sie mögen auch „gute Argumente“ haben, aber die nützen in diesem Fall keinem der „Betroffenen“.

Warum Hilfe so schwer zu bekommen ist

Denn wer betroffen ist, hat ernstliche Probleme. Und in diesem Fall trifft der alte Satz zu: „Probleme haben immer diejenige, die (für sich selbst) keine Lösungen mehr finden“. Aus genau diesem Gunde gelingt es auch nicht, Ihnen „Kataloge zur Lösung ihres Problems“ vorzulegen - das funktioniert auch bei anderen sehr persönlichen Problemen nicht.

Es könnte ich um ein unlösbares Problem handeln: Das wäre zum Beispiel, „ich will Sex erst in der Ehe, aber ich habe gar keine Chance, eine Ehe einzugehen“. Eigentlich reicht auch schon dieser Satz: „Ich will meine Jungfräulichkeit nur in einer dauerhaften Beziehung verlieren, aber ich habe keine Erfahrung mit dauerhaften Beziehungen.“

Wenn es sie gäbe, könnte man nun eine Selbsthilfegruppe empfehlen, in der gegenwärtige und ehemalige Betroffene zusammenkommen. Aber Selbsthilfegruppen sind derzeit nicht mehr sonderlich populär, sodass im Grunde genommen nur noch professionelle Fremdhilfe bleibt. Meist geht es gar nicht „nur um Sex“, sondern um „Sex und noch etwas anderes“. Wer dies eingesehen hat, kann in der Regel leichter Hilfe annehmen. Worum es wirklich geht, sind meist Ängste, Befürchtungen, fehlende Erfahrungen im Umgang mit anderen und dergleichen - das finden professionelle Berater zielsicher heraus.

Das „hohe Gut“, das es nicht gibt

Ganz falsch ist die Behauptung, Jungfräulichkeit sie ein „hohes Gut“. Diese Ansicht entstammt der „besseren (bürgerlichen) Gesellschaft“. Der Grund war in keiner Weise „moralischer“ Art, sondern hatte ökonomische Gründe. War aus den Lebensumständen einer Tochter zu entnehmen, dass sie bereits verschiedene Liebhaber hatte, so war es schwerer, sie „unter die Haube“ zu bringen. Und das bedeute: Umso höher musste die Mitgift sein. Allerdings gab es einige Tricks, den Ruf einer Jungfrau zu erhalten und dennoch erste sexuelle Erfahrungen zu machen. Solche Erfahrungen wurden manchmal „aus dem Nähkästchen geplaudert“: erotische Exzesse in Internaten, das Treiben der „Halbjungfrauen“ und manchmal die Mögliche, noch kurz vor der versprochenen Ehe eine Erfahrung mit einem anderen Mann zu machen.

Das 19. Jahrhundert und die weibliche Jungfrau

Über den Unterschied der Frauen aus dem „einfachen Volk“ und der „besseren Gesellschaft“ schrieb ein viktorianischer Gentleman spottend (2):

Eine Frau aus einfachen Verhältnissen lernt viel früher, welche Lüste ihr ein Mann bereiten kann. Die Frauen aus der besseren Gesellschaft versuchten, durch ihre verschlossenen Schösse die Aussicht auf eine bessere soziale Position zu erhöhen. Doch sie litten heimlich an der Entbehrung.


Klar - das würde man heute als „männlichen Chauvinismus“ einstufen. Andererseits waren sich die Frauen aus dem Adel und dem „besseren Bürgertum“ durchaus bewusst, was sie begehrten. Sexuelle Erfahrungen vor der Ehe? Die konnten sich manche Frauen durchaus verschaffen. Im späten 19. Jahrhundert war es allgemein üblich, dass Internatsschülerinnen ihren Lüsten freien Lauf ließen - allerdings eher untereinander als mit Männern. Und ohne Internat, als „höhere Tochter“ kurz vor der Eheschließung? Auch das war möglich - es galt nur, einen plausiblen Weg zu finden, ab und an alleine das Haus zu verlassen. Wohlgemerkt - wir reden von „besten Kreisen“. (3)

„Männliche Jungfrauen“ im 19. Jahrhundert sind ein besonderes Kapitel. Um in dies Thema einzudringen, muss man die Rüstung des Wohlanstands ganz ausziehen. Denn im Grunde versuchten die jungen Männer des 19. Jahrhunderts alles, was sich überhaupt nur „ausdenken“ ließ, um das zu sammeln, was man gemeinhin „Erfahrungen“ nannte.

Das Fazit

Es gibt keinen plausiblen Grund, „Sex bis zur Ehe zu verschieben“. Wer es tut, folgt eher einem „inneren Gelübde“ als irgendeiner Form von Moral. Irgendwann ergibt sich die Frage, ob es sinnvoll war, „schon so früh“ oder „erst so spät“ nach sexuellen Lüsten zu suchen - aber das ist eine Frage der individuellen Betrachtung.

(1) Liebeszeitung.
(2) Gereinigte und an die deutsche Sprache angepasste Version eines Zitats aus viktorianischer Zeit.
(3) Am Beispiel von "Nixchen". Das Buch ist von Helene Keßler, die sich "Hans von Kahlenberg" nannte.
Im Artikel wurden weitere Beiträge aus dem 19. Jahrhundert verwendet, die hier nicht näher angeführt sind.

Die Woche: Haut, Anspruchsträger(innen) und Liebe

Es wird Zeit, mal wieder Tacheles zu reden. Diese Woche ging es hier um die Haut, um Haare und Düfte, die Erscheinung und ihre Wirkung, um die Liebe und um Menschen, die denken, sie wären extrem großartig.

Schluss mit lustig – geht heim, Anspruchsträger(innen)

Egoisten, Egozentriker oder „sehr anspruchsvolle“ Personen sind nahezu immer daran erkennbar, wie wahnsinnig toll sie sich finden. Dazu kann ich euch sagen: Nackt und richtig hinterfragt sind sie alle „ganz gewöhnliche Menschen“. Und in vernünftigen Statistiken zählen sie ohnehin als „Durchschnitt“. Ein Teil von ihnen ist lernfähig – ein anderer Teil zählt zu den echten Narzissten oder zu jenen, die eben nicht lernfähig sind. Wer sie trifft, sollte äußerst vorsichtig sein. Echt – Schluss mit lustig und falschem Verständnis für Frauen und Männer, die ihre Ansprüche auf einem Tablett vor sich hertragen.

Durch die Haut und über die Haut

Liebe geht durch die Haut, schleicht sich in die Haut und hat überhaupt viel mit der Haut zu tun. Immer wieder wird gestritten, inwieweit Sex und Liebe trennbar sind. Beschäftigen wir uns mit der Haut, so finden wir, dass Liebe nichts völlig Abstraktes ist – wenngleich die Haut auch auf heftigere Reize reagiert.

Haut, Haar und die Erscheinung als solche sind sehr natürliche Lockstoffe der Natur. Ein Satz, der im Artikel verborgen ist, macht Feministinnen offenbar zu schaffen: „Du kannst nicht nicht wirken.“ Aber gegen wissenschaftliche Standards ist kein Kraut gewachsen. Deine Erscheinung wirkt, ob du willst oder nicht.

Aufbruch zur Sinnlichkeit

Viele der „heimlichen Blogger“ und Menschen, die soziale Medien benutzen, pflegen gerade wieder ihre Wünsche an die Welt. Wollen und Wünschen ist wieder verdammt populär. Ob sich alles durchsetzen lässt? In jedem Fall ist der Liebesmarkt gerade wieder am Brodeln – und da bedeutet für Partnersuchende immer: Vorsicht ist geboten. Mehr im Artikel.

Der längste erotische Roman

Erotische Literatur war in viktorianischen Zeiten erheblich aufwühlender als heute, weil die Autorinnen und Autoren keinen Stein der zuvor geltenden Mauern aufeinander stehen ließen. Noch heute wirken diese Bücher, vorm Standpunkt der Literatur aus gesehen, ausgesprochen „wüst“. Der längste (und einer der frivolsten) Romane jener Zeit war „Walter“.

Küsse besser ohne Anstand

Der Tag des Kusses wurde von mir nur am Rande erwähnt. Er dient offenbar zur Verherrlichung romantisch-sinnlicher Gefühle. Und gemeint sind damit alle „anständigen“ Küsse. Wie schade.

Marginalien und Persönliches

Manchmal ergibt sich die Frage, warum ich überhaupt über die Liebe schreibe. Da könnte sich es mir wirklich einfach machen: Weil mehr als 90 Prozent von dem, was über die Liebe geschrieben wird, ausgemachter Bullshit ist. Und das nicht erst seit gestern, sondern solange ich lebe und die Umgebung bewusst als Liebender wahrnehme. Natürlich gibt es Wahrheiten – aber sie finden in der Presse nur dann Beachtung, wenn ein Autor ausnahmsweise erst nachgedacht und dann geschrieben hat und sein Buch dennoch ein Bestseller wurde. (Zum Beispiel in: Richard David Precht, Liebe. Ein unordentliches Gefühl).

Ich werde gelegentlich gebeten, jemanden persönlich zu beraten. Und dazu eine klare Ansage: Nein, leider nicht. Ich habe dafür persönliche Gründe, die den Rest der Welt nichts angehen. Indessen antworte ich gerne auf Quora. Falls ihr so etwas versucht: Die Fragen sollten kurzgehalten werden und ergebnisoffen formuliert sein. Das heißt, keine Behauptungen enthalten und nicht als Alternativfragen formuliert sein.

Und natürlich: Ein schönes Wochenende mit Sinn und Sinnlichkeit, soweit es dir möglich ist.

Nein - die Liebeszeitung bietet keine persönliche Beratung

Viele Publikumszeitschriften und vor allem Frauenzeitschriften haben ihre „Agony Aunt“, auf Deutsch meist „Briefkastentante“ genannt.

Die Idee hatte ich früher auch - aber bald stellte sich heraus, dass solche Antworten auch missbraucht werden können. Zum Beispiel - falsch zitiert oder aus dem Zusammenhang gerissen - im allgemeinen Internet oder in sozialen Medien.

Um dafür einen Ausgleich zu schaffen, habe ich mich entschlossen, Fragen nur noch über Quora zu beantworten - und auch dies selbstverständlich nur dann, wenn ich über ausreichend Informationen zum Thema verfüge. Dies hat zudem den Vorteil, dass ihr dort auch Antworten von anderen Mitgliedern bekommt. Selbst wenn die Vielfalt bei Quora manchmal verwirrend ist, so ist sie doch ein Mittel, viele unterschiedliche Ansichten zu euren Themen kennenzulernen.

Bitte habt Verständnis für diese Entscheidung. Sie schützt euch, wenn ihr Fragen habt, und sie erweitert das Spektrum der Antworten.

Hinweis: Wer mehr über die Arbeit von Menschen erfahren will, die tatsächlich als modifizierte "Briefkastentanten" tätig sind, kann dies aus dem Abschieds-Interview der jahrelangen Blick-Sexologin Caroline Fux entnehmen. Ich hatte viel Vergnügen beim Lesen.

Die Woche: normale und besondere Liebe nebst Erotik

Ich hoffe, wir verlassen dieser Tage das Hoheitsgebiet der Dummschwätzer. Sie haben die Pandemie genutzt, um uns neue Ideen einzuimpfen, die nun wirklich nichts nützen. „Nachhaltige Beziehungen“ sind zum Schlagwort geworden, und die Internet-Autorinnen und Autoren übertreffen sich darin, „Anzeichen“ für sogenannte „toxische“ oder eben „nachhaltige“ Beziehungen zu verbreiten. Wenn wir zurückkehren zur „Normalität“, dann wird wieder jeder für sich entscheiden müssen, was für ihn „normal“ ist. Und nein, nicht alles, was du nicht verstehst, ist „unnormal“. Ich hoffe, dass des jeder versteht.

Sonderbare Neigungen?

Wer Neigungen hat, die weder in der heterosexuellen wie der homosexuellen Welt als „normal“ gelten, muss mit Ablehnungen rechnen. Warum das so ist, wird selten klar, aber es ist so. Mancher wird wegen der Volkszugehörigkeit abgelehnt, mancher wegen der Hautfarbe, mancher wegen seiner Persönlichkeitseigenschaften und mancher, weil er gerne Zehen lutscht oder sich sinnlichen Schlägen hingibt. Manche unserer Mitbürger tolerieren all dies nach außen, sind aber innerlich davon abgestoßen. Was du in keinem Fall erwarten darfst: dass alle Menschen deinen Neigungen und Vorlieben verstehen.

Nicht-Suchen und anderer psychologischer Unfug

Immer wieder werfen Zeitgenossen die Frage auf, ob „suchen“ einen Sinn hat. Die einen wollen gefunden werden, die anderen hoffen auf Meister Zufall. Manche kommen uns auch mit dem Lieblingsmodus falscher Berater: psychologischen Ammenmärchen. Ich kläre das- und zwar so objektiv wie möglich.

Wo wir gerade bei Unsinn sind: Ein Partner (eine Partnerin) für dich ist nicht der „perfekte Mensch“, sondern der, mit dem du gerne zusammen bist. Das ganze Buhei um den perfekten Mann kommt aus den USA und hat sich von dort über fragwürdige Blogs, Bücher und Frauenzeitschriften verbreitet.

Den Menschen reduzieren auf den „Familienmenschen“?

In Deutschland hat man den Familienmenschen als vermeintliches „ideal“ gefunden. Also eine Person, die wenig Eigenschaften hat, die aber behauptet, sie hätte diese eine: Familiensinn. Das kling gut, reicht aber auf keinen Fall aus, eine Beziehung zu begründen.

Pfui Teufel, so etwas liest man nicht!

Alle Jahre wieder – und besonders derzeit – sind die Mahner unterwegs, die uns sagen: Lest keine Erotik, sie schadet euch an Körper und Seele. Na klar – man kann Erbauungsliteratur lesen, Historienromane oder die Bibel. Lehrreich und belehrend darf immer sein, was man so liest. Aber all dieses „Pfui-Teufel-Zeug“? Sind wir plötzlich alle moralinverseucht?

Nein, sind wir nicht. Alles, was der Unterhaltung dient, ist „eigentlich“ überflüssig. Und dennoch kaufen wir uns Publikumszeitschriften, Lesen Krimis oder gucken, was „es heute im Fernsehen“ gibt. Nur falls wir Erotik lesen, sind wir … na ja, also ehrenhafte Menschen lesen „so etwas“ nicht. Es sei denn, sie tun es dennoch.

In eigener Sache: Freiheit und liberales Denken

Habt ihr euch schon mal gefragt, wer mich „bezahlt?“ Die Datingbranche etwa? Solche dummdreisten Behauptungen kommen ja immer wieder auf. Ich sage dies dazu: Meine Worte sind derzeit unbezahlbar, weil ich sie nicht verkaufe. Und dies Blog ist mein Geschenk an meine Leserinnen und Leser – nichts sonst. Und der lodernde Funke unter der Haube ist der Gedanke an liberales Denken, eure und meine Freiheit und das Recht, uns als Liebenden und Lebende selbst zu definieren.

Ach, und noch dies: Wir mussten den Titel ein bisschen ändern. Deswegen steht dort jetzt (auch):

Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Ein frohes Pfingstfest an diejenigen, die es feiern, ein paar besinnliche freie Tage für die, die es nicht tun.