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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche – wer profitiert von Lust, Sex und Dating?

Ist die Antwort: „Vor allem Du?“ Oder ist sie „fast alle außer Dir? Fest steht, dass von gelungenen wie von misslungenen „Annäherungsversuchen“ vor allem die Dating- und Beraterbranche profitiert. Dein Gewinn ist in den meisten Fällen gering. Das beweist die Anzahl von fehlgeschlagenen Dates oder sinnlosen Mitgliedschaften in Dutzenden von Single-Börsen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es mehr Beratungsangebote als Beratungsbedarf gibt. Und was wir wissen, ist leider auch dies: Wirtschaftlich attraktiver Mann trifft körperliche attraktive Frau– das war es dann. Klar – das geht auch anders. Aber dann beginnt ein neuer Blödsinn: „Mann“ braucht Niveau, „Frau“ auch und dann beginnt das dümmliche Spiel mit der Augenhöhe. Wer hat den höchsten Wasserstand (Niveau) und wo kreuzen sich die Linien beim Augenkontakt? Im Grunde ist alles ein verbales Tuttifrutti.

Genitalien im Überfluss – und Pornografie

Pornografie ist wieder in die Presse gekommen – mal so, mal so. Was ich mit Sicherheit sagen kann: Genitalien sind zumeist nicht besonders attraktiv. Und ja, es gibt frauenfeindliche Tendenzen in ihnen. Nur: Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf, oder vor der bösen Wölfin? Und warum ändert sich da nichts? Die Antworten kennen vor allem Filmerinnen.

Lustschmerz, Schmerzlust

Ähnlich verhält es sich mit der Schmerzlust – geschrieben, gefilmt, oder tatsächlich zugefügt und genossen. Klar – Lust geht auch ohne Schmerz und Schmerz ohne Lust – aber was verbindet eigentlich Lust und Schmerz? Und wer hat den Gewinn davon?

Triolen, Dreier – und Du?

Ja – und DU. Mir ist die Berichterstattung über Triolen zu sehr auf „schön“ eingefärbt. Und statt etwas zu behaupten, fragen wir einfach mal: „Wie haltet ihr es mit dem/der Dritten?“ Einfach mal anlesen – und dann möglichst reagieren.

Wer profitiert von was?

Sollte ich einen Satz mit „leider“ beginnen? Lieber nicht? Von dem ganzen Gedöns um Lust, Sex und Dating profitieren in erster Linie Leute, die damit Geld machen. Ein bisschen dann diejenigen, die ein Stück von dem süßen Kuchen umsonst bekommen – barrierefreien Sex, sinnliche Begegnungen, feste Beziehungen. Und gar nicht all die, die nur Löhnen, um sich emotional oder physisch, sozial oder sonst wie in die Fluten der Ungewissheit zu stürzen.

Nimm! Gib! Und ein Versprechen

Und deshalb sage ich: Es ist nicht falsch, etwas zu nehmen, das geboten wird. Und es ist auch nicht falsch, etwas zu geben oder anzubieten. Falsch ist immer nur, etwas zu versprechen, was man (frau) nicht halten kann oder will.

Ich jedenfalls halte mein Versprechen, die Liebeszeitung auch 2023 weiterzuführen, solange es mir möglich ist. Werbefrei und arm an Ideologien.

Und in diesem Sinnen – ein schönes Wochenende für alle, die vom Lesen der Liebeszeitung profitieren.

Sex von außen - die ultimative Luststeigerung?

Irgendwie ist es wie Petting ... und doch ist es mehr
Im Englischen heißt der Geschlechtsakt „intercourse“, weil diese Art von Kommunikation immer dann stattfindet, wenn jemand gewöhnlichen Sex hat. Bekanntlich ist dann „etwas drin“, um es salopp auszudrücken.

Seit einiger Zeit wird ein Trend beobachtet, statt „intercourse“ zunächst einmal „Outercourse“ zu haben. Der Hintergrund ist, kurz und ohne Schnörkel, dass Männer ihren Penis meist nicht lange ruhen lassen wollen, und der Geschlechtsakt ist dann bekanntlich kurz. Ob sie damit immer zufrieden sind? Ich bezweifle das.

Wie der Weg in die Lust verlängert werden kann ... Sex geht auch "außen"

Was wäre nun aber, wenn der Mann sein Ziel erst nach vielen Bemühen erreichen kann? Zum Beispiel, weil sich beide zunächst einmal gar nicht ausziehen – zumindest die Frau nicht. Das Codewort dafür heißt PG-13 – was mehr oder weniger heißt: Wie man früher mal an den Sex herangegangen ist, als die jungen Paare fürchten mussten, dass plötzlich die Mutter im Türrahmen stand. Nun ja, vielleicht erinnert sich noch jemand.

Jedenfalls geht es darum, den Körper zu liebkosen, ohne nackt zu sein und ohne sofort auf die Genitalien abzuzielen.

Eigentlich geht es immer – auch wenn es manchmal etwas kühn ist. Sogar auf Partys … was die älteren unter euch sicher an die Schummerlicht-Partys ihrer Jugend erinnern dürfte. Ihr schmiegt euch einfach aneinander und kommt nach und nach auf die Grenze zu, in der die Barfrau oder der geschäftsführende Oberkellner schon so komisch geguckt hat.

Irgendwie erinnert das alles an "Petting"

Eine Expertin für „Outersex“ wusste sogar, dass ihr Mal wieder mit dem Händchen über die Vorderseite seiner Hose fahren solltet. Das gilt als äußerst frivol, weil angeblich keine anständige Frau so etwas tun würde, denn das war das Privileg der Tischdamen in Animierlokalen.

Erinnert euch das an „Petting?“ Ach so, ihr seid unter 50 – da war wohl nichts mehr mit Petting. Das funktionierte jedenfalls so ähnlich, aber doch anders. Denn „anständige“ Frauen trugen damals panzerähnliche Unterwäsche, die den „Zugang“ deutlich erschwerten. Nur bei den bereits erwähnten Partys erleichterten sie ihren Kerlen den „Weg nach oben“. Das gehörte zum Ritual.

Durch die Kleidung bekommst du auch Lust - was du anziehen kannst
Ganz angezogen oder leicht angezogen - Hauptsache Berührungen ...

Heute sagen euch die Beraterinnen, ihr solltet etwas „Anschmiegsames“ tragen, das sich für dich gut auf der Haut anfühlt. Seide eignet sich immer – sowohl beim Betasten wie auch beim Küssen, und auf beiden Seiten dieses Stoffs kommt von der „anderen Seite“ ganz viel an. Also Samt, Seide, pelzartige Stoffe, Viskose … keine Frage, dass Kleider, Röcke, Nachtkleider oder sogar Bademäntel sich besser eignen als Jeans. Die anderen Materialien (Leder, Tierpelze, Latex, Gummi und Wolle eignen sich eher für die „Liebhaber des Besonderen“ – aber die wollen sowieso in einer anderen Liga spielen

Ein bisschen „anrüchig“ ist das Ganze natürlich trotzdem – sonst wäre es ja nicht so interessant. Zum Beispiel, indem ihr einander „durch die Kleidung hindurch erregt“ – und vor allem versucht, durch die Kleidung zu küssen – der andere spürt dies garantiert.

Morgenmäntel sind viel intimer als Bademäntel - der Versuch lohnt ...

Wenn die Lust langsam in dir hoch kriecht ...

Das Geheimnis all dessen?

Es ist eigentlich ganz einfach – das Spiel mit der Lust wird verlängert, indem du zumindest eine ganze Weile „angezogen“ bleibst. Und du lernst deinen eigenen Körper noch einmal neu kennen – dein Partner oder deine Partnerin übrigens auch.

Und – es ist anders als „damals“, denn natürlich könnt ihr vieles von dem tun, was ihr damals nicht „durftet“ oder euch nicht getraut habt.

Eine der Autorinnen, die ich las, schlug etwas vor, was bei experimentierfreudigen Paaren tatsächlich völlig neue Erfahrungen auslösen soll: Das Abschlecken der Finger durch den Partner. Und ihr könnt euch auch noch überlegen, ob auch ein Paar Klapse dazu passen. Auch die finden ja „außen“ statt.

Klar gibt s noch viele, viele andere Vorschläge. Jede Frauenzeitschrift bietet solche Artikel an. Was aber immer gleich ist: Die meisten der Spiele mit „Sex außen“ werden von Frauen vorgeschlagen.

Ich las zum Beispiel „Womens‘ Health.“ Der Artikel ist zwar schon zehn Jahre alt, enthält aber all die Namen, die sich um das Thema verdient gemacht haben. Und ein Thema ist es immer noch.

Die Woche: zweite Dates, Wissenschaft mit Grauschleier, Logik und ein kleiner Lichtblick

Wissenschaft verkommt immer mehr zum Stichwortgeber der Boulevardpresse. Das liegt teilweise an den Wissenschaftlern selbst, die geschickt in Wahrheitspapier mit Seriositätsschleife einwickeln, damit es die Presse anlockt. Andererseits aber auch an den Presseleuten, die alles begierig aufgreifen, was ohne Probleme in jeden Dummkopf passt.

Wann gibt es ein zweites Date?

Diesen Gedanken hatte ich bei der Behauptung, dass es nur zwei Merkmale gibt, um aus einem ersten Date ein zweites abzuleiten. „Forscher“ haben immer wieder behauptet, dass es „ganz bestimmte Merkmale“ gibt (meist drei oder fünf – die Zahl musste jedenfalls ungerade sein). Aber nun sind es zwei. Und bald wird jemand auf die Idee kommen, es sei ein einziges Merkmal.

Mit Verlaub – das ist keine Wissenschaft – das ist spekulatives Denken. Und entsprechend fehlen glaubwürdige Beweise.

Psychologie oder Stammtischweisheiten?

Die Psychologie feierte einst Triumphe. Dann wurde es etwas ruhiger um sie, weil sie sich zu oft irrte. Viele kluge Köpfe haben dies erkannt, doch statt die Fundamente zutreffend zu definieren werden die „alten Kamellen“ immer wieder aus Neue abgelutscht. Das typische Beispiel dafür ist, ständig mit der Streubüchse herumzugehen und zu erklären, warum „wir“ einen Partner finden oder keinen finden und was wir ändern müssten, um dann doch noch erfolgreich zu werden. Das klingt so ähnlich wie die „Patentlösungen“ der Politik-Experten am Stammtisch. Ob Psychologe, Küchenpsychologe oder Single-Berater: Wenn es Gründe gibt, liegen sie in der Person. Und nur über die Person können die Gründe gefunden werden.

Wenn linke Wissenschaftler Gedanken versklaven wollen

Das Verhältnis der Geschlechter (seien es zwei oder mehr) ist durcheinandergeraten, seit sich Geisteswissenschaftler(innen) eingemischt haben. An die entsprechenden Thesen glaubt niemand außerhalb der Kreise, in denen sie diskutiert werden. Naturwissenschaften gelten dort als überflüssig, was die Angelegenheit noch einmal fragwürdiger macht. Du man ist dort absolut linkslastig: Einschränkungen und Regelwerke statt Freiheiten und Genüsse ist die Parole. Nun ist die Diskussion auf einer extrem theoretischen Ebene dennoch in Gang gekommen.

Mit Logik geht Partnersuche auch

Wer so kühn ist, an Logik zu glauben, der sollte meinen Artikel darüber lesen, wie wahrscheinlich es ist, eine Beziehung oder Ehe einzugehen, wenn nur zwei Prozent der Bevölkerung überhaupt infrage kommen. Da kommen natürlich noch Faktoren wie Single-Sein, Alter und soziale Komponenten dazu. Aber dies ist sicher: Wer nur zwei Prozent der infrage kommenden Personen treffen will, schließt 98 Prozent aus.

Das Masturbieren und Du

Anmerkungen zum Masturbieren“ ist ein Beitrag, um über sich selbst nachzudenken – die eigenen Wünsche, Lüste und Befürchtungen kennenzulernen und zu wissen, was andere Menschen darüber denken. Mehr nicht. Aber er könnte dich sehr persönlich betreffen.

Und dies waren wir euch noch schuldig: einen Beitrag über den Sinn, in Beziehungen die sexuellen Rollen umzukehren. Nicht auf ewig – auf Zeit.

Nachdenken gefällig?

Ja, und auch diesmal wünsche ich euch ein bezauberndes Wochenende. Allerdings könntet ihr euch auch mal überlegen, ob ihr der kritischen Stimme der Freiheit, die aus diesem Blog spricht, nicht mehr Aufmerksamkeit schenken könntet. Nur so ein Gedanke.

Zwischenruf – trau keinem „guten Rat“

Zu Anfang hörte ich: „Guter Rat ist teuer“. Bevor ich lernte, dass guter Rat „im Dutzend billiger“ ist. Das heißt: Je mehr Rat du bekommst, desto „billiger“ im Sinne von „schlechter“ ist er. Gegenwärtig versuchen es wieder alle. Also Küchenpsychologinnen, bücherschreibende Psychologinnen und Frauenzeitschriften, in denen populistische Beraterinnen zitiert werden. Meist geht es darum, dir irgendwelche willkürlich Tipps über „Dating“ in die Augen zu pusten (1).

Billiger Rat für die Massen

Ich habe den Ausdruck bewusst gewählt, weil es zumeist Illusionen sind, die die dort in den Wind gepustet werden. Keine seriöse Psychologin würde einen Partnersuchende oder einen Partnersuchenden beraten, ohne eine gründliche Analyse ihrer/seiner Ist-Situation. Damit keine Zweifel aufkommen: Ich bestreite nicht, dass Psychologinnen (1) Einzelmenschen, vielleicht auch Gruppen beraten können. Aber jeder „allgemeine Rat“ ist billig. Zu billig, weil er falsche Hoffnungen weckt.

Marktgesetze beherrschen in Wahrheit die Partnersuche

Was wir wirklich über „die Chancen“ bei der Partnersuche wissen, ist sehr wenig. Am verlässlichsten sind Zahlen, und aus diesen kann man eine Art Analyse des Marktgeschehens ableiten. Schon, wenn ich diesen Ausdruck benutzen, schalten viele von euch ab, weil sie den falschen Leuten glauben. Was ihr als Dating bezeichnet, ist in Wahrheit ein Zahlenspiel um die „verbliebenen“ freien Singles. Wie viel sind verfügbar? Und wer ist in einem Alter, das „für dich passt?“. Ob du Chancen hast, ist weitgehend davon abhängig, ob das, was du darstellst, von anderen nachgefragt wird. Wenn nicht, bleibst du allein oder du passt dich den Gegebenheiten an. Einfachste Kenntnisse der Marktgesetze von Angebot und Nachfrage helfen dabei.

Psychologie ist allerdings besser als Wahrsagerei

Ja, ja … auch Psychologie kann dazu eingesetzt werden, falsche Entscheidungen zu vermeiden. Wenn ich bedenke, wie viel Menschen für ihre Entscheidungen Aberglauben (Horoskope, Handlesen, Pendeln, Wahrsagerinnen) einsetzten, müsste ich eigentlich froh sein, wenn jemand tatsächlich auf den Rat einer Psychologin hört. Jedenfalls dann, wenn er nach einem längeren Gespräch auf Augenhöhe gegeben wird.

Mehr Mut - wagen, gewinnen und hinnehmen, dann und wann zu scheitern

Es gibt im Übrigen noch einen Weg, den oder die „Richtigen“ zu finden. Er heißt „wagen und gewinnen“ und zu einem gewissen Prozentsatz das Scheitern einzukalkulieren. Eine Beziehung zu beenden ist nicht das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann.

(1) Die meisten der im Beziehungsbereich aktiven, populistisch orientierten Psychologen sind Frauen. Männer können natürlich ebenso fragwürdigen Rat geben.

Der Montag: Rat aus den Sternen, dem Zettelkästchen und der Psychologie

Die Woche begann wieder einmal mit dem üblichen Blödsinn: Groß angekündigt wird eine „Dating-Beraterin“, die „sechs Dinge verrät, die ihr in eurem Profil vermeiden solltet.“

Die Dinge sind natürlich nicht dinglich, sondern Hinweise. Und sie stammen von einer Dame, die für ein vierwöchiges das „Dating-Coaching“ 20.000 US-Dollar verlangt.

Offensichtlich meinen die Autoren, eh mehr Geld jemand mit Beratung verdient, umso kompetenter sei er/sie auch.

Die Wahrheit: Die „Dinge“ sind absolut trivial und allgemein bekannt.

Wieder einmal Paarberater als Experten

Der ICONIST (WELT) war diese Woche ganz vorne bei den „Weisheiten“. Diesmal bot man gleich zwei Paarberater auf. Der Titel: Nie wieder Single. Offenbar ging es darum, wie viel Dates man braucht - aber weil eine Paywall vor diesem Artikel aufgebaut wurde, können die hoffenden Singles ihn nicht lesen. Und mal ehrlich, ich habe auch verzichtet. Beinahe jede Woche (oder noch öfter) bietet eine Redaktion „Paarberater“ an, die angeblich etwas über die Prozedur des Kennenlernens wissen wollen. Ich frage mal: Warum keine Biologen, Ärzte, Gehinfoscher oder Ökonomen?

Vom Horoskop zur Lustbereitschaft

Nächste Baustelle: Desired Lifestyle. Dort lockt man damit, die Frauen zu benennen, deren Sternzeichen tollen Sex versprechen. Oder waren es Frauen, für die Sex besonders wichtig ist? Die Daten will man von der „Zyklus-App Eve“ bekommen haben.

(1) In Deutschland auf "Business Insider", ansonsten auf "Insider".
(2) Bis zur Paywall: ICONIST/Welt.
(3) Desired unter dem Oberbegriff "Horoskop"