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Du hast Probleme, jemanden kennenzulernen?

Du hast also Probleme, jemanden kennenzulernen, der dich mag und den du magst? Im Klartext heißt das fast immer (erschrick nicht), dass du Probleme mit dir hast.

Warum Rat nicht immer hilfreich ist

Wenn du anderen davon berichtest, was ja angeblich hilfreich sein soll, bist du in Wahrheit angeschmiert. Nicht mit dem anderen Geschlecht zurechtzukommen, gilt einerseits als Makel, andererseits als gesellschaftliches Übel.

Hält dein Gegenüber es für einen Makel, so wird er einen Kübel mit Unrat über dich auskippen – Kritik oder Bezichtigungen werden auf dich einprasseln. Das Fazit: Du bist die Wurzel allen Übels. Aber das bist du nicht – es ist nur nötig, über dich nachzudenken.

Glaubt dein gegenüber, deine Probleme basierten auf einem gesellschaftlichen Übel, so tritt das Gegenteil ein: Du bist für gar nichts verantwortlich. Die anderen sind schuld. So zu beraten, grenzt an Betrug, denn es ist wesentlich einfacher, sich selbst zu ändern als die Welt zu verändern.

Sitz du einem Klugscheißer (es gibt auch Klagscheißerinnen) gegenüber, so bombardiert er dich mit Lösungen, ohne dein Problem zu begreifen. Das kannst du vergessen.

Beginne bei dir, bevor du dir Rat holst

Also: Du hast Probleme mit dir, aber du weißt nicht welche. Es kann sein, dass du nicht sehr viel Fähigkeiten entwickelt hast, die anderen gefallen könnten. Dann wäre es gut, eine Liste zu erstellen, welche Fähigkeiten du an dir erkannt hast. Das ist nicht einfach, aber irgendwie musst du mal anfangen.

Ebenso ist es möglich, dass du dein Problem auf eine Art lösen willst, die für dich nicht funktioniert. Das ist zum Beispiel so, wenn dir „immer wieder das Gleiche“ passiert. Dann könnte dir helfen, neue Leute kennenzulernen, die ganz andere Ansichten, Fähigkeiten oder Möglichkeiten haben. Man nennt so etwas eine „Lösung zweiter Ordnung“.

Was ich dir noch sagen kann? Denk nicht so viel „vor und zurück“. Sieh dir an, was im Moment passiert, was du jetzt denkst und fühlst. Beobachte dich mit deinen eigenen Handlungen und Gedanken.

Es wäre schön, wenn dir das, was ich hier schreibe, helfen würde. Ich schreibe es ohne wirtschaftliche Interessen.

Frauen, mir kommen die Tränen!

„Frauen müssen beim Online-Dating emotional mehr riskieren“, titelt WAZ-Redakteurin Caroline Rosales. In ihrem Artikel wird das Wort „emotional“ dann oft mit „finanziell“ ergänzt, und die Emotionen werden mit „mehr Risiko“ und „mehr leisten“ ergänzt.

Belegt werden solche kühnen Behauptungen durch eine gewisse Moira Weigel, die – wie kann es anders sein – ein Buch geschrieben hat.

Ach, du liebes Lieschen, und woran bemisst sich der Aufwand?

Schönheitspflege von heute und Psyche-Spielchen von damals

Wir finden zunächst, dass der Aufwand finanziell enorm ist: Schönheitspflege, Frisur und Sport werden erwähnt. Und die Emotionen? Oh ja, wir lesen, dass es früher einmal (in den USA, versteht sich) „ungeschriebene Regeln“ gab, wie sich ein Mädchen emotional zu verhalten habe, nämlich in „nicht leicht zu haben“ zu machen.

Mit Männern schlafen, um der Clique zu gefallen?

Und nun? Zur Abwechslung wir dann mal die Psychologin Sandra Konrad zitiert, die (natürlich) ebenfalls ein Buch geschrieben hat. Und die soll sinngemäß erklärt haben, dass „sich sogar junge Frauen schon in der Pflicht (fühlen), Sex zu haben, um in der Clique mitreden zu können.“

Mein Gott, Agathe, die Puppe kotzt! Die emotionale Leistung liegt also darin, gegen die eigene Überzeugung mit dem Mann gleich beim ersten Date „Sex zu haben“, um in ihrer Clique damit prahlen zu können? Mir kommen die Tränen ...

Hört auf euch selbst, und vergesst die Berater

Ich glaube, wie sollten dreierlei vergessen: redaktionelle Artikel über Online-Dating in der Tagespresse, die Auffassungen der Psycho-Branche und das, was wir sonst an Ratgeberliteratur kaufen können.

Und stattdessen?

Verlasst euch auf euch selbst, eure eigenen Gefühle und Bedürfnisse – und tut um Himmels willen all das, was ihr wirklich tun wollt. Beim „Dating“, in der Liebe und überall sonst.

Ich las dazu die WAZ.
Anmerkung: Die WAZ verhindert auf ihrer Webseite, dass ihr diesen Artikel lesen könnt, ohne Abonnent zu sein. Obgleich dies inzwischen viele deutsche Verleger tun, halte ich es dennoch für eine Unsitte, die den freien Zugang zu Nachrichten und Informationen behindert.

Scheitert die Ehe an übertriebenen Gefühlserwartungen?

Der Zeitgeist sagt uns, wie wichtig Gefühle sind – und da erinnere ich mich an eine Zeit, in der diese Frage schon einmal gestellt wurde: Man wollte ans Eingemachte, an die innersten Empfindungen. Nach Maslow passiert das immer dann, wenn man sonst keine Probleme mehr hat: Sozial und finanziell gesichert, etabliert und saturiert: Und nun will man mal sein Seelchen schmücken. Dagegen spräche nicht, wenn damit nicht Forderungen und Ansprüche verbunden würden.

Wenn die Esoterik- und Psycho-Branche frohlockt

Esoteriker, Gurus und Geschäftemacher versuchten schon Mitte der 1970er Jahre, eine neue, auf asiatische Religionen, neue psychologische Richtungen und allerlei Hokuspokus basierende Gefühlsbewegung aufzubauen. Sie hatte die üblichen dreifachen Folgen: einigen diente sie, finanziell wie emotional, manche ruinierte sie (überwiegend emotional) und die große Masse nahm sie verblüfft zur Kenntnis. Letztendlich ging man zur Tagesordnung über: „Ach, eine dieser Moden“. Wer sei Geld mit der Hände Arbeit verdienen musste, verstand die ganze Chose nicht, und wer seinen Geist einsetzte, um sein Brot zu verdienen, spottete schon damals: ach, die sind eben auf dem Psycho-Trip“. Ich kann mich an eine Episode erinnern, in der ich davor warnte, Gefühle zu hoch zu bewerten, zu weit herauszuhängen und vor allem, sie sie zu sehr zu verherrlichen, weil der Umgang mit ihnen eher ein Kulturphänomen sei.

Anmaßende Forderung: Ach, schenke mir doch Gefühle!

Nun kommt der Glaube an die Gefühle wieder zurück - aber aus anderer Sicht: Ehepartner maßen sich an, einen Anspruch auf ein reges Gefühlsleben des Partners zu haben. Sie kommen gar nicht erst auf die Idee, dass sie selber für ihre Gefühle verantwortlich sind, oder dass sie die Gefühle, die ihnen entgegengebracht werden, maßgeblich beeinflussen. Und sie sind sich absolut sicher, dass ihre Erwartungen „normal“ sind, also nicht über alle Maßen hoch. Der erwünschte Gefühlszuwachs soll vom Partner kommen. Er soll Liebe schenken, Intimität gewährleisten und letztendlich auch der Verantwortliche sein, wenn der Goldtopf der Gefühle nicht ständig randvoll ist.

Erwartungen herunterschrauben?

Nun könnte man sagen: Die Erwartungshaltungen von Ehepartnern aneinander sind offenkundig zu hoch – wie könnte man diese Erwartungen absenken? Das wäre möglicherweise sinnvoll, denn generell sind viele Erwartungshaltungen aneinander zu hoch geworden und die Enttäuschungen daher umso größer.

Oder Beziehungsarbeit verordnen lassen?

Oder aber, wir lassen uns von Psychologen, Beratern, Gurus und Esoterikern mehr „Beziehungsarbeit“ verordnen. Das klingt immer gut, und daran lässt sich nötigenfalls auch verdienen. Bücher, DVDs, Seminare … ungefähr so wie damals in den 1970ern.

Gefühlskonten plündern und plündern lassen?

Ich frage mich: Was ist aus uns geworden, mit solchen Ansprüchen zu leben? In den 1970ern ließen sich Frauen oft scheiden, weil sie glaubten, in einer neuen Beziehung mehr Freiheit zu verspüren. Zunächst aber mussten sie sich an andere Realitäten anpassen, was sie im Rausch der Erwartungen nicht einmal geahnt hatten. Heute wollen sie mehr Gefühle absaugen – und dann? Macht es Freude. Ständig die Sozial-und Gefühlskonten anderer zu plündern? Wobei auch Männer ständig wie die Taubenschwanzfalter im Abstand an weiblichen Gefühlen nuckeln und sich niemals auf einer Blüte niederlassen. Überhaupt Männer – sie sind zum Teil egoistisch im Konsum von Liebe, Lust und Leidenschaft. Dann wollen sie noch mal die „richtige“ Lust und Leidenschaft verspüren und junge, frische Haut riechen. Schade, aber kaum zu ändern.

Der erste esoterisch-emanzipatorische Aufbruch und sein Preis

Zur Erinnerung: In den 1970ern hatte die Freiheit ihren Preis, und er wurde selten einkalkuliert: Frust und Einsamkeit erwarteten (zumindest zunächst) die frisch Geschiedenen, denen man eingeflüstert hatte, sie würden nichts als ihre Fesseln verlieren. Die meisten stiegen sozial, wirtschaftlich und emotional ab,. Manche dauerhaft, manch vorübergehend. Und sie musste erst einmal lernen, was ein selbstverantwortliches Leben bedeutet. Mit anderen Worten: der Preis war viel höher als gedacht.

Zurück zu den Frauen (insbesondere ab 40): Sucht mal schön die Männer, die euch dauerhaft diese tollen Gefühle produzieren. Wenn ich zynisch wäre, würde ich sagen: viel Glück dabei!

Alle anderen sagen ich von Herzen: Sucht die guten Gefühle in euch selbst, und belästigt andere nicht damit, sie euch zu schenken.

Nachwort: ich erwarte nicht, jedem aus dem Herzen zu sprechen, der dies liest. Widersprecht mir, wenn euch danach ist. Und ich las, bevor ich dies schrieb, "ze.tt"

Verhökerte Intimität

Sich mit einem Menschen fest zu verbinden, bedeutet stets, einen Teil seiner Intimität zu opfern. Man kann auch sagen, dass jeder selbst entscheidet, wie viel von dem, was „seins“ war, nun „unsers“ wird. Oder, etwas akademischer, wie viel vom ursprünglichen „Ich“ in das „Wir“ des Paares übergeht. Welcher Teil das sein wird, ist schwer vorauszusagen, denn jeder entscheidet für sich, wie viel er beibehalten will, und welchen Teil er in die Beziehung einbringt. Sicher ist nur: Wenn beide Partner ihre Intimität vollends bewahren, dann kommen sie nicht zusammen. Weder geistig, noch emotional, noch sozial, noch finanziell– ja, nicht einmal körperlich.

Körperlich lässt sich die Intimität am schnellsten aufgeben

Körperlich ist es für Erwachsene am einfachsten, die eigene Intimität aufzugeben und einje gemeinsame Intimität zu erreichen. . Sexuelle Begierde kann in Sekunden entfacht werden, sexuelle Kontakte können innerhalb weniger Minuten entstehen. Am Schwierigsten ist hingegen, die Gefühle in den Bereich der gemeinsamen Intimität zu bugsieren. Erstens, weil man es vielleicht gar nicht will – und zweitens, weil es unendlich schwierig ist, Gefühle wirklich vollständig zu teilen.

Nicht jede Intimität will "geteilt" werden

Im Grunde ist es paradox, die Intimität überhaupt „teilen“ zu wollen, denn das Wort bedeutet ja, einen Teil von uns selbst als „inneres“ zu wahren. Erst, wenn es ein „Wir“ gibt, kann auch eine Intimität im „Wir“ entstehen. Wem das zu kompliziert ist:

Ich habe meine Intimität
Du hast deine Intimität.
Wir haben unsere Intimität.


Irrmeinungen über Intimität

Nun lese ich dies über Beziehungen und sexuelle Intimität:

Wer … eine längerfristige Beziehung anstrebt und etwas Spannung aufbauen möchte, kann mit der Intimität ein bisschen warten. Sich rar zu machen, ist nämlich sehr attraktiv und ermöglicht es, erst eine gute emotionale Bindung zueinander aufzubauen.


Und genau an diesem Punkt frage ich: „wie lange, liebe Mitmenschen, dauert es eigentlich, eine ‚gute emotionale Bindung‘ aufzubauen?“ (Ich frage vorsichtshalber nicht einmal, was eine „gute emotionale Bindung“ ist). Ich unterstelle einfach mal, dass beide sich darin einig sind, gemeinsam leben zu wollen und dies als glückliche Fügung ansehen. Und um es gleich zu sagen: Mit dem Wort „emotional“ (gefühlsmäßig) wird heute so viel herumgeferkelt, dass es völlig abgewertet wird.

Der zweite Haken: Ob mit aktivem Sex oder ohne – die ersten Monate und Jahre einer Liebesbeziehung sind nicht ausschließlich von dem „selbstbestimmten“ Wunsch nach Bindung geprägt. Eine wesentlich größere Bedeutung hat die Verliebtheit, die ihrerseits darauf beruht, unsere „freien“ Entscheidungen durch körpereigenen Drogen einzuschränken.

Wie war das mit der sexuellen Intimität?

Im Zitat wird die Lustbefriedigung verknappt. Wie das gesehen soll, ist unklar, aber „rar machen“ heißt ja wohl, sich dem anderen zu verweigern. Wenn dies dann noch „attraktiv“ sein soll, dann bedeutet dies, dass Sex manipulativ eingesetzt wird, also mehr oder weniger verhökert.

Im Grunde ist ein solches Verhalten empörend. Wie kann jemand eine „gute“ und „ehrliche“ Beziehung aufbauen und zugleich Sex verknappen, weil es offenbar chic ist?

Natürlich hätte ich für euch eine Antwort: Lest niemals Beratungsbücher, Beratungsspalten oder Beratungsforen, sondern vertraut auf das, was ihr wirklich selber wollt.

Und ich hätte einen Tipp: Sex zu verhökern ist eigentlich das Fachgebiet der Huren. Lasst es bleiben, wenn ihr halbwegs glaubwürdig bleiben wollt.

Irrtümer und Wahrheiten um „zueinander passen“

Passt - weil die Klammer sie zusammenhält
Der Glaube, dass die eigene Sicht der Wirklichkeit die Wirklichkeit schlechthin bedeute, (ist) ist eine gefährliche Wahnidee.“
Paul Watzlawick (1)

In meinem gestrigen Beitrag habe ich euch geschrieben, warum ihr nicht fragen solltet: „Wer passt zu mir?

Dazu gehört auch, niemandem zu glauben, der behauptet „Ich kenne einen, der zu dir passt.“

Und was ist mit den Leuten, die dir solche Sätze einflüstern wollen?:

„Den passenden Partner finden“.
„Den Einen finden (oder die Eine).“
„Den richtigen Partner finden.“


Sie alle haben ein Ass im Ärmel – und das ziehen sie nur heraus, wenn du ihnen in irgendeiner Form dein Geld gibst: Mitgliedschaft, Beratung, Bücherkauf, Seminar.

Hinzu kommen all die Hellseher, Pendler, Astrologen und Kartenschläger, die möglichst auch noch von deiner Unsicherheit profitieren wollen.

Gestern habe ich sinngemäß geschrieben:

Raus: „Wer passt zu mir?“
Rein: „Wen mag ich?“

Heute will ich etwas Komplizierteres erklären – aber mit einfachen Worten.

Wenn du dir überlegst, was das Wort „Passen“ eigentlich bedeutet, dann weißt du: Dabei geht es um Verträglichkeit. Also doch wieder „Volksmund“? Nochmals das Psycho-Geplänkel von „Gleich und Gleich?“

Nicht verblüffen lassen - Gehirn zuschalten

Vor dem Gebrauch einer Phrase lohnt es sich bisweilen, das Gehirn zuzuschalten und zu fragen: „Und worin gleich?“ Die sogenannten „Fachleute“ werden sofort losschnattern. „In Persönlichkeitsmerkmalen“, werden sie dir sagen, und wenn sie noch besonders schlau wirken wollen, dann sagen sie: „in beziehungsrelevanten Persönlichkeitsmerkmalen.“ Das alles könnt ihr getrost vergessen.

Persönlichkeitsmerkmale aus der psychologischen Mottenkiste

Diese sogenannten „Persönlichkeitsmerkmale“ sind Einstufungen, die sie bei älteren Psychologen gemopst haben. Man beruft sich dabei gerne auf Carl-Gustav Jung (2) oder auf das Fünffaktorenmodell. (3) Gut – die Mehrheit der Anwender im Bereich der Partnersuche sagt inzwischen, dass sie dies alles nicht mehr verwenden würden, weil sie ein geheimnisvolles besseres Modell entwickelt hätten. Das kann man glauben oder auch nicht.

Wie ist es aber wirklich? Gibt es diese „Persönlichkeitsmerkmale“ überhaupt? Und gäbe es sie tatsächlich, hätten sie dann irgendeine Bedeutung für die Partnerwahl? Daran gibt es Zweifel aller Art. Wer wirklich weiß, was „Passen“ eigentlich bedeutet, nämlich „miteinander verträglich sein“ wird mir auch zustimmen, ohne dass ich eine Begründung für meine Ansicht gebe.

"Passen" ist mehr als "Persönlichkeitsmerkmale vergleichen"

In Wahrheit bedeutet „passen“ nicht, dass irgendwelche Persönlichkeitsmerkmale übereinstimmen oder einander ähnlich sind, sondern dass die Realitäten beider Personen verträglich sind.

Nun musst du dich versuchsweise ein bisschen auf Philosophie einlassen. Und das geht so:

- Du hast eine Vorstellung.
- Du hältst diese Vorstellung für die Realität.
- Du denkst, dass die Realitäten der anderen mit deiner Realität übereinstimmen.

Ich sag dir schon mal vorab dies: Es ist höchst unwahrscheinlich. Also musst du jemanden finden, dessen Realität sich am besten mit deiner Realität verträgt. Oder etwas genauer:

Deine Wirklichkeit und die Wirklichkeit der anderen sollten sich in einem möglichst großen Bereich überlappen.

Konstruktivismus - ein möglicher Schlüssel zum Partner

Diese Theorie entstammt der Schule des Konstruktivismus. Sie besagt, dass wir „nicht wirklich über die Wirklichkeit verfügen“, sondern sie uns aus den Bruchstücken unserer Erfahrungen „zurecht schneidern“. Diese Theorie ist unbequem, weil sie voraussetzt, dass wir über alle emotionalen Belange (auch über sexuelle) erst einmal „verhandeln“ oder „kommunizieren“ müssen, und nicht davon ausgehen können, dass schon zuvor eine Übereinstimmung besteht.

„Unbequem“ ist kein Argument gegen etwas. Und eure Partnersuche könnt ihr mit dem Satz „ich suche einen Partner, dessen Welt sich mit meiner verträgt“ gelassen schmücken.

(1) Paul Watzlawick "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" , Vorwort, Seite 9.
(2) Carl-Gustav Jung. Veröffentlichung zum Thema ca. 1921.
(3)Fünf-Faktoren Modell (darauf teilweise basierend) : Erfunden 1936, dann fast vergessen, 1980 wieder neu belebt. seither eine Art "Favorit" unter Psychologen.