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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Sucht einfach jemanden, der euch guttut

Manchmal interessiert mich, was andere Autoren meinen. Besonders dann, wenn diese Personen tatsächlich „nahe am Menschen“ sind. Und tatsächlich habe ich dieser Tage einen aufschlussreichen Artikel in der Frauenzeitschrift „Brigitte“ gefunden. Einige Sätze sind ein bisschen zu akademisch, aber letztlich läuft alles auf einen Satz hinaus:

Man müsste einfach nur danach leben, was einem guttut!

Ich füge noch einen Satz hinzu:

Niemand hindert dich, liebe Leserin, lieber Leser, damit sofort zu beginnen.


Partnersuche in völlig neuem Licht

Die Liebeszeitung wird ihr Kernthema, die Partnersuche, in Zukunft völlig neu ausrichten. Wer sich davor fürchtet, Neuland zu betreten, dem sagen wir: Keine Angst, alles wird einfacher. Im Grunde ist nur nötig, sich mit drei Begriffen zu beschäftigen:

1. Geber
2. Nehmer
3. Markt

Zuerst erkläre ich euch in kurzen Sätzen, was diese Wörter bedeuten.

Nehmer

Eine Nehmer-Person versucht, mit sehr wenig Einsatz sehr viel aus einer möglichen Beziehung herauszuholen.

Geber

Ist die Person ein Geber, so bietet sie zuerst persönliche Werte an, die für eine Beziehung nützlich sein könnten.

Partnermarkt

Geber und Nehmer treffen sich auf dem Partnermarkt, sei es unter Dorflinde, in einer Bar oder an virtuellen Orten im Internet. Jede Zeit und jede Gesellschaftsordnung hat eigene Vorstellungen davon, wie man einander kennenlernt.

Was ergibt sich daraus?

Und was passiert dann? Geber und Nehmer tauschen sich aus. Sie „verhandeln“ darüber, ob das, was sie geben oder nehmen können, ihren Wünschen entspricht. Beim Versuch, Beziehungen anzuknüpfen, wechseln sie manchmal die ursprünglichen Rollen.

Warum Liebe nicht „märchenhaft“ ist

Die Liebe ist eine besonders starke Kraft, deren Wirkung eindeutig und unzweifelhaft biochemisch ausgelöst wird. Unser gut entwickeltes Gehirn kann diese Auslöser unterdrücken, passieren lassen oder umwerten. Eine dieser Umwertungen heißt „romantische Liebe“, also eine Liebe, die mit einer „rosaroten Brille“ gesehen wird. Sie ist die Wurzel, vieler Märchen und moderner Liebesromane. Gelegentlich wird die Liebe so umgewertet, dass sie in das Konzept von Religion, Weltanschauung, Gesellschaftsform oder Zeitgeist passt. Ein Beispiel wäre die „Vernunftehe“.

Wie wir als Liebeszeitung damit umgehen

Es gibt viele Ansichten über die Liebe – sowohl zur Vernunftehe, die heute wieder in Mode gekommen ist, wie auch zur „romantischen Liebesheirat“. Die Realität zeigt uns allerdings, dass Paare sowohl ihren Trieben folgen wie auch der Vernunft. Das bedeutet letztlich, dass beide Komponenten in die Beziehung eingehen.

Für unsere Redaktion heißt dies: Wir bleiben flexibel gegenüber der Meinung von Personen zum Thema „Liebe“. Aber wir wehren uns gegen die Vereinnahmung des Begriffs „Liebe“ durch Sektierer, Theologen, Philosophen und Psychologen.

Auf den Punkt gebracht

Wir haben genügend Wissenschaften, die uns die Liebe mit biologischen Fakten erklären, und diese führen wieder direkt zu ökonomischen Überlegungen. Und soweit die Partnersuche betroffen ist, steht eine Frage im Vordergrund:

Wer tauscht was, wo und wann mit wem, um eine Beziehung zu erreichen?


Kürzer konnte ich es nicht sagen.

Warum suchen wir eigentlich attraktive Partner(innen)?

In einfachem Deutsch - fast ohne Lexikon lesbar
Man kann alles einfach erklären – oder auch beliebig kompliziert. Das Sehpferd-Team hat sich die Mühe gemacht, die bekannten „Geheimnisse“ der Partnersuche zu entschlüsseln und dabei wesentlich zu vereinfachen.

Die Natur als Vorbild - Fortpflanzungsinstinkte treiben uns an

Um sexuell erregt zu werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Basis bilden die Fortpflanzungsinstinkte, die von Hormonen gesteuert werden. Bei Menschen spricht man vom „Appetenzverhalten“. Hinter ihm verbirgt sich nichts mehr als die Fähigkeit von Menschen und Tieren, diese natürlichen Impulse in Handlungen umzusetzen.

Diese Fähigkeit führt auch dazu, den Fortpflanzungstrieb in Sex umzusetzen. Die eigentlichen Auslöser sind beim Menschen vor allem optischen Reize, die vom Körper einer Person ausgehen. Sie wirken umso stärker, je mehr die Person sich bewegt, also beispielsweise beim Gehen oder Tanzen. In der modernen Welt zählen dazu auch Kleidungsstücke, die den Reiz des Körpers verstärken können. Auch bestimmte Formen der Kommunikation können dazu genutzt werden, um Geschlechtspartner anzulocken – ein typisches Beispiel, ist der Flirt.

Menschen sind weniger empfänglich für sexuelle Duftstoffe als andere Säugetiere. Das bedeutet beispielsweise, dass Männer kaum „erschnüffeln“ können, ob Frauen in ihrer Nähe paarungsbereit sind. Zwar gibt es auch bei Menschen gewisse Pheromone, doch wissen wir ziemlich sicher, dass sie nicht auf größere Entfernungen wirken.

Die Nähe zu möglichen Partnern und Partnerinnen verstärkt die Lust

Wir haben nun auch den Grund gefunden, warum sogenannte „taktile“ Reize (Berührungsreize) beim Menschen wichtig sind: Wir verlieben uns erst, wenn wir die Nähe eines anderen Menschen genießen können. Das ist der Grund, warum wir erst beim „Date“ entscheiden, ob wir einander wirklich mögen. Die Hauptgründe liegen darin, wie wir die Person optisch wahrnehmen, ob wir ihre Ausstrahlung genießen und ob wir sie berühren mögen.

Die Vorentscheidung fällt die Natur

Bei alldem haben wir noch nicht berücksichtigt, dass alle „Signale“, also vor allem das Aussehen, das Tastgefühl und der Duft noch eine wichtige Schranke passieren müssen. Sie liegt in einem Teil unseres Gehirns, der die Gefühle „vor prüft“. Man nennt ihn auch „limbische System“. Dieser Teil versucht, aus all den Signalen, Begierden und Vorerfahrungen einen Weg zu finden, der sich in der eigenen Gefühlswelt „jetzt und hier“ erfolgreich umsetzen lässt. Dieses Konzept ist bereits fertig, bevor wir mit dem Verstand abwägen, ob eine Begegnung in einem ONS, einer Affäre, einer Beziehung oder einer Freundschaft endet. Am Ende dieses Teils gibt das Gehirn spontan die Botenstoffe frei, die uns für den Sex bereit machen. Das sind intensiv wirkende, vom Körper selbst hergestellte Drogen. Sie wirken sehr schnell, und wir bemerken dies sowohl körperlich wie auch an unseren Gefühlen, die davon in kurzer Zeit verändert werden.

Der Liebeslust folgen - oder doch dem Verstand?

Ein Beispiel für eine Hemmung durch den Verstand wäre, dass die Bindungen an Eltern, Heimat oder Beruf als „wichtiger“ angesehen werden als die Erfüllung durch die Liebe zu finden. Dadurch wird es möglich, unsere ursprüngliche Gefühlsentscheidung zu verwerfen und anderen Normen zu folgen.

Die Lust auf eine sexuelle Begegnung entsteht aus einem Mix von Signalen, Begierden und Erfahrungen.


Die Entscheidung für oder gegen eine Person für ein Leben zu zweit ist also in erster Linie davon abhängig, ob unsere Gefühlswelt „ja“ dazu sagt. Wenn wir diesen Impuls aufnehmen, können wir mit einer romantischen Liebesheirat rechnen. Korrigieren wir die gefühlsmäßige Einschätzung mit dem Verstand, so nähern wir uns der „Vernunftehe“.

Die Menschen, die Liebesaffären oder langfristige Liebesbeziehungen (Liebesheiraten) eingehen, lassen sich sich überwiegend von ihren Gefühlen steuern und vertrauen dabei darauf, dass sich ihr gemeinsame Glück erfüllt. Entscheiden Menschen eher mit ihrem Verstand über die zukünftige Beziehung oder Ehe, so überlegen sie meistens, welche Vorteile sie aus der Beziehung ziehen können.

Hinweis: Der Text ist bewusst einfach gestaltet. Wenn du weitere Informationen für sich selbst suchst, empfiehlt die Redaktion "Lilli (Schweiz).". Auch der Beitrag in "Desired" ist in einfacher, etwas salopper Sprache verfasst. Falls du selber suchen willst: Vermeide Beiträge, die von KI (künstlicher Intelligenz) erzeugt wurden.

Der Dating-Trend "Blödsinn" wird auch 2025 beherrschen – aber nicht in der Liebeszeitung

Einfach mal loslabern ... das überlasse wir anderen
Neulich hat mir jemand gesagt, dass wir einen König bräuchten, weil sich weder die Demokratie noch die Diktatur bewährt habe. Er bestand darauf, dass so etwas „ernsthaft diskutiert“ werden müsse. Man könne aber leider mit niemandem darüber reden, weil die Diskussion von vornherein abgeblockt würde.

Influencer und "Soziale Netzwerke" verbreiten auch 2025 Behauptungen

Wenn jemand behauptet, es gäbe einen „klaren Weg“, einen Mann zu verführen, eine Frau zu erobern oder etwas dergleichen, dann greifen unsere Medien diesen Blödsinn auf. Dergleichen wird überwiegend von sogenannten „Influencern“ verbreitet, die dazu in der Regel auf „Soziale Netzwerke“ zurückgreifen. Dahinter stehen Geltungssucht, Selbstgefälligkeit und natürlich Dollarscheine in den Augen – und ganz selten Logik, Erfahrungen oder überprüfbare wissenschaftliche Fakten.

Im Jahr 2025 wird dieser Trend garantiert fortgesetzt: Solange jemand mit primitiver Meinungsmache Geld verdienen kann, wird er/sie es auch tun.

Wissenschaften und Meinungsbilder in konservativen Medien

Auch die Wissenschaften haben ihre Trends: Je weiter rechts wir die Presse verorten, umso mehr werden Psychologen nachgefragt, die sich auf die „heile Welt stabiler Beziehungen“ konzentrieren. Das Ziel mag löblich sein – doch die Fakten sind brüchig. Mit der gleichen Masche wird ständig versucht, Partnersuchenden einzureden, sie sollten bitte „Gleich und Gleich“ beherzigen.

Der Staat zeigt Interesse an der Partnersuche - in Japan

Schade, dass die Presse auch den staatlichen Eingriff in die Partnersuche hochjubelt, den man in Japan neu entdeckt hat. Dahinter steckt die Idee, dass zur Erhaltung von Staat und Gesellschaft mehr Kinder nötig sind. Auch eine nette Idee. Nur ist die Annahme völlig absurd, dass der Staat der bessere Heiratsvermittler ist. Wie überheblich muss eine Regierung sein, um dies zu vermuten?

Viele Frauenzeitschriften setzen auch für 2025 auf "Ansprüche"

Zu den üblichen Verdächtigen für Behauptungen zählen auch die Frauenzeitschriften. Ein Teil, davon hat sich darauf konzentriert, ihren Leserinnen zu raten, „lecker“ zu sein und nur die Kerle abzugreifen, die den eignen Wünschen exakt entsprechen. Auch eine Idee, die ganz nett klingt – nur leider ein absoluter Unsinn, weil dies erstens nicht möglich ist (es gibt keine absolute Passung) und zweitens, weil der Partnermarkt nicht auf solche Luxusbedürfnisse vorbereitet ist. Zu erwähnen wäre wohl auch noch (sorry Ladys) dass ihr selbst nicht alle „erste Wahl“ seid.

Tacheles geredet? Na klar. Ihr habt Hoffnungen, Wünsche oder Bedürfnisse? Das ist gut und richtig. Aber feste Kriterien, Anforderungen oder gar unverrückbare Ansprüche an Partner? Das geht meistens schief.

Auch die Liebeszeitung kann irren. Aber sie erzählt euch keinen Tüdelkram.

In diesem Zusammenhang: Was haltet ihr eigentlich von unserer neuen Reihe "Partnersuche für absolute Anfänger"?

Verwirrt die Presse Online-Partnersuchende mit Behauptungen?

KI ist ein riesenhaftes Geschäft. Einmal, weil KI auf manchen Gebieten wirklich Erstaunliches leistet. Dann aber auch, weil sehr viele Menschen in der Hoffnung leben, damit Geld zu verdienen.

Und was tun Redaktionen in einem solchen Fall? Sie nehmen von allen ein bisschen, was jüngst an Informationen bei ihnen eintrudelte, schütteln diese mal kräftig durch und schreiben … und schreiben … und schreiben.

Zum Beispiel etwas über Partnersuchen.

Behauptung eins:

Menschen suchen Partner, weil sie einsam, sind.

Behauptung zwei:

Die meisten haben die Nase voll, selber zu suchen.

Behauptung drei:

Wenn wir ihnen eine KI zur Verfügung stellen, die für sie sucht, läuft die Sache wie am Schnürchen – denn das macht jetzt die „Dating-Concierge“.

An dieser „Gedankenkette“ ist so gut wie alles falsch – aber das macht nichts.

Wer einsam ist, sucht nach Begegnungen, oftmals unqualifiziert, ziellos und erfolglos. Das lässt sich theoretisch ändern: durch Umdenken. Praktisch will das niemand – es ist zu mühevoll.

Zweites ist die Folge von erstens: Diejenigen, die unqualifiziert suchen, schieben den meisten Frust. Dabei häufen sich die Misserfolge, die in der Person oder im Verhalten oder in völlig absurden Vorstellungen liegen.

Erstens und zweitens ergibt drittens: Die Menschen werden empfänglich für Pseudolösungen. Mehr Fitness, anders Kleiden, in Seminaren das Ego aufbauen … das Übliche eben. Und diesmal ist es KI.

Für die Partnersuche reicht "Minimal-KI"

Um es mal auf einen Nenner zu bringen: Das bisschen KI, dass dazu nötig ist, Partner zusammenzubringen, hat jeder halbwegs seriöse Anbieter schon lange. Die sogenannten Algorithmen sind recht einfach und weitgehend von Beruf, Bildungsgrad, Einkommen, sozialem Stand und Entfernung abhängig. Ein bisschen Psycho-Umkränzung schadet nichts, bringt aber auch nicht viel ein.

Der Risikofaktor der Partnersuche sind die Suchenden

Vergaß ich, den entscheidenden Risikofaktor zu erwähnen? Es ist der Mensch, der sucht. Insbesondere wenn er jemanden sucht, der sehr schwer zu finden ist.

Übrigens: Wie so oft, besteht der Verdacht, dass Pressemitteilungen der Anlass sind, Loblieder auf KI zu schreiben.