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Suchkonzept für die Partersuche: Mehr sein als scheinen

Bei der Partnersuche empfiehlt sich oftmals ein eher preußisches oder britisches Konzept: „Mehr sein als scheinen“, oder „Understatement“ an den Tag zu legen.

In den letzten Jahren wurde „Bildung“ als Ressource unglaublich hoch gehandelt – und dies sogar bei der Partnersuche. Tatsache ist aber: Bildung ist keine Persönlichkeitseigenschaft. Und die Art von Bildung, die wir besser als „Ausbildung“ bezeichen, hat eine vergleichsweise geringe Bedeutung für den praktischen Erfolg im Alltag.

Wer auf Partnersuche geht, sollte niemals mit etwas Prahlen oder übertrieben Stolz auf etwas sein, was sich in Diplomen, Zertifikaten, Gehaltszetteln oder Bankguthaben ausdrückt. Der Satz „Geld hat man, darüber redet man nicht“, kling zwar arrogant, ist aber eine gute Hilfe, um smart durchs Leben zu kommen. Ein Mann wirkt immer positiv, wenn er großzügig ist, und nicht, weil er knausert wie Dagobert Duck. Und eine Frau wird nicht geliebt, weil sie zwei ausgezeichnete Diplome hat, sondern weil sie dem Mann liebevoll gegenübertritt.

Wenn Sie einen Menschen mit dem Motto „mehr sein als scheinen“ näher kennenlernen, ist er fast immer für eine Überraschung gut. Vielleicht kann er sich mit einem Diplomaten über Politik unterhalten, mit einem Arzt über Umweltphänomene, oder mit einem Klempner über Dichtungsprobleme. Solche Erfahrungen sind nicht nur überraschend, sie schweißen auch zusammen, wenn das neue Paar sie gemeinsam entdeckt.

Übrigens gilt das auch für finanzielle, emotionale, soziale und nicht zuletzt erotische Ressourcen. Entdeckt man miteinander nach und nach positive, verborgene Schätze, so freut man sich gemeinsam über jede neue Entdeckung.

Ein Paar Plus eine Frau: Ist das ein Dreier?

Dreier: Es gibt eine Menge zu entdecken - doch für wen lohnt es sich?
Gerade las ich etwas über die Möglichkeiten, eine sexuelle Triole, volkstümlich auch einen „Dreier“ genannt, zu inszenieren. Die Autorin geht davon aus, dass Sie bereits ein Paar sind, und dass sie – ein leichtes Lächeln huscht über meine Lippen – eine Frau suchen, die ihre Lust vollendet.

Die neugierige Partnerin macht's möglich

Ich denke, die Methode funktioniert, wenn die Liebste erstens neugierig ist und ihr zweitens die Wahl der dritten Person überlassen bleibt. Dabei wird sie, je nach eigener Sichtweise, schwanken, ob sie sich eine Frau erwählen soll, die voraussichtlich auch ihr Lust schenkt. Oder eine, die in Zusammenarbeit oder auch in Konkurrenz zu ihr für „sein“ Vergnügen sorgt. Darüber hinaus soll sie noch sympathisch und schweigsam sein und auf einer ähnlichen sexuellen Wellenlänge agieren wie das Paar. Und – sie soll nichts kosten. Unter Paaren existiert offenbar die Wahnvorstellung, dort draußen würden etliche Frauen warten, die nichts schöner fänden, als einmal gemeinsam mit einer anderen Frau einen Mann zu befriedigen.

Wer hat den Lustgewinn aus dem Dreier?

Ein Einspruch: Es gibt relativ wenig Frauen, die streng heterosexuell sind und nichts lieber täten, als sich mit einem Hetero-Paar zu vergnügen. Die Frage ist ja immer: Welchen Gewinn kann die Nummer drei daraus ziehen? Wobei sich – abgesehen davon – ohnehin die Frage stellt: Was erwartet jedes Individuum von dieser Begegnung? Es wäre blauäugig, zu behaupten, dass alle das Gleiche erwarten. Männer träumen davon, dass sie von zwei Frauen verwöhnt werden, die Partnerin hingegen hat wenig sexuellen Gewinn durch den Dreier, solange sie strikt heterosexuell ist. Und die Motive der „Dritten“ können äußerst unterschiedlich sein - von Neugierde über Gewinnsucht bis hin zu kriminellen Energien.

Unter uns: Zwei Frauen beschnüffeln einannder ...

Der nächste Schritt? Manche Autoren sagen, die beiden Frauen in dieser Konstellation sollten sich erst einmal „ein bisschen beschnüffeln“, während andere gleich zu einem Treffen zu dritt raten – freilich noch ohne Aktivitäten. Denn immer noch ist „die Dritte“ aus der Sicht des Paares eine Fremde. Oder aus der Sicht der neugierigen Dritten: Noch weiß sie nicht, „wie das Paar tickt“ und welche Risiken sie eingeht.

Und was macht das Paar, wenn das große Ereignis stattfindet?

Ein spielerische Beginn ist angesagt

So klar dies auch zu sein scheint – ob’s wirklich funktioniert, und ob es tatsächlich eine Freude für alle Beteiligten sein wird, ist keinesfalls sicher – auch bei sorgfältiger Vorbereitung. Allgemein wird dazu geraten, das Treffen eher spielerisch anzugehen, ohne jeglichen Druck. Das ist sicherlich ein guter Rat, wenn „alles“ möglich wäre, was denkbar ist. Doch warum soll sich bei solchen Treffen eigentlich alles um das Wohlergehen des Mannes drehen? Denn wenn es so wäre, was wäre die „Dritte“ dann mehr als eine Null-Euro-Hure?

Julia Strassburg schreibt im Magazin „Beziehungsweise“:

Beispielsweise könnte der Mann die Augen verbunden bekommen, während die Damen sich langsam anpirschen. Abwechselnd oder gemeinsam wird nun der Mann, der so geduldig gewartet hat, verwöhnt … für die Dritte im Bunde ist es ein spielerisches Element.


Die Frage nach dem emotionalen Genuss aller Beteiligten, also dem Gewinn aus dem Dreier, bleibt offen. Ist es also wirklich sinnvoll, wenn die Ehefrau dem Wunsch des Mannes nachgibt, einmal “einen Dreier mit zwei Frauen“ zu haben?

Die Zweifel überwiegen. Jedenfalls für Paare, die werde der Swinger- noch der SM-Szenerie entstammen.

Zweifel am Dreier

Es gibt viele „Dreier“ – und noch mehr Wünsche danach. Ob die Sache genauso glatt und problemlos abgeht, wenn sich die Ehefrau einen zweiten Mann zum gemeinsamen Sex sucht? Würde man dann auch dazu raten, dass sich die beiden Männer erst einmal „beschnüffeln?“ Und was wäre, wenn sich eine Single-Frau eine Begegnung mit zwei Männern wünscht?

Dreier werfen viele Fragen auf, wenn sie nicht spontan (etwa auf Partys) entstehen. Und nahezu alles „Storys“, die über den Dreier verbreitet werden, stammen aus der Feder des einen oder anderen Teils des festen Paares. Über die „Dritte“ liest man dann gelegentlich: „Sie blieb nicht lange. Und ob wir es wiederholen, wissen wir noch nicht.“ Was mehr oder weniger heißt: Sie wurde als Person nicht einmal wahrgenommen.

Anderer Meinung? Kommentieren Sie, schreiben sie in Ihrem Blog gut oder schlecht über diesen Artikel – und falls Sie eine „Dritte“ sind – schreiben die uns doch mal etwas über Ihre Erfahrungen.

Bild: nach einer Zeichnung aus dem alten Frankreich.

Partnersuche: warum der „Zufall“ nicht zufällig passiert

Was ist ein Zufall? Ein Ereignis, was niemals vorhersehbar war? Ein Umstand, der äußerst unwahrscheinlich ist? Ein unverhofftes Glück? Seien Sie bitte nicht so naiv. Versuchen Sie es einmal damit:

Der Zufall ist in unserer Denkweise ein Ereignis, das von uns selbst nicht vorausgesehen werden kann.


Lesen Sie den Satz bitte genau. Geschieht mir etwas, das ich für einen Zufall halte, so heißt dies lediglich, dass ich es jetzt und hier nicht erwarten konnte. Na und? Was hatten Sie denn, bitte schön, jetzt und hier erwartet? Im Grunde ist alles, was außerhalb von Planungen und Routinen passiert, ein Zufall.

Der Zufall und die Partnersuche

Bei der Partnersuche ist ganz augenfällig: je mehr Menschen Sie kennenlernen, umso mehr Zufälle gibt es. Und je mehr Menschen in ihr Leben treten, die ihnen zufällig sympathisch sind, um so größer ist die Chance, sich aus lauter Zufall ineinander zu verlieben.

Wenn Sie nach diesem Prinzip leben, dann wäre es ein großer Zufall, niemals einem Menschen zu begegnen, in den Sie sich verlieben können. Wenn Sie sich allerdings „abkapseln“, aber dennoch jemand in ihr Leben tritt, dann denken Sie, es war ein großer Zufall, diesen Menschen zu treffen.

Zufälle sind also abhängig von der Sichtweise. Das wichtigste Geheimnis verrate ich Ihnen zum Schluss: Je offener Sie für Zufälle sind, umso mehr treten sie ein. Wenn Sie ein „Date“ eingehen, an das sie keine Erwartungen haben, sondern Verlauf und Ende absolut offen lassen, dann können Sie zufällig einem Menschen für Tisch, Bett oder Traualtar begegnen. Wenn Sie aber erwarten, mit Ihrer Verabredung demnächst im Bett, am Tisch oder vor dem Traualtar zu sein, dann hat so etwas wie „Zufall“ keine Chance mehr.

Zwei Liebes-Tipps für den Spätsommer

Süßes Saugen an späten Blüten

Auch die süßesten Blüten geben nicht ewig Nektar. Und mein Schmetterlingsflieder treibt bereits die dritten Blütendolden in diesem Jahr aus.

Was mich daran erinnert, Ihnen zweierlei zu sagen: erstens, dass auch die Nachlese an süßen Blüten und Früchten gelegentlich erfolgreich ist. Sie nehmen also nicht, was hängen blieb, sondern das, was zuletzt frisch erblühte.

Und das Zweite? Die Saison der leichten, lustvollen und sinnlichen Honigsaugerei endet bald. Versuchen Sie, ihre Freundin oder ihren Freund in etwas einzubinden, was ihn nicht zu stark zwingt, ihn aber doch mit sanfter Süße an Sie bindet.

Das „Niveau“ und die Dummheit der Frauen

Wer sein "Niveau" überschätzt, geht bald unter

Nehmen wir an, es gäbe bei Menschen ein „Niveau“, das von allen akzeptiert würde. Ich sage vorsichtshalber gleich, dass dies nicht der Fall ist – aber von der Küchenhilfe bis zur Doktorandin sind eben nahezu alle Frauen davon überzeugt.

Der erste Fall: Niveau als Richtschnur - alles ganz gewöhnlich

Wäre dies so, das heißt, gäbe es ein Niveau, so betrüge das durchschnittliche Niveau des Menschen exakt 50 Prozent. Nehmen wir an, Sie würden erwarten oder hoffen, dass das Niveau Ihres Partners von null bis zwanzig Prozent höher sein sollte, so würden also alle Menschen mit einem Niveau von 50 bis 70 Prozent infrage kommen. Nun brauchen wir noch eine Hüllkurve, und da nehmen wir mal eine übliche Hüllkurve, wie die des Intelligenzquotienten. Sie werden erkennen: „Oben wird es etwas dünner“, aber da Sie einen Bereich von 10 – 20 Prozent „nach oben“ ausgewählt haben gewinnen Sie dennoch an Kandidaten. Rein vom „Niveau“ her gesehen kommen sie dabei auf etwas 30 - 40 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen Partner aus dem „Durchschnitt“ zu fischen, ist allerdings größer, weil sie zum Durschnitt mehr Kontakte haben als zu den (angeblichen) Eliten.

Der zweite Fall: Wissen, wer man ist, aber hoch hinaus wollen

Nehmen wir wieder an, Sie seien Durchschnitt, wie die meisten. Sie wissen das, wollen aber „nach oben“, also dort, wo die „Eliten“ angesiedelt sind. Dann haben Sie zwei Probleme: Erstens wird die „Luft“ dort deutlich dünner. Das heißt, Ihre Chancen sinken dadurch: Von 100 Menschen kommen dann weniger als fünf bis etwa fünfzehn infrage. Und zweitens müssen Sie erst einmal einen Balzplatz finden, auf dem sich die Eliten tummeln. Das kann gelingen, setzt aber ein strategisches Konzept voraus, bei dem "Liebe" nicht die erste Priorität hat. Drittens ist etwas „Mimikry“ ist dabei von großem Nutzen. Sie werden erkennen, dass manche Männer innerhalb der Eliten von Frauen fasziniert sind, die klug und humorvoll plaudern können. Sie benötigen dazu keine akademische Bildung.

Der dritte Fall: Das eigene Niveau zu hoch ansetzen – sicheres Versagen

Nehmen wir diesmal an, Sie wissen nicht einmal, ob Sie Durchschnitt sind, weil Sie sich nicht wirklich einschätzen können. Denn der Durchschnitt zeichnet sich durch das aus, was Menschen üblicherweise tun, haben und darstellen: mittleres Einkommen, mittleres Aussehen, mittlere Bildung, mittlere soziale und erotische Fähigkeiten. Normalerweise ordnen Menschen ihr „Niveau“ um mindestens 10 Prozent zu hoch ein – nehmen wir also einmal an, Sie würden sich selbst um 10 – 20 Prozent überschätzen. Dann tritt Folgendes ein:

1. Sie übersehen wirklich passende Partner, weil Sie glauben, diese lägen „unter Ihrem Niveau“.
2. Die verbleibenden potenziellen Partner, die Sie als „ihr Niveau“ bezeichnen, sind sehr rar – und sehr viele Frauen konkurrieren um sie.
3. Männer, die sich dennoch mit Ihnen treffen, erkennen in der Regel sofort, dass Sie sich (und ihnen) etwas vormachen. Je nach Charakter der Männer geben sie Ihnen eine höfliche Absage oder vögeln Sie und lassen dann nichts mehr von sich hören.

Einschätzung und Rat

Ich kann mich des Eindrucks kaum noch erwehren, dass es immer weniger Frauen gibt, die sich selbst richtig einschätzen können. Wie mir scheint, fallen deshalb immer mehr partnersuchende Frauen auf die dritte Methode herein, die früher oder später zum Fiasko führt.

Zudem muss ich erwähnen, wie leichtfertig das Wort „Niveau“ gebraucht wird, denn jeder Mensch hat seine Stufen, auf denen er große Kompetenzen entwickelt und solche, auf denen sein „Niveau“ eher schwach ist. Wenn Sie einen Partner suchen, müssen Sie also stets darauf schauen, welches „Niveau“ für Sie wichtig ist.

Der beste Tipp zum Thema "Niveau"

Noch ein Tipp: Entweder, Sie passen sich mindestens oberflächlich dem „Niveau“ an, dass sie suchen (Mimikry) oder sie begeben sich auf das „Niveau“, auf dem sie sich auskennen und greifen nicht nach den Trauben, die für Sie zu hoch hängen.