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Über Stripperinnen

Unanständig oder einfach ein Schauspiel?
Körperliche Schönheit ist ein Geschenk der Natur. Doch die Gefahr dabei ist stets, ausschließlich über die Schönheit beurteilt zu werden.

Körperliche Kraft ist ebenfalls ein Geschenk der Natur, und kaum jemand stößt sich daran, wenn ein junger Mann damit prahlt.
Den Körper in irgendeiner Form zu vermarkten, ist nicht stigmatisiert. Einige kluge Menschen tun es, obgleich sie auch durch etwas anderes glänzen könnten. Ein schöner Männerkörper, muskulös und mit einem funktionierenden Gehirn, wird im Nadelstreifenanzug, mit nacktem Oberkörper oder in der Badehose gerne bewundert. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es auch ohne Gehirn geht.

Wenn eine Frau strippt, vermarktet sie dann ihren Körper?

Wenn eine Frau ihren Körper vermarktet, kann sie das tun, doch will sie ihr Renommee behalten, muss sie noch etwas anderes tun. In aufreizenden Kleidern Tango zu tanzen, ist OK, sich als Wäschemodell zu verdingen, hingegen nicht. Am Strand Männerblicke auf sich zu ziehen, ist üblich. Sich vor einem männlichen Publikum bis auf die Haut auszuziehen, ist verwerflich.

Wenn sie eine Stripperin ist, dann ist sie eine Stripperin – eine Frau, die mit lasziven Bewegungen erotische Lüste erzeugt, aber sie nicht erfüllt. Sobald sie dies tut, verliert sie ihren guten Ruf. Bei Männern temporär, solange sie sich zum „Objekt“ degradiert, bei Frauen permanent, weil keine Frau so etwas tun würde, die „auf sich hält“.

Ich las:

Die ständige Aburteilung, oft von Leuten, die noch nie in einem Strip-Klub waren, hatte mich vom normalen Leben ausgeschlossen. Ich weiß jetzt, dass die von Männern dominierte Gesellschaft dieses Stigma braucht, um den Status quo aufrechtzuerhalten. Es muss Frauen typisieren, sie in Jungfrauen und Huren trennen, weil es eine Rechtfertigung für den männlichen Blick und dafür braucht, dass Frauen in den sexuellen Dienst von Männern gestellt werden.


Die Aussage ist authentisch, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch ist es wirklich wahr, dass Männer „Frauen typisieren“? Und teilen sie Frauen wirklich in „Huren“ und „Jungfrauen“? Ich persönlich halte dies für eine Aussage der 1960er Jahre.

Was stigmatisiert eigentlich Stripperinnen?

Es ist nicht immer ein "anziehender" Beruf
Das eine klingt so eigenartig wie das andere. „Hure oder Jungfrau“ unterschlägt, dass Männer durchaus jene Frauen schätzen, die werde in die eine Waagschale noch in die andere fallen. Und eben auch nicht in den „Mainstream“ der Frauen, die beim Date fragen: „Welche Hobbys hast du denn?“

Möglich, dass es einem Mann schwerfällt, ein ernsthaftes Gespräch mit einer Dame zu beginnen, die gerade von der Bühne herunterkam und soeben noch ihren Schritt präsentierte. Das hat nicht mit dem „Mann als Solchem“ zu tun. Wenn ein Mann eine Soldatin „datet“, dann wird sie nicht im Kampfanzug erscheinen. Und falls sie sogar in einem betont sinnlichen Outfit erscheint, wird er sie anders sehen, als wenn sie hochgeschossen im Kostüm kommt, und wieder anders, wenn sie in Jeans und T-Shirt auftritt. Es kommt also sehr darauf an, wo, wie und unter welchen Umständen man eine Frau trifft.

Ich hege den Verdacht, dass es nicht die Männer sind, die strippende Frauen verachten – oder andere, die in den Randgebieten des Erotikgeschäfts tätig sind.

Verachten vor allem "solide" Frauen die "unanständigen" Frauen?

Nein – ich denke, die größte Verachtung für Frauen im Erotik-Geschäft geht von den Frauen aus, die sich als „solide“ präsentieren. Frauen, die feste Vorstellungen davon haben, wie ein Leben zu gestalten ist. Und von Frauen, die sich gerne von all jenen absetzen wollen, die sie für „schmutzig“ oder „verdorben“ halten.

Niemand sollte sich das Lebensziel setzen, Stripperin zu werden. Aber auch „Sportlerin“ oder „Model“ zu werden, ist eigentlich kein Lebensziel. Es ist eine andere Art der Vermarktung, die anderen Gesetzen folgt. Und kaum jemand wird ewig strippen, Klamotten präsentieren oder seinen Körper bis zur Leistungsgrenze schinden.

Und ja: Dating als Stripperin ist nicht einfach, wie ich hörte – und ich wundere mich, warum Ex-Stripperinnen dann unbedingt bei Dates darüber reden wollen – aber das Thema werden wir erst behandeln, wenn wir eine verlässliche Quelle finden können.

Zitat: Guardian, 2016
Bilder: Liebesverlag-Archiv.

Die Woche: Zumutungen für Singles - und was Licht ins Leben bringt

Nun hat es sich also ausgelaust, ausgeklaust und ausgekrampust. In den verbleibenden 14 Tagen bis zum ersten Weihnachtsfeiertag werdet ihr und ich von anderen Dämonen und Gestalten gequält. Und danach ist erst einmal Shutdown oder wie so etwas jetzt heißt. Und derselbe (nämlich der Lockdown) soll sogar vor den innerdeutschen Ländergrenzen nicht haltmachen.

Singles und Lockdown: Ganz schön angeschmiert ...

Wohl dem, der kaum Kontakte hat: Er kann auch keine reduzieren. Und Kontakte aufnehmen? Oh je, oh jemine ... am besten gar nicht. Singles und aufkeimende Liebesbeziehungen kommen in keinem Hygienekonzept und keiner amtlichen Verordnung vor ... sie sind nur „Leute“. Aus zwei Familien? Außen? Das mag noch gehen. Es sei denn, der eine wohnt 15 Kilometer entfernt. Ist nicht überall so, aber derzeit weiß man ja von einem Tag auf den nächsten nicht mehr, was gerade erlaubt oder verboten ist. Oder zwar erlaubt, aber unerwünscht.

Na schön - der dritte Teil unserer Betrachtungen über sinnliche Schläge erschien auch noch. Ob er mit Mindestabstand machbar ist? Eher nein.

Mit Sinnlichkeit, Kerzen und Mindestabstand

Wenn du deinen Liebsten magst, kannst du ihm sinnliche Porträts bei Kerzenschein schenken. Das ging früher nur mit Ilford-HPS (1), Kodak Tri-X-Pan, Selbstauslöser, Glück und speziellen Entwicklern, aber heute kann’s jede und jeder mit einer Spitzen-Digitalkamera (3) und vor allem den neuesten Handys (4).

Ich weiß nun so gar nicht, wie er dich sehen soll: In einem wunderschönen Kleid, frivoler Wäsche, Rüschen, Maschen oder ganz ohne, aber eines weiß ich zu 100 Prozent: Bilder bei Kerzenlicht erzeugen Sehnsüchte. Die Liebeszeitung erinnert auch an das Licht, das von der (an sich höchst albernen) Lucia ausgeht. Aber Licht, gute Werke und attraktives Aussehen sind besser als Schwarzmalerei, Gelaber und Schlampigkeit.

Die Natur, unser Sein und die Leugnung der Fanatiker

Seit Jahrzehnten und vielleicht noch länger versuchen Geisteswissenschaftler, Religionsfanatiker und Esoteriker, uns die Grundlagen des Seins zu entziehen: unsere Herkunft aus der Natur. Aber die Natur bleibt in uns - sie war es immer und sie wird es immer bleiben. Die Wahrheit lässt sich auf Dauer nicht verbiegen.

Liebe - richtig gemacht?

Weniger ist oft mehr - in jedem Fall ist aber eine gute Idee, nicht perfekt sein zu wollen. Ich schreib darüber diese Woche - unter dem Titel „Wie machst du Liebe richtig?“ Ich hoffe, DU hast dir die Frage niemals gestellt.

Unsinn mit Absicht: "Nachhaltiges Dating"

Die Labervögel haben einen neuen Begriff geschaffen: „Nachhaltiges Dating“. Das ist ein ebenso dummer wie dreister Begriff. Er ist aus dem Zusammenwirken von Kommerz und Psychologie entstanden. Was mir abermals den Beweis dafür liefert, dass man heutzutage jedem glaubt, der irgendeine akademische Bildung hat.

Die Angst vor der Verletzung des Intimen - und das Virus

Ich habe dieser Tage einen Bericht über die Furcht vor dem Dating aus Indien verwendet. Die indischen Verhältnisse mögen anders sein, aber jedes Date kann (oder sollte sogar) in die Intimsphäre eines Menschen eingreifen. Und jetzt, während der Pandemie, kommt noch die Angst vor Infektionen dazu.

Manipulation und Prostitution - einmal anders gesehen

Wenn eine Frau in ihren Jugendjahren eindeckt, dass Männer leicht manipulierbar sind oder sich gar in Spendierhosen umwandeln lassen, könntet dies zu einer Annäherung an die Prostitution führen. Der Aspekt wird wirklich sehr, sehr selten beschrieben. Im Allgemeinen wird ja behauptet, dass Männer versuchen, naive junge Frauen zu manipulieren.

Vergesst nicht, das Licht in euch leuchten zu lassen!

Dieser Tage wünsche ich niemandem einen "schönen Advent". Stattdessen wünsche ich euch, dass ihr genügend Licht in euch selbst findet, diesen Winter emotional zu überleben. Und falls ihr diese neuen Handys habt oder so ... tut's einfach. Werdet kreativ, und schaut, dass die Fotos nicht in falsche Hände kommen.

Zu den Fakten über "Fotos mit Kerzenlicht":

(1) ISO 400, lässt sich auf 1.600 „puschen“.
(2) Alternative von KODAK.
(3) Digitalkameras oftmals bis ISO 6.400. (z.B - LUMIX Digitalkamera DC-LX100 II).
(4) Handys können ISO 25.600 und mehr haben. Achtet auf die Herstellerangaben.

Wie du dein Licht für IHN leuchten lassen kannst

Noch bevor das elektrische Licht erfunden wurde ...
Du möchtest, dass dein Liebster oder vielleicht auch dein zukünftiger Geliebter dich einmal auf ganz besondere Weise sieht?

Das ist ganz einfach: Fotografie dich im Kerzenschein. Dazu brauchst du nichts mehr als eine Kerze, eine Digital-Kamera mit einem lichtstarken Objektiv und einen guten Blick für Lichteffekte.

Geeignet ist zumeist auch eines der neuen Smartphones. Mit den eingebauten Kameras kannst du bei nahezu jedem Licht Porträts, Aktfotos und Wäschefotos von dir erzeugen. Meine Empfehlung geht dahin, sie wirklich einzusetzen, Sie sind ganz großartig und erlauben völlig neue Möglichkeiten der Available-Light-Fotografie . Dem Foto im Badezimmerspiegel, besser aber noch im Garderobenspiegel, sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Das Thema „Aktfotos im Kerzenlicht“ ist zudem noch nicht so „Ausgelutscht“, sodass du damit noch wirklich „einen Blumentopf gewinnen“ kannst.

Kerzen erzeugen ein rötliches, punktförmiges Licht, das normalerweise harte Schatten wirft. Etwas Aufhellung durch eine weiße Wand oder das Restlicht einer LED-Leuchte oder Glühlampe helfen dir dabei, dieses Manko zu vermeiden. Bei den neuen Handys ist nicht einmal ein Stativ oder ein fester Halt nötig – eine ruhige Hand ersetzt beides.

Der Maler und Zeichner Gerrit Dou aus Leiden (17 JH) schuf zahlreiche Porträts schöner Frauen im Kerzenschein. Du könntest dir ein Vorbild an ihm nehmen – aber sicher geht es auch noch ein bisschen freizügiger, wenn du magst.

PS: Ich bedaure, keine Fotos dieser Art ohne Copyright-Vorbehalt gefunden zu haben - aber ich habe mich überzeugt, dass es gut funktioniert.

Neue Tabus, Dessous und Shitstorms

Der Anblick ist nicht für jeden gedacht ...
Die Gesellschaftsordnung gibt sich liberal, doch nicht wenige meinen, bei der Darstellung sinnlicher Körper wären wir in der Öffentlichkeit längst viel zu weit gegangen. Beispielsweise würden Frauen auf ihre „weiblichen Attribute“ reduziert - und wir wissen inzwischen, dass dies Wüstenstürme auslösen kann, die heute von ihren Befürworten „Shitstorms“ genannt werden.

Doch was ist das? Ich lese gerade:

Die laufenden Online-Kommentare ließen durchaus erahnen, wie viele eingebildete, verordnete oder politisch-korrekte Tabus bei den Zuschauern ins Wanken geraten, wenn die unscheinbare »Nachbarin« mit Kopftuch oder die folgsame »Angestellte« im braven Kleid sich auf solche Spielchen einlassen.

In erotische Wallungen gerieten die Kommentatoren offenbar beim „Anblick eines simplen hautfarbenen Mieders“ oder eines „wohlgefüllten Büstenhalters“.

Der wohlgefüllte Büstenhalter und das ausgefüllte Dirndl

Ich kann mich lebhaft erinnern, dass ein ähnlicher Begriff über einen „Busen“ („Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“) anno 2013 für einen der ersten feministischen Shit-Stürme im Internet verantwortlich war.

Erstaunlich, dass damals alle Medien mitgespielt haben im Empörungskonzert. Die Zeitschrift Meedia enthüllte zwar später, mit welcher Naivität Journalisten an das Thema herangingen - aber zunächst einmal wurden kräftig in die Scheiße gehauen. Und sage deutlich: Ich würde den Ausdruck „in die Scheiße hauen“ hier nicht benutzen, wenn andere nicht „Shitstorm“ sagen würden. Ich zitiere Meedia:

„Die Mechanik des modernen Medienskandals geht ungefähr so: Ein Thema wird in Medien nach oben gespült. (...) Im Internet wird der „Skandal“ bei Facebook und Twitter sowie in Kommentarspalten aufgegriffen, gedreht, gewendet, zurückgewiesen und verstärkt. Alles gleichzeitig. Die Rezeption im Web wird dann zurückgespielt in die klassischen Medien.

Die alten, neuen Tabus

Es gibt sie noch, die alten Tabus. Mit ihrer Hilfe kann man jederzeit Empörungsskandale entfachen. Und ebenso gibt es noch die lustvolle Freude an körperlichen Enthüllungen, so, wie einst bei den „Schönheitstänzen“ in Opas Edel-Strip-Cabarets.

Alles hat seine Liebhaberinnen und Liebhaber. Und so verhüllen und enthüllen sich eben manche Frauen, die in ihren Körper und ihre Wäsche verliebt sind - und durchaus auch darin gesehen werden wollen. Nicht von jedem - aber von denen, die sie beeindrucken wollen. Neben ihrer Bildung, ihrer Klugheit, ihren Emotionen und ihrer sozialen Kompetenz.

Partnersuche: neue Klischees über Klischees in Buchform

Klar - Männer sind Scheiße - was denn sonst?
Schon wieder … ja schon wieder hat eine Autorin ein Buch geschrieben, das mehr oder weniger klischeehaft Begegnungen mit Männern beschreibt. Titel: Tagebuch einer Datinqueen. Nein, keine Männer-Shopping-Queen. Aber mit einem Untertitel: Die Auswahl ist Scheiße.

Klischees über Klischees

Im Buch treffen Klischees auf Klischees. Das weiß natürlich auch die Autorin, die im Buch Geschichten verbreitet, mit denen sie ihre Freundinnen bei Waldspaziergängen erheiterte. Zu den ersten Klischees kommen weitere, zum Beispiel dies: der Autorin wurde während ihrer Dating-Zeit „einige Mal das Herz gebrochen“.

Offensichtlich lebt sich's ganz gut mit wechselnden Beziehungen und gebrochenem Herzen.

Mir ist im Gedächtnis geblieben, dass sie sich über einen Mann erregt, der „der bei der ersten Einladung zu einem Nachtessen bei ihr zu Hause Wäsche zum Wechseln mitbringt.“ Na so etwas: „Wäsche zum Wechseln“. Vielleicht gar Kondome?

Jeder und jedem, der heute in amouröser Absicht zu einem „Nachtessen in der Wohnung“ eingeladen wird, sollte an den nächsten Tag denken. Die Idee, dass auf ein intimes Abendessen (auf Süddeutsch: Nachtessen) auch eine intime Liebesnacht folgt, ist wirklich nicht abwegig. Und falls nicht: Worin liegt eigentlich das Problem, auf alles vorbereitet zu sein?

Und bevor ich es vergessen: Die Auswahl an Frauen ist auch Scheiße. Jedenfalls dann, wenn man selbst davon überzeugt ist, absolut großartig zu sein und sich auf keinen Fall wirklich binden will. Klischees eben.

Meine Informationen beruhen auf dem Klappentext sowie auf zwei Interviews, die die Autorin gab: Veröffentlicht von Vayamo und vom Migros-Magazin.

Titel: Single, weil die Auswahl scheiße ist - Tagebuch einer Datingqueen, erschienen bei orell füssli, zürich. ISBN 978-3-280-05230-3 Foto "auf hohem Ross" bei Liebesverlag.de