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Verhalten bei Dates? Hauptsache belanglos?

Nichts zu sagen? Hauptsache schön und nett?
Hallo Männer, wollt ihr wissen, was Frauen denken, wollen und fordern?

Grazia (1) gibt die Antwort:

Wenn wir uns mit jemandem verabreden, sollte unser Gegenüber möglichst pünktlich sein, Stil und Klasse haben, sich höflich verhalten und Manieren zeigen.

Nicht viel? Eigentlich zu wenig. Das belanglose, modebewusste, brave Muttersöhnchen mit Beamtenallüren? Wollt ihr das wirklich?

Na schön … Frauenzeitschriften sind Frauenzeitschriften. Aber das dicke Ende kommt noch: „Was denken Männer wirklich beim Date?“, fragt die Zeitschrift und beantwortet dies in fünf Punkten, von denen einige auf den ersten Blick wertvoll sind, besonders Punkt zwei:

Nicht zu einem Verhör verabreden

Männer wollen nicht Teil der weiblich dominierten Inquisition der Neuzeit sein. Und deshalb: Kein Verhör beim ersten Date. Und obgleich ich davon schon mal gehört und sogar geschrieben habe: Wie viele dieser Neurotikerinnen treffen eigentlich Männer, um sie mit Fragekatalogen zu bedrohen? Und wenn: Müssen wir Männer dann überhaupt noch „Gentleman bleiben“? Oh, doch. Wir sollen sogar noch die Rechnung übernehmen.

Das Bild der Frau

Ganz generell geht der Artikel allerdings darum, „den Ball flach zu halten“. In der Kommunikation wie auch im Aussehen, denn die Autorin beginnt mit dem Äußeren und fordert eine natürliche Ausstrahlung, gepaart mit kleidsamer Eleganz, denn (1)

Das symbolisiert der Männerwelt, dass ihr euch gerne schön macht, aber nicht, dass ihr etwa leicht zu haben seid.

Hauptsache schön, nicht leicht zu haben und situativ seicht in allen Aussagen. Wenn ihr’s absolut so wollt … bitte schön. Aber verlangt nicht, dass wir Männer euch dann noch ernst nehmen,

Zitate; (1) Grazia

Keine Rolle ist auch keine Lösung

Natürlichkeit in der Werbung - 1960er Jahre
Seit ich mich mit der Beziehungssuche beschäftige, höre ich immer wieder das gleiche Mantra:

Sei authentisch!


Na schön, da wirft man also dem Menschen ein paar Brocken hin, so, als wären sie Säue oder Eber. Manche machen dann Geschäfte damit, wie man sich „authentisch hinbiegt“ - andere verstreuen ihre angelesene Weisheit als Redakteure von Psycho- und Frauenzeitschriften.

Gefordert wird dabei das fast Unmögliche (Wikipedia) :

Eine als authentisch bezeichnete Person wirkt besonders „echt“, strahlt aus, dass sie zu sich selbst mit ihren Stärken und Schwächen steht und im Einklang mit sich selbst handelt. Sie vermittelt ein Bild von sich, das beim Betrachter als ehrlich, stimmig, urwüchsig, unverbogen, ungekünstelt wahrgenommen wird.


Ein Blick zurück - Frauen sind natürlich, Männer zuverlässig

Bei Frauen wurde aus diesem umfangreichen Kriterienkatalog meist das Wort „natürlich“ extrahiert: Die natürliche, weil ungekünstelte Frau war lange Zeit der Favorit der Männer. Sicher sollte sie hin und wieder auch noch geistreich sein, aber „lieb und nett“ reichten den meisten Männern auch. „Natürlich“ stand allerdings nur auf Rang neun, was darauf hindeutet, dass andere Eigenschaften im Vordergrund standen.

Männer sollten - nach Ansicht der Frauen - einem ganz anderen „authentischen“ Bild entsprechen: Frauen suchten „zuverlässige“ Männer, die auch klug sein sollten und noch ein paar weiter, eher zweitrangige Eigenschaften haben sollten. Die „Zuverlässigkeit“ stand dabei auf Rang vier.

Und die Anpreisungen? Ja, Frauen priesen sich unter anderen auch als „natürlich“ an (Rang sechs), und bei Männer fehlten entsprechende Attribut der „Authentizität“ fast ganz.

All dies deutet darauf hin, dass „authentisch“ zu sein damals kaum eine tragende Rolle spielte.

Sind wir heute „authentisch“?

„Authentisch zu sein“ ist eine Floskel, die auf Anforderungen beruht: Wir sollen etwas sein. Das, was wir sein sollen, sind wir aber selten, denn dann müssten wir so handeln, wie es uns unserer Gedanken, Emotionen, Bedürfnisse und Gelüste vorschreiben - und die die Überzeugungen und Werte ebenfalls.

Das Unmögliche als Maßstab?

Das heißt, wir müssten all das, was ich soeben genannt habe, ständig glaubwürdig „sein“ und zusätzlich „repräsentieren“ - und wer das glaubt, hat entweder zu viel Erfolgs- und Psychobücher gelesen oder er glaubt bis heute an den Weihnachtsmann.

Die angebliche "absolute" Ehrlichkeit und warum sie dir schadet

Nehmen wir an, du würdest deinen Lüsten authentisch folgen und dies bei einer Verabredung unzweifelhaft darlegen - ich denke nicht, dass es eine zweite Verabredung geben würde. Und ganz ehrlich und authentisch zu sagen, dass du einen Mann suchst, der dich innerhalb von drei Monaten heiratet, mag zwar deinen Überzeugungen entsprechen, dürfte aber ebenfalls nicht zu einer weiteren Begegnung führen.

Bullshit über "authentische" Menschen

Überhaupt - Begegnungen. Ich las irgendwo, dass „authentische Menschen“ sich nicht von äußeren Einflüssen leiten lassen, sondern nur von ihrem „Selbst“. Wieder mal psychologischer Bullshit. Wenn du einen Partner oder eine Partnerin suchst, lässt du dich entweder auch von ihm/ihr beeinflussen, oder du kannst gleich eine Escort-Frau oder einen Escort-Mann bestellen.

Warum keine Rolle auf keinen Fall eine Lösung ist

Jeder Mensch, der ein bisschen Kommunikationstheorie gelernt hat, wird euch bestätigen: Keine Rolle spielen ist das Spiel damit, keine Rolle zu spielen. Es ist aber nicht authentisch. Und wenn es denn schon ein Spiel ist, keine Rollel zu spielen - warum dann nicht gleich die Rolle spielen, die dir liegt?

Womit wir beim Knackpunkt wären. Wer nämlich Teile seines „inneren Selbst“ an die Öffentlichkeit bringen will (und ohne das geht es in vielen Lebensbereiche nicht) muss dies vorsichtig und wohlüberlegt tun. Und weil das so ist, spielst du am besten die Rolle, in der du dich wohlfühlst und dich selbst als hinreichend ehrlich siehst.

Sich selbst erkennen UND dennoch Rollen spielen

Eine Anmerkung zum Schluss: Es ist nicht falsch, sich selbst zu kennen. Das hilft uns immer dann, wenn jemand versucht, unsere Bodenhaftung aufzuheben. Aber es ist unsinnig, keine Rolle spielen zu wollen.

Historische Daten nach "Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten", Düsseldorf 1982

Chic und sexy – oder selbstbewusst und elegant?

„Ich ziehe mich an, wie ich will“ mag eine edle individuelle Note an dir sein. Und doch sagt Kleidung etwas aus. Sie ist nämlich Teil der Erscheinung, und die Erscheinung wiederum ist ein Teil der unmittelbaren, nonverbalen Kommunikation.

Frauen, so hießt es, kommunizieren eher indirekt – ihre Erscheinung, ihre Bewegungen und ihre Kleidung tragen wesentlich dazu bei, zu anderen „zu sprechen“, ohne etwas zu sagen.

Das gilt gegenüber Männern – das wisst ihr sicherlich. Doch es gilt ebenso gegenüber Frauen. Im Prinzip geht es um diese vier Punkte:

1. Du willst Männern imponieren, um erotischer zu erscheinen.
2. Du willst Männer beeindrucken, um dich besser durchsetzen zu können.
3. Du willst andere Frauen abwerten, um sie erotisch auszustechen.
4. Du willst anderen Frauen imponieren, um dich ihnen gegenüber besser durchsetzen zu können.

Karriere und Kleidung

Wissenschaftler wollen nun festgestellt haben, dass der Status der Frauen zumindest zunächst sehr davon abhängt, wie Kleidung und Accessoires an ihnen wirken. Demnach führt Kleidung, die eher erotisch, romantisch oder „sexy“ wirkt, zum Statusverlust, während eher formelle, aber auch elegante Kleidung den Status der Frau stützt.

Wenn du dich zu sexy kleidest, wirst du also von Frauen als Rivalin angesehen, während du auf Männer eher begehrenswert wirkst. Eigentlich ist das ein alter Hut – aber es wird immer wichtiger, seit Frauen nach Führungspositionen streben.

Denn im Job gilt: Karriere macht die Frau, die im Job gut ist, sich wenig Kapriolen erlaubt, die richtigen Dinge zur rechten Zeit zu sagen weiß – und als Erscheinung dezent-elegant wirkt.

Dates - sexy oder elegant?

Das Gleiche gilt übrigens, wenn du auf Männer bei „Dates“ eher selbstbewusst und zukunftsorientiert wirken willst. Schlichte Eleganz deutet immer eher auf: „Ich suche eine solide Beziehung“ hin, während die „sexy“ Kleidung eher darauf hindeutet, dass du auch zu einer Affäre bereit bist. Besonders wichtig dabei ist der Schmuck: Stilvoller, dezenter Schmuck ist das untrügliche Zeichen für guten Geschmack.

Kleider helfen bei Karrieren und Beziehungen

Warum das alles so wichtig ist?

Weil deine Mitarbeiter(innen) nicht sofort sehen können, wie fähig du bist. Weil dein Dating-Partner nicht weiß, worauf du wirklich hinaus willst und ob du tatsächlich bereit für eine Beziehung bist. Deine Mimik und Gestik aber sehen alle sofort, dein Auftritt bleibt ind en Köpfen hängen, und deine Kleidung verrät, wohin du strebst.

Dates … was du besser nicht tust – sieben harte Tatsachen

Ach? Ach so?
Eigentlich … ja eigentlich sind Dating-Ratschläge Mist. Aber hier habe ich einige, die dich interessieren könnten. Geht darum, was du NICHT tun solltest.

1. Hobbys? Bist du ein Kind?

Bist du wirklich so blöd, ein „Hobby“ zu haben? Oder ein Fan von Frau Dingskirchen oder dem 1. FC zu sein? Dann hast du dich schon als beschränkt eingeordnet. Tun mir leid, Jungs – und Mädchen auch. Du kannst gerne Fan sein, Hobbys haben und was sonst noch – aber das ist kein Thema für ein Date. Es ist ein Date, hast du verstanden? Es geht um mehr als ein bisschen Gelaber.

2. Dating? Sei nicht so bescheuert, darüber zu reden!

Hier sitzt du, und dir gegenüber sitzt die Person, die dich interessieren sollte. Niemand sonst. Es geht nicht um irgendwelche anderen Dates, sondern um DIESES Date. Und du willst nicht wirklich wissen, welche Dates er/sie schon hatte.

3. Es geht um euch - nicht um Kinder

Wenn du schon Kinder hast, kannst du sagen, wie alt sie sind und ob sie bei dir leben. Das klärt die Sache zunächst mal. Aber eigentlich geht es nicht um deine Kinder, sondern um dich und dein Gegenüber. Ihr seid die Personen, die sich jetzt und hier treffen. Und was für vorhandene Kinder gilt, gilt auch für Zukünftige oder eine erwünschte Ehe: kein Thema für das erste Date.

4. Brücken noch nicht verbrannt? Dann wird es Zeit!

Es geht nicht drum, wie viele Beziehungen du schon hattest und warum sie in die Brüche gingen – sondern darum, welche Beziehung du JETZT willst. Frag nicht, lass dich nicht danach fragen. Es reicht, dass du jetzt keine Beziehung hast und bereit für eine Neue bist.

5. Sex ist immer eine Option – aber kein Thema

Wenn du bewusst Sex-Dating betreibst, dann kannst du natürlich reden, über was du willst – und dann ist’s auch sinnvoll. Aber sonst wird nicht über Sex geredet, verstanden? Nicht, weil es unfein ist, aber es führt zu dem Missverständnis, dass dir Sex wichtiger ist als eine Beziehung. Wenn du anschleißend mit ihm/ihr ins Bett gehst, ist das OK, aber nicht unbedingt notwendig.

6. Frag nicht „Warum“ – die Antwort ist fast immer gelogen

„Warum bist du noch (wieder) Single?“ Frage nicht so blöd. Du kriegst Scheiß-Atworten, wenn du fragst. Du kriegst früher oder später raus, was ihn/sie jetzt zum Single gemacht hat und warum er/sie jetzt sucht.

7. Red keinen Scheiß

Gut, du kannst mit irgendeinem Mist anfangen. Mit dem Wetter oder „hast du diesen Ort schnell gefunden?“ Aber macht bloß nicht so weiter. Sei ehrlich, sag, was du sagen willst und hör gut zu, was er/sie zu sagen hat. Stell Fragen dazu, was er/sie täglich tut oder wo und was er/sie isst, wenn dir sonst nichts einfällt. Denk dran: Ihr wollt gucken, ob ihr zusammenpasst. Da hat ein dummes Gelaber keinen Platz.

Anderer Meinung? Dann sag sie!

Bild: Aus einer Seifen-Werbung, Alter unbekannt

Der Gentleman plant das Date von der Abholung bis zum Frühstück

Die Planung des Abend übernimmt der Gentleman ...

Gewünscht: Gentleman. Dieses Lieschen-Müller-Anliegen kennen wie zur Genüge. Ist auch nur gerecht, weil ja alle Frauen Damen sind, extrem ladylike und dezent. Und Vatis Lieblingen. Vatis ist nämlich König und sie sind deshalb Prinzessinnen.

Eine Prinzessin will hofiert werden. Man schickt ihr die Kutsche, die Mietdroschke oder das Taxi, um sie abholen zu lassen man kann sie natürlich auch selbst abholen, aber Selbstabholung mit einer Limousine ist echt stillos, oder? Nein, nein, ein artgerechter Transport zum Bestimmungsort muss schon sein. Pardon, es muss natürlich eine "standesgemäße Anreise" heißen.

Zitat:

Heute trifft man sich an einem vereinbarten Platz und trennt sich danach auch wieder und jeder geht seine Wege. Völlig ohne Magie!


Alsdann wird die Frau „hofiert“. Dazu gehört absolute Korrektheit (Pünktlichkeit, Kleidung, Benehmen). Ist das nicht so, geht die Lust auf mehr flöten. Schade. Lieben wir es nicht ganz besonders, wenn eine Prinzessin die Flöte zu spielen versteht? Und weil Prinzessinnen heute auch als Sekretärinnen arbeiten, bekommen auch „Blumensträuße ins Büro“ geschickt.

Und: Prinzessinnen wollen überrascht werden. Keine Vereinbarungen oder Diskussionen darüber, wo’s hingeht, Männer!

Zitat:

Die Anstandsregeln verlangen von einem Gentleman sich das Programm für das gemeinsame Date zu überlegen.


Also: Abendessen im angesagtesten Lokal der Stadt, wo’s noch Damenkarten gibt, danach in ein luxuriöses Zimmer im besten Hotel, Champagner und schön vögeln, anschießend Schlaf, morgens ungeduscht nochmals vögeln, und gemeinsam im Hotel frühstücken?

Es könnte natürlich sein, dass die Dame eigentlich nach dem Dessert und dem Vorschlag, jetzt in ein Hotel zu gehen, sagt “du denkst wohl, ich bin käuflich?“ Tipp für den Gentleman: Sagen Sie in diesem Fall nicht „selbstverständlich“.

Zitate aus "fem.com"