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Der Ursprung der Welt – von der Vagina, der Klitoris und mehr

Die Welt hat ihren Ursprung – nun ja, wenn jetzt unsere Welt gemeint ist, dann hatte sie ihren Ursprung in einer Vagina. Grob gesprochen.

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Die Autorin Liv Strömquist zeichnet die Kulturgeschichte der Vulva nach – in Comics. Dabei führt sie uns Ärzte und Psychotherapeuten vor, die alle sehr geschwätzig und zumeist unqualifiziert über Vulva, Vagina und Klitoris schwadroniert haben – und lässt auch den Biologieunterricht unserer Zeit nicht aus.

Ob das Buch ein bisschen zu feministisch ist? Mag sein. Aber die Darstellung eignet sich jedenfalls, um Vor- und Fehlurteile abzubauen. Und das ist auch der eigentliche Sinn. Eine Leseprobe finden Sie hier.

Was macht eigentlich eine gute Verführerin?

Verführung durch Körpersprache - hier recht deutlich
Es gibt viele Gerüchte darüber, wie eine Verführerin sein muss. Die Geschichte kennt sie als „Femme fatale“, also als männermordendes Ungeheuer oder mysteriöse Gehirnwäscherin, als Blutsaugerin oder was man sonst noch Schlechtes sagen könnte.

Alles Unsinn … das ist sie nicht. Eine gute Verführerin ist nichts mehr als eine kontaktfreudige, dialogbereite, oft spielerisch veranlagte Frau, die sich mit den männlichen Wünschen ebenso gut auskennt wie mit den eigenen Fähigkeiten, sie zu erfüllen.

Sie ist idealerweise –

- Offen und authentisch.
- Beherrscht die Körpersprache aktiv und passiv.
- Selbstbewusst und durchsetzungsstark.
- Unmissverständlich sinnlich.
- Und absolut feminin, auch wenn sie dominant ist.

Wenn du den Beweis brauchst: Versuche bitte mal, auf keinen Fall eine Verführerin zu sein. Kleide dich entsprechend, stelle deine Körpersprache darauf ein, sei schroff und maskulin. Du wirst merken: Das strengt unheimlich an. Menschen werden dich belächeln. Du musst Erklärungen dazu abgegeben.

Es gibt Naturtalente unter den Verführerinnen, die jeden Mann in jeder beliebigen Situation aus dem Stand verführen können – nun ja, fast jeden. Aber das ist nicht die Regel. Denn obwohl fast alle Frauen die Grundlagen der Verführung kennen, schämen sich doch viele, aktiv zu verführen. Es ist – wie so oft – diese falsche, schädliche Scham, die Frauen hindert, den ersten Schritt zu tun und sich zu holen, was sie wirklich wollen.

Gute Verführerinnen haben normalerweise mit der Methode Versuch-und-Irrtum begonnen, denn es gibt kaum „Lehrerinnen“, es sei denn, du hättet seien gute Freundin gehabt, die dir einmal gezeigt hat, wie es geht.

Der Prototyp der Verführerin in vergangenen Zeiten

Manche Frauen denken, Verführerinnen seien schöne, schlanke Püppchen, auf die alle Männer fliegen würden. Das ist ziemlich dumm. Eine Verführerin strahlt nicht Schönheit aus, sondern Lust. Andere denken, Verführerinnen würden sich den Männern anbieten wie Huren. Auch ganz falsch: Verführerinnen treten Männern mit großer Selbstverständlichkeit gegenüber. Sie wissen ja, wer sie sind und was sie können.

Und wie ist es mit dem vampirhaften „Aussaugen“ der Gefühle? Mit der Abhängigkeit, in die Männer angeblich durch Verführerinnen getrieben werden?

Es gibt sie, aber sie sind Exoten. Eine normale Verführerin hat kein Interesse, jemanden abhängig zumachen, weil sie dieser Umstand sie ja auch selbst abhängig macht. Vielleicht erhofft sie sich gewisse Vorteile – vielleicht erwartet sie, beschenkt zu werden. Doch meisten ist es die Freude, die Männer haben zu können, die sie wirklich will, und ansonsten ihr Leben zu genießen. Und natürlich amüsiert es sie gelegentlich klammheimlich, dass sie Männer zu etwas verführt hat, was diese stets abgelehnt haben.

Und du als Verführerin? Sieh einfach mal in den Spiegel, und versuche, immer aufmerksam und sexy auszusehen. Das hilft.

Bilder: oben; Standbild aus einem unbekannten Film; unten: "Snappy", 1937.

Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Ja klar, da könnt ihr euch mal wieder empören, nicht? Ich hör schon die Worte: „Aber warum willst du denn jemandem Sex schenken, den du gerade erst kennengelernt hast?“

Nun, es geht gar nicht um mich. Es geht um alle (Frauen und Männer), die nicht asexuell sind, aber die auch keinen Sex haben können, weil es sie entweder schrecklich schmerzt oder weil es viel zu lange dauert, bis sie erregt werden. Und bei Männern, weil sie durch Operationen oder andere Ereignisse impotent geworden sind. Doch alle haben schon diese Erfahrung gemacht: Psychologen, Therapeuten und Ärzte sind schnell mit Trost und Rat bei der Hand- mit falschem Trost und nutzlosem Rat. Die einen erzählen dir, eine Beziehung wäre „mehr als Sex“. Das sagen dir die Pfarrer auch, und es nützt dir überhaupt nichts. Und die Ärzte sind alle irgendwie hilflos. Wie soll auch jemand, der ständig Sex haben kann, wissen wie es ist, zu lieben und keinen Sex zu haben? „Sie können ähnliche Gefühle haben wie eine gesunde Frau“.

Diese Sache mit dem „ähnlich“ ist lächerlich. Du kannst kein Gefühl haben, das ähnlich ist wie eines, das du gar nicht kennst. Solltest du es doch kennen, aber nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr mit deinem Partner zelebrieren können, dann wirst du wissen, was du entbehrst.

Sicher ist, dass du noch etwas geben kannst. Frauen können Fellatio schenken, Männer Cunnilingus. Aber das musst du eben auch mögen, und besonders Männer haben ja immer eine gewisse „katzenscheu“, wenn’s darum geht. Na ja, und Frauen machen es ja auch nicht wirklich gerne, oder? Manches bleibt dir trotzdem. Zum Beispiel, den Körper des anderen zu liebkosen, wo immer und wann immer es möglich ist.

Ich habe etwas dazu gelesen, was euch vielleicht interessiert, wenn ihr „innerlich Lust“ habt, aber äußerlich nichts geht.

Wer erfand eigentlich Telefon-Sex?

Cam-Girl im Fernsehen - 2001
Keine Frage – es war Gloria Leonhard, die es ermöglichte, „Pornophonie“ gegen Bezahlung über ein öffentliches Telefonnetz abzurufen. Diese „Wähl-Dir-Pornografie“ Anrufe waren ausgesprochen beliebt, bevor sie zunächst verboten und dann vor Gericht wieder erstritten wurden. Das bedeutet freilich nicht, dass es auch schon vorher "heiße Gespräche" über das Telefon gab - zwar nicht im Minutentakt, aber gegen entsprechende Zuwendungen, die frei vereinbart wurden.

In Deutschland war das Thema Telefonsex 1998 so populär, dass sogar der SPIEGEL darüber berichtete – über Sex vom Tonband und „richtige“ Sex-Gespräche. Und in diesem Artikel wird auch erstmals „Telefonsex per Bildtelefon“ erwähnt. Nötig war damals ein „Pentium-PC mit ISDN-Anschluß, Mikrophon und Lautsprecher“ – und natürlich ein Anbieter. Schon einige Jahre später gab es etliche Anbieter – sogar solche, die über Fernsehsender verfügten. Wer dort anrief, konnte per Bildschirm verfolgen, wie sich die Dame seiner Wahl für ihn entblößte – und diese Sender gibt es, obwohl immer wieder ihr baldiges Ende vorausgesagt wird, immer noch. Die neuen Anbieter aber sind Firmen, die ihre jetzt Cam-Girls genannten Aktricen gleich auf den PC-Bildschirm bringen – freilich ebenfalls gegen Gebühr.

Nach wie vor sind die Meinungen kontrovers, ob es sittlich vertretbar ist, sich vor einer Web-Kamera zu entblößen oder gar zu masturbieren. Und über die Gefahren für die Jugend, die Sex-Süchtigen und die Aktricen wird weiterhin diskutiert.

Doch der Mann, der vor dem Bildschirm sitzt, scheint in der Regel fasziniert zu sein von dem, was die Dame auf dem Bildschirm tut – schließlich tut sie es nur für ihn, solange er für sie bezahlt.

Leila, für die eine Nacht erwähle mich …

So recht wusste niemand etwas mit dem Text dieses Tangos anzufangen. Aber man ahnte, dass es sich nicht um eine ganze einfache Liebeserklärung an die schöne Orientalin handelte. Schließlich hauchte der Sänger im Mittelteil „Küsse mich – quäle mich“. Ach, war das schön frivol, nicht wahr?

Letztendlich entsprang dies ganz einfach der Liebeslust und Liebesqual, die man einer „Femme fatale“ zutraute. Dergleichen galt durchaus als romantisch und dabei höchst exklusiv – schließlich musste man sich eine „Femme fatale“ leisten können. Denn vergessen wir nicht: Diese Damen galten damals als lustvolle Verderbnis.