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Der Penis – optisch, taktil und unsichtbar

Das Schöne - unsichtbar ...
Ihr kennt sicher die vielen Presseberichte über den „schönsten“ Penis. Nein, nicht den dicksten, längsten oder ansonsten voluminös überzeugendsten Penis. Den „schönsten“ eben.

Schön ist er, wenn er sauber und gepflegt ist. Da zitieren wir doch mal:

Nicht einzelne Details … machen ihm zum perfekten Penis, vielmehr ist für die meisten Frauen das gesamte, ästhetische Erscheinungsbild seines besten Stücks entscheidend. Außerdem ist die Penis-Hygiene sehr wichtig, denn laut den Aussagen der Befragten ist nur ein sauberer Penis auch ein schöner Penis.

Na also. Anderwärts hörten wir „Hauptsache funktionstüchtig“ – klar, nicht alle von euch sind Ästhetinnen.

Stellst du die Frage: „Wie fühlt sich ein Penis eigentlich an?“, dann bekommst du ziemlich wenig Antworten, bestenfalls noch „er muss mich ausfüllen, dann ist alles OK.“ Das allerdings ist weder eine liebevolle noch eine erotische Schilderung. Uns fiel auf, dass die meisten Frauen nicht in der Lage oder jedenfalls nicht bereit sind, ihre Empfindungen bei der Berührung der eigenen Haut mit dem Penis eines Mannes zu beschreiben.

Ist es ein Tabu? Blieb der Penis unsichtbar, weil er sich heimlich in den Schritt verdrückte, immer auf der Flucht vor dem Licht? Ist es Frauen peinlich, „ihn“ zu ergreifen und zu erfühlen?

Gut, ich habe nur laut gedacht. Ihr weder es ja wissen. Oder doch nicht?

Nützt uns erotische Literatur?

Leser fragen sich: Was fühlt die Romanfigur? Würde ich es auch fühlen wollen?

Wie könnten wir besser und mit geringer Gefahr auf das Gebiet der Sünde und der Falschheit eindringen, als auf dem Wege der Lektüre aller Arten von Schriften, und des Anhörens aller Arten von Geschichten?

Unbekannter Autor, England, 19. Jahrhundert

Menschen, die erotische Geschichten lesen, wollen - daran kann kein Zweifel bestehen, sinnlich erregt werden. Aber sie wollen auch herausfinden, was sie selbst für ethisch vertretbar halten und was nicht. Und jene, die sich sagen: „Oh, das könnte für mich ein Weg zu intensiverer Lust sein“, wollen wissen, wie sich diejenigen fühlen, die ihre erotischen Facetten nicht ganz so ausleben wie es die Natur vorgegeben hat. Insofern sollte die erotische Literatur nicht nur anregen, sondern auch Empfindungen vermitteln. Und genau das ist ihre Schwäche: Die Darstellungen in bewegten und unbewegten Bildern können dies nicht leisten. Lediglich das geschriebene Wort könnte es - aber gerade das überfordert viele Autorinnen und Autoren.

Erotisches Probedenken und Probefühlen durch Literatur

Die Frage „Würde ich Freude daran haben, wenn …“ soll ja in der Literatur vorgeprüft werden, die Figuren, die nebeneinander, übereinander und ineinander geraten, sollen ja beispielhaft vorführen, was uns „blüht“, wenn wir es tun. Vorher, währenddessen und nachher. In alten Zeiten konnte man noch lesen, wer alle erotischen Launen und Begierden des Weibes erfahren habe, der sei auf alles vorbereitet, was das Leben zu bieten habe. Etwas Ähnliches über die Lektionen für junge Frauen las man nicht - es war verpönt, irgendwelche Erfahrungen bei ihnen zu vermuten.

Heute wollen Frauen und Männer wissen, was möglich ist, wie es sich anfühlt und ob sie Gefallen daran finden. Dabei mit erotischer Literatur zu beginnen, erscheint mir keinesfalls abwegig. Allerdings wäre dann über Qualität zu sprechen.

Was meint ihr?

Erst das "brave" Date, dann sofort in die Kiste?

Dating: derzeit nicht immer im Mindestabstand
Was ihr sehr selten lest: Es gibt ein Indiz dafür, um festzustellen, ob ein Date zur Beziehung führt oder nicht. Es besteht darin, mit dem Partner /der Partnerin sofort nach einem gelungenen Date „in die Kiste zu steigen“.

Nun werden die Berufsempörer sofort sagen: „Geht gar nicht“ und manche(r) wird in seinem Erfahrungsschatz kramen und sagen: „Also, bei mir war das aber ganz anders.“

Wie ist es wirklich, wenn du mit dem Sex zögerst?

Einerseits so, andererseits anders. Die alte Regel „willst du was gelten, mach dich selten“ ist in Wahrheit ein Marketing-Trick: „Ich werde umso wertvoller, je mehr ich dich hinhalte.“ Das kann funktionieren, muss aber nicht. In jedem Fall ist es eine Art von „Vermarktung des Körpers“ - so etwas gilt nicht gerade als moralisch.

Sex sofort nach dem "offiziellen Date"?

Die Fakten sind im Grund gleich: Der Geschlechtsverkehr nach dem ersten Date kann so erbauend oder enttäuschend sein wie der nach dem dritten oder zwölften Date. Es gibt weder eine Garantie für eine Beziehung, wenn es „schön“ war noch eine Gewissheit, dass es ein Fehler war. Ja, es muss nicht einmal wirklich „ganz toll“ gewesen sein, damit eine Beziehung daraus wird. Manche Frau sagt sich: „Na ja, dem fehlt noch etwas Erfahrung, und ich sorge mal dafür, dass sich das ändert.“ Andere wenden sich enttäuscht ab - ein Garantieschein wird nicht ausgestellt.

Romantik und Illusionen verlängern sich möglicherweise ohne Sex

Ganz sicher wird die Phase der Illusion kürzer. Wer den ersten gemeinsamen Sex verschiebt, hofft in der Regel auf eine Verlängerung der „romantischen Phase“ in der Beziehung. Wem das gefällt, der mag es tun - vorausgesetzt, er kann dem Partner / der Partnerin andere lustvolle Erlebnisse schenken, die sich tief ins Hirn eingraben.

Schneller zum Sex trotz Pandemie oder wegen der Pandemie?

Behauptet wird, dass sich seit der Pandemie und den daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen mehr Paare unmittelbar nach dem „Abstandsdate“ das Risiko eines Intimdates leisten. (1) Das ist sehr wahrscheinlich - und es war zudem vorauszusehen. Wahrscheinlich werden wir damit leben müssen, auch wenn dies natürlich nicht wirklich befürwortet werden kann. Zudem hörten wir, dass sich lustbetonte Menschen nun auch gerne „in der Nachbarschaft“ umsehen, also bei Menschen, die sie zwar anderweitig kennen, mit denen sie aber noch nicht intim waren.

Lange Chats sind wahrscheinlich eher Gefahr als Nutzen

Und was ist von der Lieblingsidee konservativer Menschen und Partnerportale zu halten, dass man sich nun näher kennenlernen könne, bevor man einander überhaupt treffen würde?

Es ist - mit einem Wort: Bullshit. Niemand, der das Leben kennt und weiß, wie Menschen „ticken“ glaubt daran. Die Behauptung wird zumeist aus kommerziellen Erwägungen in die Welt gesetzt. Zum Zweiten kommt er au der Ecke konservativer Moralaposteln, die gerne hätten, dass die Welt anders würde - möglichst so, wie im 19. Jahrhundert. Ich bin geneigt, sie als geistige Falschmünzer zu bezeichnen. Jede wirkliche Fachfrau und jeder Fachmann (1) wird euch bestätigen, dass die ewig langen Chats dadurch noch mehr in die Länge gezogen werden. Das nützt Verzögerern, Verhinderern und selbstverständlich auch Betrügern, aber nicht denjenigen, der nach einer Beziehung dürsten.

(1) nach einem Artikel des "Reaktionsnetzwerks Deutschland"

Won beginnt "eheliche Untreue"?

Ist der Gedanke schon ein Seitensprung?
Von einer Treuetesterin hörte ich, dass ihr Auftraggeber bestimmt, was er für Treue oder Untreue hält. Nur Gedanken sind in diesem Fall noch frei. Wir werden sehen, dass selbst diese bereits als „Untreue“ bezeichnet werden können.

Harte Treue und schwammige Formulierungen

Die Idee, „Treu zu sein“ kommt nicht nur in Traureden vor, sondern ist fest in unser Gesellschaftssystem integriert. Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist der Meinung, Treue sei die Eigenschaft, nicht mit fremden Personen Geschlechtsverkehr zu suchen oder gar zu haben. Zwar sind die Statistiken dazu „wachsweich“ aber dennoch wird klar erkennbar, dass beständige, nicht zufällige außereheliche Beziehungen am meisten zählen. Auch Seitensprünge, die aus spontanen Begegnungen entstanden sind (ONS), werden ähnlich bewertet.

Rote Ampel auch bei virtueller Lustbefriedigung

Wer sich dafür interessiert, eventuell derartige Begegnungen einzugehen, sieht ebenfalls sogleich die „rote Ampel“. Der Kontakt zu Telefonsex-Anbietern, also die rein virtuelle Lustbefriedigung mithilfe von Cam-Girls wird ebenfalls als „Untreue“ angesehen.
Etwas gelassener sehen die Frauen und Männer bei Befragungen lediglich Aktivitäten, die weder zu echten noch zu virtuellen Sexkontakten führen. Ein Beispiel dafür ist der Flirt, der aber immerhin noch bei 46 Prozent der befragten Frauen als Untreue angesehen wurde.

Nicht einmal Gedanken sind frei

Überhaupt haben Frauen recht merkwürdige Vorstellungen über die Treue der Männer, während sie ganz offensichtlich die eigene „Untreue“ als weniger relevant bewerten. Bedenklich wird es für Frauen sogar schon dann, wenn sich Männer ihre lustvollen Anregungen aus der Fantasie ausborgen, statt sie aus dem Verhalten der Partnerin zu schöpfen. Beinahe die Hälfte der Frauen empfand dies als „Untreue“, und bei Strip-Shows waren es noch 42 Prozent. Lediglich Pornografie hat ihren Schrecken verloren: Nur noch 20 Prozent der Frauen empfanden dies als Untreue.

Muss Treue "getestet" werden?

Manchen Frauen reicht nicht aus, die „Treue“ eines Mannes zunächst als „selbstverständlich“ hinzunehmen. Für sie ist „Untreue“ bereits gegeben, wenn ein Mann weitere weibliche Kontakte hat, mit ihnen chattet oder flirtet. Es reicht diesen Frauen auch nicht, dass sich der Mann momentan sexuell ganz auf sie konzentriert. Und um dies zu überprüfen, können sie einschlägige Detekteien beauftragen, die dann professionelle Verführerinnen als Lockvögel aussenden.

Erstaunlich ist dabei dreierlei: Einmal der niedrige „Einstieg“, denn wo die „Untreue“ Beginnt, legt die Kundin (Klientin) fest – es kann sich durchaus um einen harmlosen Flirt handeln. Zum anderen ist erstaunlich, dass die Lockvögel „frei in der Wahl ihrer Mittel“ sind – sie können also heftig provozieren. Und zum Dritten fällt auf, dass eben diese Lockvögel angeblich nicht über einen Kuss „hinausgehen“ – was letztlich heißt: Vor der Hoteltür ist Schluss.

Ist eine provozierte Untreue schon ein "Charaktermangel"?

Ist die Treue erzwingbar? Kann sie durch Lockvögel verifiziert oder falsifiziert werden? Welche Verführungskünste gelten als „unwiderstehliche Provokation“? Und trauen sich Männer mittlerweile wirklich, zu einer verführerischen und bereitwilligen Frau „Nein“ zu sagen?

Im Grunde geht diese Frage nicht nur an Männer – aber sie gelten eben als „notorische Ehebrecher“ – selbst dann, wenn sie niemals vorhatten, einer Dame in ein Hotelzimmer zu folgen.

Hinweis:

Bild: Herkunft unbekannt, vermutlich Deutschland, 1920er Jahre

Wir haben teilweise Zahlenwerke von PARSHIP via Statista verwendet. Möglicherweise sind diese Daten nicht mehr aktuell oder repräsentativ genug, um sich ein zutreffendes Bild zu machen.
Eine neue Studie zum Thema "was ist für mich Untreue?" wurde gerade von ElitePartner veröffentlicht. Die neue Studie liegt, wie auch die hier verwendete, im Rahmen dessen, was bei solchen Erhebungen behauptet wird, enthält aber abweichende Zahlen.

Das Glück, eine Maske zu tragen

Mit Maske
Oh, ihr meint eine von diesen grünen Masken, die aussehen wie Mäuse-Hängematten? Nein – die meine ich nicht. Und ich rede auch nicht von den Masken, die deine Augen geheimnisvoll betonen.

Die Augenmaske - Schlüssel für neue Erfahrungen

Die Maske, von der ich rede, ist eine weiche, vielleicht gar gepolsterte Augenmaske, mit der wir uns ganz in unsere Privatheit zurückziehen können. Allein? Zu zweit? In einer Gruppe?

Wo immer du bist, was immer du tust – eine Augenmaske entlastet dich. Du bist schön, die anderen sind schön, und deine Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt.

Mit Maske allein, zu zweit oder in der Gruppe ...

Klar ist da ein Unterschied, ob du allein bist, zu zweit oder in einer Gruppe. Und natürlich auch, ob du auf Vanille-Sex stehst oder auf Chili-Sex. Aber das Grundgefühl ist immer gleich: deine Welt reduziert sich, deine Sinne werden eingeschränkt, du konzentrierst dich auf deinen Körper.

Wenn du weißt, wie es ist, eine Maske zu tragen, kannst du auch empfinden, wie es jemandem geht, dem du eine Maske anlegst.

Eine sexaktive junge Frau weiß (1):


Zu wissen, dass der Partner eine Augenbinde trägt, ist nicht nur hilfreich für seine Empfindungen - auch für meine. Ich habe Hemmungen, dominant zu sein, wenn mein Partner mich dabei sieht. Aber sobald ich meinem Partner die Augen verbunden habe, kann ich die Kontrolle übernehmen, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, wie ich aussehe – er spürt dann nur noch meine Berührungen und hört meine Stimme.


Für jeden, der eine Augenbinde trägt, verändern sich die Empfindungen. Wenn du nichts sehen kannst, kannst du keine Informationen mit den Augen aufnehmen und auch sonst nicht „über die Augen“ kommunizieren. Du wirst die Ohren spitzen und auf Geräusche hören und Gerüche wahrnehmen, und jeden Windhauch spüren – sogar die Bewegungen im Raum. Das gilt schon dann, wenn du noch Kleidung trägst und du nicht teilweise oder ganz nackt bist. Klar kannst du deine Wahrnehmung noch weiter reduzieren, und vielleicht auch noch intensiver empfinden, indem du dein Spiel auf sanfte Fesslungen ausweitest.

(1) Blogbeitrag, englisch, sprachlich vereinfacht, nicht verlinkbar.