Der Fußballer, das „Party Girl“ und die Revolverblätter

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 7. September 2010 • Kategorie: lust und sex


ist sie wirklich "juci"?


Es ist nicht der erste Fall in der Geschichte der „News of the World“, in der Huren bemüht wurden, um einen Mann madigzumachen, aber es ist sicherlich einer der erbärmlichsten: Der Fußballer Wayne Rooney wird bezichtigt, die sexuellen Dienste des angeblichen Party-Girls „Juci Jeni“, bürgerlich Jennifer Thompson, sieben Mal in Anspruch genommen zu haben, während seine Frau schwanger war.

Nun ist allerdings nicht einmal sicher, ob jemand der jungen Dame Geld anbieten muss, damit sie es tut: Angeblich sind Fußballer die bevorzugte Zielgruppe der Aktivitäten der jungen Frau. Schon zuvor prahlte sie damit, andere Fußballstars „getroffen“ zu haben, fand die britische „Mail“ heraus. Sie bezeichnete das Partygirl als "wannabe WAG", auf Deutsch und strak verkürzt etwas "Möchtegern-Freundin"

Es ist also möglich, dass diese angebliche „Affäre“ ganz andere Hintergründe hatte als „ein Mann geht zu einer Prostituierten, während seine arme Frau Schwanger ist“, nämlich so: „Ein Partygirl macht sich an einen Fußballer heran, dessen Frau schwanger ist“.

Die genauen Informationen hat wohl nur „Juci Jeni“ selbst – aber der ganze sogenannte „Skandal“ wirft viel Licht drauf, wie britische „Revolverblätter“ arbeiten.
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Der erotische Dreier: Drei Mal drei ist acht

Geschrieben von © induna •Sonntag, 22. August 2010 • Kategorie: lust und sex


dreier: die personen mögen variabel sein, die formeln sind immer gleich


Wie viele Varianten eines Dreiers gibt es eigentlich? Lässt man die Geschlechter einmal weg, die daran beteiligt sind, und damit auch die Organe, dann haben wir eine mathematisch-technische Basis, nicht wahr? Nun müssen wir noch Stellenwerte ordnen, denn in jedem Dreier gibt es eine bestimmende Person. Die nächste ist jene, die voraussichtlich der bestimmenden Person folgt, und dann benötigen wir noch eine dritte Person, deren Verhalten ungewiss ist. Legen wir sie als Zweierpotenzen fest, und nehmen wir an, dass die erste Ziffer immer die eigene Aktivität ist, die zweiter die Aktivität des bekannten, verlässlichen Partners und die Dritte die des unsicheren Partners, so ergibt sich:

LLL – der Frust: Alle Partner sind inaktiv

Lustlos, nicht wahr? Die typische Situation, wenn sich keiner traut, und alle einander misstrauisch beäugen.

LLH – der dritte Partner wird aktiv

Die Überraschungssituation – der dritte Partner wird aktiv und beginnt, die aktive Verführerolle der beiden übrigen zu übernehmen. Das kann sehr attraktiv sein, doch müssen sich die beiden bereits bekannten Liebenden dann erst einmal neu sortieren.

LHL – man überlässt die Führung dem schwächeren Partner

Strategisch klug kann es sein, dem schwächeren Partner die Führung zu überlassen. Das geschieht zumeist, um den Dritten langsam darauf vorzubereiten, was ihn erwartet. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, dann wissen Sie, was ich meine.

LHH – der schwächere Partner und der Fremde kooperieren

Wenn die beiden schwächeren Spieler beim Dreier kooperieren, wird die Sache heiß und überraschen. Der strake Spieler wird sich vielleicht wundern, dass er plötzlich zum Spielball wird, und dann ist die Frage: Gefällt es ihm oder nicht?

HLL – die Initiative von oben – aber kaum Resonanz

Wenn der strake Spieler allein verführen will, muss er vor allem Rückgrat haben und die anderen selbstbewusst motivieren. Die Ausgangslage ist schwierig und verspricht wenig Erfolg.

HLH – erotisches Feuer legen mit dem Dritten

Brenzlig für die Beziehung, aber hocherotisch: Der führende Partner trifft auf die Resonanz des Fremden, während der bekannte Partner passiv bleibt. Eine Variante dieses Spiels heißt beispielsweise „Cuckolding“ – aber die Geschlechter spielen wirklich keine Rolle: Umgekehrt geht es auch.

HHL – die klassische Verführung des Dritten

Die klassische Verführung zum Dreier: Der Hauptspieler und sein Gefährte spielen mit, aber auch gegen einen passiven Dritten, der verführt werden soll.

HHH – Wonne für alle

Die Variante für all jene, die sich voll bewusst sind, was sie tun wollen: Alle setzen das Beste ein, um alle zufriedenzustellen. Diese Variante erfordert Erfahrung und zumeist auch Organisationstalent.

Agenda: H = Hohe Aktivität, L – niedrige Aktivität.
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Frauen brauchen keinen Puff – Casual Dating reicht völlig

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 12. August 2010 • Kategorie: lust und sex


kein mann im angebot? vielleicht hilft casual dating
Es mag sein, dass Frauen anders denken als Männer – aber sie denken keinesfalls edler, wenn es darum geht, die „kleine Lust zwischendurch“ zu befriedigen. Schon vor 30 Jahren sagte mir eine Dame ländlicher Herkunft: „Soll ich’s mir durch die Rippen schwitzen? Wenn ich einen Kerl brauche, dann nehme ich mir einfach einen.“ Wer damit Schwierigkeiten hat oder hatte, wie beispielsweise die Leiterin einer ländlichen Sparkassenfiliale oder die Dorfschullehrerin, fuhr eben in die nächste Garnisonsstadt, um sich einen feschen Zeitsoldaten aufzureißen – für das, was sie mit ihm vorhatte, brauchte er kein Abitur.

Heute heißt der Platz, an dem Freierinnen ihre Böcke aufreißen, Internet. Wer dafür vornehmere Ausdrücke hat, mag sie verwenden – ich selbst könnte es auch, mit allen Nuancen. Nur, meine Damen: Falls ich es tun soll, dann sollte ihre Fraktion die Männer nicht Freier nennen, die sich die Dreistigkeit leisten, Frauen für Gelegenheitssex zu kaufen. Das einzige, was heutige Freierinnen nach von Freiern unterscheidet, ist, dass sie nicht pro Stich zahlen, sondern pro Liebesnacht, und dass nicht immer in Bargeld bezahlt wird.

Jüngst wurde das „Casual Dating für Frauen“ in einem Zeitungsartikel als eine „seriöse Option“ bezeichnet – aber unter den gleichen Voraussetzungen wäre dann eine Escort-Dame ebenfalls eine “seriöse Option“ für einsame Herren.

Dieser Artikel ist eine Provokation - diskutieren Sie mit, wenn Sie mögen - ab 15.08.

Bild © 2007 by Zabara Alexander
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Erotische Fotografie im Aktfotostudio VISIBLE

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 28. Juli 2010 • Kategorie: lust und sex


großzügige, helle räume entspannen die kundin


Erotische Kunstwerke mit der Kamera zu schaffen ist gar nicht einfach – aber der Bocholter Fotograf Kristian Liebrand kann es optimal. Dabei ist es noch nicht einmal drei Jahre her, dass ihn eine Kundin ansprach, ob er auch erotische Fotos herstellen könnte – sie hätte diese Bilder gerne als Geschenk für ihren Mann. Das Experiment gelang, und weil die Fotos so wundervoll waren, kam bald auch eine Freundin dieser Kundin in sein Atelier, um ebenfalls erotische Fotos von sich anfertigen zu lassen. Seither hat er alle Berufsgruppen von der Automechanikerin bis zur Zahnärztin in ihrer natürlichen Schönheit oder in erotischen Posen abgelichtet. Inzwischen kommen seien Kundinnen nicht nur aus dem Ruhrgebiet, sondern auch über die Nahe niederländische Grenze – und manche von ihrer reisen gar von weit her an – manche über 700 Kilometer.

Wer das örtliche Fotostudio in seiner Heimatstadt kennt, kann sich oft nicht vorstellen, hier ein Aktfotos herstellen zu lassen. Zwar sollte jeder Fotograf die Technik beherrschen, doch aus der Praxis weiß die Liebeszeitung, dass allein die Location vieler Fotografen nicht geeignet ist, um die heimelige Atmosphäre zu erzeugen, die für Akt- und Erotikaufnahmen nun einmal nötig ist.

Dies ist bei Kristian Liebrand ganz anders: In seinem großzügigen Studio, das er Aktfotostudio VISIBLE© getauft hat, findet man beispielsweise eine frei stehende Badewanne für die romantische Erotik, während die forsche junge Frau sich vielleicht eher für die Graffiti-Wand im Studio entscheidet. Wer seine natürliche Schönheit lieber ländlich-rustikal zeigen will, der kann sich in die Kulisse einer Scheune einfügen.

Vor allem aber hat der Fotograf ein „Händchen“ für seine Kundinnen. Manche dieser Frauen kommen mit Herzklopfen in sein Studio – denn der Entschluss, nackt vor einer Kamera zu stehen, ist eine Sache – die Ausführung jedoch eine andere. Schon allein deshalb arbeitet Kristian Liebrand nicht unter Zeitdruck – sechs Stunden kann eine Fotosession durchaus dauern.
Der Preis für seien Arbeit wirkt im Vergleich zum Aufwand lächerlich gering: Nur rund 400 Euro, so verriet er der Liebeszeitung, würde das Shooting kosten – zusammen mit 20 fix und fertig bearbeiteten Fotos auf einer CD.

Das wirklich Überraschende für die Redaktion der Liebeszeitung: Viele Frauen wollen die Fotos nur für sich selbst, um damit die Schönheit ihrer „mittleren Jahre“ (die meisten Kundinnen sind zwischen 30 und 40 Jahre alt) zu dokumentieren – und manchmal wollen sie sich auch selbst täglich sehen: Das eigene Aktfoto hängt auch schon mal im Schlafzimmer einer Singledame.

Foto © 2010 by Kristian Liebrand
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Warum „Twilight“ die jungen Mädchen verrückt macht

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 19. Juli 2010 • Kategorie: lust und sex


einmal ist immer das erste mal


Warum ausgerechnet die keusche Saga „Twilight“ mit ihren schicken Vampirlein und anderen Figuren aus der Sagenwelt die jungen Mädchen an den Rand des Wahns treibt, enthüllte Hauptdarsteller Robert Pattinson gegenüber der Sächsischen Zeitung“:

Jeder kennt von uns diese Zeit, bevor zwischen einem Paar etwas passiert … das ist doch die köstlichste Zeit. Dieser Moment könnte eine Ewigkeit dauern. Zu dieser süßen Ungewissheit kommt ja auch Angst, besonders wenn es für beide das erste Mal ist. Ich glaube, diese Angst schürt noch das Verlangen
.

Wenn es stimmt, dann ist es die „süße Sehnsucht“, die während der pubertären Verliebtheit auftritt, und die ja tatsächlich oft zwischen brennendem Verlangen und der Furcht vor der Enttäuschung liegt, denn die Wonne, die man vor der ersten Liebesnacht empfindet, hält ja meist keinen vergleich aus mit der Realität dieser Nacht: Irgendwie hat man „es“ geschafft - und so toll war es nun auch wieder nicht. Die Krux an all dem: Der wirkliche Genuss der Liebe muss erst einmal auf später verschoben werden: Man braucht einfach ein wenig Praxis, einen voll erblühten Körper und den kleinen Schalter im Hirn, der sagt: „Jetzt gebe ich mich völlig hin und denke nicht an den Morgen.“

Nun könnte man natürlich sagen: „Schon saublöd, dass man nicht warten will und trotzdem noch warten muss“, bis man richtig Freude an der Liebe hat. Man kann es aber auch so sehen: Die Speisen, die man mit 16 gerne aß, sind selten die Speisen, die man auch noch mit 30 lustvoll verspeist – und dann hätte jedes Lebensalter seien Präferenzen.

Doch zurück zur schicken Vampirgeliebten-Jungfernschaft: In den Büchern schwelgt man sich vielleicht durch vier Bände, aber im Leben wird man kaum vier Jahre lang nur schwelgen. Mutter Natur ist immer noch erbarmungslos und führt die Paare früher oder später auf den Weg, den sie für richtig erachtet – und deswegen trennt sie Paare wieder, die nur schwelgen wollen. Bücher sind eben Bücher, Kino ist Kino, und die Realität ist gnadenlos menschlich.

© 2009 by Tattoo Lover
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Bisexualität über 40 – das neue Frauenthema

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 14. Juli 2010 • Kategorie: lust und sex


leidenschaft kennt kein alter: bisexualität auch im erwachsenenalter


Die herrschende Volksmeinung in aufgeklärten bürgerlichen Kreisen geht so:

Junge Frauen experimentieren mit ihrer Sexualität und finden dabei gelegentlich auch gefallen an überwiegend schwärmerischen lesbischen Beziehungen – sobald sie aber aus der Pubertät heraus sind, wenden sie sich dann doch Männern zu und bleiben bis an ihr Lebensende lupenreine heterosexuelle Frauen.


Schon seit Langem gibt es Vermutungen, dass dies nicht stimmt. Frauen in mittleren Jahren sind besonders bi-neugierig, auch wenn sie diese Wünsche nicht immer ausleben. Ergibt sich aber die Gelegenheit oder treffen sie auf eine Verführerin, dann fallen die Vorbehalte schnell. Gleichwohl glaubt man, dass diese Beziehungen eher als Affären gelebt werden und nicht besonders häufig zu Lebenspartnerschaften führen – die mittleren Jahre sind nun einmal die Zeit der sexuellen Eskapaden, gleich, ob der Seitensprung mit einer Frau oder einen Mann ausgeführt wird.

Sollte es aber stimmen, was Forscher nun über ältere, in heterosexuellen Beziehungen lebende bisexuelle oder auch lesbische Frauen herausgefunden haben, dann gibt es bei reifen Frauen eine recht große Neigung, gelegentlich oder dauernd das Ufer zu wechseln. Die Forscher meinen, dass diese Frauen deswegen nicht beachtet würden, weil sie in der Regel auf ein „Coming-out“ verzichteten und ihre Lüste lieber in der Stille ausleben würden. Für manche dieser Frauen sei die lesbische Erfahrung in höherem Alter sogar absolutes Neuland, weil sie in der Jugend niemals lesbische Neigungen verspürten.

Diese Erkenntnisse sind deshalb so sensationell, weil in der Vergangenheit stets angenommen wurde, dass Menschen nach möglichen Schwankungen in der Jugend nach der Pubertät ihre Orientierung beibehalten, während uns das Erfahrungswissen lehrte, dass insbesondere künstlerisch veranlagte Frauen ihre sexuelle Identität wechseln konnten. Noch vor wenigen Jahren wurde angenommen, dass alle bisexuellen Menschen im Grunde verkappte Homosexuelle wären, die sich nur nicht trauen würden, zu diesem “Lifestyle“ zu stehen.

In einem Gespräch sagte mir eine bisexuelle Frau einmal, sie würde von Männern Gefühle bekommen, die ihr keine Frau geben könnte, und von Frauen solche, die ihr kein Mann vermitteln könne. Danach gefragt, ob sie damit keine Konflikte hätte, antwortete sie: „Nicht, wenn ich mich in der Rolle völlig wohlfühle“.

Es ist immerhin möglich, dass Frauen die Liebe durchaus spielerischer auffassen als Männer und der Wechsel der geschlechtlichen Identität deshalb nicht an psychischen Betonmauern endet, wie das bei Männern zumeist der Fall ist.

Halten wir also zunächst einmal fest: Frauen können in jedem Alter ihre geschlechtliche Identität wechseln – sei es spielerisch oder in dem vollen Ernst, einen neuen Lebensstil zu beginnen.

Mehr Informationen im Britischen Telegraph

Titelfoto: © by Bob Bobster, 2010
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Pubertät - hilflose, geschwätzige Wissenschaft

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 16. Juni 2010 • Kategorie: lust und sex


Von der Pubertät überfordert? Und nun?


Die WELT trug heute besonders drastisch zur Sensationsberichterstattung bei – sie titelte „Alarmierend frühe Geschlechtsreife bei Mädchen“. Nicht einmal das Springer-Boulevardblatt BILD konnte da mithalten – sein Titel lautete „Studie: Junge Mädchen immer früher geschlechtsreif!“. Übrigens war die Grundlage aller Artikel ein Bericht der Daily Mail.

Der frühere Eintritt der Geschlechtsreife ist eine Tatsache, und möglicherweise müssen wir uns alle darauf vorbereiten – vor allem in Elternhaus und Schule. Das „Alarmierende“ daran kann zunächst gar nicht festgestellt werden – die Pubertät ist ein natürlicher Prozess, der ziemlich viel Anforderungen an die Person stellt, aber nichts „Alarmierendes“ an sich hat.

Bleiben wir mal auf dem Teppich - erstens: Die Mädchen waren ungefähr 10 Jahre alt, nämlich neun Jahre und zehn Monate. Dass diese Zeit in die Grundschulzeit fällt, wird schon heute im Unterricht genügend gewürdigt. Zweitens: Panikreaktionen aller Art sind sinnlos, weil sich weder Natur noch Zivilisation zurückdrehen lassen. Wenn Forscher uns jetzt etwas zu sagen haben, dann sollen sie bitte sagen, wie man Mädchen (übrigens auch Jungen) besser auf die frühe Pubertät vorbereiten kann und wie man etwaige Schäden am besten vermeiden kann. Die Kassandrarufe, die Mädchen seien „in diesem Alter mit der frühen sexuellen Entwicklung überfordert“ nützen niemandem.

Die Wissenschaftler beweisen mit ihrer Panikmache vor allem, wie hilflos sie sind – und dass sie den Menschen, die auf ihre Hilfe hoffen, nichts zu sagen haben, sondern bestenfalls geschwätzig sind: Im Grunde ist es dies, was wir aus der heutigen Presse entnehmen.

Tilelbild © 2010 by LadyDragonflyCC -Macro Madness!!!
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Schnelle Liebe – ONS oder Professionell?

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 3. Juni 2010 • Kategorie: lust und sex




In der Liebe ist nichts mehr unmöglich, seit Frauen ohne großes Zögern dazu bereit sind, bei einer Verabredung auch ins Bett zu hüpfen. Nun gab es schon immer eine Anzahl von Frauen, die behaupteten, überrumpelt worden zu sein. Ebenfalls fanden wir immer wieder Frauen, die sich bei Einladungen in Höhe des Äquivalents eines halben Tageslohns verpflichtet fühlten, dem Mann mal ein bisschen Freude zu spenden. Doch seit dem 1990er Jahren und noch mehr im neuen Jahrtausend gab es immer mehr Frauen, die einfach Lust darauf hatten, mal einen Mann zu vernaschen – oder auch einen anderen Mann als den Ehemann.

Da fragten sich natürlich ein paar Männer: Verflixt, womit bin ich nun besser dran: Escort-Frau, Bordell, Einladung einer „Soliden“ oder gleich eine Ehebetrügerin?

Wert nachrechnet, wird schnell finden: Bei der Escort-Frau wird die Sache teuer, aber dafür ist sie garantiert schön und folgenlos. Im Bordell ist die Sache preiswert, möglicherweise so lange schön, bis die Dame auf die Uhr guckt – aber ebenfalls relativ gefahrlos. Wie ist es nun bei den anderen? Nun. Die Soliden wollen auch wie vor überredet und verwöhnt werden, bevor sie zum gemeinsamen Lustgenuss bereit sind – das kann ganz schön ins Geld gehen. Nun, und die Seitenspringerinnen sind auch oft ein bisschen wählerisch – verabredet heißt noch nicht, dass es auch Süßes gibt, und manche sollen sogar bereit sein, auch gelegentlich einen 100-Euro-Schein für die vielen Kosten anzunehmen, die so ein Seitensprung verursacht. Von Prostitution wollen wir da lieber nicht reden.

Tatsache ist jedenfalls, dass nicht alle Frauen auf Beziehungen aus sind – manche sind ganz froh, wenn sie ihre Hengste nur einmal sehen – und dann nie wieder. Denn was für eine Nacht gut ist, muss ja nicht unbedingt für das ganze Leben taugen – und bei der Wahl zwischen einem feurigen Hengst und dem braven Ackergaul „Ehemann“ denken doch viele Frauen, dass ein solcher Hengst eher für gelegentlich gedacht ist – ansonsten werden die Kerle viel zu anstrengend.

Professionell oder ONS? Na, das muss schon jeder selbst entscheiden – jeder Mann und neuerdings auch jede Frau – denn auch von Frauen an Männer fließen gelegentlich schon Geld- und Sachgeschenke für die Liebe. Böswillige Menschen behaupten sogar: Die Zunahme des Frauenanteils in Seitensprungagenturen sei darauf zurückzuführen, dass es für Frauen (insbesondere ab 40) keine Männerbordelle gibt –der Bedarf würde eben über die Schnäppchenjagd in einschlägigen Agenturen gedeckt.

Nach einer Anregung von news.com.au

Bild: © 2008 by Hoggheff
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Welche Frauen sind sexy für Frauen?

Geschrieben von © induna •Samstag, 29. Mai 2010 • Kategorie: lust und sex


Olivia Wilde - sexy für frauen


Früher war die Sache klar: Butch meets Femme – und das hieß so ungefähr das eine Frau, die aussah wie ein alternder Kapitän auf großer Fahrt ein scheues, zartes Mäuschen abschleppte, das nicht genau wusste, wohin es eigentlich schippern sollte.

Längst vorbei – zwar gibt es sie noch, die betont männlichen Frauen und ihre sanften, süßen Weibchen – aber irgendwie ist die Welt doch anders geworden. Frau muss nicht mehr besonders maskulin aussehen, um lesbisch zu sein – sie ist es einfach. Man bleibt auch nicht so ganz unter sich – bi-neugierige Frauen schneien herein und lassen sich verführen, um dann zu Mann und Kind zurückzukehren.

Sexy Frauen suchen also durchaus sexy Frauen – Hetero-Frauen und Homo-Frauen gleichermaßen, und unentschlossenen natürlich sowieso. Wer aber ist sexy?

Am besten weiß es immer „AfterEllen“. Man kürt regelmäßig 100 Frauen, die Frauen gefallen, und Siegerin wurde in diesem Jahr die Irin Olivia Wilde, eine schöne 26-jährige Hetero-Frau ohne Skandale. Nennen wir noch schnell Platz zwei und drei, bevor wir zu den Sonderkategorien kommen. Platz zwei belegte die 20-jährige US-amerikanische Schauspielerin Kristen Jaymes Stewart und auf Platz drei die ebenfalls blutjunge englische Schauspielerin Lily May Loveless. Jugendliches Aussehen und ein Anflug von Unschuld ziert also nicht nur Männerlieblinge, sondern auch Frauenlieblingen.

In diesem Jahr gab es drei Sonderkategorien: Frauen, die bereits ihr „Coming Out“ hatten, dunkelhäutige Frauen und Frauen über 40, was wir hier besonders interessant fanden.

favoritin der frauen: Portia de Rossi
Portia de Rossi aka Amanda Lee Rogers belegte Platz eins unter den bekennenden Lesben und Bi-Frauen. Sie ist eine australische Schauspielerin, die im Alter von jetzt 37 noch betont jugendlich aussieht. Bei den dunkelhäutigen Frauen siegte die inzwischen 46-jährige Schauspielerin Jennifer Beals, die auf dem AfterEllen-Foto allerdings deutlich jünger ausseiht. Da waren wir ja nun mal gespannt, welche Frau über 40 denn nun den Preis bekommen würde, und siehe, es ist ebenfalls Jennifer Beals, weshalb wir diesmal auch noch auf Platz 2 geguckt haben: Dort finden wir mit Ellen DeGeneres eine reife Frau, die in den USA als Gastgeber von Talkshows bekannt ist.

Welche Frauen sind nun also sexy für Frauen? Neben jugendlichen Unschuldsgesichtern fand ich vor allem laszive Frauen – und dann und wann ein paar Frauen mit jungenhaften Zügen. Ob es einen Trend der AfterEllen-Leserinnen zum jungen, romantischen Weibchen gibt? Wenn ja – warum eigentlich nicht?

Titelbild © 2010 by Pulicciano

Seitenbild © 2010 by Pulicciano
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Geständniszwang und Bestrafungswunsch in der Erotik

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 27. Mai 2010 • Kategorie: lust und sex




Manchmal geht die Psychoanalyse recht gewundene Wege: Wer für die Zeit absolut wundersame erotische Wünsche hatte und sie gestand, galt in der alten Psychotherapie noch als ein Mensch mit Genesungswunsch: Das „verbotene Erlebnis“ sollte durch den Geständniszwang in ein „Erlebnis zu zweit“ umgewandelt werden. Das sei ähnlich wie in der Beichte, sagte damals eine Psychotherapeutin – doch sie hätte ebenso gut sagen können: „ähnlich wie in der Psychoanalyse“.

Nun wird in der Psychoanalyse niemand bestraft, wenn er „gesteht“ und nach der Beichte ist die Sünde zumeist mit ein paar „Vaterunser“ getilgt, die in aufrichtiger Bereitschaft zur Buße gemurmelt werden. Doch die Menschen, die unter erotischem Geständniszwang stehen, wollen oft mehr: „Die gerechte Strafe“, zumeist eine heftige und in vollem Ernst vollzogene Körperstrafe, soll die Schuld tilgen.

An dieser Manie verdienen manche Dominas: Sie haben eigene Verhör- und Kerkerräume – und einen guten Prügelbock hat ohnehin jede dieser Damen zur Verfügung. Neulich schrieb ein Leser: „Veröffentlichen sie doch mal die Adressen der Damen, die Dunkelhaft anbieten“. Nun, das tun wir natürlich nicht, aber wir geben gerne an, wo Sie Hintergrundbegriff der Erotik finden.
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Und täglich grüßt der Cuckold

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 13. Mai 2010 • Kategorie: lust und sex




Eine Zeit lang war es ruhig geworden um den Cuckold. Ich dachte schon, er gehöre zu den bedrohten Tierarten (im Cuckold steckt schließlich auch ein Kuckuck) und wollte schon eine Expedition ausschicken, um den Cuckold zu finden – aber da tauchte er eben wieder auf.

Genau genommen ist das Tierchen zwar possierlich, aber es wird dennoch mit Verachtung gestraft. Denn ein Cuckold ist ein Hahnrei, und ein Hahnrei ist ein gehörter Ehemann. Ja, einer, dem man „Hörner aufsetzt“. Vom Ehemann einer stadtbekannten Fremdgängerin wurde schon mal gesagt, dass er „mit seinem Geweih nicht mehr durch die Flügeltür käme“, was sehr bildhaft ausdrückt, durch wie viele Betten eben diese Ehefrau ging.

Soweit die Realität des Lebens – da die Ausdrücke alle bereits aus alter Zeit stammen, wird deutlich: Ehefrauen haben es mit der Treue schon in vergangenen Jahrhunderten nicht immer ganz ernst genommen.

Pornografisch umdefiniert: Der Cuckold als Marke

Inzwischen ist der Cuckold allerdings zu einem Markennamen für eine Gruppe von Leuten geworden, die ein erotisches Rollenspiel mit drei Personen inszenieren. Der Ehemann heißt dann Cuckold (daher der Name), die Ehefrau „Hotwife“, was so viel wie „scharfe Frau“ bedeutet, und der Liebhaber „Bull“ – nun, damit ist auch klar – der macht ihr den Hengst.

Etwas vornehmer ausgedrückt: Ein Cuckold ist ein Mann, der sich einen Lustgewinn davon verspricht, wenn die Ehefrau oder Freundin in seiner Anwesenheit mit einem anderen Mann „zur Sache“ geht.

Nun wäre dies alles höchstens eine Randnotiz im Bereich „sonstige Rollenspiele“ wert, wenn es nicht die Tendenz gäbe, so etwas reißerisch zu vermarkten: Der Cuckold wird zum Markennamen für ein Genre der Pornografie, die BDSM-Szenerie und die Swinger-Szene beanspruchen beide das Recht der Erstgeburt des Namens, Foren werden gegründet – man bekommt den Eindruck, als wäre die Welt voller devoter Ehemänner, die nichts wollten als von ihren Frauen dominiert und gedemütigt zu werden. Wer dort allerdings gedemütigt wird, ist nicht ganz klar: Oft ist die Rolle der Frau höchst fragwürdig – die ganze Sache verkommt zu einem bloßen „Frauentausch“ und anderen Vorzeichen – und das „Hotwife“ verkommt dann zur anzeigenüblichen „Ehenutte“.


Der Cuckold hatte einst sogar Charme

Dabei hatte der Cuckold einmal durchaus Charme, jedenfalls dann, wenn er literarisch aufbereitet wird. Dann kann man den Zwiespalt entdecken, der jeder erotischen Unterwerfung innewohnt. Ein gutes Beispiel dafür ist Sacher-Masochs berühmten Roman „Venus im Pelz“. Der Held oder Antiheld in der Literatur hat aber stets divergierende Gefühle, und dies unterscheidet ihn von der lächerlichen Pornografie, die überwiegend unter dem Namen „Cuckold“ vertrieben wird: In ihnen geht es vor allem darum, einen „Dreier“ abzufilmen, in dem der sogenannte „Cuckold“ zu Anfang etwas passiver ist.

Vereinnahmung des Begriffs "Cuckold" durch die BDSM- und Swingerszenerie

Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass die BDSM- und Swingerszene von ihren Adepten verherrlicht wird. Natürlich darf jeder in seinem Herzen bewegen, was er will, und was Erwachsene miteinander tun, ist deren Privatangelegenheit – doch öffentliche Zurschaustellungen sind ebenso frivol wie die Verharmlosungen und pseudowissenschaftliche Rechfertigungen, die heute sogar in Online-Lexika Einzug gefunden haben.

Werbung für Cuckolding? Nein, danke

Das Fazit? Jeder Erwachsene hat das Recht, so zu leben und zu lieben, wie er es für richtig hält, solange er keinen anderen Menschen damit schädigt. Doch ob es klug und verantwortlich ist, damit die Öffentlichkeit zu gehen und sie möglicherweise damit zu belästigen, ist eine andere Frage. Ganz und gar unverständlich und äußerst peinlich wird die Sache allerdings dann, wenn für solche Lebensformen Werbung betrieben wird – möglichst noch von angeblichen Lifestyle-Paaren, deren einziges Ziel es ist, Geld mit dem Cuckolding zu machen.

Titelbild © 2005 by Travis Hornung
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Wer ist denn nun eigentlich Jungfrau?

Geschrieben von © induna •Montag, 26. April 2010 • Kategorie: lust und sex




Wenn die Presse über „Geschlechtsverkehr“ schreibt, ist sie schnell mit Urteilen bei der Hand, die gleich mal Hohn lachend weitergegeben werden: Ah - die älteren Menschen halten aktiven Oralverkehr der Frauen an Männern nicht mehr für „Sex haben“ – na klar, das ist der Clinton-Lewinsky-Effekt. Die jungen Menschen, so wird ebenso hämisch berichtet, glaubten beispielsweise, nur dann „Sex gehabt“ zu haben, wenn sie einmal vaginalen Geschlechtsverkehr hatten.

Was stimmt denn nun eigentlich? Ist die Häme der Presse angebracht?

Es kommt, wie immer, auf die Definition an. Wir können in etwa definieren, wo Geschlechtsteile beginnen und wo sie aufhören. Demnach hat man Geschlechtsverkehr, wenn man dem Partner die Stimulation der Geschlechtsteile erlaubt. Dann wären also Oralverkehr, Handverkehr und sogar Petting Geschlechtsverkehr, die Stimulation der Prostata mit dem Finger aber ebenso wenig wie die anale Stimulation mit der Zunge?

Man sieht: Alles ist möglich, aber nichts stimmt wirklich. Eigentlich ist es nur der „Beischlaf“, der wirklich „Geschlechtsverkehr“ ist, und um den auszuführen, muss schon ein wenig mehr geschehen als die „Dinge in die Hand zu nehmen“ - beide Teile müssen ineinander kommen.

Bis wann ist man denn nun Jungfrau?

Wenn aber ist man nun eigentlich noch Jungfrau? Nun, bei Frauen meinte man früher, dies am Verlust des Jungfernhäutchens feststellen zu können, dass beim ersten Geschlechtsakt angeblich reißt und dabei eine Blutung verursacht. Die trifft jedoch nicht bei allen Mädchen gleichermaßen zu und ist und daher kein sicheres Indiz für die Jungfernschaft. In Deutschland gilt daher volkstümlich die Auflassung, die Jungfernschaft sei mit dem ersten regulären Geschlechtsverkehr beendet – und man verwendet das Wort heute für Frauen und Männer.

Um die Jungfräulichkeit auf bestimmte Bereiche einzuschränken, werden heute auch Wörter wie „Analjungfrau“ oder „Oraljungfrau“ für Frauen wie auch für Männer verwendet, wenn noch kein oraler Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Der früher recht häufige Begriff „Halbjungfrau“ hingegen für eine Frau, die „alles außer vaginalem Geschlechtsverkehr“ ausübt, ist allerdings aus der Mode gekommen.

Bild & copy; 2009 by j.j. verhoef
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Professionelle Dummheit und der Clinton-Lewinsky-Effekt

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 20. April 2010 • Kategorie: lust und sex




Sagt euch der Name Monika Lewinsky etwas? Nein? Eigentlich sagte er mir auch nichts mehr, aber Wissenschaftlern sagt er offenbar noch eine ganze Menge.

Der Hintergrund: In Indiana (USA) wurden Menschen gefragt, was für sie „Geschlechtsverkehr“ sei. Obgleich die Majorität als selbstverständlich hinnahm, dass „Sex haben“ alle Formen des geschlechtlichen Verkehrs einbezog, antwortete ein geringer Teil der Befragten, dass Oralverkehr für sie kein Geschlechtsverkehr sei, wobei auffällig gewesen wäre, dass besonders Männer über 65 den Oralverkehr nicht als „Geschlechtsverkehr“ bezeichneten.

Obwohl die Ergebnisse mehr als windig sind, wurde daraus sogleich ein Rückschluss gezogen: Die Herren über 65 seien im gleichen Altersbereich wie der US-amerikanische Präsident Clinton, und daher seien sie davon beeinflusst, dass eben jener Herr Clinton gesagt habe, er habe „keinen Sex mit dieser Frau“ gehabt.

Boing, boing, boing – wie logisch, nicht wahr? Doch auch andere Wissenschaftler treten in das gleiche Fettnäpfchen: Toll, wenn man etwas den „Clinton-Lewinsky-Effekt“ nennen kann – Mann, damit kommt man todsicher in die Presse – und so war es denn ja auch. Wie dümmlich die Behauptung eines „Clinton-Lewinsky-Effekts“ auch sein mag – ach, sie kommt ja aus Wissenschaftlermund – und das alleine adelt sie offenbar.

Übrigens: Was „Geschlechtsverkehr“ ist, ist eine Definitionsfrage, die innerhalb eines Volkes vereinbart werden muss. Wer böswillig ist, kann auch einen Zungenkuss (etwa 6 Prozent in einer Studie an Studenten tat dies) als „Geschlechtsverkehr“ bezeichnen – und nicht zuletzt: Nicht einmal der Volksmund und die Rechtsprechung stimmen in den meisten Ländern darin überein, was „Geschlechtsverkehr“ ist – in Deutschland selbstverständlich auch nicht.

Übrigens, um den Journalistinnen und Journalisten, die nach 1970 geboren sind, mal ein bisschen auf die Sprünge zu helfen: In den 1950er Jahren war es verpönt, seinem Ehemann oder Liebhaber Oralsex zu gönnen, und wenn, dann nur nach vielen Jahren gemeinsamen Lebens und nach dem Vollzug mehrerer konventioneller sexuellen Kontakte. Deshalb war Oralsex „schlimmer“ als „nur Sex“. Danach änderte sich die Grundeinstellung, und Oralverkehr galt als Vorstufe zu „normalem Sex“, der forthin nicht mehr als der „eigentliche Sex“ galt.

Nun – das ist natürlich viel zu kompliziert, nicht wahr? Da kann man schon besser sagen: na klar, das ist der „Clinton-Lewinsky-Effekt“. Ich hoffe ja, dass sich die Welt einmal erinnern wird, wer Bill Clinton war. Aber warum, zum Teufel, sollte sich die Welt eigentlich daran erinnern, wer diese Monika Lewinsky war und was sie denn nun wirklich tat? Ich meine: Nein – diese Frau ist viel zu unbedeutend, um irgendwo Erwähnung zu finden. Die Wissenschaftler? Ach, die sollten sich einfach schämen, so viel Unsinn in die Welt zu setzen.


Vielen Dank an die ZEIT-Kolumnistin Sigrid Neudecker für die Adresse dieser Studie.

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Soll man einen Vampir daten?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 18. April 2010 • Kategorie: lust und sex




Das wichtigste Thema für Teenies haben wir hier lange Zeit ausgelassen: Soll man einen Vampir daten? Mit anderen Worten: Soll man dem Ruf des Zwielichts folgen und sich in die Abgründe der „lebenden Toten“ begeben? Was erwartet die Partnersuchenden dort? Wie empfindet man bei der „Liebe auf den ersten Biss?“

Unsere Autoren haben sich auf den Weg gemacht, um zu erforschen, wie man Kröten zu Prinzessen macht, Scheintote durch Küsse erweckt, mit Zombies durchs Leben geht und mit beliebigen anderen Dämonen, Engeln und Lichtgestalten amouröse Beziehungen aufnimmt.

Vorerst aber empfehlen wir euch mal das Buch zum Thema: „Tote Jungs küssen besser: Wie date ich einen Vampir und andere Unsterbliche?“ eines kann ich euch verraten: Es ist nicht ganz so einfach, wie es scheint, weil man bisweilen in die Abgründe der dämonischen Seelen herabsteigen muss und ihre abweichende Gefühlswelt genau kennen sollte, bevor man auch nur die scharfen Zahnspitzen an den weißen Schwanenhals lässt – aber das wissen wir ja schon, nicht wahr?

Da ich gerade beim Thema sind: Mädchen sind nicht nur scharf auf männliche Vampire, sondern auch auf weibliche – und auch Männer verfallen bisweilen sowohl transsylvanischen Transvestiten wie auch blutgräflichen ungarischen Schönheiten. Wenn ihr also einmal berühmt werden wollt: Beginnt jetzt damit, die Liebe eines jungen Mannes zu einer älteren, blutrünstigen Gräfin zu beschreiben – sechs Bände zu je 400 Seiten sollten allerdings schon zusammen kommen – und bitte: kein Sex, falls dein Buch in den USA ein Beststeller werden soll: Blut ist ein viel sinnlicherer Stoff als Sex – und wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, mit Körper, Geist und Seele einer veritablen Gräfin zu verfallen?

Also: das Warten wird sich lohnen. Und wenn ihr nicht solange warten wollt: Hier erscheinen demnächst nicht ganz ernst zu nehmende Tipps für den keuschen und unkeuschen Umgang mit Vampiren und ähnlichen Kindern der Nacht.

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Ungereimtheiten über Jugend und Pornografie

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 15. April 2010 • Kategorie: lust und sex




Die deutsche Presse ist in erschreckender Weise unkritisch gegenüber sogenannten “wissenschaftlichen“ Erkenntnissen. Selbst die Online-Ausgabe der ZEIT veröffentlichte heute eine Meldung, die ich bereits gestern als fragwürdig angesehen habe: „Pornos prägen Rollenverständnis bei Jugendlichen“.

Urheber der Meldung ist allerdings nicht die ZEIT selbst, sondern, die „Deutsche Presse-Agentur“. Sie liefert das Ausgangsmaterial, und den Zeitungen steht es frei, wie kritisch sie damit umgehen wollen. Eigentlich sollte es so sein: Die Agentur liefert das Material, die Redaktion beurteilt es und ergänzt es, recherchiert selbst noch darüber oder verweist auf Besonderheiten, die den jeweiligen Leserkreis interessieren. Doch seit es Online-Ausgaben gibt, die ja nun einmal befüllt sein müssen, werden solche Meldungen immer häufiger kritiklos übernommen. Man erwartet vom Leser, zu wissen, dass es sich dabei lediglich um Nachrichten handelt – vom „mündigen Leser“ wird also erwartet, dass er den Wert der Nachricht selbst beurteilen kann.

Vielleicht erklärt sich so, dass hinter der vollmundigen Überschrift „Pornos prägen Rollenverständnis bei Jugendlichen“ nicht viel steht – genau genommen fast gar nichts außer ein paar Forschermeinungen. Die wesentlichen Thesen stehen im Konjunktiv: „Pornos könnten … das Wertverständnis beeinflussen“, „möglicherweise“ könnten sie das Gehirn neu programmieren – bei ständiger Wiederholung. „Mitunter“ töten Pornos die Fantasie.

Zudem sollen diese Filme ein „antiquiertes“, „überkommenes“ oder auch „altmodisches“ Rollenverständnis transportieren. Dabei wird damit argumentiert, dass junge Mädchen bei häufigen Sexualkontakten als „Schlampen“ angesehen werden, während Jungen angeblich als „cool“ gelten´, wenn sie welche haben. Ob diese Verbalakrobatik ausreicht, um ein Rollenverständnis zu beschreiben? Ist „Rollenverständnis“ überhaupt etwas Statisches, wie es die Forscher offenbar unterstellen? Sollen wir nun wirklich glauben, dass ein „Rollenverständnis“ nicht mehr durch das „Vorleben“ des Verhaltens der Eltern geprägt wird, sondern durch ein paar rauschige Pornos im Internet? Man könnte auch gleich fragen: Für wie blöd halten uns eigentlich die Wissenschaftler und Medien, ihnen ihre einseitige Stellungnahme abzukaufen?

Offenbar halten sie uns für blöd genug, sonst würden solche Beiträge ja nicht in Massen veröffentlicht – und in der Studie selbst steht offenbar nicht nur das, was das Volk gerne hören würde, um sich das Maul an den Stammtischen und auf Gutmenschenversammlungen zu zerreißen: „Jugendliche orientieren sich an Pornos und Mädchen gelten durch Pornos als Schlampen“. Nein, irgendwie steht zumindest in der Studie noch mehr, und das dürfte manche überraschen (Zitat): „Mädchen sind laut der Studie selbstbewusster geworden und haben in Partnerschaften immer öfter das Sagen.“

Ach nein – die Mädchen, die in durch Pornografie in die Schlampenecke abgedrängt werden und dort innerhalb eines „altmodischen“ Rollenverständnisses geknechtet werden, sind selbstbewusst und „haben in Partnerschaften immer öfter das Sagen“?

Die deutsche Presse sollte sich erinnern, dass sie gegenüber der Öffentlichkeit eine Aufklärungspflicht hat – und dass alleine Überschriften bereits diffamierend wirken können. Ich fürchte, sie hat es längst vergessen.

Zitate: DIE ZEIT (Newsticker) und "Digitalfernsehen")

Vom gleichen Autor in der Liebepur: Pornos, Jugend und Forschung - nichts als Spekulationen

Titelbild: "Salty Magazin" vom April 1969 - US-amerikanisches Erotikmagazin.
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