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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Kann jede Frau eine Domina sein?

Kannst du streng sein?
Wie komme ich zu der Frage? Nun, die Schauspielerin Julia Fox (1,2) hat „aus der Schule geplaudert“. Nicht aus einem gewöhnlichen Klassenraum, sondern aus einer Nachbildung in einem Domina-Studio. Neben dem Klassenzimmer hätte es auch noch Klinikräume und speziell dafür ausgestattete Folterkeller gegeben. Was euch wie ein Märchen vorkommen mag, könnte durchaus realistisch sein: Die Wirkung der Dominanz ist von der schauspielerischen Kraft abhängig, und außerdem von der Kleidung und den Räumlichkeiten, die zur Rolle passen.

Die Dominatrix aus professioneller Sicht

Professionelle Domination - Schlagkraft und Präzision

Über die Frauen, die derartige Schauspiele anbieten, sind viele Mythen im Umlauf, zum Beispiel die Lifestyle-Domina, deren gesamtes Leben aus Dominanz besteht. Das hören die Klienten gerne, denn auch dies dient der vollständigen Illusion. In Wahrheit ist es eine Tätigkeit, die ein sehr flexibles Rollenverständnis voraussetzt: Ständig neue Situationen zu erfassen, sich auf andere Menschen mit abweichenden Wünschen einzustellen und dabei etwas zu tun, was als unweiblich gilt: Hart und konsequent zu dominieren, bis die Klienten (und vereinzelte Klientinnen) an die erhoffte Belastungs- oder Schmerzgrenze kommen.

Ein Mensch ohne Gefühl?

Ich weiß nicht, wie ihr euch das jetzt gerade vorstellt - aber auch diese Frauen haben einen echten Freund oder Lover, einen Ehemann und manchmal sogar Kinder. Sie führen also auch noch ein anderes Leben, und in diesem Leben sind sie eben keine „harten Frauen ohne Gefühle“ oder gar „Sadistinnen“.

Die Lust am Schauspielern

Zunächst mal: Es gibt Menschen, die Freude am Spielen und verkleiden haben und auch gerne „etwas sein wollen, was sie nicht sind“. Schließlich spielen sie ja nicht „sich selbst“. Wer keine Freude am Spiel hat, kann auch keine „Rolle verkörpern“. Nun aber kommt es darauf an, wie du „ethische Grenzen“ und „körperliche Schamgrenzen“ betrachtest. Auch dies müssen Schauspieler(innen) immer neu für sich selbst beantworten. Der Filmkuss ist das eine, ein gespielter Geschlechtsakt etwas noch Intimeres, und ein Peitschenhieb, der nicht wirklich stattfand, sondern dessen Folgen aufgeschminkt wurden, eine dritte Variante. Der Kinobesucher oder Fernsehzuschauer soll ja immer glauben, alles wäre „echt“.

Bei einer echten Domina ist dies anders - die Folgen sind ja nicht nur für ihren Klienten, sondern auch für sei selbst hautnah zu erleben. Da spielt also niemand, sich vor Schmerz zu krümmen - er tut es tatsächlich, auch wenn er zuvor darum gebettelt hat.

All dies ist nicht leicht zu ertragen, und tatsächlich ist dies ein Grund, warum Frauen den Beruf der Domina wieder aufgegeben haben.

Gut so weit? Dann reden wir von DIR - persönlich.

Die „eigentlichen“ Empfindungen und die private Rolle

Die Frage ist für dich als „ganz gewöhnliche Frau“: Wie lange kannst du deine „eigentlichen“ Empfindungen verbergen und nur „in der Rolle bleiben“?

Oder auch: Ab wann schämst du dich? Wie lange hält dein Panzer, den du für die Rolle brauchst? Und was ist hinterher?

Oh, damit ich nicht falsch Verstanden werde, eine Erklärung. Wir reden von Dir und deinem Liebhaber, Dir und deinem Ehemann oder Dir und einem Freund, der dich gebeten hat, für ihn die Rolle der dominanten Frau zu spielen. Es kann auch deine Freundin, deine Frau oder eine andere Frau sein, für die du die Rolle spielst.

Spiele mit der Domination – nichts Besonders mehr

Das ist nichts Besonderes mehr. Viele Frauen haben dominanten Gelüste, und es macht vielen wirklich viel Freude, sie zu erproben. Dem kommt eine andere Tatsache entgegen: Viele Frauen und Männer, die eine unterwürfige Ader haben, wollen die „Praxis“ mit Personen ausprobieren, zu denen sie Vertrauen haben.

Dies ist nicht der Ort, ethische Grundfragen dazu zu stellen oder gar zu beantworten. Jede und jeder muss wissen, die eigene Spielfreude geht und welche „Peinlichkeiten“ oder Schamgrenzen er/sie dabei überwinden will.

Ob du eine Domina sein kannst? Wahrscheinlich kannst du es und im nicht-sexuell geprägten Alltag hast du dich bestimmt schon mal „dominant“ durchgesetzt. Zum Beispiel, wenn dein Partner nur „zähneknirschend“ in etwas eingewilligt hat.

Wie DU „du selbst“ bleibst und was es zu Bedenken gibt

Ja, und nun? Dominanz ist kein Teufelswerk und nichts, was nur Frauen aus der Domina-Ecke beherrschen. Sie haben dir nur eines voraus: die Praxis. Und die Sicherheit, dass sie nicht mit dem Mann aufwachen werden, den sie in Handschellen gelegt und ins Gesicht gespuckt haben.

Oh, ich denke, ich habe genug geschrieben, oder? Lies den letzten Satz noch einmal, und du wirst wissen, ob die Domina-Rolle für dich infrage kommt oder nicht. Wenn dir das Spucken peinlich ist … setzt etwas anders ein, was du normalerweise nicht tun würdest.

(1) Blogbeitrag.
(2) Insider - Text weicht etwas ab.
Außerdem wurden mehrere Bücher und Internetbeiträge sowie weitere Fakten verwendet.

Spurensuche – Unterwerfungsfantasien und Schläge

Beinhaltet die Fantasie, dominiert zu werden, die Bereitschaft zu erotischen Schlägen?
Einer etwas älteren, normalerweise sehr verlässlichen Studie (1) zufolge, liebäugeln Frauen eher mit der „Unterwerfung“ als Männer. Fast zwei Drittel von ihnen träumen demnach davon, dominiert zu werden. Bei den Männern träumt ungefähr die Hälfte davon – der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist also nicht so steil wie viel glauben.

Dominiert werden - oder sich lustvoll unterwerfen?

Anders sieht es aus, wenn wir die Lust betrachten, erotisch geschlagen zu werden. Nur ungefähr drei von 10 Männern wollten dies genießen oder erdulden, und bei den Frauen waren es knapp vier von zehn. Was letztlich heißt: Dominanz wird nicht zwangsläufig mit Schlägen in Verbindung gebracht. Die lustvolle Unterwerfung, als „erotisch dominiert werden“ kunstvoll umschrieben, ist häufiger als gedacht. Und auch der Wunsch, erotisch zu dominieren, wird ziemlich oft genannt - von etwa 47 Prozent der Frauen und etwa 60 Prozent der Männer.

Könnte es sein, dass „Dominanz“ für viele Frauen und Männer bedeutet, den Partner oder die Partnerin vollständig „in der Gewalt zu haben“, wenngleich es sich erstens um Fantasien (2), zweitens möglicherweise um Rollenspiele handelt? Und wäre es möglich, dass die Unterwerfung bedeutet, sich für eine begrenzte Zeit völlig in die Gewalt eines anderen Menschen zu begeben und dessen erotischen Wünschen zu folgen? Dann wäre doch die Frage: Was beinhaltet diese Dominanz, was bedeutet die Unterwerfung?

Die Originalfragen in der von uns meistzitierten Studie lauteten:

Jemanden sexuell zu dominieren?
Und umgekehrt:
Sich von jemandem sexuell dominieren lassen?
Jemanden schlagen oder peitschen, um sexuelle Lust zu erleben?
Und umgekehrt:
Sich schlagen oder peitschen lassen, um sexuelle Lust zu erleben?


Ein Szenario

Nehmen wir einmal an, Fantasien würden ein weites Szenario umfassen, dann wäre eine typische Szenerie, unterworfen zu werden, dabei gefesselt (oder sonst wie an den Ort gebunden) zu sein und am Ende Schläge zu erhoffen. Das hat aber wenig mit der Fantasie zu tun, „gepeitscht“ zu werden, die eher auf den Schmerz selber abhebt.

Umfragen in Ehren, aber geben sie uns ein Konkretes Abbild der Fantasien?

Wir sehen: Jede Umfrage hat ihre Mängel, und einem Begriff wie „dominiert zu werden“ stimmen Befragte mit Sicherheit eher zu als dem Begriff „unterworfen zu werden“.

Auch bei der Frage: „Sind dies alles ‚nur‘ Fantasien?“, könnte es inzwischen eine Veränderung gegeben haben. Jüngst wollen Forscher anhand von Studierenden in Paarbeziehungen festgestellt haben, dass fast 60 Prozent (3) bereits leichte Schläge bei sexuellen Handlungen bekommen/ausgeteilt hatten.

Habt ihr einmal darüber nachgedacht? Hat die Realität inzwischen die Fantasie überholt? Was meint ihr?

(1) Die kanadische Studie liegt uns in Auszügen vor.
(2) Bei Fantasien werden fast immer "Szenarien" erträumt, die sich so weit steigern, dass am Ende eine gewisse Befriedigung.
erreicht wird. Es geht also in Wahrheit nicht um eine Mono-Aktion.
(3) Eine neue Studie über reale Sexerlebnisse.
Grafik: Liebesverlag-Archiv

Lustvolle Strafen: Welche Träume bleiben Schäume?

Lust und vage Erinnerung an eine Strafe
Es heißt, mindestens ein Drittel der Menschen, würden über lustvolle körperlichen Strafen fantasieren – die meisten von ihnen würden sich aber scheuen, ihr Interesse in die Realität umzusetzen.

Wenn die meisten Träume also Schäume blieben, was tun dann diejenigen, die niemals „zur Sache“ gehen?

Die Antwort könnte sein: Sie nehmen Ersatzhandlungen vor oder versuchen, die heimliche Lust in „gewöhnlichen Sex“ zu integrieren.

Ersatzhandlungen ... die Peitsche als Wandschmuck?

Zunächst zu den Ersatzhandlungen: In den letzten Jahren wurden sehr viele „Gerätschaften“ über ganz gewöhnliche Sexshops verkauft, die entweder nie oder sehr selten zum Einsatz kamen. Sie stehen oder liegen aber noch irgendwo herum … und vielleicht reicht schon der Gedanke oder eine ferne Erinnerung, um die Lust wachzurufen. Als Steigerung gilt das „Ausstellen“ eines solchen Geräts in der Wohnung, wobei dann allerdings eher luxuriöse Exemplare gezeigt werden.

Videos und Bücher - die Lust aus der Retorte

Dann wären da die Videos: auch beim dort gezeigten Vanillesex treffen gelegentlich Hände auf Pobacken. Bei manchen Menschen wird der Lustschmerz allein durch das Video ausgelöst - eventuell sogar durch Bücher wie „Shades of Grey“.

Auch gezielte "Informationen" können die Lust anregen

Im Vorfeld der Lust sollen sich auch viele Interessenten informiert haben, wie die „Gerätschaften“ wirken, wenn sie auf der Haut auftreffen. Praktiziert haben sie die Sache dann nie, aber allein, dies zu wissen, empfanden sie als lustvoll.

Etwas Würze für den normalen Sex

Während des „ganz normalen Geschlechtsverkehrs“, oder kurz davor Handschläge auf den Po zu bekommen, wirkt stimulierend – und viele Paare wissen dies. Sie würden aber nie sagen, dass sie dies als „Strafen“ ansehen.

Unterwerfung zählt oft mehr als Schläge - schon in der Fantasie

Interessant ist, dass es in entsprechenden Rollenspielen oft nicht um „die Schläge selbst“ geht, sondern um die Unterwerfung. Dazu passt, dass deutlich mehr Menschen von sexueller Unterwerfung träumen als von lustvoll ausgeführten Schlägen, selbst wenn sie annehmen, dass die „im Gesamtpaket enthalten“ sind.

Physische Erregung durch Schreiben

Eine der Krönungen beim Thema „virtuelle Lustschläge“ besteht in der Vermutung, dass ein großer Teil der Autoren/Autorinnen einschlägiger Spanking-Stories sich niemals einer solchen Prozedur unterworfen hat. Manche von ihnen wurden aber „physisch erregt“, als sie erotisch schrieben.

Wovon Menschen träumen - und Bucket-Lists

Dies alles haben wir aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt. Dazu zählte auch ein Blogbeitrag, in der 36 mögliche Antworten zum Thema „hast du schon einmal …“ angeboten wurden. Darin enthalten sind auch Fragen zu „realen Situationen“ und dem „Tag danach“, von denen ich euch hier verschonen will.

Entsprechende Wünsche stehen gelegentlich auch auf den sogenannten erotischen „Bucket-Lists“, also Wunschlisten von Handlungen, die jemand noch „unbedingt verwirklichen will“. Doch darüber zu schreiben, wäre eine neue Herausforderung. Die Ergebnisse, so weiß ich bereits, sind allerdings verblüffend.

Quellen: Blogs, wissenschaftliche Erhebungen, Erfahrungsberichte, ein Lehrbuch über "erotisches Schreiben" und viele andere Quellen, die ich hier nicht nennen will.

Frauen, Sex und der Wunsch nach Härte

Genuss, Schmerz, beides, nichts von allem?
Wenn du keine „typische“ Schmerzliebhaberin bist, kannst du trotzdem Lust an der Kombination von Sex und Schmerz haben. Und harter Sex? Er muss nicht unbedingt Schmerzlust und Freude an der Unterwerfung beinhalten. Die treibenden Kräfte sind Abenteuerlust und der Wunsch nach intensiver Befriedigung.

Doch was ist eigentlich „typisch“? Im Grunde gibt es kein „typisch“ für Schmerzliebhaber, nicht für Masochisten und nicht für unterwürfige Personen – ja nicht einmal für alle, die nichts dergleichen praktizieren.

Die Begriffe stammen aus der Medizin, der Psychologie und dem Volksmund. Wer jemand vom Partner „harten Sex“ fordert, kann dies alles bedeuten – grob gesagt: Einfachen, aber intensiven, fordernden, ausdauernden Sex, der den Körper bis an die Grenzen bringt. Es kann sich aber ebenso gut um ein Rollenspiel handeln, indem die Unterwerfung zum sexuellen Ritual gehört. Und ja – es könnte auch sein, dass jemand einfach seien masochistischen Tendenzen in einer Mixtur aus Sex und Schmerz ausleben will.

Eine Schmerzliebhaberin (1) schreibt:

Es ist nicht nur der Schmerz, der an hartem Sex so reizvoll ist, sondern auch das Vertrauen, das ich in meinen Partner habe, ihm die volle Kontrolle über mich zu geben.

Das Beispiel mag zeigen: Jeder Mensch erlebt „seine“ Härte, probiert aus, was er (oder sie) ertragen kann und wie groß der Anteil an Sex, Schmerz und Demut sein soll.

Warum überhaupt "harter Sex"?

Zum harten Sex gehört nach Ansicht von Personen, die sich dazu befragen ließen, vor allem (2):

Kratzen, Schlagen (auf das Gesäß), Bedrängen, Beschimpfen, Zerreißen der Kleidung, Fesseln, Verbinden der Augen und Ohrfeigen.

Auch ohne spezifische Kenntnisse vom Zeitgeist zu haben, wirst du feststellen: Das sind alles Vorgänge, die Frauen nicht beim Nachmittagstee ausplaudern würden. Im Gegenteil – es widerspricht dem modernen Frauenbild mit jedem Wort. Es muss aber Gründe geben, warum Frauen es sich dennoch wünschen. Warum also tun sie es?

Die einfachste Antwort: weil es ein tolles Erlebnis sein kann. Eines, an das du noch nach Tage später denkst und das du jahrelang als „schmutziges Geheimnis“ pflegen kannst.

Was kann „harter Sex“ besser?

Zunächst will jemand, der „harten Sex“ fordert, sich völlig hingeben. Dann ist „harter Sex“ in vielen Formen eine Herausforderung, die sexuell erregt, und schließlich ermöglicht sie größtmögliche Befriedigung.

Manchmal, so wird behauptet, sei es auch ein Ausweg aus der „Wohlanständigkeit“. In einer neuen Gesellschaftsordnung, in der eine Frau auf keinen Fall mehr zugeben darf, sich einem Mann „völlig willenlos hinzugeben“ kann es ein Erlebnis besonderer Art sein, es dennoch zu tun.

Wir lasen dazu: Ariana in Medium, (1) Daraus ein Zitat, außerdem Cosmopolitan und die Ergebnisse einer Befragung, aus der wir ebenfalls ein Zitat (2) entnahmen. Grafik: Anonym, vermutlich aus dem 21. JH.

Farbenrausch im Liebesleben?

Helle Haut, rötliche Töne - der Klassiker
Alle Schattierungen von Rot? Oder gar die von Grau? Lila als „letzter Versuch“? Eifersüchtiges Gelb für die Zicke in dir? Blau zu Blond? Und welche Hauttönung harmoniert mit welcher Farbe, um dem Mann Lust zu bereiten?

Apropos Männer: Farben sind mal wieder nicht angesagt. Und Pants mit Comic-Figuren schon gar nicht.

Das Schlafzimmer - nie was los, aber für Sex farbig dekorieren?

Sogenannte „Studien“ beschäftigen sich zumeist mit den Wänden des Schlafzimmers, wenn von Erotik die Rede ist. Paare, die im Schlafzimmer wirklich schlafen und ihre Lust in einen speziellen Raum verlagern, sind selten – schon wegen der Mietpreise. Und auf diese Weise dienen Schlafzimmer etwa acht Stunden zum Schlafen und gefühlte 20 Minuten zum Sex. Was wieder bedeutet: Sie werden vernachlässigt. Besucher oder Besucherinnen werden stets in reinliche, gelüftete Schlafzimmer mit sorgfältig auf „Nullaktivitäten“ gestylten Betten geführt. Falls das Schlafzimmer wirklich langweilig in Weiß oder Hellgrau gehalten sein sollte: Dekorieren kannst du auch mit Licht. Rote LEDs, geschickt drapiert, erzeugen die Illusion von Wollust besser als jede Tapete.

Das Schlafzimmer, die Farbgebung und Du

Soweit die Schlafzimmer. Als eins frechen, intellektuell behauchten Journals noch „Kontaktanzeigen“ führte, war eine der Fragen: „Was wird dein Partner in deinem Schlafzimmer finden?“ Wer nicht viel nachdenken wollte, antwortete: „Mich“.

Immerhin ein Wink mit dem erotischen Zaunpfahl. Also dich – in welcher Farbe, vor welchem Hintergrund?

Ein fahler, rosiger Hautton auf weißen Linnen im grauen Interieur?
Oder ein wunderschönes Rostbraun als Hautton im gleichen Schlafzimmer?

Wie wirken die Töne zusammen?

Dunkle Haut und Gold - hervorragende Wirkung
Das Erste, was du in Augenschein nehmen könntest, wäre die Kleidung, mit der du verführen willst. Auf „weißer“ Haut wirken nahezu alle dunklen Rottöne, alle Schattierungen von dunklem Violett und auch schwarz. Ist deine Haut dunkel, so stehen noch helle Rottöne, sanftes Lila, Gold und Weiß zur Verfügung.

Die Annahme, weiß oder schwarz seien unerotisch, basiert auf einem Irrtum: Es kommt auf die Hautfarbe an. Weiß für eine sorgfältig geschminkte Braut mit einem dunklen Teint ist unglaublich erotisch – auch wenn die „Braut“ gar keine ist. Und für dunkelhäutige Frauen ist weiß einfach fantastisch als Kontrast. Auf weißer oder nicht zu dunkler farbiger Haut wirkt Schwarz ebenfalls erotisierend – wegen der Kontraste.

Einfarbige Laken wirken am besten – vor allem in Schwarz, Rot oder Gold. Die Wirkung ist wieder etwas abhängig von der Hautfarbe und den duftigen „Teilchen“, die du im Bett noch tragen willst.

Mit dem Hautton beginnen - die Basis weiterer Farben

Ton-in-Ton für helle Haut
Die Antwort ist also: Beginne mit deiner Hauttönung. Je mehr sie zu „Weiß-Rosa“ oder Dunkelbraun tendiert, umso mehr Kontrast kannst du dir leisten, um erotische Spannung zu erzeugen. Wenn du Pastelltöne verwendest, kann dies zur erotischen Romantik beitragen, also zur „nachhaltigen Verführung“.

Ein Zimmer mit roten Tapeten und goldenen Akzenten wirkt spontan besonders erotisch. Eine Kombination von Rosa- und Lilatönen hingegen eher sinnlich-feminin. In diesem Fall wäre die Frage: Fühlst du dich selbst wohl, wenn das Schlafzimmer allzeit wie ein Liebeszimmer aussieht?

Männer sehen das Gesamtbild

Der Mann – um auf ihn zurückzukommen – sieht das Gesamtbild: Dich, das, was du trägst, dann das, worauf du sitzt oder liegst und erst dann das Zimmer. Falls das Licht beim Sex nicht gleißend hell ist, wird er möglicherweise recht wenig vom Liebesort sehen. Aber ihm wird sicher auffallen, wenn etwas Erotisches mit voller Absicht an Wänden oder auf Gegenständen drapiert wird. Damit kannst du eher etwas erreichen als mit einer einheitlichen Farbgebung.

Und bestehende Paare?

Klar – für „bestehende Paare“ gilt, dass sie dann und wann etwas verändern könnten, um die Lust anzuheizen. Da empfehlen sich Paravents, die jeden Raum intimer erschienen lassen, bestimmte „Frivolitäten“ und Anregungen, um etwas Neues zu probieren. Manche Ehefrauen bestellen sich unverschämt frivole Dessous, andere versuchen es mit ungewöhnlichen Materialien, und ganz mutige lassen bewusst ihre „Spielzeuge“ liegen. Immer noch modern ist, ein bisschen mit dem Gedanken an Mr. Grey zu experimentieren. Dann entstehen die Farben im Hirn – leuchtender als an der Wand. Was der Pfannenwender neben den Plüschhandschellen auf dem auf Nachttisch tut? Ich denke, eure Männern werden nachfragen – oder?