Was tut eine Frau, die inzwischen über 40 Jahre alt ist, wenn sie nach einer neuen Beziehung sucht?
Die „braven“ unter euch werden sagen: „Dann sucht sie etwas für die Dauer, will endlich wieder einen Mann an ihrer Seite haben.“ Falls du auch „brav“ bist – diene Meinung in Ehren, aber es ist wesentlichen einfacher, keine Beziehung zu suchen. Denn wenn du längere Zeit keine Verabredungen hattest, dann hast du keine Ahnung, wie so etwas läuft.
Warum "nur Sex" eine Option ist
Nicht so, wie du denkst - jedenfalls. Denn was du auch denkst – es kommt anders. Du wirst eine Menge verheiratete Männer kennenlernen – die können sehr interessant sein, falls du selber nicht heiraten willst. Sie „betrügen“ wahrscheinlich eine andere Frau. Je nachdem, wie du ethisch „drauf“ bist, kannst du das hinnehmen oder auch nicht. Wichtig ist: Von diesen Männern gibt es Sex und manchmal ein hübsches Geschenk. Das sollte im Grunde reichen – und die Romantik musst du weiterhin aus Büchern beziehen.
Unmoral, Treue und Konflikte
Wer so etwas tut, gilt als „unmoralisch“. Du wirst abgewertet, wenn du es weißt. Wahrscheinlich auch dann, wenn du es nicht weißt und genügend andere davon wissen. Wenn die „andere Frau“ herausbekommt, dass du in ihre Ehe eingebrochen bist, gibt es für euch beide Ärger. Auch, wenn du keine Ahnung hattest.
Männer, die kaum Beziehungen hatten
Es gibt einige ledige oder geschiedene Männer in „deinem“ Alter, also solche zwischen 40 und 50 Jahren. Einige werden dir gestehen, seit zehn oder gar 20 Jahren keine Beziehung gehabt zu haben. Es wird lange dauern, bis du herausfindest, warum – und die Gründe dafür werden dir nicht gefallen. Einige andere werden ziemlich schnell Sex wollen – sie sind wesentlich einfacher zu handhaben.
Tiefe Bindungen - oder kurze sexuelel Episoden?
Na schön, das alles kannst du unseren Autoren glauben oder nicht. Und du kannst auch viele andere Wege gehen. Einer davon ist, sich auf Sex zu beschränken. Das bewährt sich solange, wie du keine „tiefen Bindungen“ zu jemandem aufbauen willst. Sex hat den Vorteil, intensiv und für den Moment erfüllend zu sein. Liebe klingt besser, denn darüber kannst du mit jedem reden. Aber eine neue Liebe bringt auch Schwierigkeiten mit sich ... Vom Wohnort bis zu den „sinnlichen Präferenzen“ deines Neuen.
Dieser Tage stand in Foren, Blogs und Zeitungen wieder viel über die „Lust in mittleren Jahren“. Die Aussagen variieren von „ich möchte nicht abgewertet werden, weil ich fast nur ONS habe“ bis hin zu „ich verabrede mich nur mit Menschen, die ich voraussichtlich nie wiedersehen werde – das schützt mich vor Nachverfolgungen.“
Einen der letzten Artikel zum Thema fand ich in der
TAZ. Nein, ihr dürft keine Sensation erwarten. Aber es ist das, was im Alltag immer wieder passiert: eben das Gewöhnliche.
Übrigens: Das war vor vierzig Jahren keinesfalls völlig anders. Aber damals redet kaum eine Frau darüber, dass „nur Sex“ auch eine Option für eine Beziehung sein konnnte.
Wenn du eine Frau zwischen 18 und 28 bist und dich fragst, welche sexuellen Erfahrungen du mitbringen solltest, wenn du eine feste Beziehung oder Ehe suchst, dann lies diesen Artikel. Falls du dir die Augen reibst: Lies den letzten Satz zuerst.
Die KI ist im Prinzip nicht darauf eingerichtet, Fragen nach dem Sinn des Lebens zu beantworten. Doch das interessiert weder die KI-Betreiber noch die Fragenden – und schon gar nicht die Suchmaschinen, die uns die KI sowohl verdeckt wie auch offen um die Ohren hauen.
Nimm mal an, du bist so etwas wie eine Jungfrau und eine von diesen „ein bisschen über Zwanzigjährigent“. Du hast zwar schon mal mit einem Mann „herumgemacht“, aber du bis weiterhin eine Jungfrau von Alpha (wie anal) bis zu Omega (wie oral). Klar weiß du, wie ganz gewöhnlicher Sex geht – und du hast dich auch nicht gescheut, mal auszuprobieren, wie es sich anfühlen würde.
Doch mal Hand aufs Herz: Würdest du deine Freundin fragen, was du alles „können“ solltest, bevor du dein erstes wirklich intimes Date hast?
Ja? Glückwunsch. Hättest du längst tun sollen. Und wenn die Antwort „Nein“ ist?
Dann fragst du die KI, und die sagte dir ungefähr so etwas:
„Erfahrung ist nicht die entscheidende Voraussetzung, um eine dauerhafte Beziehung einzugehen. Vielmehr sind es deine Wünsche und Grenzen, die eine Rolle spielen, bevor du deinen ersten „richtigen“ Geschlechtsverkehr hast. Überhaupt ist das weibliche Wesen ja darauf eingerichtet, dass es zuerst emotionale Nähe sucht, um dann erst mit intimen Handlungen zu beginnen. Solche Erfahrungen gewinnst du ohnehin, wenn du eine Ehe eingehst, und sie werden dann auch langfristig von Bedeutung sein.“
Du fragst dich vielleicht jetzt, aus welchem Jahrhundert dieser Rat stammt. Da verrate ich dir gerne: Angefragt wurde er am 1. Januar 2026.
Hast du Lust, selbstb etwas zu schreiben? Willst du Stellung beziehen oder etwas mitteilen? Was hindert dich, es JETZT zu tun?
Von Lustlosigkeit bis zur dranghaften Sexualität - warum Sexualtherapie immer wichtiger wird und Frauen sich zurückhalten, wenn es um ihre inirmen Wünsche geht.
Offenbar sind es überwiegend Männer in Großstädten, die sich zu einer Sexualtherapie entschließen. Der Direktor des Instituts für Sexualpädagogik und Sexualtherapie im schweizerischen Zürich weiß es (1):
Körper, die im Stressmodus bleiben, reagieren weniger auf Berührung oder brauchen länger, um in die Erregung zu kommen. Lust und Genuss werden blockiert.
Die Probleme der Männer - keine Erektion oder dauernd erregt?
Männer haben bekanntlich zwei Probleme: Entweder, sie verlieren plötzlich die virtuelle Telefonleitung zwischen Gehirn und Penis, die den
Sex automatisch einleitet. Oder sie haben buchstäblich ständig den dringlichen Gedanken, ihren Penis „irgendwie“ zu benutzen. Falls dieses Verhalten auffällig wird, haben sie schlechte Karten. Wer einmal als „geiler Bock“ verschrien ist, verliert sein Ansehen – gleich, ob er unverschämte Anträge macht oder ob es nur die Beule in der Hose ist, die ihn verrät.
Zwischen Erregung und der Angst, darüber zu reden - Frauen
Frauen so scheint es, sind deutlich zurückhaltender, wenn sie „mal so richtig notgeil“ (2) sind. Welche Frau will schon von sich sagen, „übersext und untervögelt“ (3) zu sein? Kommt da nicht gleich der Gedanke auf, sie könnte „mannstoll“ (4) sein? Oder „nymphoman“ (5), wie es „auf Vornehm“ hieß (und bei Küchenpsychologinnen immer noch heißt). Da wird (oh Schreck) von einem
krankhaft übersteigerten, unkontrollierbaren Sexualtrieb gesprochen. Hinter den vornehmen akademischen Worten steht dann oft nichts als die Vermutung: „Die Schlampe vögelt mit jedem“.
Das Vokabular klingt schrecklich – ist es auch. Könnte es daran liegen, dass es keine verbindlichen Regeln für „zu oft“ oder „zu viel“ gibt? Oder dass eine Freundin auf die andere neidisch ist, weil sie sich einfach holt, was sie braucht?
Wenn die Sprache verhindert, die eigenen Wünsche zu äußern
Möglicherweise, so sagen jedenfalls Psychologen, haben viele Menschen Schwierigkeiten, ihr „inneres Selbst“ nach außen zu bringen. Zwar könnten sie ihre Organe und Funktionen, Lüste und Begierden genau benennen, aber sie trauen sich nicht. Selbst Menschen, die im Alltag hervorragend kommunizieren können, schweigen lieber, sobald Körperflüssigkeiten fließen – oder eben ausbleiben.
Die Frage, ob es „normal“ ist, nicht darüber zu reden, hemmt die Diskussion noch mehr. Welche Frau wird schon mit ihrem neuen Lover (oder sogar mit ihrem „Date“) darüber reden, wie er Hände und Zunge einsetzen soll? Nun, nachdenklich geworden? Das ist gut so.
Nein, ich werde nicht intimer. Aber wollen die Männer wirklich nur „das eine“, das ihnen möglichst schnell und unkompliziert den lustvollen Effekt des Spermaflusses verschafft?
(1) Zitat aus dem Tagesanzeiger.
(2) Das Wort "Notgeil" kommt inzwischen in Romanen und Kurzgeschichten vor.
(3) "Übersext und untervögelt" - fand ich in einem modernen Sachbuch -"Der Tanz um die Lust", München 2007.
(4) Meine Großmutter kannte das Wort noch ... "die Tante Grete ist ja wohl mannstoll geworden".
(5) Die Psychologie verwendet dieses Wort kaum noch - es wurde weitgehend ersetzt durch "Hypersexualität". Im Volksmund ist "Sexsucht" populärer, aber benfalls ungenau.
Illustration: Anonym aus Fritz Kahns "Das Leben des Menschen II, 1924", zur besseren Übersicht etwas bearbeitet.
Texte von der angegebenen Autorin, Erläuterugen vom Redaktionsteam Sehpferd.
Ist Lust, verbunden mit Anbetung, Macht und Unterwerfung in unseren Fantasien ganz normal? Der Versuch einer Klärung und ein Buch, das uns etwas darüber mitteilt
Heute schreibe ich euch etwas über das geheime Wollen – und über die Grenzen, es auch auszuführen.
Deine geheimen snnlichen Lüste und Du
Da liegst du allso und träumst von einem Lover, dann auch wieder von einer Geliebten. Weil du liegst und niemand bei dir ist, beginnt dein Gehirn eine kleine Gaukelei mit dir. Plötzlich legt es alles bereit, was du schon immer „wollen wolltest“. Es ist nichts „Bestimmtes“, sondern es erwächst aus dem gesamten Puzzle deiner sinnlichen Gedanken. Sie bekommen Gesichter, tragen dich hoch hinaus in einen Palast, in dem du als totalitäre Herrscherin jeden Mann benutzen kannst, wie du willst. Oder sie führen dich die Kellertreppe hinunter, wo ein geheimes, dunkles Verlies auf dich wartet. Vielleicht ist es auch etwas ganze anderes, was dich beflügelt oder auf die Knie gehen lässt. Zum Beispiel, dass du in der Fantasie eine Szene beobachtest, in der jemand anderem etwas passiert, was dich erregt. Oder bist du selbst die Person, die sich zur Schau stellt und von verlangenden Augen begafft wird?
Bist du empört?
Wenn du nun empört bist und sagst: „Nein, das trifft auf die Masse der Frauen nicht zu“, dann ist dies dein gutes Recht. Behauptet haben es alledrings sowohl heterosexuelle Frauen wie auch solche, die sich anderen Identitäten zurechnen. Sie alle repräsentieren durchaus größere Gruppen – nämlich all jene, die sich in solchen Fantasien wiederfinden. Das ist einfach zu beweisen, aber ich versuche es hier gar nicht erst, sondern frage dich höchstens noch: „Hast du Shades of Grey gelesen?“
Die geheimen Lüste - am Tag beiseite geschoben
Nehmen wir mal an, du würdest zu der Gruppe der schweigenden, fantasiebegabten, sehnsuchtsvollen und selbstbewussten Frauen gehören. Dann halte ich für wahrscheinlich, dass du auch sinnliche Fantasien hattest. Wann immer sie aufkamen, hast du sie zur Seite geschoben, wenn es Tag wurde und du in dein Büro gegangen bist.
Doch sie bleiben – und kommen zurück. Wenn du ethischen oder religiösen Grundsätzen anhängst, dann schämst du dich vielleicht. Oder du fürchtest den Regelverstoß. Aber … es sind nur Gedanken. Und sie nehmen immer wieder die kleine Hürde, „so etwas“ nicht denken zu dürfen.
Was ist mit dem Wollen? Kannst du alles „wollen“, was du willst?
Wahrscheinlich nicht. Wenn du dich in etwas hineinträumst, bist du noch lange nicht bereit dazu – und sehr wahrscheinlich bist du dann allein, sodass dir die Gelegenheit fehlt. Und dann wäre da noch der Impuls, der dazu kommen müsste, um deine Fantasie zu durchleben.
Erotische Fantasien benötigen keinen Plan. Sie kommen auf, erblühen auf exotische Art, ohne die Realität zu beachten, und sie enden in lustvoller Befriedigung. Am besten an ihnen ist, dass sie keine unerwünschten Folgen haben.
Der Alltag würde von dir die Fähigkeiten verlangen, Pläne zu machen, Männer oder andere Personen in deine Pläne einzubinden und Situationen zu schaffen, die Folgen hätten – körperliche, soziale und emotionale.
Die gedeckelte Lust - enthüllt
Ein Teil der Menschen, Frauen, Männer und solche, die sich anders bezeichnen, haben es versucht. Ein Teil von ihnen ist darin aufgegangen. Doch der größere Teil hat sich entschieden, diesen Teil der Lüste zu deckeln.
Wenn du am Thema interessiert bist, lies mal das Buch „Want“ von Gillian Anderson. Sie hat die Stimmen jener gesammelt, die darüber reden wollten. Wahrscheinlich bekommst du beim Lesen einen roten Kopf – aber das muss wohl so sein.
Buch: Gillian Anderson „want“ – deutsch München 2024.
Fast alle Männer glauben, sie wüssten, was eine Frau von ihnen erwartet. Nein, nicht im Restaurant – die Etikette dort wird bei Weitem überschätzt.
Hier ist die Rede davon, was passiert, wenn die Frage
„zu mir oder zu dir“ geklärt ist. „Klare Ansage: Wenn du den Mund verschließt, wirst du nicht gefüttert.“ Das heißt, dass du ihm sagen (und zeigen) musst, was du gerne hättest. Sonst macht er, was ihm eine andere Frau beigebracht hat – oder irgendetwas, was er mal in Pornovideos gesehen hat.
Eine junge Single-Frau hat es so deutlich gesagt, wie ich es noch nie zuvor gehört habe (entschärft und neutralisiert):
„Ich bewege seine Hände dahin. Wo ich sie haben möchte, und sage ihm, wo er mich küssen soll, damit ich das bekomme, worauf ich wirklich scharf bin. Viele Frauen haben Angst, die Gefühle der Männer zu verletzen, wenn sie dominant sind. Aber Und im Schlafzimmer lieben sie Dominanz“ .
Mach ihm klar, was du willst
Noch deutlicher wurde eine Frau um 25, die ihrem neuen Freund sofort klar machte, welche Art von Sex sie wollte – und sie war bereit, dazu klare Anweisungen zu geben. Ihr Liebhaber akzeptierte das, solange alles im Gleichgewicht blieb: Mal überwand er sich, mal musste sie sich überwinden, um die gegenseitigen Wünsche zu erfüllen.
Im Grunde sagten alle Befragten etwas sehr Ähnliches, nur in unterschiedlicher Art.
Die Botschaft ist allerdings eindeutig: „Sag deinem Mann, wie du es am liebsten hast, und überzeuge ihn davon, es euch zu tun.“
Wird dir jetzt ein bisschen mulmig? Wolltest du einen Mann, der „höchstens“ eine oder zwei sexuelle Beziehungen mit einer Frau hatte, bevor er bei dir landete? Und hast du wirklich erwartet, dass er schon alles weiß, „was Frauen wollen“? Oder wenn er es angeblich schon weiß: „Ist es dasselbe, was du willst?“
Hinweis: Pate standen drei Zitate (von 15) aus der modernen Frauenzeitschrift „xoNECOLE“, die vereinfacht wurden.