Skip to content
 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche – Frauen, Gewinner, Dominas und Kurven

Interessante Themen gesucht? Die findet ihr diese Woche in der Liebeszeitung. Es geht um Frauen und Männer, Winner und Loser, Singles und Paare, Ehebruch und Eheversprechen, moderne Männer und Lustgreise. Und um mich. Doch davon später.

Die Gewinner und Verlierer um Partner(innen) - 2022

Montag hatten wir gleich zwei Themen, die Singles interessieren: Das Erste: wir haben die Gewinner und Verlierer bei der Partnersuche gefunden. Es war nichts schwer, weil jeder Experte inzwischen weiß, woran es liegt, aber es muss auch mal in die Köpfe der Singles herein.

Das Ende der Pandemie, wenn es denn kommt

Wenn 2022 urplötzlich die Pandemie zum Stillstand käme, was wäre dann anders? Moralisten, Geschäftemacher und Kirchgänger, auch manche rechtsgerichteten Parteien, wünschen sich den „Normalzustand“ anno 1900, 1946 oder zu anderen Jahreszahlen zurück, die ich besser gar nicht nenne. Es ist ein einziges Gebilde von Schönrednerei. Menschen haben und hatten Bedürfnisse, und sie zu haben, ist ihr Naturrecht. Also wird es 2022 Schwierigkeiten damit geben, sie durchzusetzen oder auch abzuwehren.

Männer suchen kaum Intellekt bei Frauen - aber viel mehr

Frauen wird überraschen, was Männer in ihnen suchen – und es ist nicht Intellekt. Wohl aber Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Gelassenheit. Schon gewusst? Übrigens war „Klugheit und Gelassenheit“ immer schon gefragter als „Intellekt und Aufregung“ - nicht nur bei Frauen. Die gegenwärtige Idee, Ehen vom „Bildungsgrad“ abhängig zu machen, ist also – Bullshit.

Frauen und „etwas sein wollen“

Und wir machen geradezu weiter bei Frauen, die etwas „sein“ oder „nicht sein“ wollen, und wenn sie weder etwas sind, noch etwas nicht sind? Dann beklagen sie sich manchmal, auf andere wie etwas zu wirken, das sie sind oder nicht sind. Wir dröseln das Problem auf. So viel vorab: Eine Dame wirst du nie, wenn du … eine sein willst. Wir reden sogar über Göttinnen udn Königinnen.

Ist es Ehebruch, sich „Fremd-Dominieren“ zu lassen?

Ein Thema, das mir zugeworfen wurde: Ist es Ehebruch, zu einer Frau (oder einem Mann) zu gehen, die/der dominant ist? Und ist es vom „Eintrittsgeld“ abhängig, ob Untreue vorliegt oder nicht? Ein harter Brocken? Lest selbst.

Frau zum Anfassen

Wir haben Kollege Gramse überlassen, etwas über „kurvige“ Frauen zu schreiben. Sogar dem alternden Genießer war zu viel, was dieser Tage über „Kurven zum Anfassen“ geschrieben wurde.

Und am Schluss

Neue Grafiken, neue Quellen, neue Sichtweisen – die Liebeszeitung kommt euch 2022 zwar nicht neu – aber mit mehr Informationen und mehr Tacheles. Und genauso das ist auch nötig, wenn Werbung nervt, Fake News aussehen wie echte Informationen und Interessengruppen versuchen, auf unsere Gefühlswelt Einfluss zu nehmen. Und nicht nur deswegen schreibe ich auch wieder persönlich für dich, euch und Sie. Anfragen sind willkommen.

Ein wundervolles Wochenende für alle – bitte gesund bleiben, den Humor nicht verlieren und Päckchen packen für die Zukunft. Denn die kommt ganz sicher.

Ich bin wieder da und schreibe …

Starte mit Vollgas ...
Die gute Nachricht: Meine Schreibpause ist vorbei. Unter meinem Web-Namen „Sehpferd“ werde ich ab sofort wieder für jeden tätig, der Artikel über die Welt der Lust und der Liebe benötigt. Und über viele andere Themen, wenn man mich bittet und ich etwas darüber weiß. Zum Beispiel über Kommunikation oder Gefühle.

Ich schreibe also wieder für Dich, Sie und Euch. Und die Themen sind vielfältig: alles über die Liebe, über Sinnlichkeit, Partnersuche, Sexualität, Vanille und Chili, Küsse und Schläge, Moral und Unmoral. Ihr werdet kaum jemanden finden, der so gründlich recherchiert, so tief in die banalsten Themen eintaucht und über so viel Daten und Fakten aus Gegenwart und Vergangenheit verfügt. Ich halte das Angebot das ganze Jahr 2022 aufrecht.

Per E-Mail erreicht ihr mich sicher und bequem.

Schnelle Antwort über diesen Email-

Kurvig

Plus-Größen - Lieblinge der Männer?
Dieser Tage fand ich in der Presse den Ausdruck „kurvig“ - nein Urheber war kein Reiseredakteur, der über die Straßen in Gebirgsregionen berichtete. Gemeint war vielmehr ein Synonym für „mollig“ - mit „fließenden“ Übergängen.

Und da konnte ich dann wahrhaftig lesen (1):

Sind Frauen kurvig, gibt es mehr zum Anfassen - Tendenziell haben kurvige Frauen größere Brüste als die mageren. Zudem halten die Kerle gerne einen knackigen Hintern in der Hand.

Curvy sollst du sein, schöne Maid

Na also, „curvy“ solltest du sein, wenn du ... ja was denn nun? Jedenfalls geht das gerade durch die Sensationspresse, wegen eines britischen Sängers, den mal angeblich kennen muss. Das heißt für mich immer, den kennen alle außer mir.

Und was war noch „curvy“ oder „kurvig“?

Und wieso nun kurvig? Ach ja, damit die Männer mal richtig „richtig was zum Anfassen“ haben.“

Wer da auf dem Wissenschaftstrip ist, der wird noch lesen können, dass den Jungs, denen Bilder von „Frauen mit rundlichen Hüften und Hintern“ gezeigt wurden, richtig Dampf im „Belohnungszentrum im Hirn“ bekommen haben. (2)

Und klar - da wäre auch noch eine App zu erwähnen, die sich speziell um Kerlchen bemüht, die mal „in weichen Brüsten versinken“ möchten, um im Jargon zu bleiben. Atmen nicht vergessen, Männer!

Die Fotos der Damen, die Männer auf solche Portale locken, sind allerdings eher moderat kurvig. Der Star eines einschlägigen Dating-Portals, „Chloe“ (24) präsentiert jedenfalls in der Werbung nicht mit ihrer „prallen Oberweite", sondern zeigt ihr schönes Gesicht.

Ob nun BBW, Plus-Size oder gleich mit Angabe der Körbchengröße (GG, J?) - kommen nun die alten Zeiten zurück? Ich warte nur drauf, dass Frauenzeitschriften von „Möpsen“ reden - so wahr ich Gramse heiße.

(1) in der Glamour.
(2) T-Online - die darin angegebene Quelle konnte von der Redaktion nicht verifiziert werden.

Gramse bleibt Gramse - immer schräg, immer daneben.

Wer bist Du? Frau, Partnerin oder Mensch?

Königin ist auch eine miese Rolle
Ich höre oft, was „frau“ nicht sein will: eine Sklavin, ein Püppchen oder die Erfüllungsgehilfin „seiner“ sexuellen Begierden.

Doch was will „eine Frau“ sein? Wenn du dies liest und dir die Haare raufst, hast du recht: Jede Frau will etwas anderes sein. Und sie will nicht ausschließlich als „Frau“ gesehen werden, sondern vor allem als Mensch.

Wie ist das nun? Was an Frauen ist „Frau“, was „Mensch“, was „Freundin“ und was „Geliebte“? Wie reagiert sie auf „Wegweisungen“ und wie auf „Vergötterung“?

Eine Frau, die stets vergöttert wurde, schreibt (1):

(In seinen Augen“) … konnte ich … nichts falsch machen. Wann immer ich mit einem Problem zu ihm kam, etwas sagen, über das ich über meine Erziehung nachdachte, würde er mich einlullen mit: "Was auch immer es ist, du wirst es schon richtig machen. In seinen Augen war ich über jeden Zweifel erhaben.

Nun ist „eine Frau zu vergöttern“ eher ein Rollenspiel, das nicht dauerhaft sein kann: Frauen sind keine Göttinnen, sondern Menschen, und das Spiel mit der „Gottkönigin“ funktioniert beiderseitig nur für kurze Zeit.

Und was ist mit den Männern los? Lieben sie Frauen, wie sie sind, lieben sie die Rollen, die Frauen gerne annehmen? Oder schaffen sie sich in ihrer Fantasie eine Frau, die perfekt die Rollen spielt, die sie in ihren Hirnen entwickeln?

Die Antwort ist delikat. Denn es ist wahrhaftig nicht ungewöhnlich für einen Mann, in eine Frau „alles“ hineinzulegen, was ihm guttut. Andererseits weiß jeder Mann, dass dies nicht der Realität entspricht. Was der Mann aber nicht weiß, ist welche Rolle eine „frische“ Partnerin gerne spielt – und er muss es zwangsläufig erst einmal herausfinden.

In dem Artikel, aus dem ich zitierte, heißt es zuletzt (1):

Ich bitte darum, nicht mehr wie eine Frau behandelt zu werden. Bitte behandle mich von nun an nur noch wie eine Person.

Das Problem dabei: Jemanden als „Person“ zu behandeln oder ausschließlich als Person zu sehen, erzeugt kein Verlangen nach Intimität, sondern führt dazu, Distanz zu wahren. Männer müssen manchmal lernen, Frauen ausschließlich als Person, zu betrachten – und das ist eine Erkenntnis, die wir alle in den letzten 50 Jahren gewonnen haben.

In Wahrheit sieht keine Frau und kein Mann eine andere Person ausschließlich als „Neutrum“. Das liegt größtenteils daran, dass jeder an jeden gewisse Wunsch hat – und auch Vorstellungen, wie er/sie behandelt werden will. Normalerweise wird nicht darüber geredet – aber je intimer man miteinander umgeht, umso mehr entsteht Gesprächsbedarf.

(1) Zitiert nach Angela Meredith, Autorin. Bild: © 2022 by liebesverlag.de

Ist es Ehebruch, eine Domina zu besuchen?

Ob real, in Fotografierpose oder als Comic: die Domina fasziniert
Eine Frage, die dieser Tag im Internet gestellt wurde, hat mich auf das Thema gebracht. Wenn wir es noch ein wenig ausweiten, dann wäre die Frage: Ist es ein Akt der Untreue, wenn sich jemand bestimmte Bedürfnisse „anderwärts“ befriedigen lässt?

Ob Domina oder Dominus, ob gegen Bargeld oder aus Neigung: Es ist weitgehend üblich, bestimmte Neigungen „auszusourcen“, also ihre Befriedigung „jemand anderem“ zu überlassen - und der Partner oder die Partnerin ahnt oft nicht einmal etwas davon.

Die erste Frage: Warum tut es die Partnerin / der Partner nicht?

Wer so fragt, sticht in ein Wespennest: Da fühlen sich die Partner(innen) so richtig aufgescheucht. Einmal, weil sie es ekelhaft finden, dann weil sie als „unethisch“ ansehen und schließlich, weil sie es eben schon als Untreue auffassen, allein „solche“ Bedürfnisse zu haben - auch ohne Ausführung.

Wer jetzt von Toleranz getrieben ist, der sagt vielleicht: „Na, seine Fußpflegerin (ihr Fußpfleger) massiert ja auch die Füße - wie krank ist denn das?“ Aber in Wahrheit zählt das nicht. Fremde Füße zu küssen ist nicht das Gleiche wie die eignen Füße massiert zu bekommen, nicht wahr? Und allein vor einem fremden Menschen Hose oder Höschen herunterzulassen - ei, ei - das ist nicht fein.

Der Weg zur "außerhäusigen Erfüllung" ist oft einfacher als der Konflikt mir dem Partner

Der einfachere Weg für den nach Lüsten lechzenden Partner ist fast immer, die schöne und bequemen Lust in der Beziehung auszuleben und die heftigen Lüste außer Haus zu verwirklichen. Wie bekannt, ist dies nicht immer ganz risikolos, zumal bei den „temporär sichtbaren Folgen“ solcher Aktivitäten.

Wo beginnt Untreue?

Die Fragen tauchen immer wieder auf, und sie treffen auf einen Begriff er „Untreue“, der nicht wirklich scharf definiert ist. Bekanntlich ist die Ehe ein Vertrag, der traditionell auch beinhaltet, den Geschlechtsverkehr mit Dritten nicht willentlich zu suchen. Doch geht es bei Dominas, Servas und ihren männlichen Äquivalenten wirklich um „Geschlechtsverkehr“? Vielfach wird der Begriff der „Therapie“ verwendet, der aber als unseriös gilt. In Wahrheit erfüllen diejenigen Frauen und Männer in ihren Rollenspielen Träume, die sich als professionelle, dominante Partner(innen) anbieten. Die Motive der Anbieter mögen allein finanzieller Natur sein, doch ist es eben auch ein großes Kasperletheater für Erwachsene, was dort geschieht.

Untreue beginnt bereits beim Träumen - oder?

Das ist die eine Ansicht. Die andere wäre, dass jeder Körperkontakt zwischen Frau und Mann, der nicht aufgrund einer Notwendigkeit stattfindet, Betrug am Partner (der Partnerin) ist. Mit anderen Worten: Wenn ein Mann mit einer anderen Frau, seine Träume oder Emotionen erfüllt, körperlich in Kontakt kommt, dann ist er bereits ein Ehebrecher.

Partner(innen) erfüllen selten alle Wünsche und Bedürfnisse

Nun ist allerdings die Frage, ob ein Mensch alle offenen und verborgenen Bedürfnisse erfüllen kann, die eine Frau oder ein Mann hat - unabhängig vom „Status“. Hier dürfte die Antwort „selten“ zutreffen - aber es gilt eben auch, dass nirgendwo geschrieben steht, der Partner oder die Partnerin müssen alle Bedürfnisse erfüllen.

Wenn der Partner (die Partnerin) mitwirken soll

Die Frage eines oder einer Dritten in der Zweierbeziehung ist ohnehin umstritten. Manche Paar holen sich einen Dritten oder eben eine Dritte an Bord, um den „Ehebruch“ gemeinsam zu vollziehen - dann ist es offenbar keiner. Und in zahllosen modernen Kurzgeschichten wird eine Freundin ins Boot geholt, um den Ehemann gemeinsam heftig zu „behandeln“.

Doch die Frage bleibt: Ist das Vertrauensverhältnis zwischen Paaren bereits gestört, wenn einer von beiden sich auf ein Rollenspiel mit einer anderen Person einlässt? Fallen SM-Spiele unter die Kategorie „Sex“, nur wie einer der Partner üblicherweise den Slip auszieht? Und falls alles wirklich so schrecklich sein sollte: Gibt es überhaupt eine Lösung?

Ich lasse euch mit dieser Frage allein. Beantwortet sie für euch selbst, aber denkt daran: Mehr als die Hälfte aller Frauen und Männer haben die Fantasie, entweder zu dominieren oder dominiert zu werden.