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Fantasien, harter Sex und Realitäten

Nicht nur Autorinnen (und Autoren), auch Tagträumer und Feuchträumer (-innen inklusive) werden ein Phänomen kennen, das immer wieder für kontroversen sorgt: Du träumst dich in eine Situation hierein, von der du dir wünscht, dass sie sich real niemals betreffen wird. Oder wie eine Autorin schrieb:

Ich will nicht, dass diese Situationen jemals wahr werden, ja, ich kann sie nur ertragen, wenn ich weiß, dass sie für mich nicht wahr werden. Ich denke dabei zum Beispiel an Gruppensex ... klar ist der in der Fantasie erregend, aber ich würde es nicht tun, weil ich in der tatsächlichen Situation viel zu schüchtern sein würde.

Ist das wirklich so schlimm?

Warum sollte dies alles "schlimm" sein?

Auf gar keinen Fall, werden dir die Forscher sagen, die es untersucht haben. Denn so viel ist klar: Wenn wir alle nur das Erträumen würden, was wir schon kennen, dann wäre die Welt öde - und mal ganz simpel: du wirst kaum von etwas träumen, was dein ständiger Lover sowieso mit dir macht. Also träumst du vom geheimnisvollen Fremden (1), dem du dich in der Öffentlichkeit hingibst (2), oder dass dich jemand dominiert (3). Oder um im Bild zu bleiben: dass du an einer Orgie(4) teilnimmst und die Wahl zwischen vielen männlichen und weiblichen Partner hast. Und ein gutes Drittel von euch, das weiß ich, träumt von ziemlich heftigen Begegnungen mit einer oder zwei Frauen.

Was ist schlimm daran? Manchmal passiert so etwas ja tatsächlich, aber nicht DIR. Und wenn du davon träumst, heißt das noch lange nicht, dass es in der Realität wirklich schön ist ... im erotischen Roman ist ja auch alles viel schöner. Also träum weiter von der Lust, die dich plötzlich überkommt. Niemand will wissen, wie dein Körper bei diesen Gedanken bebt. Hauptsache, deine Träume machen dich glücklich.

(1) Zwei Drittel der Befragten Frauen träumen davon.
(2) Davon träumen etwa 57 Prozent der Frauen.
(3) Etwas weniger als zwei Drittel der Frauen macht dies sinnlich.
(4) Etwa 57 Prozent der Frauen träumen davon.

Hetero und anderer Spuk

In einem haben die Gender-Theoretiker recht: Wir werden zwar mit einem definierten Geschlecht geboren, aber seine Eigenschaften stehen noch nicht absolut fest. Es ist nicht, wie viele meinen, allein der elterliche Wunsch, aus dem Sohn einen „richtigen Jungen“ zu machen oder aus der Tochter ein „liebenswürdiges Mädchen.“ So leicht machen es sich nur die eindimensionalen Denker.

Die Gruppe versucht, die Anlagen zu verstärken

In Wahrheit versuchen nahezu alle erwachsenen Männer und die Gruppe der Jungen, mit der man aufwächst, die „männlichen Eigenschaften“ in den Knaben zu verstärken, während die erwachsenen Frauen und die Mädchengruppen dafür sorgen, dass die Tochter ihre „weiblichen Eigenschaften“ entwickelt.

Interessiert sich der Knabe nicht für Autorennen und Fußball, sondern für Architektur und Farbnuancen, so stutzt sein Umfeld. Und wird das Mädchen nicht so recht warm mit Modezeichnung und romantischer Literatur, so passiert dies ebenfalls. Zwar wird noch kein Alarm ausgelöst, aber das „Anderssein“ wird wahrgenommen.

Liebe Leute - das ist ganz normal. Die eigene Gruppe will uns in ihre Mehrheitsmeinungen und Mehrheitsinteressen hineinziehen, aber nur ein Teil von uns passt nahtlos in das Puzzle.

Wieso eigentlich "Sexualität"?

Es mag ja sein, dass dies alles auch etwas mit Sexualität zu tun haben. Aber zunächst geht es doch um etwas ganz anderes: Ob man sich der Mehrheit fügt oder individuelle Neigungen entwickelt.

Ganz ähnlich ist es mit der „Heterosexualität“, je nach Ausprägung der Autoren auch CIS-Gender genannt.

Sogenannte "Heterosexuelle" definieren ihre Lüste, wie sie wollen

Der sogenannte Heterosexuelle hat die Möglichkeit, seine Gefühle nach allen Richtungen zu entwickeln oder zu vertiefen, zu lieben oder zu verehren, wen er mag, sinnlich oder erotisch zu finden, was er mag -und eben auch Fantasien und Praktiken zu entwickeln, wie er mag.

Heißt: Wer von anderen als „Heterosexuell“ bezeichnet wird, ist einfach nur frei, seine Liebe, seine Leidenschaft, seine Sinnlichkeit oder auch seine Sexualität auszuleben, wie er mag.

Homosexualität ist nicht wirklich das Gegenteil von Heterosexualität

Man könnte nun fragen, ob diese für einen Menschen auch zutrifft, der sich ausschließlich als „homosexuell“ definiert. Die meisten homosexuell veranlagten Menschen, die ich kennenlernte, gleich, ob Frauen oder Männer, waren innerlich überzeugt, nur das gleiche Geschlecht attraktiv zu finden. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist kein Grund, die „anderen“ mit dem entgegengesetzten Etikette zu belegen. Ja, es ist nicht einmal ein Grund, die anderen überhaupt irgendwie zu definieren. Oder schärfer formuliert: Es ist ein unverschämter Übergriff auf das Definitionsrecht der anderen.

Heterosexuell - weder eine Norm noch Ehre, sondern nur ein Wort

Und weil das so ist, muss sich niemand als „heterosexuell“ bezeichnen lassen, und auch nicht als CIS. Selbst, wer meint, sich mit dem Begriff „Heterosexuell“ schmücken zu müssen, verkennt, dass er aus mehr Komponenten besteht als nur seiner Sexualität. Und jedem, der das Wort überhaupt in den Mund nimmt. muss gesagt werden: Es gibt keine beweisbare wissenschaftliche Definition von Heterosexualität.

Was ist eigentlich "natürlich" in der Sexualität?

Überhaupt muss zur Sexualität gesagt werden, dass wir Menschen viele Namen für die Sinnlichkeit, Lust und Liebe haben, und dass wir uns alle weit von der „natürlichen Sexualität“ fortentwickelt haben. „Natürliche Sexualität“ dient der Zeugung von Nachkommen und ist bei fast allen Säugetieren eine Ausnahmesituation - schon allein, weil sie - wie bei Menschen - dabei in einem rauschähnlichen Zustand verfallen. Menschen und bestimmte Primaten haben hingegen die Möglichkeit, einander Lust zu schenken, und sie nutzen diese Möglichkeit reiflich. Nicht, weil sie müssen, sondern weil es ihnen möglich ist.

Was, wenn ein Single ein Paar sucht?

Ungewisser Weg
Wahrscheinlich hast du schon mal gelesen, dass ein einzelner Mann oder eine einzelne Frau ein Paar sucht. Wenn du da an einen Dreier denkst, liegst du nicht falsch, und wenn eine Frau ein Paar für einen Dreier sucht, dann kannst du einigermaßen sicher sein, dass daraus ein MFF-Dreier wird.

Ein Mann und zwei Frauen? Klingt das nicht wie eine dieser Männerfantasien, die eigentlich nur dazu deinen, dass der Mann seine Lust befriedigen kann und die beiden Frauen dabei „Handlungsgehilfinnen“ sind?

Viel wahrscheinlicher ist, dass die suchende Frau sich eine Fantasie erfüllen will, denn ein Mann in einer Paarbeziehung und seine Partnerin bilden eine ideale Voraussetzung für ein sexuelles Abenteuer zwischen „hetero“ und „bi“. Die Gefahr ist also nicht, dass du das „Spielzeug“ des Mannes wirst, sondern dass du ein Paar triffst, das deine Naivität und Neugierde ausnutzt, um dich zu benutzen, ohne dich als Person anzuerkennen. Denn so viel kannst du dir denken: Die meisten Paare machen „so etwas“ nicht zum ersten Mal, und sie wissen genau, was sie wollen - während du es oft noch nicht so genau weißt - vor allem, wenn du zum ersten Mal danach suchst.

Eine junge Frau, selber "Einhorn" schrieb vor einiger Zeit sinngemäß:

Paare, die keine Rücksicht auf deine Bedürfnisse nehmen und deine Ängste und Vorbehalte nicht berücksichtigen, kommen nicht infrage. Du bist nicht die Frau, die sie in einer Bar aufgelesen haben und die sie nun nach Hause schleppen, weil sie „billig und willig“ ist.

Wenn du ein Single bist

Die Frage, was du für ein Paar bedeutest, kannst du eigentlich nie wirklich beantworten. Aber du hast mindestens ein Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden. Das gelingt am besten, wenn du selbst eine Vorstellung davon hast, von wem du Genüsse erwartest und wie das passieren soll und wem du auf welche Weise Lüste schenken willst.

Dieser Artikel mag manchem als völlig unmoralisch erscheinen. Aber es ist immer moralischer, zu wissen, auf was du dich einlässt als in eine Situation zu torkeln, die du nicht wirklich gewollt hast.

Das gilt übrigens auch für Männer, die sich aus Abenteuerlust auf ein Paar einlassen.

Wie unmoralisch darfst du sein?

Offensichtlich ein Fall von Unmoral?
Moralisch ist, wer der Sittenlehre folgt, doch wer wissen will, was die Sittenlehre wirklich ist, bleibt im Dunkel der Geschichte oder den Nebelschwaden der Philosophie hängen. Früher oder später wird er sich mit dem Begriff „Ethik“ beschäftigen müssen.

Was ist also los mit der Moral?

Eine alte Ausgabe von Meyers Konversationslexikon sagt mit ziemlicher Präzision, was die beiden Begriffe „Ethik“ und „Moral“ ursprünglich bedeuteten. Wir befinden uns dabei im 19. Jahrhundert:

(Die Moral) ... handelt von den Sitten, wie sie sind (sie seien lobens- oder tadelnswert), die Ethik dagegen von den Sitten, wie sie sein sollen. Jene ist eine beschreibende, diese eine vorschreibende Wissenschaft.

Meistens spricht man heute von einem „sittlichen Ideal“, wenn von der Ethik die Rede ist, und unterstellt dabei bereits, das Ideale in Wahrheit Utopien sind, die niemals in reiner Form erreicht werden können, aber dennoch erstrebenswert sind.

Wer macht die Regeln für das "Moralische"?

Die entscheidende Frage ist selbstverständlich, wer die Regeln festlegt. Es kann der Gesetzgeber sein - dann gelten sie ganz selbstverständlich für alle. In der Praxis sind es jedoch auch andere Gruppen, die sich ethische Regeln ausgeben, wie etwa Religionsgemeinschaften, weltliche Gesinnungsgruppen und letztlich nach wie vor Philosophen und manche andere Geisteswissenschaftler.

In der modernen Gesellschaft ist vor allem der Einzelne gefragt, ob er vor sich selbst und andren bestehen kann, wenn er in dieser oder jeder Richtung handelt. Er kann einerseits den Konventionen folgen, sie andererseits aber auch infrage stellen, solange er damit keine geschriebenen Gesetze bricht.

Sex, Moral und Vereinbarungen

Im Laufe seiner Entwicklung wird jeder Mensch feststellen, dass er nicht immer alle Regeln halten kann - und in der Sexualität wird die junge Frau oder der junge Mann bald erfahren, dass sich kaum jemand an „ungeschriebene“ Gesetze hält, seien es diejenigen aus der bürgerlichen Epoche oder die aus der Neuzeit.

Das neue Regelwerk der Sittenlehre in der Sexualität heißt:

Vereinbare etwas mit deinem Partner - wenn beide einverstanden und ihr nicht gegen Gesetze verstoßt, dann ist es auch moralisch vertretbar.
Wem das nicht reicht, muss sich zwangsläufig an überlieferte Konventionen halten, kann aber nicht sicher sein, dass dies auch alle anderen Menschen tun.

Hinweis: Dies ist eine Abhandlung über Philosophie, Religion, Moral und menschliches Verhalten und keine Verhaltensanweisung.

Erstes Zitat: Retrolib, Meyers.

Zum zweiten Zitat: Es ist eine Kurzfassung mehrerer neuer Meinungen über die moralische Wirklichkeit. Hier noch ein Auszug aus einer eher wissenschaftlichen Schrift (Uni Konstanz)

Schließlich legt uns unsere eigene Erfahrung die Vermutung nahe, dass sehr selten nur eine Norm für unser Handeln bedeutsam ist, sondern dass wir zumeist versuchen müssen, in einer Situation mehrere moralische Maximen unter einen Hut zu bringen, um allen Normen und allen Beteiligten, der eigenen Person, dem Gegenüber und Dritten gerecht zu werden
.
Apropos Unmoral: die historische, anonyme Grafik wurde von einem "unmoralischen" Detail befreit.

Was ist an Frauen in Uniform so sexy?

Historisches Wäsche- und Unifommodell
Männer in Uniform? Oh, da lacht das Frauenherz, nicht wahr? Vor allem, wenn noch ein schnuckliger Mann drin steckt. Aber Frauen in Uniform?

Klar zieht er dich mit den Augen aus - und nicht nur das

Na klar. Männer mögen Frauen in Uniformen. Erstens, weil sie dann mehr Fantasie entwickeln müssen, wie die Frau unter der Uniform aussieht (durchaus in mehreren Schichten) und sicher auch, weil von der Uniform das Formale ausgeht, das der Mann gerne in etwas „weniger Formales“ wandeln möchte. Kurz: Er denkt darüber nach, wie die Uniformierte sich wohl „im Bett machen würde“.

Männliche Masochisten lieben Uniformen

Und natürlich gibt es die offensichtlichen und verkappten Masochisten, die sich nichts dringenderes Wünschen, als von einer Frau „übermannt“ zu werden.

Mag sein, dass Flugbegleiterinnen nicht gerade masochistische Gelüste auslösen, aber Polizistinnen, Krankenschwestern und Soldatinnen vielleicht schon. Auch Formalkleidung (Schulleiterin, Abteilungsleiterin) oder sogar das als „typisch“ angesehen Sekretärinnen-Outfit können solche Gefühle auslösen. Ich habe gehört, dass Polizistinnen in ihrer Ausbildung lernen, eine „rollenkonforme“ Sprache anzunehmen, die auf Masochisten sehr sexy wirken mag, und dass auch weibliche Führungskräfte darin geschult werden. Ob’s stimmt, weiß ich nicht.

Auch "nur zum Reizen" sind Uniformen super

Wenn du absichtlich Uniformen tragen, um einen Mann zu begeistern oder zu dominieren, wirkt die Formalkleidung oft noch mehr als eine Verkleidung aus dem Kostümverleih. Sie macht sich besonders gut, wenn erkennbar ist, dass du darunter etwas trägst, was eben nicht „ganz so formal“ ist. Oft reicht es schon, nichts als einen aufregenden BH unter dem Blazer oder der Uniformjacke zu tragen.

Wenn du deinen Mann oder Lover „nur Reizen“ willst, dann geht es bei der Uniform darum, wann und wie du sie ausziehst. Daumenregel: Je länger du damit wartest, umso geiler wird er. Wenn er mächtig auf Uniform steht, kannst du auch Teile davon anbehalten, wenn es „zur Sache“ geht.

Dominanz heißt: Die Klamotten bleiben dran, bis ...

Ist er ein Mann, der sich gerne unterwirft, kannst du alles anbehalten - dann muss er selbst erst mal raus aus den Klamotten. Versprich ihm, dass du mehr von dir zeigst, wenn er bestimmte Herausforderungen erträgt - aber nur du entscheidest, ob er das auch wirklich verdient. Keine Sorge - ein Mann, der solche Spiele liebt, erwartet kaum etwas anderes.

Vieles kann eine Uniform sein
Sogar ein schwarzer Rollkragenpullover kann wie eine Uniform wirken
Ach so, noch was: eine Uniform ist immer das, was jemand für eine Uniform hält. Das können Lederklamotten sein oder eine Kutte, eine Offizierinnenuniform oder Kittel und Schürze einer Fleischwarenverkäuferin - und noch vieles mehr. Kürzlich sagte mir jemand, ihr Mann würde ganz verrückt, wenn sie einen kurzen Rock und eine enge Bluse trüge, und ich hab heute gelesen, dass sogar schwarze Jeans und ein schwarzes T-Shirt manche Männer zur Weißglut bringen.

Bild oben: 1950er-Jahre Darstellung von Uniformerotik..
Bild unten: Möglicherweise eine Fotoserie aus neuer Zeit.