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Der ideale unterwürfige Mann?

Wer ist der ideale unterwürfige Mann? Manchmal muss ich lachen: und immer öfter dann, wenn mehr oder weniger professionelle Ladys, die keine sind, ihren Beruf loben, der eigentlich keiner ist: die Dominatrix.

Und ja, diese Dame hat Ansprüche an den Mann, der sich bitte zur Unterwerfung anbieten soll. Zum Beispiel diese. Er sollte …:

- ... einen guten, festen Job haben.
- … ausgezeichnet auftreten, sei es bei einer Anfrage oder persönlich.
- … einwandfreie Rechtschreibung beherrschen.
- … Bezahlung anbieten, ohne dass die Dame danach fragt.
- … auf keinen Fall notgeil sein.
- … gut gekleidet sein.
- … Ein gutes Benehmen an den Tag legen.
- … weder Ehefrauen noch Kinder haben.

Das Bild dieser Dame zeigt eine eher scheue, unsichere Person, die aber nach Eigenangaben schon manches in der Erotik-Unterhaltungsbranche versucht hatte.

Der „Forderungskatalog“ sieht in meinen Augen ähnlich aus wie beim Online-Dating, wenn ich mal von „Bezahlung anbieten“ absehe.

Ist das wirklich der ideale unterwürfige Mann? Ich habe Gründe, es nicht anzunehmen. Er ist vielleicht ein nützlicher, unterwürfiger Idiot.

Drei Thesen zu Sex und Liebe

Beginnt alles so? Und wenn nicht, wie sonst?
• Das Gehirn hat von Natur aus mehrere Möglichkeiten, Begierde, Lust, Verliebtheit und Verbundenheit hervorzurufen.
• Verliebtheit (Geilheit, Lust, Sinnlichkeit) kann allerdings in wenigen Millisekunden erzeugt werden. Das spricht gegen die Vorstellung einer „längere Phase der Verliebtheit“, die für die Ausführung des Geschlechtsverkehrs angeblich nötig ist.
• Ob Sex ohne Liebe funktioniert oder nicht, ist eine Frage der Definition der Begriffe und der persönlichen Sichtweise. Es ist sicher keine Frage der Wissenschaft.

Nur interessant für Scheißkerle?

Eine Frau redet mit ihrer Freundin über ihre Gefühle gegenüber Männern und darüber, wie ihre Dates ausgehen.

„Ich bin offensichtlich nur interessant für die Scheißkerle.“

Ihre Freundin denkt einen Moment nach, ob sie gefühlvoll auf die Sache eingehen oder ihrer Freundin den Kopf waschen soll. Sie entschließt sich dazu, die Wahrheit zu sagen:

„Du siehst Klasse aus und hast alle Eigenschaften, die sich ein Mann wünscht. Alle Männer finden dich wundervoll, und mancher wäre froh, wenn du ihm ein Date gönnst. Es ist einfach so, dass DU auf Scheißkerle abfährst.“

Ich denke, dieser Dialog ärgert alle, die es betrifft, weil die Wahrheit schmerzt. Aber sollte man sie deshalb verstecken und seine Freundin anlügen?

Was meint ihr?

Was ist Sex für dich?

wie war es damals?
Unter Sex-Bloggerinnen lief vor einiger Zeit eine Art „Erklärungswettbewerb“ darüber, was Sex ist. Dieser Beitrag wurde angepasst und bereinigt, weil wir hier nicht zu allen Seiten verlinken dürfen, auf denen derartige Beiträge veröffentlicht werden.

Hier versucht eine Frau zu erklären, wie die Frauen in „ihrer Gegend“ ihr erstes Mal durchlebten.

Wir haben eine Schilderung so authentisch wie möglich wiedergegeben.

In meiner Gegend versuchten die Mädchen, ihre Jungfräulichkeit so früh wie möglich loszuwerden. Sex gehabt zu haben war eine Auszeichnung. Wenn du dazugehören wolltest, musstest du wissen, wie es ging. Es war der Maßstab dafür, wie reif du warst. Wir wussten nicht, dass Sex eine Menge Bedeutungen hat und wie viel Möglichkeiten du hast, ihn zu genießen. „Sex haben“ war für uns, penetriert zu werden. Es war Schmerz und Feuchtigkeit und vielleicht auch beides zugleich. Es dauert ja nicht lange. Man tat es und wurde irgendwie feucht.


Ja, was ist Sex für dich? Ist er nicht für jeden ein bisschen anders? Und warum willst du eigentlich überhaupt Sex?

Unser Tipp: Du musst es nicht sagen - denk einfach darüber nach und schreib für dich selbst auf, was Sex (und vielleicht Liebe?) für dich bedeutet.

Umschreibung von Isidora.

Sichtweisen – Sex ist Biologie

Wenn mehr Naturwissenschaftler Romane über die Liebe schreiben würden, wäre möglicherweise eines gewonnen: Furchtlosigkeit vor dem Aussprechen des „Schamhaften“. Ich las gerade etwas über die Schweizer Autorin und Ärztin Corinna T. Sievers.

Man kann … das Sexuelle … heute einfach leichter aussprechen. Und weil ich Naturwissenschaftlerin bin, stellt es für mich auch keinerlei Geheimnis dar. Deshalb mein schamloser Umgang damit. Sex ist Biologie, wie Pinkeln. Meine Romane sind eher existenziell, weniger gesellschaftskritisch.


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Die Idee, den Sex zu versachlichen und zugleich heftige Emotionen auszubreiten, ist sicherlich eine neue, noch weitgehend unentdeckte Variante des erotischen Romans. Und in der Tat wäre es wirklich sinnvoll, die Sexualität biologisch nüchtern, aber dennoch mit der ganzen Kraft und Farbvielfalt der Sprache hinauszuschreien.

Wohl dem, der es kann. Falls du schriebst – kannst du es auch?

Zitat: Aargauer Zeitung, Schweiz