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Cuffing - einkuscheln für den Winter?

Diese Art von "Cuffing" war nicht gemeint
Die WIENER will entdeckt haben, dass jetzt „Cuffing“-Saison ist. Gebildet, wie Wiener-Redakteurinnen so sind, hätten sie auch bei Rilke nachlesen können:

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


Was die Psychologie so sagt

Man kann auch, wie COSMO, eine Psychologin fragen. (Ist euch schon aufgefallen, dass Redakteurinnen immer einen Psychologen aus der Tasche ziehen, wenn sie eigentlich gar nichts wissen?)

In der Cuffing-Saison wollen die Menschen eine ernsthafte Beziehung eingehen", sagt die … Psychologin Dara Bushman, und … das kalte Wetter und der Mangel an Außenaktivitäten sowie fehlender Sonnenschein führen dazu, dass Singles einsam und verzweifelt werden.


Eingeflüstert wurde dies allen offenbar von Kontakten zu Instagram, dem Portal für alle, die glauben, sie müssten den überflüssigen Fotos noch weitere, weitaus überflüssigere, hinzufügen. 157.084 Beiträge sollen dort existieren, und es werden angeblich immer mehr.

Zeit zum Einkuscheln
Gefühlte Einsamkeit ab Herbst

Und .. es ist wirklich so. Die Furcht davor, einsam zu überwintern bringt viele Beinahe-Pärchen dazu, nun doch noch Paare zu werden und sich miteinander zu verketten. Und tatsächlich werden dabei auch noch ein paar „Schnäppchen“ mitgenommen. Denn die Spätzin im Bett ist besser als der Milan auf dem Turm – oder wie das heißt.

Ist es OK, gemeinsam zu überwintern?

Wenn ihr mich jetzt fragt, ob so etwas Sinn hat: Solange ihr niemanden aus purer Langeweile schwängert oder euch schwängern lasst, ist das absolut OK. Der Frühling mag andere Pläne mit euch beiden haben (oder ihr mit dem Frühling), aber es gibt auch noch nächstes Jahr und übernächstes Jahr. Und immerhin reden wir von sechs Monaten (Oktober bis März), über den Daumen also 180 Tage mit gleich viel Nächten. Was bei nicht nachlassender Begierde immerhin ungefähr 120 Tage der Wollust erlaubt.

Egal wie, egal was, egal warum … das winterliche Einkuscheln hat schon mancher Frau und manchem Mann mehr lustvolle Nächte gebracht als zehn Jahre Sommerurlaube. Und überhaupt schafft das gemeinsame Sitzen auf dem Sofa auch Gelegenheiten, vorsichtig über die Zukunft zu sprechen.

Also … pickt die reifen Früchte auf, bevor sie zu Fallobst werden.

Foto: Oben Quelle unbekannt. Unten: "liebesverlag.de", © 2019

Spontan mit einem Mann schlafen?

Eine ganz normale Geschichte ...
Dieser Text entstammt einer authentischen Schilderung. Sie wurde mir erzählt, und ich erzähle sie für euch nach. Ich weiß, dass viel von euch in einem ähnlichen Konflikt stehen.

Dating ist eigentlich nicht meine Sache. Gut, ich habe es versucht – und nicht nur einmal. Du sitzt da und redest, und denkst: Du darfst auf keinen Fall zeigen, dass du ihn „zu sehr willst“. Und lass dir bloß nicht anmerken, dass du seit einem halben Jahr keinen Mann hattest und dringend darauf wartest, dass dich einer … ich vermeide, mal, das Wort auszusprechen.

Bleib cool. Finde raus, ob er was Ernstes will. Schlaf nicht mit ihm, bevor du ihn genau kennst. Du bist keine Schlampe, die mit jedem ins Bett hüpft, nicht wahr?

Ja, und dann ging ich auf eine Tagung. Alles macht auf blitzeblank und vornehm. Hier denkt niemand an Dating oder so etwas. Mir fällt ein junger Mann auf, und ich entdecke, dass wir etwas Gemeinsames haben. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn man mit einem Mann abends in der Hotelbar sitzt und trinkt. Ich bin für ihn ein Schnäppchen, na klar. Aber er ist für mich wie ein Glas Wasser in der Wüste. Er will mich jetzt und hier.

Verdammt – wann ist das zum letzten Mal passiert?

Ein letztes Mal meldete sich mein Tantchen-Ich: „Du wirst dich doch nicht einfach vernaschen lassen?“, und schon geht die Ampel auf Rot. Und dann, sehr plötzlich, schaltet sie auf Gelb und sagt mir: „Na los, was kann dir denn passieren? Du bekommst gleich freie Fahrt.“

Irgendwie wartete ich auf Grün. Jemand wollte mich. Es ist schön gewollt zu werden, zumal, wenn man kaum noch erwarten kann, eine wirklich lustvolle Nacht zu erleben. Und das mit einem völlig Fremden! Bei wem kribbelt es denn da nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich auf einen ONS zusteuere, und dass es mich förmlich hineintreibt in dieses Abenteuer.

Er ist nicht frei, das merkt man ihm an. Aber ein Mann, der nicht frei ist, hat wenigstens Erfahrung. Als wir vor seinem Hotelzimmer ankommen, sage ich noch: „Sollen wir es wirklich tun? Ich meine, du bist gebunden, und ich bin … auch ein wenig gebunden.“

„Meinst du wirklich, was du sagst?“ Er lächelte dabei. Natürlich wusste er, dass ich nicht meinte, was ich sagte. Ich musste inzwischen verdammt bedürftig wirken.

Nachdem wir die Zimmertür hinter uns schlossen, fielen alle Hemmungen, vor allem meine. Das passiert, wenn du ausgehungert bist und es nicht zugibst. Du kannst nicht mehr gegen die Natur, wenn sie dich einmal im Griff hat.

Es war nur Sex. Und es war schön.

Natürlich kannst du sagen, dass ich ihn benutzt habe. Oder dass er mich benutzt hat. Er wollte wissen, ob er für eine andere Frau noch attraktiv ist, und ich wollte wissen, ob ich für irgendeinen Mann noch attraktiv genug bin. Daran ist nichts Böses.

Ich weiß, dass viele von euch denken, diese Art von Sex aus reiner Lust und Begierde würde eine Frau abwerten. Aber davon stimmt kein Wort, wenn du dich nicht selbst abwertest. Wundervoller Sex schadet dir nicht. Mag sein, dass Menschen dir schaden könnten, aber sicher kein guter Liebhaber.

Gehst du ab und zu auf Dates? Dann bereite dich auf alles vor – und tu um Himmels willen das, was du wirklich willst.

Hinweis: Das Titelbild (Frau auf Pensionsflur) bezieht sich nicht auf die im Artikel dargestellte Person.

Was wirklich passiert bei der Online-Partnersuche

Gefangen im Netz der Daten - oder bestimmt vom freien Willen?
Bei kaum einem Prozess im Internet geben die Nutzer so viele intime Daten preis wie bei einer Online-Partnervermittlung. Die Vermittler behaupten, über ausgeklügelte Programme zu verfügen, die daraus sehr genaue „Matches“ (Passungen) bei Paaren herbeiführen können.

Licht ins Dunkel der "Partnerübereinstimmungstests" bringen

Über diese „Persönlichkeitstests“ gibt es zahlreiche haarsträubend unzuverlässige Meinungen, und ich will versuchen, etwas Licht in das Dunkle zu bringen.

Harte Daten sind nötig

Die Daten bestehen immer aus zwei Teilen: sinnreichen Suchkriterien, die zum Beispiel das Alter oder die Region, gelegentlich auch Bildung und Einkommen abfragen. Je primitiver die zusätzlichen „Kriterien“ sind, umso mehr wird nach bevorzugten Speisen, Hobbys, Lese- und Musikvorlieben gefragt. All diese Daten haben den Vorteil, dass man sie leicht abmixen kann. Das heißt, die Regionen, Bildungsstände und Altersgruppen können fein säuberlich zusammengebracht werden. Ähnlich verhält es sich bei den „Geschmäckern“.

Weiche Daten sind fragwürdig

Der zweite Teil besteht aus den „weichen Daten“, zu deren Auswertung nach Meinung des primitiv gestrickten Internet-Users unheimlich viel „Wissenschaft“ eingeht. Tatsächlich arbeiten an den Fragebögen Psychologen mit, deswegen können die Fragestellungen als „psychologisch“ bezeichnet werden. Die angeblichen „Passungen“ hingegen folgen keiner exakten Wissenschaft, sondern beruhen auf unscharfen Annahmen.

Der freie Wille und der unsichtbare Dating-Guru

Die Frage, die sich nun für den Partnersuchenden stellt, heißt: Unterwerfe ich mich dem geheimnisvollen Diktat der Algorithmen oder folge ich meinem freien Willen?


"Was wirklich passiert bei der Online-Partnersuche " vollständig lesen

Die Theorie und die Praxis des Verliebens

Nicht jedes Bild bringt das Blut in Wallungen
Für manche Menschen besteht die Welt aus einem Teil, den man mal grob mit „biologisch“ bezeichnen kann, für andere aus einem geheimnisvollen Gebilde, dass wir „Emotionen“ nennen oder als „psychisch“ bezeichnen. Nun ein verschwindend kleiner Teil macht sich Gedanken darüber, welche Rolle das Gehirn spielt, bevor und nachdem die Hormone produziert und die Botenstoffe abgelassen wurden. Ja, es ist nicht einmal wirklich klar, wie die Impulse, die von außen kommen, verarbeitet werden.

Kommen wir mal zu den Unterschieden:

Alle nur biologisch?

Die „biologisch“ orientierte Gruppe meint, dass die „zuständigen“ Botenstoffe produziert werden, sobald man einen „erotisch begehrenswerten“ Menschen sieht. Andere Botenstoffe sorgen dann dafür, dass die Verliebtheit „in die Verlängerung geht“, während wieder andere dafür sorgen, dass man sich endgültig zusammenkuschelt.

Das Gedankengebäude ist aus biologischer (neurologischer) Sicht schlüssig – es erklärt aber nicht, warum die Prozesse nicht erkennbar „identisch“ ablaufen, so wie es bei den meisten anderen Säugetieren der Fall ist.

Alles nur emotional?

„Emotional“ wie auch „psychisch“ sind (jedenfalls für die Liebe) Wörter, die wir immer verwenden, wenn wir sagen wollen: „Es bewegt uns, aber wir wissen nicht, woher es rührt.“ Und wir finden dabei leicht heraus: emotionale Sichtweisen sind niemals wissenschaftlich abgesichert, sondern schwer erfassbare Zustände des Gemüts, die sich nicht messen lassen. Dazu passt auch, dass „Verliebtheit“ höchst unterschiedlich beschrieben wird.

Alles eine Frage des Denkens?

Das „Denken“ wird zu Unrecht verdächtigt, kalt und gefühllos zu sein. In Wahrheit steckt darin die Erfahrung – also die Möglichkeit, eine Situation vorauszuplanen und auf eine angemessene Weise auszuführen.

Dabei mögen „emotionale“ Impulse ebenso beteiligt sein wie die biologischen Drogen (Botenstoffe, Neurotransmitter) – das interessiert den Teil des Gehirns, der unser Handeln bestimmt, allerdings wenig.

Beispiele – wissen wir, was wie wirkt?

Nehmen wir mal mehrere Beispiele:

Person A. masturbiert. Sie benötigt dazu einen emotionalen Impuls, aber auch den Willen, es zu tun. Die Biologie stellt die nötigen Stoffe für die Kontinuität und die Belohnung bereit.

Frau B. flirtet heftig. Dieser Impuls ist angeboren und bedeutet zunächst gar nichts, aber sie weiß, was sie damit erreichen könnte. . Der Mann, den sie anflirtet, ist aber nicht interessiert. Nun denkt sie darüber nach, warum es nicht funktioniert hat.

Frau C. flirtet, ist sich aber dessen nicht bewusst. Sie handelt also aus einem Impuls heraus, der seinen Ursprung in einer natürlichen Funktion hat. Ein Mann näher sich und bekundet sein Interesse an ihr. Sie weist ihn empört zurück.

Herr D. sieht eine Frau und will unbedingt Sex mit ihr. Der Impuls ist ihm nicht fremd, aber auch nicht unbedingt üblich. Er denkt sich eine Möglichkeit aus, wie er die Frau überzeugen kann.

Frau E. geht zu einer Verabredung mit dem festen Vorsatz, einen Lebenspartner kennenzulernen und auf keinen Fall sofort „Sex zu haben“. Schon nach 30 Minuten spürt sie die Wirkung von Botenstoffen, die sie „feucht“ werden lassen. Sie weiß nicht, wie ihr geschieht und versucht, so schnell wie möglich mit dem Mann ins Bett zu kommen.

All diese Beispiele lassen sich nicht „eindeutig“ auf emotionale, gedankliche oder biologische Prozesse zurückführen. Sie sind, im Gegenteil, für die Betroffenen nahezu undurchschaubar.

Was wissen wir wirklich?

Wir können sagen: Die Biologie ist für alle gleich, aber sie wirkt nicht bei allen in der gleichen Weise. Die Impulse (psychisch, emotional, entwicklungsbedingt) lassen sich nur schwer oder gar nicht erklären. Und was am Ende gedanklich oder gar in Handlungen herauskommt, ist nicht vorhersehbar, kann aber beeinflusst werden.

Bild: nach einem Zeitungsartikel über das Schlafen in fremden Betten, ca. 1950
Und eure Meinung zum Thema?

Warum solltest du etwas Aufregenderes probieren?

Dominanz kann gespielt werden
Sex allein genügt dir nicht mehr? Und dass „er“ so liebevoll ist, ist dir nicht genug? Da bist du nicht allein.

Bis du mutig? Dann kannst du bei der Liebe wieder eine Menge Schaum aufs Bier bringen. Unter den Top-Lüsten sind aufwendige, kostümierte Rollenspiele die Favoriten – aber es geht auch viel einfacher.

Wenig Wandel hilft viel - spiel einfach eine Rolle

Bei einem „richtigen Rollenspiel“ bist du nicht du selbst, sondern eine andere. Das macht es dir leichter, auch mal alle Schranken und Konventionen fallen zu lassen, denn nachher bist du wieder das, was du vorher warst: Friseurin, Personalchefin, Reisebürobetreiberin oder auch Mutter. Was du zwischendurch bist, geht keinen Dritten etwas an. Gib dir einen andren Namen, solange du spielst, und pass bitte deine Stimme an. Sie spielt die größte Rolle dabei. Schauspielkunst und Kostüme helfen, aber du musst wirklich nicht professionell aussehen.

Viele Paare spielen jetzt mit Dominanz und Unterwerfung (S/M). Wählst du die leichte Version, ist alles nichts als pure Lust, nur ein bisschen aufregender. Du must nicht unbedingt gleich an „Aua-Spiele“ denken. Schmerz kann Vergnügen sein, aber viel Schmerz heißt nicht, mehr Vergnügen zu haben. Nur in Verbindung mit deinen Worten und der Art, wie du deinen Liebsten „behandelst“, wird die Schmerzlust zum Vergnügen. Na, ja, falls er sonst „normal“ ist und nicht „echt schmerzgeil“.

Wenig Deko - große Wirkung
Zunächst kannst du ohne Kostüme und Dekorationen spielen. Frivole Kleidung hilft immer, Männer scharfzumachen – für manchen Mann ist’s aber ein Negligé, für einen anderen sind Strapse und für den Dritten ist es eine Uniform. Versuch macht klug. Und du kannst jede Rolle annehmen, wenn du ihm die Augen verbindest.

Falls du Bücher gelesen oder Pornos angeguckt hast (ja, tust du nicht, ich sage ja auch nur „wenn“), dann spielen Peitschen inzwischen eine große Rolle. Vergiss sie – du kannst nicht damit umgehen.

Viel wichtiger ist, dass du die Kontrolle über seine „Körperfunktionen“ übernehmen kannst. Dazu musst du ihn bitten, sich von dir fesseln zu lassen. Meistens geht das ganz gut im Bett, aber manchmal ist es besser, ihn auf einen Stuhl zu setzen oder auf den Teppich zu legen.

Plomben ausbeißen beim Sex - muss das sein?

So, und nun verrate ich dir ein Geheimnis: Männer „wollen“ fast immer, aber sie sind selten zufrieden mit dem, was sie wirklich „können“. Haben sie gewöhnlichen Sex, dann geraten sie in Leistungsdruck. Es muss ja nicht immer so weit gehen, dass er dann keinen mehr hochkriegt. Aber manche Männer beißen beim Sex so hart die Zähne zusammen, dass ihnen die Plomben herausbrechen oder ihr Herz aus dem Galopp kommt.

Es ist dann echt eine Lust für sie, wenn sie gar nichts machen müsse, und du alles machst – hübsch langsam, und mit dem kleinen Trick, ihn nicht „kommen“ zu lassen, wann er will.

Nach und nach kannst du dann ja probieren, wie er auf Hitze, Kälte, leichte Klemmen oder Wartenberg-Räder reagiert. Das ist ein ziemlich teures Utensil, aber es hat erstaunliche Effekte. Und wenn’s unbedingt was „Schärferes“ sein soll – das wirst du schon merken. Vorerst reicht wirklich, „das Spiel beginnen zu lassen“.

Was meinst du? Wirst du‘s tun? Und hattest du Spaße, als du‘s versucht hast?

Die Bildquellen sind unbekannt - sorry