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Ein Gentleman nimmt hin und schweigt

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Wenn ein Gentleman auf „ein Date geht“, dann geht er niemals auf „ein Date“. Er trifft eine Frau, das ist alles. Er sieht sie an, plaudert mit ihr, wird mal direkter und mal unverbindlicher und hat am Ende das Bild von ihr, das er mindestens braucht, um sich zu entscheiden.

Am Ende wird er, wenn er höflich ist, erklären, dass sie entweder infrage kommt oder aber auch nicht. Möglicherweise ist er (auch ein Gentleman ist ein Mann), der Dame den Vorschlag machen, sich sogleich zueinander zu legen. Und er wird wissen, welche Antwort er geben wird, falls sie ablehnt oder sie selbst den Vorschlag unterbreitet, den Abend im Bett zu vollenden.

Aber er wird nicht darüber sprechen, jedenfalls nicht öffentlich. Und er wird sich niemals von Damen beeindrucken lassen, die dies schreiben (Zitat WELT):

So können Männer, wenn sie doch nur wollten, auf eine Enzyklopädie der Einsamkeit, auf einen Brockhaus der Befindlichkeiten zurückgreifen, um aus erster Hand zu erfahren, was Frauen auf ersten Dates durchleben und erleben.


Ich habe eine sehr einfache Antwort auf solches Ansinnen: Den Gentleman, ja überhaupt den gebildeten Mann, interessieren keine Enzyklopädien der Einsamkeiten. Er möchte keine Dosen öffnen, aus denen Befindlichkeiten hervorquellen und er vermeidet, sich in klebrige Liebesromantik hineinzufühlen.

Ein Herr, der eine Begegnung sucht, nimmt hin und schweigt, wenn die Frau nicht gefällt, aber er versucht, dabei höflich zu bleiben und eine Konversation zu führen, soweit dies überhaupt möglich ist. Und sicher genießt er auch die Begegnung mit einer Ausnahmeschönheit, einer charmanten Plauderin oder einer Dame, die sich mit Lust hingibt. Und sehen Sie – darüber schweigt er auch.

Tag des unfreiwilligen Humors?

Irgendwie ist Satire immer – so, wie es über den Berg meist näher ist als zu Fuß. Und so, wie sich Frauen anpreisen sollten: Sexy kommst du schneller ins Bett als schüchtern. Oh, Baby, Baby … da sind doch mal Fakten, auf die wir lange gewartet haben, nicht wahr?

Und dann war da noch Campus. Zwar eine intelligent sein sollende Satire, aber ziemlich gegen den Prellbock gefahren. Grundlage ist mal: Wer beim zweiten Bier nix mehr zu sagen hat, der bestellt auch kein Drittes. Nein, so einfach war es denn doch nicht. Irgendwie ging’s um mutige Fragen, die man besser nicht stellt, oder vielleicht doch? Die absolute Gretchenfrage der Neuzeit war natürlich auch dabei, allerdings erst unter Nummer 21: „iPhone oder Android?“ Da kannst du mal sehen, was wichtig ist. Ich wäre da eher für einen Dialog mit Frage 25:

„Bevor ich mir noch ’n Bier bestelle und wir uns anöden - gehen wir zu dir oder zu mir?
„Zu mir geht nicht, ich habe meinen Navi nicht dabei und würde mich verlaufen.“
„Soll ich den Satz ignorieren oder sofort antworten?“
„Oh, da fällt mir ein Relativsatz ein: Du bist der Mann, der wo (1) mich gleich vögeln will, nicht?“
Mehr oder weniger wartest du doch schon den ganzen Abend darauf, oder?“



Und wenn sie nicht ins Bettchen fanden, dann saufen sie noch heute.

(1) Das solltest du so im Deutschaufsatz lieber nicht schreiben, lieber Kevin oder liebe Tanja.

Satire: ob der Penis wohl in die Hand passt?

Hey – kann mir jemand sagen, warum ein Penis in die Hand passen muss? Nein, nicht in seine – da passte er immer rein. Warum das so ist? Ist einfach so. Nein, nein … in ihre.

Und so sagte denn die Kandidatin einer Fernsehshow jüngst beim Anblick eines „starken Stücks“ (1):

Der ist ja auch dick! Da käme ich mit einer Hand gar nicht rum.


Rechnerisch: Er passt in die Hand, da kannst du sicher sein!

Was zwsichen Daumen und Zeigefinger passt ...
Also: Rechnen wir mal: „Ganz herum“ würde bei einer durchschnittlichen Frauenhand beim Halten zwischen Daumen und Zeigefinger etwa einem Durchmesser von 3,5 – vier Zentimeter entsprechen. Einen festen Griff, der seinen Zweck erfüllt, könnte dieselbe Dame bis etwa sechs Zentimetern Durchmesser noch locker erreichen, und acht Zentimeter liegen durchaus im Bereich der Möglichkeiten.Also geb ich mal Entwarnung: Der Durchschnitt im Umfang liegt so ungefähr bei 12 Zentimetern und ein bisschen. Pi einfach mal Daumen ist das Ding dann unter vier Zentimeter im Durchmesser, sodass rein handwerklichieigentlich alles in Ordnung ist.

Was macht der Spatz in der Hand?

Die nächste Frage (wir lassen da ja nicht locker) wäre: Was macht eigentlich der Penis in der Frauenhand? Natürlich wissen wir, dass es Spezialistinnen gibt, die goldene Hände haben und sich auf derartige „Spezialmassagen“ spezialisiert haben. Aber – im Grunde zweifeln wir daran, ob das Nest, in das so ein Penis will, wirklich die hohle Hand ist.

Na ja, vielleicht hatte die Dame, die’s sagte, ja etwas anderes gemeint und sich geschämt, es zu sagen. Und ja, ja: Wenn er erigiert ist, kann man ihn ja so schrecklich schlecht einschätzen, den Penis. (2) Na seht mal – da weiß frau also nicht mal, welche Bettqualität sie kauft – auch nicht, wenn die Kerle unten rum nackt sind. Auf den lebensechten Test vor laufender Kamera müssen die Damen also wohl weiterhin verzichten.

(1) Zitat aus der WELT (ebenfalls aus der Dating-Show)
(2) Zitat von T-Online (aus der Dating-Show)
Bild: Auszug aus einem berühtem Gemälde der "Schule von Fontainebleau"


Welche sexy Kleidung mögen Männer besonders?

Das Bild der schönsten Dessous entsteht im Kopf des Mannes ...
Welche sexy Kleidung und Dessous mögen Männer besonders? Womit kannst du verführen, wenn du einem Gentleman, Handwerker oder "Liebhaber des Besonderen" imponieren willst?

Welche Dessous, welche Verführkleidung und welche ausgesprochen frivolen Klamotten mögen Männer besonders?

Sagen wir’s kurz und verallgemeinern wir mal:

Seide und Samt, Spitzen und Strapse, Transparenz und Kontraste, Pelz und Leder.

Für die meisten Männer gilt: Wenn du deine schöne Haut mit starken Kontrasten so zeigst, dass er noch viel mehr sehen und fühlen möchte, dann hast du die richtigen Verführklamotten an.

Spitze ist spitze

Für so gut wie alle Männer ist Spitze wirklich spitze. Er sieht viel mehr, als er sonst zu sehen bekommt, aber eben doch nicht alles. Und alles ist sooo süß verpackt, dass er alles gleich mit seinen ungeschickten Fingern aufnesteln will. Egal, ob die Spitze deine Nippel verdeckt oder den Schritt, ob sie am Rocksaum glänzt oder am Dekolleté – sie sieht für Männer immer feminin aus.

Wirkt: Fast ausschließlich optisch, diese Wirkung solltest du ausspielen, bevor du seine Finger an dich heranlässt. Manche Männer bewundern die Muster, bevor sie deine Haut berühren.

Netz fängt Männer ein

Wenn dein Typ einfacher gestrickt ist, tut’s auch Netzstoff. Am ganzen Körper, in Guckfenstern odre nur an den Beinen – Netzstoffe machen viele Männer an. Vielleicht, weil sie deine Haut durchschimmern sehen?

Wirkt: optisch, meist sehr direkt.

Eine Frau wie Samt und Seide

Mit Samt wäre ich vorsichtig – das Gefühl mögen manche Männer nicht. Aber Seide? Seide auf Haut ist beinahe wie Haut pur – danach werden die Kerle süchtig. Lass dich ruhig ein wenig streicheln, während du die Teilchen noch trägst, bevor er sich mit deiner Haut beschäftigen darf …

Wirkt: optisch und taktil, sehr natürliche Verführung.

Strapse und Kontraste steigern die Lust

Strapse sind ein Wegweiser zum Schritt – und also solche hocherotisch. Meist werden sie in Schwarz oder Rot gewählt, um einen scharfen Kontrast zur Haut zu bilden – und wenn sie geöffnet werden, dann glänzen die Augen des Mannes. Falls du sie richtig trägst, müssen zuerst die Strümpfe herunter – daraus kannst du eine lustvolle Show machen. Erst dann kannst du den Slip ausziehen – falls du einen trägst.

Wirkt: optisch und spielerisch, ein bisschen fetischistisch. Je länger du verhinderst, dass er „alles“ sieht, umso wilder wird er.

Für einfach gestrickte Liebhaber: Strumpfhosen

Nicht nur feine Strümpfe (für Strapse oder auch halterlose), sondern auch hübsch verzierte und gegebenenfalls im Schritt offene Strumpfhosen locken manche Männer an wie die Fliegen. Mag sein, dass die Kerle ein bisschen gaga sind, die auf so was stehen, aber es gibt sie.

Wirkt: Meist nur auf typische Fetischisten - aber viele Männer lieben so etwas. Mit hübschen Mustern beißen auch andere Männer an.

Leder und Pelze - darunter oft "nur Natur"

Bevor mir die Naturschützer ins Wort fallen: Leder gibt‘‘s im Überfluss, und Pelz muss nicht Natur sein. Männer schätzen den animalischen Geruch von Leder in Kombinationen mit den Düften einer Frau. Du darfst so viel davon tragen, wie du magst – vom langen Kleid bis zum Minirock. Rein optisch kannst du hier mal gucken, was mit Leder alles möglich ist. Gut wirken auch einzelne Lederutensilien, wie zum Beispiel Handschuhe. Echte Pelze punkten, wie Leder, durch den animalischen Geruch, alle Pelze wirken durch das Aussehen und das Gefühl beim Berühren. Gebrauchte Pelze reichen völlig aus, sie müssen auch nicht optisch einwandfrei sein.

Wirken: optisch und vermittels Duftstoffbindung, auch taktil. Eventuell auf nackter Haut zu tragen – das ist besonders bei entsprechenden Fetischisten beliebt. Leder wird von SM-Liebhabern bevorzugt.

Die „zweite Haut“ – Lack, Latex, Gummi und Co.

Eine Spezialität, die ursprünglich nur Männer wollten, die im „Fetischbereich“ zu Hause sind. Bei manchen Latexklamotten drückt sich der Körper deutliche sichtbar ab, sodass es so aussieht, als würdest du eine „zweite Haut“ tragen – nur, dass sie sich anders anfühlt für deinen Lover. Meistens schwitzt du darunter – aber gerade das mögen die Kerle, die darauf stehen.

Wirken: Überwiegend optisch, taktil sehr sehr interessant für Männer, die wild auf die genannten Stoffe sind, ansonsten bei gewissen Fetischisten äußert beliebt.

Und mehr ..?

Mehr und ausführlicher: Können wir. Schreibt uns, was ihr lesen wollt. Und: Wir hatten noch keine Korsetts, Negligés, Baby Dolls, High Heels oder Bettstiefel …

Gehe niemals mit jemandem aus …

Nein, nein ... geh 'niemals mit ihr aus ...
Gehe niemals mit jemandem aus … der acht Jahre jünger oder älter ist als du. Sagt jemand, der sich für schlau hält. Ist es wirklich so klug, die Grenzen so eng zu setzen?

Oh, es gibt es eine neue Regel für die Partnersuche. (Gibt es immer noch nicht genug?) und sie heißt:

Gehe niemals mit jemandem aus, der acht Jahre jünger oder acht Jahre älter ist als du.


Damit Ihnen das Rechnen erspart bleibt:

- Wenn Sie 18 sind, geht‘s nur nach oben – bis 26.
- Sind Sie 28, dann ist der Toleranzbereich 20 bis 36.
- Sollten sie 38 sein, so ist es 30 bis 46.

Klingt nicht gut, nicht wahr? Ziemlich einschränkend, was den Erfahrungstransfer betrifft. Und warum wird dergleichen veröffentlicht? Wissen wir nicht.

Ein gewisser Scott Spinelli, der von sich behauptet, gegen 30 Jahre alt zu sein, hat es irgendwann einmal geschrieben. Zuerst erschienen ist es – in „Elite Daily“, das sich selbst als „Magazin für die Y-Generation“ bezeichnet, und die „Freundin“ hat es irgendwie gelesen und hielt dies (und Herrn Spinelli) für wichtig. Also dieser Herr Spinelli meint, er hätte schon viele Dates gehabt, aber offensichtlich waren all seine Damen, die er hier meint, wesentlich jünger. Ja, und mit denen hat er sich wohl nicht so recht verstanden.

Oh, natürlich. Wenn jeder dritte Satz der jungen Dame ist: „Meine Eltern meinen“, oder „mein Professor sagt immer“ oder sie sich ständig auf eine der gängigen Fernsehserien bezieht, dann wird es wohl nichts mit der Beziehung. Und mal ehrlich, auch im Bett stört es kolossal.

Doch wie war’s noch umgekehrt? Wenn der junge Mann sich einmal nach Strich und Faden von einer Dame verwöhnen lässt, die mehr als acht Jahre älter ist? Und die ihm Möglichkeiten der Liebe, der sozialen Umgebung oder der Karriere aufzeigt, auf die er zuvor nie gekommen wäre?

Sagen wir’s doch mal so: Wenn ohnehin erst im Alter von etwa 30 Jahren geheiratet wird, warum solle sich eine junge Frau oder ein junger Mann nicht die lange Zeit zuvor vergnügen, mit wem sie oder er es will? Ausgehen heißt ja nicht gleich heiraten ... oder?