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Warum machen dich Schläge auf den Po an?

Bei der Dominanz liegen lustvolle Schläge meist im unteren Drittel
Mancher von euch quellen die Augen über vor Entsetzen, wenn ihr an Schläge denkt: Angst, wegducken, leiden und weinen. Und zornig sein auf die Menschen, die euch geschlagen haben. Und einigen von euch glänzen die Augen vor lustvoller Sehnsucht, wenn das Wort fällt. Wir haben nachgesehen und Gründe gefunden, warum sich jemand gerne schlagen lässt und warum jemand eine Person gerne schlägt, die Lust dazu hat. Und: Wir machen es kurz. Drei Mal „PRO“ für aktiv und passiv und je ein Mal kontra.

Für Empfänger:

Pro bekommen: Sanfte Schläge durchblutet den Unterleib

Es ist überhaupt keine Frage, dass leichte Schläge auf den Po den Unterleib durchbluten – und meistens führt dies auch zu mehr Lust. Wie heftig die Schläge ausfallen dürfen, ist individuell verschieden.

Pro bekommen: Es ist einfach schön, sich absolut hinzugeben.

Natürlich kannst du dich auch ohne Schläge hingeben. Aber die totale Hingabe an einen anderen Menschen, vielleicht noch „übers Knie gelegt“ hat eine andere Qualität – zumal, wenn du mit der Hand geschlagen wirst.

Pro bekommen: Der Kontrast ist erregend

Der Kontrast zwischen der Lust und dem leichten Schmerz ist erregend, auch, wenn du nicht „schmerzgeil“ bist.

Kontra bekommen: Du bist mental instabil

Psychisch krank, mental schwach, kaum Selbstbewusstsein? Betrunken oder bekifft? Dann lass es. Und: Versuche es gar nicht erst mit Fremden, die dich überreden wollen.

Für Geber

Pro geben: Die Lust, heftige Lust zu verschaffen

Wenn du weißt, dass es der/die andere liebt, dann kann es ein Gewinn für dich sein, der anderen Person diesen Liebesdienst zu erweisen.

Pro geben: Die Lust daran, „oben“ zu sein

„Spanking“ oder „Poschläge“ sind ein Zeichen der Macht. Wer sie ausführen darf, der empfindet eine gewisse Befriedigung, eine Entlastung vom Alltag. Wenn’s der ander gerne hat, ist es die ideale Kombination.

Pro geben: Es verbindet beide in Körper und Psyche

Schläge sind etwas Körperliches, das auch etwas Psychisches ist. Und etwas Psychisches, das auch etwas Körperliches ist. Wenn Körper du Psyche zugleich in Wallungen geraten, entsteht eine neue Verbindung zwischen beiden Partnern.

Kontra geben: Du bist wütend oder unkontrolliert

Wenn du wütend auf Frauen oder Männer bist, oder sonst oftmals die Beherrschung verlierst –lass es bleiben. Der/die andere vertraut dir und erwartet, dass du genau weißt, was du tun darfst und was nicht.

Was ich lernte:

Zum Bedenken: jede(r) erwartet etwas anderes, wenn das Spiel beginnt: Mal gehört Sex dazu, mal auf keinen Fall. Mal eine lange Vorbereitung mit geziertem Entkleiden, mal den unmittelbaren Kontakt mit dem Po. Manchmal ein Rollenspiel und manchmal das nackte, direkte Gefühl ohne Drumherum.

Und - wie ergeht es dir?

Die Psyche lehren und den Körper dazu nutzen?

Über den Körper die Psyche verändern?
Die Psyche lehren und den Körper dazu nutzen? Was meinst du? Ist es für dich richtig?

Der Körper zu erforschen kann auch heißen, die Psyche herauszufordern. Denn wenn du deinen Körper von der Kleidung befreist und ihn dem Geliebten oder der Geliebten preisgibt, lernt auch der Kopf dazu, was mit dir möglich ist und was dir gut tut. Das heißt; wenn du deinen Körper öffnest, öffnest du auch deine Psyche für erregende Gefühle.

Meistens ist es ja so: Da ist irgendwo eine Schamgrenze, von der du gar nicht weißt, warum sie eigentlich dort ist. Sie hindert deine Gedanken, und sie blockiert deine Gefühle. Doch wenn du deinen Körper sinnlichen Berührungen aussetzt, dann schwinden die Hürden.

Angebliche Tabus, Schamgrenzen oder der Gedanke, dass etwas unmöglich ist, kann durch Berührungen widerlegt werden. Du kannst dein wahres Selbst finden, deine wirkliche Orientierung, oder aber auch nur die Art von Rolle, die du gerne während deiner Lust spielen würdest.

Die Erfahrung, sich fallen lassen zu können und die Psyche einfach auf „Sinneseindrücke“ einzustellen, während sich dein Körper für Berührungen öffnet, ist oft überwältigend. Probier es mit einem liebevollen Menschen aus, der ganz auf dich eingeht und bei dem du dich absolut sicher fühlst – dann ist es eine Offenbarung.

Deine Meinung? Sollten wir die Psyche empfänglicher machen, indem wir den Körper für Berührungen öffnen?
Bild: Nach einer anonymen historischen Zeichnung

Handschellen gehören nicht ins Handgepäck

Die Handschellen sollten besser zu Hause bleiben


Wer viel fliegt, der weiß: Mitnehmen darf man im Handgepäck fast nichts mehr, das irgendwie feucht oder scharf ist. Und etwas war den Briten viel zu scharf: Plüschhandschellen. Neben Marmite, einer vegetarischen Würzpaste, die fast nur im Vereinigten Königreich bekannt ist, und acht anderen Produkten landeten die Plüschhandschellen unter den 10 meistkonfiszierten Produkten im London City Airport. Der Flughafen in der Nähe der Canary Wharf wird hauptsächlich von kleineren Jets aus Europa angeflogen.

Quelle: The Guardian.

Der Ursprung der Welt – von der Vagina, der Klitoris und mehr

Die Welt hat ihren Ursprung – nun ja, wenn jetzt unsere Welt gemeint ist, dann hatte sie ihren Ursprung in einer Vagina. Grob gesprochen.

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Die Autorin Liv Strömquist zeichnet die Kulturgeschichte der Vulva nach – in Comics. Dabei führt sie uns Ärzte und Psychotherapeuten vor, die alle sehr geschwätzig und zumeist unqualifiziert über Vulva, Vagina und Klitoris schwadroniert haben – und lässt auch den Biologieunterricht unserer Zeit nicht aus.

Ob das Buch ein bisschen zu feministisch ist? Mag sein. Aber die Darstellung eignet sich jedenfalls, um Vor- und Fehlurteile abzubauen. Und das ist auch der eigentliche Sinn. Eine Leseprobe finden Sie hier.

Extreme und das angebliche Überschütten mit Liebe

Du hast einen neuen Mann kennengelernt? Herzlichen Glückwunsch!

Ach, und er ruft nie von sich aus an, und wenn du ihn anrufst, versucht er das Gespräch abzukürzen. Erfragt dich nie was, weil er nur mit sich selbst beschäftig ist, und er hört dir nie zu. Und er überlässt dir das Arrangieren von Dates?

Er mag nichts, was du magst, ist egoistisch und unhöflich, achten nur auf seine Befriedigung und vögelt dich ganz fürchterlich schlecht?

Er will nicht, dass du seine Eltern kennenlernst, und weigert sich, mit dir in Urlaub zu fahren?

Du hast deinen Traummann gefunden!

Ach, du denkst anders darüber? Vielleicht so:

Du hättest gerne jemanden, der sich mehrfach am Tag meldet, Fragen stellt, zuhört und interessiert ist? Der alles mag, was du auch magst? Der dir richtig tollen Sex schenkt und der dich seinen Eltern vorstellen will?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Mann meschugge ist, was man auch so schreiben kann:

Was du da erlebst, könnte ein Fall von manipulativem Love Bombing sein – ein ernstes Warnzeichen für eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.


Ja, was war nun das? Eine Einschätzung einer Einschätzung, die auf einer Einschätzung beruht, die auf allerlei Wegen übers Internet verbreitet wurde. Was dahinter steht? Ein Artikel in „Psychology Today“, der allerdings nicht unmittelbar etwas mit der Partnersuche zu tun hat, sondern von manipulativen Männern handelt, die sich auf Frauen mit schwachem Selbstbewusstsein konzentriert haben. Diese werden mit Liebe überschüttet, weshalb man das Ganze auch „Love Bombing“ nennt. Dieser Artikel animierte nun zahllose Autorinnen und Autoren dazu, das Märchen vom „Dating-Trend“ zu verbreiten.

Das gelang mithilfe von Amateur- und Küchenpsychologie. Die Frauen und Männer, die’s schreiben, meinen es ja gut mit dir. Und am Ende haben sie für dich den Spruch, der offenbar als Allheilmittel für Dating-Entäuschungen stehen soll:

Wenn deine Intuition sagt, da stimmt etwas nicht, dann stimmt da auch meist wirklich etwas nicht.


Womit mal wieder nichts gesagt, aber viel geschrieben wäre. Denn dieser Spruch, vielfach gehört und immer wieder nachgeplappert, gilt für den Umgang, den gesunde, selbstbewusste, kritische junge Frauen im Alltag mit Männern an den Tag legen. Das Phänomen „Love Bombing“ wird in einer anderen Liga bespielt, in der höchst manipulative Kräfte (meist Männer) die Defizite anderer gezielt und mit Vorsatz ausnutzen.

Wenn du nun den ersten Teil dieses Artikels noch einmal liest, dann wirst du finden, dass alle Extreme deswegen schlecht sind, weil sie Extreme sind. Nichts zu bekommen, ist schlecht, und alles zu bekommen, kann auch schlecht sein. Unser Alltag wird aber höchst selten in Extremen gelebt – und deswegen – vergiss „Love Bombing“.

Zitate aus "Wunderweib"

Ähnlich spekulativ in: Beziehungsweise

Die Quelle, aus der ursprünglich fast alles weiterverbreitetet wurde: The Sun.

Die Ur-Quelle mit echter Psychologie: Psychology Today.