Skip to content
Werbung Email:

Warum sexuelle Lust die Sichtweise verändert

Als etwas erscheinen, was man nicht ist - um jemanden anzuheizen?
Warum sexuelle Lust die Sichtweise verändert - und auch dein Dating-Verhalten

Wahrscheinlich hat es jede Frau schon mal erlebt: Wenn ein erotisch attraktiver Mann durch die Tür kommt, verändert sich das weibliche Verhalten erheblich. Im Grunde genommen wird diese Verhaltensweise nur Männern zugeschrieben – doch wer es auch nur einmal an Frauen erlebt hat, wird wissen, wie aufgeladen die Atmosphäre plötzlich wirkt.

Forscher waren schon immer der Meinung, dies läge daran, dass sofort eine Art „verdeckter Wettbewerb“ um den attraktiven Mann oder die attraktive Frau entstehen würde.

Studie bestätigt: sexuelle Lust führt zu temporären Verhaltensänderungen

Eine Studie zeigt nun, dass Menschen nahezu alles tun würden, um für die „attraktive fremde Person“ interessant zu wirken. Und es geht dabei auf gar keinen Fall um Beziehungen, sondern – um sexuelle Lust.

Die Forscherin Gurit E. Birnbaum schreibt dazu (Zitat):

Wenn dein Sexualsystem aktiviert wurde, regt es dich auch dazu an, , dich im bestmöglichen Licht zu zeigen. Das bedeutet, dass du einem Fremden Dinge über dich erzählst, die dich besser erscheinen lassen, als du wirklich bist.

Mit anderen Worten: Du entwirfst im anderen ein Trugbild von dir, damit er (sie) mit dir schläft.

Warum auf die Partnersuche nun Schatten fallen

Die Forschungen (und nicht nur sie) werfen harte Schatten auf das, was wir als „Partnersuche“ erleben. Die erste Wahl unter verschiedenartigen Partnern ist demzufolge jener(r), der die stärkste sexuelle Ausstrahlung hat und sie auch in uns wachrufen kann. Dann erst folgt all das, was wir an Worten und authentischem Verhalten an den Tag legen. Dies kann nun ohne Zweifel zu Ergebnissen führen, die nicht erwünscht sind: Dates enden mit einem ONS, einem „durchgevögelten“ Wochenende oder einer Affäre.

Auf die eigenen Absichten achten - dann geht alles klar

Nicht gegen Dates, die allein aus der Absicht entstehen, Affären zu haben – bei ihnen halten beide Partner eine gewisse Distanz. Aber bei Partnern, die sexuell aufgeheizt auf ein normales Date gehen und sich dabei verstellen, um „angenommen“ zu werden, machen sich Illusionen – und genau die sind gefährlich.

Hinweis: Zum besseren Verständnis erwähne ich hier noch, dass es stets um die eigenen verdeckten Absichten geht – nicht um die des Partners. Ich höre oft, dass der Partner „Schuld“ am spontanen Entschluss zum Sex gewesen sei. Das ist ziemlicher Unsinn. Attraktive Frauen und Männer schlafen entweder mit ihren Dates oder sie tun es nicht – sie haben ja in jeder Hinsicht die Wahl. Was auch heißt: Eigentlich haben sie keinen Grund, mit DIR zu schlafen. Wenn du dir das überlegst, wirst du auch verstehen, dass DU der Verursacher der Ereignisse warst.

Der Misserfolg beim Dating – kann er behoben werden?

Drei Meldungen erreichten mich beinahe parallel: die Aussagen eines Mannes, der nie ein Date bekam. Dann die einer Sexologin, die jemandem zu beraten versuchte, der einen Fußfetisch hat und nicht damit zurechtkommt. Und schließlich ein Interview mit der Schweizer Sexologin und Psychotherapeutin Dania Schiftan.

Sie erklärte die Chancen bei der Partnersuche zunächst mal mit einem Männerformat (1):

Bei einem Fußballspiel mit vielleicht 50 Torchancen fallen letztlich effektiv zwei, drei Tore. Man vergisst oft, dass das beim Dating auch so sein darf. Wir haben so Angst vor Ablehnung, dass wir nach den ersten zwei Körben schon finden, uh nein, das ist gar nichts für mich.


Warum du viele Chancen benötigst, um einmal zu einer Beziehung zu kommen

Seht mal, das ist wirklich verständlich – und eben auch selbstverständlich. Ich glaube persönlich, dass du die 1: 25 Chance auf ungefähr 1: 10 reduzieren kannst. Genau so kann es aber auch sein, dass bei dir nur bei jeder 50sten Torchance der „Ball ins Netz“ kommt. Was du dir in jedem Fall merken kannst: Nicht jeder Schuss ist ein Treffer, und nicht jedes Date führt zu irgendetwas – geschweige denn zu einer dauerhaften Beziehung.

Ablehnungen, volkstümlich auch „Körbe“ genannt, gehören zum Leben wie Erfolge. Das heißt: Wer den Erfolg will, muss auch in der Lage sein, Niederlagen zu verkraften. Noch besser: Du wächst an den Erfahrungen, die du aus Niederlagen gewinnst.

Mit der Tür ins Haus fallen heißt "auf die Nase fallen"

Einer der Hauptprobleme scheint zu sein, dass manche Männer (übrigens auch Frauen) mit der „Tür ins Haus“ fallen. Klartextlich: Sie zeigen nicht zuerst an der Person Interessen, sondern an ihrer Begierde, Leidenschaft oder auch ihrem Fetisch.

Also: Jeder Mensch will als Person geliebt werden. Wer gleich deutlich macht, dass er nur eine „feuchte Muschi“ sucht, oder, falls Fetischist, einen Fuß zum Belecken, muss sich nicht wundern, wenn er abgewiesen wird. Jede Frau, sogar die eine oder andere Escort-Frau, freut sich darüber, als Person behandelt zu werden. Und Frauen, die aus auf Langzeitbeziehungen oder Ehen aus sind, erwarten diesen Respekt über lange Zeit – das heißt: vor allem jetzt und hier.

Auch Frauen brüskieren mit Wünschen und Vorstellungen

Umgekehrt gilt das natürlich auch: Wenn der zweite Satz einer Frau ist: „Du willst doch sicher heiraten, nicht wahr?“ Oder „hast du dir schon mal überlegt, ob du bald Kinder möchtest?“, dann ist der Ofen voraussichtlich aus. Jeder braucht Zeit, um den anderen kennenzulernen. Wer sich nicht einmal diese Zeit nimmt, erlebt Enttäuschungen.

Nie ein Date bekommen - immer nur "ungenügend" nach einem Date sagen

„Nie ein Date zu bekommen“ hat so viele Ursachen, dass man einen ganzen Katalog erstellen könnte – und selbst dann wäre das individuelle Problem des (der) Suchenden nicht gelöst. Aber so viel ist sicher: Gefunden werden zu wollen oder von Ablehnungen enttäuscht zu sein, sind die beiden Hauptgründe, um schnell wieder aufzugeben.

Das Hauptproblem mancher Frauen ist gegenwärtig die „Selbstüberschätzung“. Sie glauben, durch eine Kombination von akademischer Ausbildung und passablem Aussehen einen Anspruch auf eine besonders hervorstechende Partnerschaft zu haben. Solche Ansprüche lassen sich aber nicht durchsetzen.

Kann der Misserfolg behoben werden?

"Der Misserfolg beim Dating – kann er behoben werden? " vollständig lesen

Partnersuche: Gefunden werden wollen

Jüngst wurde ich gebeten, eine Frage zum Online-Dating zu beantworten. Es war nicht DIE FRAGE, aber ich habe dennoch DIE ANTWORT nachgeschoben:

Suchen ist seliger als gefunden werden wollen.


Irgendwie habe ich von den Meinungen anderer gelernt, dass auch „Jungs“ (Männer jeden Alters, wer sonst) sich vorstellen, „irgendwie gefunden“ zu werden. Was dazu führen kann, mit jedem beliebigen Schrott geködert zu werden. Von „schicke erst mal Mäuse rüber“ bis „wir hätten da noch so einen Klub, in man man sich treffen kann.“

Frauen saßen lange Zeit auf den gleichen Bahnhöfen. Sie erwarteten, dass ein ICE sie auf einem Provinzbahnhof abholen würde. Ihr wisst sicher, dass sie in der Provinz (hoffentlich) nicht halten. Stattdessen haben findige Jungs (ja, wieder jeglichen Alters) sie in ihre Kuschelabteile gelockt und am Ende der Reise wieder rausgeschmissen.

Und all das ist so gewesen, weil sie bitteschön „gefunden“ werden wollten.

Also - bitte merken: Suchen heißt nicht, auf Provinzbahnhöfen zu warten, bis ein ICE hält.

Geschwätziges über Dates – aus den USA

Dating-Consultants sind nicht etwa „so was von gestern“, wie man annehmen könnte, sondern sie fühlen sich völlig uptodate. Zumal, wenn man plant, von jedem Klienten „ab“ 1.750 US-Dollar pro Monat zu kassieren.

Doch was derzeit die Runde macht ist nicht ihr Geschäftserfolg –der sei ihr gegönnt, wenn sie 2020 ihr Geschäft eröffnet. Die hohen Kosten werden, wie ich glaube, kaum die Armen treffen.

Drei einfache Regeln für ein Date?

Nein, sie hat eine neue Philosophie aufgestellt, die nach dem Motto „Make it Simple“ antritt: Nur drei Regeln hält sie für essenziell:

Das erste Date ist sozusagen ein „Probedate“. Deswegen sollte nicht länger als 30 Minuten dauern und ein Kaffeehaus- oder Bistro-Date sein: Kaffe oder Saft – und nicht länger als 30 Minuten. Für Europäer: Diese Regel ist neun – normalerweise lädt der Mann in den USA zum Dinner-Date ein.

Der zweite Rat ist, auf keinen Fall Sex beim zweiten Date zu haben (also eigentlich beim ersten „richtigen“ Date. Das hält die Dame für so wichtig, dass sie warnt: „Wenn Sie dieser Regel verletzen, wird es schlimm ausgehen – es ist zu viel und zu früh. Sie wissen noch zu wenig über die Person.“ Das ist nichts anderes als das, was die erzkonservativen Benimmbuch-Schreiberinnen den USA auch wissen wollen.

Den dritten Rat kennen wir ebenso: Google die Daten deines Dates. Wer selten auf sozialen Netzwerken unterwegs ist, ist klar im Vorteil: Von ihm gibt es wenig Daten. Da muss Madame oder Monsieur schon selber herausfinden, wen der andere ist. Ich bin nicht im Prinzip dagegen, Namen zu Googlen, aber die Aussagefähigkeit kann alles hergeben: von fast gar nichts bis alles – Falschbeurteilungen von Nerds durchaus inbegriffen.

Vorentscheidung in 30 Minuten?

De grüßte Schwierigkeit scheint mir im 30-Minuten-Date zu liegen. Und das wiederum beruht darauf, dass ein Erstgespräch über das „Zusammenfinden“ zwar Ähnlichkeit mit einem Bewerbungsgespräch hat, es aber dennoch nicht das Gleiche ist. Weder die nötigen direkten Informationen noch die Entwicklung minimaler Emotionen kann innerhalb von 30 Minuten überprüft werden – zumal, weil „Dater“ ja keine Frageprofis sind. Wenn ein erste Date nur 30 Minuten dauert, dann ist es so gut wie schief gegangen. Alle Dates, bei denen seitens der Damen wenigsten ein rudimentäres Interesse bestand, dauert länger als 30 Minuten.

Keine Regel ist die beste Regel

Ich sag es noch mal deutlich: Die einzige Regel für Dates (egal, wann, wo und über welches Medium) ist die, dass es keine Regeln gibt. Jeder entscheidet spontan, was er wann und wie möchte und ob der andere dazu bereit ist. Klar gibt es Sicherheitsregeln und Reißleinen – aber die gelten nicht nur für Dates. Und die Liebe? Sie entwickelt sich völlig unabhängig von jedem Regelwerk dieser Erde.

Grundinformationen: B-Insider.de Auch in Englisch über den angegebenen Link.

Was ich auf Dates nie hören wollte

Was ich auf Dates nie hören wollte - aber jetzt gehört habe:

Kann es sein, dass du mit mir flirtest?


Gestern gehört und beinahe vergessen. Heute wieder hochgekommen. Frage an die angeblich Partnersuchenden, die das gut finden:

Ja. Was denn sonst?


Zugucken, wie die Frau (oder der Mann) das Essen in sich rein mampft? Brav zuhören, was sie/er zu erzählen hat? Lieb die Fragen beantworten, die sie/er stellt?

Vielleicht auch. Aber eben auch flirten.

Seit Jahr und Tag höre ich diese schrägen Vögel (Pardon: Menschenkenner), die uns ständig sagen: „Online-Dating zerstört die Romantik.“

Und dann flirtet mal jemand … und es ist auch nicht recht. Wisst ihr was? Bleibt lieber allein, wenn ihr nicht aushaltet, dass jemand mit euch beim Date flirtet - so wahr ich Geza heiße.