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Eine Reiterin – die ideale Beziehung?

Nein, alles, was ihr jetzt denkt, ist falsch. Es geht nicht um den Umgang mit Gerten, nicht um das Aufsitzen und auch nicht um irgendeine Form der Erziehung störrischer Großmäuler. Sondern um etwas, das wirklich wichtig ist, und da zitiere ich doch mal aus dem Vollen:

Wir haben ein außerordentlich gutes Einfühlungsvermögen, können Körpersprache interpretieren und uns in andere hineinversetzen. Wir verstehen also auch unseren Mann. Und falls es mit der zwischenmenschlichen Kommunikation mal nicht ganz so gut klappt, kann er ja mal die Ohren anlegen, das klappt garantiert.


Die Körpersprache des Pferdes ist – das wissen nicht nur Pferdeflüsterer – ausgesprochen differenziert. Und der Mensch? Er ist ja eigentlich dumm, wenn es um nicht-verbale Kommunikation geht. So dumm, dass er sogar auf Pferde hereinfällt, was man oft im Zirkus beobachten kann – dann nämlich, wenn das „kluge“ Pferd Rechenaufgaben löst.

Die Punkte, die für eine Reiterin als Freundin sprechen, sind übrigens sehr humorvoll - leider habe ich sie erst jetzt entdeckt. Ihr werdet die Ohren anlegen, wenn ihr's lest.

Die Liebe ist nicht, was in der Zeitung darüber steht

In der Zeitung lese ich von Liebes-Trend, Dating-Trends und ab und an von Sex-Trends.

Für Journalisten ist alles, was sie über Liebe schreiben, entweder „Mainstream“ oder „Abweichung vom Mainstream“. Wenn Sie nun glauben, der „Mainstream“ sei wirklich das, woran sich alle orientieren, begehen Sie bereits einen Fehler. Es ist das, woran sich ein paar Frauen und Männer orientieren, die glauben, so gebildet und vorbildhaft zu sein, dass sie die Trends setzen. Denn nur diese Personen sind den Journalistinnen und Journalisten bekannt.

Die Abweichung vom Mainstream? Da eignen sich Jugend, Alter, Pubertät, Inkontinenz, Bi-neugierige oder Puffgänger. Und im Detail dann auch wohl Fesselungen, Rohrstockschläge und Natursekt.

Die Wahrheit ist einfach, aber die Erfahrungen sind schwer zu erreichen

Und in Wahrheit? Da ist alles völlig anders. Da wuseln sich Mädchen wie Jungen irgendwie „so durch“ um das Nötigste an Kenntnissen und Erfahrungen zu gewinnen. Vor allem müssen junge Leute lernen, ihre Gefühle auch dann noch halbwegs zu verstehen, wenn die körpereigenen Drogen längst die Kontrolle übernommen haben. Ich denke, jeder von Ihnen weiß, dass er dabei fast ausschließlich auf sich selbst gestellt war.

Simple, schnelle Entscheidungen in der Liebe

Es sind die simplen Dinge, die entschieden werden müssen, und zwar in kürzester Zeit bei noch vorhandenem Restverstand. Ausziehen oder bekleidet bleiben? Zungenküsse zulassen oder verbieten? Brüste anbieten oder verweigern? Oralverkehr erproben oder brüsk ablehnen? Und wie war die Sache mit der Verhütung?

Es geht niemals wirklich um Moral

Eine der einfachen Wahrheiten, die jeder weiß, aber kaum jemand ausspricht: Es geht nie um Moral. Es geht immer um den Moment, indem die Begierde mit der Vernunft kämpft und die Neugierde gegen die Vorbehalte. Und daraus entstehen eben sinnliche Lebensentwürfe: Was will ich schenken, was will ich eintauschen, wie stark sind meine Emotionskonten bereits belastet? Oder ist da noch so viel auf der Habenseite, dass ich ein wenig davon auszahlen kann, ohne Pleite zu gehen?

Das alles ist nicht extrem, sondern völlig normal. Beim Sex kommt es auf die schönen Momente an, in denen die Lust zu einem gigantischen Klangteppich ausgerollt wird, der kurz danach zusammenbricht. Für die meisten Menschen ist klar, wie nahe nun Lust und Frust beieinanderliegen, und sie halten dies für normal. Andere fühlen sich nun ausgebeutet, ausgelaugt, ihrer emotionalen Pennys beraubt, weil sich der Vorhang nun schließt.

Um im Bild zu bleiben: Wenn Sie Emotionen „auf Pump“ eingekauft haben, dann geht es Ihnen wie einem schlechten Schuldner: Irgendwann sperrt Ihnen ihr Körper das Konto.

Ich hoffe, Sie haben bis hierher weitergelesen, und ich hoffe auch, dass es für Sie erhellend war. Was hier über die Liebe steht, haben Sie garantiert noch nie in der Zeitung gelesen – außer in der Liebeszeitung. Und ich garantiere Ihnen, dass es die Wahrheit ist: Je mehr Sie sich um Ihre Emotionskonten kümmern, umso sicherer sind Sie, wie viel davon sie ausgeben können.

Extreme und das angebliche Überschütten mit Liebe

Du hast einen neuen Mann kennengelernt? Herzlichen Glückwunsch!

Ach, und er ruft nie von sich aus an, und wenn du ihn anrufst, versucht er das Gespräch abzukürzen. Erfragt dich nie was, weil er nur mit sich selbst beschäftig ist, und er hört dir nie zu. Und er überlässt dir das Arrangieren von Dates?

Er mag nichts, was du magst, ist egoistisch und unhöflich, achten nur auf seine Befriedigung und vögelt dich ganz fürchterlich schlecht?

Er will nicht, dass du seine Eltern kennenlernst, und weigert sich, mit dir in Urlaub zu fahren?

Du hast deinen Traummann gefunden!

Ach, du denkst anders darüber? Vielleicht so:

Du hättest gerne jemanden, der sich mehrfach am Tag meldet, Fragen stellt, zuhört und interessiert ist? Der alles mag, was du auch magst? Der dir richtig tollen Sex schenkt und der dich seinen Eltern vorstellen will?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Mann meschugge ist, was man auch so schreiben kann:

Was du da erlebst, könnte ein Fall von manipulativem Love Bombing sein – ein ernstes Warnzeichen für eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.


Ja, was war nun das? Eine Einschätzung einer Einschätzung, die auf einer Einschätzung beruht, die auf allerlei Wegen übers Internet verbreitet wurde. Was dahinter steht? Ein Artikel in „Psychology Today“, der allerdings nicht unmittelbar etwas mit der Partnersuche zu tun hat, sondern von manipulativen Männern handelt, die sich auf Frauen mit schwachem Selbstbewusstsein konzentriert haben. Diese werden mit Liebe überschüttet, weshalb man das Ganze auch „Love Bombing“ nennt. Dieser Artikel animierte nun zahllose Autorinnen und Autoren dazu, das Märchen vom „Dating-Trend“ zu verbreiten.

Das gelang mithilfe von Amateur- und Küchenpsychologie. Die Frauen und Männer, die’s schreiben, meinen es ja gut mit dir. Und am Ende haben sie für dich den Spruch, der offenbar als Allheilmittel für Dating-Entäuschungen stehen soll:

Wenn deine Intuition sagt, da stimmt etwas nicht, dann stimmt da auch meist wirklich etwas nicht.


Womit mal wieder nichts gesagt, aber viel geschrieben wäre. Denn dieser Spruch, vielfach gehört und immer wieder nachgeplappert, gilt für den Umgang, den gesunde, selbstbewusste, kritische junge Frauen im Alltag mit Männern an den Tag legen. Das Phänomen „Love Bombing“ wird in einer anderen Liga bespielt, in der höchst manipulative Kräfte (meist Männer) die Defizite anderer gezielt und mit Vorsatz ausnutzen.

Wenn du nun den ersten Teil dieses Artikels noch einmal liest, dann wirst du finden, dass alle Extreme deswegen schlecht sind, weil sie Extreme sind. Nichts zu bekommen, ist schlecht, und alles zu bekommen, kann auch schlecht sein. Unser Alltag wird aber höchst selten in Extremen gelebt – und deswegen – vergiss „Love Bombing“.

Zitate aus "Wunderweib"

Ähnlich spekulativ in: Beziehungsweise

Die Quelle, aus der ursprünglich fast alles weiterverbreitetet wurde: The Sun.

Die Ur-Quelle mit echter Psychologie: Psychology Today.

Was trägt der Mann zum erotischen Date „drunter“?

Um Himmels willen! Fast jede Frau fragt sich, was sie „drunter“ trägt – für den Fall der Fälle, denn der tritt erfahrungsgemäß häufiger ein, als es die Etepetete-Beraterinnen der Online-Dating-Fuzzys wahrhaben wollen. Na, und wir wissen: Von Nix über Ouvert über chic-erotisch bis hin zu bequem wird alles behauptet. Wer’s wissen will: entweder chic oder sexy macht sich am besten – notfalls ein paar frivolere Klamotten im Handtäschchen mitnehmen, die du im Bad schnell wechseln kannst.

Nun aber zu den Jungs. Am besten angezogen bist du mit eleganten, schwarzen, glatten Pants, die nicht gleich alles zeigen, was sich wölbt. Sie sehen auch „moderat sexy“ aus, weil sie den Blick auf den Schritt lenken, ohne aufdringlich zu wirken. Und der glatte Stoff lädt auch zum Streicheln ein – nur mal so nebenbei.

Klar kommt es auf den Typ Mann an – aber wenn du athletisch, aber nicht muskulös bist, ist Eleganz die beste Unterkleidung für „unten herum“. Am blödesten sind Pants, nicht einmal die Hoden richtig bedecken – das ist leider bei sehr vielen betont engen Höschen der Fall, die eher aussehen wie Penisbeutel. Und wirklich lächerlich ist es, wenn du „ohne“ gehst – das kommt nur in Porno-Filmen gut.

Manchmal mögen Frauen, wenn die Pants viel vom nackten Knackarsch zeigen, aber dann sollten sie aber eher zurückhaltend geschnitten sein, sonst sehen sie „schwul“ aus.

Ach so – auf Schwarz sieht man kaum „Bremsspuren“ – auch das trägt sehr dazu bei, dass dich die Frau für begehrenswert hält, wirklich. Vielleicht trägt das auch dazu bei, dass sie weniger Scheu davor hat, dich ein bisschen oral zu verhöhnen. Könnet immerhin sein.

Also: zum ersten Date am besten sportlich-elegant „unten herum“ und alles aus weichem Material, das Frauen viel lieber anfassen als raue Stoffe. Wenn sie dann darauf steht, dass du Pants aus Latex oder Leder trägt, sagt sie dir das früher oder später.

Ein möglicher Grund, warum wir die falschen Frauen treffen

Das Internet auszuwerten kann sehr hilfreich sein – und Seth Stephens-Davidowitz hat es getan. Und er hat eine Erkenntnis über Dating gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:

Viele Menschen versuchen nicht, den Menschen zu begegnen, die sie am meisten begehren. Sie versuchen vielmehr, die Leute zu treffen, von denen sie glauben, dass sie ihre Freunde damit beeindrucken können.


Aus ökonomischer Sicht ist dieses Verhalten völlig sinnlos, und dies gilt nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen. Eine große Anzahl der Frauen sucht tatsächlich einen Mann „zum Vorzeigen“.

Der Autor Stephens-Davidowitz macht dies am „Übergewicht“ fest und behauptet, dass viele Männer zwar etwas fülligere Frauen mögen würden, sich aber nicht trauten, sie vorzuzeigen. Aus diesem Grunde würden gar keine Treffen mit ihnen vereinbart. Für Männer ist dabei noch etwas anderes interessant: Für sie hat es eigentlich beim Online-Dating gar keinen Sinn, auf schöne, erotische attraktive und schlanke Frauen zu zielen. Die bekommt der „Durchschnittsmann“ sowieso nicht. Wenn er sie „jagt“, verschwendet er also nutzlos Energie, die er anderweitig besser einsetzen könnte.