Verführungen, Spiele und passive Lenkung

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 17. Mai 2013 • Kategorie: liebe an sich


So hätten es die Männer gerne - aber so läuft es nicht

Mein Versprechen, hier heute einen zweiten Artikel über die Verführungen zu schreiben, muss ich etwas einschränken. Der Hauptgrund besteht darin, dass unsere Leserinnen und Leser nichts dazu beigetragen haben, hier der Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen, sodass ich andere Quellen nutzen musste. Das ist sehr schade - ich hätte mich gerne mit Ihnen unterhalten.

Halten wir also fest, was bekannt ist:

1. Verführungen von Frauen durch Männer sind die populärsten „willkürlichen“ Verführungen. Zumeist wird dabei versucht, eine Frau innerhalb kurzer Zeit „ins Bett zu labern“, jedoch gibt es offenbar auch zahlreiche „romantische Verführungen“. Angeblich gibt es Seminare, Kurse oder Bücher für Männer, die Verführungen lernen wollen. Nach meinen Recherchen sind in den meisten Fällen die Anbieter die Gewinner, nicht die Kunden.
2. Verführungen von Männern durch Frauen sind differenziert zu sehen. „Unwillkürliche“ Verführungen, beispielsweise durch Flirtsignale, sind die Regel, aber willkürliche Verführungen sind selten. Mit anderen Worten: Frauen verführen häufiger als Männer, aber nicht durch verbale Ansprache. Daher kommt die Volksweisheit, Frauen würden nie oder sehr selten verführen.
3. Verführungen von Frauen durch Frauen gewinnen an Bedeutung. Meist versucht eine lesbische Frau, Kontakt zu einer Hetero-Frau (seltener zu einer Bi-Frau) herzustellen, um sie romantisch zu verführen.
4. Verführungen von Männern durch Männer gelten als relativ aussichtslos, vor allem, wenn der Verführer homosexuell und der zu verführende „streng“ heterosexuell ist.

Generell gelten Verführungen als Spiel, auch wenn sie nicht immer so bezeichnet werden. Die entschiedenen Motive bei der Vorstufe zur Verführung sind zumeist die Neugierde der Person oder eine „schlafende“ Begierde. Das bedeutet, dass die zu verführende Person wenigstens eine minimale Bereitschaft oder einen latenten Wunsch nach Sex haben muss, damit die Verführung gelingt. Frauen lassen Männer oft in dem Glauben, dass sie „einen Widerstand gebrochen“ hätten, obgleich sie den gesamten Verlauf der Verführung passiv lenkten.

Der Prozess „passiver Lenkung“(1), der nicht wirklich "passiv" ist, passt allerdings nicht in das Weltbild vieler Frauen, sodass sie vehement verneinen, so zu handeln, wenn man sie darauf anspricht.

Der Vorteil der/des Verführten liegt immer darin, sich später als „nicht verantwortlich“ zu bezeichnen, währen die Person, die verführt, als „schuldig“ betrachtet werden kann. Verführerinnen und Verführer müssen also über das nötige Selbstbewusstsein verfügen, um solche Vorwürfe an sich abblitzen zu lassen.

Trotz der Spielsituation entstehen aus Verführungen gelegentlich ernsthafte Konflikte zwischen den beteiligten Personen, zum Beispiel, weil der Verführer oder die Verführerin mit „gezinkten Karten“ gespielt hat. Es liegt mir fern, Einzelfälle zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Ich gebe aber zu bedenken, dass Erwachsene sich vorher überlegen sollten, ob sie mit einer Person intim werden wollen oder nicht – und dass es keine „einseitige Verantwortung“ dafür gibt.

(1) gemeint ist das Lenken aus der schwächeren Position heraus, das vom Stärkeren als "passiv" wahrgenommen wird.
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Können Männer andere Männer verführen?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Donnerstag, 16. Mai 2013 • Kategorie: lifestyle


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Ist es ein Tabuthema, die Verführung von Mann zu Mann zu behandeln? Wohl kaum, denn nahezu alle jungen Männer werden (ebenso wie junge Frauen) davor gewarnt, sich nicht mit männlichen Fremden einzulassen, auch wenn sie noch so süße Versprechungen machen.

Wenn es dann wirklich, meist im frühen Erwachsenenalter, zu solchen Begegnungen kommt, sind die Männer allerdings völlig verwirrt, und zwar ziemlich unabhängig davon, wie selbstbewusst sie sind. Das liegt daran, dass sie kein Erfahrungsrepertoire haben, aus dem sie schöpfen könnten. Zärtlichkeiten zwischen Männern sind, anders als Zärtlichkiten zwischen Frauen, im „gewöhnlichen“ sozialen Leben durchaus unüblich – was tut der Mann also, der plötzlich von einem anderen Mann begehrt wird?

Männer sind normalerweise leicht "homophob"

Soweit wir feststellen konnten, sind die meisten deutschen Hetero-Männer ausgesprochen homophob eingestellt. Außer im Sport, wo es schon mal zu Berührungen kommt, achten sie darauf, dass ihnen kein Mann „zu nahe kommt“. Wenn jemand homophob ist, und es auch keine sozial gestatteten zärtlichen Berührungen gibt, wie es in nördlichen Ländern allgemein üblich ist, weckt die Berührung durch einen anderen Mann äußert zwiespältige Gefühle.

Salamitaktik wie bei anderen Verführungen auch

Wir haben erfahren, dass Hetero-Männer von Männern mit einer ähnlichen „Salamitaktik“ verführt werden, mit der lesbische Frauen Hetero-Frauen „knacken“. Nachdem der Kontakt hergestellt wurde, wird zunächst eine gewöhnliche Freundschaft aufgebaut, gelegentlich auch eine bereits bestehende Freundschaft zu einem Hetero-Mann genutzt. Der verführende Mann erwähnt zunächst beiläufig, dass er Männer attraktiver findet als Frauen, und der zu verführende Freund wird in vielen Fällen nachfragen, wie er sich dabei fühlt. Wenn nicht, kann der verführende Mann nachfragen: „Ich hoffe doch, das ändert nichts an unserer Freundschaft?“ Die Antwort wird fast immer sein: „Nein, natürlich nicht“, gleich, ob es so gemeint ist oder nicht.

Die Lüge: Zwischen uns bleibt alles, wie es ist

Hier beginnt zugleich die Lüge: Selbstverständlich wird sich etwas an der Freundschaft ändern, und zwar unabhängig davon, wie sich die Beziehung weiter entwickelt. Entweder der Hetero-Mann zieht sich zurück, oder er geht irgendwann auf die Verführung ein – dann ist die Freundschaft zumeist beendet.

Die "finale Verführung" - alles nach Schema

Die „finale“ Verführung selbst entspricht dem üblichen Schema: Filme mit bisexuellen Inhalten, möglichst solche, in denen auch Frauen vorkommen, eigenen sich nach der Meinung von männlichen Verführern als Mittel zum „Anfüttern“, und ein wenig Alkohol ist auch fast immer im Spiel.

Selbstverständlich ist es trotz alledem nicht leicht für einen homosexuellen Mann, einen Hetero-Mann zu verführen, weshalb auch extreme Autoren dazu raten, dem Freund niemals „anal aktiv“ vorzuschlagen- angeblich 99,9 Prozent, so schreibt ein Autor im Internet, würden dies vehement ablehnen.

Einer der Haupttricks beruht auf einer Tatsache nämlich dieser:

Passive anale oder orale Kontakte mit Männern bedeuten nicht zwangsläufig, schwul zu sein.


Das stimmt zwar, wird aber in diesem Fall zum „einlullen“ verwendet, weil der zu verführende Mann dieses Bedürfnis ja nicht „von Grund auf“ hat.

Am Ende ist der Hetero-Mann der Dumme


Aus der Internet-Literatur kann man auch noch dies lernen: Wenn die Verführung, also das „Knacken“ eines Hetero-Mannes gelungen ist, verschwindet der Verführer am besten sofort und für immer, bevor es Komplikationen gibt.

All dies weist Parallelen zu den Trickverführungen auf, die Frauen und Männer an anderen Frauen erproben, zum Beispiel das einlullen in eine „Freundschaft“, die angebliche Aussicht auf eine langjährige Beziehung und am Ende das „Fallenlassen wie eine heiße Kartoffel.“
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Verführe dich selbst – und schreib' darüber

Geschrieben von © Isidor Fecekazi •Sonntag, 12. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Wenn du niemanden weißt, den du verführen könntest, und niemand dich verführt – was machst du dann?

Also, ich weiß, was ihr dann tut … ihr verführt euch selbst. Ihr denkt euch eine schöne Geschichte aus, wie sich Hände auf euch legen und Lippen euch küssen. Küssen kann man nicht alleine – na ja, es geht auch ohne. Aber Hände hat man ja selbst, oder? Ihr legt euch zurück und genießt es, nicht wahr? Ich weiß auch, dass es nicht immer eine romantsche Geschichte ist, die ihr euch ausdenkt. Die Liebe hat so viel Facetten.

Ich frage mich wirklich, warum so wenige von euch zugeben, es zu tun – und warum lasst ihr andere nicht an euren Gedanken teilhaben? Ja, ich weiß, dass es Bücher von Sextherapeutinnen gibt, die alles ziemlich genau beschreiben. Aber eure Gedanken? Sind sie nicht wert, veröffentlicht zu werden?

Zum Beispiel hier, in der Liebeszeitung?
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Frau trifft Frau: schnell oder nachhaltig verführt?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Freitag, 10. Mai 2013 • Kategorie: lifestyle


Frauen verführen anders, wenn sie Frauen verführen wollen. In der Regel verführt dabei ein lesbische Frau die Hetero-Frau. Ich setze als bekannt voraus, dass es recht viele bi-neugierige oder bi-positive Frauen gibt, die sich gerne verführen lassen. Gewiefte Verführerinnen lieben es aber, ihr Können an Hetero-Frauen zu versuchen. Die einschlägige Literatur lebt geradezu von der Spannung, die daraus entsteht, dass lesbische Frauen sich für Hetero-Frauen interessieren, doch darf sie nicht zum Maßstab der Realität genommen werden.

Formen der Verführung – auf die Absicht kommt es an

Insofern variieren die Verführungen je nach Alter, Absicht, Persönlichkeit und Begierden der Beteiligten. Es gibt also keine „typischen“ Verführungen von Frau zu Frau, und wie bei anderen Begegnungen auch, geht es manchmal darum, eine Frau zu „knacken“ und manchmal darum, sie zu einer langfristigen, intimen Beziehung zu verführen.

Während bei „harten“ und schnellen Verführungen vorwiegend die Neugierde genutzt wird, versuchen entsprechend veranlagte Frauen für Langzeitbeziehungen die Sehnsucht nach einer wirklich harmonischen, ein wenig romantischen Frauenfreundschaft auszunutzen. Die übliche Verfahrensweise für längerfristige Beziehungen ist die Kombination einer Charmeoffensive mit der Salamitaktik. Dabei wird die nötige „Korrektur“ der Werteskala, nicht per „Kurzzeit-Gehirnwäsche“ versucht, sondern mit einem nachhaltigen, aber sanften Austausch der Wertmaßstäbe der Person, die verführt werden soll. Ähnliche Verfahren werden auch von gefühlsorientierten Werbern für Sekten (Religionsgemeinschaften) versucht – teils mit Erfolg. Dabei wird die Wahrheit oft auf die jeweiligen Bedürfnisse „zurückgebogen“, wie dies im ersten Teil des Artikels bereits skizziert wurde („Ich verhelfe ihr doch nur zu dem, was sie schon lange wollte“).

Wie verführt eine Frau eine andere Frau nachhaltig?

Wir erhielten Einblick in die Methoden durch zwei beinahe identische Schilderungen, die sich nur im Ton unterschieden. Der erste Schritt bestand nach Ansicht der Autorinnen darin, der zu verführenden Frau „wie zufällig“ eine Freundschaft anzubieten. Diese Frauenfreundschaft wird dann zunächst mit frauenüblichen Aktivitäten vertieft, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Nach und nach kommen „kleine“ Geschenke dazu, die oft eine Spur zu „intim“ oder zu teuer ausfallen.

Die Verführerin behandelt ihre zukünftige Geliebte wie eine Freundin

Um einander näher zu kommen, sind spezielle Aktivitäten möglich: Shopping und gemeinsame Kinobesuche sind zumeist ohnehin willkommen, hinzu können Besuche von Bistros oder Bars kommen, schließlich kann es Einladungen zu Abendessen geben. Parallel dazu werden vorsichtig intime Themen berührt, sodass schon einmal überprüft werden kann, wie sensibel das „Opfer“ auf homoerotische Themen reagiert.

In der Regel ahnt die zu verführende Frau bei nachhaltigen Verführungen nicht, in welche Richtung sie gelenkt werden soll. Gewisse Intimitäten unter Frauen sind allgemein üblich, und die Verführerin muss diese Kraft nun nur noch lenken. Üblicherweise wird der letzte, entscheidende Schritt in der Wohnung der Verführerin vollzogen.

Sicherer Ort für den Erfolg: Die Wohnung der Verführerin

Die eigene Wohnung ist ja sozusagen der „intimste Bereich“ neben dem eigenen Körper, und selbst in ganz gewöhnlichen Frauenfreundschaften öffnen sich der Freundin die geheimsten Schatullen. Bei einer Frau, die Frau liebt, gibt es zumeist versteckte Hinweise auf die Liebe zu Frauen - seien es Bücher, Schriften, Gemälde, Fotografien, Ausstattungsgegenstände oder dergleichen. Ist die „Auserwählte“ nicht schockiert, ist der Rest ein Kinderspiel. Mit ein wenig Alkohol, Musik, Tanz und dem Hinweis darauf, dass „du doch jetzt nicht mehr heimfahren willst“ dürfte klar sein, dass den Erfolg nahezu sicher ist.

Obgleich diese Art von Verführungen auf „Nachhaltigkeit“ ausgerichtet sind, ist keinesfalls sicher, ob die Verführte nun auch die ständige Partnerin wird, oder ob sie sich lediglich in eine Folge von Geliebten einreiht. Verführungen haben immer eine gewisse Eigendynamik, besonders dann, wenn sich die Verführte verliebt, die Verführerin aber lediglich den Erfolg genießt. Insofern scheint kaum ein Unterschied zu bestehen, ob (hetero-)Frauen durch Frauen oder durch Männer verführt werden. Ein Garantiertes Happy-Ende gibt es für Verführte nur im Kitschroman.

Hinweis: Über die Probleme solcher Beziehungen siehe auch: Forum bfriends.
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Verführungen von Frau zu Frau –Verführungen aus Liebe?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Freitag, 10. Mai 2013 • Kategorie: psychologie


Im Roman gerne romantisch: lesbische Liebe
Verführungen von Frau zu Frau sind so unterschiedlich wie „ganz gewöhnliche Verführungen“. Die Frage ist immer, wer verführt werden soll und zu welchem Zweck. Geht es nur darum, sich selbst unter Beweis zu stellen, dass 'frau' „jede Heterofrau rumkriegen“ kann, greifen Frauen auch schon mal zu Tricks. Wenn es jedoch darum geht, eine langfristige Freundin oder Geliebte zu finden, werden zumeist „Charmeoffensiven“ genutzt.

Interessanterweise hörten wir von zahlreichen Verführerinnen, dass bi-neugierige oder bi-offene Frauen für sie nicht infrage kämen. Das entspricht wieder ungefähr dem Verhalten von Machos oder männlichen Trickverführern. Sie versuchen eher, unnahbare Ausnahmeschönheiten zu verführen als leicht verführbare, durchschnittliche Besucherinnen von einschlägigen „Abschlepplokalen“.

Wie in allen einschlägigen Szenen versuchen lesbische Frauen, ihre Ansichten zu überhöhen - und dies gilt auch bei Verführungen. Ob man nun unterstellt, Hetero-Frauen („Heten“) würden im „Gefängnis der Heterosexualität“ leben, oder behauptet, dass Frauen im „Gegensatz zur heterosexuellen Welt“ aus „Liebe verführen“, ist eigentlich gleichgültig. Beides entspricht einer quasi-religiösen Wertvorstellung, auf der Seite der „Erleuchteten“ zu stehen, während andere noch umwissend im Alltag herumkrebsen.

Tatsache ist allerdings, dass bürgerliche Frauen im 18. und 19.Jahrhundert, eine romantische liebe erleben wollten, entweder einen geheimen männlichen Liebhaber haben mussten, oder aber eine intime Freundin. Denn zu dem „Mann, den man heiratete“ bestand in der Regel keinerlei romantische Bindung. In einem einschlägigen Artikel wird glaubwürdig behauptet:

„Langlebige, innige und zärtliche Freundschaften zwischen Frauen waren im 18. und 19. Jahrhundert eine erotische Mode, allgemein üblich und anerkannt, wie eine Fülle von Briefen, Tagebüchern und Dichtungen bezeugt.“


Heute ist diese Vorstellung aus der Mode gekommen, stattdessen haben viele junge Frauen sogenannte bi-neugierige oder bi-positive Ambitionen, die sie teils romantisch, teils aber auch ausgesprochen heftig ausleben.

Willst du wirklich im Hetero-Gefängnis schmachten?

Frauen, die sehr bewusst lesbisch sind und sich gleichzeitig als Verführerinnen fühlen, haben sehr oft einen Hang dazu, erfolgreiche, attraktive, gebildete und an sich „unnahbare“ Frauen an sich zu ziehen. Das sind in der Regel Frauen, die generell schwer verführbar sind, auch von Männern. Die Motive dieser Verführungen mögen unterschiedlich sein, aber es scheint zumindest so, als ob „Macht über diese Frau zu gewinnen“ ein wesentliches Motiv ist. Subjektiv wird dann daraus „ich haben sie endlich sie aus dem Gefängnis ihres Hetero-Daseins befreit.“

Rechtfertigt die Frau-Frau-Beziehung auch Manipulation?

Rechtfertigen für solche „grenzwertigen“ Verführungen kennen wir auch von Männern. Sie als Beglücker und Held zu fühlen und zu sagen „ich habe ihr endlich das gegeben, wonach sie schon lange gelechzt hat“ würde jedem Mann als extreme Frauenfeindlichkeit ausgelegt, doch Frauen wird ihr Handeln verziehen.

Es ist interessant, die Argumente gegeneinanderzustellen, die wir sammeln konnten:

1. Die Verführerin behauptet, die habe der verführten Frau nur das gegeben, wonach sie sich schon lange sehnt. Sie weiß, dass dabei bei der anderen Frau eine erheblich Gefühlsverwirrung entsteht, die ihr aber für den weiteren Verlauf in die Hände spielt.
2. Die Verführte behauptet später, nur dem Druck der Verführerin nachgegeben zu haben, was einem weiblichen Klischee entspricht. Sie schämt sich halb, halb spürt sie einen Wiederholungswunsch. Damit ist ein wesentliches Ziel der Verführerin erreicht, ohne dass diese dabei „nachhelfen“ musste.

Wir können aus der Konstellation entnehmen, dass es bei Verführungen unter Frauen oftmals kein „gut“ und „böse“ gibt, sondern nur ein „na und, ich habe es eben getan!“ Das muss nicht immer und überall so sein. Aus Schilderungen von Fremdgeherinnen wissen wir aber, dass diese ihr Handeln ebenfalls mit „ist, eben passiert“ oder „ich konnte nichts dafür“ etikettieren.

Lesen Sie morgen: Auf die schnelle eine Frau für die Frau?
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Verführerinnen: warum lesbische Literatur viele Freundinnen hat

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Donnerstag, 9. Mai 2013 • Kategorie: lifestyle


Zwischen Wünschen und Realitäten steht eine Mauer, aufgebaut aus den Steinen der Unwahrscheinlichkeit, verbunden mit dem Mörtel der Angst. Diesseits stehen Frauen, die träumen, jenseits Frauen, die handeln. Und weil die Mauer so hoch ist, gibt es Flügel, die sinnliche Menschen leicht hinübergleiten lassen – dun wieder zurück: Kurzgeschichten, Bücher und Filme.

Verführerinnen kommen in traditionellen Liebesromanen nur äußert selten vor – und wenn, dann sind sie böse und durchtrieben. Die positive Verführung, die vor allem auf einem geschickten Flirtverhalten aufbaut, existiert so gut wie gar nicht. „Brave“ Frauen verlocken nicht, sie verführen nicht, sie zerren keine Männer ins Bett. Es scheint so, als ob nicht sein kann, was nicht sein darf.

Doch halt – all diese Grenzen fallen in der lesbisch oder bisexuell angehauchten Literatur. Hier tauchen Frauen als Verführerinnen auf, durchaus in unterschiedlichen Entwürfen. Mal sind es Gestalten, die mithilfe geheimer Mächte unschuldige junge Mädchen verführen, mal sind es „reine“ Aschenbrödel, die von reichen, reifen und erfolgreichen Frauen aufgelesen werden. Schließlich gibt es das erfolgreiche Rezept, dass die angesehene und auch ausreichend selbstbewusste Hetero-Frau von einer Unterschicht-Lesbierin „geknackt“ wird.

In der lesbischen erotischen Literatur fallen alle Hemmungen

Die Methoden sind dabei grenzenlos, und normalerweise werden in solchen Romanen alle Register gezogen. Neben Wünschen und Sehnsüchten werden hier allerdings oft auch Klischees lesbischer oder bisexueller Beziehungen bedient. Anders als bei „femininer“ Literatur vermutet, spielen Machtausübung und eine gewisse Rücksichtlosigkeit eine Rolle, vor allem in der (in England äußerst beliebten) „Internatsliteratur“ und all dem, was darauf basiert.

Die Themen reichen von zärtlichen, romantischen Versuchungen bis hin zum harten, unnachgiebigen Bedrängen einer meist unbefangenen Frau durch eine erfahrene, berechnende Frau.

Lesen Frauen wirklich lesbische Verführungs-Literatur?

Kommt dies den Wünschen der Frauen entgegen? Wollen sie diese Art von Literatur?

Ich halte für offensichtlich, dass Romane mit lesbischen Szenen oder ausschließlich auf lesbische Kontakte ausgerichtete Bücher und Schriften nicht nur von lesbischen Frauen gelesen werden. Ein typisches Beispiel dafür wäre die Novelle „Emmanuelle“, in der die lesbische Verführung eine große Rolle spielt. Das relativ hohe Niveau des Buches und der Ort der Handlung (Ausland, Schwüle, Dschungel) regten viele Frauen an. Dabei waren das Buch und der Film, der daraus resultierte, eher eine Art Erregungspotenzial für Bürgermädchen, die niemals die Chance hatten, auch nur annähernd so zu leben wie Emmanuelle.

Frauen, die gebildet sind und es wagen, lesbische oder bi-sexuell orientierte Literatur zu bestellen, was dank des Versandhandels kein Problem mehr ist, werden auf ihre Kosten kommen. Dies scheint mir unabhängig davon zu gelten, ob sie sich eher mit der Rolle der Verführten oder mit der Rolle der Verführten identifizieren. Das Angebot ist inzwischen riesig, und insbesondere auf dem Gebiet der Trivialliteratur gibt es so viel einschlägige Werke, dass es als unwahrscheinlich angesehen werden muss, dass alle Frauen lesbisch sind, die diese Bücher verschlingen.

Bilde: Bespiele aus frauenfreundlichen erotischen Quellen, retuschiert.
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Wie kann eine Frau über 40 Männer verführen?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 8. Mai 2013 • Kategorie: lust über 40


Verführen mit über 40?


Frauen über 40 erwarten normalerweise, einen fünf- bis zehn Jahre älteren Mann kennenzulernen. Er soll über eine gewisse Reife, ein gutes Einkommen und möglichst eine dauerhafte Beziehung wollen.

Wenn Sie dies auch wollen, brauchen Sie viel Zeit, Geduld und möglicherweise einen Wertewandel, über den Sie in meinem persönlichen Ratgebermagazin „Datingrat“ nachlesen können. Dort steht, wie Sie ihre Chancen voraussichtlich verdoppeln, vielleicht sogar vervielfachen können, wenn Sie über 40 sind und einen Mann suchen.

Lesen sie nun bitte weiter, falls Sie lustvoll, experimentierfreudig und bereit sind, ungewöhnliche Erfahrungen zu machen.

Internet-Jargon und Verführungen - vergessen Sie die Dummsprüche

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Mir liegt am Herzen, Sie darauf hinzuweisen, nicht viel von dem zu glauben, was Sie im Internet über Verführungen lesen. Sie sollten dort bewusst verwirrt werden. Glaubt man nämlich den einschlägigen Artikel, so besteht ein großer Bedarf junger Männer an sogenannten MILFS und COUGARS – Frauen zwischen gut 35 und gegen 60. Der Unterschied: Die MILF (bis etwa 39) ist hoch begehrt, weil sie als sexy, willig und erfahren gilt und deshalb als „gute „Lehrmeisterin“ vermarktet wird. Wenn Sie über 40 sind und als COUGAR gelten, werden Sie als „normale“ Frau, die nicht aktiv und auffällig „jagt“ von den Jungs gar nicht mehr wahrgenommen, die angeblich (aber nicht tatsächlich) nach älteren Frauen lechzen.

Sie haben alles selbst in der Hand - Verführen Sie doch, wen Sie wollen

Dagegen steht: Sie haben selbst ganz hervorragende Möglichkeiten, als Verführerin aufzutreten und elegant, lustvoll und zielgerichtet Männer zu verführen – vor allem jüngere Männer. Sagen Sie nun bitte nicht: „Männer müssen nicht verführt werden, die verführen doch ständig“. Denken Sie bitte daran: Sie sind eine Person, die selbst entscheidet, wen sie wann und wie verführt. Sie liegen nicht in der Auslage von „Frischfleischlieferanten“. Man kann sich nicht betrunken machen, abschleppen und in lausigen Hotelbetten verführen. Sie entscheiden, und wenn Sie entscheiden, dann tun Ihnen Verführungen auch gut.

Sie können mit ihren bestehenden Flirt-und Verführungskünsten voraussichtlich ebenso viel, wenn nicht mehr erreichen wie eine junge Frau. Sollten sich diese Künste „über die Jahre“ verflüchtigt haben, können sie diese leicht reaktivieren.

Sieben wichtige Eigenschaften, um über 40 zu verführen

Das brauchen Sie:

1. Eine gewisse Attraktivität, auch äußerlich – Schönheit ist weniger gefragt, eher wird sinnliche Reife bevorzugt.
2. Eine sex-positive Ausstrahlung und hohe Flirtbereitschaft.
3. Das Bewusstsein Ihrer sozialen, erotischen und sexuellen Fähigkeiten.
4. Die Bereitschaft, auch relativ kurze Beziehungen einzugehen.
5. Die Fähigkeit, aktiv und gezielt zu verführen.
6. Die Kunst, Männer zu genießen, auch wenn sie sie nicht „behalten“.
7. Konsequenz in Ihrem Handeln – lassen sie sich nicht davon abbringen, weder durch moralische Proteste noch durch Misserfolge.

Die Verführerin über 40 – wie sie Jung und Alt verführt

Eine Dame aus dem Internet hat einmal die Situation der über 40-jährigen Verführerin beschieben – und warum es Sinn hat, gegenüber jüngeren Männern den ersten, entscheidenden Schritt zu tun:

Wenn ich merke, dass mich ein jüngerer Mann will, sich aber nicht so recht traut, dann verführe ich ihn. Oft ist es so, dass die Jungs doch ein wenig schüchtern sind oder nicht wissen, wie sie eine reife Frau ansprechen sollen.


Bauen Sie dem jüngeren Mann eine Brücke - durch aktive Verführung

Beim jungen Mann muss die Frau über 40 also umdenken. Die jungen Männer haben sozusagen das „latente Bedürfnis“ an der sexuellen Reife, der über 40-Jährigen zu partizipierten, trauen sich aber nicht „über den Zaun zu klettern“ und sich dabei möglicherweise „die Hosen zu zerreißen“. Im Klartext: Sie haben Angst, verlacht und beschämt zu werden. Es empfiehlt sich, den jungen Mann nicht zu „überfahren“ und sogleich als Lover zu betrachten, sondern ihn als Person ernst zu nehmen und aus dieser Position zu verführen. Soll draus eine Beziehung einstehen, tut die Frau über 40 gut daran, Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen. Junge Männer wissen aus ihren Beziehungen mit jungen Frauen, dass es immer wieder Probleme im Zusammenleben gibt, die aus unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft entstehen. Leben Sie also mit „ihrem jungen Mann“ so gut es geht, ausschließlich in der Gegenwart, und versüßen sie ihm das Leben, solange sie ihn haben.

Je schärfer die Konkurrenz, desto gezielter sollte verführt werden

Bei Herren über 40 ist eine andere Strategie angebracht: Hier stehen Sie als Frau über 40 nicht nur im Wettbewerb mit Frauen gleichen Alters, sondern auch mit allen Frauen, die jünger sind als Sie. Deshalb sollten Sie in diesem Fall auf ihre außergewöhnlichen sozialen Künste, ihren ausgefeilten Charme und ihre wundervollen erotischen Fähigkeiten besinnen und diese auch anbieten. Möglicherweise ist Ihnen dies zunächst peinlich, doch wäre zu bedenken, dass Sie in Konkurrenz zu Frauen stehen, die ihr Attraktivität noch weitaus besser vermarkten können als Sie selbst. Es gilt also, alles einzusetzen, was Sie bieten können, und zwar genau abgestimmt auf auf die Bedürfnislage der Männer, die Sie treffen. Dabei sollten Sie vorsichtig mit sich selbst umgehen, aber in ihren Methoden dürfen sie durchaus weniger „zimperlich“ sein.

Verführung – das sollten Sie wissen – beginnt nicht im Bett und endet auch nicht dort. Wenn Sie einen Mann dauerhaft verführen wollen, sollten sie all seien Sinne ansprechen – und sich unentbehrlich für ihn machen.
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Nachhaltige Verführung - fast wie Beziehungen, aber ...

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 8. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Fantasien erwecken, Wünsche lenken ... und dann bei der Stange halten

Nachhaltige Verführungen sind die Königs/Königinnenklasse der Verführung. Sie unterscheiden sich relativ deutlich von Beziehungen, die sich aus der zufälligen oder arrangierten Begegnung (Zufall, Online-Dating, Partnervermittlung, Freude als Kuppler) entwickeln. Selbstverständlich unterscheiden sie sich auch von den „Kurzzeitverführungen“ mit dem Ziel des „Flachlegens“ oder von Trickverführungen, die alle nur den Sinn haben, den Geschlechtsverkehr vorzubereiten.

Nachhaltige Verführung - langfristige erotische Lenkung des Partners

Die Verführung besteht auch bei den nachhaltigen Methoden darin, dass der verführende Partner die Lust und Leidenschaft in eine bestimmte Richtung lenkt, die ihn selbst begünstigt. Nahezu alle nachhaltigen Verführungen beruhen auf einem anfänglichen Gefälle moralischer, sozialer oder physischer Natur. Beispielsweise:

1. Beide Partner unterscheiden sich deutlich im Alter, und die Differenz gilt als unseriös. (Cougar verführt Jüngling)
2. Einer der Partner hat eine ungewöhnliche sexuelle Präferenz (meist SM-Wünsche) und führt ihn langsam dorthin.
3. Eine der Partner versucht, den anderen abhängig von sich zu machen – meist durch anfängliche Übererfüllung sexueller Wünsche.
4. Ein homosexueller Partner versucht, schrittweise eine Beziehung mit einem heterosexuellen Gegenstück aufzubauen.
5. Es besteht eine eigentlich nicht überbrückbare soziale Kluft, die der Partner dennoch füllt, indem er sich „sexuell unentbehrlich“ macht.

Charmeoffensive und Salamitaktik - zwei Säulen der nachhaltigen Verführung

Das Ziel nachhaltiger Verführungen ist fast immer, eine Beziehung über längere Zeit (einige Wochen bis zu mehreren Jahren) einzugehen, die auf etwas Anderem als dem „Üblichen“ beruht. Bei dieser Art der Verführungen werden in der Regel Charmeoffensiven benutzt. Üblich ist, den zu Verführenden anfänglich mit dezenter Zuneigung „anzufüttern“ um seine geheimen romantischen oder erotischen Träume zu bedienen. Dann werden mithilfe der „Salamitaktik“ immer mehr Zugeständnisse erwirkt, sodass der Verführte am Ende mehr und mehr in die Abhängigkeit vom Verführer gerät. Man muss sich dies als wechselseitigen Prozess vorstellen: Auf der einen Seite steht der aktive Verführer, auf der anderen Seite der passive, aber neugierige oder sexuell bedürftige Verführte, und beide beeinflussen einander auf unterschiedliche Weise. Typisch für diese Verführungen ist, dass die „Falle“ nicht plötzlich zuschnappt, sondern dass man nach Art der „Vogelkojen“ immer tiefer in die Interessen des anderen verstrickt wird – oft in dem festen Glauben, dies entspräche dem eigenen Willen.

Nachhaltige Verführungen - der Übergang zu "Dauerbeziehungen" ist fließend

Nachhaltige Verführungen können durchaus zu Dauerbeziehungen oder gar Ehen werden, und die Rollen von „Verführer/Verführerin" und "Verführten" können manchmal schwächer, manchmal stärker ausgeprägt sein. Im Extremfall ist der/die Verführte sogar die stärkere Person, die alles einsetzt, um den vermeintlichen Verführer (die Verführerin) zu manipulieren.

Die Wissenschaft meidet das Thema

Erstaunlicherweise gibt es kaum Beschreibungen nachhaltiger Verführungen. Das mag daran liegen, dass diese Verführungen keiner „Leitlinie“ folgen, wie dies bei sogenannten PUAs der Fall ist, und dass keine Wissenschaft wagt, sich an diesen beziehungsähnlichen Strukturen zu vergreifen. Auch die tief greifende psychologische Beeinflussung, die bei nachhaltigen Verführungen wirksam wird, entspricht eher traditionellen, im Volk verbreiteten Beeinflussungsmethoden (Beispiel: Charmeoffensive) als „moderner Psychologie“.

Beschreibungen sind kaum erhältlich - Schweigen aus Scham

Es kommen noch Faktoren hinzu, die eine Beschreibung erschweren: Das Ziel der Verführerin/des Verführers ist ja nicht, sein „Opfer“ einmal in einen Ausnahmezustand zu versetzen, sondern eine lang andauernde Beziehung aufzubauen, also den Partner oder die Partnerin „zu halten“. Zudem schweigen viele Menschen darüber, dass sie von gewissen erotischen oder sexuellen Praktiken „abhängig“ sind, die ihnen die Partnerin/der Partner gewährt, aber kaum jemand sonst.

Nicht ganz zuletzt sollte erwähnt werden, dass nachhaltige Verführungen nicht selten von Frauen initiiert werden, die einen bestimmten Mann unter ihren dauerhaften Einfluss bringen wollen. Es ist typisch für manche Beziehungsgeschichten, in denen das soziale Gefälle so groß erschien, dass an eine Beziehung unter „normalen Umständen“ gar nicht zu denken wäre.
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Verführungen durch Frauen - warum tun sie es eigentlich?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 7. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Verführen durch zeitgleiche Entblößung und vorgeblich schamvolle Haltung

Verführungen durch Frauen kann man mit Fug und Recht als die „Mütter aller Verführungen“ bezeichnen. Biologisch und im sozialen Gefüge verführt die Frau, die dazu mit einem angeborenen Flirtpotenzial ausgestattet ist. Nach Ansicht der meisten Autorinnen und Autoren geht es bei der Modifikation der weiblichen Verführung ausschließlich darum, dieses Verhalten zu verfeinern und gezielter einzusetzen. Auf der anderen Seite steht natürlich die Frage: Warum verführen Frauen überhaupt über die biologische Notwendigkeit oder den Lustgewinn hinaus?

Frauen verfolgen selten festgelegte Pläne bei der Verführung

Gezielte oder geplante Verführungen durch Frauen können jeden beliebigen Zweck erfüllen: von einem wirklichen sexuellen Bedürfnis über kaschierte Prostitution bis hin zur Bloßstellung. In „Spontansituationen“ gehen Frauen aber höchst selten nach festgelegten Plänen vor. Sie nutzen viel mehr die „natürliche Flirtkompetenz“, die Frauen angeboren ist.

Bücher dienen meist nur zu Verfeinerung der natürlichen Verführung

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Das zeigen auch die einschlägigen Bücher, die für Frauen geschrieben wurden: Es geht zumeist darum. Den Mann mit allen natürlichen Mitteln der Flirt- und Verführungskunst zu begeistern – aber dann eben auch möglichst lange „bei der Stange zu halten“. Neben den naturgegebenen Methoden der Flirtkunst stehen in den einschlägigen Beststellern zumeist noch Tipps, wie die Flirtsignale optisch verstärkt werden können oder wie durch zusätzliche Schauspielerei, verführerische Kleidung oder bestimmte Gespräche mehr erreicht werden kann als üblich. Hinzu kommen Ratschläge, wie man sich als Geliebte oder Freundin unentbehrlich macht oder besondere Vorteile erlangen kann.

Frauen verführen keinesfalls "ähnlich wie Männer"

Die Behauptung, Frauen würden ähnlich verführen wie Männer, gehört zu den urbanen Legenden. Sie wird zumeist von männlichen Autoren verbreitet, die sich einen „weißen Fuß“ machen wollen, um der Verachtung durch Frauen zu entgehen.

Generell gilt:

1. Frauen verführen überwiegend, aber nicht ausschließlich, durch Körpersprache.
2. Verstärkungen und „Flirttricks“ werden eingesetzt, wenn Frauen nicht sonderlich attraktiv sind oder wenn ganz bestimmte Männer angezogen werden sollen.
3. Der Wunsch nach ONS ist bei Frauen nicht sonderlich ausgeprägt, aber oftmals eine Lösung, um der Einsamkeit zu entgehen. ONS sind deshalb durchaus eine Option für manche Frauen.
4. In der Regel versuchen Frauen, die Verführung über mehrerer Tage auszudehnen und den Mann dabei so zu begeistern, dass er häufige Wiederholungen möchte. Hat sie dies erreicht, beginnt die „Verführung zur Beziehung“.
5. Frauen, die aktiv verführen, sind selten „unschuldigen Engel“, sondern sie verfolgen dabei Ziele. Männer sind oft naiv genug, diese Ziele nicht zu erkennen.
6. Frauen werden von Detektiven gerne als „Treuetester“ eingesetzt, in der Spionage und im Umfeld von Kriminellen dienen sie oftmals als Lockvögel.
7. Um eine „Heterofrau“ für eine lesbische Beziehung zu gewinnen, werden von Frauen auch andere als die hier beschriebenen Methoden eingesetzt.

Zunahme "direkter" weiblicher Verführungen nach Blind Dates

Beobachter der Dating-Szenerie (Blind Dates, Online-Dating) berichten in den letzten Jahren relativ häufig, dass die aktive Verführung durch Frauen zunimmt. („Komm doch noch mit zu mir, es wird bestimmt schön für dich“). Dies ist ein Zeitphänomen, das dadurch entsteht, dass Frauen heute in Karrieren eingebunden sind, die reguläre Partnerschaften nur unter Erschwernissen zulassen. Es ist für die also wesentlich einfacher, ab und an eine Verabredung einzugehen, die mit einem ONS oder ein paar „schönen Nächten“ mündet, aber nicht in Beziehungen. Wir halten dennoch für nötig, vor unvermuteter oder ungewöhnlicher sexueller Freizügigkeit der Frauen zu warnen:

Warnung vor ungewöhnlicher weiblicher Freizügigkeit

1. Wenn Sex oder Erotik von einer Frau offen und freizügig angeboten wird, ist Vorsicht angebracht. Zumeist stecken andere Interessen dahinter.
2. Wenn eine erotische oder sexuelle Dienstleistung, die man sonst nur gegen viel Geld bekommt, kostenlos offeriert wird, ist sehr wahrscheinlich, dass der Mann in eine Falle gelockt werden soll. Oftmals schnappen diese Fallen nicht sofort zu - die Frauen handeln dann im Auftrag von Interessenten, die langfristig Material sammeln, um später „Einfluss auf Entscheidungen“ zu nehmen.
3. Männer sollten Frauen nicht deshalb vertrauten, weil sie „einmal mit ihnen geschlafen“ haben. Diese Methode ist unter weiblichen Lockvögeln üblich, um Vertrauen aufzubauen, das denn später missbraucht werden kann.
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PUA-Jargon – Sprache der Trickverführer

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 6. Mai 2013 • Kategorie: hintergrund


Man muss sie nicht kennen,die Sprache der PUAs - aber Wissen ist bekanntlich Macht. Ein PUA ist ein Trickverführer, auch wenn er sich selbst als „Verführungskünstler“ bezeichnet. Wirkliche gut aussehende Männer, die ohne Verführungstricks von allen Frauen begehrt werden, heißen im Jargon „Naturals“. Die Frau, die sie verführen wollen, heißt üblicherweise „Target“, also das Ziel. Sie sollte ein „Hot Babe“ sein, also eine Frau, die gut aussieht und den Mann schon optisch „heiß macht“.

Der Vorgang der Verführung wird allgemein als „Game“ (Spiel) bezeichnet. Dieses Spiel wird üblicherweise getrennt in das „Inner Game“ und das „Outer Game“. Dabei wird „schöngefärbt“, denn das „Inner Game“ ist nicht, wie behauptet wird, eine Klärung der Motivation, des Selbstwertes oder der Authentizität. Vielmehr wird das natürliche, lebendige Gefühlsleben beim „Inner Game“ der PUAs deprogrammiert und die gefühllose Verführung einprogrammiert. Inwieweit dabei tatsächlich Methoden der Psychologie, oder Verfahrensweisen aus psychologieähnlichen Techniken verwendet werden, wie beispielsweise NLP, ist umstritten. Wahrscheinlicher ist, dass sowohl die allgemeine Psychologie wie auch NLP für die Verführungsstrategien der Trickverführer missbraucht wird. Außerhalb des Sports und anderer Disziplinen, in der alle Kräfte auf den kurzen Moment des Siegs konzentriert werden, nennt man das vermeintliche „Inner Game“ eher „Scheuklappendenken“. Das Outer Game besteht ausschließlich aus Variation der Verführung, die alle zum Ziel führen müssen.

Das erreichte Ziel heißt immer „Close“ (Ende, Abschluss). Es muss nicht in einem „FC“ oder „Fuck Close“ (Geschlechstverkehr) enden, doch gilt der Abschluss durch einen Geschlechtsakt („Lay“) als Königsdisziplin. Weitere Abschlüsse sind Küsse (KC, Kiss Close) oder die Telefonnummer (Number Close).

Der Jargon wird größtenteils verwendet, um sich von anderen Männern abzuheben, einerseits von den „Natural“, die keine Trickverführungen nötig haben, und andererseits von den „AFCs“, den „Average Frustratet Chumps“, also den Männern, die wenig Frauen „herumkriegen“ und deswegen angeblich frustriert sind.
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Warum du dich vielleicht besser nicht zur Schlampe machst.

Geschrieben von © Miss Y. •Montag, 6. Mai 2013 • Kategorie: inas liebesrat


die 10 Tipps, warum du dich vielleicht besser nicht zur Schlampe machst, sind ein Gegenentwurf zu den 10 Tipps, sich zur Schlampe zu machen.

Zehn Anti-Tipps für Frauen, die es Schlampen nicht gleichtun wollen.

1. Manche Männer sind schockiert, wenn du ihnen deine Körper zu freizügig anbietest. Sie wollen dich erobern, verführen und ausziehen und denken, dass die alles „ihr Werk“ ist und du das Lämmchen bist, das sich verführen lässt.
2. Manche Männer teilen die Welt in „schlechte“ und „gute“ Frauen. Gute Frauen heiratet man, mit schlechten hat man aufregenden Sex. Eine Verlobte oder Ehefrau, die „Nuttendienste“ anbietet, wollen diese Männer auf gar keinen Fall. Sagen sie jedenfalls.
3. Sehr viele Männer reagieren schockiert, wenn du ihre Geheimnisse kennst. Wenn überhaupt, dann wollen sie sich ihre geheimen Wünsche im Bordell erfüllen.
4. Manche Männer sind definitiv schockiert, wenn du ihre Rosette berührst oder andere Teilchen streichelst, die sie als „privat“ ansehen. Schade kommt aber vor.
5. Wenn ein Mann denkt, dass frivole Kleidung ein „Nutten-Outfit“ ist, dann will er es nicht an dir sehen, sondern (wie schon zuvor? In Strip-Shows, in Pornos oder im Puff. Immer schade, wenn er sich seinen Honig woanders holen will.
6. Rollenspiele kann nicht jeder Mann. Vielleicht auch du nicht. Wenn du nicht gut darin bist, lass es lieber ganz bleiben.
7. Es gibt Männer, die ganz wild daraus sind, in deine schönste Stelle einzudringen, die sie aber niemals sehen wollen. Da sind meistens die, bei denen auch kein Licht brennen darf, wenn sie es mit dir tun. Wenn es dir auch peinlich ist, lass es vorläufig ganz weg.
8. Ein Teil der Männer ist schockiert, wenn sie wissen, dass du „Spielzeug“ hast. Sie machen sich Gedanken, wozu du das wohl brauchst. Erklär es nicht, es hat keinen Zweck.
9. Tatsächlich haben manche Männer Angst, auch nur leicht gefesselt zu werden. Oder sie mögen nicht, wenn es „brave Frauen“ tun.
10. Schläge sind heute fast normal, es gibt aber immer wieder Männer, die es gar nicht erst ausprobieren wollen. Wenn er es wirklich nicht will, lass es weg. Wenn er es zu sehr mag, könnte es sein, dass du selbst schockiert bist.
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Verführen – Blitzverführungen durch Männer

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 6. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Urgroßmutters Verführer: Der Gigolo


Nahezu die gesamte Literatur, die von Trickverführern (PUAs) und anderen Autoren (also ausschließlich von Männern) für Männer verfasst wurde, behandelt sofort wirksame Verführungen, das heißt solche, die noch am selben Tag zum Geschlechtsverkehr führen. Dabei sollen sogenannte „Blitzverführungen“ besonders schnell zum Erfolg führen. Man sagt auch „Effective Seduction“ oder „Progressive Seduction“ (all diese Ausdrücke stammen aus der PUA-Szene). Aus wirtschaftlicher Sicht handelt es sich hierbei allerdings lediglich um Werbeaussagen, um sich vom übrigen „Markt“ abzuheben, an dem ähnliche Verfahren vermarktet werden. Die Blitzverführung ist etwa vergleichbar mit einem „Haustürgeschäft“, an dem der aufdringliche Vertreter in jedem Fall sofort die Unterschrift benötigt, bevor sich der Kunde überlegt, dass er dies Produkt am Markt in besserer Qualität billiger bekommen könnte. Wie immer und überall in der PUA-Branche, werden „Blitzverführungen“ mit einem Geheimnis umgeben, das nur in Büchern oder in Kursen offenbart wird. Derzeit wird für die wesentliche und angeblich wieder „geheime“ dritte Stufe der Schnellverführung das Wort „Escalation“ (Verschärfung) verwendet, im Verkaufsjargon auch als „Hochdruckverkauf“ bezeichnet.

Obgleich das Prinzip aus Gründen der "sozialen Korrektheit" gelegentlich sowohl für Frauen wie für Männer angeboten wird, zielt es eindeutig auf die Gruppe junger, sexuell weitgehend frustrierter Männer.

Alle Verfahren sind ähnlich, und keines ist geheim

Im Grunde funktionieren alle Verfahren ähnlich, und sie benutzen ebenso allesamt den Faktor der Überrumpelung. Dazu gehört das bekannte Prinzip:

1. Mit Nettigkeiten und Witz Aufmerksamkeit erregen. (Aufmerksamkeit)
2. Eine künstliche intime WIR-Atmosphäre herzustellen. (Verkäuferisch: Interesse wecken), damit sollen auch eventuelle Abwehrreaktionen im Keim erstickt werden. (Im Jargon: „negative Reaktionen zu neutralisieren“).
3. Die Hinführung zum „Punkt ohne Rückkehr“ mithilfe parallel eingesetzter Körperkontakte und intensiver emotional-erotischer Ansprache. (Im Jargon: Erregungszustand erzeugen und steuern. Verkäuferisch: „Verlangen erwecken“)
4. Das Verbringen an einen Ort, an dem der Geschlechtsakt ohne zu zögern konsequent vollzogen wird. (Im Jargon: „Volleskalation“, verkäuferisch: Abschluss.)

Die Methoden der PUAs und anderer Autoren gliedern sich in der Regel in dreistufige, vierstufige oder fünfstufige Verfahren. Auch hier sind Parallelen zum Verkaufsprozess erkennbar.

Das Ziel all dieser Verführungen besteht darin, eine „Frau am selben Tag flachzulegen“ (Same Day Lay) oder einen ONS (One Night Stand) zu haben. Die Systeme werden für Partys, Bars, den Alltag und für Blind Dates angeboten.

Anmerkungen zu Trickverführungen und Frauen

Nachdem die Methoden eine Weile als „geheim“ eingestuft wurden, sind zahllose Bücher erschienen, in denen sie veröffentlich wurden – sie sind also alles andere als geheim. Inzwischen versuchen PUAs mit Marketingtricks, die angeblichen Geheimnisse erneut zu „vergeheimnissen“ und erfinden neu Ausdrücke wie „Escalation“.

Leider funktionieren manche Trickverführungen sogar

Trotz aller Bedenken und Einwände muss jedoch gesagt werden, dass ein Teil der Tricks bei entsprechend „veranlagten“ Frauen tatsächlich wirksam sind. Die Grundaussage vor der Verführung war zumeist: „Ich gerate immer wieder an den Falschen“, die Aussage nach der Verführung ist oft „Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passiert.“ Diese Aussage wird aber nicht etwa mit Stolz, sondern mit Selbstverachtung getroffen.

"Ins Bett labern" plus Körperkontakt plus Illusionen - die perfekte Verführung


Daraus geht hervor: es gibt tatsächlich gewisse Tricks, wie man „Frauen ins Bett labern“ kann. Allerdings beruhen sie nicht auf „die präzise Instrumentalisierung des Nervensystems“ oder einem „gezielten Einfluss auf die Psyche“. Sonder auf rhetorischen Tricks, verbunden mit einem gewissen körperlichen Bedrängen – und selbstverständlich auch auf hinterhältigen Lügen (falsche Komplimente, wecken eines Beziehungswunsches) und nicht zuletzt auf den Einfluss von Alkohol. Letztlich werden diese Frauen Opfer ihre eigenen Illusionen – Mitleid ist deswegen nicht angebracht. Leider „outen“ sich Frauen, die auf Trickverführer hereinfallen, sehr selten, weil sie sich schämen.

Anmerkung zur Menschenverachtung

PUAs stehen im Ruf, Frauen als „Dinge“ anzusehen, die “flachgelegt“ werden müssen. Die sogenannten „Methoden“ und vor allem ihre Präsentationen in Bücher sind über alle Maßen frauenfeindlich und damit auch menschenverachtend. Die Menschenverachtung schlägt auf sie selbst zurück: Wenn Frauen nur dazu sind, „flachgelegt“ zu werden, was sind denn eigentlich die Männer? Hirnlose Scheißkerle, die nur ihre Hoden entleeren wollen und denen dazu jede Lüge recht ist?

Zu den schmutzigen Tricks bei Verführungen gehört vor allem eine „Mikro-Gehirnwäsche“, die angeblich auf einem Verfahren beruht, das noch besprochen werden muss: sogenannte NLP (Neuro-Linguistische Programmierung, 1). Zudem setzen viele Verführer Alkohol als Mittel ein, um den Widerstand der zu Verführenden zu brechen.

Anmerkungen zu "gewöhnlichen" Verführungen

Nicht alle Verführungen durch Männer sind Trickverführungen. Frauen, die behaupten, auf Trickverführer oder andere „Silberzungen“ hereingefallen zu sein, sollten bedenken, dass zu einer Verführung immer zwei Personen gehören. In der Regel kann ein Mann keine Frau verführen, die nicht wenigstens eine latente Bereitschaft zeigt. Dann haben es Verführer leicht: Sie müssen nur noch die „richtigen Knöpfe“ drücken, dann haben sie ein leichtes Spiel.

(1) Obgleich NLP als Verfahren ohnehin umstritten ist, grenzt der der Einsatz bei Verführungen an menschenverachtende Methoden, die ansatzweise auch bei der „Gehirnwäsche“ eingesetzt werden.
Bild: Nach einer Zeichnung von Marcel Vertés, die im unteren Teil erheblich "deutlicher" ausfällt.
Zum Jargon der PUAs lesen Sie bitte hier unter "Hintergrund" nach.

Lesen Sie in der nächsten Folge:

Frauen verführen anders als Männer - und warum verführen sie überhaupt?
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Wer ist verführbar und wann?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 5. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Langsam verführen ... doch zu welchem Zweck?


Der Spruch „jeder Mensch ist sexuell verführbar, nur nicht jederzeit, nicht von jedem und nicht überall“, sagt fast alles, was man zur Verführbarkeit wissen muss.

Grundsätzlich muss der oder die zu Verführende nur drei Voraussetzungen erfüllen:

1. Den latenten Wunsch haben, sich verführen zu lassen, aber nicht selbst zu verführen.
2. Ein gewisses Maß an Offenheit und Neugierde an den Tag legen.
3. Orte und Situationen suchen, an denen Verführungen möglich oder sogar wahrscheinlich sind.

Erschwernisse und Erleichterungen

Erschwernisse, Sport und Grenzen des Erlaubten

Manche Verführer, gelegentlich auch Verführerinnen, suchen sich bewusst schwierige Situationen. Ihnen geht es darum, so stark auszustrahlen oder mental zu manipulieren, dass der Widerstand des anderen gebrochen wird. Im Grunde ist dies so unsinnig, dass man eigentlich darüber lachen möchte. Man denkt unwillkürlich an die „Kerben im Bettgestell“ für jede(n), der verführt wurde. Hier geht also um eine Art „Sport“ mit dem Ziel, Trophäen heimzutragen. Ein großer Teil der Männerliteratur zum Thema dreht sich um diese Situationen. Am „unteren Ende“ des Themas wir es so sumpfig, dass es unter ethischen Gesichtspunkten nicht mehr toleriert werden kann. Hier ist die Domäne der Trickverführer, der Männer, die Frauen „abfüllen“ oder die sie bedrängen. Frauen, die mit massivem Einsatz verführen, sind nicht selten Lockvögel oder Trickbetrügerinnen.

Die Verführung erleichtern

Niemand ist so leicht verführbar, wie jemand, der zur Verführung bereit ist. Das mag profan klingen, ist aber eine Tatsache, die oftmals nicht wahrgenommen wird. Ob die Bereitschaft offenkundig oder latent ist, spielt dabei kaum eine Rolle. Da Männer gerne die Verführer spielen, lassen viele Frauen sie in dem Glauben, „nicht bereit“ gewesen zu sein – das kitzlet ihr Selbstbewusstsein. Selbst Frauen, die sehr flirtstark sind und damit aktiv verführen, lassen die Männer gerne in em Glauben, dass sie den Hauptanteil an der Verführung hatten.

Grundsätzlich gilt die Verführung eines Mannes durch eine Frau als die unkomplizierteste Verführung. Dazu wird noch viel zu sagen sein, denn ganz so leicht ist es nun doch wieder nicht, einen bestimmten Mann gezielt zu verführen. Die Verführung einer Frau durch einen Mann gilt als schwieriger, ist aber stets abhängig davon, inwieweit die Frau darauf wartet, verführt zu werden oder unter welchen Vorwänden sie sich „gerne“ verführen lässt. Auch dazu wird noch viel zu sagen sein.

Nicht mehr ungewöhnlich – Verführungen zum „Ungewöhnlichen“

Neben der „Rekrutierung“ von Frauen und Männern für ungewöhnliche Aktivitäten („harte Spiele“, Rollenspiele) wird die gleichgeschlechtliche Verführung immer populärer. Auch auf diesem Gebiet ist gilt, was auch für „normale“ Verführungen zutrifft: Wer einen Ort wählt, an dem es möglich ist, und wenigstens eine latente Neigung und dazu etwas Abenteuerlust hat, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch verführt. Allerdings ist dies vorläufig noch eine Domäne der Frauen. Männer haben deutlich weniger Neigung (oder einfach weniger Mut), sich auf derartige Abenteuer einzulassen.

Lesen Sie in der nächsten Folge: Männer und "Frauen flachlegen".
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Verführung – Moral und andere Grundsätze

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 4. Mai 2013 • Kategorie: lust und sex


Mit einem Zungenkuss beginnt es oft ...


Wenn ein Christ das Wort „Verführung“ hört, denkt er oft an die „Versuchung“, denn „und führe uns nicht in Versuchung“ ist immerhin Teil des wichtigsten Gebets der Christenheit. Der „Bildungsbürger wird eher an Goethes „Faust“ denken – da wird schließlich die arme Margarethe vom bösen Faust verführt – mit schändlichem Ausgang.

Moral, Ethik und gradliniges Denken, Gutmenschentum und Religion scheinen also gegen die Verführung zu sprechen.

Doch stimmt das wirklich? Das Christentum hat keine eigenen Maßstäbe für die die sexuelle Moral, sondern nur „selektiv importierte“ Grundsätze aus dem Pentateuch. Zum Sexualleben der Menschen – auch im alten Testament – gehörte ganz selbstverständlich die Verführung, wie das Beispiel der biblischen Kultfigur Thamar eindrucksvoll belegt. Die Umstände rechtfertigen dort die Verführung.

Der Irrtum der moralischen Gegner der Verführung

Die moralischen Gegner der Verführung gehen davon aus, dass wir alle eine innewohnende Mechanik haben, die uns sagt, wann der „richtige Zeitpunkt“ ist, an dem wir uns in freizügig, absichtlich und gezielt der Sexualität hingeben. Der Haken an der Sache: Dazu müssten wir uns restlos mit unseren Partnern synchronisieren. Wer es einmal versucht hat, weiß wie öde eine solche Situation ist: Liebe um 21:30 Uhr, das Bett ist schon aufgeschlagen, der Sekt gekühlt, der Körper geduscht, die Dessous zur erotischen Verführung passend ausgewählt. Oder noch schlimmer: „Wenn du jetzt mit mir schlafen willst, müssen wir uns jetzt ausziehen, gell?“

Ohne Verführung kein lustvolles Liebesspiel?

Verführungen sind das Salz in der Suppe der Sexualität – und einmal ist immer das erste Mal. Die „verabredete und feste vereinbarte Sexualität“ ist für Frauen und Männer gleichermaßen eine Horrorvorstellung. Die meisten Menschen sehen im sexuellen Miteinander ein sinnliches, bisweilen leidenschaftliches oder gar ekstatisches Spiel. Das gilt zumindest bei den vielen „ersten Malen“, die es in unserem erotischen Erleben gibt.

Entschuldigungen aus Verführungen ableiten

Bei Verführungen ist zudem die oder der Verführte eindeutig aus jeder „moralischen Klemme“ heraus: Sie oder er „wurde“ ja verführt, trägt also keine oder allenfalls nur eine geringe Verantwortung, für das, was geschehen ist.

Halten wir also fest: Verführungen unter Erwachsenen sind ganz normal, sie sind nicht unethisch, und sie haben für die vermeintlich Verführten den großen Vorteil, im Zweifel jede Verantwortung dafür von sich zu weisen.

Sicher und mit innerer Bereitschaft verführen lassen


Das gilt allerdings nur dann, wenn beide erwachsen sind, und wenn sie drei wichtige Voraussetzungen erfüllen:

1. Sie sollten „sicheren Sex“ praktizieren und sich auch sonst sicher sein, einander körperlich und psychisch nicht zu verletzten.
2. Sie sollten zum Zeitpunkt des Geschlechtsakts frei von Drogen sein und nur so viel Alkohol genossen haben, dass die „klar denken“ können.
3. Sie sollten sich beide darüber klar sein, dass sie sich in einer erotisch „nach hinten offenen“ Situation befinden, also in einer Lage, in der Sex möglich oder wahrscheinlich ist.

In der nächsten Folge lesen Sie, wie Verführungen leicht gelingen, und warum es Grenzen für die Verführerinnen und Verführer geben sollte.
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Geheimnisse und Verfahren der Verführung

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 3. Mai 2013 • Kategorie: liebe an sich


Erster Teil – wie funktioniert Verführung?

Wer verführt eigentlich wen?

Bevor ich beginne: Was ist überhaupt eine sexuell motivierte Verführung? Die erste Erfahrung: die Definitionen schwanken.

Gegen oder mit dem/der Verführten spielen

Für die einen ist die Verführung das Gegenteil der Führung: Also die Verleitung zu etwas, das sie sonst niemals tun würden und das auch nicht gut für sie ist.

Für die anderen ist Verführung eine „Charmeoffensive“ mit dem Ziel, einen latent bereitwilligen Menschen mit Charme und Faszination auf den Weg oder Abweg zu führen, von dem er eigentlich schon lange träumt.

Die agressive Verführung – böser Mann, naive Frau

Bei der sexuellen Verführung ist die erste Methode in der Regel mit gesellschaftlicher Ächtung belegt. Da ist der „böse Wolf“ auf der einen Seite, der wortmächtige Verführer (1), und das naive, leichtgläubige Opfer auf der anderen Seite, im Märchen als „Rotkäppchen“ bekannt. In Frankreich wird das Märchen exakt so erzählt: Der Wolf als charmanter Verführer, das Rotkäppchen als Opfer der verbalen und physischen Verführung.

Die mitwirkende Verführung – halb ziehen, halb hinsinken

Die zweite Methode ist gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Sie folgt dem Motto „Halb zog sie ihn, halb sank er hin“, das Goethe für die Verführung eines Fischers durch eine Nixe schuf. Seitens des Verführten muss hier also eine latente Bereitschaft vorlegen, sonst gelingt die Verführung nicht.

In dieser Artikelserie werden zwei Begriffe verwendet, die neu geschaffen wurden, und die kurz erläutert werden müssen, wenn wir nicht in den Jargon der PUAs verfallen wollen.

1. Der Punkt ohne Umkehr
Der Begriff wird verwendet, um einen Punkt zu definieren, an dem es schwierig wird (allerdings nicht unmöglich) die Verführung noch zu beenden. Verführerinnen und Verführer fürchten diesen Punkt, weil er ihnen im letzten Moment „alles vermasseln“ könnte. Der „Punkt“ ist auch eigentlich kein Punkt, sondern er liegt auf der Strecke zwischen „schon halb bereit sein“ und dem Vollzug des Geschlechtsaktes.

2. Der Ort des Vollzugs
Eine der Schwierigkeiten der Verführerinnen und Verführer besteht darin, den oder die zu Verführende an den Ort zu bringen, an dem der Geschlechtsakt konsequent vollzogen wird. Erst, wenn dieser Ort erreicht wird, kann die Verführerin oder der Verführer sicher sein, die eigenen Ziele auch durchzuführen.

Die Verführung geschlechtsneutral

Geschlechtsneutral betrachtet besteht eine Verführung darin, Gespräche, Gedanken und Motive desjenigen zu beeinflussen, der verführt werden soll. Verführung ist also ein Prozess, der in dem „zu Verführenden“ ausgelöst werden soll. Dazu hilft eine Verkäuferregel: „Der Kunde muss glauben, im Produkt die Erfüllung eines eigenen Wunsches zu sehen.“ Auf die Verführung angewendet: „Der Verführte muss glauben, dass die gesamte Verführung seinem eigenen Wunsch entspricht.“ Nicht von ungefähr verwenden Verführerinnen und Verführer im Grunde genommen Verkäuferformeln, so etwa eine Abwandlung der „AIDA“-Formel:
Verkaufsformeln sind auch Verführungsformeln

A – Steht für die Aktion. Oft spontan, überraschend und witzig, soll sie Aufmerksamkeit erregen.
I – Mit schnellen, aufeinanderfolgenden Aktionen wird das Interesse aufgebaut – dabei werden latente erotische Wünsche erweckt, zu Tage gefördert oder verstärkt.
D – Ab einem bestimmten Punkt entsteht das Verlangen (Desire), die freigelegten Wünsche auch erfüllt zu bekommen. Allerdings noch nicht zwangsläufig sofort und von der Person, die verführt.
A – Am schwierigsten ist es, alle eingeleiteten Maßnahmen zum Abschluss, also zum Geschlechtsakt zu führen. Manche Verführerinnen und recht viele Verführer scheitern hier.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Verführung

Ganz generell wird mit folgenden Maßnahmen und Umstände verführt:

1. An einen Ort zu gehen, an dem eine latent erotische Atmosphäre herrscht.
2. Den eigenen Körper, insbesondere die Attraktivität und das Auftreten, als Lockmittel zu nutzen.
3. Die Kommunikation gezielt in Richtung erotisches Verlangen zu führen. Insbesondere Trickverführer(innen) setzen auch das Verlangen nach einer Beziehung ein.
4. Gezielt und beharrlich auf den Punkt hinzuarbeiten, an dem es dem „Opfer“ mental und örtlich schwer fällt, die Verführung abzubrechen.
5. Hilfsmittel einzusetzen, wie etwa angebliche magische Kräfte, vor allem aber Alkohol als Mittel, Widerstände abzubauen.

Existieren die „Geheimmethoden“ der Verführer?

Doch was ist eigentlich mit den angeblichen „Geheimmethoden“, mit denen Männer Frauen verführen können? Oder Frauen Männer? Und stimmt es tatsächlich, dass immer mehr Frauen von Frauen verführt werden? Welche Verführungen gibt es sonst noch, und mit welchen Zielen wird verführt?

Wir versuchen, Antworten darauf zu bekommen. Sie dürfen hier gerne Ihre Meinung sagen – oder sie uns per E-Mail übermitteln. Aber bitte: Keine Werbung für Ihre Produkte - die schmeißen wir raus.

Schnellkontakt: .

Fortsetzung in 14 Tagen - hier.
Einen Exkurs über die Moral und die Bedeutung von Verführungen finden Sie bereits hier.
Wollen Sie wissen, wer verführbar ist, und wie, wo und wann die geschieht?

Eine nachhaltige Verführung - wozu soll denn die gut sein? Die Liebeszeitung weiß es.
Die üblichen Bösen Buben - Trickverführer.
Da fehlt noch der Jargon der Trickverführer.
Ja, und zum Teufel - warum verführen eigentlich Frauen? Haben die es etwa nötig?
Sogar Frauen über 40 verführen noch? Wer hätte das gedacht!
Apropos Frauen: Die sinnlichsten und hinterhältigsten Verführerinnen findet man in der lesbischen Literatur.
Bild: historisch, retuschiert und strahlend eingefärbt.
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: 3.60 von 5, 5 Stimme(n) 164 Klicks