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Bevor die Lust von einem anderen kommt …

Nicht chic, aber mit Maske ...
Ja, ich hoffe, dass du bald wieder deinen einzigartigen Lover sehen kannst. Und falls du die Abwechslung liebst, auch mal „einen deiner bevorzugten Liebhaber“.

Aber erst einmal … was machst du eigentlich jetzt? Letztens habe ich geschrieben, du könntest jetzt ja mal „sexy sein für dich selbst“ und dich ein bisschen von deinem Spiegelbild verführen lassen.

Schreib eine wirklich scharfe Sex-Geschichte

Oder … du könntest auch mal dein Schreibprogramm öffnen und aufschreiben, was du als Anastasia Steele tun würdest, wenn dir heute … na ja, nicht Mr. Gray sondern ein anderer einsamer Herr mit ähnlich perversen Gelüsten begegnen würde. Mr. Rope zum Beispiel. Oder Ms. Skintear, falls es dir lieber ist, deine erste virtuelle Erfahrung mit entblößtem Gesäß lieber mit einer erfahrenen Dame zu teilen als einem einfältigen Herrn. Die Methode ist absolut sicher und sie hinterlässt keine Striemen, für die du dich rechtfertigen musstest.

Berühre deine Haut mit Stoffen

Und waren da nicht Leder, Samt, Seide und noch ein paar Stoffe, die du einfach mal über die Haut gleiten lassen könntest? Oder – diese schrecklichen Fummel, die dir mal jemand gekauft hast, um einen Mann zu becircen? Wie siehst du heute darin aus? Hattest du nicht gar noch eine Corsage? Oder die Streichelpeitsche, die nie benutzt wurde?

Ich denke, du hast da viel mehr Ideen als ich – weiß ich denn schon, was du so gesammelt hast?

Spiele mit dir ein Rollenspiel vor dem Spiegel

Denk mal dran, du würdest jetzt ein Rollenspiel mit jemandem planen. Zieh dir genau das an, was dazugehört – das längst abgelegte Kostüm oder das viel zu kurze Kleid. Willst du Schülerin oder Lehrerin sein? Und wenn nicht das, was dann? Vielleicht ein „Straßenmädchen“ oder eine verruchte „Femme Fatale“? Die entsprechenden Klamotten finden sich bestimmt irgendwo. Wie wäre es mit einer Büßerin in Sack und Asche?

Alle Outfits für die Realität und deine Rollen

Du kannst jetzt alle Arten von Fotos von dir machen, dich in allen möglichen Outfits vor den Bildschirm setzten, herauskriegen, wie du Selfies vor dem Spiegel machen kannst, die wirklich gut aussehen oder auch nur alle deine Rollen ausprobieren, die du im Leben gerne spielen würdest oder für die du dein Talent als erotische Schauspielerin testen willst. Hast du noch dein Hochzeitskleid? Oder hat ein Lover bei dir mal eine Krawatte liegen lassen? Nur Mut!

Und du kannst Masken tragen … Karnevalsmasken, Masken aus dem Erotikshop (du hast doch bestimmt noch irgendwo … oder etwa nicht?) und wenn du eine auf dem Dachboden hast, sogar eine Gasmaske. Du kannst Erdbeerkonfitüre auf deinem Körper verteilen oder Schlagsahne … es gibt kaum etwas, das du gerade nicht tun kannst.

Am Ende des Tages

Wenn der Tag vorbei ist, hast du bestimmt eine ganze Menge Fotos von dir – sieh sie dir noch einmal an, archiviere sie, und wenn du ganz gute Freunde hast (oder Masken trägst), dann könntest du (mit Bedacht) auch welche davon zeigen.

In jedem Fall hattest du keine Langeweile – und ich denke, das Spiel kannst du auch über mehrere Tage fortsetzen.

Bild: historisch, nicht identifiziert.

Sexy sein für dich selbst

Vielleicht machte es deine Goßmutter schon so?
Worin siehst du extrem sexy aus? Schau in deinen Kleiderschrank. Zieh alles in Betracht - die Klamotten, die du im Büro angezogen hast, die, in denen du die Kerle verführt hast, die Nachtgewändern, Schürzen und Kittel - alles. Schau auch mal auf deine Dessous - aber versuch auch mal, alles „netto“ zu tragen. Kleide dich wie eine feine Dame, wie eine Putzfrau, wie eine Straßenhure - niemand sieht dich.

Versuch, dein Spiegelbild zu verführen

Außer einem Spiegel. Sieh dich ihm an. Stell dir vor, dass dein lustvoller Freund vor dir steht oder ein Freier (wenn du dir das vorstellen kannst). Zieh dich vor ihm aus. Nur der Spiegel ist dein Zeuge, niemand sonst.

Spiel vor dem Spiegel alle Rollen, die du spielen kannst - die strenge Herrin, die zärtliche Geliebte, die Unterwürfige, die Selbstsichere. Und wenn du das wirklich willst - verführ dich selbst.

Du kannst deine Verführungskünste optimieren

Wenn du davon Bilder machen möchtest - gib sie nicht weiter, es sei denn an deinen fernen Geliebten, dem du vertraust. Ob Fotos oder Videos - sieh sie selbst an - versuch, dich noch besser darzustellen, noch verführerische Posen anzunehmen, dich noch unwiderstehlicher zu machen.

Warum? Weil es dir später nützen wird. Und jetzt hast du Zeit, es auszuprobieren.

Deine Rolle - ein bisschen nackt und so

Ein bisschen nackt ...
Nackt zu sein ist - immer noch - einerseits eine Lust, andererseits aber auch ein schamvolles Erlebnis.

Wenn du nicht unbefangen bist und dich einfach zeigst, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie du auf andere wirkst und was sie über dich denken, bist du zu beneiden.

Nippel durchscheinen lassen?

Aber - dürftig bekleidet zu sein ist eben auch ein Lockmittel. Wolltest du als junge Frau nicht vor allem zeigen, dass du begehrenswert bist? Vielleicht warst du nicht so verwegen wie diese junge Frau:

Ich bin immer gerne im Bikini den Strand gegangen und wusste, dass mich die Männer dabei anstarrten - nicht irgendeinen Bikini, sondern einen, in dem die Brustwarzen hervorstachen. Und je intensiver die Männer mich ansagen, umso steifer wurden meine Nippel.


Kommt euch das bekannt vor? Und wenn’s nicht der Bikini war, dann war es eben die Bluse, unter deine Erregung zu sehen sein sollte. Falls es nur „fürs Auge“ sein sollte, half auch der Rock, der viel zu kurz war.

Wenn du dann älter wirst, kannst du entweder ganz drauf verzichten, mit deiner „Halbnacktheit“ zu begeistern, oder du kannst sie ausbauen.

Wenn Männer Voyeure sind ...

Männer lieben die Vermutung, dass unter deiner zur Schau getragenen Hülle noch etwas verborgen ist, was mindestens schön aussieht, und was vielleicht auch einmal zum Vorschein kommen könnte. Das ist eine Tatsache, und deswegen sagen wir ja, dass alle Männer Voyeure sind. Meine Freundin Antje sagt immer: „Mich stört nicht, dass sie gucken - mich stört höchstens, wie sie gucken.“

Ich will euch etwas sagen: Ihr könnt sowieso nicht verhindern, dass sie gucken. Alles klar, so weit? Und nein, du machst dich nicht zum Objekt der Begierde, wenn du weißt, wie deine verhüllten Brüste wirken. Es ist immer besser, etwas zu wissen als überrascht davon zu sein.

Die Braven und die Abenteurerinnen

So weit zu den Braven , die wissen, was sie tun, aber nicht mit dem Feuer spielen. Und da kommt nun die Kernfrage: Sind Frauen Exhibitionisten?

Eigentlich nicht, sagen uns Psychologen. Aber sie schränken das ein:

An manchen Orten, vor allem an „textilfreien“ Stränden (nicht notwendigerweise FKK), während des Karnevals (zum Beispiel beim Mardi Gras) und einigen anderen Veranstaltungen, bei denen die üblichen Regeln aufgehoben werden, entblößen Frauen ihre Brüste- oder noch viel mehr. Aber das ist kein Exhibitionismus, denn dabei fehlt echter Voyeurismus, denn (nun wörtlich, 2):

Denn Voyeurismus beinhaltet mehr als das Betrachten von Nacktheit, es bedeutet, Menschen beim Sex zuzusehen. Dafür muss man Sex- oder Swingerklubs besuchen.


Wen wir auch fragten: Frauen gelten nicht als Exhibitionistinnen, aber durchaus als Rollenspielerinnen - sie spielen dann mit ihren Dessous, mit ihren lasziven Bewegungen und mit ihrer Nacktheit. Und es ist eine Frage des „spielerischen Selbstbewusstseins“, ob sie damit Verführen oder nicht.

Viel Haut zeigen - fragwürdiges Benehmen?

Bei Dates kannst du es erleben (oder ausprobieren). Du setzt dich besonders hübsch in Positur, präsentierst dich schicklich, aber trotzdem auffällig sexy und fragst deinen Partner: „Und gefällt dir, was du siehst?“ Er wird es verstehen.

Ob es nun fragwürdig ist oder nicht - beim Flirt wie beim Date spielt der weibliche Exhibitionismus immer eine geheime Rolle, die du annehmen oder ablehnen kannst. Sie anzunehmen, bedeutet, sie kontrollieren und beherrschen zu können. Sie abzulehnen, bringt dich auf unsicheres Terrain, vor allem, wenn du trotz alledem ausstrahlst, dass du begehrt werden möchtest.

Aber das weißt du wahrscheinlich so gut wie ich, oder?

(1) Zitat einer Frau, die über "ihren" Exhibitionismus schrieb.
(2) Zitat aus "Psychology Today", die Vorrede musste etwas angepasst werden, da die meisten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland unbekannt sind.

Schön, klug oder lustvoll?

Woher weiß ich, dass ich schön bin?“ scheint eine der Fragen zu sein, die junge Frauen besonders umtreiben.

Nein, das ist nicht gut - denn wenn du deine Schönheit in den Vordergrund stellst, konkurrierst du öffentlich und jederzeit mit allen anderen Frauen dieser Erde (oder jedenfalls deiner Stadt oder deines Viertels).

Frau zum "Vorzeigen"?

Klar - Männer umgeben sich gerne mit „schönen“ Frauen in der Öffentlichkeit - aber das heißt gar nichts. Denn sobald sich die Wohnungstür hinter dir und einem Mann schließt, zählt alles andere: Wie charmant, nett, süß oder sexy du bist, ob du einen Mann erregst und verführen kannst, welche seiner Lüste du erfüllen kannst ... und nicht nur das.

Schöne Frau - gut im Bett?

Denn außer einem Bett hat ein Mann auch noch andere Gegenstände in seiner Wohnung, und außer seinem Penis hat er auch noch sein Hirn. Und ein Mann kann sehr wohl unterscheiden, ob du das Bündel von Eigenschaften besitzt, das er sich wünscht. Und du darfst auch sicher sein: Schönheit zählt in erster Linie, wenn der Mann mit dir herumprahlen will. Wenn er Sinnlichkeit, Lust und Leidenschaft sucht, wird er schätzen, wie du dich an- und ausziehst und was du mit deinem Körper anzufangen weißt (und mit seinem, versteht sich). Und sollte er tatsächlich Ehepläne hegen, dann wir er sehr genau prüfen, wie du dich als Ehefrau machen würdest.

Schönheit ist begehrt - und dann?

Mach dich von dem Gedanken frei, dass ein Mann dich „um deiner selbst“ liebt, wenn er dich heiratet. Es gehört zwar zu den Grundaussagen, ja geradezu zu den Gebräuchen von Liebenden, aber es ist dennoch Teil der romantischen Illusion - und daher keine Lüge. In Wahrheit sieht der Mann in dir eine Summe von Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihm nützen wird. Und nun denk noch mal nach. Warum sollte ein Mann eine schöne Frau wollen? Welchen Nutzen oder Genuss hätte er davon? Übrigens gelten die meisten dieser Sätze auch umgekehrt: Die Frau sieht auch im Mann in erster Linie die Summe von Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihr nützen. Wenn sich ein Paar nur von den Verklärungen der Verliebtheit leiten lässt, wird es erst hinterher feststellen, was noch alles „passen“ muss.

Schön zu sein ist nicht wirklich nötig

Du musst nicht schön sein. Viele Frauen, an deren Treppenstufen die Männer wimmerten, hatten weder betont schöne Körper noch schöne Gesichter. Selbst sehr bekannte Frauen mit Dutzenden von Liebhabern waren nicht „wirklich schön“, sondern übten auf ihre Lover bestenfalls eine erotische Faszination aus.

Ist es für Frauen akzeptabel, in Strip-Klubs zu gehen?

Schaut her - ich zeige euch etwas ...
Um Missverständnissen vorzubeugen: wir wissen, wie manche Frauen auf strippende Männer reagieren - da fallen alle Schranken, die sie im Alltag aufbauen. Aber wie denken Frauen eigentlich über Tänzerinnen, die sich auf der Bühne ausziehen oder ihren Körper völlig nackt auf der Bühne präsentieren?

Strippen bedeutet im Grunde nur, sich effektvoll auszuziehen, sodass Männern das Wasser im Mund zusammenläuft und sich ihre Hosen spannen. Geschieht das auf einer großen Bühne, wie beispielsweise auf Erotik-Messen, sind Berührungen zwischen den Damen und den Zuschauern so gut wie ausgeschlossen. In kleineren Etablissements ist es aber durchaus üblich, dass die Damen und das Publikum einander näher kommen - und sei es nur, um die berühmten Dollarscheine in den Slip zu stecken. In einigen kleinen, eher verschwiegenen Läden ist es sogar üblich, dass die Tänzerinnen sich nach ihrer Show ins Publikum setzten. Wenn es Separees gibt, kann der Mann die Dame auch dorthin einladen, um sich an einem „Privatstrip“ zu erfreuen.

Und nun die Frage: Würde eine "echte" Dame jemals einen solchen Klub betreten oder sich an einer solchen Show erfreuen?

Frauen auf Erotik-Messen und in Strip-Klubs
Mitten in der Show

Oh ja ... auf Messen sieht man immer wieder einzelne Frauen, die genau beobachten, wie sich die Dame auf der Bühne entkleidet, wie sie sich bewegt und auf welche Weise sie die Männer erregt. In Strip-Klubs, insbesondere in erotischen Cabarets, kann man immer wieder Frauengruppen beobachten, die mit leuchtenden Augen auf die schönen jungen Frauen schauen, die sich auf der Bühne entkleiden - und die sogar dann noch begeistert sind, wenn der Schlussakt ausgesprochen frivol ist.

«Frauen kommen entweder am Wochenende oder dann, wenn sie sich bei ihren üblichen „Mädchenabenden“ langweilen», berichtete eine Tänzerin. Und eine Barfrau erzählt: «Diese Gäste unterscheiden sich deutlich von den Männern, die zu uns kommen. Die Frauengruppen wollen ihren Spaß haben, und sie schauen genau an, was die Tänzerinnen tragen, und wie sie es ausziehen.»

Sind Frauen lesbisch, die Stripperinnen sehen wollen?

Ob diese Frauen heterosexuell sind? Normalerweise sind Frauen dann von anderen Frauen „angetan“, wenn sie sich sinnliche bewegen. Das kann Bewunderung sein oder aber auch die Lust am fremden weiblichen Körper. Oder einfach „Lust an sich“.

Versuchen weibliche, Gäste manchmal, die Tänzerinnen erotisch „anzumachen“ oder mit ihnen in ein Separee zu gehen?

«Meist nicht wirklich» , sagt eine Stripperin, die auf Frauen wie Männer gleichermaßen attraktiv zu wirken scheint. «Manchmal kommen sehen sie meine Show und laden mich dann zu einem privaten Strip im Separee ein. Das ist wohl irgendwie erregend für sie - aber ich glaube, es geht um Macht. Sie wollen mal „die Puppen tanzen lassen“, wie die Männer. Und sie wollen zeigen, dass sie es sich leisten können.»

Was Frauen in Strip-Klubs lernen

Die Besucherinnen, die ich sprechen konnten, waren keinesfalls empört über das, was sie sahen. «Jede Frau will doch verführerisch sein, wenn’s drauf ankommt», sagte uns eine Dame gegen 50, die mit ihrem „Damenkränzchen“ in einen Klub gegangen war.

Das wissen auch die Frauen, die auf der Bühne ihre schönen Körper präsentieren. «Hier gucken sich die reiferen Damen ab, wie sie in ihre Dating-Partner unvergesslich verführen können.» erzählte eine Tänzerin, und eine andere sagte, von jüngeren weiblichen Gästen «Sie lernen von uns, wie man sexy sein kann - und wenn sie wieder nach Hause gehen, dann probieren sie das mit ihren Freunden oder Lovern aus.»

Der Artikel beruht auf Gesprächen und Beobachtungen unserer Berichterstatterin, ergänzt durch Informationen aus einem britischen Stripklub. Außerdem lasen wir „Cosmopolitan“