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Besuche das Land der Fantasie, aber ziehe nicht dorthin

Vorsicht bei der Umsetzung von Fantasien - die Realität ist oft hart und hässlich
Viele Menschen suchen nach dem besonderen in der Lust, dem absoluten Kick. Sie wollen entweder, dass sich die Lust bis an die Grenzen des Möglichen oder erträglichen steigern lässt. Oder sie wollen, dass sie ihren Körper anderen erotischen Herausforderungen aussetzen, die sie in neue Sphären der Gefühlswelt tragen.

Was viele von den Neugierigen nicht wissen: es gibt eine Grenze zwischen frivolen Rollenspielen (S/M, Unterwerfung, BDSM, Fetische) und der Realität. Eine Realität ist dadurch gekennzeichnet, dass der Spielbereich nicht mehr als eindeutig abgrenzbar wahrgenommen wird, sondern das Rollenspiel in die Realität übergeht oder in ihr verschwindet. Ist dies der Fall, so droht Gefahr für Körper, Geist, Psyche und vor allem der Freiheit.

Dabei geht es nicht um Menschen, die als „psychisch krank“ abgetan werden können – sondern um solche, die sagen: „ja, klar ist das nicht alles OK, aber was geht es mich an? Hauptsache es funktioniert!

Was dabei funktioniert, ist psychische Manipulation, die heute sogar in Seminaren gelehrt wird – sehr zum Leidwesen jener Verhaltens- und Erfolgstrainer, die diese Formen der Gehirnwäsche ablehnen. Menschen, die andere unterdrücken wollen, suchen sich oftmals schwache, aber neugierige Personen aus. Was dann folgt, ähnelt der sozialistischen Salamitaktik: das Opfer gibt zunächst freiwillig „ein bisschen Freiheit“ auf, um schließlich immer größere Bereich der eigenen Freiheit aufzugeben, und am Ende ein völliger Abhängigkeit zu leben. Der Weg zurück ist – vor allem durch die parallele Gehirnwäsche, nahezu unmöglich.

Oh ja – man/frau kann darüber fantasieren, was wäre, wenn … und das Rollenspiel in Sicherheit und Geborgenheit ist ja der gültige Versuch, ein „was-wäre-wenn“ Spiel zu vollziehen.

Insofern ist auch das, was uns die „Shades of Grey“ vorgaukeln, ein Märchen, eine Mischung aus Cinderella und „Alice hinten den Spiegeln“. Alice ist ein recht gutes Beispiel: Es gibt einen Weg zurück aus der Welt des Spiels, bei dem Figuren gesetzt werden wie auf dem Schachbrett. Die Spiegelwelt ist eine Scheinwelt, in der man sich nicht verirren darf.

Das eigentlich Entscheidende: in der Welt der Realität gib es immer und jederzeit einen Weg hinaus – und die Türen müssen immer offen stehen. Dies gilt im eigentlichen Sinn wie auch im übertragenen Sinn. Man kann körperlich, räumlich, finanziell, emotional und sozial gefangen sein und nicht immer sind die Fesseln sofort erkennbar. Nur, wer ständig Türen öffnen und schließen kann, wie er will, ist wirklich frei.

Lesen Sie dazu auch "notjustbitchy"

Bild: Unbekannter Künstler, Ausschnitt

Wie pervers ist eigentlich … gleichgeschlechtlich zu lieben?

Bi oder nur neugierig?
Auf die Frage bekommst du von heterosexuellen Frauen wenig Antworten und von heterosexuellen Männern gar keine. Nur das kann ich dir sicher sagen: Bei Männern ist die Hemmschwelle größer als bei Frauen, und Männer sind auch nicht so leicht verführbar, weil sie Angst davor haben, in „Schwulitäten“ zu kommen. Aber – potz Blitz – viele Menschen tun’s einfach.

Gleichgeschlechtlich für Heterosexuelle - nicht pervers, wenn es einfach Freude macht

Du weißt wahrscheinlich, dass Frauen einander im Alltag körperlich „anders“ näher kommen als Männer. Daraus ergibt sich, dass Frauen mehr Gelegenheiten haben – und wenn dann die Bereitschaft da ist, dich verführen zu lassen … na ja, dann passiert es eben. Übriges sind Frauen nicht lesbisch oder bi, die’s mal probieren. Männer auch nicht. Behauptet wird, dass Männer hinterher ein bisschen verwirrt sind, weil’s ihnen doch Freude bereitet hat. Mehr dazu acuh im Lexikon unter "heteroflexibel".

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr einem Drittel bei Frauen (abhängig von der Fragestellung) und gegen einem Fünftel bei den Männern. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um homosexuelle Menschen handelt, von denen die Rede ist, sondern um heterosexuelle.

Wie pervers ist eigentlich … Liebe zu dritt?

Sinnlich ... aber auch gefährlich: der Dreier
Liebe zu dritt ist zwar nicht pervers, aber sie kann Beziehungen ruinieren. Der Wunsch, sich mit mehreren männlichen Exemplaren zu paaren, ist nicht ungewöhnlich in der Natur. Und für die männlichen Säugetiere und insbesondere die Primaten gehört sowieso zum Lebensstil, sich mit weiblichen Wesen zu paaren, so oft dies möglich ist. Geschieht dies kurz nacheinander, ist eigentlich alles in Ordnung – bis auf die Tatsache, dass es beim Menschen die Psyche ruinieren kann – und die Beziehung eben auch. Also: Pervers ist es nicht, aber sehr delikat. Wer es psychisch nicht aushält, sollte es nicht wagen.

Dreier ist nicht gleich Dreier - aber "pervers" ist der Dreier nicht

Dreier teilen sich in MMF und MFF. Sie unterscheiden sich aber nicht nur darin, sondern auch dadurch, dass in manchen Dreier Bi-Kontakte erwünscht, in andren aber ausdrücklich unerwünscht sind. Man nent sich auch "Triole" oder "ménage à trois". Es handelt sich nicht um "Dreiecksbeziehungen".

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr 85 Prozent bei Männern und zu maximal 45 Prozent bei Frauen, abhängig von der Konstellation.

Wie pervers ist eigentlich … Analverkehr?

Leuchtendes Beispiel für Sex? Der Po
Alles, was den Anus betrifft, liegt in einem Bereich, den wir als „schmutzig“ auffassen. Und die Rosette protestiert ja auch, wenn da etwas rein will – egal, ob Fieberthermometer, Zäpfchen, Analdildo, Finger oder Penis. Vom Doc kann man dabei viel lernen: Der nimmt Gleitmittel, wenn er wegen irgendetwas mal durch die Öffnung muss. Das ist auch der beste Tipp für dich: Egal, was rein soll – es flutscht bessre mit Gleitmittel. Ob’s wehtut oder gut tut? Am Anfang tut’s weh, dann ist es nicht mehr so schlimm. Männer können ganz verrückt danach werden, egal, ob homosexuell oder heterosexuell. Das liegt an einem besonderen Organ, der Prostata. Wird sie angetippt, dann reagiert sie sofort. Ob es jemand mag oder nicht, ist abhängig von seinem Schmerz- oder Lustempfinden. Aber Frauen brauchen definitiv längere Übung, falls sie dabei Lust empfinden sollen.

Analverkehr ist nicht pervers, aber du solltest wissen, was du tust

Wenn ihr richtige Informationen haben wollt, wie’s geht und ob es euch wohl gefallen würde, dann seht auf Seiten nach, auf denen darüber geschrieben wird. Eines ist sicher: Du brauchst Gleitmittel, bevor du’s versuchst.

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr einem Drittel (Frauen, passiv) und zwei Drittel (Männer, aktiv).

Sex – Solo, Duo, Trio, Quartett oder Orchester?

In der Fantasie ist alles denkbar ... die Realität setzt Grenzen
Klar fragen wir uns, was euch interessiert. Für die romantische Liebe, das haben wir registriert, benötigt ihr zwei Personen und für die meisten Spielereien auch. Aber reicht das für euch aus?

Das intensive Solo

Eine Person kann den Sex ziemlich plastisch erleben, wenn der Rest der Prozedur aus dem Gehirn sprudelt. Dann kann die Lust sogar stärker werden als zu zweit. Für Personen: höchster Lustgewinn, oft höher als im Duett. Nachteil: Man weiß, was als Nächstes passiert, und das langweilt auf Dauer. Manche Bloggerinnen leben davon, die zur Solo-Lust notwendigen Tools zu testen und zu promoten.

Das lustvolle Duo

Zwei ist die ultimative Lösung für fast alles in der Erotik und beim heftigen ungestümen Sex – besonders, wenn du nicht so genau weißt, was als Nächstes passiert und die neugierig darauf bist. Und das Duo ist auch am interessantesten für echte Beziehungen, aber dann segelt es zunächst in Richtung Glückseligkeit – und da gehen die Jalousien erst einmal herunter. Und was Druckknopf-Sex betrifft: Interessiert keinen Menschen mehr. Mittlerweile sind auch Blogs für Partnersuche und junge Paare ziemlich ausgelutscht. Nach ein paar Jahren lässt die „Fleischeslust“ nach, und dann fragen vor allem junge Frauen danach, wie sie ihre Jungs wieder anheizen können. Dessous, Strapse, sexy Fummel und Rollenspiele sind dann Thema. Vorteile für Paare: Sicherheit, auch bei Experimenten. Nachteil: Frauen kommen seltener zum Orgasmus, Männer sind eindeutig im Vorteil. Für Blogger(innen): Artikel über Toys, Werkzeuge, Fetische, Schläge, Dessous und Rollenspiele. Und Anleitungen zum „heftigen“ Verführen.

Im Trio – selten, aber wer ist nicht neugierig?

Drei ist kompliziert. Die Triole oder der Dreier wurde hier ja schon mehrfach behandelt aber es gibt wenige, die’s tatsächlich erlebt haben. Und noch weniger, denen es gefallen hat. Und von denen, die es probiert haben und denen es gefallen hat, haben ganz wenige Variationen erlebt. Ist der Dreier deswegen so interessant? Reale Dreier sind selten „gleichberechtigt“ – das macht sie so eigenartig und für manche so einzigartig. Die Gefahren sind hinreichen bekannt, aber wenn die Lust das Hauptziel ist, werden sie weiterhin angestrebt – oder man träumt jedenfalls davon. Vorteile: Abenteuer. Nachteil: Gefahren lauern vor allem für den „Dritten“ oder die „Dritte“. Für Blogger(innen): Werbung vor allem für Storys, Bücher und dergleichen mehr, eventuell Toys und Casual Dating.

Das ausgewogene Quartett

Es war lange Zeit en vogue, und jetzt ist es etwas still um Sex mit zwei Paaren geworden. Partnertausch ist aufregend, erregend und frivol, aber er kann auch ziemlich zerstörerisch sein. Da Hauptproblem besteht darin, passende Paare zusammenzubringen – das ist auch in Zeiten des Internets nicht so einfach. Und die Emotionen schießen manchmal durch die Wand. Dann kann es Ärger geben. Vorteile: Alles bleibt „unter uns Vieren“. Nachteile: Passende Paare sind rar, und Internet-Bekanntschaften sind heikel. Für Blogger(innen): Zu verdienen ist so gut wie gar nichts damit, außer vielleicht mit Casual-Dating-Agenturen. Artikel und Storys sind gut für die verbliebenen Neugierigen.

Orchester- vielstimmig, aber nicht immer stimmig


Gang-Bangs, Partouzen oder Orgien sind schwer zu arrangieren, es sei denn im „üblichen“ Swinger-Milieu oder in speziellen Gruppen, die auch sonst eigenartige Rituale praktizieren. Vorteile: Man amüsiert sich, falls man’s mag. Nachteile: meist nur für Paare oder „Eingeweihte“ und nicht immer risikofrei. Für Blogger(innen): Viele wollen wissen, wie’s funktioniert. Die Neugierde ist groß, denn auch, wer’s niemals tun wird, will wissen, was geht und wie es geht. Verdienstmöglichkeiten: bestenfalls Werbung für Bücher zum Thema.

Doppelkonzert

Keine Frage – lustvolle Begierden unter Frauen erfreuen sich größter Beliebtheit – und war bei Frauen und bei Männern. Männer untereinander werden weniger wahrgenommen, weil sich kaum Frauen dafür interessieren, und man braucht eben – Leserinnen. Vorteile: abhängig von der Toleranz und Neigung der Person. Nachteile: üble Nachrede. Für Blogger(innen): Die Neugierde ist groß, wie es sich „wirklich“ anfühlt, zum Beispiel unter Bi-neugierigen Frauen. Verdienstmöglichkeiten: Werbung für Bücher, auch seriöse Romane, eventuell für einschlägige Dating-Portale.


Percussion

Die Gruppe von Menschen, die Flagellation und andere SM-Rollenspiele als Lebensstil pflegen, ist klein, aber zahlungskräftig. Allerdings liest man dort überwiegend Blogs und Foren, die man jederzeit „abnicken“ kann. Auf der anderen Seite ist das virtuelle Interesse unter jungen Frauen an Schmerlüsten groß, und dieser Trend ist noch lange nicht vorbei. Vorteile beim Tun: Der Horizont der Lüste wird bunter. Nachteile: Es ist nicht alles ganz hasenrein, was Neulingen vorgeschlagen wird. Aber: Paare sind oft sehr interessiert, wie sie ihr Liebesleben damit aufheizen können. Und die Fantasie schlägt sogar Purzelbäume. Verdienstmöglichkeiten: Werbung für Bücher (Trivialliteratur, erotische Literatur), Geräte und Instrumente (teils sehr teuer) eventuell für einschlägige Dating-Portale.

Na, und woran seid ihr interessiert? Sagt es uns bitte.