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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche – Frauen, Gewinner, Dominas und Kurven

Interessante Themen gesucht? Die findet ihr diese Woche in der Liebeszeitung. Es geht um Frauen und Männer, Winner und Loser, Singles und Paare, Ehebruch und Eheversprechen, moderne Männer und Lustgreise. Und um mich. Doch davon später.

Die Gewinner und Verlierer um Partner(innen) - 2022

Montag hatten wir gleich zwei Themen, die Singles interessieren: Das Erste: wir haben die Gewinner und Verlierer bei der Partnersuche gefunden. Es war nichts schwer, weil jeder Experte inzwischen weiß, woran es liegt, aber es muss auch mal in die Köpfe der Singles herein.

Das Ende der Pandemie, wenn es denn kommt

Wenn 2022 urplötzlich die Pandemie zum Stillstand käme, was wäre dann anders? Moralisten, Geschäftemacher und Kirchgänger, auch manche rechtsgerichteten Parteien, wünschen sich den „Normalzustand“ anno 1900, 1946 oder zu anderen Jahreszahlen zurück, die ich besser gar nicht nenne. Es ist ein einziges Gebilde von Schönrednerei. Menschen haben und hatten Bedürfnisse, und sie zu haben, ist ihr Naturrecht. Also wird es 2022 Schwierigkeiten damit geben, sie durchzusetzen oder auch abzuwehren.

Männer suchen kaum Intellekt bei Frauen - aber viel mehr

Frauen wird überraschen, was Männer in ihnen suchen – und es ist nicht Intellekt. Wohl aber Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und Gelassenheit. Schon gewusst? Übrigens war „Klugheit und Gelassenheit“ immer schon gefragter als „Intellekt und Aufregung“ - nicht nur bei Frauen. Die gegenwärtige Idee, Ehen vom „Bildungsgrad“ abhängig zu machen, ist also – Bullshit.

Frauen und „etwas sein wollen“

Und wir machen geradezu weiter bei Frauen, die etwas „sein“ oder „nicht sein“ wollen, und wenn sie weder etwas sind, noch etwas nicht sind? Dann beklagen sie sich manchmal, auf andere wie etwas zu wirken, das sie sind oder nicht sind. Wir dröseln das Problem auf. So viel vorab: Eine Dame wirst du nie, wenn du … eine sein willst. Wir reden sogar über Göttinnen udn Königinnen.

Ist es Ehebruch, sich „Fremd-Dominieren“ zu lassen?

Ein Thema, das mir zugeworfen wurde: Ist es Ehebruch, zu einer Frau (oder einem Mann) zu gehen, die/der dominant ist? Und ist es vom „Eintrittsgeld“ abhängig, ob Untreue vorliegt oder nicht? Ein harter Brocken? Lest selbst.

Frau zum Anfassen

Wir haben Kollege Gramse überlassen, etwas über „kurvige“ Frauen zu schreiben. Sogar dem alternden Genießer war zu viel, was dieser Tage über „Kurven zum Anfassen“ geschrieben wurde.

Und am Schluss

Neue Grafiken, neue Quellen, neue Sichtweisen – die Liebeszeitung kommt euch 2022 zwar nicht neu – aber mit mehr Informationen und mehr Tacheles. Und genauso das ist auch nötig, wenn Werbung nervt, Fake News aussehen wie echte Informationen und Interessengruppen versuchen, auf unsere Gefühlswelt Einfluss zu nehmen. Und nicht nur deswegen schreibe ich auch wieder persönlich für dich, euch und Sie. Anfragen sind willkommen.

Ein wundervolles Wochenende für alle – bitte gesund bleiben, den Humor nicht verlieren und Päckchen packen für die Zukunft. Denn die kommt ganz sicher.

Was wollen Männer wirklich von Frauen?

Wird er eine gute Wahl treffen?
Das wichtigste an ersten, zweiten und dritten Begegnungen ist, keine „Rolle“ zu spielen, sondern ein eigenständiger Mensch zu sein. Viele Frauen glauben aber, dass Männer auf Tricks hereinfallen, wie etwa „sexy“ zu sein oder ein enormes Potenzial zu haben - es kann in Sinnlichkeit, sozialem Verhalten oder Intelligenz bestehen. Wer es wirklich hat, kann damit auch punkten – wer es hingegen überschätzt oder vorspielt, fällt schnell durch das Raster. Auch gängige Klischees, wie ein „Genussmensch“ oder „Familienmensch“ zu sein, sind blasse Eindrücke, die zunächst gut klingen – doch darauf kommt es in Wahrheit gar nicht an.

In diesem Artikel geht es vorrangig darum, was Männer von Frauen erwarten. Ein Teil trifft aber auch darauf zu, was Frauen von Männern erwarten.

Dein Auftritt

Bevor ich auf einzelne Eigenschaften eingehe: Bei deinem ersten Auftritt vor einem Mann zählt das Gesamtbild, die sogenannte Erscheinung. Sie besteht aus der Körperhaltung, der Bewegung, den schnell erkennbaren Emotionen und aus der Kleidung. Selbst wenn ich niemals rate, eine Rolle zu spielen: Du solltest wissen, wie du bei deinem Auftritt wirkst. Der unterscheid zwischen „ich komme irgendwo herein und mache irgendetwas“ und „ich trete irgendwo auf und weiß genau, was ich tue“ macht den Unterschied.

Und nun zu den Eigenschaften, die du möglichst haben solltest, wenn du einem Mann gefallen willst.

Zehn Eigenschaften,die Männer in dir suchen

1. Selbstvertrauen

Zunächst zur Ausnahme: Es gibt immer noch Männer, die „Betthäschen“ wollen. Doch was ist ein „Betthäschen“? Es ist eine Frau, die sich „übertrieben verfügbar“ macht. Und das ist nicht gefragt, es sei denn, du suchst einen ONS und nicht sonst. Selbstvertrauen zeigt sich äußerlich beispielsweise in der Sitzhaltung. Eine Frau, die sich ihrer Emotionen wie auch ihrer sozialen Fähigkeiten sicher ist, fühlt sich ungleich wohler als eine unsichere Frau. Und „Wohlfühlen“ strahlt aus. Hast du schon einmal von jemandem gehört, dass er (oder auch sie) sich in deiner Gegenwart wohlfühlt? Dann hats du die ersten Punkte gesammelt.

2. Unabhängigkeit

Vielleicht erstaunt dich, dass ich Unabhängigkeit an die zweite Stelle setzte. Also: Wie unabhängig bist du? Hast du zwei Pferde und vier Hunde? Kannst du dir niemals vorstellen, umzuziehen? Bist du abhängig von jemandem? Suchst du jemanden, der dich „vollständig“ macht? Willst du alles mit einem Mann zusammen machen? Das alles würde dafürsprechen, dass du abhängig bist – und möglicherweise auch von deinem Partner erwartest, von dir abhängig zu sein. Glaube mir – das geht nicht lange gut. Wenn du aber eigene Interessen hast, deine eigene Welt hütest und möglichst einen Job hast, der dich wirklich interessiert, dann hast du etwas gewonnen. Der Grund ist einfach: Du kannst kein festes „Schema“ heiraten. Du heiratest eine Person.

3. Gelassenheit und Freundlichkeit

Freundliche Gelassenheit zeichnet Menschen aus, mit denen Männer (und sicher auch Frauen) leben möchten. Diese Eigenschaften vermittelt Sicherheit – ein Vorteil, wenn man beabsichtigt, jemanden für lange Zeit (beispielsweise für eine Ehe) zu suchen. Übrigens bedeutet „gelassen zu sein“ nicht, keine Ideen zu haben oder Ideen zu verhindern.

4. Humor, Lächeln, Lachen

Den Humor zu behalten, ist in vielen Situationen wichtig. Wenn du eine Ungeschicklichkeit seinerseits mit Humor nimmst, wenn du ihn häufig freundlich anlächelst und an den richtigen Stellen lachst, dann gewinnst du gegenüber anderen. Einzige Ausnahme: Wenn er „unverschämt“ wird: Klare Kante zeigen, aber höflich bleiben.

5. Echte Gefühle zeigen – niemals Gefühle „spielen“

Wer weiß noch, was eine „Zicke“ ist? Der Ausdruck ist nicht mehr populär, der Typ schon noch. In Wahrheit versuchen Frauen, die als „Zicken“ bezeichnet werden, mit etwas zu punkten, das sie nicht besitzen, also eine Schau abzuziehen. Was Männer wollen, ist eine Frau, die emotional ausgeglichen ist und die Emotionen, die sie besitzt, nur dann zeigt, wenn es um Liebe und Leidenschaft oder existenzielle Fragen geht. Also: Wenn Emotionen, dann bitte echt und mit Hingabe.

6. Zurückhaltung statt falscher Neugierde: Nie sollst du mich befragen …

Jeder Mann hat Geheimnisse. Frage also nicht nach all seinen Ex-Freundinnen, schon gar nicht nach intimen Details. Stelle auch niemals die Frage „wie stellst du dir deine Traumfrau vor?“ – nimm an, dass sie vor ihm sitzt. Verblüfft? Überleg mal scharf ...

7. Deine Einstellung gegenüber anderen Frauen

Wenn du versuchst, andere Frauen abzuwerten, um sich selbst zu überhöhen, gehst auf einem schwankenden Seil durchs Leben. Der Mann, den du triffst, will wissen, wie du selbst bist – und nicht, wie du im Vergleich zu anderen Frauen bist.

8. Deine Kleidung

Bei der Kleidung scheiden sich die Geister. Die beste Regel: Trage Klamotten, in denen du dich selbst wohlfühlst, aber bitte keine „Schlafanzüge“ aka“ Loungewear“. Wenn du einen Mann triffst, der etwas „im Leben darstellt“, dann erwartet er auch von seiner Partnerin, dass sie sich in der Öffentlichkeit entsprechend kleidet. Ein Fehler, der vielen Frauen nicht bewusst ist: Trage keine Kleidung, die zu viel nackte Haut zeigen, vor allem keine zu kurzen Röcke oder übertrieben große Ausschnitte.

9. Deine Ziele

Männer mögen Frauen, die noch Ziele im Leben verfolgen. Die eigene Motivation ist ein Zauberwort – und wer motiviert ist, kann im Notfall auch mal den anderen motivieren. Passivität und negative Haltungen verhindern so gut wie alles, was zwischen zwei Menschen möglich ist.

10. Deine Lust

Wenn du deinem Partner niemals sagen würdest: „Du, ich habe Lust auf dich - lass uns zu mir gehen“, oder wenn du sonst Ängste hast, dich einzulassen – ja, dann merkt es der Mann. Wahrscheinlich wir ein höflicher Mann eine Floskel finden, um dich abzulehnen. Er wird dir (leider) nie sagen, dass du nicht infrage kommst. Also: Wenn du kannst, dann sag, wann du Lust hast und wie du sie gerne mit ihm erleben möchtest.

Mein Fazit: Männer bemerken mehr, als ihr ahnt

Männer gelten bei vielen Frauen als „Stoffel“, die „sowieso nichts bemerken“. Das ist ein schwerwiegender Fehler in der Einschätzung. Männer vermuten allerlei hinter der Stirn, unter der Bluse oder im Emotionsvorrat. Und die meisten haben schon Erfahrungen damit, was all die Täuschungen und Hohlphrasen bedeuten, die sie von Frauen hören. Und nahezu jeder Mann hat dich bereist eingeschätzt, wenn du durch die Tür kommst.

Tränenausbrüche – nicht ohne die Hilfe von Fremden?

Ob ein Comic angebracht ist? So ernst ist es auch wieder nicht ...
Weinen mindert Stress, reinigt die Seele und kann unsere positiven Gefühle zurückbringen

Der Spruch oben (1) ist so eine Art esoterisch-psychologische Sicht auf die Tränen mit Sahnehäubchen.

Wer über Tränen aus dieser Sicht nachlesen will, der findet zumeist diese Erklärungen: Wenn wir uns einmal richtig „ausweinen“, dann hat dies eine heilende Wirkung. Verhindern wir die Tränen jedoch, so hat dies möglicherweise negative Auswirkungen auf Körper, Geist und Gemüt.

Tränen als Mittel der Kommunikation und Manipulation

Neutraler betrachtet, gelten Tränen als Mittel der Kommunikation. Die positive Seite ist schnell beschrieben: Demnach „ruft ein weinender Mensch vor allem Mitgefühl bei anderen hervor.“ Damit, so heißt es weiter, werde eine „neue Form der Nähe zur Person“ geschaffen. Doch die Kehrseite sieht so aus: Wer weint, will damit etwas erreichen, und vielen Kindern jedes Alters und beiderlei Geschlechts gelingt dies ganz vorzüglich. Weil es so erfolgreich ist, „Tränen im Knopfloch“ zu führen, wird diese Möglichkeit auch im Erwachsenenalter immer dann genutzt, wenn sich jemand auf die „sanfte Art“ durchzusetzen will. Manche Frauen haben sie kultiviert – und es wirkt offensichtlich ganz vorzüglich.

Halten wir also mal fest: Tränen sind nicht nur ein natürliches Mittel der Evolution - sie können auch zur Manipulation verwendet werden.

Das wird ganz gut von einem Wissenschaftsmagazin (2) erklärt:

Einerseits schreibt man weinenden Menschen zu, warmherziger und freundlicher, aufrichtiger und ehrlicher zu sein, andererseits werden sie oft auch als wahrscheinlich emotional instabiler, inkompetenter und manipulativer eingeschätzt.

Heftige Emotionen erzeugen – und ein Ende in Tränen?

Nun gibt es zwei Aussagen, die den „ganz normalen“ Menschen verwirren mögen:

„Ich möchte endlich einmal wieder richtig weinen.“

„Ich möchte jemanden dazu bringen, vor meinen Augen zu weinen, weil ich echte Emotionen von der Person sehen will.“

Die erste Gruppe bekommt sofort und unmittelbar Respekt: Sie hat offenbar Grund, sich einmal wieder richtig den Tränen hinzugeben, und sie erhofft sich dabei eine Art „innere Reinigung“.

Die zweite Gruppe erzeugt unser Misstrauen: Uns befremdet, wenn sich jemand erbietet, uns im Erwachsenenalter zu „erziehen“, und wir empfinden als „entehrend“, wenn es jemandem gelingt. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob die Tränen durch Demütigung allein oder durch Schläge und Demütigungen erzeugt werden.

Kommt euch die Sache bekannt vor? Erinnert euch die zweite Gruppe an unnachgiebige Erzieher(innen)? An Frauen und Männer, die rücksichtslos ihre Macht ausübten, so lange bis sie einen anderen „auf die Knie gezwungen“ hatten? Denkt ihr an Sadisten und die schauspielerischen Darsteller solcher Sadisten?
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Sex und Dating - Trends 2022? Vergiss es!

Ich wage es - Tacheles zum 1. Januar 2022
Ich wage mal wieder eine Prognose – und bind einige Themen ein, die mir schon lange am Herzen liegen.

Dating-Trends

Es tut mir leid, aber für 2022 sind weder Dating-Trends noch Innovationen im Bereich des Kennenlernens zu erwarten. Trends nicht, weil „Trends“ beinhaltet, dass die Phänomene massenhaft auftreten müssen und dabei auch noch Erfolg versprechen müssen. Klare Ansage: Solche Trends gab es nicht und sie wird es auch 2022 nicht geben. Sie sind eine Erfindung von Bloggern und „sozialen“ Netzwerkern.

Kennenlern-Trends

Die Betonbauer der Dating-Branche rühren weiterhin Zement mit Sand und Wasser an. Sie vertrauen darauf, dass ihr Supersimple-Konzept, das nun über 20 Jahre alt ist, auch weiterhin Früchte trägt. Die Idee ist nicht einmal abwegig, weil sie immer noch funktioniert. Denn wer ernstlich sucht, hat keine Lust, Bildchen anzugucken. Und ein Vorschlag pro Tag aus der Lostrommel zu ziehen, ist ein Treppenwitz, aber keine Alternative. Fazit: Trends werden aus Zaubertüten geholt – sie spielen in Wirklichkeit keine Rolle. Auch 2021 wird bei der „seriösen“ Partnersuche mit den alten Karten gespielt.

KI – Zauberwort entzaubert

KI eignet sich überhaupt nicht für Dating-Portale. Wo es keine Logik für die Paarfindung gibt, kann es keine KI geben. Andererseits kann KI sehr einfach „gefakt“ werden. Das hat etwas mit dem Barnum-Effekt, aber auch mit der „Prophezeiung“ zu tun, die von angeblichen Matching-Empfehlungen ausgeht. 2022 wird niemand ernsthaft Rechenkapazitäten kaufen, um komplizierte, nutzlose Formeln zu verarbeiten oder Programmierer zu beschäftigen, die den „Stein der Weisen“ erfinden – die Goldmacher haben es einst schon vergeblich versucht.

Sextrends

Um Sextrends zu erleben, muss man/frau erst mal Sex praktizieren. Und vorläufig scheiden viele Gruppenaktivitäten aus. Sobald sich dies ändert, könnten tatsächlich neue Trends entstehen. Wenn die Corona-Pandemie zum Stillstand gekommen ist, wird mit Sicherheit wieder mehr Spontansex und käuflicher Sex nachgefragt. Denn bei Abklingen der Corona-Ängste gib es zunächst Nachholbedarf. Das kann 2022 durchaus zu Problemen führen.

Beziehungstrends

Nachhaltiges Kennenlernen ist ein Schlagwort, sonst nichts. Das bleibt auch 2022 so. Wer die Absicht hatte, zu heiraten, aber 2021 keine Feier riskieren wollte, könnte bei Nachlassen der Covid-Befürchtungen durchaus nachholen. Und wer „schon lange“ nachhaltig sucht – für den ändert sich sowieso nichts. Schlecht dran sind alle, die sich „nicht entscheiden“ können. Das ist ganz einfach: Wer sich schnell (aber ausreichend gründlich) entscheidet, nimmt die Anwärter(innen) „aus dem Markt heraus“. Wer sich nur schwer entscheidet, bekommt dadurch keine besseren, sondern nur „andere“ Angebote. Also: 2022 wird sich gar nichts ändern.

Sexuelle Experimente

Sobald wieder ein schneller, offener Austausch in der Gesellschaft möglich ist, werden mehr Frauen und Männer mit ihren sexuellen Ausrichtungen und/oder sexuellen Vorlieben experimentieren. Im Moment versuchen die meisten Menschen ja, möglichst geringe Risiken einzugehen. Sobald wieder Sicherheit und Stabilität einkehrt, werden alle (Frauen und Männer) wieder mit ihren Möglichkeiten spielen. Das Spiel „mit dem Feuer“ ist normalerweise zu erregend, als dass jemand darauf verzichten würde. Aber – all dies ist davon abhängig, ob sich die Epidemie Lage 2022 erheblich verbessert.

Zurückhaltung oder „soziale Korrektheit“

Die übertriebene und unbegründete Zurückhaltung von Frauen und Männern wird wieder auf ein „normales Maß“ zurückgehen. Dies ist schon jetzt im Alltag und im „sozialen Netzwerken“ deutlich zu bemerken. Auf der anderen Seite werden Akademiker/innen uns umso aggressiver auffordern, und „endlich“ zu disziplinieren – nicht nur die Männer. Man wird von dieser Seite versuchen, die Gender-Sprachregelungen durchzusetzen und weiterhin „Männer“ für alles verantwortlich machen wollen, was „Frauen“ im Leben schief geht. Ich hoffe, dass es 2022 endlich eine Rückkehr zur Vernunft gibt, aber die Aussichten sind schlecht, solange wir auf Pseudo-Eliten hören.

Minderheiten und Demokratie

In den vergangenen Jahren haben immer wieder Minderheiten versucht, ihr Geschlecht, ihr Meinungen, Weltanschauungen und Ausrichtungen als positiver hinzustellen als die der anderen. Das betraf zuletzt sogar die Hautfarbe. Jegliche Absicht dieser Art ist undemokratisch und gehört daher nicht in unsere Gesellschaft. Ich hoffe, dass wir im Jahr 2022 wieder „alle Brüder und Schwestern“ werden und uns auf allen Ebenen vorbehaltlos unterhalten können. Andererseits sehe ich in der Verbindung zwischen „Minderheit sein“ und „sich ideologisieren lassen“ eine Gefahr für Deutschland – auf jeder Ebene.

Heraufheiraten, hinunterheiraten - alles dummes Geschwätz?

In regierenden Fürstenhäusern war einst wichtig, eine Partnerin (manchmal auch einen Partner) aus adligen Kreisen zu heiraten. Diese Form der Ehe wurde gerne vom Bürgertum kopiert - man nannte sie „Konvenienzehe“. Und lange Zeit galt: Beide müssen von gleichem „Stand“ sein, was in der Stadt bedeutete:

Der Kaufmannssohn heiratet die Kaufmannstochter.
Der Sohn eines Beamten heiratet die Tochter eines Beamten.
Der Arbeitersohn heiratet die Arbeitertochter.
Der Sohn des Handwerkers heiratete die Tochter eines Handwerkers.
Der Sohn des Herrn Doktors (man kannte fast nur Ärzte und Juristen als „Akademiker“) heiratete eine Tochter aus dem Haus eines Akademikers.

Standesgemäß, ebenbürtig - das war gestern

Im Grund genommen war es der „soziale Stand“, der unbedingt gewahrt werden sollte. Das lag daran, dass die entsprechenden Berufe mit einem gewissen Ansehen ausgestattet waren. „Standesgemäß heiraten“ bedeutete vor allem, in ein bekanntes Milieu hineinzuheiraten und dort den Lebensstil pflegen zu können, den man kannte. Auch heute noch werden solche Begriffe gerne benutzt, beispielsweise das Wort „ebenbürtig“ oder auf „Augenhöhe“.

Heute: Geld, Macht - und Ausbildung

Liest man in heutigen Diskussionen weiter, so wird neben dem „Lifestyle“ vor allem „Ausbildung“, „Einkommen“ und „Persönliches Wachstum“ als Grundlage angesehen, um eine „glückliche Ehe“ zu führen.

Interessanterweise meinen die meisten Autoren, dass „Bildung“ eine entscheidende Rolle spielt - doch sieht man hinter die Kulissen, dann wird „Bildung“ nur als Treppe zu Geld und Macht angesehen. Und dazu zitiere ich gerne einen Satz der Autorin Melissa Alvarez:

Insgesamt spiegelt unser Lebensstil wider, was wir verdient haben. Als jüngere Frau wurde mir gesagt, ich solle aufs College zu gehen, um Zugang zu einem höher bezahlten Beruf zu haben. Dieser Job würde es mir dann ermöglichen, in einem schönen Haus zu leben und ein tolles Auto zu fahren.


Ausbildung ist kein Verdienst

Wer glaubt, dass Ausbildung allein bereits ein Verdienst ist, liegt falsch. Und auch die beste Ausbildung bedeutet nicht viel, wenn man glaubt, allein durch die Ausbildung einen Anspruch zu erwerben.

Schon der Eintritt ins Berufsleben zeigt: Jeder Job erfordert weiteres (eventuell auch anders) Lernen, und eine Persönlichkeit, die unabhängig von ihrer Ausbildung weitere Befähigungen ausweist.

Erwirbt man nun durch die Ausbildung den Anspruch auf eine Ehe, die auf Komfort, Vergnügen und Luxus basiert?

Ich bezweifle dies. Was wir im anderen suchen, ist keine „intellektuelle Gleichschaltung“ sondern eine Ergänzung, um unser Leben möglichst zu komplettieren. Das würde allerdings bedeuten, dass unsere Partner(innen) eher andere Fähigkeiten haben als wir selbst. Dies allerdings ist nicht vom Ausbildungsgrad oder einem sozialen Anspruchsniveau abhängig, sondern nahezu ausschließlich von der Persönlichkeit und den Fähigkeiten, die wir in die Ehe einbringen.

Rauf und runter - doch wo ist "oben" und "unten"?

Können wir es uns also „leisten“ hinunter- oder herauf zu heiraten?

Wenn wir diese Frage beantworten wollen, wäre wieder die Frage, wo denn bei uns „oben“ und „unten“ ist. Gehen wir noch einmal zurück ins 19. Jahrhundert, dann war der Adel „oben“ und die jungen Frauen träumten davon, einen Adligen zu heiraten. Doch was ist heute „oben“? Der höhere akademische Grad? Das höhere Einkommen? Die bessere Vermögenslage? Das „Hinaufheiraten“ ist ja in den letzten Jahrzehnten vor allem deshalb unattraktiv geworden, weil sich die Einkommen und akademischen Grade von Frauen und Männern angleichen. Wer will da noch in den Konkurrenzkampf der Frauen eingetreten, die „nach oben heiraten“ wollen, sprich: nach Wohlstand und Titel des Mannes?

Und „nach unten“? Mir werden seit Jahren Beispiele aufgetischt, nach denen es für eine Akademikerin unerträglich wäre, einen Hausmeister zu heiraten. Die Begründung ist, man habe sich dann doch nichts zu sagen. Inzwischen kenne ich mehrere Personen, die ähnliche Ehen führen.

„Unten“ liegen Bereicherungen aller Art - und es muss nicht immer die Schulleiterin und der Hausmeister sein, um das Beispiel zu strapazieren. Eine Ärztin und ein Makler? Warum eigentlich nicht?

In den letzten Jahren, so wird mir berichtet, starten junge Leute zwar mit akademischer Bildung, aber keinesfalls mit ausreichenden Grundlagen für eine Berufstätigkeit ins Arbeitsleben. Wäre es da nicht sinnvoll, eher nach den Grundlagen der Lebensführung zu fragen, als auf „Augenhöhe“ wert zu legen?

Ich habe in diesem Artikel noch gar nicht von der Liebe geredet, nicht wahr? Aber wie soll jemand in der Lage sein, zu lieben, der sich nur auf den Glanz einer luxuriös geführten, intellektuell perfekten Beziehung verlässt? Solche Menschen halte ich - mit Verlaub - für armselig.

Zitat: Die Autorin schreibt für Medium.com in der Kategorie "be loverd"