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Was macht eigentlich eine gute Verführerin?

Verführung durch Körpersprache - hier recht deutlich
Es gibt viele Gerüchte darüber, wie eine Verführerin sein muss. Die Geschichte kennt sie als „Femme fatale“, also als männermordendes Ungeheuer oder mysteriöse Gehirnwäscherin, als Blutsaugerin oder was man sonst noch Schlechtes sagen könnte.

Alles Unsinn … das ist sie nicht. Eine gute Verführerin ist nichts mehr als eine kontaktfreudige, dialogbereite, oft spielerisch veranlagte Frau, die sich mit den männlichen Wünschen ebenso gut auskennt wie mit den eigenen Fähigkeiten, sie zu erfüllen.

Sie ist idealerweise –

- Offen und authentisch.
- Beherrscht die Körpersprache aktiv und passiv.
- Selbstbewusst und durchsetzungsstark.
- Unmissverständlich sinnlich.
- Und absolut feminin, auch wenn sie dominant ist.

Wenn du den Beweis brauchst: Versuche bitte mal, auf keinen Fall eine Verführerin zu sein. Kleide dich entsprechend, stelle deine Körpersprache darauf ein, sei schroff und maskulin. Du wirst merken: Das strengt unheimlich an. Menschen werden dich belächeln. Du musst Erklärungen dazu abgegeben.

Es gibt Naturtalente unter den Verführerinnen, die jeden Mann in jeder beliebigen Situation aus dem Stand verführen können – nun ja, fast jeden. Aber das ist nicht die Regel. Denn obwohl fast alle Frauen die Grundlagen der Verführung kennen, schämen sich doch viele, aktiv zu verführen. Es ist – wie so oft – diese falsche, schädliche Scham, die Frauen hindert, den ersten Schritt zu tun und sich zu holen, was sie wirklich wollen.

Gute Verführerinnen haben normalerweise mit der Methode Versuch-und-Irrtum begonnen, denn es gibt kaum „Lehrerinnen“, es sei denn, du hättet seien gute Freundin gehabt, die dir einmal gezeigt hat, wie es geht.

Der Prototyp der Verführerin in vergangenen Zeiten

Manche Frauen denken, Verführerinnen seien schöne, schlanke Püppchen, auf die alle Männer fliegen würden. Das ist ziemlich dumm. Eine Verführerin strahlt nicht Schönheit aus, sondern Lust. Andere denken, Verführerinnen würden sich den Männern anbieten wie Huren. Auch ganz falsch: Verführerinnen treten Männern mit großer Selbstverständlichkeit gegenüber. Sie wissen ja, wer sie sind und was sie können.

Und wie ist es mit dem vampirhaften „Aussaugen“ der Gefühle? Mit der Abhängigkeit, in die Männer angeblich durch Verführerinnen getrieben werden?

Es gibt sie, aber sie sind Exoten. Eine normale Verführerin hat kein Interesse, jemanden abhängig zumachen, weil sie dieser Umstand sie ja auch selbst abhängig macht. Vielleicht erhofft sie sich gewisse Vorteile – vielleicht erwartet sie, beschenkt zu werden. Doch meisten ist es die Freude, die Männer haben zu können, die sie wirklich will, und ansonsten ihr Leben zu genießen. Und natürlich amüsiert es sie gelegentlich klammheimlich, dass sie Männer zu etwas verführt hat, was diese stets abgelehnt haben.

Und du als Verführerin? Sieh einfach mal in den Spiegel, und versuche, immer aufmerksam und sexy auszusehen. Das hilft.

Bilder: oben; Standbild aus einem unbekannten Film; unten: "Snappy", 1937.

Dürfen Huren bewertet werden?

Frauen sind keine Waren – und da Huren Frauen sind, sollten sie nicht wie Waren bewertet werden. Die Frage wäre natürlich, ob man sie – da sie erotische Dienstleistungen verrichten – anhand ihres Könnens bewerten darf.

Der Berliner Kurier beschäftigt sich mit der Frage ausführlich. Für Felicitas Schirow, die sich gegen die Diskriminierung der Huren einsetzt, sind „Bewertungsseiten“ für die Frauen ein Ärgernis. Sie sagte dem Kurier:

Ich will nicht, dass es solche Seiten gibt. Die Männer würden sich nie trauen, das im wirklichen Leben zu sagen. Online sind sie mutig.


Nur den Körper beurteilen? Nein, danke ...
Was aber, wenn nur die Leistung oder das Verhalten bewertet wird, ähnlich wie bei Ärzten? Oder wenn die Betreiber für ein bisschen Disziplin auf ihren Seiten sorgen würden? Wäre das ebenso diskriminierend?

Ich habe in einem andren (deutlich seriöseren) Fall erlebt, dass jeder, der einen Beruf ausübe, auch negative Kritik ertragen müsse und man kein Recht habe, solche Beiträge löschen zu lassen. Die freie Meinungsäußerung, die gerade wir Journalisten ja immer im Munde führen, verschont uns also nicht – warum sollte sie also Huren verschonen?

Ich muss ergänzen, dass ich die Freier ebenso verabscheue wie alle anderen, die auf übelste Weise Schmähkritiken veröffentlichen und sich dabei auch noch toll finden und selbst als edel und gut herausstellen. Aber das ist meine höchst private Meinung.

Wie viel Prostitution steckt in einer Prostituieren?

Klischee der Prostitution - die Hure in der Seitengasse trifft den Geschäftsmann auf Abenteuersuche
Wie viel Prostitution steckt in einer Prostituieren? Sie meinen, das sei keine Frage? Dann stelle ich die Gegenfrage: wie viel Prostitution steckt in Ihnen? Haben Sie jemals einen Hauch von Gunst oder eine kräftige Portion Sex geschenkt, um dadurch einen Vorteil im Leben zu erhalten?

Prostitution ist ein relativ schwammiger Begriff – vor allem im Volksmund. Ist jede Frau, die den sozialen Aufstieg oder ihre berufliche Laufbahn, ihr Vermögen oder ihren Wohlstand mit „Gefälligkeiten“ bezahlt, schon eine Prostituierte? Nein, wir werden diese Frage nicht beantworten können – aber wir sind so frei, sie zu stellen.

Prostitution ist die gewerbsmäßige Ausübung sexueller Handlungen. Das Wort „gewerbsmäßig“ besagt, dass damit ein Gewinnstreben verbunden ist. Dieser Begriff hat sich seit über einem Jahrhundert kaum geändert, so etwa in Meyers Konversationslexikon von 1885.


Selbstpreisgebung eines Frauenzimmers zur Unzucht, wenn dieselbe mehr oder minder offen als Gewerbe betrieben wird.


Entsprechend meint auch Brockhaus (1894).

Die gewerbsmäßig betriebene Hingabe weiblicher Personen zur Befriedigung geschlechtlicher Triebe.


Etwas differenzierter wird Meyers erst später (1908):

Die von einem Weib öffentlich gewerbsmäßig betriebene Preisgebung des eignen Körpers gegen Entgelt an jeden Beliebigen. Zwischen dieser Form des geschlechtlichen Verkehrs und dem in einer aus Liebe geschlossenen Ehe liegen sehr viele andre, die je nach dem Standpunkte des Beurteilenden auch zur Prostitution gerechnet werden oder nicht.


Der Unterschied zu vorausgegangen Definitionen ist bemerkenswert: Es sind nicht mehr sexuelle Handlungen als solche, sondern es ist auch die vollständige Preisgabe des Körpers, allerdings nur dann, wenn er „jedem Beliebigen“ angeboten wird.

Ist nur die offenkundige Preisgabe gegen Geld Prostitution?

Gelegentlich wurde – und wird – der Begriff der Prostitution noch durch das Wort „notorisch“ (offenkundig) ergänzt. Demnach wird eine Prostituierte ihre Leistungen durch Worte oder Gesten bekannt geben oder ankündigen. Im Gegensatz dazu werden Frauen, die sich nicht „offenkundig“ präsentieren oder sich nicht an „jeden beliebigen“ wenden, nicht als Prostituierte bezeichnet, auch wenn sie einem Austausch von Sex gegen Geldeswert zustimmen. Darauf berufen sich zum Beispiel die teuren Callgirls oder „Sugar Babys“ und alle anderen Frauen, die sich „für ihre Gesellschaft“ bezahlen lassen. Teilweise werden dafür von diesen Frauen bestimmte Summen vorausgesetzt – etwa monatliche, an keine Bedingungen geknüpften Zahlungen von Unterhalt.

Eine weitere Unsicherheit besteht darin, ob jede sinnliche, erotische, oder sonst wie am nackten Körper vollzogene Tätigkeit eine „sexuelle Handlung“ ist und ob sie deshalb unter den Begriff der „Prostitution“ fällt.

Interessant ist auch, wie wenig von Prostitution die Rede ist, wenn ein Geschenk oder eine Geldsumme angenommen wird, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gewährung von Geschlechtslust steht.

Der Begriff der „Prostitution“ ist also mehrdeutig – und dies ist hier nicht im juristischen Sinne gemeint. Vielmehr geht es darum, wie Frauen angesehen werden, die Geld oder Geldeswert gegen Begleitung, gespielter Zuneigung oder Sex tauschen.

Lesen Sie im zweiten Teil demnächst:

Zuneigung gegen soziale Vergünstigungen und andere Vorteile

Zitate: (Brockhaus, Meyers) und weitere auf retrobibliothek.de.

Woher kommt der Begriff „jemandem einen blasen“?

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Was bei uns in Deutschland jahrelang als “französisch” bekannt war, war bei den GIs im Zweiten Weltkrieg als „Fumer le cigare“ (die Zigarre rauchen) bekannt. Und mancher fragt sich, wie den aus dem französischen Begriff der „Blowjob“ wurde.

Ob der Name vom „Below Job“ kommt? Ob er etwas mit Jazz zu tun hatte? Oder kam der Name aus dem besetzten Deutschland, wo er zwar unüblicher war, aber eben nicht unüblich genug, um einen Namen zu haben. Jedenfalls sagte man damals wie heute „sich einen blasen lassen“. Was dem „Blow Job“ doch recht nahekam.

Tuten und Blasen - doch aus der Seefahrt?

Tatsächlich aber weiß niemand so recht, wie der Begriff „jemandem einen blasen“ oder „jemanden einen abblasen“ in die Welt kam. Bekannt ist der Herrenwitz der 1950er Jahre, bei dem der Chef zur Sekretärin sagt: „Sie haben ja keine Ahnung von Tuten und Blasen.“ Woraufhin die Sekretärin naiv antwortet: „Blasen kann ich, aber wie geht Tuten?“

Sicher ist, dass es nichts ums Blasen der Dame geht, denn die bläst natürlich nicht, sondern bildet ein Vakuum, das eher ansaugt als auf irgendetwas bläst. Doch halt: War da nicht der Wal, der bläst? Und ist vielleicht gemeint, dass die Dame den Herren dazu bringt, eine ähnliche Fontäne zu produzieren? Oder sollte nur "Dampf ablassen" gemeint sein, wofür eigentlich gar nichts spricht? Nein – niemand weiß es wirklich. Und feine Damen drehen sich pikiert um, wenn man nur das Thema berührt.

Abblasen ist volkstümlich, "französisch" die Umschreibung

Wie auch immer – selbst manche Hure weigerte sich im Nachkriegsdeutschland, derartige Praktiken auszuführen. Heute steht in den Angeboten der meisten relevanten Damen ganz unverblümt: „Französisch“, oder gar „Französisch total“. Die Damen der Gesellschaft allerdings empfinden die Handlung zumeist als despektierlich und vermeiden, sie ihren Lovern zu offerieren.

Tatsächlich gilt der orale Intimkontakt heute immer noch als „sozial inakzeptabel“ – auch wenn manche Frauenzeitschriften bereits „Tipps zur Optimierung“ anbieten.

Was meinen Sie? Ist es heute kein Problem mehr, Fellatio (so der offizielle Name) zu bekommen oder zu schenken? Und was wäre, Ihrer Meinung nach, der mindeste Liebesdienst, den Sie als Gegenleistung erwarten würden?

Oh, ich weiß – man antwortet nicht auf dergleichen Fragen. Schade eigentlich.

Wir entnahmen einige Begriffe aus diesem Artikel.

Rollenspiele für Anfänger(innen) – was ist wichtig?

Vanille-Rollenspiel: in seinem Kopf kommst du als verruchte Verführerin an

Die erste Frage an dich, wenn du Rollenspiele beginnen willst: Worin bist du gut? Das heißt: In welcher Rolle bist du am glaubwürdigsten? Normalerweise hat jeder von uns ein „zweites Ich“, das etwas strenger, etwas schwächer, etwas brutaler, etwas unterwürfiger oder einfach etwas frivoler ist als das Alltagsgesicht. Wenn die Rolle deines „zweiten Gesichts“ aus dir heraus will, dann ist das eine prima Voraussetzung für das Spiel.

Dominanz braucht oft eine nachdrückliche Stimme

Die zweite Frage ist, ob du dazu deine Stimme benötigst. Normalerweise muss derjenige, der die dominante Rolle spielt eine feste Stimme oder einen Befehlston haben. Das gilt für die dominante Lehrerin, Erzieherin, Tante, Krankenschwester und insbesondere für die Verhörspezialistin. Gerade beim erotischen Verhör ist die Stimme das Wichtigste. Wenn deine Stimme oder dein Wortschatz eher mager ist, dann kannst du die dominante Rolle weiterhin spielen, aber dann eher als Sportlehrerin, Aufseherin, strafende Nonne, Foltermagd oder (in Vanille-Erotikspielen) als lüsterne Verführerin, die überwiegend ihren Körper einsetzt.

Unterwürfig sein geht fast automatisch, wenn du magst

In der unterwürfigen Rolle ist bekanntlich alles einfacher: Du spielst einfach deinen schwächeren Teil aus, ordnest dich unter, gehorchst oder lässt dich behandeln, verführen oder was auch immer. Viele Worte brauchst du meist nicht, und eine schwache, weiche Stimme reicht völlig. In manchen Rollen wird etwas Widerstand erwartet. Ein Beschuldigter, der sofort alles gesteht, ist so langweilig wie eine Dienstmagd, die sich nicht der Strafe widersetzt. Manchmal wird gewünscht, dass du dich schämst, aber wahrscheinlich schämst du dich manchmal wirklich in der Rolle. Die Schmerzen und die Tränen sollten sowieso echt sein – gespielter Schmerz und gespielte Tränen bringen dir nichts.

Wenn dein Inneres sagt: Ja, ich mag diese Rolle für jemanden spielen, der es wirklich will, ist die nächste Frage, was du dafür an Outfit brauchst. Und wenn diese Frage klar ist, musst du auch noch wissen, in welcher Umgebung du dein Spiel ausführen willst – vom perfekt ausgestatteten Spezialraum über das hässliche Schlafzimmer bis hin zum Hotelzimmer.

Bewährt und sozial inkorrekt: Rollenspiel als frivoles "Betthäschen"


Ein Vanille-Szenario für Rollenspiele

Das einfachste Szenario geht so:

Du klingelst an deiner eigenen Haustür im Outfit einer Hure. Die Klamotten gibt’s billig im Versandhandel. Ein bisschen „schmutzig“ reden zu können, hilft. Sag „Süßer“ zu ihm, „Titten“ und zu deiner Brüsten und mach ihm Vorschläge, was du ihm zu bieten hast. Berühr ihn von dir aus mit deinem Körper, biete ihm alle Stellen zum Küssen an, die er sonst niemals küssen würde. Wenn es der Raum zulässt, verschütte Sekt auf deinem Körper und bitte ihn, alles aufzuschlürfen. Das ist zwar nicht neu, aber wenn du es noch nie gemacht hast, ist es toll.

Dazu brauchst du nicht viel Vorbereitungen, aber etwas Mut. Eine Gouvernante, Domina oder so etwas ist viel schwerer zu spielen als ein Escort-Girl. Eine Steigerung: Dein Mann muss sich ein Hotelzimmer nehmen, und du kommst dann aufgedonnert als Escort auf sein Zimmer und gehst wieder, wenn du mit ihm fertig bist.

Und hier unser Tipp: Nicht zu viel vornehmen

Die meisten Paare nehmen sich viel zu viel vor bei Rollenspielen. Fangt besser klein an, mit wenig Aufwand, aber viel Spieltrieb. Das Wesentliche ist immer, dass ihr beim Spiel anders sein dürft als im „richtigen“ Leben. Wenn du sonst „offen für alles“ bist, kannst du dich im Spiel verweigern. Wenn du sonst sehr zurückhaltend und scheu bist, kannst du dich im Spiel ganz der Rolle unterwerfen. Das ist der eigentliche Sinn: Im Spiel werden die Grenzen der Lüste und Widerstände für ein paar Minuten oder Stunden verschoben. Versucht deshalb nicht, „ganz große“ Rollenspiele nachzuahmen. Die Rollenspiele, die in Pornos vorkommen, sind fast immer unrealistisch und häufig grenzenlos brutal. Wenn ihr zum Beispiel Sklave und Herrin spielen wollt, müsst ihr genau wissen, was der Unterschied zwischen Spiel und Realität ist, und das unter Extrembedingungen. Da reicht der Tipp nicht aus, „irgendwie ein Sicherheitswort“ zu vereinbaren. Denn bei euch ist spätestens am nächsten Tag wieder Alltag, und der erfordert ja meisten unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit, oder etwa nicht?

Wir wurden zu diesem Thema vom "BaDoink" Magazin angeregt.