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Was heißt eigentlich „die Liebe lernen“?

Wer lernt von wem, wie leidenschaftliche Liebe geht?
Was heißt eigentlich „die Liebe lernen“? Wir schreiben in diesem Monat "bar jeder Moral" - und dazu passt das Thema "Liebe lernen" wie kein anderes.

Wenn du jung bis, tust du meistens, was alle tun. Mit jungen Männern rummachen, sehen, was dabei passiert und dann … nun, irgendwann kommt der Moment. Du willst wissen, wie „es ist“. Vielleicht hast du schon bemerkt, dass dich irgendetwas „heißmacht“. Du spürst es an einer inneren Hitze und wenn du Glück hast, auch daran, feucht zu werden. Dann machst du etwas mit dem Mann, von dem du glaubst, dass es gut für ihn ist. Etwas, von dem du wenig weißt, weil du noch keine Erfahrungen hat. Vielleicht gehst du davon aus, dass der Mann bereits über die nötigen Erfahrungen verfügt. Doch woher soll er sie haben?

Haben Männer wirklich mehr Erfahrung?

Reden wir kurz von den Kerlen. Manche hatten noch gar keine „richtige“ Freundin, dann wissen sie wirklich nicht, wie „es“ schön für dich ist. Doch wo sollen sie es denn auch lernen? Dem feinen jungen Mann ist das Bordell zu ordinär – er sucht eine Verführerin. Und wer wirklich seine ersten Erfahrungen mit einer Hure sammelte, weiß nicht, wie es ist, wenn es wirklich lustvoll sein soll. Nahezu alle anderen lernen bei „ganz gewöhnlichen“ gleichaltrigen Frauen – aber die Lehrzeit muss eben auch lang und intensiv sein.

Das, was du üblicherweise erfährst, ist nicht „die Liebe“, nicht „die Lust“ und nicht „die Leidenschaft“. Es ist Sex, wie du ihn kennengelernt hast, und das ist sehr wenig. Die Amerikaner reden viel von der GFE, der „Erfahrung, die ein junger Mann zuerst mit einer richtigen Freundin macht.“ Und das war eben „schön für ihn“. So etwas geht nach einem Schema ab. Erst Küsse und Umarmungen, dann Fellatio, dann „echter Sex“. Nun kannst du empört fragen: „Das machen doch nur Escorts?“

Willst du ewig das nachspielen, was du kennst?

Ja sicher, aber warum heißt es dann „GFE“? Weil sich der Mann an eine junge Frau erinnern will, die ihn auf diese Weise beglückt hat. Aber bedeutet dies wirklich, ein sinnreiches und erfüllendes Verhältnis zur eigenen Sexualität zu haben? Wie gehst du offen an die Lust heran, wenn ein Muster in deinem Kopf ist? Das fängt schon damit an, wann und wie du dich ausziehst oder ausziehen lässt. Womit lockst du ihn? Was lässt du zu? Was verweigerst du? Was wünscht du dir, und was forderst du ein?

Der Körper fordert, die Psyche hindert

Eigentlich ist es so: Was dein Körper will, ist auch gut für deine Psyche. In der Liebe spricht immer zuerst der Körper. Das Problem ist allerdings, deinem Körper zu vertrauen und die Hürden zu überwinden, die du vor deiner Psyche aufgebaut hast. Und natürlich wirst du früher oder später jemandem treffen wollen, der dir genau das gibt, was dein Körper dir einflüstert.

Es mag sein, dass du all dem widersprichst. Vielleicht ist dir fremd, dass dein Körper einfach mit dir macht, was er will. Es kann sein, dass du die Hürden für natürlicher hältst als den Drang. Aber dann … ja dann kämpft ein Teil von dir gegen einen anderen Teil. Und dieser Kampf kann sehr, sehr aufreibend sein.

Hinweis: Es gibt andere Liebesbegriffe in der Religion, der Ethik und der Soziologie. Sie beziehen sich auf die bewusste Steuerung der Gefühle: „Du sollst … (jemanden, etwas) in einer bestimmten Art lieben.“

Bild: Wir haben keinen Nachweis, möglicherweise Ausschnitt aus einer Zeichnung von Becat.

Wie kommt frau eigentlich an einen guten Mann?

Was unterscheidet die Partnersuche 1920 von 2020?
Die Ratschläge und Vorstellungen von einem guten Mann haben sich in den letzten 100 Jahren erheblich gewandelt. Doch was hat sich wirklich verändert? Wie sagen die Wahrheit über ewige Wahrheiten, Zeitgeist, ethische Grundlagen, bürgerliche Normen und ökonomische Gesetze.

Die Optik – wie du auf Männer wirkst

Klassisch schön sein?
In den 1920er Jahren wurde erstmals die Parole ausgegeben: „Sei nicht spröde“ (unnahbar) und „zeige dich“. Heute würden wir sagen, dass Aussehen und innere Haltung zählen, und wir erweitern dies nun ganz schnell und sagen: Das Aussehen und das Verhalten, das Männer zuerst wahrnehmen, ist entscheidend.

Deine Bühne – wie du auftrittst

1920 sagte man, du müsstest dich „stramm halten“, also „Haltung beweisen“. Heute würde man ein „selbstbewusstes Auftreten“ fordern – das ist wesentlich präziser. Der Auftritt muss keinesfalls perfekt sein – aber er sollte deine Grundhaltung widerspiegeln.

Exkurs: Sich "rarmachen"?

Wenn du unterschiedliche Bücher aus verschiedensten Epochen liest, wirst du Sätze finden wie „willst du was gelten, mach dich selten“. Angeblich wollen dies sogar „Wissenschaftler herausgefunden haben“. Die Wahrheit: „Rarmachen“ an sich ist totaler Blödsinn. Lerne, ökonomisch zu denken, dann machst du solche Fehler nicht. Das erkläre ich gerne:

Wenn du „Klasse aussiehst“, sehr viele soziale und emotionale Eigenschaften hast, die sehr gefragt sind, eine erstklassige Geliebte bist und eine hervorragende Bildung genossen hast, dann kannst du „dich bedeckt“ halten.

In allen anderen Fällen heißt der Rat: Zeige dich, biete deine besten Eigenschaften an, schau, wer sie gebrauchen kann, und wende dich an diejenigen, die mit diesem „Mix“ an Eigenschaften wirklich etwas anfangen können. Das brauchst du zur zeitgemäßen Partnersuche.

Eine positive Erscheinung haben

Erscheinung einer Dame um 1904
Mit „Erscheinung“ bezeichnet man die Summe der Eigenschaften, die sofort ins Auge stechen, also den berühmtem „ersten Eindruck“. Ob 1920 oder 2020: Die Erscheinung zählt immer. Wer mehr „scheinen als sein“ will, kann versuchen, den Schein anstelle des Seins zu setzen – das zahlt sich aber nicht aus. Oftmals ist es empfehlenswerter, mehr zu sein, als zu scheinen, was allgemein als „Understatement“ bezeichnet wird. Der Grund ist simpel: Der Mann kann später etwas an dir entdecken, was ihn begeistert. Heutzutage kommt noch dazu: Bildung an sich ist toll, und Selbstbewusstsein auch. Aber zwei Doktortitel schrecken manche Männer ab. „Positiv“ zu erscheinen bedeutet vor allem, den Ärger nicht „vor sich herzutragen“ oder die Zukunft in grauen Farben zu sehen. Beziehung reichen immer in die Zukunft hinein – und Pessimismus punktet nie.

Liebevoll sein können

Wird sie auch liebevoll sein?

Frauen galten zumindest im 19. und 20. Jahrhundert als „liebevoll“. Wozu auch gehörte, betont selbstlos zu lieben und den Partner liebevoll zu berühren – einfach aus dem Bedürfnis heraus, Nähe zu empfangen und zu schenken. Das alles mag ein bisschen „altbacken“ klingen, aber Küsse, zärtliche Berührungen und Umarmungen im richtigen Moment sind immer hilfreich. Da der Partner recht gut merkt, wann du „selbstlos“ liebst, hat es keinen Sinn, dabei zu tricksen oder „Zuneigung zu heucheln“.

Körperliche Liebe schenken

Körperliche Liebe - 1920 ein rares Gut
Diese Kapitel finden wir in den Büchern von 1920 nicht. Damals galt die körperliche Liebe vor der Ehe als verpönt, ja, sie war ein Verstoß gegen die guten Sitten und stieß hart an die Grenzen des „Abstiegs“. Immer noch galt 1920, dass Frauen kaum sexuelle Bedürfnisse hatten und ihnen deshalb auch kein Rat gegeben werden musste, wie sie ihre Lüste „ethisch korrekt“ befriedigen konnten. Heute geht es um zweierlei: den Anspruch, sexuell befriedigt zu werden und die Erwartung der Männer, Forderung, erotische Fähigkeiten zu besitzen. Wie sieht s nun aus bei den Männern? Was wollen sie hauptsächlich?

Nein, nicht „Das eine“, sondern den Genuss sowohl „des einen“ als noch vieler anderer Köstlichkeiten. Möglichst sollte es sich dabei um eine Frau handeln, die über viele unterschiedliche erotische Talente verfügt. Du wirst bald entdecken, dass du nicht alles abdecken kannst oder willst, was da an Wünschen auf dich zukommt.

Tatsächlich kommt es bei kaum einer Fähigkeit darauf an, dass jemand „alles perfekt beherrscht“. Viel wichtiger ist, mit dem wenigen, dass du wirklich gut kannst, möglichst viel erreichst. Das gilt für alle Fähigkeiten – auch für die sinnlichen.

Exkurs: erotische Kunstfertigkeit

Sich für die Liebe schmücken
Die Erotik ist eines jener Gebiete der Zweisamkeit, auf dem nicht „das Wahre“ oder „das Edle“ zählt, sondern die Kunst der schönen Illusionen. 1920 ging ein Mann zu einer Hure, wenn er exquisite erotische Lüste suchte, und er wusste, dass er eine Illusion bekommt. Die Ehefrau war oftmals auf die „reine Liebe“ abonniert – und auf die Nachkommenschaft. Im Gegensatz dazu 2020 erzeugen Paare einander gerne Illusionen, die ihre Lüste anreizen. Inzwischen nutzen viele Frauen auch ihre schauspielerischen Talente, um ihre Partner erotisch zu provozieren. Das ist relativ unabhängig vom Zeitgeist, der dies manchmal fördert und ein anderes Mal verbietet.

Ein Leben miteinander führen

Die Hausfrau: weniger gefragt
Der wesentliche Teil einer Ehe ist nicht die wahre Liebe oder der verheißungsvolle Sex, sondern der Alltag in einer Zweisamkeit. Hier finden wie einen entscheidenden Unterschied zwischen 1920 und 2020. Denn hausfrauliche Fähigkeiten und Tugenden sind nicht mehr entscheidend. Viel wichtiger ist, dass du den gewählten Beruf gerne ausübst und dich in den wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Dingen auskennst. Selbstbewusstsein wird immer wichtiger, und nach wie vor ist praktisches, erdverbundenes Handeln sehr gefragt. Übergriffe Dritter in die Ehe sind ebenso nach wie vor verpönt, gleich, ob es sich um die sprichwörtliche Schwiegermutter oder einen heimlichen Liebhaber handelt.

Wenn du deine Dinge „Im Griff hast“ und dazu noch einen Teil der gemeinsamen Dinge verwaltest, hast du Vorteile. Wenn du dich in Kunst und Kultur auskennst, sammelst du in jedem Fall Punkte. Wichtig ist ein eigenes Meinungsbild ebenso wie eigene Interessen. Das hilft dir, nicht nur „mitzuschwimmen“, sondern Akzente zu setzen. Dein Partner wird sich freuen, wenn du dich nicht übermäßig von außen beeinflussen lässt, sondern überwiegend authentisch handelst.

Kurz: Der Alltag nimmt am meisten Zeit ein in einer Beziehung, und je besser du ihn gestalten kannst, umso eher bist du gut gerüstet für ein Leben zu zweit.

Ich hoffe, du hast einen Nutzen von diesem Artikel, der 1920 mit 2020 vergleicht und dabei nicht zu sehr in die Tiefe geht.

Bilder: Titel (Anzeige) Original-Anzeige für das Buch, das ich zu Vergleichen verwendet habe. Künstler plus Modell und Schmuckhändler plus sich schmückende Frau © 2020 by Liebesverlag.de Gemälde, nicht näher bezeichnet, offenbar ein Mann mit seiner heimlichen Geliebten. Daten sind verlorengegangen. Ebenso für das sitzende, noch zögerliche Liebespaar, ca.1910. Dame um 1904 - aus einer Modebeilage jener Zeit. Das Bild zeigt eine Dame im Tea-Gown, ein Kleidungsstück, das nicht in der Öffentlichkeit getragen wurde. Dame mit Brotröster ca. 1912.

Der Mythos vom "Berkley Horse"

Links: Moderne Nachbildung, rechts: Originalzeichnung, entzerrt. Die Figur zum Größenvergleich
Der Mythos um den legendären Prügelbock begann mit dem Tod der Theresa Berkley im Jahre 1836, als ihr Vermögen durch Verzicht der Erben an die Krone fiel. Alle Unterlagen, die sich damals im Besitz von Frau Berkley befanden, wurden angeblich zerstört. Doch nun begannen die Gerüchte zu brodeln. Das bekannteste drehte sich tatsächlich um das mysteriöse „Berkley Horse“.

Die Geschichte diese Prügelbocks ist wird mit Pseudo-Belegen untermauert, die allesamt wertlos sind, weil keiner der angeblichen Belege zum Zeitpunkt der Untersuchungen wirklich existierte. Lesen wir einfach nach (1,2):

In Mrs. Berkleys Memoiren befand sich ein Kupferstich, der das „Pferd“ in Action darstellte. Man sieht Mrs. Berkley eigenhändig die Posteriora des auf dem Chevalet befestigten Mannes peitschen, während ein auf einem Stuhl darunter sitzendes stark dekolletiertes Mädchen ihm Dienste als "Frictrix" (3) leistet. Eine Abbildung des „Pferdes“ findet sich in der Ausgabe der „Venus School-Mistress“ von 1836, wonach Pisanus Fraxi es in seinem „.Index Librorum Prohibitorum“ zu Seite XLIV reproduciren liess. Nach dieser Reproduction wurde das Bild wiederholt bei Hansen „Stock und Peitsche“ S. 167 und Eulenburg „Sadismus und Masochismus“ S. 61. Man findet das Chevalet auch auf modernen Flagellationsbildern. In Paris soll es während der Weltausstellung von 1900 practische Verwendung und viel Anerkennung bei Lebemännern gefunden haben.


Bei so viel Experten und Zeitzeugen (Bloch, Hansen, Fraxi, Euleburg, Besucher der Weltausstellung) wäre es sehr unwahrscheinlich, wenn ein Bild ganz und gar verschwände. Eigenartig ist auch, dass niemand auf dieser Welt mehr ein Exemplar des Bildes, sei es aus den Büchern oder kopiert, in Händen halten würde.

Informationen aus zweiter und dritter Hand

Wie in der heutigen Zeit auch, brüsteten sich Journalisten und Buchautoren auch damals mit einem angeblichen „authentischen“ Wissen. Die Gentlemen, die im Etablissement von Frau Berkley verkehrten, hüteten sich, darüber zu sprechen, und die wenigen, die man wirklich zum Reden brachte, sprachen vom „Chevalet“, also einem Gestell, an das man einen Mann festbindet, während er geschlagen wird. Jede „Gouvernante“, ob sich nun um die Inhaberin des Etablissements oder eine Angestellte handelte, war auf solche „Prügelböcke“ angewiesen – denn das waren sie im engeren Sinne. Wie bereits erwähnt, dienten sie einerseits der Vervollständigung der Illusion, der Gouvernante ausgeliefert zu sein, wie auch zur Sicherheit der Besucher.

Woher stammten die Ideen für die Prügelböcke?

Bild aus einem Zeitungsbericht, angeblich aus 1905
Die meisten Ideen für Prügelböcke in erotischen Etablissements lassen sich auf den Vollzug von Prügelstrafen in der Justiz zurückführen, ein kleinerer Teil auf die Praxis der häuslichen Züchtigung (insbesondere an Domestiken) und der schulischen Züchtigung (insbesondere in Internaten). Die Idee, die Justiz als Vorbild zu nehmen, ist nicht so abwegig, wie es scheint, denn die Etablissements benötigten besonders stabile, schwere Geräte, die für den Dauergebrauch geeignet waren. Man kann durchaus annehmen, dass ein solches Gerät in einem Flagellationsbordell noch weitaus häufiger gebraucht wurde als im Zuchthaus. Die Idee zum Modell, das angeblich von Frau Berkley verwendet wurde, entstammt sehr wahrscheinlich einem Londoner Zuchthaus. Eine Leiterkonstruktion vorne, eine Auflage für den Körper, verschiedene Ösen, um Riemen daran zu befestigten – das alles deutet auf das Vorbild eines Zuchthauses hin. Allerdings ist die Zeichnung selbst eindeutig ein Produkt der Fantasie. Wenngleich Iwan Bloch davon ausgeht, dass es sich um eine „Leiterkonstruktion“ handelt, ist seine Schilderung die Grundlage der Illusion, man könne mithilfe des Geräts einen Gentleman „in jeder beliebigen Lage“ peitschen.

Lassen wir also Iwan Bloch alias Dr. Eugen Dühren noch einmal zu Wort kommen:

Im Wesentlichen ist es eine verstellbare Leiter, die bis zu einem beträchtlichen Grade ausgespannt werden kann und auf welcher der Betreffende festgeschnallt wurde, indem für Kopf und Genitalien Öffnungen gelassen wurden.
"Der Mythos vom "Berkley Horse" " vollständig lesen

Sexuell sein oder sich den Klischees anpassen?

Neue Lüste erproben - Wagnis oder ein neuer Weg, sich sexuell zu verwirklichen?
Du bist männlich, bezeichnest dich als „heterosexuell“, verführst Frauen dazu, mit dir zu vögeln und liegst dabei „oben“? Dann passt du in das Klischee der Männer.

Solltest du weiblich sein, dich ebenfalls „heterosexuell“ nennen, und lässt du dich gerne von Männern verführen, wobei du am liebsten „unten“ liegst - dann passt du perfekt in das Klischee der Frauen.

Das Leben in Klischees - einfach, aber auch gut?

In Klischees zu leben, ist einfach: Die meisten Frauen/Männer erwarten, dass du leicht einzuschätzen bist, damit die Erwartungen an die „Liebesnacht“ irgendwie erfüllt werden.

Die Frage wäre allerdings: Willst du das wirklich?

Eine Bloggerin schrieb kürzlich sinngemäß: „Er kennt mich als geile Schlampe, und das bin ich gerne. Aber wird er mich noch lieben, wenn ich einmal nicht seine geile Schlampe sein will?

Sicher, das ist ein Extrem. Das Gegenteil wäre es auch. Wenn der Mann seine neue Bekanntschaft als zurückhaltend-seriöse Frau kennenlernte, was würde er wohl sagen, wenn sie plötzlich Praktiken an den Tag legte, die er bestenfalls bei einer Hure vermuten würde?

Wer willst du eigentlich sein?

Ein Autorenteam stellte kürzlich die Frage: „Wer bin ich und wer will ich sein?“, und meinte dies im sexuellen Sinn. Dabei ging es vor allem darum, ob wir mit den Klischees glücklich sind, unter denen wir lieben, und ... (Zitat)

Sich von all den Klischees über Sex zu verabschieden, ist herausfordernd. Die eigenen Bedürfnisse benennen zu können, braucht Mut. Aber es kann sich lohnen. Wer auf diese Weise gefestigt ist, kann sich leichter mit der Partnerin oder dem Partner darüber austauschen, wie der Sex für ihn zu einer schönen, bewegenden, wohligen oder atemberaubenden Erfahrung werden kann, um dann gemeinsam zu entscheiden, was man tun möchte.

Die Frage, ob man sich selbst infrage stellen sollte, beschäftigt die Philosophen und Psychologen seit Langem. Indessen gilt die Frage, ob man seine sexuellen Definitionen, Praktiken und Lüste ebenfalls infrage stellen sollte, als grenzwertig. Um dies zu klären, verallgemeinere ich einfach mal: Was bedeutet es, sich zu ändern?

Die Bedeutung von Änderungen

Es gibt gewisse Erfahrungen mit Veränderungen aller Art, und sie gelten als gesichert:

1. Veränderungen sind nicht gleichbedeutend mit Verbesserungen.
2. Veränderungen können positives, negatives oder gar nichts bewirken.
3. Wer sich verändert, macht damit neue Erfahrungen, mit denen er nicht unbedingt gerechnet hat.


Wenn du etwas ändern willst, solltest du wissen, was IST. Du findest dabei heraus, was du nur tust „weil es üblich ist“ oder „weil es jemand von mir verlangt“ und was du wirklich genießt. Schließlich schreibst du auf, welche sexuellen Lüste du gerne verwirklichen würdest. Nach Abschluss dieser Betrachtungen weißt du sehr wahrscheinlich:

1. Was du immer noch tust, obgleich du es nicht wirklich magst.
2. Was du jetzt schon tust, weil es dir gefällt.
3. Was du noch tun willst oder tun könntest, um mehr Lust zu bekommen.


Theorie ist nicht alles - Änderungen wollen erprobt sein

Üblicherweise funktioniert die Öffnung zur „sexpositiven“ Person nicht rein theoretisch - du musst auch die Gelegenheit haben, sie auszuprobieren. Dazu schreibt das Autorenteam:

Natürlich kannst du dich auch einfach beim Sex ausprobieren. Machen statt denken. Wer dem eigenen Verlangen aber einmal ganz bewusst nachgeht, sich selbst besser verstehen lernt und herausfindet, was es noch alles zu entdecken gibt, dem stehen für die eigene Weiterentwicklung viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung.

Letztendlich wirst du dein persönliches Konzept für das aufstellen, was dir wirklich gefällt - und du kannst überlegen, wen du dir dafür aussuchst, falls du Single bist. Oder du kannst deine Partnerin / deinen Partner einladen, etwas mit dir zu erproben, was ihre beide noch nie miteinander getan habt.

Zitate: Aus "SPEKTRUM".

Machen Frauen wirklich „echt schmutzige“ Vorschläge?

Fantasie anregen - ohne Worte oder mit schmutzigen Worten?
Wir weisen vorab darauf hin, dass Artikel dieser Art in Frauenzeitschriften aller Art erscheinen - wenn du empfindlich bist gegenüber einer "heftigen, versauten Sprache", dann lies bitte nicht weiter.

Manche Männer werden von „schmutzigen Vorschlägen“ angetörnt, andere wieder sind befremdet, wenn eine Frau eine „direkte“, vielleicht gar noch provokative Ansprache verwendet.

„Schmutzige Vorschläge“ sind demnach alle Aussagen, die sich direkt und unmittelbar auf sexuelle Handlungen beziehen. Vor allem, wenn sie in einer Art übermittelt werden, die für „Frauen nicht als angemessen“ gilt.

Unterscheiden kann man sie danach, ob sie unter Anwesenden oder durch Medien (SMS, WhatsApp, Telefon) übertragen werden. Außerdem lässt sich der Gebrauch von „schmutzigen Reden“ danach unterscheiden, ob sie beim ersten Date oder unter festen Paaren stattfinden. Beim ersten Date ist Vorsicht geboten - auch Männer sind sensibel und mögen vielleicht nicht, wenn du sagst: „Ich werde meine roten Krallen in deine weiße Haut bohren, während du mich nimmst wie ein Hengst.“ Jeder hat Tabus und Schmerzgrenzen - sogar ein Mann.

Favorit 1: Ich fühl gerade etwas und denke dabei an dich

- Ich mach’s mir gerade und denke dabei an dich.
- Meine Muschi ist schon feucht - komm endlich zu mir!
- Ich kann kaum erwarten, dass dein Penis in mich reingeht.
- Wenn du kommst, sollst du mit die Kleider vom Körper reißen.
- Ich spür dich schon jetzt in mir - es ist so geil.
- Ich werde so oft feucht, wenn ich an dich denke.
- Ich war so unartig - bekomme ich heute Schläge?
- Nimm dich heute Nacht in acht vor mir- ich bin ein Raubtier.
- Ich habe mich für dich hingelegt wie eine Hure.


Favorit 2: Ich will, dass du es härter mit mir treibst

- Drück meine Brüste zusammen und küss die Brustwarzen!
- Nimm mich wie ein Tier.
- Vergiss, dass ich deine Frau bin - nimm mich wie eine Hure!
- Nimm mich mit der Zunge!
- Steck mit einen Finger in den Po!
- Fessle mich und mach mit mir, was du willst!
- Besudel mich!
- Das F-Wort in Kombination mit "hart"


Favorit 3: Überraschungen

- Ich trage nur einen BH unter diesem Sommermantel.
- Ja, ich trage Strapse - aber keinen Slip dazu.
- Ich habe paar Handschellen dabei - fällt dir dazu was ein?
- Ich will mich in dich verkrallen wie eine Raubkatze in ihr Opfer.
- Leg dich einfach hin - ich reite dich, bis dir Hören und Sehen vergeht.
- Ich mach es mir jetzt selbst - und du bist Zuschauer.
- Ich will, das du es dir selbst machst - und ich schau dir zu.
- Heute wirst du mal meine kleine Schlampe sein.
- Zieh dich nackt aus und leg dich auf den Fußboden.


Wie schon gesagt - das alles ist etwas für Frauen, die provozieren wollen und für Paare, die sich durch „schmutzige Reden“ zu mehr Lust kommen wollen. Wir haben die meisten dieser Sprüche übrigens in Frauenzeitschriften gefunden.. Eine Webseite musste wir ignorieren, weil sie schlecht übersetzt war, eine andere erwies sich als zweifelhaft, da in ihr ein Virus vermutet wurde. Die drei verlinkten Seiten sollten jedoch „sauber“ sein - oder eben: hübsch schmutzig.

Einen schmutzigen Satz liefere ich noch nach:

Du machst mich so geil, weil ich dir so viel schmutzige Sachen sagen kann.

Wenn du weißt, worauf dein Lover wirklich abfährt, kannst du den Trick mit dem „Schlampenverhalten“ immer wieder anwenden. Und vielleicht macht es dir wirklich Spaß, sein „dreckiges Luder“ zu sein. Vorher und nachher kamst du wieder Studienrätin, Mutter oder (meinetwegen) Redakteurin sein.

Drei von fünf Web-Seiten zum Vergleich (wir mussten zwei auslassen)

fem.com
Amorelle
Cosmo