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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Ein paar Anmerkungen zum Masturbieren …

Woran dachte sie kurz zuvor?
Es würde mich wundern, wenn du nicht masturbieren würdest.

Tust du es?

Ach, darüber möchtest du nicht reden, nicht wahr? Bist du eine Frau?

Dann solltest du wissen, dass sehr viele Frauen davon träumen, dass sie ihre Partner(innen) masturbieren. Und natürlich, dass sie von ihren Lovern oder Geliebten masturbiert werden.

Es mag dich beruhigen, dass die meisten Frauen während ihrer feuchten Tagträume daran denken, dass der eigene Partner Hand oder Finger anlegt, um später in Orgasmen zu versinken. Und andererseits träumen die Frauen, die dazu befragt wurden, dass sie ihren Mann gepflegt Masturbieren. Der meint zwar, er könnte das auch alleine, aber sie wird es ihm schon zeigen, dass sie die bessere Expertin ist. Natürlich in der Fantasie, wo sonst?

Wie auch immer – nach Fellatio und Cunnilingus als weibliche Fantasie stehen die Lust, vom eigenen Partner masturbiert zu werden oder ihn zu masturbieren, ganz oben. Deutlich seltener wird dabei ein Fremder oder eine Fremde einbezogen. (Vom Ehepartner träumen dabei zwei Drittel, von Fremden oder an Fremden wurde es bei etwa einem Drittel festgestellt.

Beruhigt dich dies? Beunruhigt es dich?

Was würde dein Partner dazu sagen, wenn er wüsste, dass du von ihm träumst, wenn du masturbierst? Enttäuscht? Möglich. Aber wäre es nicht noch enthüllender, wenn du von einem fremden Mann träumen würdest, den du masturbierst?

Na schön. Vielleicht geht es mich überhaupt nichts an. Aber ich denke, es könnte dich etwas angehen. Zumal, wenn du nun noch anfängst, darüber nachzudenken, wie „seine“ Träume darüber aussehen könnten.

Die Woche - verborgene Lüste, Hemmungen, Hoffnung und Lust

Dieser Tage kriecht mir die Kälte unter die Haut – innerlich wie äußerlich. Ich sehe überall Rechthaberei, im akademischen Bereich, in den reißerisch daherkommenden sozialen Medien und am Würstchenstand. Es ist kaum noch möglich, differenzierte Meinungen unters Volk zu bringen, so, wie es in der Demokratie eigentlich sein sollte. Extremisten von überall tröten ihre zwei Sätze in die Welt und meinen, damit einen Beitrag zur Meinungsfreiheit geleistet zu haben. Und genau das tun sie nicht.

Der Abschied vom "Dating" - die Hinwendung zur echten Partnersuche

Über die Liebe habe ich schon lange nichts mehr gelesen. Die Lust? Na ja. Falls jemand das Stichwort „Dating“ sucht – das ist inzwischen ein Schlagwort von Frauenzeitschriften und Unternehmern, hat aber kaum noch etwas mit „echter Partnersuche“ zu tun. Und die wird derzeit immer wichtiger - auch wenn uns die Zukunft als unsicher erscheinen mag.

Das innere Verlangen nach seltsamen Lüsten und die Hemmungen

Nach wie vor unterscheidet sich das „innere Verlangen“ der Menschen von dem, was „äußerlich sichtbar“ wird. Die meisten von uns leben damit, dass ihnen nicht alles möglich ist, auch wenn es wunderschön, ethisch vertretbar und völlig legal ist. Lest bitte die Betrachtung dazu – sie ist sehr differenziert.

Sich selbst überwinden - und sich "dort" küssen lassen

Die reine Lust besteht sicher darin, Cunnilingus zu empfangen – aber durchaus auch, ihn zu geben. Meist müssen ein paar „innere Hürden“ beseitigt werden, um ihn zu geben oder zu empfangen. Davon handelt unser Artikel.


Frauen gelten nicht gerade als typische Voyeure – wenn man den Voyeurismus ausschließlich akademisch betrachtet. Doch ihre Lust am „Zusehen“, wenn Paare sich miteinander vergnügen, ist vielen durchaus bekannt. Es ist üblich, dies öffentlich zu leugnen, aber es ist beweisbar – und das nicht erst seit gestern. Wobei die Paare nicht zwangsläufig „heterosexuell“ sein müssen.

Weihnachten, Jul und Lucia

Ich plädiere Jahr für Jahr dafür, das Weihnachtsfest als „Jul“ anzusehen – und damit als das Versprechen, auch im nächsten Jahr wieder das Licht und die Wärme genießen zu können. Deswegen weise ich auch in diesem Jahr auf das Luciafest hin und das Glück, das mit dem Licht verbunden ist.

Das Glück zu finden, mag schwierig sein – aber es ist nicht unmöglich. Ein bisschen mehr Toleranz, Anpassung an das Mögliche und die Lust daran, ein Paar zu werden – das hilft in jedem Fall.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch eine wundervolle Vorweihnachtswoche.

Das innere Verlangen nach sonderbaren Lüsten

Was willst du wirklich, Fremder?
„Was willst du wirklich von mir?“ Ich weiß nicht, ob ihr diese brennende Frage aus fordernden Augen schon einmal gehört habt. Und nein, ich meine nicht im Jugendalter, wo es schon mal vorkam, dass eine junge Frau so etwas fragte.

Ich meine den Moment, in dem wir uns entscheiden können. Nämlich zwischen dem, was wir wirklich wollen und dem, was die meisten Partner(innen) bisher an dieser Stelle hören wollten.

Wir sind in diesem Moment in der Zwickmühle: Sollen wir wirklich unser inneres Verlangen, unsere geheimen Lüste, vielleicht gar unsere Begierden offenbaren? Oder sollen wir der Spur dessen folgen, was „üblich“ ist?

Der Konflikt, zu den eigenen Lüsten zu stehen oder sich anzupassen

Der Konflikt ist nahezu jedem bekannt. Wir möchten etwas, aber wir schämen uns, dies offen zu bekennen. Das kann vieles sein: vom leidenschaftlichen Wunsch, einen Cunnilingus zu geben, über die Idee, feminisiert zu werden bis hin zum Empfang von analen Lüsten. Und dabei habe ich diese wunderbar ordinären Rollenspiele noch gar nicht erwähnt, bei denen es um lustvolle Unterwerfungen geht.

Das Dilemma: Wir wissen nicht, ob sich unsere Partner(innen) heimlich das Gleiche erträumen. Wir fürchten hingegen, dass sie uns verachten oder gar fliehen, wenn wir es aussprechen.

Hinzu kommt oft die Furcht, in eine Situation „hineingezogen zu werden“, die wir nicht beherrschen können. Männer haben stets Angst davor, als „Weichlinge“ bezeichnet zu werden, aber noch mehr fürchten sie sich, in die Kategorien „Fetischist“ oder „Bi“ zu fallen.

Risiken eingehen - was kann passieren?

All das hat etwas mit dem „Risiko“ zu tun. Wer ein Risiko eingeht, spielt mit Gewinn und Verlust. Die Hürde, über den „eigenen Schatten zu springen“ ist dabei für jeden anders.

Diese „innere Hürde“ hat jeder von uns. Wer sie überwunden hat, kann ein wundervolles Abenteuer erlebt haben oder das totale Fiasko. Unabhängig davon kann ihn oder sie die Scham einholen oder die Reue überfallen. Jede Hürde, wie wir überspringen, „macht etwas mit uns“.

Wenn die Ängste ins Spiel kommen

Im „ganz gewöhnlichen Leben“ würden wir sagen: Wir lernen an Erfolg und Misserfolg – das ist ganz natürlich und tut uns gut. Aber sobald die Sexualität betroffen ist, durchläuft viele Menschen ein merkwürdiges „zittern“. „Was werde ich nachher von mir denken“? „Was meine Partner/meine Partnerin?“ Und sogar noch: „Was werden Verwandte oder Freunde von mir denken?“ (Als Beispiel wird oft die Mutter oder die Tochter genannt).

Und du, was ist mit DIR?

Jede und jeder hat eigene Hürden. Es liegt an euch selbst, sie zu überwinden oder gar abzubauen, wenn ihr mutig genug seid. Und ihr dürft euch durchaus fragen, warum ihr sie überhaupt aufgebaut habt. Und wenn ihr gut findet, sie zu behalten, dann ist es auch in Ordnung, solange ihr damit glücklich werdet.

In jedem Fall aber ist dies gut zu wissen: Das innere Verlangen und die äußere Haltung stimmen nicht immer überein. Und darüber kann man reden.

Fellatio geben – aus Liebe oder warum?

Der Männertraum - für Frauen besser nur ein Traum?
„Wahrscheinlich hat deine neue Partnerin schon mehr Fellatio gegeben, als du jemals einen Cunnilingus versucht hast. Aber das heißt nicht, dass sie sofort dazu bereit ist, wenn DU in ihr Leben trittst“. (1)

Seltsam – niemand redet wirklich über Fellatio, aber viele Frauen haben ihn schon geschenkt. Und fast alle haben davon geträumt, es einmal zu tun, auch wenn sie es tatsächlich niemals versucht haben. (2) Andere tun es, um dem Partner zu gefallen, obwohl sie selbst weniger begeistert sind. Und nur wenige tun es mit absoluter Hingabe.

Der Grund, es nicht zu versuchen, kann in religiösen oder ethischen Überzeugungen liegen. Oftmals liegt der Grund, es „nicht zu tun“ aber auch in negativen Erfahrungen. Der Grund, es trotz mancher Aversionen zu tun, liegt in der Freude des Schenkens, die manche andere Gefühle ausblendet. Bleibt die Frage nach dem Grund, Fellatio mit sinnlicher Begeisterung zu geben.

Die Männer - begierig, ohne nachzudenken?

Reden wir von Männern. Manche von ihnen schauen Pornos an. In ihnen tun es alle Frauen – und sie wirken dabei zumeist nicht nur sehr professionell, sondern sie sprühen auch vor Begeisterung. Merkwürdigerweise tun sie es lange und ausdauernd, ohne dass der Partner dabei die finale Befriedigung erlangt.

Weil es für die Männer in solchen Filmen offensichtlich selbstverständlich ist, dass die Frauen dabei in helle Verzückung verfallen, glauben sie, ihre Freundin würde auch so handeln. Doch sie ist keine „Darstellerin“, sondern jemand, der einen lustvollen Abend mit einem begehrlichen, gleichwohl aber zärtlichen Partner verbringen möchte. Fellatio ist dabei eine Möglichkeit, aber nicht die Hauptsache.

Oral - sehr intim, wirklich sehr intim

Den so viel ist sicher: Für liebende Paare geht es beim Oralsex nicht um eine besonders intime Reizung der Genitalien. Wie beim Zungenkuss geht es darum, besonders intime Berührungen zu erspüren, die Reaktionen des Körpers hautnah zu erfühlen und sie zu genießen. Oralsex ist die totale, direkte Hingabe an den Körper des anderen, weil sie buchstäblich nicht nur im Unterleib stattfindet.

Für Männer nur ein kurzes Vergnügen?

Männer wollen oft nur „oral befriedigt“ werden, dann haben sie ihr Ziel erreicht und ihr Vergnügen gehabt. Und etwas kann ich euch in die Hand versprechen: Es ist ein kurzes Vergnügen und schnell wieder vergessen. Jedenfalls, wenn es dabei bleibt.

Und weil das so ist, liegt die Choreografie für den Sex mit oralen Einlagen eben doch eher bei der Frau. Ein schöner, langer und für beide Partner befriedigender, sinnlicher Abend erfordert eben doch ein wenig Kunstfertigkeit und leider eben auch ein bisschen Erfahrung. Was übrigens für beide gilt, denn wem etwas geschenkt wird, der sollte sich auch dankbar zeigen.

Wer jetzt, ob Leserin oder Leser, einen tiefen Seufzer ausgestoßen hat, weiß, warum er oder sie dies tat. Und nein, ich verteile keine guten Ratschläge zum Thema. Nur diesen einen: Es gibt nur einen Weg, herauszufinden, ob es dir die aktive Rolle gefällt: es zu tun.

(1) Sinngemäße Übersetzung, im Original deutlich frivoler. Wir lasen für euch einen Blogbeitrag, den wir nicht verlinken können. Die Autorin nennt sich -em- und soll bereits viele Beiträge im Internet zum Thema verfasst haben.
(2) Dazu gibt es eine überaus verlässliche Studie, die mir vorliegt.

Wie ist das eigentlich mit „Oralverkehr empfangen“?

Die Realität wäre viel zu real: Symbol für den Cunnilingus
Oralverkehr zu geben ist inzwischen ein Thema, das in allen Frauenzeitschriften der Länge und der Breite nach besprochen wird. Die Frage „wie mach ich es IHM besonders schön?, geht davon aus, dass der Mann seine Lieblingsbefriedigung nicht nur „auf schön“ bekommt. Sie soll am besten Perfekt sein, beinahe „professionell“, aber auf keinen Fall routiniert.

Mittlerweile interessieren sich die Männer allerdings auch für etwas, dass sie noch vor Jahren empört angelehnt hätten: den Cunnilingus. Und nun ist der Mann dran, etwas besonders lustvoll und intensiv zu vollziehen, was er vermutlich nicht erlernt hat.

Das verlässliche Schweizer Portal „Lilli“ wendet sich an die Männer und schreibt (1)

Es gibt auch keinen richtigen Ablauf. Wenn du eine Frau leckst, muss das nicht mit dem Orgasmus enden. Es kann auch übergehen in eine andere sexuelle Handlung oder sich damit abwechseln. Lass dich von deiner eigenen Neugier lenken. Was kannst du alles mit deiner Zunge und deinem Mund anstellen?

Wenn ein Mann den Wunsch hat, seiner Freundin auf diese Weise Gutes zu tun, wird der bald auf ein anderes Phänomen stoßen, das Lilli ebenfalls erwähnt (1):

Manche Frauen lieben Oralsex und kommen so am besten zum Orgasmus. Andere Frauen finden es peinlich, unangenehm oder sogar abstoßend.

Das betrifft nun nicht ausschließlich die junge, unerfahrene Geliebte, sondern kann erwachsene Frauen belobigen Alters betreffen. Ich zitiere dazu die Sexualberaterin Vanessa Marin (2):

Viele Frauen mögen nicht, dass ihnen ein Gesicht im Intimbereich so nahekommt … daher kann die Vorstellung, dass ein Mann seine Nase, seinen Mund und seine Augen direkt auf den empfindlichsten Bereich ihres Körpers richtet, für manche Frauen schwierig sein.

Männern wird oft gesagt, wie sie ihre Zunge bewegen müssen oder welche anderen Techniken sie erlernen sollten, bevor sie vor der Frau auf die Knie gehen. Doch Forscher(innen) wollen festgestellt haben, dass es auch beim Cunnilingus auf die Rhythmen ankommt, weil Rhythmen die Gehirnfunktionen, die den Orgasmus hervorrufen, erheblich verstärken.

Hürden überwinden - dann klappt es

Fassen wir zusammen: Die größte Hürde bei „Neulingen“ besteht darin, dem Mann rückhaltlos und vor allem gerne den Zugang zum Unterleib zu ermöglichen. Erst, wenn dies ohne Stress und Scham möglich ist, kann das Paar herausfinden, wie ein Maximum an Lust erzeugt werden kann.

1. Lilli
2. Zitiert in: Oral Sex: Study Shows How to Give and Receive Pleasure.
3. Ähnlich in „Bumble“.