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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die üblichen erotischen Fantasien - und die weniger üblichen

Sind Fantasien über Nacktheit noch populär?
Das, worüber wir fantasieren, ist das, was wir nicht haben. Das lässt sich weiter ausführen, indem wir sagen: Wir fantasieren über erotische Erlebnisse, die uns innerlich bedrängen, die wir aber im wahren Leben nicht verwirklichen können. Teils sind es Fantasien, die uns zugleich befremden und erregen, und zu einem anderen solche, die uns soweit „ins Abseits“ stellen würden, dass uns selbst wohlmeinende Freunde meiden würden.

Was wissen wir über die geheimen Lüste?

Zunächst wissen wir heute, dass die Fantasien von Frauen und Männern durchaus ähnlich sind. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass die Lüste der Männer breiter gefächert sind als jene der Frauen. Sodann ergibt sich, dass Frauen viel häufiger über aktive Dominanz fantasierten als angenommen, während Männer sich häufiger in der Rolle der Unterwerfung sahen, als erwartet wurde.

Eine Beobachtung der Forscher folgend, rechneten Frauen aber nicht damit, dass sie ihre Fantasien in die Tat umsetzen würden. Die Männer hingegen suchten zumindest nach Wegen, einige ihrer Wünsche zu verwirklichen.

Kuscheln und Lüste mit Vanillesoße

Welche Fantasien sind wirklich häufig wie Gänseblümchen? Beginnen wir einmal mit den Vanille-Erfahrungen: Blümchensex mit einem vorhandenen Partner oder einem Fremden. Die Befragten schwankten dabei zwar zwischen Kuschelromantik und Abenteuer, doch letztlich ergab sich eine Mehrheit für die Romantik, gefolgt vom Abenteuer mit Fremden und der Lust an gegenseitiger Masturbation. Die Antworten von Frauen und Männer lagen dabei in einem Bereich von „mehr als zwei Drittel“ bis hin zu 90 Prozent.

Mundverkehr – keine Einbahnstraße

Orale Fantasien sind orale Verlockungen
Eine der Überraschungen ergab sich bei der Abfrage von oralen Kontakten, sei es Cunnilingus und Fellatio in der Kombination oder separat. Generell fantasierten Frauen wie auch Männer darüber häufig. Beim gemeinsamen Genuss von Oralkontakten waren es über 75 Prozent, während nahezu 80 Prozent angaben, in ihren Träumen Cunnilingus zu geben. Davon, Fellatio zu geben, träumten immerhin noch fast drei Viertel der Frauen. Männer, die in ihren Fantasien Fellatio gaben und Frauen, die den Cunnilingus aktiv vollziehen wollten, landeten immerhin noch im Bereich zwischen einem Viertel und einem Drittel.

Haremsgedanken und Damenwahl

Was sich bei Oralkontakten zeigte, wiederholte sich bei den Triolen und Orgien. Die Männer führten dabei mit 84 Prozent, soweit nach „Triolen mit zwei Frauen“ gefragt wurden, und sie folgten auch dem Prinzip: „Je größer der Harem, umso mehr will ich der Pascha“ sein (75 Prozent). Doch bereits, wenn man Männer befragte, ob sie in der Fantasie an einer gemischten Gruppe mit mehr als drei Personen teilnehmen würden, sackte der Anteil auf 16 Prozent. Die Frauen dachten ganz anders. Mehr als die Hälfte fand diese Fantasie erregend – der Grund dafür könnte sein, dass es für Frauen attraktiv ist, aus einer Gruppe von Männern wählen zu können.

Lechzen nach Unterwerfung und roten Gesäßen

Sinnliche Dominanz ist ausgesprochen häufig in der Fantasie

Ein Anzeichen für den Wandel der Geschlechterrollen sahen viele Beobachter in den Zahlen, die man über Domination und Submission gewinnen konnte. Sowohl Frauen wie auch Männer erregte die Fantasie, Macht über ihre Partner(innen) auszuüben, und auch die Lust, diese Macht zu spüren, lag bei beiden Geschlechtern über 50 Prozent. Dabei waren durchaus unterschiedliche Empfindungen im Spiel, zum Beispiel wurden passive Fesselungsgelüste häufiger genannt als aktive. Und mit Schlägen nach Art des Herrn Grey und der Frau Anastasia konnten sich deutlich weniger Frauen und Männern anfreunden. Immerhin lagen die Zahlen auch hier noch im Bereich von einem Drittel der Befragten. Hier zeigten sich auch deutlichere Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Davon, Frauen zu züchtigen, träumten fast 44 Prozent der Männer, aber nur etwa 24 Prozent der Frauen erregten sich in der Fantasie dadurch, Männer zu züchtigen.

Auf der anderen Seite des Zauns

Das gleiche Geschlecht - sanfte Realität, heftige Fantasie
Aus verschiedenen Studien geht inzwischen hervor, dass die Lust am eignen Geschlecht verbreiteter ist, als man zuvor annahm. Zumindest für Frauen wurde dies wissenschaftlich erhärtet, sodass es kaum verwundet, wovon Frauen träumen. Mehr als ein Drittel der Befragten Frauen grasen in ihren Fantasien auf der anderen Seite des Zauns. Männer sind zurückhaltender, aber unter den 20 Prozent, die entsprechende Gelüst zugaben, waren sicherlich auch heterosexuelle Männer.

Und alles andere?

Einige der sinnlichen Träume, zum Beispiel, Menschen nackt zu sehen, oder sich anderen nackt zu zeigen, haben wir ignoriert. Zudem fanden wir zu wenig eindeutige Daten über anale Lüste heterosexueller Frauen und Männer. Fetische oder fetischistische Aktivitäten waren für meine Begriffe nicht ausreichend spezifiziert, ebenso wie die unterschiedlichen Arten der erotischen Unterwerfung. Wir fanden, dass erotische Flexibilität offenbar in den Träumen zunimmt, während sie in der Realität weitgehend geleugnet oder aus sozialen Gründen nicht praktiziert wird.

Findet ihr euch in diesen Träumen wieder?

Um sich dessen bewusst zu werden, ist nötig, gewisse Schranken des Alltagsdenkens zu durchbrechen. Was vorstellbar ist, offenbart sich nur für diejenigen, die sich in eine Situation vertiefen könnte, nicht für diejenigen, die an der Oberfläche ihrer Gedankensuppe Buchstaben zu finden hoffen. Und in diesem Sinne: Taucht ruhig einmal ab in eure Traumwelten, so wie Millionen andere Menschen auch.

Quellen: Wir nutzen mehrere Quellen. Einige befinden sich in im Archiv der Liebeszeitung - sie gelten als besonders zuverlässig. Andere finden sich in der Fachliteratur und in psychologischen Zeitschriften, zum Beispiel in "Psychology Today" Auch populärwissenschaftliche Publikationen wie diese sind gelegentlich hilfreich.

Wenn sein Gesicht zum Sitzplatz wird

Ungewöhnliche Konstellation oder ein Vergnügen besonderer Art?
„Facesitting“ ist im Grunde keine typische Sexposition, und sie kann auch kaum als Fetisch bezeichnet werden. Im Grund ist sie nichts anderes als die totale Hingabe des Mannes an den Cunnilingus, den er so lange ausführt, wie es die Frau wünscht. Das Besondere daran: Der Mann sieht zur Decke, und die Frau platziert ihren Unterleib auf seinen Lippen.

Was mag einen Mann dazu bewegen, sein Gesicht als „Sitzplatz“ für eine Frau anzubieten?

Im Grunde kann er zwei Gelüste haben, die ihn in diese Position bringen:

Für die Liebhaber des Cunnilingus bieten sich die Möglichkeit, im Rollenspiel anzunehmen, er würde zu etwas gezwungen, was er nur allzu gerne tut. „Sehen, schmecken, riechen und den Erfolg der Simulation genießen.“ Es wirkt wie ein Zauber – und der Mann kommt aus seiner Rolle nicht so schnell frei, was wieder die Frau begeistert.

Hat der Mann hingegen die Tendenz, sich Frauen zu unterwerfen, so genießt er die Aufgabe jeglicher Kontrolle. Für ihn ist es in Ordnung, wenn ihn die Frau demütigt, und benutzt, um ihre Gelüste zu befriedigen, seien sie psychisch oder physisch.

Viele Paare benutzen – unabhängig von der Art der Unterwerfung – Spielzeuge aus den Regalen von BDSM-Spezialgeschäften. Interessant sind vor allem Augenbinden und sehr weiche Lederhandschellen, denn schließlich soll er ja keine eigenen Aktivitäten entwickeln. An dieser Stelle erlaube ich mir eine Randbemerkung: Es gibt keine plausible Erklärung dafür, warum Frauen kein passives „Facesitting“ mit anderen Frauen betreiben sollten. Vermutlich ist dies ein Bereich, über den nicht gesprochen wird.

Technische Probleme

Am häufigsten diskutiert werden Gewichtsprobleme: Athletische Frauen können sich in der Regel vorstellen, ein Gewicht von – sagen wir mal – 60 Kilo auf dem Gesicht eines Mannes auszubalancieren. Wie aber stellt es die Frau an, 180 Kilogramm auf Nase und Lippen zu bringen, ohne den Partner zu schädigen?

Eine Frau, die Facesitting praktizierte, erklärte es uns:

Das Wichtigste ist, dein Gewicht nicht „wirklich“ auf das Gesicht deines Partners zu legen (oder deiner Partnerin)?

Zunächst, so hörten wir, solltest du versuchen, über ihm/ihr zu knien. Damit ruht dein Gewicht auf deinen eigenen Beinen. Nun robbst du dich soweit heran, dass sich deine Oberschenkel auf beiden Seiten seines/ihres Kopfes befinden. Dein Blick sollte dabei nach vorn gerichtet sein. Das ist jedenfalls die beste Ausgangslage. Falls du diese Position auf einem Bett einnimmst, versuche, dich am Kopfteil festzuhalten. Wenn du einen festen Halt findest, kannst du deinen Körper wesentlich besser positionieren. Du beginnst damit, dass du dich von der etwas erhöhten Position direkt auf sein Gesicht herabsenkst. Ist das geschehen, so kannst das Vergnügen beginnen.

Ich empfehle sehr, ihm nicht zu viel Bewegungsfreiheit zu lassen. Er soll sich ja auf dich konzentrieren. Möglicherweise musst du zu Anfang dafür sorgen, dass seine Hände immer schön parallel zur Bettkante bleiben. Das ist ja gerade der Sinn: Er tut etwas für dich – du tust nichts für ihn.

Übrigens habe ich wieder vergessen, dass dein Partner kein Mann sein muss.

Und indem ich das sage, komme ich zu der Frage, die du dir sicher schon lange gestellt hast: Mögen gewöhnliche Partnerinnen oder gar Ehefrauen „Facesitting“? Oder machen sie das nur, damit sich der unterwürfige Mann seine Trauben nicht woanders holt?

Mag eine ganz gewöhnliche Geliebte "Facesitting"?

Die Antwort fällt nicht leicht, weil „Facesitting“ eben auch von Prostituierten und sogenannten „Dominas“ angeboten wird. Ist es also eine Praxis, die eine „anständige“ Frau niemals ausüben würde?

Wir hörten, dass Frauen sehr unterschiedlich darüber denken. Wenn ein Paar schon damit experimentiert hat, dass die Frau zum Reiter und der Mann zum Ross wird, liegt nahe, in dieser Position auch Cunnilingus zu versuchen.

Je dominanter eine Frau, um so mehr liebt sie die Position

Allgemein, so schien mir, sind vor allem Frauen begeistert, die gewisse dominante Züge haben. Eine der Frauen, die freimütig darüber Auskunft gaben, schrieb, sie können in der Facesitting-Position mehr Druck ausüben. Und dies würde ihr sehr dazu verhelfen, intensivere Gefühle zu entwickeln als beim „normalen“ Cunnilingus. Eine andere sagte ebenfalls, sie könne die Geschwindigkeit und Intensität nahezu beliebig regulieren. Es sei so, als ob sie „die Zügel jederzeit in der Hand halten würde“, während sie ihm verbale Anweisungen erteile.

Und ganz generell? Die Frauen, die es gerne tun, genießen die Macht, die ihnen durch das Facesitting zuwächst. Und wenn zu der Macht noch die Lust kommt und Orgasmen als Lohn winken – was will frau dann noch?

Und was hätte ich noch nachzutragen?

Es gib viele lustvolle Spiele, in denen vor allem der Mann profitiert. Und in diesem Fall bekommt er nichts außer dem erregenden Kontakt mit deinem Unterleib. Da ist sein Lohn. Jedenfalls für heute. Morgen kannst du ein neues Spiel zu anderen Regeln beginnen.

Hinweise: Wenn du anderer Meinung bist, dann sag es uns. Die Quelle, die wir benutzt haben ist sicher und zuverlässig. Zahlen haben wir leider nicht - Cunnilingus an sich (ohne Facesitting) ist allerdings das Traumziel zahlloser Frauen und Männer. Grafik: Künstlerdarstellung von Liebesverlag.de

Einfache Weisheit zum "Oralverkehr"

Heute gelesen:

Die einzige Art, wirklich guten Oralsex zu geben, ist Freude daran zu haben.

Dies erinnert mich an die häufigen, bildhaften Schilderungen, die in viktorianischen Schriften über das Phänomen des „Gamahuching“, einem Wort aus der französischen Sprache, dessen Herkunft auch dort umstritten ist. Es steht allgemein für „Oralverkehr“ wird aber häufiger für Cunnilingus als für Fellatio verwendet.

Im Allgemeinen gelten sowohl Fellatio wie auch Cunnilingus als lustvollste Form der sexuellen Begegnung - jedenfalls für die Begünstigten. Allerdings heißt es, dass einige Frauen sich nur ungern „gamahuschen“ lassen, weil es ihnen peinlich ist, während Männer oft sagen, es sei unhygienisch.

Leider sind es die gleichen Männer, die sich unglaublich gerne oral von Frauen aller Art „bedienen“lassen.

Dennoch bleibt eines stehen: Die beste Art, eine wirkliche gute Geliebte (oder ein guter Liebhaber) zu sein, ist die Freude daran, alles, was man tut, mit Lust und Leidenschaft zu krönen.

Und ja, ich weiß, dass manche von euch die Leidenschaft spielen, um ihren Partnern oder Partnerinnen einen Gefallen zu tun.

Das erste Mal – wenn du definitiv kein Teenager mehr bist

Einer von beiden sollte Erfahrung haben, wie "es geht"
Manches wird im Erwachsenenalter schwieriger. Zum Beispiel, etwas zum ersten Mal zu tun. Dazu gehört auch der "erste Sex". Wir sagen dir, wie du das ändern könntest. Und wir raten dir, dort nachzulesen, wo es auch die sehr jungen Leute tun. Das sind zuverlässige Quellen, und du brauchst dich nicht zu schämen, dich dort zu informieren. Hier für männliche Jungfrauen.

Ist es überhaupt ein "erstes Mal"?

„Das“ erste Mal ist für einen Menschen im voll erblühten Erwachsenenalter oft nicht zutreffend: Irgendetwas war meist schon mal, nur eben nicht DAS. Und DAS bedeutet für Menschen, die die niemals zuvor Geschlechtsverkehr hatten und heterosexuell sind: ein Mann, eine Frau, viel Intimität und mindestens die Illusion, verliebt zu sein.

Was, wenn du schon 25 oder älter bist?

Wenn eine Frau oder ein Mann von mehr als 25 Jahren Lebensalter noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, dann spielt fast immer die Angst die größte Rolle. Was ist, wenn der Partner oder die Partnerin entdeckt, dass du noch gar keine Erfahrung hast?

Die männliche Jungfrau

Es gibt durchaus Männer, die etwas Unterstützung benötigen, wenn sie ihren Penis „einführen“ wollen. Das macht den meisten Verführerinnen und anderen Frauen, die häufig den Geschlechtspartner wechseln, wenig aus. Sie helfen ihrem Partner einfach, die Sache „in den Griff zu kriegen“. Schwieriger wird es schon, wenn der Mann zögert, überhaupt aktiv zu werden, das Becken zu bewegen, oder einfach auf der Frau liegen bleibt.

Die weibliche Jungfrau

Weibliche Jungfrauen über 25 haben heute kaum noch Angst vor dem Penis „an sich“, also weder vor der Länge noch vor dem Umfang. Denn sobald sie Dildos oder Vibratoren zum Einführen benutzt habe, kennen sie die Wirkung. Sie fürchten sich eher vor dem Mann, der daran hängt und der sich nun sozusagen „in ihrer Vagina selbst befriedigt“. Vielleicht haben sie zu viel erwartet, möglicherweise auch befürchtet. Aber dass die ganze Sache so schnell vorbei sein würde, und dass sie dabei so wenig empfinden würden – das hätten sie nicht gedacht.

Wie du die Sache in den Griff bekommen kannst

Wenn du diesen Artikel liest, um es anders zu machen, dann gilt für Frauen wie für Männer: Achte darauf, dass wenigstens der/die andere Erfahrung hat. Wenn möglich, rede mit ihr/ihm darüber, dass du „noch wenig“ Erfahrung hast. Sei offen, und gehe mit Lust und Zuversicht an die Sache.

Weibliche Jungfrauen über 25

Beachte diese Tipps für weibliche Jungfrauen:

1. Trainiere deinen Beckenboden.
2. Versuche, dich mental völlig zu entspannen.
3. Benutze Dildos, bevor du den ersten „echten“ Geschlechtsverkehr hast.

Männliche Jungfrauen über 25

Männliche Jungfrauen sollten erwägen, ob sie wirklich mit den „Hubbewegungen“ beginnen sollten. Ein Mann, der „unten liegt“ ist für manche Frauen ebenfalls attraktiv. Dann bewegt sich die Frau … nicht schlecht für den Anfang. Wenn du es anders willst, dann helfen:

1. Beckenbodentraining und „Trockenübungen“, bei denen du lernst, dein Becken locker zu bewegen.
2. Atmung und Entspannung – versuche, auch bei Erregung zunächst „cool“ zu bleiben.
3. Übe die Anwendung von Kondomen. Dann kannst du überspielen, dass du es zum ersten Mal „in echt“ machst.

Das Generelle

Die beste Einstellung für beide: Sei neugierig auf das, was kommt. Erwarte nichts, genieße die Teile, die du schon genießen kannst, und nimm den Rest als Erfahrung. Versuche später, die Eindrücke zu sortieren. Wenn sich deine Schwierigkeiten trotz aller Bemühungen nicht nachlassen, dann versuche, professionelle Hilfe vor Ort zu bekommen..

Und: sei die bewusst, dass ein „erstes Mal“ wirklich nicht der Einstieg in eine großartige Beziehung sein muss. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, einem freundlichen und zuvorkommenden Menschen zu begegnen, der dir die Angst vor der Lust nimmt als jemanden, der eine Beziehung mit jemandem sucht, der noch Jungfrau ist. Vor etwa 150 Jahren war das noch ganz anders - da kamen Frau und Mann in der Hochzeitsnacht zum ersten Mal zusammen. Manche gebildeten Frauen hatten sich vorher „informiert“ und sich gar körperlich darauf eingestellt – aber die Masse hatte keine Ahnung, was sie erwartete. Die jungen Männer hingegen wurden von Frauen „eingewiesen“, die „diese Sache nicht so genau nahmen“. Wenn es die Küchenhilfe war, dann war es eben die Küchenhilfe – das mussten die Familien wohl oder über akzeptieren, denn eine „Begegnung auf Augenhöhe“ war ausgeschlossen. Wie ihr seht, habt ihr heute viele Vorteile, als erfahrene Frauen und Männer zusammenzukommen.

Die Vielfalt „erster Male“

Bei dieser Gelegenheit will ich euch darauf hinweisen, dass es nicht nur „das erste Mal“ gibt, sondern dass jede der vier wichtigsten sexuellen Lüste ein neues „erstes Mal“ sein kann. Selbst wenn du niemals Cunnilingus, Fellatio, gegenseitigen Handverkehr oder Analverkehr ausüben solltest – das erste Mal ist immer das aufregendste Ereignis in der sexuellen Lebenswirklichkeit. Und es ist meist mit Angst besetzt.

Bild: Erotische Postkarte, gegen 1900.

Die Lust am Schamhaar – ein Fetisch?

Nächtgedanken zu Schmhaaren
Unsere nächsten Verwandten sind ganz und gar behaart – das heißt, sie können sich weder ihrer Nacktheit schämen noch ihrer Behaarung. Auch der Mensch schämt sich nicht, sein Haupthaar in Szene zu setzen – die Haarpflege gehört sogar zu den typischen Merkmalen intensiver Flirts. Und der Bart – oh ja, der Bart. Manche sehen ihn ihm eine Kussbremse, andere schwärmen von dem „Kuss mit Bart“. Meine Großmutter sagte noch, ein Kuss ohne Bart sei wie eine Suppe ohne Salz.

Wenn die Lippen von einem "Bart" gekrönt werden

Beim „Kuss mit Bart“ fällt dem Kundigen auf, was dem jungen Julian bei seiner ersten Begegnung mit jedem Mund gesagt wurde, der im Schatten liegt (1):

Wenn du … unter meinen Röcken einen Mund mit Schnurrbart finden solltest, dann darfst du ihn küssen.
Nun, der junge Mann fand „inmitten der Haare“ das, was er für den Mund halten musste. In der Folge erwies er sich als ausgesprochen gelehrig, obgleich er nicht wusste, was genau er dort bewirkte.

Sind Schamhaare sinnlicher als gedacht?

Und nein, wir lasen nichts von den Schrecken, den manche Männer angeblich empfinden, wenn sie aufgefordert werden, Intimküsse zu zelebrieren. Nicht von einem üblen Geruch, nicht von lästigen Haaren, die ohne Zweifel vorhanden waren. Nichts von einem unerträglichen Geschmack. Es sei ein wenig wie Eiweiß gewesen, nur etwas bitterer, sagte uns der wirkliche Autor jenes frivolen Romans. Die Beschreibung mag „auf naiv“ getrimmt worden sein, doch sie zeugte von genauen Recherchen.

Auch wer seine ersten sexuellen Erfahrungen nicht „unter dem Rock einer Frau“ machen dufte, wird sich erinnern, wie eigenartig der direkte Kontakt mit dem Schamhaar war. Wer Glück hatte, dem boten sich weiche, sanfte Locken an, die sinnlich dufteten. Oftmals wird dieser Geruch als natürliches Parfüm der erwachsenen Frau bezeichnet, das durch seinen Inhaltsstoffe die Sinne wesentlich mehr erregt als irgendein anderer, künstlich aufgebrachter Duft. Ein Hauch von Fell, übrig geblieben aus der Evolution, das den Lockstoff der Weiblichkeit auffängt. Manche Männer sollen gar verharren und den Duft einen Moment lang einsaugen.

Die Wirkung: Optisch, ästhetisch oder durch sinnlichen Kontakt?

Doch zurück zu den Haaren. Sie können auch optisch ein Genuss sein – jedenfalls für Männer, die sich tatsächlich für natürliche, lockige oder strähnige, blonde oder rötliche Haare interessieren. Von dunklen Haaren einmal ganz abgesehen. Ein Mann muss wirklich kein Fetischist sein, um das „Natürliche“ auch schön zu finden. Und auch die Berührung mit einem luftigen, sauberen und nicht verschwitzten Schamhaar werden als durchaus angenehm empfunden.

Die Faszination des Mannes

Und ja, gewiss – hin und wieder musste man sich wohl ein Haar von Lippen oder Zunge entfernen, wie wir vielfach lesen konnten. Mancher Mann will zuerst bewundern, was er zu küssen beabsichtigt und dann das Wunder intimer Berührungen erleben. Andere sind vom Duft fasziniert, der angeblich geheimnisvolle Stoffe enthält, die den Verstand durchaus lähmen können.

Frauen, Fantasien und Realität - liegen Welten dazwischen?

In der Realität, die den Liebenden wie auch den Begierigen mehr Mut abverlangt als die Fantasie, gibt es unter Frauen einerseits begeisterte Annehmerinnen des Intimkusses. Andererseits finden wir aber auch vehemente, bisweilen aggressive Verweigerinnen solcher Genüsse. Und entsprechend bleiben die wahren Wünsche nebulös. Bestenfalls beim Kontakt zwischen Frauen lesen wir die Begeisterung für Schamlippenküsse heraus. In der Fantasie ergibt sich hingegen ein Bild völliger Begeisterung. Nein, ich langweile euch nicht mit Prozentzahlen. Doch die überwiegende Mehrheit der Frauen giert in ihren Träumen nach Küssen und weiteren Kontakten im Intimbereich. Mit oder ohne Schamhaare. Und immerhin ein starkes Drittel träumt davon, Cunnilingus zu geben.

Männer - Begeisterung nur in der Fantasie?

Männern geht es recht ähnlich. Sie reden nicht gerne darüber, schon gar nicht, wenn sie sich als „maskulin“ darstellen wollen. Immerhin müssen sie sich vor der Frau „erniedrigen“, auch wenn es nur der Kopf ist, der tiefer ansetzt und nicht das Gehirn. Fast vier von fünf Männern fantasieren darüber, sich dem Schritt der Frau auf diese Weise zu nähern. Ob er behaart sein darf oder nicht? Das wissen wir in diesem Fall nicht.

Verschleierungen und Informationsmangel

Ist das alles nun ein Fetisch? Oder sind die Männer, die Frauen mit natürlichem Schamhaar mögen, einfach nur „normaler“ als jene, die eine Frau bis aufs Haupthaar ab liebsten völlig enthaart sehen würden? Oder sind Sie Körperhaare vielleicht sogar das „eigentlich ekelhafte“ am Intimkuss?

Wenn es in der „anständigen“ Literatur mehr Informationen über die Lust an Intimküssen gäbe, wäre dieses Thema transparenter. Immerhin hörten wir von einem schreibenden Liebhaber solcher Genüsse, er habe diese Praxis bei einer Dame erlernt, die deutlich älter war als er selbst. Wobei sich vielleicht wieder bewahrheitet: Der erste Intimverkehr ist prägend – auch für Männer.

(1) Gynecocracy, Originalausgabe., erster Band.
Bild: Grafik © 2021by Liebesverlag.de
Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels beruht auf Internet-Recherchen, Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Bewertungen.