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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Der Lapdance – eine Anregung für deinen Partner?

Der Lapdance - auf der Bühne
Wenn wir als Redakteure ganz sichergehen will, was etwas ist oder jedenfalls sein kann, dann sehen wir zuerst im „Webster“ nach, und der sagt uns dies (1) :

Der „Lapdance“ bezeichnet eine erotische Aktivität, bei der eine meist halb nackte Tänzerin auf dem Schoß eines Kunden sitzt und dabei kreisende Bewegungen ausführt

Wer sich genauer informieren will, findet die Hintergründe sorgfältig aufgelistet und aus verschiedenen Quellen gesammelt auf der Webseite von Grokipedia (2). Dort heißt es (stark gekürzt, bitte selber nachlesen):

Bei Lapdances bewegt die Tänzerin ihr Becken rhythmisch und befindet sich dabei in unmittelbarer körperlicher Nähe zu einem sitzenden Kunden. Der Tanz dauert oft drei Minuten pro Song und wird passend zur Musik synchronisiert. Die Tänzerinnen treten in der Regel oben ohne oder in minimaler Bekleidung wie Tangas oder Bikinis auf und positionieren sich so, dass sie mit dem Gesicht nach vorne auf dem Schoß des Kunden sitzen, um ihre Brüste zu betonen ...

Eine plastische Beschreibungen - was macht sie mit dir?

Richtig plastisch wird die Sache natürlich erst, wenn du dir vorstellst, der Herr zu sein, dessen Schoß in dieser Weise mit kreisenden Bewegungen der Tänzerin bedacht wird. Oder du stellst dir vor, die Dame zu sein, die mithilfe solcher Bewegungen und der Körpernähe gewisse Gefühle in den Herren weckt.

Empörung oder Selbstversuch?

Wir verstehen gut, dass sich ein Teil von euch nun empört abwendet und sagt: „Aber das ist doch keine passende Beschäftigung für eine Dame“. Ein anderer Teil wird die Herren angreifen, der für solcherlei Berührungen bezahlen. Doch manche Frauen fühlen sich auch dadurch angeregt, den Lapdance mit ihren Freunden oder Ehemännern zu erproben. Er ist ein Spiel mit der Lust, das erotische Reize bietet, die im Alltag nicht vorkommen.

Eine Show auf der Bühne

Falls ihr es euch ansehen wollt, bevor ihr „zu Werke“ geht: In manchen Stripshows steht ein einsamer Stuhl auf der Bühne, der noch auf seine Besetzung wartet. In der Regel wird der Conférencier dem (überwiegend männlichen) Publikum eine dümmliche Quizfrage stellen. Wer übereifrig antwortet, wird dann auf die Bühne gebeten und körperlich „betanzt“, während die normale Stripshow für das Publikum weitergeht. Meist wird der Herr dann ein „klein wenig“ ausgezogen, bis zumindest sein Oberkörper nackt ist. Üblicherweise ist dies der Moment, in dem die wenigen Damen aus dem Publikum etwas näher an den Rand der Bühne gehen – auch wenn es dort „eigentlich“ nichts zu sehen gibt.

Manchmal wechseln die Damen und Herren die Rollen - dann ist der Stripper ein Mann und die Person auf dem Stuhl eine junge Dame. Möglicherweise gehört sie zum Team des Veranstalters – vielleicht aber auch nicht. Das Publikum hegt bei solchen Konstellationen meist den Verdacht, dass diese Dame vorab ausgewählt wurde.

Am Ende jedenfalls strahlen aller Augen, wenn Stripperin, Stripper und Stuhlbesetzer(in) ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen haben.

Zu Hause ist der Lapdance ein frivoles Rollenspiel

Was du für „zu Hause“ daraus lernen kannst (3), ist immerhin, dass Rollenspiele dieser Art sinnliche Energien freisetzen – vor allem die deines Partners.

Übrigens kannst du den ganz gewöhnlichen Lapdance auch versuchen, wenn du keine „begnadete Tänzerin“ bist.

Quellen und Hinweise:

(1) Lap Dancing (Webster)
(2) Ausführlich mit Quellenangaben (englisch).
(3) Wikihow: Lapdace für den Hausgebrauch.
Bild: Szene aus einer Bühnenshow, technisch nachbeabeitet. In dieser Version © 2026 by Liebesverlag.de

Strippst du für deinen Lover?

Strip auf der Bühne einer Kleinstadt
Die berühmte Szene eines sinnlichen Strips ist zumindest für Cineasten zu einem Meilenstein des Kinos geworden: Die gebildete Kunstgaleristin Elizabeth legte für ihren neuen Lover John einen Strip hin. Beide brachen auch sonst „alle Regeln“, aber der Strip ist den meisten Menschen, die den Film gesehen haben, noch in Erinnerung.

Auf diese Weise kam der Strip in die Gehirnwindungen jener, die niemals eine Stripshow gesehen hatten – weder in einer Nachtbar, noch in einem Varieté. Der Gedanke, ein Glas Sekt zu schlürfen und dabei einer Frau beim verführerischen Entkleiden zuzusehen, war „dekadent“, um es milde auszudrücken.

Strippen in Cabarets

Wer dennoch jemals eine solche Show gesehen hatte, war überrascht. Die alte Idee des „Schönheitstanzes“ war besser als ihr Ruf, jedenfalls dort, wo man derartige Orte noch „Nachtcabarets“ nannte. Die Schönheit des Körpers, die Bewegungen beim Tanz und die gespielte Sinnlichkeit der Tänzerinnen war ein Augenschmaus für Männer und durchaus auch Paare.

Strippen auch im Tingeltangel

Wer es etwas rauer wollte, konnte den Strip auch in Spelunken erleben, die man im Volksmund "Tingeltangel" nennt. In Lokalen dieser Art lagen Strip, Lokalprostitution, Nepp und Betrug oft eng beieinander. Die Dame, die eben noch auf der bescheidenen Bühne tanzte und mit dem BH wedelte, konnte im nächsten Moment schon neben einem „Kavalier“ im Publikum sitzen.

Der private Stripp - noch zeitgemäß?

Doch was passiert im privaten Bereich? Gibt es noch die sinnliche Verführung durch selbstbewusste Frauen? Und nutzen sie noch erotische Tänze, um ihren Körper in Bewegung zu zeigen?

Frauen äußern sich sehr selten dazu. In Foren konnte ich allerdings nachlesen, dass es durchaus Anlässe gab, eine Art „Strip“ vorzuführen. Eine der Sätze blieb mir in Erinnerung:

„Ich habe es getan, bevor ich meinen Mann kennenlernte. Es fiel mir leichter, jemandem eine kleine Show zu bieten, als mich plötzlich nackt vor einem Mann zu zeigen.“

Wenn das stimmen sollte, dann gäbe es einen Grund, die sinnliche Lust durch ein kleines Schauspiel zu erweitern. Ich bin überzeugt, dass es einige von euch schon einmal versucht haben – oder irre ich mich?

Film: 9 ½ Wochen, Informationen aus Foren und Gesprächen von heute und damals (1980er Jahre)
Romanvorlage von Ingeborg Day (1978) Film (1986)
Foto: Eigentum und (c) 2005 by liebesverlag.de

Anmerkung der Redaktion: 32 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer träumen davon, sich als Voyeure (Voyeurinnen) zu verstecken. Gleichfalls gaben 32 Prozent der Frauen, aber nur 44 Prozent der Männer an, dass sie in einer Beziehung gerne beim Sex fotografiert würden. Deutlich weniger Menschen (Männer wie Frauen) würden sich gerne in aller Öffentlichkeit nackt präsentierten. Zwei Männern beim Sex zuzusehen, haben 19 Prozent der Frauen als Traum angegeben.
Diese Zahlen könnten inzwischen überholt sein. Sie entstammen einer kanadischen Studie - weitere Informationen in einem älteren Artikel der Liebeszeitung.

Was ist los mit dem Wunsch nach Erniedrigung?

Kein Kuss wie jeder andere ... der "Dominakuss"
Erniedrigt zu werden, ist ganz schlecht für unsere Psyche – und wenn du es einmal erlebt hast, wenn eine Gruppe von Menschen jemanden „niedermacht“, dann weißt du, wovon ich rede.

De Lust auf Erniedrigung - Träume, Wünsche und Zeitgeist

Allerdings gibt es einige Personen, die Lust auf Erniedrigungen habe. Richtige Lust, die sie auch im Alltag ausleben. Oder eben geheime Lüste, die sie haben, während sie ihren frivolen Gedanken nachgehen.

Im Allgemeinen werden Frauen bezichtigt, „heimliche Masochistinnen“ zu sein. Der Volksmund behauptet sogar, dass Frauen aufgrund ihrer „biologischen Bestimmung“ her unterwürfig sind. Das geht soweit, noch eine Behauptung anzuhängen: Im Zeichen des Zeitgeistes würden sie sich nicht mehr trauen, unterwürfig zu sein, und diese Eigenschaft deshalb verdrängen. Fest steht lediglich: Die heimlichen Träume, erniedrigt zu werden, bestehen weiter – und sie leben überall dort auf, wo der Zeitgeist keinen Zutritt hat.

Männer und Frauen - die Ausdrücke bei der Erniedrigung sind nicht fein

Männer werden traditionell verachtet, wenn sie sich Frauen unterordnen. Doch gerade bei Männern ist in den letzten Jahren ein erstaunlicher Bedarf entstanden, der sogar feste Beziehungen und Ehen Eingang gefunden hat, während er im Extrem eher in nächtlichen Masturbationsfantasien exzitiert.

Die „harmlosere“ Form“ besteht darin, mit Worten wie „perverse Sau“, „Schmerzschlampe“ oder mit einem abwertenden Ausdruck für die Genitalien bezeichnet zu werden. Abwertende Bezeichnungen für das Gesäß, den Bauch oder die Brüste sind ebenfalls üblich. Wir verzichten hier auf den genauen Wortlaut, weil auch der Tonfall und die Ansprache eine Rolle spielen.

Interessanter ist die Abwertung, wenn sie darin besteht, den jeweiligen Partner oder die Partnerin zum Objekt zu erklären. Mag der „geile Hengst“ den Mann auch zieren, eine „läufige Hündin“ ist mit Sicherheit eine grobe Beleidigung.

Körperliche Erniedrigung - vom Ausziehen und vom Anziehen

Wann immer von Erniedrigung die Rede ist, tritt auch Entwürdigung an ihre Seite. Typisch dafür ist, vom andern zu fordern, sich bis auf den Slip zu entkleiden, während man selbst angezogen bleibt. Schläge, besonders solche auf das Gesäß, werden als äußerst entwürdigend empfunden – und dennoch durchaus gesucht. Manche Männer wollen dadurch entwürdigt werden, indem sie wie Frauen gekleidet oder geschminkt werden. In den letzten Jahren ist es sehr populär geworden, sich von einer Frau „peggen“ zu lassen. Wer hätte das gedacht?

Männer sind gelegentlich auch für körperlich „harte“ oder psychisch extrem erniedrigende Rollenspiele offen. Dazu gehören CBT, Nippelklemmen, Ohrfeigen, „Anspucken“ „Wasserspiele“ und ähnliche Praktiken. Bei viele Männern gehört auch dazu, ihre Partnerinnen an ungewöhnlichen Körperstellen zu küssen oder zu belecken.

Das Fazit - exotische Blumen und einige Disteln auf dem Feld der Lust

Mit einem Satz: Erniedrigungen sind ein weites Feld voller exotischer Blumen, auf dem allerlei Disteln zu finden sind. Wichtig ist allein, dass beide Partner sich voll bewusst sind, was sie miteinander tun.

Relevanz und Quellen: Kürzlich wurde dieses Thema von mehreren Zeitungen aufgegriffen. Zum Beispiel von kukksi.
Die meisten Informationen entstammen dem Liebesverlag-Archiv.

Die Woche: Männer verstehen lernen

Über Männer ist noch längst nicht alles gesagt. Das trifft zwar auch auf Frauen zu, aber sie haben lautstarke akademische Vertreterinnen in ihren Reihen, die den gerade vorherrschenden Zeitgeist vertreten. Zugleich drehen sie die feministischen Gebetsmühlen: Männer müssen sich ändern.

An die Männer, die sich wirklich ändern sollten

Fertig? Nein! Manche Männer müssen sich ändern, und zwar möglichst bald. Sonst schaden sie sich selbst und der Gesellschaft auf Dauer.

An Frauen und Männer, die sich nicht abstempeln lassen wollen

Doch etwas anderes ist ebenso wichtig – wir (Männer) und (ihr) Frauen sollten besser beginnen, euch (uns) nicht psychologisch und nicht soziologisch abstempeln zu lassen, sondern als individuelle, denkende Naturwesen zu begreifen.

In Wahrheit wissen Forscher wenig über "Männer"

Was den Mann betrifft, wissen wir immer noch wenig. Und bei dem, was wir schon einmal wussten, wurde gezielt der Radierstift eingesetzt. Ja, Männer sind scharf auf Frauen, wenn sie heterosexuell sind, und scharf auf Männer, wenn sie homosexuell sind. Das kann man so stehen lassen. Auf der anderen Seite stehen angebliche 25 Prozent der Frauen, die begierig sind, Sex mit Männern oder Frauen zu haben.

Der Mann als Voyeur - mal Last, mal Lust

Nächste Frage: Sind Männer alle Voyeure? Entkleiden Männer Frauen mit den Augen, auch wenn sie nur noch ein Negligé tragen? Ja, das tun sie, und wenn sie es bei einer vollständig bekleideten Frau zu offensichtlich im Intercity oder Vorortzug tun, dann fühlt sich die Frau nicht wohl. Wer das nicht begreift, muss schon ziemlich meschugge sein. Allerdings: Es ist eben auch ein Spiel unter Liebenden – und als solches hat es auch einen Sinn.

Wenn Männer sich als Frauen kleiden

Eines der umstrittensten Themen ist die Frage, wie Männer sich fühlen, wenn sie öffentlich Frauenkleider tragen oder erkennbare emotionale weibliche Eigenschaften entwickeln. Jede und jeder hat dazu eine Meinung: Heterosexuelle, Homosexuelle, Frauen, Männer. Doch einige Menschen verschwinden dabei im Meinungsdunst der Öffentlichkeit: Diejenigen, die es tun. Wenn schon niemand darüber redet - wir tun es.

Mythos Pegging?

Wenn man bestimmten erotischen Publikationen, Blogs oder „Fetischgeschichten“ glaubt, dann drängen sich die Männer danach, mit „Pegging“ bedient zu werden. Und tatsächlich haben einige Männer das Bedürfnis, die eigene anale Zone nebst Damm und Prostata zu stimulieren oder stimulieren zu lassen. Falls jetzt jemand sagt: „Na ja, Homosexuelle“ eben“ oder junge Leute, die damit „herumexperimentieren“ – weit gefehlt. Die Lust wird, so wollen Forscher festgestellt haben, im Alter bei sogenannten „Heterosexuellen“ größer – und möglicherweise auch genüsslicher. Allerdings gehen Forschende das aus ethischen Gründen selten an. Und die wenigen Hetero-Männer, die darüber reden wollen, sind nicht repräsentativ.

Entzauberungen

Ihr merkt schon – wir haben ein paar Dinge entzaubert. Männer sind (wie Frauen auch) tatsächlich Naturwesen. Sie lieben es, sich Frauen in Dessous vorzustellen und an entsprechenden Spielen teilzuhaben.

Manche entdecken die „Frau im Manne“, ohne dies mit einer „Gender-Frage“ zu verbinden, und wieder andere wollen tatsächlich anale Lüste entdecken – auch nicht „aus Veranlagung“, sondern aus Abenteuerlust.

Und schließlich kann jeder und jede fühlen und wünschen – was er/sie gerne möchte, ohne diesen Menschen in einen der populären Schuhkartons zu stecken.

Das war es für diese Woche. Wäre schön, von euch zu hören - ansonsten bis zum Montag.

Die Woche: Schluss mit dem Zeitgeist – zurück zu den Wurzeln

Wer die Wahrheit über Liebe, Sex und Lust lesen will, versucht meist vergeblich, in Tiefen der geisteswissenschaftlichen Literatur Wahrheiten zu finden. Das liegt weitgehend daran, dass viele der Geisteswissenschaftler mit der Natur hadern – sie wollen ein Menschenbild aus den Bausteinen des Geistes zusammensetzen – und dabei sind sie sehr kreativ.

Wer such eigentlich was, wenn er nach Liebe sucht?

Ein Beispiel ist die Suche nach Liebe schlechthin. Ich las bereits einige duzend Male, dass Menschen nach Liebe suchen – doch was suchen sie wirklich? Wenn jeder etwas anderes unter „Liebe“ versteht – vom Sozialkitt bis zum Geschlechtsakt – dann kann es nicht sein, dass alle nach der gleichen „Liebe“ suchen. Doch wonach suchen sie dann? Eines der Argumente, mit denen ein zweites Treffen immer wieder verweigert wird, lautet, „dass der Funke nicht übergesprungen“ ist oder jemand „keine Schmetterlinge im Bauch“ vorgefunden hat. Beides sind mehr oder weniger Ausdrücke dafür, „nichts gefühlt zu haben“. Wer das sagt, wundert sich, dass der Körper den Chemo-Turbo nicht sogleich zugeschaltet hat.

Räusper … Menschen suchen Menschen, mit denen sie gerne zusammen sind. Punkt. Andere suchen Menschen, die sie geil machen. Noch mal Punkt. Mal schlägt die animalische Begierde gleich zu – mal braucht es etwas Zeit, bis sie sich entwickelt.

Jede Kleidung kann einen Fetisch ansprechen

Die Eule des einen ist die Nachtigall des anderen … an diesen Satz wurde ich erinnert, als die Redaktion darüber nachdachte, was eigentlich eine „Fetischkleidung“ ist. Mal locker betrachtet: Das Oberteil, mit dem eine junge Frau in Budapest in langen Sommernächten öffentlich zeigt, kann dem sehr ähnlich sein, dass eine Dame auf St. Pauli in ihrer Strip-Show an- beziehungsweise auszieht.

Jede Kleidung kann eine erotische Wirkung haben - nicht nur Dessous

Nachdem wir längere Zeit recherchiert haben, stellten wir fest: Jede Bekleidung kann wie ein „Fetisch“ wirken. Die schlichte Bekleidung einer Turnerin aus den 1960 Jahren ebenso wie das Lederoutfit einer Domina. Und was ein kurzes Blümchennachthemd für den einen ist, das kann ein aufwendiges Spitzennegligé für den anderen sein. Und ja, es gibt Zuweisungen (Etiketten) für Frauen, die ihre Haut sinnlich verhüllen, um begehrenswerter zu wirken. Aber das geht nur die Frau an, die sie trägt, und nicht die intellektuellen Schwätzer(innen), die sich darüber die Mäuler zerreißen. Was sonst über Dessous zu sagen wäre? Eigentlich nur dies: Vergesst mal alles, was derzeit in den gängigen Frauenzeitschriften steht. Die sind so etepetete geworden, dass sogenannte „Reizwäsche“ gar keine Option mehr ist. Das wieder fällt unter die Kategorie „Zeitgeist.“ Schöne Wäsche gefällt nahezu jedem Mann, unabhängig von der Debatte darüber, was Frauen sind oder nicht sind.

Die Geschlechter- und Rollenbilder sind mehrdeutig

Das wieder liegt daran, dass das „neue“ Geschlechterbild seit Jahren mit der Natur einerseits und mit der Kultur andererseits kollidiert. Das heißt, dass Männer „richtige Männer“ zu sein haben, die „mir mal zeigen, wo es lang geht“, die aber zugleich Gentleman der alten Schule und verständnisvolle Familienväter sein sollen.

Dating - wo laufen sie denn ...?

Nachdem all dies gesagt ist, kommen wir zur Humorfraktion. Die Presse versucht derzeit alles, um „uns“ (wen eigentlich?) Über „alternative Methoden“ der Partnersuche zu informieren. Letztlich bliebt es immer dabei: „Gehe dahin wo Menschen sind“ oder „Schaffe neue Balzplätze“. Oder man schreibt einfach mal: „Junge laufen weg…“. Gemeint ist die Gründung von Laufgruppen zum Kennenlernen. Wie kreativ … auch von Gruppentreffen der Witwer und Witwen war schon die Rede. Früher nannte man so etwas noch Selbsthilfegruppen.

Nur Bio-Frauen - frisch gescannt

Heterosexuelle Männer sind bekanntlich nicht ausgesprochen wild darauf, Transfrauen zu treffen. Und homosexuelle Frauen haben, wie es scheint, das gleiche Problem in „anders“. Sie wollen nur Bio-Frauen in ihrer Umgebung dulden und versuchen, Transfrauen von Kennenlern-Veranstaltungen (Speeds-Dating) auszuschließen. Was wieder viel Licht auf die Akzeptanz des abweichenden „sozialen Geschlechts“ wirft, das in der Theorie in der Queer-Szene seinen festen Platz hat.

Wird die Liebeszeitung nun konservativ?

Alles etwas konservativ? Versorgungsehen, Mehrgenerationsfamilien, „ganz gewöhnliche Ehepaare“? Also – mich verwirrt dabei das eine oder andere, zum Beispiel die vielen Nesthocker, die sich „Familienmenschen“ nennen – ganz zu schweigen von all jenen, die „seit 10 Jahren single sind oder „mit 35 noch keine Beziehung hatten“.

Wenn ich all diese Gedanken summiere, bin ich wirklich froh, dann und wann ein bisschen konservativ zu denken.

Und euch wünsche ich viel Freude an diesem Wochenende.