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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Wer zieht eigentlich wem den Slip aus?

Und wie soll es weitergehen?
Der Slip, das Höschen oder wie immer ihr dazu sagt, ist sozusagen das „letzte Fetzchen Stoff“, das eure „Ladyparts“ verdeckt. Normalerweise wird es beim Sex nicht getragen - und natürlich auch keine Strapse, Strümpfe oder Stiefel. Klar, dass es manche von euch trotzdem tun oder wegen eines leicht fetischistisch angehauchten Lovers.

Finger in den Bund und runter?

Nachdem dies gesagt ist, können wir uns fragen, wer denn nun die Finger an den Bund legen darf, um den Slip so weit von Hüfte und Becken zu erlösen, dass er seinen Weg „nach unten“ automatisch findet.

Wenn du den Slip selber ausziehst, und dies noch „auf schön“, dann wird dir automatisch die ganze Verantwortung für das weitere sexuelle Geschehen zugesprochen, und du giltst als Verführerin.

Ausziehen lassen und selbst ausziehen

Das ist - nüchtern betrachtet - der Grund, warum sich viele Frauen „ausziehen lassen“. Wenn du es zulässt, dann bleibt ein Rest von „ich war es nicht“ in der Luft. Das hat nichts damit zu tun, das alles „einvernehmlich“ stattfand. Ihr habt beide „Ja“ zu Sex gesagt und euch war klar, dass ihr euch dazu ausziehen musstet, wenn es „richtiger Sex“ werden sollte.

Und dennoch ist da ein Unterschied. Denn immer noch gilt eine Frau, die ihren Körper „gerne vorzeigt“, als unmoralisch. Wenn sie jedoch „entkleidet wird“, war ja ein anderer (und sicher manchmal auch eine andere) am Werk. Was letztlich heißt: Du hast zwar zugestimmt, aber du hast dich nicht angeboten.

Vielleicht denkst du, „dass ist doch ein blödes Spiel“. Aber es wird eben in vielen Varianten immer wieder „rund um den Sex“ gespielt.

Und wenn du einen Mann ausziehen willst?

Übrigens gibt es nur wenige Frauen (außer in pornografischen Filmen), die beim Mann Hand anlegen, um das „Gemächt“ freizulegen. Den Gürtel öffnen, den Reißverschluss herunterziehen und sich dann am Slip zu vergreifen, ist kaum das, was Frauen wirklich wollen, oder?

Na ja - und was wäre, wenn der Mann später sagen würde: „Ach, ich konnte nichts dafür, dass wir Sex hatten, sie hat mir schließlich meine Unterhose heruntergezogen?“

Na schön, denkt selber darüber nach.

Eben las ich den Wetterbericht: Der August beginnt heiß

Warum sollte ich den Satz „der August beginnt heiß“ nicht zum Motto für den August erheben? Irgendwie, so habe ich mir überlegt, kann ich recht gut auf die Bedenkenträger verzichten. Zumal bei allem, was die „Sinnlichkeit des Moments“ betrifft. Denn diese Sinnlichkeit setzt sich nach wie vor aus leichter, luftiger Kleidung, sinnlichen Düften und lustvollen Fantasien zusammen.

Ich sage immer: Wir sind zwar zurückhaltend, aber wie sind keine Sonntagsschule. Und was wirklich in der Natur, mit der Natur und durch die Natur bewerkstelligt wird, darf nicht den Ideologen aller Art geopfert werden. Und ich sage dazu: Obgleich es nicht ausschließlich den „Ruf der Natur“ gibt, ist sie doch die stärkste Kraft, aus der wir schöpfen.

Wenn ihr nicht wisst, was eine Sonntagsschule war: Ursprünglich eine Einrichtung, um anhand der Bibel Lesen und Schreiben zu lernen. Später beanspruchten evangelikale Gemeinden dieses Wort, um Kinder am Sonntag in biblische Themen einzuführen.

Also - das machen wir hier nicht, auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass manche Bibelstellen durchaus absonderliche erotische Meinungsbildner vermitteln.

Was ist das "heißeste" Thema?

Und ich frage mal in die Runde: Was ist denn eigentlich heute noch ein „heißes“ Thema? Sinnliches Entkleiden? Schicke Dessous? Mit einem Partner / einer Partnerin das Bett teilen, der/die an sich in ein anderes Bett gehört? Mit einer Transgenderperson Zungenküsse zu tauschen? Oder sich gegenseitig herauszufordern, an die Grenzen seiner Möglichkeiten zu gehen?

Ach, übrigens: Ab August bin ich wieder von Montag bis Freitag in der Redaktion. Telefonisch bin ich leider derzeit nicht erreichbar.

Es kann sein, das ich mich im Juli noch mal melde. Ansonsten - bitte warten ...

Die heftigen Vorstellungen von ungewöhnlichem Sex

Die Traumvorstellung ist nicht die Realität
Sexuelle Vorstellungen sind oft erregender als die reale Situation. Das gilt für „Vanilla Sex“ ebenso wie alle Arten von sexuellen Abenteuern.

Wer schon einmal ehrliche Berichte gelesen hat, ist oft entsetzt, wovon die Menschen erotisch träumen. Bei den meisten Vorstellungen handelt es sich um „Abweichungen“ von „normalen“ Sexsituationen mit dem Freund oder der Freundin. Und in der Regel (1) werden sie dazu benutzt, heftig zu masturbieren.

Dabei verwirrt zunächst, wie wenige Menschen die Situation tatsächlich erlebt haben, über die sie zu ihren wildesten Vorstellungen und zu ihren heftigsten Orgasmen kommen. Viele haben solche Situationen nie erlebt, und die meisten fürchten sich sogar davor. So sind die Vorstellungen aus dem S/M-Bereich, also beispielsweise Unterwerfungen, Schläge, Fesslungen, Entführungen und Erniedrigungen, zwar sehr häufig - aber eben nicht in der Realität.


Neulich las ich von einem Mann, der gestand, dass er eine Weile benötigt, um zu ejakulieren. Der „endgültige Auslöser“ ist ein heftiger Schlag mit dem Rohrstock, während er sich in der Gewalt einer Frau befindet.

Sinngemäß sagte er (2):

Erst wenn ich den Schlag spüre, ergieße ich mich über alles, was mich umgibt. Ich denke nicht einmal daran, dass ich Spuren hinterlassen könnte oder dass mich jemand hört. Und ich schäme mich hinterher, dass ich mich in diese Situation hereingebracht habe.

Der Rohrstock ist dabei nur ein Symbol. Andere (3) berichten darüber, das sie die gesamte Vorstellung einer Bestrafung benötigen - vom beschämenden Entkleiden über heftige Züchtigungen bis zum Eckenstehen.

Es muss nicht immer eine Züchtigung sein. Sehr viele Vorstellungen von erwünschter Unterwerfung und zufälliger Ausweglosigkeit sollen angeblich dazu führen, heftige Orgasmen zu bekommen – sowohl bei Männern wie bei Frauen. Und nochmals: Die meisten dieser Fantasien sind zugleich mit Furcht besetzt.

Interpretieren mögen das andere. Und falls sie jemand dazu durchringen sollte, eine psychologische Theorie darüber zu entwerfen, so ist noch lange nicht sicher, wie sich der Einzelne oder die Einzelne dabei fühlt.

(1) Glaubwüdige wissenschaftliche Studien bestätigen dies. Details auf Anfrage.
(2) Aus einer privaten Schilderung.
(3) Blogbeitrag, zu dem ich nicht verlinken kann
Weitere detaillierte Informationen auch in der "Liebeszeitung".

Die Woche: Nackt und schamvoll, die 1960er sowie frivole Rollenspiele und pure Lust

Leider glauben nahezu alle Frauen, irgendwelche körperlichen Mängel zu haben, die sie als „nicht attraktiv genug“ erscheinen lassen. Nun ist der „Schmelz der Jugend“ spätestens ab 25 weg und mündet dann in die Zeit der größten Reife. Dabei „altern“ wir dann jeden Tag - übrigens auch Männer. Doch zurück zu Frauen. Sie berichten, dass sie sich nach einer Scheidung in ihren 40ern kaum noch trauen, sich vor einem Mann völlig nackt zu entkleiden. Und zwar sowohl aus wiederbelebter Scham wie auch aus der Furcht davor, körperlich abgelehnt zu werden. Es ist eine Art Tabu – und wir schreiben darüber.

Die Sexualität der Jugend in den 1960-ern - lässt sie dich ran?

Über die Jugendsexualität in den 1960er-Jahren ist dem Internet kaum etwas bekannt – übrigens auch sonst kaum. Was taten die Jugendlichen, die eigentlich gar nichts duften? Die Liebeszeitung versucht, die Frage zu beantworten. „Lässt sie dich ran?“, war eine der Schlüsselfragen.

Endlich wirklich erfüllende Rollenspiele?

Wer von frivolen Rollenspielen träumt, wer sie versucht hat oder praktiziert, wird um eine Frage nicht herumkommen: Wie fühle ich mich, wenn ich gar nicht „ich“ bin? Wir stellen die Frage und geben eine mögliche Antwort. Übrigens kannst du auch erst einmal allein vor dem Spiegel üben – vor allem die Mimik.

Was wir sehen, was wir fühlen

Was sehen wir in Gegenständen? Was in Menschen? Wie wirken Stimmen, Gesichtsausdrücke und Gegenstände, die wir in der Hand halten? Unser Artikel „wir sehen, was wir fühlen wollen“ behandelt dies in Kurzform. Und manche von euch werden überrascht sein. Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. Oder mit weniger Volksmund: Du kannst einen Gegenstand fürchten, lieben oder gar nichts dabei fühlen.

Das wundersame "Unterbewusstsein", die Wollust und wir

Kürzlich las ich einen sehr nachdenklichen Artikel, in dem jemand Gedanken dazu entwickelte, wie viel natürliche Wollust und viel nachhaltige „Echtheit“ in der Liebe schlummert. Es ist das alte Thema von Natur und Kultur, von Begierde und „wahrer“ Liebe. Eine Zeit lang war es modern, die begehrliche Liebe dem Unterbewusstsein zuzuschreiben – doch was „macht das mit uns“, wenn wir ständig vom „Unterbewusstsein“ reden? Die Frage ließe sich endlos diskutieren – wir versuchen es mal einfach und knapp.

Das Wissen über die Liebe -finden wir es in der Wissenschaft?

Ich bin dieser Tage ein bisschen „tiefer getaucht“ also sonst. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass Philosophen, Pfarrer, Soziologen und Psychologen viel zu viel in die Liebe hineininterpretieren. Und das bedeutet auch: Ein großer Teil dessen, was wir an „Wissen“ vermittelt bekommen, ist gar kein Wissen, sondern nur eine Interpretation der jeweiligen Wissenschaft oder Ideologie. Und manchmal auch: eine Mischung aus Zeitgeist und verkrusteten Gelehrtenmeinungen.

Euch jedenfalls wünsche ich nichts als Freude am Leben, an der Liebe und an der Lust – und natürlich ein wundervolles Wochenende.

Die frivole Lust, in einer erotischen Rolle aufzugehen

Stets zu Diensten? Im Rollenspiel geht vieles, was im wahren Leben nicht geht ...
Warst du irgendwann einmal ein Laienspieler? Oder hast du in einem Verhaltenstraining einmal eine Rolle angenommen?

Wenn du wirklich überzeugen gespielt hast, dann bist du nach und nach „eins mit der Rolle geworden“. Zu deiner Überraschung hats du vielleicht festgestellt, dass dir diese Rolle nicht einmal behagte – sie wurde einfach ausgelost. Und dennoch hattest du sie nach einiger Zeit so im Griff, dass du tatsächlich gegen deine Überzeugungen geredet und gehandelt hast.

All diese Erfahrungen können dir Helfen, erotische Rollenspiele zu zelebrieren. Kürzlich las ich in einem Blog:

Wenn du dich entscheidest, eine frivole Szene mit deinem Partner zu spielen, ist es immer eine gute Idee, sich vollständig daraus einzulassen. Wenn du es tust, vergisst du deine Überzeugungen, wie auch diene Vorurteile, solange du spielst.

Du musst also im Spiel nicht bleiben, was du bist. Es gibt durchaus Frauen, die extrem feministische Gedanken verbreiten, aber in manchen Momenten danach lechzen, erniedrigt zu werden. Meist schämen sie sich dafür – aber es ist ziemlich normal, wenn intelligente Menschen mit festen Überzeugungen auch mal „loslassen“ wollen. Wir sollten dabei bedenken, dass es anstrengend ist, dauernd unser Selbstbewusstsein oder unsere Überzeugung vor uns herzutragen. Das ist bei Männern ähnlich, die über große Organisationen herrschen. Macht kann ganz hübsch sein, aber auch eine unendliche Belastung, aus der mancher Mann einen Ausweg sucht.

Es kann sein, dass du dich bei einigen erotischen Rollenspielen nicht „wiederfindest“. Viele Frauen finden es völlig unmöglich, eine Stripperin oder gar eine Hure zu spielen, weil sie diese Rolle absolut missbilligen. Für sie ist die dominante Rolle möglicherweise der bessere Weg in erfüllende Rollenspiele. Tatsächlich werden „strenge Lehrerinnen“, „resolute Oberschwestern“ oder „unerbittliche Erzieherinnen“ oft gewünscht.

Erstaunliche viele gute Spielerinnen können und wollen „Switcher“ sein – also zwischen Dominanz und Unterwerfung abwechseln. Ist es die Freude am Spiel? Kann jemand beide Rollen lieben?

Es scheint so, als ob die Freude am frivolen Spiel wichtiger ist als die Rolle, die jemand einnimmt. Eine Schauspielerin würde vielleicht sagen: „Sie sollen alle denken, was ich nicht bin.“ Und eine wirkliche engagierte Rollenspielerin ist in der Lage, ihren Partner tatsächlich mental zu verführen. Er soll sein dürfen, was er nicht ist, und dies, wenn es sein kann, mit der gleichen Hingabe.