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Wie wahrscheinlich ist es, eine Frau „abzubekommen“?

Die Nachfrage ist groß - das Angebot gering
Falls du jetzt eine konkrete Zahl erwartest, muss ich dich enttäuschen. Aber ich habe einige Meinungen und Fakten zusammengetragen, die dir zeigen sollen, wie es aus ökonomischer Sicht „funktioniert“. Ökonomisch heißt, dass wir nicht so her darauf achten, was sich auf geistiger, emotionaler, sozialer oder sexueller Ebene abspielt, sondern darauf, wie viele Frauen zur Verfügung stehen.

Der Blick auf die Säugetiere

Dazu müssen wir einen kurzen Blick auf die Säugetiere werfen: Die Männchen haben nahezu immer Lust, aber sie kommen nicht alle an die weiblichen Exemplare heran. Es herrscht also eine große Nachfrage, während das Angebot nicht sonderlich groß ist. Bei vielen Säugetieren gibt es eine gewisse Zeit, in der das Angebot enorm ist. Trotzdem beschränken die weiblichen Exemplare ihre Gunst auf einige wenige Männchen, die sie zudem noch recht sorgfältig auswählen.

Der Mensch sucht anders

Tatsächlich ist das Angebot also normalerweise geringer als die Nachfrage. Allerdings gibt es einen Unterschied zum Menschen: Normalerweise streben Menschen danach, exklusive Beziehungen einzugehen, aus denen sie dann wieder Vorteile gewinnen. Deshalb ist das Ziel der Frauen auch nicht, möglichst von einem Alphamännchen begattet zu werden, sondern eine dauerhafte Beziehung mit einem Mann einzugehen. Und da es ohnehin nicht genügend Alpha-Männchen gibt, um jede Frau damit zu versorgen, werden Kompromisse fällig. Um im Bild zu bleiben: Alle Buchstaben von Alpha bis kurz vor Omega werden versucht, um eine halbwegs erfreuliche, dauerhafte Beziehung zu bekommen.

Wahrscheinlich ist also, dass die Männer, die als „Beziehungsfähig“ angesehen werden, nach dem Grad ihrer sozialen Stellung, Beziehungsfähigkeit oder einer anderen Kompetenz ausgewählt werden.

Die Konsequenz: wer länger sucht, hat weniger Chancen

Das hat zwei Folgen: Erstens wird das Angebot an „guten“ Männer immer dünner. Und zweitens bleiben die Frauen, die sich schwer entscheiden können, wählerisch. Letztendlich enttäuscht dies suchende Frauen, und viele ziehen sich nach einigen Enttäuschungen vom Markt zurück.

Männer im Stress im Kampf um Beziehungen

Aus der Sicht der Männer sieht das dann so aus: Diejenigen, die nicht „weggehen“, also am Markt verbleiben, müssen sich erheblich anstrengen, um eine der Frauen zu begeistern, die jetzt noch „am Markt“ ist. Das bedeutet letztlich: Die Männer, die weniger attraktiv sind, treffen auf Frauen, die enttäuscht vom Angebot sind. Daraus folgt eine negative Spirale: Letztendlich drängen Männer an einen Markt, der zwar vorhanden, aber „lustlos“ ist. Und je mehr dabei „schief geht“ umso lustloser und enttäuschter werden sie selbst.

Du magst Märkte nicht? Guck auf die Geschichte!

Wer eher an geschichtlichen und sozialen Entwicklungen interessiert ist als an Marktgegebenheiten, kann die Sache auch anders sehen.

Dann wäre zu berücksichtigen, dass „Alte Jungfern“ (1) und „Hagestolze“ (1) in der Vergangenheit beargwöhnt und gelegentlich verachtet wurden. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts galt eine Frau nur durch ihren Ehemann etwas. Zudem erlaubte ihre wirtschaftliche Situation so gut wie niemals, einen eigenen Haushalt zu führen. Der Drang zu heiraten und „versorgt“ zu sein, war damals ungeheuer groß, zumal, wenn man bedenkt, wie stark das Ansehen wachsen konnte, wenn die Frau einen Akademiker heiratete.

Egal, wie ihr die Chancen seht: Frauen mit Ansprüchen und Männer, die wenig beeindruckend sind, haben schlechte Karten in dieser Welt.

(1) Ich verwende hier bewusst die veralteten Begriffe für weibliche und männliche Singles
Bild: nach dem Cover eines "Groschenhefts" , 1966

Die Krise - Singles ohne Körperkontakte?

Verlockung Cam Girl?
Wer „notgeil“ ist (das gibt’s mittlerweile auch bei Frauen) kannte in der Vergangenheit Plätze, an denen dies Problem behebbar war. Oder er/sie hatte da „so eine App“, mit der man schnell jemanden „in der Umgebung“ finden konnte. Schließlich gab es für Frauen und Männer mit exklusiverem Geschmack noch die seriösen „Casual Dating-Seiten“, da ging’s zwar nicht ganz so fix, aber eben doch noch zügig, bis Frau und Mann aneinander aufeinander oder ineinander kamen.

Professionelle Sex-Arbeiter(innen): Tote Hose?

Jetzt geht – gar nichts mehr? Und was ist mit all den „Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern“, die in der allergrößten Not „zu Diensten“ waren? Ein Teil von ihnen soll angeblich virtuellen Sex verkaufen – aber das geht nur begrenzt, denn ein Cam-Girl muss öffentlich das Gesicht zeigen. Das ist mancher Frau definitiv peinlicher als ihre Vulva vorzuzeigen. Und überhaupt: Ist lustvolles Flüstern per Bildschirm überhaupt das Gleiche wie dem Lover im Hotelzimmer dieselben Worte ins Ohr zu hauchen? Die Wahrheit ist bitter - lest nach im "Standard".

Gute Ratschläge ohne Wirksamkeit?
Begierde mit Abstand
Wir haben dutzende „guter Ratschläge“ gesehen, wie Singles mit der gegenwärtigen Sex-Not umgehen und auch, wie die Dienstleistungs-Anbieter versuchen, dennoch „über die Runden“ zu kommen. Was die Singles betrifft, sind dies ausschließlich „Durchhalteparolen“, die nicht den Strom wert sind, die der Computer dabei verbraucht. Sex-Arbeiterinnen, die üblicherweise „recht klamm“ sind, versuchen sich inzwischen als Cam-Girl. Manche verkaufen auf zweifelhaften Portalen Kleidungsstücke, Sex Fotos oder „home made“ Porno-Videos – dazu benötigen sie aber eine solide Fan-Base, und die wächst auch nicht von heute auf morgen. haben da mal nachgeschaut und glauben danach kaum noch, dass dort als „Sex-Profi“ ohne „Online-Fans“ viel Geld zu machen ist.

Singles ohne Hoffnung auf Zweisamkeit?

In Krisenzeiten denken die Krisenmanager vor allem an diejenigen, die ihnen nahestehen: Familien. Man weiß: dort ist die Reservearmee des Gutmenschentums, oder die „Subsidiarität“. Die Familie stützt, fängt au und übernimmt die Aufgaben, die eigentlich der Staat erfüllen sollte. Ob gerne oder nicht – das fragt kaum jemand.

Ja, toll – die Gutmenschen freut es sichtlich, wenn sie sehen, wie unsere Gesellschaft wieder ins 19. Jahrhundert abdriftet. „Eia, Popeia, was raschelt im Stroh …“

Und die Singles? Sie sind offensichtlich nicht „als solche“ systemrelevant. Sie darben, frusten, vereinsamen … und werden zornig. Und dabei ist nicht einmal ein Ende abzusehen, außer man glaubt den dummen Sprüchen von „Video Dating“ oder „Treffen im Park auf Distanz“.

Vorläufig scheint es keine Lösungen zu geben, ja, man denkt nicht einmal darüber nach. Es scheint, als würden Single in den Überlegungen der gegenwärtigen, familienzentrierten Politik gar nicht vorkommen. Und unsere Demoskopen erzählen uns ständig, alle wären so schrecklich zufrieden damit, sich selbst wegzusperren.

Wie es weitergehen soll? Ich weiß es nicht – aber ich befürchte, dass niemand glücklich wird, wenn er keine Hoffnung auf echte Zweisamkeit hat.

Bilder: Oben Cam-Girl, aus einer Werbung für Cam-Chats.
Mitte: Nach einer historischen Zeichnung, unbekannter Künstler.

Sind Singles jetzt die Gelackmeierten?

Nur noch Erinnerungen für Singles?
Oh - Berlin schließt die Klubs! Fragen wir uns doch mal, wen diese Art von Singles interessiert. Natürlich haben die in normalen Zeiten das gleiche Recht wie alle, ihre Sexpartner beliebig oft zu wechseln - aber jetzt bitte mal nicht.

Also: Vorläufig mal keinen Sex für niemanden, es sei denn, er lebe in einer Partnerschaft? Da mag ich mal einen Spruch zitieren, der vom Paartherapeuten Wolfgang Krüger (1) stammt, nämlich:

Singles sind allgemein aufgeschmissen, auch ohne Corona. Eine verheiratete sechzigjährige Frau hat bedeutend mehr Sex als ein dreißig Jahre alter Single. Und auch von der Qualität des Geschlechtsverkehrs ist der Single ohnehin schlecht versorgt.

Na also, das ahnten wir immer schon: Die sexuelle Grundversorgung der Singles war noch nie gegeben und qualitativ sind sie sowieso angeschmiert. Oder wie schon der berühmte Nathaniel Nettonullsky sagte (2):

De Single is always de beschitten and de gelackmeiert.

Singles darben ohne Sex - egal, ob hochwertig oder minderwertig

Ja, Singles, und nun? Wenn guter Rat schon immer teuer war, was kostet er jetzt? Denn auch die Lokationen, in denen Surrogate die eigene Freundin oder den eigenen Freund ersetzen (ob qualitativ hochwertig oder minderwertig) haben ja geschlossen. Und ob der mobilen Einsatz für die beliebte GFE noch erlaubt sind? Wissen wir nicht. Empfehlenswert ist es keinesfalls - wer heute dich küsst, küsste morgen einen anderen.

Immerhin - ich nehme zur Kenntnis, dass nun auch das offizielle Deutschland nun weiß, dass Singles keine Pest sind, die es zu bekämpfen gilt, sondern dass man sie mindestens als darbende und lechzende Sexsuchende ernst nimmt.

(1) Zitiert nach der "Deutschen Welle".
(2) Leider ist der Herr eine meiner Erfindungen.

Paare, Viren und Experten

Scheidung oder Kindersegen? Panikmache oder Angstverhinderung? Irgendwie scheinen Coronaviren verheerende Auswirkung auf die Presse zu haben.

Dieser Tage schnappte ich ein paar Presseberichte auf, in denen deutlich wurde, dass jemand sein Süppchen auf der Corona-Pandemie kochen wollte. Einer der Artikel befasste sich mit der Baroness Shackelton, und er wurde heute in der „Daily Mail“ veröffentlicht.


Das Coronavirus wird die Zahl der Scheidungen im Vereinigten Königreich erhöhen, nachdem selbstisolierende Paare gezwungen sind, monatelang in einer Quarantäne zu verbringen, warnt die führende Familienanwältin Baroness Shackleton.

Oder vielleicht ein Kindersegen?

Andere erwarten nach der gemeinsamen Quarantäne eher einen reichen Kindersegen. Wer tatsächlich so etwas lesen will: Es ist durch und durch „wissenschaftlich“ begründet, dass es so sein könnte.

Von "frischen Paaren", und Fernbeziehungen spricht kein Mensch

Merkwürdig, dass niemand über die Paare spricht, die sich erst kürzlich kennengelernt haben. Vor allem solche, die nicht verheiratet sind und nicht zusammenleben, weil sie Fernbeziehungen führen - teils über die Grenzen hinaus.

Ein Mensch,vereinzelt ... kein Kontakt, kein Problem?

Na schön - Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates - Beziehungen nicht. Überhaupt: der Staat oder „die Staaten“. Sie machend derzeit in Isolation voreinander. Man hört, dies sei das „einzige Mittel“, die Pandemie im Grenzen zu halten. Und ja, wenn jeder Mensch oder wenigstens jedes Paar sich nur in der Wohnung aufhalten würde ... ja, dann. Kein Mensch - kein Problem. Warten wir mal, bis das jemand als „Alternativlos“ bezeichnet.

Tipp: Nichts lesen, was Angst verursachen könnte

Bei der BBC las ich etwas sehr Vernünftiges: Vor allem sollten wir und nicht von den Meldungen beeinflussen lassen die „auf Panik frisiert“ sind. Und nicht jeder, der sich „Experte“ nennt, ist auch einer.

So weit die Lage am Mittwoch.

Online-Singles ohne Zuversicht?

Umfragen unter Singles haben im Grunde keine große Bedeutung. Ihr Verhalten ändert sich, je nachdem, woher der Wind gerade weht. Doch etwas machte mich neugierig: Wieso haben Singles keine Zuversicht, alsbald einen Partner zu finden?

Singles ohne Zuversicht?

Bei einer Umfrage unter Mitgliedern von PARSHIP fiel auf, dass nur müde 10 Prozent der Frauen wirklich zuversichtlich waren, im folgenden Jahr einen Partner zu finden. (Männer 18 Prozent). Sie votierten zugleich dafür, aktiver auf Partnersuche zu gehen. Und nur sieben Prozent der Frauen meinten, es würde auch wohl klappen, wenn sie genau so weitersuchen würden. (Männer 12 Prozent).

Negativ äußerten sich hingegen kumulierte 32 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen, die entweder nicht mehr daran glaubten, einen Partner zu finden oder jedenfalls nicht im nächsten Jahr.

Das Schiff dümpeln lassen und auf den Wind warten?

Die meisten der Befragten wollten allerdings ihre Schiffe dümpeln lassen und auf besseren Wind hoffen. Sie votierten zu 53 Prozent (Frauen) und zu 40 Prozent (Männer) dafür, „offen für Neues zu sein“ und „es auf sich zukommen zu lassen“. Offenkundig, weil sie nicht wussten, ob es ihnen möglich sei, in den nächsten zwölf Monaten den passenden Partner zu finden.

Die Umfrage wurde angesichts des Weihnachtsfestes durchgeführt, eine Zeit, in der bekanntermaßen viele Singles „Frust schieben“.

Was wollen die Singles eigentlich?

Diese Umfragen geben allerdings auch Rätsel auf: Wieso glauben so viele diese Mitglieder einer Online-Partervermittlung, nicht einmal in zwölf Monaten „sicher“ einen Partner zu finden? Nach was oder wem suchen sie eigentlich, wenn sie „eigentlich nicht suchen“, sondern nur „weiterhin offen für Neues“ sind? Und wieso gehen so viele Mitglieder von vornherein mit „negativen Vorzeichen“ auf Partnersuche?

Wenn es so wäre, würde dies mehrere Konsequenzen nach sich ziehen:

Nur etwa fünf Prozent der Befragten wollen konkret etwas ändern an ihrer Partnersuche – und nur drei Prozent der Frauen. Das ist beschämend wenig, denn es bedeutet, dass 97 (95) Prozent glauben, sie würden „alles richtig machen.

53 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer müssten sich vorwerfen lassen, nicht wirklich ernsthaft zu suchen. In zwölf Monaten kann man mit einiger Sicherheit den passenden Partner finden, zumal, wenn man bereits auf dem Dating-Portal angemeldet ist. Ernsthafte Partnersuche ist keine Frage der Dauer, sondern des Willens, eine Partnerschaft einzugehen. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass „Offenheit für Neues“ negativ ist – aber hinter ihr sollte wenigstens die mittelfristige Absicht der Bindung erkennbar sein.

Und die restlichen Kandidaten, die schon der Frust plagt? Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“ hat mal ein deutscher Bundespräsident gesagt.

Da ich nicht mehr aktiv bin (weder als Suchender noch als Singlebörsen-Kritiker) nehme ich die Umfrage mit einem Lächeln zu Kenntnis und werte sie als einen zwar unerwünschten, aber möglicherweise durchaus typischen Trend für die Zeit.

Ob es im Magazin der Partnervermittlung andere Antworten gibt?

Ich veröffentliche die Zahlen noch einmal im Original:


Frage: Bis das neue Jahr anfängt, sind es nur noch wenige Wochen: Sind Sie zuversichtlich, in den nächsten zwölf Monaten einen passenden Partner zu finden?

 Ja (Gesamt 14 %, Männer 18 %, Frauen 10 %)
 Ja, auf jeden Fall. Ich werde nächstes Jahr noch aktiver auf Partnersuche gehen (Gesamt 5 %, Männer 6 %, Frauen 3 %)
 Ja, ich bin zuversichtlich, einen Partner zu finden, wenn ich so weitersuche wie bisher (Gesamt 9 %, Männer 12 %, Frauen 7 %)
 Ich weiß es nicht – ich lasse es einfach auf mich zukommen und bin offen für Neues (Gesamt 47 %, Männer 40 %, Frauen 53 %)
 Wenn es so weiterläuft wie in diesem Jahr, eher nicht (Gesamt 21 %, Männer 25 %, Frauen 18 %)
 Nein, ich glaube nicht, dass ich einen passenden Partner finden werde und suche auch nicht mehr aktiv danach (Gesamt 7 %, Männer 7 %, Frauen 7 %)
 Darauf habe ich keinen Einfluss – ich würde es mir aber sehnlichst wünschen (Gesamt 12 %, Männer 11 %, Frauen 12 %)


Zitate sowie Zahlenmaterial von PARSHIP. Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Das Zahlenwerk basiert ausschließlich auf einer Umfrage unter 3.757 Mitgliedern von PARSHIP. Die Daten wurden online erhoben.