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Wahrscheinlichkeiten – oder lohnt sich das Geld für eine Singlebörse?

Der Weg zur Partnerschaft - eine Frage der Perspektive
Bevor ich auf Singlebörsen komme, lassen Sie mich einen Blick auf „Lebenseingriffe“ und Lebensveränderungen werfen.

Was nützt Ihnen eigentlich wirklich?

Eine Situation kann sich im Laufe eines Jahren verändern. Sollten Sie dem zustimmen, so werden Sie mir wahrscheinlich auch folgen, wenn ich sage:

Eine ungute Situation kann sich innerhalb eines Jahres verbessern.


Nun können Sie zweierlei tun: Sie können Maßnahmen ergreifen, damit sich die Situation verbessert oder Sie subjektiv (1) gar nichts Besonderes daran tun.

Sehen wir uns nun die Situation nach einem Jahr an: Sie kann sich wegen der Maßnahmen verbessern, trotz der Maßnahmen oder völlig unabhängig von den getroffenen Maßnahmen.

Partnersuche und Wahrscheinlichkeit des Erfolgs

Wenden wir dies doch mal auf die Partnersuche an. Auch wenn Sie gar nichts Besonderes tun, können Sie innerhalb eines Jahres mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen Partner finden. Ob diese Wahrscheinlichkeit 10 Prozent oder 40 Prozent beträgt, lässt sich schwer abschätzen – entsprechende wissenschaftliche Auswertungen gibt es (nach meinem Wissensstand) nicht. Es gibt aber diese Aussage (2):

Wenn Sie nur oft genug unterwegs sind, wird es sich gar nicht vermeiden lassen, dass Sie den Richtigen beziehungsweise die Richtige treffen.


Das ist nicht etwa Unfug, sondern eine Aussage der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Je mehr Menschen Sie begegnen, umso mehr potenzielle Partner werden sich darunter befinden. Ich kann Ihnen dazu noch eine Ergänzung verraten (das ist mal Original Roese):

Wenn sie ständig die gleichen Wege gehen, und wenn diese parallel zu den Wegen anderer verlaufen, dann haben Sie weniger Chancen, als wenn Sie neue Wege gehen oder die Wege anderer kreuzen.


Und was bedeutet das nun? Es heißt, dass Sie mit dem Gedanken der Suche im Hinterkopf bei vielen neuen und auch ungewöhnlichen Kontakten mit Sicherheit einen Partner / eine Partnerin finden – egal, was Sie daran tun.

Erfolge der Suche ohne Singlebörsen

So – und wage ich mal eine Wahrscheinlichkeit auszusprechen: Wenn sie in einem Jahr 24 neue Singles in passendem Alter kennenlernen, dann werden voraussichtlich drei davon in Ihr Leben passen, also jeder Achte. Oder: Wenn heute 100 Singles beschließen, im neuen Jahr ohne Singlebörse einen festen Partner zu finden, dann ist sehr wahrscheinlich, dass wenigstens 12 Prozent ihr Ziel erreichen. Wenn Sie diese Zahlen bezweifeln sollten, dann sage ich Ihnen: es sind Erfahrungswerte aus jahrelanger Praxis. Wenn Sie besser Zahlen haben, dürfen Sie gerne ihre Quellen nennen.

Und die Erfolge mit Singlebörsen?

Ich bringe jetzt einmal die Singlebörsen ins Spiel. Die Wahrscheinlichkeit, dort einen Partner kennenzulernen, liegt zwischen knapp 40 Prozent bis unter 1 Prozent. Der Wert „unter ein Prozent“ kommt dadurch zustande, dass nicht alle Singlebörsen genügend Mitglieder in Ihrer Altersgruppe und dem Radius haben, innerhalb dessen Sie suchen. Der Singlebörsen-Vergleich fand dabei heraus, dass die meisten Kunden in der Gruppe der Online-Partervermittler (Beispiel PARSHIP) fündig wurden, nämlich gegen 35 Prozent. Etwa 23 Prozent waren es in der Gruppe der „einfachen“ Singlebörsen (Beispiel: Lovescout24) und nur noch rund 13 Prozent in der Gruppe der besonders mitgliederstarken Apps (Beispiel: Loovoo). (3)

Berücksichtigt werden muss bei diesen Zahlen, dass nicht alle Mitglieder von Singlebörsen tatsächlich daran interessiert sind, feste Partner zu finden. Die Faustregel ist: Je schwieriger und/oder teurer der Zugang zu den Diensten ist, umso mehr kann man vermuten, dass wirklich ein Lebenspartner gesucht wird. (Mir ist bewusst, dass es von dieser Regel Ausnahmen gibt, sie gilt aber generell).

Lohnt sich nun eine Singlebörse?

Ja, wenn Sie die eingetretenen Pfade verlassen und dabei die Wege anderer Singles kreuzen wollen. Dann werden Sie voraussichtlich zu den bis zu 40 Prozent gehören, die sogar bei einfacheren Singlebörsen Erfolg haben können. „Erfolg“ verstehe ich hier als „feste Partnerschaft“. Setzt man „Erfolg“ als „irgendeine Beziehung“ an, die länger als vier Wochen dauert, so kommen günstigere Zahlen heraus, und wenn man noch alle Affären und ONS dazuzählt, sicher noch bessere. Und nach Zahlen: Aus meiner Sicht lohnt es sich, wenn die Wahrscheinlichkeit mithilfe einer Singlebörse mindestens um ein Drittel höher ist als ohne Singlebörse.

(1) Der Entschluss, etwas zu tun, kann sich auf das Ergebnis bereits auswirken, auch wenn Sie glauben, gar nichts Besonders getan zu haben.
(2) Aus: "Dr. Ankowitschs Kleiner Seelenklempner", Berlin 2009.
(3) Die Zahlen und Daten : Studie des Singlebörsen-Vergleichs.
Bild: Buch-Illustration von 1904.

Weihnachten für Singles, Querdenker und Ungläubige

Das ist also nun schon bald Weihnachten, das für mich - in norddeutscher Tradition - das Lichterfest ist. Ein bisschen Wintersonnenwende, ein wenig Jul, aber immer die Hoffnung auf die Wiederkehr des Lichts. Ja, ich weiß, die meisten von Ihnen behaupten, Weihnachten habe etwas mit der Geburt des meistgenannten Religionsstifters zu tun. Glauben Sie, was Sie wollen – ich halte mich da heraus.

Zeit des Nachdenkens

Richtig ist – und warum auch nicht? – dass Weihnachten, sei, es nun das Weihnachten oder die Weihnachten, die meisten Menschen zur Besinnung führt. Manche denken dabei an die in die Vergangenheit, andere an die Gegenwart. Weihnachten ist demzufolge auch eine Zeit der Entscheidungen. Man hat noch ein paar Tage Zeit, das „Alte“ wegzuwerfen, bevor sich das „Neue“ Bahn bricht.

Zwischen den Tagen - die Zeit, die nicht existiert

Mein Rat zu Weihnachten: Halten Sie inne, besinnen Sie sich auf sich selbst. In Norddeutschland sagt man heute noch „zwischen den Tagen“. Das heißt auch, in einer Zeit, die gar nicht existiert. Jetzt können Sie die Dämonen verjagen, neue Pläne durchspielen, sich von manchem trennen. Und sie können „sich selbst sein“ – vor allem als Single.

Singles: emanzipieren Sie sich von Ihrer Eltern, Onkeln und Tanten

Ich rate mal etwas, das viele stören wird: Sagen Sie sich von Ihren „lieben Verwandten“ los, wenn Sie Single sind und immer noch „mein Kind“. Versuchen Sie, das Leben völlig selbstständig, unabhängig und ohne störende Bindungen zu gestalten. Suchen sei sich stattdessen eigene Bindungen, die aus wahrer Freundschaft, gegenseitiger Förderung oder eben auch Liebe bestehen.

Halten Sie sich sich fern von den Massen

Der „Mainstream“, der uns alle zu beeinflussen droht, war noch nie so mächtig. Wer mit den Massen grölt, wer ihre Lieder singt und den Hass verbreitet, der von ihnen ausgeht, ist eine erbärmliche Existenz, manipulierbar und gefährlich. Das gilt für alle, die sich Zielgruppen ausgesucht haben, auf die sie einschlagen: Mal sind es Asylbewerber, mal Muslime, mal Juden und mal – Männer.

Ein Exkurs in die Politik? Nein, heute nicht. Ich will nur versuchen, Sie daran zu hindern, irgendwo denken zu lassen und sie ermutigen, selbst zu denken.

Lust und Frust: Bald ist Heilige Nacht …

schenken als tugend - die drei wundersamen männer aus dem "morgenland" verlocken basler zum spenden


Das Wort „heilig“ werden wir ja demnächst wieder recht häufig hören, und während manche vornehm vom „Weihnachtsabend“ sprechen, werden andere den „Heiligen Abend“ wieder strapazieren, der in Norddeutschland bisweilen auch „Heiligabend“ heißt. Ja, und dann werden wir uns wieder Erinnern: „Weihnachten ist das Fest der Liebe“, was ja noch angehen mag – aber besonders bitter wird es für viele Alleinlebende, wenn es heißt „Weihnachten ist das Fest der Familie“.

Familien und "heilige Nacht" - nicht eitel Sonnenschein

Ich wende mich mal zuerst an die Singles unter euch: So toll, wie die Familien sich Weihnachten schönreden, ist es nun auch wieder nicht. Bei Firmenweihnachtsfeiern rutscht manches Damenhöschen, und danach wird manche Ehefrau misstrauisch. Da inzwischen auch verheiratete Damen keine Kostverächterinnen sind, ginge die Sache natürlich auch umgekehrt, aber Damen sind ja bekanntlich Damen und das bedeutet, dass sie ihr Verhältnisse sogar betriebsintern noch zu vertuschen verstehen. Ein Teil der anderen, braven und biederen Familien zerstreitet sich bei der erstbesten Gelegenheit, sich mal auszusprechen: An „den Feiertagen“ wie die Weihnachtstage ja auch heißen.

Das "traute hochheilige Paar?" Weihnachtskitsch gibt es jedes Jahr, und dazu gehören auch Maria und Josef, Ochs und Esel, Engelein und Hirten. Die Einzigen, die da mal herausfallen, sind die seltsamen Männer aus dem Morgenland, auf die das Schenken letztendlich zurückzuführen ist: Singles offenbar. Apropos Josef: Der Mann kann nicht sonderlich glücklich gewesen sein, denn ob ihm nun ein Engel erschien oder nicht: Das Kind war von einem Anderen. Die verklärte Legende der Christenheit in Ehren – aber ist das ein Vorbild für eine glückliche Familie?

Das Schenken - die Tradition aus dem Morgenland

Da bleiben wir doch lieber beim Schenken: Etwas für andere tun und dabei etwas für sich selbst zu tun, ist die Devise. Die Großmutter will etwas von bleibendem Wert schenken, damit die Enkelchen immer und ewig an sie denken. Der Single weiß gar nicht, wen er beschenken soll: Niemand wollte seien Liebe, und niemandem mag er Geschenke geben – in Erinnerung bleibt er sowieso nirgendwo.

Kein Wunder, dass die Single bald herumlaufen wie die streunenden Katzen: Irgendwie hat man ja keine Heimat an Weihnachten. Kind ist man nicht mehr, und die holde Liebste oder der tolle Geliebte ist weit und breit nicht zu sehen. Die eigene Wohnung ist keine Weihnachtsstube, und überhaupt wird man bald das Stichwort hören, unter dem man sich vielleicht gerade noch einmal versammeln könnte: Schweißweihnachten.

Singles und einsame "heilige Nacht": Strafe für den Egoismus?

„Na klar“, werden die Skeptiker sagen, „so weit sind die Singles ja durch ihren Egoismus gekommen“. Damit waschen sie einem Teil berechtigterweise das Fell, einen anderen Teil aber beleidigen sie. Nicht alle Singles sind aus Eigennutz allein, und überhaupt begünstigt Deutschland eher verheiratete Paare ohne Kinder als Alleinstehende. Der Egoismus kann es also nicht sein – bestenfalls die mangelnde Fähigkeit, Kompromisse einzugehen und auch mal jemandem in die Arme zu fallen, der nicht ganz „adäquat“ ist – es muss ja wirklich nicht für immer und ewig sein.

Unheillige Beziehungen in der "Heiligen Nacht"

Dennoch tun es einige: Unheilige Beziehungen am Heiligen Abend wachsen aus der Not, nicht aus der Tugend. Ich kann mich an eine selbst ernannte „Lady“ erinnern (so nennen sich manche Chat-Quasselstrippen), die Weihnachten einen der begehrtesten männlichen Chatter an Land gezogen hat, und der ihr eine „so schöne Weihnachten“ machte. Nur, dass er anderen Frauen auch noch schöne Nächte bereitete, wenngleich nicht Weihnachten. Andere geben Anzeigen auf, um gemeinsam Weihnachten zu feiern, und wieder andere veranstalten Weihnachtsfeten für Singles. Irgendwie wirkt das alles ein bisschen zusammengemurkst, wenn die Triefaugengeschwader eintreffen, denn kollektive Weihnachtsfeiern haben immer etwas von institutionalisierter Verzweiflung.

Abhilfe für Singles: Partys?

Abhilfe? Oh ja, Abhilfe. Weihnachten ist in Deutschland blöderweise im Winter, wo soll denn da die Abhilfe herkommen? Freude, Lust, vielleicht sogar erotisches Knistern? Man könnte … zum Beispiel statt Weihnachtsfeiern mit Lebkuchen und Glühwein ja Engeleinpartys anbieten mit Dessous und Flügelchen wie bei Victorias Secret, aber dann schimpfen wieder die Damen wegen der sexistischen Haltung. Was bleibt also? Nikoläuse und Weihnachtsmänner einmischen? Sicher nicht. Das Einzige, was einem Single wirklich nützen würde, wäre eine fröhliche, laute und erotische Nacht, um gegen die Scheinheiligkeit anzustinken. Irgendwie wären die Männer aus dem Morgenland da gute Vorbilder: Sie schenkten einfach, was sie hatten, wohl wissend, dass sie keinen Gewinn daraus ziehen konnten. Also eine Orientparty zu Weihnachten mit Bauchtanz? Warum eigentlich nicht? Wem das nach Blasphemie klingt, der kann ja auf der Party eine Tombola zugunsten afrikanischer Aids-Weisen veranstalten.

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