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Böse gute Porträts

Manche Fotografen erzeugen böse Bilder in guter Absicht, weil zu gute Bilder ihnen zu langweilig erscheinen. Und manche Kunden scheinen dies zu goutieren. Wer meint, dass etwas „finnischer Humor“ dazu gehört, sie zu verstehen, mag recht haben. An der Kunst des Fotografen ändert dies jedoch nichts. Und sein Motto heißt:

Es gibt keine Scham oder Schande, vor der ich mich scheuen würde, sie zu fotografieren.
Seht euch die Bilder an bei: Hannu Perälä, Finnland



Die Natur und die Liebe

Die Natur schafft Lebewesen ...
Wir müssen reden. Über die Liebe. Ja, über die Liebe.

Zunächst sollten wir feststellen, dass wir zu allererst Teil der Natur sind. Noch bevor wir im Ansatz denken konnten, waren wir Natur. Ich habe neulich einen Säugling auf dem Arm der Mutter gesehen – ich sehe wenige kleine Kinder, weil ich nicht dort bin, wo sie sind. Er unterschied sich im Verhalten nicht sehr von meinem Lieblings-Gorillababy im Leipziger Zoo (oben).

Wir sind ein Teil der Natur

Nachdem ich dies gesagt habe, wiederhole ich: Wir sind ein Teil der Natur, und die Natur bleibt in uns. Sie verabschiedet sich nicht eines Tages und sagt: „Ach ich schäme mich so für dich, Geisteswesen, deswegen hau ich jetzt ab.“ Im Gegenteil: Sie fordert ihre Rechte.

Die Mehrheit sieht die Liebe als ihr "eigen" an

Ich denke, für 90 Prozent der Bevölkerung (wenn nicht noch mehr) ist die Liebe eine wundervolle, wenngleich nicht leicht zu erwerbende Wonne, die auf naturgegebenen, vom Geist etwas modifizierten Regeln beruht. Liebe ist für uns so gut wie immer Nähe, Innigkeit der Gefühle, intime Berührung. Wer Liebe lediglich als Sozialkitt begreift, liegt zwar nicht falsch, denn auch die Rudel- oder Familienbindung stammt von der Natur – sozusagen „jede Spezies nach ihrer Art“. In der Form des reinen „Zusammenhalts“ finden wir in der Soziologie. Dort wird Liebe gelegentlich „als ein gesellschaftlich wirkendes Symbol für Interaktionen betrachtet“ – schon die Wortwahl zeigt: Da werden Gefühle verschleiert und Worten wird eine neue Bedeutung gegeben, um eine Theorie daraus abzuleiten. Humpty Dumpty (1) lässt grüßen.

Nur wenige vereinnahmen die Liebe für sich

Womit wir bei den zehn Prozent wären, für die Liebe nichts Sinnliches ist. Zu ihnen gehören Soziologen, Sophisten und Pfarrer. Die Soziologen und Sophisten sezieren die Liebe, bis sie letztlich leblos am Boden liegt, und die Pfarrer interpretieren das Liebesgebot ihres Religionsstifters – aber so, als ob es eben nicht zur Natur gehöre.

„Liebe“ ist in Wahrheit kein Wert „an sich“, sondern die Bedeutung und damit der Wert der Liebe entsteht durch uns selbst. Durch unsere Entwicklung, namentlich durch die Qualität unsere Begegnungen von Jugend an.

Wie Liebe erfahren wird

Wer in der Jugend kaum Liebe erlebt hat, hält sie für ein begehrenswertes Gut, das später teuer erkauft werden muss: durch Wohlanstand, Gefälligkeiten und gelegentlich auch durch Geschenke. Wenn jemand weiterhin daran scheitert, Liebe zu erwerben, läuft er Gefahr, in Abhängigkeiten zu geraten, die ihn bedrohen.

Anders jene, die in ihrer Jugend alle Liebe dieser Welt geschenkt bekamen. Sie bleiben unbekümmert und wundern sich, wenn jemand für die Liebe einen Wegzoll fordert. Obgleich sie sich anzupassen wissen, verweigern sie doch die Forderung nach „Liebe nur bei Leistung oder Wohlverhalten“. Weil sie sich beständig weigern, sich den Gesetzen des Wohlwollens zu unterwerfen, erschaffen sie sich selbst als Persönlichkeit. Und werden geliebt, weil sie Persönlichkeiten geworden sind.

Sicher – beide Wege sind extrem dargestellt. Das Beispiel soll auch nur zeigen, dass Liebe höchst individuell erlebt wird und keinem „Wertesystem“ folgt.

Zuneigung ist ein Element der Natur, das nicht untersucht werden muss. Es ist Natur pur, mal Zufall, mal das Ergebnis einer langen Suche. Und Liebe ist nach wie vor das Wort, das wir für die innige Zuneigung nutzen sollten. Auf andere Definition können wir wirklich verzichten.

(1) Nach Lewis Carroll. Humpty Dumpty sagt, er könne jedem Wort die Bedeutung geben, die er sich wünscht. "The Question is, which is to be master - thats's all.

Welchen Kick gibt dir dein Schamgefühl?

Manchmal reicht es, Strapse zu tragen, um sich zu schämen
Wenn ich die Sache mal ganz einfach sehe: Es ist der Kick, Lust daran zu empfinden, wofür die wir uns eigentlich schämen. Ich denke, wenn du nie masturbiert hast, wirst du das nicht begeifern – aber das betrifft ja nur ein paar Prozent von euch (seid ehrlich und schämt euch nicht …).

Erinnerst du dich an Lust mit Scham?

Erinnerst du dich? Der Kick dabei war, dass du erwischt werden konntest – entweder dabei oder weil man es dir angesehen hat – im Gesicht, und manchmal auch an der Kleidung. Und du hast es trotzdem getan, weil die Gefühle so toll waren.

Wie war es, als du einem Mann zum ersten Mal erlaubt hast, an deinen Brustwarzen zu saugen? Ach, hast du noch nicht? Weil du dich, schämst oder wegen was anderem?

Ich habe gehört, dass die Lust daran, auf den Po geschlagen zu werden, vor allem daher kommt, weil wir uns schämen, „so etwas“ überhaupt auszuprobieren. Weil wir unseren „inneren Schweinehund“ besiegen müssen oder das Mäuschen, das in dein Ohr pfeift: „Eine anständige Frau gibt sich nicht für so etwas her.“

Einen Knacks im Hirn oder ein Mäuschen im Ohr?

Klar kann’s auch sein, dass wir glauben, einen Defekt im Hirn zu haben: zu viel Lust auf Lust oder so. Oder das wir uns Zuneigung kaufen, wenn wir was „Unanständiges“ mit jemandem tun.

Aber der Kick? Da reicht schon mal, einen kurzen Rock und Strapse zu tragen und auszuprobieren, ob das jemanden interessiert. Und wenn du dich dabei schämst? Dann versuch mal, das Gefühl zu genießen, statt davor wegzulaufen.

Wenn deine Lust über das Alltägliche hinausgehen soll

Auf "hart" zu spielen, erfordert Mut und Erfahrung
Wenn du erwachsen bist und etwas ausprobieren oder „durchspielen“ willst, dann versuche es mit einem anderen Erwachsenen, der auch neugierig ist.

Entspannen

Versuche, mit ihm wirklich entspannt umzugehen (und wenn er kann, er mit dir). Jede Verkrampfung führt dazu, dass du dich deiner Lust nicht völlig öffnen kannst. Und sie kann zu unnötigen und unerwünschten Schmerzen führen.

Rollen - einfach hinein denken
Aufgehen in der Rolle

Wenn du eine Rolle spielst, versuche, ganz in ihr aufzugehen und derjenige zu sein, den du spielst, auch wenn du zu Anfang noch zweifelst. Du wirst dich wundern, was die "Person in dir", die sich ganz in die Rolle fügt, alles hervorbringen kann.

Normale, aber ungewöhnliche Fantasien

Wenn zwei Drittel der Menschen über eine Lust nachdenken, dann ist sie eine geläufige Fantasie. Was mindestens die Hälfte der Erwachsenen als sinnliche Lust erträumt, kann nicht „pervers“ sein. Und wenn es mindestens noch ein Drittel interessiert, ist es ebenfalls noch äußerst menschlich. Du wirst dich wundern, was alles „in diesen Paketen" enthalten ist. (1)

Mach deine Erfahrungen selbst

Hör nicht auf „schlechte Erfahrungen damit“. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen, und es gibt immer „gute“, „schlechte“ und „durchwachsene“ Erfahrungen. Nur deine eigenen sind wirklich gültig.

Bedaure niemals

Bedaure nicht, wenn etwas dir keine Freude macht. Manche Leute fahren gerne Autoscooter oder Achterbahn auf den Jahrmarkt, andere hassen es. So ist es auch mit Rollenspielen und „besonderem“ Sex.

Benutze deinen Verstand und verliere ihn

Benutze den Verstand, wenn du etwas planst, und verliere ihn, während du in Lust schwelgst. Es ist OK, sich der Liebe „ganz hinzugeben“.

Reden und Schweigen

Über deine Lüste musst du wirklich nur mit demjenigen reden, mit dem du sie teilst oder gerne teilen würdest. Es ist nicht nötig, gleich einem Klub beizutreten.

Zu spät?

Es ist selten zu spät, neue Lüste zu erproben. Aber es macht mehr Freude, wenn du noch jung, abenteuerlustig und körperlich absolut fit bist.

(1) Und wir sagen es dir sogar ... hinterlasse deine Frage im Kommentarfeld. Wir schreiben dann einen Artikel und sagen dir darin, wie viel Prozent der Befragten einer Studie ähnliche Träume haben. Es muss sich um eine legale Lust handeln. Dein Name wird nicht genannt.
Fotos: Comic-Darstellungen aus ähnlichen Szenen.

Dämonin

Dämonin mit gezieltem Vampirbiss?
Dämonische Frauen? Gibt es sie noch? Und was stellen sie eigentlich mit ihren Gespielinnen und Gespielen an? In den dunklen Schlund der Abhängigkeit ziehen?

Was meint ihr? Was tut eine dämonische Verführerin heute?

Das Bild ist ein Extrakt des Titelbilds eines Hefts der 1930er Jahre