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Lustvolle Erfahrung haben und sinnlich flirten – warum nicht?

Sie sehen eine Frau um die 40. Sie hat Witz und Charme, ihre Augenwinkel blitzt ein Lächeln, wenn sie spricht. Und dann und wann wirft sie den Kopf in den Nacken.

Sie kann mit Jünglingen und Greisen, Männern und Frauen erotische, sinnliche oder heftige körperliche Begegnungen gehabt haben. Wahrscheinlich hat sie einen Teil dieser Erfahrungen genossen, einen Teil als Routine abgetan und das eine oder andere Mal gedacht: „Hätte ich besser bleiben lassen.“Und sie flirtet auch heute noch. Nicht mit jedem, aber mit jedem, mit dem es sich zu flirten lohnt, sei er Jüngling oder Greis, Mann oder Frau. Sie will sich und uns beweisen, dass sie schön und begehrt, sinnlich und witzig ist und dass sie Charme und Geist hat. Sehen Sie, und sie beweist damit auch, dass sie selbstbewusst ist. Nur selbstbewusste Frauen flirten unverhohlen, ohne schüchternes Lächeln und ohne Schamkorsett.

Diese Frau flirtet nicht, um eine erotische Begegnung vorzubereiten – die meisten ihrer Flirts enden mit einem „war schön, mit dir zu sprechen“ oder mit einem Kuss auf die Wange. Aber sie schließt es auch nicht aus. Beim Metzger gibt’s tägliche Steaks zu kaufen, aber bei einem lustvollen Lover oder einer tollen Geliebten, das weiß sie, muss sie zugreifen, solange die Sinnlichkeit ihn oder sie gefangen hält.

Sehen Sie, das Gespräch mit einer solchen Frau ist mir lieber als mit einer, die über sich spricht, als ginge es gar nicht um sie. So, als ginge es um den Planeten, die Menschheit, die Weiblichkeit oder das soziale Miteinander. Natürlich kann es auch darum gehen. Aber ich wüsste immer gerne, wann jemand von sich selbst redet und wann sie oder er Denkanstöße an andere verteilt, die mit ihm selbst nur in intellektueller oder ideologischer Sicht verwandt sind. Übrigens akzeptiere ich auch dies, wenn ich sehr jungen Menschen zuhöre. Sie können die Theorien noch nicht mit ihrer eigenen Liebespraxis verbinden, und die Schule (oder eben die Universität) hindert sie auch noch daran, es zu versuchen.

Natürlich müssen wir in der Lage sein, von uns selbst zu abstrahieren. Aber wir sollten uns hüten, uns selbst als Faktor ganz aus unseren Betrachtungen herauszunehmen. Und das „Selbst“ oder die „Persönlichkeit“ ist mehr als ein Puzzle der Möglichkeiten. Wir sind Teil des Ganzen und das Ganze ist Teil von uns. Und deshalb dürfen wir auch nicht verheimlichen, dass wir nicht nur ein Stück weit Kultur darstellen, sondern eben auch ein gutes Stück Natur.

Das völlig irrige Beuteschema

Welcher Mann passt in dein Beuteschema? Na, Antwort gefunden? Dann denk noch mal nach, bitte: Woher nimmst du eigentlich die Kriterien für das, was du „Beuteschema“ nennst? Wie? Du sagst: „Ich weiß doch, was für mich gut ist?“ Aha. Und wie lange hielten die Beziehungen, die in dein „Beuteschema“ passten? Und falls du geschieden wurdest: Suchst du wieder das Gleiche, etwas Ähnliches oder vielleicht etwas „völlig Anderes“? Egal, wie du antwortest: Denk noch mal drüber nach.

Die Frage ist ja nicht „was war schon immer gut/schlecht/erträglich/fragwürdig“, sondern „was könnte jetzt gut für mich sein?“ Diese Frage stellt sich, wie du sicher weißt, mit 18 anders als mit 28, und mit 38 oder 48 noch mal ganz anders.
So, und nun musst du nur noch gucken: Was gibt’s denn, was zu meinen heutigen Wünschen passt? Denn du wirst ja auch wissen: Manche Männer sind einfach schon besetzt, und das heißt: Guck dir die anderen an, und sieh zu, dass du jemanden findest, der dir deine Bedürfnisse erfüllt.

Ich weiß, dass die meisten von euch einen Tipp hassen, der aber ganz gut funktioniert: Trenne mal zwischen „kurzfristigen“ Bedürfnissen und eher langfristigen Wünschen. Denn bei den Langfristigen musst du eine Menge Sachen bedenken, vor allem Beruf, Mobilität und so. Bei den Kurzfristigen ist das nicht so, da kannst du machen, was du willst.

Denk mal drüber nach – es lohnt sich. Zweifel? Dann lies noch mal bei Lara nach.