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Kann ein erotisches Rollenspiel die Lust anheizen?

Höchste einfach Hilfsmittel, große Wirkung
Beim erotischen Rollenspiel kommt es auf drei wesentliche Punkte an, und ich nenn sie mal in absteigender Reihenfolge:

1. Bereitschaft, sich in die Rolle zu fügen,
2. Entsprechenden Be- oder Verkleidung.
3. Ausstattungsgegenstände.

Was spielen Menschen am liebsten?

In der Regel Spiele mit „sozialem Gefälle“, sei es, dass der eine dem anderen ohnehin untergeben ist oder deutlich „schwächer“ ist. Entgegen der Ansicht vieler Autoren ist nicht nötig, etwas Ähnliches wirklich erlebt zu haben.

Chef(in) – Untergebene(r)
Im Zeichen der Emanzipation gibt es immer mehr Männer, die sich weiblichen Chefs spielerisch unterwerfen möchten. Das Spiel „Großer Boss“ – „Anfangssekretärin“ ist aber immer noch populär. Zu diesem Bereich gehört auch Herr (Herrin) und Hauspersonal.

Wärter(in) – Gefangene(r)
Das Spiel ist erstaunlich beliebt. „Eingesperrt werden“ und von der Macht des Wärters oder der Wärterin abhängig zu sein ist ein Lieblingsspiel vieler Paare. Dazu gehören auch Fesselspiele und Spiele mit Keuschhaltung, besonders wenn Männer „Keuschheitsgeschirre“ tragen sollen.

Strenge Krankenschwester – renitenter Patient
Das Spiel ist überwiegend bei Männern beliebt. Die strenge Krankenschwester kann allerlei verordnen und den Mann in jeder Lage quälen oder betasten. Die verführerische Krankenschwester als Rolle heutzutage an Attraktivität.

Internats-Schüler(in) und Lehrkraft
Dieses Spiel gehört zu all jenen Varianten, die einen der Spieler zurück in die Jugend und damit in eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber Erwachsenen versetzen sollen. Meist sind diese Spiele mit Züchtigungen verbunden. Varianten sind beispielsweise Klosterschüler(in) und Nonne. Obwohl diese Spiele ihre Grundlagen verlieren, ist der Wunsch, gezüchtigt zu werden, auch heute noch vorhanden.

Geschlechtertausch
Seit Jahrzehnten der Favorit vieler Männer, die „wie eine Frau behandelt“ werden wollen. Die „Behandlung“ kann auf jede erdenklich Art stattfinden, meist durch Abwertung, Verhaltenskorrektur und Schläge. Dazu gehört auch, sich „feminieren“ zu lassen, wobei mindestens weibliche Unterwäsche getragen wird. Frauen wollen seltener „maskulinisiert“ werden, es sei denn, dass sie dominante Rolle „Als Mann“ spielen.

Warum „spielen“ Paare?

Wer Lust am Spiel hat, wird wissen: Es ist unglaublich erregend, etwas zu spielen, was man nicht ist, aber manchmal gern wäre. Neben der Erregung werden auch Glücksgefühle erzeugt, und bei erotischen Spielen wird ebenso die Begierde angeheizt.

Rollenspiele sind zudem eine Art „Überwindung der Realität“. Während des Spiels existiert nur das Spiel – du kannst alles andere vergessen.

Das Rollenspiel setzt verborgene sexuelle Fantasien und Wünsche frei, die mancher erst „in der Rolle“ wirklich genießen kann.

Sind alle erotischen Rollenspiele sexuell?

Nicht in dem Sinne, dass immer Geschlechtsverkehr stattfinden muss. Aber eben doch in einem Sinn, dass es um den Körper der anderen Person geht, der sinnlich behandelt wird.

Ist Verkleidung immer nötig?

Nein, aber sie hilft, die Illusion zu fördern. Ausgenommen ist der Geschlechtertausch – die Gefühle dabei werden durch die Bekleidung direkt und unmittelbar unterstützt.

Welche Rolle spielt das „Ambiente“?

Das Ambiente oder die „Kulisse“ verstärkt die Illusion erheblich. Aber du brauchst auch Zeit, sie zu schaffen –und möglicherweise musst du über Einrichtungsgegenstände verfügen, die nicht „Schwiegermuttersicher“ sind (Schulbank, Andreaskreuz). Alternative: gemietete Räume, Keller- oder Dachausbau oder Wandelmöbel, die tagestauglich sind.

Und kann die sexuelle Lust durch Rollenspiele befeuert werden?

Nahezu alle Autoren und Aktivistinnen (Aktivisten) sind der Meinung, dass die Intimität, die Kommunikation und das intensive Fühlen durch Rollenspiele verstärkt werden. Ob anschließend heftiger Sex folgt, ist abhängig von der Art des Spiels, das auch seinerseits unmittelbaren Sex beinhalten kann.

Hinweis: Der Artikel wurde nach den Unterlagen erfahrener Aktvisiten und Rollenspielerinnen zusammengestellt.

Je näher der Dreier kam, um so weniger wollte ich ihn

Diese Geschichte wurde uns erzählt, und wir haben sie aufgeschrieben. Sie handelt von der Fantasie und der Realität, der Überschätzung der eigenen Stabilität, und davon, dass der Preis für die Verwirklichung einer Fantasie zu hoch sein kann.

Lange Zeit war der Gedanke wie ein Hubschrauber durch meinen Kopf gebrummt, bis ich ihn meinem Freund gestand, dass ich einen Dreier mit ihm und einer anderen Frau wollte. Ich kann nicht mal sagen, warum. Es faszinierte mich einfach.

Ich will die lange Geschichte kurz machen: Wir fanden eine Frau in einem Klub, von der man sagen kann, dass sie auch sonst ziemlich „zugänglich“ war. Wahrscheinlich hast du das auch schon erlebt: Du weißt von vornherein, welche Frauen sich für Frauen oder eben für Paare interessieren.

Wir gingen mit dieser Frau erst einmal essen. Es heißt ja, dass die „Dritte“ als Person ernst genommen werden will – und das wollten wir ihr zeigen. Doch dann geschah etwas höchst Merkwürdiges: je realer sie wurde, umso mehr fühlte ich, dass sie auch zur Bedrohung werden konnte. Solange solch eine Frau nur in meiner Fantasie lebte, durfte sie alles mit mir machen – und mein Freund alles mit ihr. Nun aber wurde ich eifersüchtig auf sie, während sie mich zugleich faszinierte. Wollte ich so sein wie sie? Oder hatte ich vielleicht Angst davor, mich in sie zu verlieben?

Die Sache verwirrte mich total. Ich sollte selbstbewusst sein, aber ich fühlte mich wie ein Teenager. Und doch wollte ich konsequent, denn schließlich war ich ja die Initiatorin. Und ich würde meine Entschlüsse nicht einfach aufgeben, nur weil mich nun das Gewissen plagte.

Die Verabredung zum Dreier war für das nächste Wochenende geplant. Mein Freund hatte längst „gerochen“, dass etwas mit mir nicht stimmte, und er fragte mich, ob er die Verabredung absagen sollte. Wahrscheinlich wäre es auch in seinem Sinne gewesen. Merkwürdigerweise versuchte ich vor allem ihn zu überzeugen, dass wir dies auf keinen Fall tun sollten.

Wir aßen wieder auswärts zu Abend und fuhren dann in unsere Wohnung. Während der Fahrt kämpfte ich noch einmal gegen meine Eifersucht. In meinen Fantasien war ich immer die Herrin der Situation, aber jetzt, kurz bevor alles wirklich werden sollte, wurde ich wieder zu einer ängstlichen jungen Frau. Und doch – „kneifen“ kam nicht infrage.

Ich will euch keine Details erzählen. In spielte die Rolle einer Frau, die unbedingt einen Dreier wollte, und tat alles, was ich mir vorgestellt hatte – nur dass es mir nicht die geringste Freude mehr machte. Als die „andere Frau“ gegangen war, brach ich in Tränen aus. Wir hatten es wirklich vermasselt – oder besser ich hatte es vermasselt. Ich hatte etwas getan, was ich nicht wirklich tun wollte. Ich hatte jemanden gespielt, der ich nicht war. Die Frau in meiner Fantasie, die sich nach dem Zusammensein einem männlichen und einem weiblichen Körper sehnte, hatte mit der Frau, die ich in der Realität war, nicht das geringste zu tun.

Mein Freund tröstete mich, und wir sind immer noch zusammen. Aber ich habe gelernt, dass der Preis für einen „echten“ Dreier (oder was sonst noch in meinen Träumen vorgeht) für mich zu hoch ist.


Hinweis:

Dieser Artikel beruht auf einer Erzählung. Der gesamte Text wurde anonymisiert und mit anderen Methoden verfremdet, sodass nicht auf die Person geschlossen werden kann, die es uns erzählt hat.

Fantasie und Scham beim Sex

Wovon mag er wohl träumen?
Macher Mann und sicher manche Frau schämt sich, heimlich pornografische Filme anzusehen. Zumal, wenn sie von Randbereichen handeln, die ohnehin die Schamesröte auf die Wangen bringen.

Fantasien während der Masturbation

Aber nicht nur das – viele Frauen und Männer schämen sich für die Gedanken, die sie selbst entwickeln – ohne pornografische Vorbilder. Da sie zumeist während einer Masturbation auftreten, schämen sie sich doppelt: einmal wegen der Themen, die in ihren Köpfen umhergehen, und dann aber auch wegen der Masturbation an sich.

Fantasien beim Sex mit dem Partner

Die größten Gewissensbisse und schamvollen Erinnerungen aber scheinen jene zu haben, die mit ihren ständigen Partnern oder Partnerinnen sinnliche, körperliche Lust teilen, an der sie auch stark emotional beteiligt sind. Und doch laufen während der wilden Küsse, Ejakulationen oder Orgasmen „innere Filme“ ab, die mit dem Sex, den sie gerade betreiben, nichts zu tun hat.

Das Schlimmste, was man sich selbst dann antun kann, besteht darin, seine Partnerin oder seinen Partner mit dieser Wahrheit zu konfrontieren. Nun sagt man zwar, dass Kommunikation sehr förderlich sie für sexuelle Zufriedenheit, und manche Therapeuten raten sogar dazu, doch einfach mal den Vorschlag zu machen, „so etwas“ auszuleben. Doch dagegen spricht die Aussage vieler, die ihre Fantasien anonym zugegeben haben: „Ja, ich habe DIESE Fantasie“ zu sagen, fällt anonym leicht – aber sie auch auszuleben, erzeugt eher die Aussage: „Auf keinen Fall – jedenfalls nicht DAS!“

Manche Sexualtherapeuten sagen allerdings auch, «wenn du keine „schmutzigen“ Gedanken beim Sex hast, erregst du dich auch nicht genug».

Oder vornehmer ausgedrückt, hier als Zitat (DIE ZEIT):

Erotische Spannung (sind) oft nicht aus dem Stoff unserer alltagstauglichen Wertvorstellungen, aus Liebe und Rücksichtnahme, aus politischer Korrektheit und Partnerverbundenheit gemacht (…). Sondern aus Konflikt, aus starken Reizen, mitunter feindseligen Elementen und aus Verbotenem.


Vielleicht schämen wir uns, beim Sex nicht genügend Liebe zu empfinden, wenn wir mit unseren Fantasien „nachhelfen“ müssen. Und möglicherweise haben wir auch selbst zu oft gehört, dass „guter Sex“ vor allem Liebe, Zuneigung und Verständnis erfordert.

Das Monatsmotto "Scham und Charme" läuft mit dem heutigen letzten Novembertag aus. Wenn ihr noch etwas dazu sagen wollt: Sagt es jetzt.

Gefühle und Fantasien ... deine Hilfe ist erwünscht ...

Wie kommt die erotische Fantasie in uns hinein?
Kommen erotische Fantasien aus deiner Gefühlswelt heraus, ohne dass du wirklich weißt, was die Ursachen dafür sein könnten?

Oder sind die Fantasien zuerst da, zum Beispiel, weil du erotische Bücher gelesen hast, und deine Gefühle folgen ihnen, bis du sie wegscheuchst oder akzeptierst?

Das haben wir noch eine Nummer kleiner:

Bist du geil, bevor du eine erotische Fantasie hast?
Oder macht dich die erotische Fantasie erst geil?

Und: Welchen von beiden Wegen findest du in Ordnung, welchen nicht?

Sagt uns, was ihr darüber denkt ...

Dies ist keine Umfrage. Wenn du darüber nachdenken möchtest – sehr gut. Wenn dich das Thema (ver)stört, dann sag‘ es einfach. Besser wäre, wenn du deine Gedanken dazu einfach aufschreiben könntest oder in deinem Blog veröffentlichen würdest. Wenn du ein Essay dazu veröffentlichen möchtest: du bist willkommen.

Solltest du Journalist(in) sein: Greif es auf. Es tut nicht weh, mit dem Thema umzugehen.

Das Internet schweigt beschämt

Wir haben im Internet nachgesehen und gefunden, dass wir mit der Frage Neuland betreten und dabei offenbar Tabus brechen. Merkwürdig, nicht wahr? Wir kennen mittlerweile die erotischen Vorstellungen in Tagträumen und während er Masturbation bis auf die Zahl hinter dem Komma. Aber auf die Frage, wie die erotischen Ideen in die Köpfe kommen, haben wir keine Antwort gefunden.

Und DU: weißt DU die Antwort?

Schnellkontakt zur Redaktion:

Bild: © 2019 by Liebesverlag.de

Anmerkungen zum erotischen Nikolaus

Süßer Nikolaus
Schon bemerkt? Demnächst ist wieder Nikolaus. Es ist möglich, dass die Erwachsenen, die früher einmal liebevolle oder bedrohliche Gestalten in roten Mänteln mit Wattebärten sahen, abnehmen. Mr. Wattebart ist nicht mehr so „in“, und seine Begleiter hat er auch zumeist verloren. Brauchtum, so heißt es dann, sei das mit Nikos Klaus ohnehin nicht, eher Aberglaube und sozial völlig inkorrekt.

Der Nikolaus mit dem Janusgesicht

In vielen Norddeutschen Gegenden, vor allem in Städten, kommt der Nikolaus sowieso mit einem Janusgesicht, weil er zum Richter über Gut und Böse ernannt wurde – und zugleich auch den Strafvollzug ausführte. In anderen Gegenden ist dafür sein „Geselle“ zuständig, der Knecht Ruprecht, der noch unter vielen Markennamen grassiert, in Österreich vor allem als Krampus.

Wie kommt die Erotik zum Nikolaus?

Und alle Jahre wieder versuchen Menschen, erotische Nikolaus-Geschichten zu schreiben. Sie wenden sich entweder an jene, die den Nikolaus als wonnigen Brummbär kennenlernten, der Süßes bringt – oder an die anderen, die den Nikolaus als Tag der Abrechnung mit der Rute, dem Sack oder anderen peinlichen Begebenheiten fürchten. Oder eben alternierend an beide Emotionen: die Lust und den Schmerz.

Der „bürgerliche“ Nikolaus oder einer seiner Gesellen ist dafür prädestiniert: Es ging ja immer darum, „brav“ zu sein und vom Nikolaus dafür belohnt oder – falls nicht – eben auch bestraft zu werden, und sei es nur symbolisch.

Der letzte gerechte Richter von drauß' vom Walde

Bei Erwachsenen erwacht merkwürdigerweise daraus eine Fantasie: Das ganze letzte Jahr, ja vielleicht das ganze Leben, war eine Mixtur aus „brav sein“ und „böse sein“, und am Ende wurde beides weder honoriert noch bestraft. Wer sollte es auch tun? Der moderne Mensch ist für sein Tun und Unterlassen – so weit er sich an die Gesetze hält – allein verantwortlich.

Die einzige Instanz, die in der Kindheit über alles informiert war, sogar über die kleinen Geheimnisse, war der weißbärtige Herr, der es möglicherweise gar noch verlas. Jede Überschreitung von Vaters Verboten und Mutters weisen Ratschlägen war ihm bekannt, und auch jede gute Tat. Und er richtete gerecht, dieser Nikolaus.

Wenn Nikolaus und Nicola erotische Wunschgestalten werden

Wo ist nun die Verbindung zur Literatur, oder gar zur erotischen Literatur? Und wieso wirken Geschichten über sinnliche Kontakte zu Nikoläusen heute noch, obgleich der pelzbewehrte Mann auf Durchreise kaum noch Äpfel und Rutenschläge verteilt?

Einige kluge Menschen sagen, es sei der Wunsch nach dem Lohn für gute Taten und der Strafe für böse Handlungen, der den Menschen heute fehle. Die Personalchefin, die Entlassungen vornehmen muss, obgleich sie den sozialen Abstieg der Mitarbeiter erkennt, fühlt sich schuldig, obgleich sie nicht daran schuld ist. Und der Betriebsratsvorsitzende, der wenigstens noch diesen oder jenen retten konnte, wird nicht belohnt, sondern beschimpft, weil er nicht mehr erreicht hat.

Genau an dieser Stelle kommen die Träume von Gerechtigkeit, Lob und Strafe hervor. „Gib mir endlich die Liebe, die ich verdiene – oder die Strafe.“ Doch wer soll es tun? Eine Escort-Frau für diejenigen Männer, die Freude gebracht haben? Da ragt doch jeder gleich: Wie kannst du an so etwas denken – solche Frauen sind doch (…). In die Klammern kannst du diene Gedanken einsetzten. Oder eine sogenannte „Domina“ für die Männer, die sich schuldig fühlen und dafür mal zu Tränen gebracht werden wollen?

Und was wäre eigentlich, wenn Frauen sich mit ähnlichen süßen und sauren Gedanken herumquälen würden?

Da ist Mr. Rauschebart genau richtig, solange er alle Rollen einnehmen kann – und in der Fantasie ist dies immer möglich – jedenfalls bei Frauen.

Männer malen sich vielleicht eine „Nicola“ aus, die unter dem roten Mantel sündhaft tolle Dessous trägt, oder die statt mit einem Jutesack mit einem Peitschenkoffer auftritt.

Das Geheimnis der Nikolaus-Erotik liegt - in einem Geheimnis

Und die Geschichten vom erotischen Nikolaus? Je geheimnisvoller der Fremde auftritt, und je weniger erkennbare Spuren er hinterlässt, umso lustvoller kann die Story von der erotischen Begegnung mit Nikolaus und Nicola werden.
Am besten er (oder sie) bleibt nicht bis zum nächsten Morgen. Dann kann der fremde Reisende auf immer unerkannt bleiben – und deine Leserinnen und Leser können spekulieren, wie viel von der Story Realität oder Traum war.