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Wenn deine Lust über das Alltägliche hinausgehen soll

Auf "hart" zu spielen, erfordert Mut und Erfahrung
Wenn du erwachsen bist und etwas ausprobieren oder „durchspielen“ willst, dann versuche es mit einem anderen Erwachsenen, der auch neugierig ist.

Entspannen

Versuche, mit ihm wirklich entspannt umzugehen (und wenn er kann, er mit dir). Jede Verkrampfung führt dazu, dass du dich deiner Lust nicht völlig öffnen kannst. Und sie kann zu unnötigen und unerwünschten Schmerzen führen.

Rollen - einfach hinein denken
Aufgehen in der Rolle

Wenn du eine Rolle spielst, versuche, ganz in ihr aufzugehen und derjenige zu sein, den du spielst, auch wenn du zu Anfang noch zweifelst. Du wirst dich wundern, was die "Person in dir", die sich ganz in die Rolle fügt, alles hervorbringen kann.

Normale, aber ungewöhnliche Fantasien

Wenn zwei Drittel der Menschen über eine Lust nachdenken, dann ist sie eine geläufige Fantasie. Was mindestens die Hälfte der Erwachsenen als sinnliche Lust erträumt, kann nicht „pervers“ sein. Und wenn es mindestens noch ein Drittel interessiert, ist es ebenfalls noch äußerst menschlich. Du wirst dich wundern, was alles „in diesen Paketen" enthalten ist. (1)

Mach deine Erfahrungen selbst

Hör nicht auf „schlechte Erfahrungen damit“. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen, und es gibt immer „gute“, „schlechte“ und „durchwachsene“ Erfahrungen. Nur deine eigenen sind wirklich gültig.

Bedaure niemals

Bedaure nicht, wenn etwas dir keine Freude macht. Manche Leute fahren gerne Autoscooter oder Achterbahn auf den Jahrmarkt, andere hassen es. So ist es auch mit Rollenspielen und „besonderem“ Sex.

Benutze deinen Verstand und verliere ihn

Benutze den Verstand, wenn du etwas planst, und verliere ihn, während du in Lust schwelgst. Es ist OK, sich der Liebe „ganz hinzugeben“.

Reden und Schweigen

Über deine Lüste musst du wirklich nur mit demjenigen reden, mit dem du sie teilst oder gerne teilen würdest. Es ist nicht nötig, gleich einem Klub beizutreten.

Zu spät?

Es ist selten zu spät, neue Lüste zu erproben. Aber es macht mehr Freude, wenn du noch jung, abenteuerlustig und körperlich absolut fit bist.

(1) Und wir sagen es dir sogar ... hinterlasse deine Frage im Kommentarfeld. Wir schreiben dann einen Artikel und sagen dir darin, wie viel Prozent der Befragten einer Studie ähnliche Träume haben. Es muss sich um eine legale Lust handeln. Dein Name wird nicht genannt.
Fotos: Comic-Darstellungen aus ähnlichen Szenen.

Wie real ist real in der Erotik?

Traumbild, Wunschbild, Realität?
Bei meinen Streifzügen durch die erotische Literatur (keine Videos) stelle ich immer wieder fest, dass die wirklich erotischen Geschichten ähnlich aufgebaut sind:

- Jemand führt ein „ganz gewöhnliches Sexleben“.
- Dieser jemand hat, wie fast alle Menschen, geheime sexuelle Wünsche, die weit über das hinausgehen, was er sich zu sagen trauen würde.
- Sodann tritt eine Situation ein, in der es möglich erscheint, sie zu erfüllen. (1)
- Der „Jemand“ (es kann auch ein Paar sein) lässt sich darauf ein und genießt die Erfahrung nach anfänglichem Zögern.
- Nun versucht einer der Handelnden, den „Jemand“ dazu zu bewegen, stärker in der Rolle oder der Aktivität aufzugehen oder darüber hinaus zu gehen.
- Abermals überwindet der „Jemand“ seine Bedenken und lässt sich völlig auf den Partner oder die Situation ein, die ihm völlig fremd ist (und über die er nie zuvor fantasierte)
- Üblicherweise ist unser „Jemand“ am Ende zufrieden.


Zuerst real, dann Traumerfüllung, schließlich Verführung zu "mehr"

Die Idee dabei ist, den Menschen mit den „geheimen“, aber ansonsten sehr populären Fantasien (Wünschen, Vorstellungen) einzufangen. Er lässt sich also auf eine andere Person ein, die etwas „Ungewöhnliches“ mit ihm plant, und der Leser nimmt daran teil, als würde er selbst dabei sein. Dieser Part der Geschichte ist fast jedem Menschen „irgendwie“ geläufig. (Bis … „nach anfänglichem Zögern“).

Der Teil „Nun versucht …“ ist nicht jedem bekannt. Die meisten Menschen können sich noch vorstellen, vom Exotischen zu naschen, nehmen aber diese Genüsse“ als Ausnahmen wahr.

Der Bereich ab „abermals überwindet …“ bekommt plötzlich den Charakter einer Unterwerfung. Ab hier wird die Story unglaubwürdiger und/oder befremdlicher, und mancher Leser wird sich „ausklinken“, während der lechzende Leser darauf hoffen wird, dass sich der Protagonist völlig auf die „nötigende Verführung“ eingeht.

Wie real ist real in der Erotik?

Wie „real“ ist also „real“ in der Erotik? Einen Traum als lesender Voyeur oder als gefühlsmäßig beteiligter Leser (ebenso natürlich als Leserin) zu erleben, ist kaum einem Erotik-Interessenten fremd. Diese Situation erscheint den Lesern offenbar immer noch „real“ zu sein, weil sie sich emotional darin „wiederfinden“.

Aber was ist, wenn sich jemand plötzlich in sexuelle Abhängigkeiten begibt? Wenn er oder sie die Situationen trotz des einsetzenden Ekels oder gar des Schmerzes herbeisehnt?

Sagt es uns – wir wollen definitiv wissen, wir ihr „Erotik“ lest.

(1) An dieser Stelle überschreiten wir die Schwelle zwischen "Realität und Fiktion". In der Realität gibt es die Möglichkeit des Rückzugs, in einer Erotik-Story ist dies der Übergang zum erwünschten "heftigeren" Teil.

Tipps und Tricks, wenn du dich "für ihn" ausziehst

So stellten sich die Männer ein "sexy" Mädchen gegen 1950 vor
Männer, die besonders viel Wert darauf legen „auf schön“ verführt zu werden, lieben sinnliche Wäsche über alles. Darüber haben wir schon mal "über das Ausziehen" geschrieben, nämlich dies:

Die anderen wollen deinen Körper durch deine Kleidung hindurch entdecken. Wo scheint etwas durch, wo verbirgt sanfte Spitze die Brustansätze? Sie wollen, dass du im Kleid oder Rock erscheinst, und sie wünschen sich, dass du darunter noch fantasievolle Spitzen und kontrastreiche Strapse trägst. Irgendwie setzen sie das Optische in Geilheit um.


Nicht makellos schön und keine Kleidergröße 36?

Manche von euch glauben, das geht nur, wenn du jung bist, Kleidergröße 36 hast und dein Körper absolut makellos ist. Was für ein Unsinn! Dein Ehemann oder dein Freund will vor allem eine lustvolle, sinnliche und äußert intime Vorführung, bei der nur deine erotische Ausstrahlung zählt, also nicht deine „Extra-Pfunde“ und auch nicht dein Alter. Und ich muss noch mal sagen: Mit „Strippen“ hat das gar nichts zu tun. Wenn du strippen willst, musst du gut in Leichtathletik gewesen sein und ein bisschen tanzen können, und dein möglichst makelloser Körper muss vor „großem Publikum“ präsentiert werden. Das erfordert ganz andere Fähigkeiten und Künste, als du sie benötigst.

Die Allzeit-Verlockung: Strapse

Ausziehen ist nicht "Strippen"

Deshalb solltest du auch den Redakteurinnen von Frauenzeitschriften kein Wort glauben, , die dir raten, wie du deinen Freund mit „Striptease-Künsten“ verführen kannst. Sie tun’s ja nicht. Sie schreiben es ab, und das merkt man auch. Denk mal dran, dass du dich ziemlich selten (oder nie?) auf einen „Strip“ vorbereiten wirst – aber vielleicht wirst du dich in deinen „Dating-Phasen“ öfter mal spontan vor einem neuen Lover ausziehen. Auch deinen Freund oder Ehemann wirst du eher mal „aus der Lamäng“ erotisch verführen als mit Musik, Tanz und Bühnenklamotten.

Die kleine Show für einen neuen Lover

Wenn dein Lover „neu“ ist oder „sowieso nicht für immer“ kannst du alles so einrichten, dass er seine private Show bekommt. Verführ ihn mit einer Komposition aus deiner lustvollen Erscheinung, einer Umgebung, in der die Lust aus allen Winkeln lacht. Und setzt alles ein, was die Illusion perfekt macht: neben den Dessous und deiner Ausstrahlung vor vor allem, Licht, Make-up, Düfte und ein Verhalten, das ihm den Atem raubt. Das klingt nicht sehr „emanzipiert“, aber wenn du so etwas tust, wirst du deine Gründe haben.

Das bist nicht du? Na klar, das bist nicht du, wenn du am Bankschalter stehst oder Personal einstellst, programmierst oder Wurst verkaufst. Aber das bist du, wenn du deinen Typen wild machen willst.

Anders als die Frauen, die sich auf der Bühne ausziehen und dabei tänzerisch bewegen, solltest du Wege finden, dich im Stehen, Sitzen und Liegen auszuziehen und dabei immer eine gute Figur zu machen. Die Kunst der erotischen, privaten Verführung liegt dabei im „Nähern und Entfernen“, im „Reizen und Verweigern“ und im „Zeigen und Verhüllen“.

Ein paar Kleinigkeiten, wenn du nicht "überall" schön bist

Für den „schönen“ Körper sorgt immer weiches, rötliches Licht. Blaues Licht und Leuchtstoffröhren zeigen jede Hautunreinheit. Leiste dir eine altmodische Leuchte mit rötlichem Lampenschirm und verwende gedimmtes, weiches, gestreutes Licht, wann immer es geht.

Wenn du besonders große, vielleicht gar schon etwas schlaffe Brüste hast – zieh dir den BH erst aus, wenn du liegst, dann wirken deine Brüste wundervoll weich und schön.

Sexy oder nicht - eure Großmütter trugen Nachtgewänder zum Verführen (ca. 1940/1950)
Und noch ein letzter Tipp: „Alles“ auszuziehen, ist oft gar nicht nötig. Manche Männer lieben es, wenn du die Strapse, Strümpfe oder sogar die Schuhe anbehältst. Und letztendlich hilft manchmal auch ein Trick, den schon deine Großmutter gekannt haben könnte: Für den Sex umziehen, zum Beispiel ein schickes Nachthemd aus Seide, das deinen Körper betont und das sich einfach himmlisch weich anfasst.

Wie du dich als junge Frau sexy ausziehen kannst, ohne besondere Klamotten zu kaufen, kannst du hier lesen. Da steht auch, wie du einen Kerl ausziehen kannst – und er dich.

Bild oben: Historisch, nachkoloriert. In SW gegen 1950 veröffentlicht
Mitte: Herkunft unbekannt, möglicherweise ein privates "Wäschefoto"
Unten: Werbung.

Die falschen Annahmen über Escortfrauen

Das Besondere liegt in der Erscheinung
Die Escort-Branche ist verrufen, weil der Name für nichts anderes steht, als das, was man ehemals ein Call-Girl nannte. Davon beißt die Maus keinen Faden ab, auch wenn sich manche Escort Girls damit rühmen, wirkliche Begleiterinnen zu sein, die „eigentlich“ Freundinnen sind.

Neben der Abwertung der Escort Girls oder auch der „Sugar Babys“ und „Urlaubsbegleiterinnen“ steht ihre Bewunderung. Manchmal raunen Presseorgane einander zu, sie wüssten, dass eine „Top-Escort-Frau“ in London oder New York 5.000 Euro/Dollar/Pfund für einen einzigen Abend bekommt. Das erzeugt einerseits Empörung und führt andererseits zu einer heimlichen Bewunderung. Die Namen sind austauschbar: Mal heißt die Dame mit dem höchsten Einkommen pro Nacht Linda, dann wieder Alice, Nathalie oder sonst wie: Die Presse behauptet, sie würde „zwischen 2.000 und 20.000“ pro Nacht verdienen.

Was hat eine Escort-Frau, was eine Ehefrau nicht hat?

Die Frage, die sich manche Frau dabei stellt, ist: „Was hat die, was ich nicht habe?“ Oder „Welche Fähigkeit hat diese Frau, die ich nicht habe?“ Oder „Wofür, um Himmels willen, zahlt ein Mann fünftausend Dollar für etwas, was er zu Hause umsonst kriegt?“

Zunächst wurde ich belehrt, dass solche Beträge die reinen Fantasien seien. Wer nachrechnet, so die Zahlen eines Wirtschaftsmagazins, wird bestenfalls auf etwa 1.000 Euro/Dollar/Pfund „pro Nacht“ kommen, aber nicht jede Nacht und auch nicht „brutto für netto“. Und die Kosten für die Vermittlung, für Kosmetik und für Klamotten seien nicht gerade gering.

Die Antwort auf die Frage, was die Besonderheiten hochklassiger Escort-Frauen sind, verraten einige Stellungnahmen dennoch:

Du machst eine Menge hinter den Kulissen, bevor du wirklich aufregende, exklusive und finanziell befriedigende Dates hast. Du musst herausfinden, was Qualität bedeutet und wie du Körper und Seele so pflegst, dass du immer eine wundervolle Erscheinung abgibst. Schönheit ist völlig subjektiv, deine Erscheinung und dein Auftritt bringen dir wirklich etwas ein. Mit jedem Mal, in dem du einen wirklich perfekten Service bietest und du all deine wundervollen Fähigkeiten einsetzt, verdienst du mehr.


Erstaunlicherweise, so erfuhr ich weiter, seien die Fähigkeiten, über die eine erfolgreiche Escort-Frau verfügen müsse, nicht einmal anders als die einer erfolgreichen Geschäftsfrau in anderen Branchen, denn

Um langfristig erfolgreich zu sein, musst du intelligent, zuverlässig und ehrlich sein – und eine großartige Persönlichkeit, die schon durch ihre Anwesenheit gewinnend wirkt.


Also – kein Grund, für Ablehnung, Neid oder Bewunderung. Und nein, diese Frauen sind keine „eigentlichen Freundinnen“, sondern Dienstleisterinnen in einem Gewerbe, das es eigentlich gar nicht gibt: dem Verkauf sinnlicher Nähe.

Hinweis: Die Original-Zitate wurden auf Blogs veröffentlicht, zu denen wir weder verlinken dürfen noch wollen. Sie wurden entsprechend aufbereitet, um die Nachverfolgung unmöglich zu machen.

Cuckolding – was es ist und warum es Paare tun

Gehörnte Ehemänner - glücklich im sinnlichen Leid?
„Cuckolding“ ist ein von Mythen geschmücktes, weitgehend kommerziell und pornografisch ausgeschmücktes Thema, das zumeist in eine Parallelwelt führt. Die Beschreibung ist relativ einfach::

- Cuckolding basiert darauf, dass die ständige Partnerin, mit einem Dritten vor den Augen ihres Partners mit einem anderen Mann kopuliert, ohne dass sich dieser beteiligen darf.


Das Wort kommt von einem berühmten Vogel, dem Kuckuck, dessen Weibchen ihre Eier in fremde Nester legt. Im Deutschen würde es am besten dem Begriff „Hörner aufsetzen“ entsprechen – in diesem Fall in Anwesenheit des Partners.

Scharf hinsehen - die Wahrheit ist scher erkennbar

Man muss dabei zwischen Fiktion, Pornografie, Sektiereransichten, erotischen Wünschen und gelebten Realitäten trennen. In der Erlebnis- und Fantasiewelt der „gewöhnlichen“ Paare gibt es weder ein „Hotwife“ noch einen „Cuck“ oder einen „Bull“ wie die Slang-Ausdrücke heißen. Auch die Psychologie glaubt eine Erklärung gefunden zu haben und nennt den Wunsch nach „Cuckolding“ für eine masochistische Regung des Mannes, in diesem Fall die Lust daran, entwürdigt zu werden. Überhaupt wurden allerlei abenteuerliche und klischeehafte Erklärungen in Zeitungsartikel verwendet, beispielsweise „die Spermienkonkurrenz“. All diese Absonderlichkeiten scheinen aus einer einzigen Quelle zu stammen, die Frauenzeitschriften gegen Ende 2018 anzapften.

Diskussion um Cuckolding - Trend oder Presse-Rummel um einen Begriff?

Inwieweit Frauen und Männer tatsächlich solche Vorstellungen haben, ist unsicher – der Wunsch, Paaren beim Sex zuzusehen, ist aber ebenso verbreitet, wie der Traum, lustvoll gedemütigt zu werden.

Gegen das lustvolle Zusehen spricht die Angst des Mannes, der Partner könne mit dem „Dritten“ zufriedener sein als mit ihm selbst, und Elemente der Eifersucht spielen dabei ebenso mit. Tatsächlich wird „Cuckolding“ daher selten in die Praxis umgesetzt, so wie nahezu alle erotischen Wünsche, die mit Verlustängsten oder extremer Beschämung verbunden sind.

Weil das „Zusehen ohne Eifersucht“ im Swingerkreisen sehr verbreitet ist, und die Eifersucht dort durch den Wechsel der Sexpartner ohnehin abgestumpft ist, wird in diesen Kreisen tatsächlich auch Cuckolding betrieben. Ebenso verdächtigt wird die SM-Szene wegen des Verdachts, dass dort die Spezialisten für „lustvolle Entwürdigungen“ beheimatet sind.

Cuckolding und „Vanille-Paare“

Im Gegensatz zur „landläufigen“ Meinung, der Mann, würde sich danach sehnen, von seiner Partnerin solcher Weise „dominiert und erniedrigt zu werden“ ist das „Cuckolding“ für Vanille-Paare eher ein Versuch, „Lust an der Eifersucht“ zu gewinnen und dabei sexuell erregt zu werden. Als emotionaler Gewinner gilt dabei der Partner, der passiv ist, als Verlierer steht meist von vornherein der Dritte fest, der nur „Mittel zum Zweck“ ist. In welcher Weise der Wunsch „von der Frau ausgeht“, wie in einer inzwischen zurückgezogenen „Studie“ behauptet wird, ist zweifelhaft. Insgesamt sind bei gewöhnlichen "Vanille-Paaren" die geheimen Fantasien ausgeprägter als der Wunsch, sie tatsächlich auszuführen.

Andere Varianten - Cuckolding ist nicht nur das, was so heißt

Cuckolding als Grundform ist nicht auf eine bestimmte Situation beschränkt – das Etikett täuscht. Aus ähnlichen Gründen wie zuvor erwähnt, kann die ständige Partnerin „passiv“ sein, während sich der Mann mit einer Fremden vergnügt, und nicht immer muss es sich um heterosexuelle Kontakte handeln.

Bei gewöhnlichen Dreiern gibt es ähnliche Situationen, in denen ein Partner „passiv“ bleibt und die Rolle des Voyeurs oder der Voyeuse annimmt.

Schließlich entstehen ähnliche Situationen auch beim sogenannten „Partnertausch“ oder während einer Swinger-Party.

Fantasie, Pornografie, Literatur

In der modernen, visuellen Pornografie werden Klischees verwendet. Bei Cuckold-Themen ist die Frau sexuell hyperaktiv und meist hinterhältig, der Mann schwach, dickbäuchig, verweichlicht und meinen einem kleinen Penis ausgestattet, während der Gast eine sportive, schlanke, „gut bestückte“ Figur hergibt.

In der Vergangenheit bot die Literatur Auswege aus dem Dilemma der Klischees: Einst lag der Partner (die Partnerin) unter dem Bett, lauschte oder sah aus einer geheimen Öffnung oder einem verdeckten Spiegel zu, wie der Partner oder die Partnerin „fremdging“. Heute könnte sie vor einem Monitor sitzen, während der Raum aus mehreren Winkeln von Kameras überwacht wird.

Fazit - Cuckold - überreizt, aber dennoch unvollständig

In der Fantasie ist Erotik normalerweise begeisternder als in der Realität. Das gilt vor allem für Situationen, vor denen sich Menschen zugleich fürchten und über die sie dennoch stark fantasieren. Neidlos und emotional unbewegt anzuerkennen, dass die/der Fremde dem Partner / der Partnerin lustvollere oder intensivere Lüste bereitet als man selbst es vermag, ist sicher schwierig – und „gewöhnliche Paare“ meiden daher eher Cuckold-Spiele, als dass sie die forcieren. Ganz zum Schluss wäre noch zu sagen, dass alle Thesen und Antithesen über Cuckolding ausschließlich von Männern vorgebracht wurden. Ob und welche Wünsche Frauen haben, ihren Männer beim Masturbieren oder Kopulieren mit anderen zuzusehen, ist weitgehend literarisches Ödland.

Bild "Fellow Sufferers" von 1799, englischen Ursprungs