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Weibliche Sexualität definieren ... oder?

Die Klitoris - definiert sie die gesamte weibliche Sexualität?
Vorab will ich Ihnen ein Wort zum Kauen geben: „die Deutungshoheit“. Das Wort bedeutet im Kern, dass es eine „Hoheit“, also eine unbestechliche Institution gibt, die unsere Sexualität deuten darf.

Sehen Sie, und genau hier beginnt das Problem, das Humpty Dumpty auf den Punkt brachte. „Humpty Dumpty?“ Ja, in „Alice hinter den Spiegeln“.

Dabei geht es um den Konflikt zwischen einem arroganten, selbst ernannten Experten und einer aufgeweckten und schon recht selbstbewussten jungen Frau:

'The question is,' said Humpty Dumpty, 'which is to be master — that's all.'


Der Experte erstickt die Diskussion, indem er sich das Definitionsrecht herausnimmt: „Die Frage ist, wer die Macht hat – das ist alles.“ Zuvor hatte Alice bestritten, dass man Wörter einfach beliebig zuschreiben darf.

In den Zeiten, als man die Wissenschaftler, insbesondere aber die Mediziner, noch für gottesgleich hielt, wurden die weibliche Sexualität schlichtweg geleugnet. So zum Beispiel bei Krafft-Ebing, der für einen großen Teil des Unsinns verantwortlich ist, der bis zu den 1970er Jahren über weibliche Sexualität kursierte.

Später kamen dann Psychotherapeuten hinzu, die das Thema im Handstreich okkupierten, möglicherweise, weil der Urheber, Sigmund Freud, darüber ein wenig fabuliert hatte. Die Frage ist eher, warum die Psychologie (zum Teil aber auch die Soziologie) nicht daran gehindert wurde, sich über die Menschen hinwegzusetzen und Normen für „weibliche“ wie auch „männliche“ Sexualität festzulegen.

Insbesondere Akademikerinnen (und Akademiker), die ja selber zwanghaft wissenschaftsgläubig sind, lassen sich darin einbinden und fragen nach „richtig“ und „falsch“ in der Sexualität.

Das wirkt bis heute nach. Sexualität wird mittlerweile auch an der Universität teils „auf weiblich“, teils aber auch tatsächlich“ noch „auf männlich“ definiert – und dadurch entstehen selbstverständlich kontroversen. „Sexualität als solche“ zu definieren, gefällt offenbar weder den Akademikerinnen noch den Akademikern.

Natürlich kann frau ihre Sexualität auf den Orgasmus reduzieren, und sie kann behaupten, dass es im Streit um die Sexualität um „klitorale“ oder „vaginale“ Orgasmen ginge, und selbstverständlich kann sie Sätze formulieren wie diesen (Zitat):

Zu groß waren die Ängste vor einer sexuell selbstbestimmten Frau und vor der Erkenntnis, dass zur erfüllten Sexualität der Frau der Mann selbst überflüssig sei.


Doch damit wird nichts anderes getan als eine neue Umdeutung geschaffen: Der Orgasmus ist Sexualität, und wir erschaffen ein neues Etikett dafür, das alles andere ausgrenzt.

Was ein Wort bedeutet? Warum muss eigentlich ständig festgelegt werden, was Menschen fühlen sollen (oder noch dürfen?) Wäre es nicht besser und ehrlicher, einfach zu sagen: „Für mich bedeutet meine Sexualität, dass …?“

Warum Wissenschaft und Realität auseinanderklaffen

Warum Wissenschaft und Realität auseinanderklaffen

Ich habe gerade eine Textstelle gelesen, die für mich sehr aufschlussreich war. Formal geht es dabei um Feminismus, aber es könnte um nahezu alles aus dem Bereich der Geisteswissenschaften gehen.

Lassen Sie mich zunächst einmal zitieren, was ich behandeln will (etwas gekürzt):


Die größte Schwierigkeit sei es … die gelernten akademischen Konzepte in den Alltag zu übersetzen. Ich schämte mich ein wenig, weil ich mit all meinen aktuellen Debatten und Terminologien im kulturfeministischen Gepäck fast gar nichts anzubieten hatte, was im Gleichstellungsalltag auf dem Land, in der Kleinstadt oder der Provinzstadt von Nutzen wäre.


Ich habe nur die Teile zitiert, die ich für relevant für die Grundhaltung der Geisteswissenschaften halte. Sie glauben, den Menschen tatsächlich zu verstehen, und nicht nur dies: Sie wollen ihr Bild vom Menschen, so, wie sie ihn verstehen, auch vermitteln. Und mehr noch als dieses Menschenbild zu vermitteln wollen sie es nach Möglichkeit verändern.

Mir steht nicht an, daran Kritik zu üben, und ich gebe gerne zu, auch schon so gedacht zu haben. Es wäre schön gewesen, ein Messias des logischen Denkens geworden zu sein oder wenigstens dessen Prophet. Doch zwischen der Theorie sei sie auch noch so fein erarbeitet, und ihrer Umsetzung steht die Realität. Und diese Realität fußt auf dem „Machbaren“, nicht auf dem „theoretisch Möglichen“.

Was ich noch dazu sagen muss: Die Diskussion hat gar nichts mit Großstädten, Kleinstädten, Provinzstädte oder dem flachen Land zu tun. Vielmehr hat sie etwas mit dem zu tun, was Menschen erfahren können, erfahren wollen und zu ändern bereit sind. Und da sollte ich vielleicht noch dies ergänzen: In Großstädten gibt es ein Publikum, das empfänglich für Strömungen und Zeitgeist-Erscheinungen ist, und dort fällt auch nicht auf, wenn man/frau einmal „falsch liegen“ sollte. In dem, was die Autorin die „Provinz“ nennt, muss frau/man zu dem stehen können, was gesprochen und getan wurde. Und also sagt und tut man nur das, was längerfristig (also über den Tag oder die Trends hinaus) als sinnreich und wirksam angesehen wird.

Letztendlich kann ich nur dies sagen: Ich möchte die Realität lieber nach dem Muster von Paul Watzlawick definieren als nach dem, was Religionen und Ideologien dafür halten.

Ist es gut, dem akdemischen Edel-Frauenbild zu folgen?

Wenn ich mir das offiziell erwünschte Frauenbild ansehe, was an bestimmen Fakultäten unserer Universitäten entsteht, dann befällt mich Eiseskälte. Demnach müssten alle Frauen nahezu geschlechtslos sein, wegen des Sexismus, der sonst entstehen könnte.

Der Sexismus, so dröhnen täglich die Kanonen der Gender-Eiferer, geht zwar von Männern aus, aber das ist ja gerade das Dilemma. Männer denken immer noch, was sie wollen – wie schrecklich, und alle Macht des gleichgeschalteten Denkens, mag es von Gewerkschaftlerinnen, Sozialistinnen oder Kommunistinnen ausgeht, konnten daran nichts ändern. Dabei werden Frauen in Wahrheit abgewertet, denn wo es nur noch um Ausbildung, Abschlüsse, ein wenig Berufserfahrung und vielleicht noch um ein wenig Können geht, ist auch für Frauen die individuelle Freiheit in Gefahr. Man könnte den Eindruck bekommen, akademisch gebildete Frauen seien kaum mehr sind als die Humanressourcen der Wissenschaft – und manchmal auch der Wirtschaft.

Realitätsferne bei den Pseudo-Eliten

Das ist wenig, nicht wahr? Aber so stellen sich dass die Elfenbeintürmlerinnen dort in der realitätsfernen Forschung eben vor. Frauen sollen nicht nach Schönheit, Ausstrahlung oder Attraktivität beurteilt werden, sondern nach Studienabschlüssen und vielleicht auch ein bisschen nach Erfahrung und Können. Übrigens: Wehe, Sie sind Frau und haben keinen akademischen Abschluss, wenn die Stelle „eigentlich“ von einer Akademikerin besetzt werden sollte – auch wenn’s gar nicht nötig wäre. Dann blöken die Neidschafe.

Liebe Frauen aus den Pseudo-Eliten: Wenn wir von Einigkeit und Recht und Freiheit reden, oder auch von Freiheit, Gleichheit und Solidarität, dann sollen wir – endlich – einmal akzeptieren, dass sich jeder Mensch so entwickeln darf, wie er es sich vorstellt. Er muss keinem Frauen- oder Männerbild entsprechen, und keine erfolgreiche Karriere in der Wirtschaft muss zwangsläufig auf einem Studienabschluss basieren.

Die Verfassung und die Menschenrechte garantieren das Streben nach Erfolg

Wir alle sind frei und gleich geboren, und wir dürfen nach Glück und Erfolg streben, gleich, wie wir dieses Ziel erreichen. Und wenn wir es erreichen, dann wollen wir keine Neidhammel und Neidschafe, die neben uns blöken.

Was noch nicht ganz angenommen ist bei den Pseudo- und Neo-Eliten: Jeder hat das Recht, sich Lücken zu suchen, nicht konform mit der Masse zu gehen. Und jeder kann das „übliche“ System umgehen, überspringen einfach ignorieren oder umreißen, wenn er es schafft. Und ja sicher: Manchmal gibt es eine unverdiente Gunst, und manchmal erschläft oder erschleicht Frau oder Mann sich eine Gunst. Was möglich ist, wird eben auch gemacht. Am Ende steht der Erfolg. Basta. Es sind nicht die Schlechtesten, die auf diese Weise Karrieren gemacht haben, obgleich sie schlecht gemacht werden.

Es bleibt eben dabei: Neidhammel und Neidschafe finden immer einen Grund, anderen etwas zu neiden.

Sie dürfen gerne anderer Meinung sein - dann sagen Sie es doch einfach.

Ökonomie in der Dating-Krise – die Ware Mann

Locken mit Sex? das war einmal viel einfacher ...

Frauen sind gewohnt, „nach oben“ zu gucken, wenn es ums Heiraten geht. Mittlerweile hat sich der „Blick nach oben“ verbal auf eine etwas tiefere Ebene verlagert, die den Namen „Augenhöhe“ trägt. Aber an die korrekte Augenhöhe glauben ohnehin nur Akademikerinnen.

Damals: Sex war als Währung brauchbar

Schauen wir doch mal, wie es früher war:

1. Noch vor 30 Jahren konnte jede Frau darauf hoffen, einen Mann zu treffen, der erheblich gebildeter war als sie selbst und der wesentlich wohlhabender war.
2. Normalerweise wurde mit Schönheit, sozialer Kompetenz und Gutherzigkeit gespielt, um schließlich mit dem Ass „ich kann auch tollen Sex“ das Spiel zu besiegeln.
3. Wirklich guter Sex war noch eine Rarität, die man nicht einfach „mal so“ bekam. Die Männer waren noch richtig dankbar, wenn ihnen eine Frau den tollen Sex schenkte, den sie sich wünschten.
4. Der einzige Kritikpunkt bestand darin, dass „guter Sex und Schönheit“ oft Geist und Bildung ausstachen.
5. Es funktionierte trotzdem. Damit waren alle im Grunde zufrieden.

Heute: Sex ist abgewertet - kaum ein Mann ist mit Sex leicht zu überzeugen

Das heutige Szenario sieht so aus:

1. Kaum eine Frau kann noch hoffen, einen Partner zu finden, der einen höheren Bildungsgrad oder wesentlich besser Berufsaussichten als sie selbst.
2. Schön sind viele, soziale Fähigkeiten haben auch viele. Und guter Sex? Der hat inzwischen an Wert verloren.
3. Zwar wissen Frauen, dass die Währung „Sex“ nicht mehr viel wert ist, aber sie glauben dennoch, damit noch etwas „kaufen“ zu können: auch Ehemänner. Weil aber die Inflation den Wert von Sex gemindert hat, müssen sie jetzt Sex häufiger einsetzen – und häufig eben auch vergeblich.
4. Der Kritikpunkt heute ist: Es gibt angeblich nicht genügend Männer, die mit Frauen auf „Augenhöhe“ kommunizieren können.
5. Das alte Schema funktioniert nicht mehr. Niemand ist so recht damit zufrieden, und Auswege sind schwer zu finden.

Eigentlich ist es das alte Lied: Wenn alle die gleichen Produkte wollen, steigt der Preis. Und wenn eben jede Frau, der danach ist, nach einem gebildeten und wohlhabenden Mann giert, dann können sich diese Männer ihre Frauen aussuchen.

Und was den Sex betrifft: Das Schema: „Ich schenke dir viel Lust, und dafür wirst du mich so lieben, dass du mich heiratest“ funktioniert kaum noch. Und über die Gründe lasse ich Sie mal spekulieren.

Oder lesen Sie die Liebe Pur

Das Zahlenspiel – Frauen, Bildung und die „schnelle Nummer“

Das Zahlenspiel – was haben Frauen, akademische Bildung und die „schnelle Nummer“ miteinander zu tun? Mehr als Sie denken.

Nehmen wir an, Sex sei ein Grundbedürfnis. Und nehmen wir auch einmal an, dass dies inzwischen auch für die weitaus meisten Frauen zutrifft.

Sollte dies so sein, so suchen Frauen im Alter zwischen 21 und etwa 35, in denen sie auf „den Einen“ warten, eben „den Anderen“: den Mann für die kurze oder mittelfristige Lust ohne Bindung. Welche Eigenschaften er auch immer haben muss: Ein geistiges Genie wird im Bett selten verlangt.

Warum die „Suchzeiten“ sich so lange ausdehnen, dafür gibt es viele Gründe: Karrieresucht, Leckermäulchenverhalten, Entscheidungsschwächen oder Illusionen – um nur einige zu nennen. Doch ein ganz besonderes Schwergewicht liegt bei den Akademikerinnen: Sie leiden unter akutem Männermangel für Dauerbeziehungen. Was paradox klingt, da es ja keinen Männermangel gibt, ist für diese Frauen Realität: Wenn’s kein Hochschulabsolvent ist, der auch noch halbwegs schön und zuverlässig ist, dann soll es „vorerst“ gar niemand sein. Frau Dr. Trotzköpfchen will halt bei der Männerqualität fürs Heiraten alles oder nichts, und sie behauptet gar, einen Anspruch darauf zu haben.


In der Tat gibt es inzwischen so viel weibliche Akademiker, dass ihre Wünsche nicht nur „gefühlt“, sondern auch nach den vorliegenden Zahlen nicht mehr erfüllt werden können. Da meine Datenquelle in den USA lag, habe ich einmal nachrecherchiert, wie die Sache in Deutschland aussieht.

In der wichtigen Altersgruppe von 25 – 35 Jahren gibt es heute (Zahlen von 2012) bereits etwas mehr Frauen mit Hochschulreife als Männer – aber deutlich mehr Frauen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium. Das heißt, dass selbst theoretisch auf 10 Frauen mit Hochschulabschluss nur neu Männer mit einem ebensolchen Abschluss kommen. Das mag nicht als dramatisch erscheinen, doch legt man die Zahlen der Elterngeneration zugrunde, so kamen damals noch 10 akademisch gebildete Männer auf nur fünf solcher Frauen.

Das Beispiel zeigt, wie sich die Verhältnisse verändert haben. Damals, also vor etwa 30 Jahren, strebten noch viele Frauen an, einen Akademiker zu heiraten – auch, wenn sie selbst nicht über diese Ausbildung verfügten. Und für die männlichen Akademiker war eher nebensächlich, ob die Frau an ihrer Seite ebenfalls studiert hatte. Im Alltag geht es eben oft um andere Prioritäten als um den Bildungsgrad. Immerhin: jede Frau mit Universitätsabschluss konnt damals noch „ihren“ Akademiker bekommen.

Und heute? Im Bewusstsein der Frauen hat sich wenig geändert. Noch immer wollen Frauen sozial aufsteigen, und noch immer heiraten nicht alle männlichen Akademiker auf gleicher Bildungsebene. Nur: Die akademisch gebildete Frau bekommt eben nicht mehr so einfach „ihren“ Akademiker, hofft aber dennoch darauf, dass es ihn einmal geben wird.

Was mich auf den schnellen Sex zurückführt. Wenn es zutrifft, dass Frauen sexuelle Lüste empfinden, und falls es so sein sollte, dass sie dies Begierden mit einem Mann stillen wollen, dann ist die „schnelle Nummer“ aka ONS die Lösung. Denn um nur Sex mit ihm zu genießen, muss der Mann wahrlich kein Akademiker sein. Da der schnelle Sex zumeist auch sehr verschwiegener Sex ist, muss sich die Akademikerin auch nicht des Mannes schämen, mit dem sie die Lust geteilt hat.

Falls Sie meinen, dass die hier vertretene Meinung typisch für mich ist, sollten Sie noch einmal nachdenken – und den Artikel in der „Washington Post“ lesen, den John Birger zu einem ähnlichen Thema geschrieben hat.