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Wieder mal DNA-Dating

Ach nee … da hat doch mal wieder jemand eine Geschäftsidee gehabt.

Und ich zitiere mal:

Die Geschäftsidee besteht darin, mithilfe von DNA-Vergleichen sicherzustellen, dass Menschen, die dieselben genetischen Mutationen für Krankheiten wie die Tay-Sachs-Krankheit oder Mukoviszidose besitzen, sich nie begegnen, verlieben und Kinder haben.

Dazu müsste man nun beurteilen, wie groß das Risiko überhaupt ist, dass entsprechend vorgeprägte Menschen einander begegnen. Zudem müsste man den potenziellen Erfolg der Dating-App bemessen können. Und drittes ist die Erkennung unbekannter Erbkrankheiten eigentlich ein Problem der Medizin.

Alte Idee, neu verpackt

Das alles lässt vermuten, dass die Idee so doll nicht ist. Denn beim Online-Dating kommt es drauf an, aus einer Vielzahl von Partnern in einer relativen Nähe auswählen zu können. Die Möglichkeit, auf unbekannte genetische Risiken zu treffen, ist dabei ausgesprochen gering.

Also verkauft der Erfinder einen Zusatznutzen, den nur wenige Menschen benötigen. Laut Presseberichten soll er sozusagen als „Mehrwertdienst“ an Partneragenturen angehängt werden. Es geht also darum, etwas zu verkaufen: DNA-Tests. Erneutes Zitat:

Dem Harvard-Professor zufolge könnten sie in den Abonnementpreis für Dating-Diensten einfließen, der etwa 50 Dollar pro Monat betragen kann. Der Harvard-Professor hat das Startup nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Investoren, die er nicht nennen wollte, mitfinanziert.


Die Diskussion über die neue App ist unter den üblichen Verdächtigen heiß entbrannt – entbehrt aber jeder Grundlage. Es ist eine dieser aufgeblasenen Diskussionen, die im Grund ohne jeden Anlass von selbst ernannten Aktivisten und Ideologen in die Welt gesetzt wird.

Und zudem: DNA-Tests zur Kompatibilität sind wirklich nichts Neues – daran haben sich schon zahlreiche „Erfinder“ versucht.

Wenn euch der Test aus gesundheitlichen Gründen interessiert, gibt es eine gute Möglichkeit, sicher zu sein: Zum Arzt deines Vertrauens zu gehen, bevor du heiratest oder dir Kinder wünscht.

Zitate: Heise
Heise beruft sich auf Popularmechanics
Und das alles ist nicht neu: Das Erste

Fehler beim Dating – ein Mythos?

Ich las gerade, dass ein Dating-Coach „herausgefunden“ hat, welche Fehler „fast alle Männer“ machen. Beim „Dating“ versteht sich. Wer den ganzen Artikel lesen will, muss vorher auf einen dieser neuen Felder klicken, mit denen man es Gastlesern unnötig schwierig macht, überhaupt weiterzulesen.

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Stand nun etwas wirklich Neues darin? Und stimmt es, dass „diese“ (nur im verborgenen Text lesbaren „Fehler“) von fast allen Männern gemacht werden? Allein die Aussage „Fehler machen“ klingt ein bisschen nach Schule – entweder „Mann macht es richtig“ oder „Mann macht Fehler“.

Bullshit. Wenn du attraktiv bist, kannst du beim sogenannten „Dating“ keine Fehler machen – du musst nur du selbst sein und selbstbewusst, aber nicht offensiv kommunizieren. Und wenn du nicht attraktiv genug bist, kommst du sowieso kaum an.

Womit ich auch ein „Geheimnis“ verraten hätte, das wahrscheinlich auch niemandem nützt.

Achte nicht auf "Fehler" - sei du selbst

Mal ein Wort an dich, Mann in Deutschland: Entweder du bist was oder du kannst was oder du bist einfach ein Mann, auf den die Frauen gewartet haben. Dann musst du nur „da sein“. Oder du bist Durchschnitt, dann musst du die Frau beim Date überzeugen. Oder … nun, davon reden wir lieber nicht …

Partnersuche – kommt nun die Torschlusspanik?

Obgleich es sich um eine Befragung unter Mitgliedern von PARSHIP handelt, gibt eine neue Presseinformation doch Aufschluss darüber, dass es durchaus erhebliche Torschlusspanik unter Singles gibt.

PARSHIP formulierte die Frage an die Mitglieder so:

In gewissen Momenten überkommt einen das Gefühl, nie den passenden Partner / die passende Partnerin zu finden und sich daher für den nächstbesten entscheiden zu müssen. Hatten Sie dieses Gefühl auch schon mal?


Gut zwei Drittel der Befragten gaben an: „ja, das trifft zu“, und von den 18- bis 39-jährigen waren es sogar 81 Prozent, also gut vier Fünftel. Regelmäßig das Gefühl, von der Zeit überholt zu werden, hatten 35 Prozent, gelegentlich befiel das Gefühl 32 Prozent.

Was Partnersuchende nervt – und was sie nicht nerven sollte

Wie sie damit umgehen, geht aus der Befragung nicht hervor. Ich greife jedoch einige der Sprüche heraus, die „Alleinstehende nicht mehr hören“ können, wie PARSHIP schreibt.

Welche Sätze waren es nun, die Partnersuchende „nicht mehr hören“ wollten?
Nummer eins war die „Geduldskarte“: „Der / die Richtige kommt schon noch, warte nur ab“ – dafür votierten 30 Prozent der Befragten.
Nummer zwei war „Unverhofft kommt oft“: „Die große Liebe kommt dann, wenn man nicht nach ihr sucht.“
Nummer drei, die „Anspruchshaltung“ ärgerte vor allem Frauen (27 Prozent).

Während ich die erste und zweite Kategorie ebenfalls als „lachhaftes Dummgeschwätz“ einstufe, bin ich bei der Dritten absolut sicher, dass es sich um einen Rat handelt, der bedacht werden sollte.

Ansprüche ans Leben sind fragwürdige Vorstellungen

Denn man kann es gar nicht oft genug sagen: Partnersuchende haben Anspruch auf gar nichts. Und wer glaubt, Ansprüche an das Leben zu haben (wozu die Partnersuche ja gehört) der sollte damit beginnen, etwas Ordnung in seinen Gehirnkasten zu bringen.

Das Leben bietet Chancen, Risiken und Möglichkeiten, und es ist erlaubt, Wünsche an das Leben zu haben und zu verwirklichen. Aber wer glaubt, Ansprüche an das Leben zu haben, sollte … (Pardon, meinen Damen) einmal überprüfen, ob das eigene Denken noch auf einer vertretbaren Realität gründet.

Torschlusspanik?

Eine rationale und ökonomisch vertretbare Partnersuche in jungen Jahren ist allemal besser als die Partnersuche mit „um die dreißig“, wenn der Partnermarkt nach und nach ausdünnt. Je her dass die jungen Menschen in diesem Land begreifen, umso besser. Deshalb begrüße ich auch die Umfrage und veröffentliche Teile daraus in der Liebeszeitung.

Hinweis: Die Zahlen stammen aus einer aktuellen PM von PARSHIP. Ich veröffentliche hier den Link zu PARSHIP. Der Link beinhaltet neben weiteren Informationen auch kommerzielle Absichten. Dieser Artikel wurde nicht gesponsert.

Ist es gut, sein "Unterbewusstes" zu erforschen?

Ich lese gerade, wir hätten keine Kontrolle über unsere unterbewussten Wünsche, noch würden wir die Kontrolle über all unsere unterbewussten Denkprozesse verfügen.

Müssen wir deshalb unser „Unterbewusstes“ erforschen? Müssen wir Details aus den Tiefen unserer Psyche ausbaggern, um glücklicher zu werden?

Vielleicht, wenn wir und krank, elend und hilflos fühlen – aber dann bitte konsequent mit Plan und Ziel.

Wenn ihr euch gut fühlt - lasst das Unterbewusste in Ruhe

Falls ihr euch hingegen emotional stark, hinreichend gesund und selbstbestimmt fühlt – dann lasst es bleiben, in euer Unbewusstes hineinzuleuchten. Und erlaubt auch niemandem, dorthin vorzudringen, den ihr nicht zuvor ausdrücklich befugt habt.

Als Ex-IT-Experte kann ich euch nur im Leben raten, was auch für die Technik gilt: Versuche nicht, etwas zu verändern, was gut funktioniert. Und falls du doch etwas ändern willst: Mach ein „Back-up“ von dem Leben, das du jetzt führst. Es könnte das bessere, glücklichere und einfachere Leben sein.

Ich schreibe all dies im Angesicht zahlloser "Hilfsangebote" im Internet, die allesamt wertlos sind.

Wer sich schämt, wer masturbiert und wer nicht lesen kann

Ich habe jüngst gerne, und wie ich meine, mit dem nötigen Sachverstand, die Frage beantwortet:

Warum schämen sich Leute dafür, dass sie sich selbst befriedigen?

Soweit, so gut. Ich denke, die meisten Leser und Leserinnen haben die Frage verstanden, und wer sie verstanden hatte, musste auch meine Antwort verstehen.

Doch dann wurde gemeckert. Und etliche drängten sich in den Vordergrund und sagten: „Es ist mir überhaupt nicht peinlich“, oder „es ist doch ganz natürlich.“

Lernt lesen ... es hilft ...

Zunächst können Menschen offenbar nicht lesen. Die Frage war nicht, warum die Menschen glücklich damit sind, sich selbst zu befriedigen oder warum es ihnen nicht peinlich ist.

Schämen und Lust schließen einander nicht aus

Das zweite, was ich aus den Antworten anderer entnahm (die offenbar auch nicht lesen konnten), dass es nichts Schlimmes sei – aber auch das wurde nicht gefragt. Schämen ist relativ unabhängig davon, ob etwas „schlimm“ ist oder ob es eine Person als schlimm (oder wenigstens unangemessen) empfindet.

Wem gegenüber schämst du dich?

Zum Dritten - ach, ihr neunmalklugen superliberalen und extrem aufgeklärten Klugscheißer: Steht doch mal auf einer Familienfeier auf und sagt: „Also, ich masturbiere täglich und finde das super geil.“ Tut ihr nicht. Weil ihr euch schämt. Selbst dann, wenn ihr ledig seid, wirklich gerne masturbiert und euer Glück dabei findet.

Und noch eines drauf: Lesen allein reicht auch nicht. Ihr solltet auch auf die Worte achten. Das Wort heißt „schämen“.

Ihr könnt euch eurer Taten vor dem Spiegel schämen – das geht niemanden etwas an, egal, wie lapidar oder schwerwiegend die Handlung war. Und ihr könnt euch vor anderen schämen – das ist ein wesentlich komplexeres Thema, und es hat viele soziale Aspekte.

Nur: Erzählt doch den anderen nicht ständig, wie großartig ihr seid oder wie aufgeklärt. Das nervt – wirklich.