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Die Liebeszeitung gibt auf ... endgültig

Etwas mehr Freiheit, etwas mehr Sinn ...
Liebe Leserinnen und Leser,

Die Liebeszeitung liebt euch sehr … doch von Liebe allein können wir nicht leben. Deshalb verschwinden wir demnächst sang- und klanglos, wobei recht viel Artikel zu Dokumentationszwecken stehen bleiben werden, andere aber der Löschung anheimfallen.

Die vielen Versuche, uns fragwürdige Werbung als „professionell gestaltete Artikel“ aufzudrängen, sind allesamt gescheitert, weil die Inhalte eben nicht professionell, ja nicht einmal authentisch waren. Wir mögen Geld, aber nicht das Geld, das auf diese Weise verdient wird.

Wir haben ein neues Projekt, das auf Zahlen und Fakten, Recherchen und qualifizierten Meinungen beruht: „Sinn und Sinnlichkeit“. Natürlich werden wir auch dort ein bisschen spektakulärer sein als in Erbauungsmagazinen.

Im neuen Projekt werden wir erstmals versuchen, Lust und Logik miteinander zu verknüpfen, und wir hoffen, dass es uns auf unterhaltsame Art gelingt. Denn eines haben wir festgestellt: Der Löwenanteil dessen, was über Erotik, Sinnlichkeit und Lust geschrieben wird, ist Bullshit – und das gilt für Journalisten wie für Blogger.

Ich denke, wir selber haben auch Bullshit produziert, überwiegend deshalb, weil wir „schräge“ Ideen von Bloggerinnen und Bloggern aus englischsprachigen Ländern übernommen haben. Insbesondere im Bereich der Blogs werden inzwischen aber Meinungen und Befindlichkeiten auf höchst fragwürdige Weise mit Ideologien, Werbung und offenkundigem Blödsinn vermischt. Wir halten die Meinung von Minderheiten in Ehren, wehren uns aber dagegen, diese Meinungen für „alle Menschen überall auf der Welt“ als „verbindlich“ zu erklären. Der liberale Geist, dem ich folge, toleriert Meinungen Andersdenkender, aber lässt sich nicht davon beeinflussen.

In Zukunft werdet ihr ohne neue Artikel in der „Liebeszeitung“ leben müssen, was einigen von euch sicher schnurzpiepegal sein dürfte. Alle anderen können weiterlesen auf „Sinnlichleben“, dem wir den Titel „Sinn und Sinnlichkeit“ gegeben haben.

Euer

Gebhard Roese


Lust, Sinnlichkeit und Fakten: Mehr Sinn auf „Sinn und Sinnlichkeit“

Das neue Motto meinerr Publikationen
Wir haben uns hier seit Jahren um Spaß an der Lust bemüht, aber auch darum, Menschen alles zu erklären, was in im Rahmen von Sinnlichkeit, Lust und Liebe möglich ist.

Wie können wir noch effektiver, nüchterner und dennoch interessanter und lebensnäher werden?

Indem wir uns nicht mehr so viel an Medien aus den USA und aus dem UK orientieren. Indem wir die Ohren öffnen, wenn die Hilflosen, Enttäuschten und Unsicheren sprechen. Und sicher auch, indem wir sie verschließen, wenn irgendwelche sexuellen Interessengruppen die großen Tröten aufstellen, um ihre meist hanebüchen unsinnige Stellungnahmen auszuposaunen.

Und deshalb wollen wir das Motto, das wir immer mal wieder in Artikel eingestreut haben, ganz groß über unsere Publikationen schreiben:

Unterstelle nichts –
Glaube niemandem -
Überprüfe alles -
… und fürchte dich nicht vor dem Ergebnis.


Oder auf Englisch:

Assume nothing
Believe no one
Check everything –
... and don’t fear the results.



Und weil die „Liebeszeitung“ in die Jahre gekommen ist (sie ist zudem überladen und lässt sich auch technisch immer schwerer beherrschen, tun wir dies alles jetzt auf „Sinn und Sinnlichkeit“ (Sinnlichleben.de).

Wie ist das mit den Ungeküssten?

Die Ungeküssten waren einst Grenzgänger der Gesellschaft. Waren sie Frauen, so waren sie eben „sitzen geblieben“. Ja, man wusste, so etwas kam vor. Angst vor sinnreichen, intimen Gesprächen, Angst vor Männern und ihren Verhaltensweisen, Angst vor Sex. Manchmal wurde auch angenommen, diese Frauen hätten einfach den „Moment verpasst.“ Denn damals (also vielleicht vor 50 Jahren) war der Markt für eine 18-jährige noch mehr als offen, für eine 25-jährige aber bereits so gut wie verschlossen. Der „Jungfer“ bleiben also nur wenige Jahre, um sich „an den Mann“ zu bringen, und dann galt: „Kriegt die Jungfer keinen Mann, zieht sie einen Blaustrumpf an.“ Der Begriff kam zwar schnell aus der Mode, aber die ledige Frau von über 25 hatte es wahrhaftig schwer, Liebschaften oder gar Beziehungen zu finden. Es gab einfach keinen Markt mehr für sie.

Single-Frauen früherer Jahre: Lust im Geheimen

Aus vielerlei Quellen weiß ich, dass diese Frauen nicht wirklich „Jungfrauen“ blieben, sondern sich in „Arrangements“ fügten. Die attraktiveren unter ihnen und jene, die „es nicht so genau nahmen“ hatten sogar recht viele, intensive und teils auch häufig wechselnde Begegnungen mit interessierten Männern. Die anderen versuchten, sich mit Kontakten auf Graumärkten einzudecken, und nur ein geringer Teil zeigte die deutlichen Spuren der sogenannten „alten Jungfern“: Begehrlichkeit, gepaart mit Schrulligkeit – aber eben kein Sex.

Was ist heute mit den Ungeküssten?

Auch dieser Tage finden wir noch Frauen, die von sich behaupten, niemals einen Kontakt mit einem Mann gehabt zu haben, etwa (1):

Ich habe also zu Männern nicht wirklich Kontakt und die scheinen sich für mich auch kaum zu interessieren. In meinem Leben gab es wirklich noch keinen der an mir interessiert war, weder ernst noch unernst.


Ich werde dies hier nicht kommentieren, es soll nur zeigen, wie wir uns die Wahrnehmung solcher Personen vorstellen müssen: In Ihrem Leben passiert niemals das, was im Leben anderer vermeintlich ständig geschieht.
Solche Gedanken finden wir heute nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern. Und es gibt immer mehr Männer, die darüber berichten, ohne irgendwelche Lösungen für sich zu sehen.

Die Gedankenwelt der Ungeküssten

Die Gedankenwelt ist immer ähnlich:

- Ich hatte noch nie Geschlechtsverkehr oder was dem gleichkommt.
- Ich habe niemals eine Person des anderen Geschlechts interessiert, oder …
- Niemand interessiert sich für mich, oder …
- Ich bemerke nicht, wenn sich jemand für mich interessiert oder gar …
- Ich fürchte mich, wenn sich jemand für mich interessiert.
- Die Begriffe „flirten“, „mich anbieten“ oder „an den Markt gehen“ sind mir (auch in Umschreibungen) nicht klar oder sie erscheinen mir befremdlich.
- Ich weiß kaum, was ich will, und ich kann vor allem nicht deutlich sagen, was ich will.
- Ich fühle mich außerstande, daran etwas zu ändern.
- Oder: Ich weiß genau, was ich will, und es muss genauso ablaufen, wie ich es mir vorstelle, sonst mag ich nicht.

Der Weg hinaus ist durch die Tür

Die Frage ist: Wie kommen Sie da heraus, falls Sie einem oder mehreren dieser Sätze zustimmen können?

„Der Weg hinaus ist durch die Tür“, hätte Konfuzius dazu gesagt. Und aus meiner Erfahrung sage ich dies: Solange Sie in ihrem Problemkreis bleiben, ist das Leben zwar beschissen, aber es ist Ihnen bekannt. Falls Sie die Tür öffnen, ist das Leben möglicherweise besser, aber das garantiert Ihnen niemand. Also verlangen Sie vom Schicksal (oder von Ihrem Berater) Garantiescheine, die das Schicksal oder der Berater aber niemals ausstellt. Und deshalb … bleibt alles, wie es war.

Ein neues Leben ohne Garantieschein und ohen "Schwarmdummheit"

Das unbekannte Leben erfordert immer die Bereitschaft, sich zu ändern. Die Welt „da draußen“ passt sich niemals Ihren Wünschen und Vorstellungen an – das gelingt nicht einmal dem Papst von Rom. Das heißt: Sie sollten sich ändern. Sie sollten neu lernen.

Die Ungeküssten der heutigen Zeit drängen sich zusammen und hoffen, im Schwarm mächtiger zu sein. Doch neben Schwarmintelligenz gibt es auch Schwarmdummheit: Jede Idiotie, sie sei politisch weltanschaulich oder religiös, wird im Schwarm „wahrer“.

Würde es eine Schwarmdummheit von Säufern geben, so würden sie den Alkohol als König feiern und das eigene Verderben in Kauf nehmen. Tatsächlich gibt es ähnliche Anti-Selbsthilfegruppen im Internet.

Für den Rest der Menschheit gilt allerdings: Der Weg hinaus führt Weg von dem Weg, der hineinführte. Was konkret heißt: Erst mal müssen Sie raus aus dem Gefängnis, dass sie sich selbst gemauert haben. Und – dazu müssen Sie erst einmal als Gefängnis erkennen und die Tür öffnen. Sie werden verblüfft sein: Diese Tür steht allzeit offen.

Zitat (1) Desired zum Thema Ungeküsst.

Hey, was ist eigentlich die Liebe?

Oben steht „Liebeszeitung“. Also müssten wir wissen, was Liebe ist, nicht wahr?

Sehen Sie, und genau das, wissen wir auch. Jeder weiß, was Liebe „für ihn“ ist. Ich weiß, was Liebe ist, aber ich weiß es nur für mich. Vielleicht wissen Sie es auch. Aber dann wissen Sie es nur für sich.

Liebe - kein eindeutiges Gefühl
Liebe ist ein Gefühl, das kein Gefühl ist

Nun können wir natürlich auch etwas Generelles sagen. Zum Beispiel, dass Liebe ein Gefühl ist. Ich finde, das sagt nicht viel aus. Denn wenn wir irgendetwas nicht beschreiben können, dass quälen wir uns mit dem Wort „Gefühl“ herum. Leute „haben“ Gefühle, sie „fühlen etwas“. Selbst im Kriminalroman lesen wir oft, dass der Detektiv oder Ermittler „so ein Gefühl“ hat.

Liebe ist ein Gefühl? Das sagt gar nichts.

Nicht nur das – denn Liebe ist keinesfalls ein Gefühl. Vielmehr ist es ein Sammelname für verschiedene Gefühle, die auf Zusammenhalt, Lust, Leidenschaft und Sexualität ausgerichtet sind. Also ist es Unsinn, zu sagen, Liebe sei ein Gefühl.

Betrachten wie Liebe ohne Gefühl, so stellen wir fest, wie einfach es ist, sie äußerlich zu beschreiben:

Liebe heißt auf Deutsch nichts anderes, als jemandem von Herzen Gunst zu erweisen und ihm hold zu sein, und ihm alle Güte und Freundschaft zukommen zu lassen, zu der man fähig ist.


(Zitat nach Luther)

Liebe ist also, ohne Schnörkel und Beiwerk, die „innige Zuneigung“ zu einer Person. Und zunächst darf überhaupt niemand fragen, was diese Zuneigung ausgelöst und begründet hat. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass Gefühle nötig sind, um zu lieben. . Doch wer sie beschreiben will (und sei es nur dem Gegenüber), wird bald an seine Grenzen stoßen. Und deshalb noch einmal:

Hören Sie endlich damit auf, Liebe als „ein Gefühl“ zu beschreiben – und fangen Sie am besten gar nicht erst damit an.

Jeder Fatzke im Internet macht sich damit wichtig, zu wissen, was für ein „Gefühl“ die Liebe ist. Immerhin hat ein namhafter deutscher Philosoph den Nagel auf den Kopf getroffen, indem er schrieb und titelte: Liebe. Ein unordentliches Gefühl.

Das stimmt sprachlich natürlich auch nicht wirklich. Genau genommen müsste es heißen:

Liebe ist ein Sammelname für verschiedene, nicht eindeutig beschreibbare Gefühle.


Ja - und wie fühlen sie sich nun an, die Gefühle?

Sehen Sie – das sind wir eigentlich schon am Ende. Was wird darüber lesen können, ist entweder sehr theoretisch, dann befinden wir uns auf der Linie von Menschen, die alles wissen, aber nichts kennen. Oder es schmeckt wie Erdbeerbecher mit Schoko- und Vanilleeis, dann ist es die romantisierte Beschreibung von Empfindungen aller Art, die man eben auch oftmals unter dem Begriff „Liebe“ einsammelt. Die dritte Möglichkeit: Das Blut scheint wie glühende Lava durch die Adern zu fließen, dann ist es Geilheit. Ist dabei auch der Kopf noch wirr und weiß man nicht so genau, wie einem eigentlich ist vor lauter Glück und Wonne, dann ist es Verliebtheit.

Und ja, es kann Liebe sein. Dann ist es einfach. Dann ist Liebe

Eine Zuneigung, die keine Fragen stellt und keine Antworten erwartet.


Liebe ist … im Wesentlichen immer das, was Sie dafür halten. Und Ihr Problem dabei wird immer wieder sein, dass andere darüber anders empfinden.

Ich könnte noch ein paar Sätze dazu schreiben, will es aber dabei belassen.

Doch wenn ihr mir schreiben wollt, was es für euch ist – dann dürft ihr es gerne tun.

Die Liebeszeitung wird ein klein wenig anders

Achtung! Dieser Artikel ist veraltet. Wir sind umgezogen und werden hier keine neuen Artikel mehr veröffentlichen.


In der Vergangenheit haben wir uns relativ häufig an erotischen Themen orientiert, die ursprünglich von Bloggerinnen aus England und den USA veröffentlicht wurden. Diese Quellen sind zwar nicht völlig versiegt, werden aber immer seltener. Zudem wiederholen sich die Themen der anderen ständig, und die kommerziellen Aspekte überwiegen inzwischen bei Weitem. Fast jede der Ex-Erotik-Bloggerinnen versucht, das Geschäft mit „gesponserten Artikeln“ zu retten, und zumeist wir dabei heute etwas über „Sexspielzeuge“ veröffentlicht.

Und nach der Aufregung um die „Shades of Grey“ hat auch das Interesse an allem, was „Aua“ macht, deutlich abgenommen. Hinzu kam noch die #MeToo Bewegung, verbundenen mit der Angst davor, den dort vertretenen Meinungen nicht sklavisch zu folgen, sondern weiterhin für Gedankenfreiheit zu kämpfen.

Nun sind und waren wir niemals von diesen Medien abhängig, sondern haben zahllose Beiträge veröffentlicht, die auf Daten, Fakten, Erhebungen und Internet-Recherchen beruhten. Wobei sich natürlich stets die Frage ergibt: Zählen Fakten und Recherchen in der Erotik überhaupt? Oder wollen Leser(innen) vor allem in ihren Meinungen bestätigt werden?

Nein, nicht mit uns. Das große Lamento angeblich verratener, betrogener und verlassener Frauen, die emotionale Schäden davongetragen haben, ist nicht unser Ding. Wir versuchen, die Hintergründe abzufragen.

Es ist nicht einfach, Lust, Liebe, Humor und Fakten so abzumischen, dass wir unsere bisherigen Leser behalten und neue hinzugewinnen. Ob es gelingt oder nicht, werden die nächsten Monate erweisen.

Ich hoffe sehr, dass Sie uns treu bleiben, auch wenn wir manche Themen nun kritischer betrachten werden. Die Liebeszeitung ist keine Kitschpostille und keine Frauenzeitschrift, die den Damen nach dem Munde reden muss, damit sie am Kiosk zuschnappen.