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Drei Thesen zu Sex und Liebe

Beginnt alles so? Und wenn nicht, wie sonst?
• Das Gehirn hat von Natur aus mehrere Möglichkeiten, Begierde, Lust, Verliebtheit und Verbundenheit hervorzurufen.
• Verliebtheit (Geilheit, Lust, Sinnlichkeit) kann allerdings in wenigen Millisekunden erzeugt werden. Das spricht gegen die Vorstellung einer „längere Phase der Verliebtheit“, die für die Ausführung des Geschlechtsverkehrs angeblich nötig ist.
• Ob Sex ohne Liebe funktioniert oder nicht, ist eine Frage der Definition der Begriffe und der persönlichen Sichtweise. Es ist sicher keine Frage der Wissenschaft.

Sichtweisen – Sex ist Biologie

Wenn mehr Naturwissenschaftler Romane über die Liebe schreiben würden, wäre möglicherweise eines gewonnen: Furchtlosigkeit vor dem Aussprechen des „Schamhaften“. Ich las gerade etwas über die Schweizer Autorin und Ärztin Corinna T. Sievers.

Man kann … das Sexuelle … heute einfach leichter aussprechen. Und weil ich Naturwissenschaftlerin bin, stellt es für mich auch keinerlei Geheimnis dar. Deshalb mein schamloser Umgang damit. Sex ist Biologie, wie Pinkeln. Meine Romane sind eher existenziell, weniger gesellschaftskritisch.


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Die Idee, den Sex zu versachlichen und zugleich heftige Emotionen auszubreiten, ist sicherlich eine neue, noch weitgehend unentdeckte Variante des erotischen Romans. Und in der Tat wäre es wirklich sinnvoll, die Sexualität biologisch nüchtern, aber dennoch mit der ganzen Kraft und Farbvielfalt der Sprache hinauszuschreien.

Wohl dem, der es kann. Falls du schriebst – kannst du es auch?

Zitat: Aargauer Zeitung, Schweiz

Die Liebeszeitung geht in die Mauser

Ursprünglich wollte ich die Liebeszeitung einstellen, weil sie sich nicht, wie es neudeutsch heißt, „monetarisieren“ lässt. Das Fremdwort bedeutet, dass sich mit dieser Seite kein Geld verdienen ließ.

Ruhm statt Moneten?

Das war nur mein erster Impuls, denn eigentlich benötige ich das Geld nicht. Die zweite Überlegung war dann, dass diese Seite mir einen Gewinn für meine Arbeit als kritischer Wissenschaftsjournalist und Schriftsteller bringen könnte. Leider war auch dies nicht der Fall, und es traf mich härter, denn auch ich benötige eine gewisse Motivation, um ein Projekt wie dieses fortzusetzen.

Honigtöpfchen mit "scharfer" Liebeswürze?

Wirklich ärgerlich für mich ist stets die Statistik: Die lust- und sensationshungrigen Internetbesucher sehen die Liebeszeitung offenbar als ein Honigtöpfchen, in dem allerlei scharfe Zutaten aufbereitet werden. Als Randerscheinung kann ich dies akzeptieren, aber es ist für mich keine Motivation, ein Blog zu führen.

Ich liebe die Liebe

Meine eigentlich Liebe gehört der Liebe. Ich will und kann sie transparent darstellen, soweit dies überhaupt möglich ist. Und ich habe noch die Kraft, mich all den Spinnern entgegenzustellen, die die Liebe verferkeln wollen. Doch es geht um mehr: Ich will all den „Enteignern der Liebe“ entgegentreten, die sich mit ihren Behauptungen und Anmaßungen in Wissenschaft und Literatur eingenistet haben. Unter ihnen stechen besonders Soziologen, Psychologen, Berater und Philosophen hervor.

Holt euch die Macht über die Liebe zurück!

Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als euch, also meine Lieblingsleser(innen) anzuregen, sich das enteignete emotionale Gut zurückzuholen.

Es ist eine Lebensaufgabe, ich weiß. Vielleicht versage ich dabei. Sollte es so sein, kann ich wenigstens sagen: Ich habe es versucht.

Was letztlich mit der Liebeszeitung wird? Nun, sie existiert inzwischen seit fast 10 Jahren, und es wäre schade, sie ganz und gar verschwinden zu lassen.

Aber ich verzichte gerne auf die Zugriffe der von Neugier getriebenen Lustmolche und ihrer weiblichen Pendants. Möglicherweise ändere ich Form, Aussehen und Inhalte der Liebeszeitung radikal, aber dann bleibt wirklich kein Klotz auf dem anderen stehen.

Wenn ihr etwa Neues lesen wollt - dann lest "Liebe und Beziehungen"

Liebe – ein Tauschhandel?

Was bieten Menschen an, um geliebt zu werden? Und was wollen sie abzocken?
Die Liebeszeitung und der Liebesverlag laden zur Diskussion über die Liebe ein.

Es geht darum, ob heutige Frauen und Männer ihr Liebe eher selbstlos schenken, Deals damit einfädeln oder sie meistbietend zu verhökern.

Falls ihr jetzt sagt: Liebe kann man nicht kaufen / verkaufen, dann lest erst mal. Niemand sagt, dass in Geld, Gold oder Glitzersteinchen gezahlt wird. Das Hauptzahlungsmittel sind emotionale und soziale Werte.

Schwer zu haben spielen – nicht zu empfehlen

Manche Frauen spielen mit Männern „ich bin schwer zu haben“. Dazu gibt es auch „wissenschaftliche“ Studien, bei denen mit diesem Spiel wiederum „herumgespielt“ wird – nur leider kommt dabei nicht Vernünftiges heraus. Wie sollte es auch, wenn es sich nicht um reale Männer handelt, die reale Frauen wirklich „mit brennendem Herzen“ begehren?

Einfache Sache: "Schwer zu haben" ist ein heikles Spiel

Die Realität ist ziemlich simpel:

Wer ständig versucht, eine Frau zu „erobern“ und nicht „erhört wird“, macht sich lächerlich. Also versucht jeder Mann, dies mit einer überschaubaren Zahl von „Anläufen“ zu erreichen. Bekommt er jedes Mal gar nichts oder jedenfalls zu wenig, so gibt er nach einigen Versuchen auf. Die Anzahl der Versuche richtet sich auch danach, wie begehrenswert die Frau wirklich ist, und zudem danach, ob sie sich bei den Versuchen als „nahbar“ erweist oder nicht. Ich könnte auch sagen: Die Motivation lässt generell nach, wenn keine Teilziele erreicht werden, sogenannte Milestones. Die einzige Möglichkeit, die einem Menschen noch bleibt, der kein einziges „Zwischenziel“ (Milestone) erreicht, besteht darin, die ultimative Alternative abzufragen: „Willst du mich nun oder nicht?“ Und danach ist das Spiel dann aus.

Die Konkurrenz riecht den Braten

Ist der Mann im Übrigen sehr attraktiv, so wachen die Konkurrentinnen der Person auf, die er begehrt und versuchen, sich in den Vordergrund zu drängen. Gelingt dies, so ist die Frau, die „schwer zu haben“ gespielt hat, heraus.

Die Positionen der Frau - ziemlich miese Aussichten

Für die Frau selbst, die „schwer zu haben“ spielt, ergeben sich ganz andere Positionen.

1. Ich will ihn, muss ihn aber auf die Probe stellen, ob er es ernst meint.
2. Ich weiß noch nicht, ob ich ihn will – ich lass ihn mal zappeln.
3. Ich will ihn nicht, aber ich spiele mal eine Weile ein Spiel mit ihm.

Mir scheint klar zu sein, dass jeder selbstbewusste Mann die Frauen ablehnen werden, die nach der zweiten oder dritten Methode vorgehen. Wenn eine Frau die erste Methode wählt, muss sie klare Vorstellungen haben, wann sie das Spiel beendet und was sie zu welchem Zeitpunkt „als Zeichen“ geben will, dass der Mann sich weiterhin um sie bemüht.

Psycho-Spiele sind nicht einfach zu gewinnen

Frauen überschätzen häufig ihre Möglichkeiten, Psycho-Spiel zu gewinnen. Die Spiele stellen in Wahrheit ein völlig unkalkulierbares Risiko dar, wenn es sich bei den „Objekten“ um Männer handelt,, die selbstbewusst und begehrenswert sind.