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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche: Schlammwerfer(innen), MILFs und die Lust am Leben

In der letzten Woche habe ich ganz bewusst ein Thema in den Vordergrund gestellt: Die Behauptungen, die gesamte Partnersuche würde von „Narzissten“ vergiftet. Diese, so sagen zahllose Autorinnen und an Küchenpsychologie interessierte Personen, würde dazu führen, Frauen „niederzumachen“ und „toxische Beziehungen“ zu erzeugen. Das alles wird aus dem Schlamm gezogen, aus dem auch andere Fake News kommen: Soziale Netzwerke.

Ein Gegengewicht zu den Schlammwerfer(innen)

Mir liegt sehr am Herzen, dass es ein Gegengewicht dazu gibt – auch wenn es nur mein Blog ist. Das wird die professionellen Schlammwerfer(innen) kaum davon abhalten, weiter mit Schmutz zu werfen – aber es ist wenigstens ein Zeichen, dass es auch noch andere Denkweisen gibt. Ich habe die Artikel geteilt: Der erste Teil behandelt den Wert oder Unwert der Manipulation, der zweite Manipulationsmethoden und der dritte Teil beschäftigt sich mit den Männern, die zumeist in der Rolle der „Bösewichte“ auftauchen.

Wie viel an manchen angeblichen Gaslight-Sprüchen und deren Widersprüchen dran ist? Das diskutiere ich auf „Sehpferd“.

Warum die MILF wichtig

Vor einigen Tagen ist die „MILF“ wieder aufgetaucht – das Wort ist unseriös, wird aber inzwischen überall gebraucht. Die Presse versucht im Allgemeinen, bei Beziehungen von älteren Frauen und jüngeren Männer „feste Beziehung“ ins Spiel zu bringen – das suggeriert Seriosität. Doch bei einer großen Anzahl solcher Verbindungen geht es um andere Themen. Auch um Sex – aber nicht nur.

Die Dating-Lüge: Immer sind die anderen schuld

Wem das Thema nicht zu kompliziert ist, der sollte sich mit Eigenverantwortung beschäftigen. Gegenwärtig versuchen manche Frauen, vor den eigenen Wünschen zu fliehen und sich ihr Leben „schönzureden“. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn sie die Männer nicht verantwortlich machen würden für die Misere, die daraus für sie entsteht. Ja, ja … Männer tun es auch – in irgendwelchen Untergrundpublikationen, die kaum jemand ernst nimmt. Es gibt noch einen anderen Grund, über den wir reden müssen: Ein großer Teil des Mülls, der bei uns abgeladen wird, entstammt der US-amerikanischen Dating(un)kultur, die seit mindestens 20 Jahren infrage gestellt wird. Darüber wird noch zu reden sein.

Etwas Mode und ein Plädoyer dafür, Kleider zu tragen

Das rote Sommerkleid und du“ war nicht nur eine Information, sondern auch ein Plädoyer- erstens für das Kleid selbst und zweitens für den Mut, wieder Kleider zu tragen. Außerdem haben wir dabei berücksichtigt, dass es mehr als eine Hautfarbe gibt.

Mehr Mut, mehr Optimismus

Wer immer in die Mauselöcher guckt, wird weder satt noch glücklich – nicht mal als Katze. Die Welt wartet auf euch, auf euren Einsatz in Körper, Geist und Psyche. Sie will sich an eurem Wissen, Können und an eurer wundervollen Ausstrahlung bereichern – so, wie ihr euch an anderen Menschen erfreuen könnt. Und insofern wünsche ich euch eine Rückkehr zum leichten Leben – jedenfalls all jenen, denen es möglich ist. Also: Mehr als nur ein "schönes Wochenende" von mir.

Und diese Woche wieder unser Link für junge Menschen - diesmal für alle, die wissen wollen, ob ihre Beziehung "toxisch" ist:

toxisch oder  nicht
Toxisch? Verwirrend? Ganz normal? Finde es heraus!

Diese Link verfolgt keine kommerziellen Zwecke und wurde nicht gesponsert.

Der brave Mann kuscht

Ein richtiger Mann sein – das reichte in einer nicht so fernen Vergangenheit, um wahrgenommen zu werden. Schön, wenn er auch noch gute Manieren hatte, dann konnte Fräulein Fünfzigerjahre den Mann auch mal nach Hause bringen und bei den Eltern vorzeigen. Wer mit dem Begriff richtiger Mann nichts anfangen kann, der lernte das mithilfe von Matthias Claudius am Beispiel des Winters: „Ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer. Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an und scheut nicht süß noch sauer.“ Das Fleisch jener, die sich als weniger „harte Jungs“ erwiesen, wurde dennoch nachgefragt, denn keine Frau wollte als „alte Jungfer enden“ – das war sozusagen die Sackgasse der sozialen Anerkennung.

Die Fräuleins in den feinen Kreisen der Gesellschaft verlangten allerlei Nettigkeiten, bevor sie ihre feinen Unterkleider auszogen. Denn im Gegensatz zum kernigen Mann waren sie dazu erzogen, zunächst einmal zu zeigen, dass sie wirklich lieb, nett, adrett und bis zum Beweis des Gegenteils keusch sein konnten. Junge Frauen, die nicht das Privileg der Geburt in einer Villa hatte, waren ohnehin dazu bestimmt, irgendwann namenlos in einer Ehe zu verschwinden.

Der Mann - abhängig vom Wohlwollen der Damen

Und heute? Der „kernige Mann“ wird noch gebraucht – mal als Feindbild, mal für den ONS. Der Mann mit den guten Manieren ist weiterhin gefragt, solange er auch den Kinderwagen schieben mag. Ein bisschen hängt er zwischen Tür und Angel. Geht er hinein in das Abenteuer „Beziehung“, muss er darauf achten, dass ihm der Teppich nicht unter den Füßen weggezogen wird. Tut er es nicht, muss er an den Pranger der Beziehungslosen – warum hatte der mit 25 noch nie Geschlechtsverkehr? Und warum mit 40 noch nie eine dauerhafte Beziehung? Wobei ich beinahe vergessen hätte, dass der Mann erst eine ganze Reihe von offenen und geheimen Tests bestehen muss, die sowohl seine Männlichkeit wie auch seine sozialen Fähigkeiten betreffen.

Die Frage ist längst nicht mehr „wen er wählt“, sondern viel mehr „wer ihn nimmt“. Das betrifft nicht jene Männer, die kernig sind und guten Manieren unter Beweis stellen und darüber hinaus eine ausgezeichnete Ausbildung und hohe Einkommen haben. Für sie ist der Tisch nach wie vor reich gedeckt, und sie können sich ihr Liebesleben „a la carte“ einrichten.

Der brave Mann kuscht

Die sanftmütige, sinnliche, liebe- und hingebungsvolle Frau gibt es natürlich auch noch. Neuerdings darf sie sogar selbstbewusst sein, solange sie äußere Schönheit vorweisen kann. Und sie wird vielleicht sogar heiraten und ein erfülltes Leben mit inneren und äußeren Freiheiten haben. Eines, an das sie in den 1950er-Jahren nicht einmal im Traum denken durfte. Sie kann aber auch durchaus in einem relativen Wohlstand allein leben und sich hübsche Männer herauspicken, die ihr die knappe Freizeit versüßen. Im Grunde steht ihr fast alles offen – aber da war doch noch was? Die völlige und kompromisslose Gleichberechtigung um jeden Preis? Vielleicht. Möglicherweise aber auch, dass die Männer absolut nicht nach ihrer Pfeife tanzen, sondern sich Freiräume herausnehmen. Und natürlich, dass sie manchmal Dinge sagen oder tun, die ein wohlerzogener Mann nicht sagen sollte. Oder gar verlangend dastehen oder ungehörige Blicke auf den Rocksaum richten.

Nun könnte man sagen: „Solange sie sich nicht wie brave Jungen verhalten, die der Mami schöntun, weil es dann Bonbons gibt?“

Neusprech, soziale Korrektheit … das brave Männlein kuscht. Oder doch nicht? Dazu habe ich mir einen letzten Gedanken aufgehoben.

Denn wenn wir Männer wirklich so würden, wie all die Gouvernanten des Geistes, die fingerzeigenden Tanten und die sozial-medialen Empörungsprofis uns gerne hätten, was würden wir dann gewinnen?

Darüber könnt ihr ja mal nachdenken. Und Vatertag, Männertag, Herrentag, Auffahrt oder Himmelfahrt? Mir ist er piepschnurzegal, so wahr ich Gramse heiße.

Gramse bleibt Gramse - ungerecht, unanständig und völlig daneben - was sonst?

Frauen sind nicht so – Männer auch nicht

Dieser Tage las ich, wie verheiratete Frauen in „mittleren Jahren“ sind: Sie denken den ganzen Tag an sich selbst, ihre Körper, ihre Herkunftsfamilie und vor allem an ihre Schwächen. Autorin des Artikels war eine „bekannte Psychologin“ mit zahlreichen „Social-Media-Auftritten“ und einem Doktortitel.

Und wie sind ledige Frauen, die noch suchen? Denken sie auch nur an sich selbst und ihre „Belange“? Was sollen wir „glauben“?

Ich sage dir eines – in die Hand und ohne zu zögern: Glaube niemals, was du über „die Frauen“ oder „die Männer“ liest. Lerne selber Frauen und/oder Männer kennen – möglichst unterschiedlicher Art. Und lass deine Finger und Genitalien weg von jenen, die den Klischees dennoch entsprechen. Es sei denn, du stehst auf so etwas.

Einfacher Rat für einfache Probleme - vom Chef der Liebeszeitung

Die Männer, der Penis und die Länge

Der erste Blick -fällt er auf den Apfel oder auf Adams Penis?
Es heißt, dass Männer sehr genau darauf achten, ob ihre Penislänge der „Norm“ entspricht. Und vielleicht erinnert sich der eine oder andere, dass es in betont männlichen Kreisen auch schon mal vorkam, dass „die Herren gemessen haben“.

Die alten Legenden über Männer

Das alles ist aus den Zeiten überliefert, als es noch als höchst unschicklich galt, den Penis überhaupt „in die Hand zu nehmen“. Um die genaue Länge zu ermitteln, muss der Penis allerdings völlig versteift werden, was ohne „Handarbeit“, optische Hilfestellungen oder extreme Imagination kaum zu erreichen ist. Wie sich die Herren der damaligen Zeit bemüht haben, diesen Zustand zu erreichen, wurde niemals berichtet.

Fragen wir mal die Wissenschaft, so bekommen wir die Antwort, wie der vollständig erigierten Penis gemessen wird:

Grundsätzlich wird die Länge immer auf der Oberseite von der Schaftwurzel bis zur Spitze der Eichel gemessen.

Die Frage „wer hat den Längsten“ soll sogar entscheiden haben, wer in Streitfragen recht hatte – was noch wundersamer klingt. Es zeigt aber, dass die Herren ihre Penislänge offenbar als Maßstab für ihre Männlichkeit nehmen.

Droht eine gewisse Konkurrenz aus den Tropen?

Weil die Männer offenbar bis auf den letzten Zentimeter wissen wollen, wie sie „am Markt“ liegen, vergleichen sie gerne. Und nicht nur mit dem direkten Nachbarn, sondern auch weltweit. Und da tritt dann die Frage auf: Wie verhält es sich eigentlich mit der Konkurrenz aus den Tropen?

Und siehe da – einzelne Vorurteile werden durchaus bestätigt. Männer mit großem Gemächt treffen wir in Afrika und Südamerika. Die Spitzenreiter sind Männer aus Ecuador (Südamerika) und Kamerun (Zentralafrika). In Europa können nur die Niederländer von sich behaupten, „die Längsten zu haben“.

Pauschal gesagt, befinden sich die Männer in Europa allerdings alle im „mittleren Bereich“, also zwischen 13 und 15 cm. (Weltweit sind es im Durchschnitt etwas über 13 Zentimeter). Die Zahlen wurden teilweise schon vor Jahren ermittelt – aber sie wurden kürzlich erneut veröffentlicht und als „Ergebnisse von 2022“ ausgegeben.

Jeder Zentimeter ein Gewinn?

Optisch mag jeder Zentimeter ein Gewinn sein, gefühlt wird aber vor allem der Umfang, über dessen „rechtes Maß“ es selbst unter Wissenschaftlern Zweifel gibt. Manche Forscher maßen den Penis an der Wurzel, andere an der Eichel, sodass man nichts Genaues über die Werte sagen kann. Immerhin verspricht ein großer Durchmesser eine gewisse „Erfüllung“ – und darauf scheinen viele Frauen wert zu legen. Ob Frauen wirklich den letzten Zentimeter der Länge wahrnehmen können, wird oft bezweifelt, sodass sich kaum jemand Gedanken machen muss, dem „ein Zentimeter zur Norm“ fehlt. Wer das noch einmal nachlesen will: Kaum eine Frau konnte die Länge eines Penis in einem Laborversuch nach ihrem visuellen Eindruck genau bemessen. Und was die „Sichtweise“ außerhalb von Laborversuchen angeht: Wie viele Frauen können sich eigentlich an die genauen optischen Dimensionen erinnern?

Wer sich nun Sorgen macht: Normalerweise ist der Penis nicht das Erste, auf das Frauen beim Mann achten. Jedenfalls nicht, solange der Mann ihn in der Hose behält.

Zitat und viele weitere Quellen: Worlddata
Das Bild ist einer dreiteiligen Skulptur entnommen, in der Eva von Schlangen umgeben ist, der Teufel heftig in den Apfel beißt und allein Adam wirklich zufrieden zu sein scheint.

Was man sich so erzählt über Po und Brust …

Der scheue Blick ins Badezimmer von Madame ...
Als es noch kein „Neusprech“ gab, welches wir heute „Soziale Korrektheit“ nennen, war eine der Hauptfragen, ob Männer auf „Gesäße“ oder „Busen“ standen. Wahrscheinlich ist euch der Satz geläufiger, wenn ihr das Gesäß mit dem A-Wort und den Busen mit dem T-Wort austauscht.

Wenn ich so überlege, dann waren die Gesäße nie wirklich in Augenhöhe, es sei denn, ich hätte mal im Außenbereich eines Cafés gesessen, und ein solches Gesäß wäre wippend an mir vorübergegangen. Ja, ich weiß, ich habe das Gesäß nun verdinglicht. Es schwebt ja nicht eigenständig am Cafébesucher vorbei, nicht wahr?

Das Internet ist voll von dümmlichen Kommentaren zu einer Studie, die sich um Brüste und Gesäße dreht – bei „stinknormalen“ Männer, versteht sich. Demnach sind Männer mit ausgeprägter Po-Liebe „sehr ehrgeizig“ – und darüber hinaus noch sehr ordentlich. Diejenigen, die eher auf Tit… Pardon, auf Brüste ausgerichtet sind, seien hingegen eher chaotisch … und je doofer sie wären, umso größere Brüste würden sie anglotzen - oder anfassen? Ich weiß es nicht.

Leider kann ich euch auch nicht sagen, welche Persönlichkeitseigenschaften Bauchnabelliebhaber, Zehenliebhaber oder Achselhaarliebhaber haben.

Aber nachdem ich dies alles gründlich überlegt und mehrfach durch die innere Zensur gejagt habe, kam ich zu dem Schluss, heut auf keinen Fall einen Artikel über „Po oder Busen“ zu schreiben. Ihr könntet ja daraus schließen, wie meschugge oder hochnäsig ich bin. So wahr ich Gramse heiße.
Bild: Nach einer Vorlage aus dem 19. Jahrhundert, restauriert udn koloriert.