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  Eigenwerbung

Dringendes Gesuch - Materialien zur Sexualität der 1970er-Jahre

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,
Schreibt mit, denkt mit, beteiligt euch
Ich suche Frauen/Männer, die noch etwas über die 1970er-Jahre und die Sexualmoral der damaligen Zeit wissen, insbesondere ...

Zeitungsartikel
Rezensionen
Meinungsbeiträge (Kommentare)

... und wenn möglich, auch eigene Erlebnisse...

Bitte sendet mir eure Materialien (geht auch anonym) per E-Mail. wenn ihr auf diesen Artikel klickt, wisst ihr, wozu ich sie benötige.

Euer Gebhard Roese
Sofort-

P.S: Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR bitte ich nur um Beiträge, die auf den Wandel hinweisen, der zwischen 1965 und 1975 in der BRD stattfand.

Warum wir den Vereinfachern auf den Leim gehen

Das Leben im 21. Jahrhundert beinhaltet eine ständige Suche nach dem richtigen Weg. Für Frauen ist dies oft beschrieben worden, für Männer eher selten. Dabei ist es im Grunde gleich, ob wir auf „Blau“ oder auf Rosa“ getrimmt wurden. Denn die Frage: „Tu es oder tu es nicht“ verfolgt uns lange Zeit.

Wenn du nie neugierig bist, erlebst du nichts Neues - nicht einmal das, was deine Freundinnen oder Freunde längst kennen. Wenn du neugierig und leichtsinnig bist, fällst du dabei vielleicht rein. Also lernst du, neugierig und selbstbewusst zu sein. Bei der Lust heißt das: Sich wissentlich verführen lassen, aber nicht von jeder oder jedem.

Ich habe die Vereinfacher noch gar nicht erwähnt, nicht wahr?

Die Angst, sich selber zu entscheiden und die Vereinfacher

Die sagen: „Du musst nur“. Oder: „Ich kenne den Weg, folge mir.“ Wie beruhigend. Endlich jemand, der den Weg kennt. Ein Erleuchteter (m), eine Expertin (f).

Weißt du, warum Menschen den Vereinfacher folgen? Weil sie sich dafür fürchten, selbst zu denken oder ihre eigenen Entscheidungen zu fällen. Denn ohne eigenes Denken und ohne eigene Entscheidungen sind immer die anderen schuld. Ob es bequemer ist? Jedenfalls ist es nicht gerade lustvoll.

Eine der wichtigsten (und wirklich häufigen) Entscheidungen liegt darin, sich entweder anzupassen oder zu verändern. Anpassen gilt als negativ, verändern als positiv - leider. Denn diese Meinung hält keiner Überprüfung stand. Anpassungen sind Veränderungen, und sie können durchaus sinnvoll sein. Bewusste Veränderungen mögen Mut erfordern, aber sie sind auch nichts als Anpassungen an „etwas anderes“. Und beide Methoden, mit dem Leben umzugehen, können erfolgreich sein oder die Situation verschlechtern. Und schließlich können sie auch noch gar nichts bewirken.

Und die Vereinfacher? Sie raten uns, etwas genau so zu machen, wie sie es vorgeben. Der Rattenfänger von Hameln lässt grüßen.

Ich fand einen Satz, der mich aufhorchen ließ (Zitat).

Ideen sollten wir ... nicht mit uns selbst verwechseln. Aus Suchbewegungen in Widersprüchen zu sich selbst hin scheint das halbe Leben zu bestehen.
Ob es nun so scheint, oder auch wirklich so ist? Das Grundrezept heißt: sich Herausforderungen zu stellen und mit dem Ergebnis leben zu können. Wer sich gar keinen Herausforderungen stellen will, wird eben „mitgenommen“ - ins Bett, in die Ehe ... wohin auch immer.

Zurück zu den realen Möglichkeiten des Kennenlernens

Nun also ist der Frauentag vorbei, an dem wir erfahren haben, was alles anders werden muss.

Nur wird so schnell nichts anders. Immer noch haben Frauen und Männer Vorurteile gegeneinander, und noch immer steht das Prinzip „für mich nur das Beste“ jeder Lösung entgegen. Kurz: So kommen Frauen und Männer nie zusammen, und bevor ihr fragt: alle anderen auch nicht. Jedenfalls nicht dauerhaft.

Das Gift der Selbstoptimierung

Ich sehe mit Entsetzen, wie viele Menschen mit „Selbstoptimierung“ beschäftigt sind. Diese Leute machen einen entscheidenden Fehler, der vielen später leidtut. Denn wohin sie sich auch „optimieren“ – das alles ersetzt keine gewachsene Persönlichkeit. Normalerweise sind kleine Korrekturen in der Kommunikation, dem Verhalten oder der Erscheinung immer möglich, und dies alles ist hier auch nicht gemeint.

Vielmehr rede ich von groß angekündigten Optimierungsplänen mit vielen Schritten und Stufen, die schon in kurzer Zeit zu Erfolgen führen sollen.

Mit den Plänen anderer, die sich zum Lebenserfolg führen wollen, erreichst du nichts für deine Zufriedenheit, und für keinen dieser Pläne bekommst du einen Garantieschein.

Mach deine eigenen Pläne - sie nützen dir

Also bleibt dir nichts anderes übrig, als einen eigenen Plan zu machen. Kleine, nachvollziehbare Schritte. Ziele, die du wirklich erreichen kannst. Menschen suchen, die zu dir passen könnten statt „den Einen“ („die Eine“) zu finden. Bereit sein, Liebe zu empfangen und Liebe zu geben. Abwägen, aber nicht ablehnen. Das sollte fürs Erste reichen.

Welche Art Mann suchen die Frauen?

Der "richtige" Mann? Oder eher ein Klischee?
Frauen sind nach Überzeugung vieler Redakteurinnen widersprüchlich, wenn es um die Partnerwahl geht. Die Unsicherheit, ob sie nun den „Macho“ oder den „potenziellen Vater ihrer Kinder“ treffen sollten, zieht sich durch die Aussagen von Frauen wie die Buchstaben in der Nudelsuppe. Vereinfacht wird dazu oft gesagt: Wenn Lust und Abenteuer eine Mischung eingehen, wird es der „Macho“. Falls es Sicherheit und Familie und Kinderwunsch sein sollte, eher der „Bodenständige“.

Das Beuteschema der Frau und die "Genqualität"

Wie auch den Männern, so sagt man Frauen ein „Beuteschema“ nach. Das passende Schema für den Macho ist schnell gefunden – das soll sogar in „Studien“ festgestellt worden sein, hier mal grob zusammengefasst:

Die körperliche Attraktivität von Frauen für Männer (wird) typischerweise als Hinweise auf die Genqualität und die gesunde Testosteronproduktion verstanden, einschließlich Körpergröße, dem Verhältnis der Schulter zur Hüfte sowie dem der Schultern zur Taille ….

Fragt ihr jetzt: „Alles physisch? Warum eigentlich „physisch“?

Alles Physisch, alles "starker Kämpfer"?

Dann wäre die Antwort: „Weil dies angeblich schon die Steinzeitmenschen so sahen.“ Seit einigen Jahren ist dies eine verbreitete Ansicht unter Wissenschaftlern. Möglicherweise sehen es die Gorillas genauso. Die Frage wäre aber: Stimmt das überhaupt? Schon in der Altsteinzeit, so dürfen wir vermuten, begannen unsere „Weibchen“ sich Männer zu suchen, die besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten hatten. Schließlich mussten diese „neuen“ Fertigkeiten ja vererbt werden. Und mindestens seit der „Neolithischen Revolution“ sammelten einzelne Männer „Besitz“ an, der als Kriterium sicher auch ins Gewicht fiel.

Die Frage der Männer: Was will diese Frau eigentlich?

Männer, die ein Date eingehen, haben kaum eine Vorstellung davon, was die Frau will, die ihnen gegenübersitzt. Doch wir können etwas als sicher annehmen: Frauen wollen Männer, die ihre Möglichkeiten „kennen und erkennen lassen“. Es mag zwar stimmen, dass sie oberflächlich dem Testosteron und seiner Verführung verfallen. Aber zumindest die klügeren unter ihnen wissen: Das taugt nur für den ONS, nicht für die Dauer. Denn seit der Steinzeit haben Männer bestimmte Eigenschaften entwickelt, die wichtiger sind als ein starker Arm und die Konzentration auf Samenergüsse. Und genau deswegen achten sie auf das „Gesamtpaket“. Das, was sie nur von DIR bekommen, Mann.

Die Furcht vor den Männer-Shopperinnen

In den letzten Jahren sind viele Männer etwas verstört worden, weil Frauen suchen und suchen und suchen … bis sie ins Leere laufen. Sie glauben, dass Partnersuche „shopping" ist, und dass ihnen „nur das Beste“ zusteht. Das ist kontraproduktiv und absolut dumm, aber leider eine Tatsache. Für Männer heißt es, denjenigen Frauen die Hand zu reichen, die weniger „anspruchsvoll“ sind – aber durchaus bestimmte Eigenschaften zu schätzen wissen. Es sind Eigenschaften, die gerade DU hast.

Was Frauen langfristig wirklich suchen - Zukunftssicherheit

Frauen suchen in Wahrheit keine Männer, die in ihr Beuteschema passen, sondern solche, mit denen sie die Zukunft gestalten können. Ein solides Einkommen, ein kleiner Besitz und die Idee, die Treue zu halten, sind da wichtiger als „Gedöns“. Und statt eines breiten Brustkorbs und eines „ausfüllenden“ Penis können ein flexibles Gehirn und ein gesundes Selbstbewusstsein durchaus Frauenwünsche erfüllen.

Die Furcht der Männer vor der Urologin

Schwer begehbares Terrain
Dieser Artikel ist wirklich ernst gemeint. Er handelt von falscher Scham und einigen Irrtümern, sowie merkwürdigen Befürchtungen von Männern und Frauen, die sich nicht "unter sich" fühlen. Falls du ein Mann bist: Geh in jedem Fall zur Prostata-Vorsorgeuntersuchung. Egal, ob du da einer Frau oder einem Mann begegnest.

Vor Jahren genoss ich eine Auszeit in einer Einrichtung, die im Allgemeinen „Reha“ genannt wird. Normalerweise wurden Männer im dritten Stock behandelt, Frauen im zweiten. Die medizinischen Bäder mit lindernden Substanzen hatte man allerdings in den zweiten Stock verlegt.

Da saß ich also in der Abteilung für Damen und wurde kritisch beäugt. Nach einiger Zeit fasste sich eine feine Dame mittleren Alters das berühmte Herz und fragte ich in ungewohnt direktem Ton: „Sie sie sicher, dass sie hier richtig sind?“ Ich antwortete „absolut sicher, meine Dame.“ Daraufhin versuchte die Dame, an mir vorbei zu blicken, aber der Zweifel und die Verwirrung blieben weiterhin wie Zwillinge in ihrem Gesicht stehen.

Es ist merkwürdig, dass sich manche Orte als „weiblich besetzt“ gelten, andere als männlich. Etwas typisch „männliches“ ist, da sind sich viele sicher, eine Urologenpraxis, auch „Männerarzt-Praxis“ genannt. Was an diesem geheimnisumwitterten Ort geschieht, dringt so gut wie nie an die Öffentlichkeit – nicht einmal an das Ohr mancher Männer. Und Frauen wollen schon gar nicht wissen, was da mit den Männern geschieht.

Einmal bin ich in der urologischen Praxis einem weitläufigen Bekannten begegnet, der sich sofort für seinen Besuch dort entschuldigte. Man geht nicht zum Urologen, es sei denn, gar nichts geht mehr. Und sollte das so sein, dann meint der Mann nicht, dass er unter „Harnverhaltung“ leidet, sondern unter einer Störung … na ja, eben diese Störung. Und dies ist ihm peinlicher, als wenn’s mal in die Hose geht.

Und weil alles so schrecklich peinlich ist, was den „richtigen Mann“ bewegt, geht er oft erste gar nicht zur Vorsorgeuntersuchung. Und wenn er sich dann tatsächlich schamvoll dorthin quält, dann hofft er, dass ihn der „Männerarzt“ beruhigt – schließlich redet man dort ja von „Mann zu Mann“.

Nun gibt es tatsächlich Frauen, die den Beruf des Urologen ausüben: Urologinnen. Und dazu las ich: „Welcher Mann geht denn freiwillig zu einer Urologin?“ Oder „haben niedergelassene Urologinnen nicht (einmal) so viel Kundschaft wie ein Schneeräumdienst im Sommer?“ (Zitat: „Der Spiegel“)

Nur, er schon einmal in einer Institution des Gesundheitswesens Kontakte mit einer Urologin hatte (und dies bemerkte, weil er bei Bewusstsein war) weiß es. Und es ist wirklich genau wie bei den männlichen Urologen.

Allerdings frage ich mich, wie die liebenswerten Mit-Patientinnen in den Wartezimmern der Urologinnen reagieren werden, wenn dort plötzlich ein Mann auftauchen würde. Ob sie ihn irgendwann einmal fragen würden, ob er sich nicht in der Praxis geirrt hat?