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Magst du lieber dies oder das?

Sex-Fragebögen sind nervig, vor allem, wenn du gefragt wirst, ob du „lieber“ dies oder das machst.

Du kannst nicht sagen „nichts von beiden“ oder „beides“. Der Fragesteller zwingt dich, für das eine oder andere zu stimmen.

Gut, mal magst du das eine lieber als das andere, aber vielleicht auch von beidem etwas. Die meisten der Fragen laufen auf „geben oder bekommen“ hinaus. Wie ist es mit oraler Lust? Dominant oder unterwürfig? Eher geben oder eher bekommen? Eher gefingert werden oder einen Handjobgeben? Stehst du auf Pegging für ihn oder Analverkehr für dich?

Was würdest DU antworten, wenn du nach einem Dreier gefragt würdest? MMF oder FFM? Eine andere Bloggerin meinte, ihre Antwort darauf wäre „Ja“. Vielleicht sagte eine andere „Nein“ zu beiden. Oder sie redet über das, was sie wirklich davon mitnehmen will: MMF falls (folgt eine Bedingung), ansonsten eher FFM.

Bar jeder Moral: Menschen unterscheiden sich auch darin, ob sie eher Lust schenken oder erwarten, dass ihnen andere Vergnügungen bereiten. Wer wollte sich nun hinstellen und sagen, wer von beiden Gruppen die wertvollere ist?

Lust: erforsche deine Möglichkeiten und Grenzen

Der größte Wunsch, die größte Hürde: Oralsex
Neulich las ich einen Artikel einer Frau, die immer geglaubt hatte, es sei ekelhaft, einem Mann „einen zu blasen“, oder weniger ordinär: „Fellatio zu geben.“ Doch nach einiger Zeit entdeckte sie:

Nachdem ich es so gut erlernte, dass die Männer sich nicht mehr einkriegten, wenn ich es tat, da wusste ich, dass ich mindestens eine Eigenschaft hatte, die sie liebten.

Klar kannst du provokativ fragen: “Was, und andere Eigenschaften hast du nicht, die Männer mögen?“ Nun, es ist nur ein Beispiel: Versuch alles, und behalte das bei, was dir oder deinen Liebhabern/Geliebten Freude bereitet, und verwerfe alles, was für dich und andere nichts als Routinen sind.

Die Beispiele sind nicht grenzenlos, aber sie folgen einem Schema: Zuerst kannst du versuchen, die beliebtesten Wünsche und Träume zu verwirklichen – oder wenigsten ihre Vorstufen.

1. Oralsex zu geben und/oder zu empfangen.
2. Meinen Partner masturbieren / von ihm masturbiert werden.
3. Sexuell dominiert zu werden / zu dominieren.
4. Voyeur/Voyeuse sein bei hefigen Szenen anderer.
5. Einen „Dreier“ erproben (MMF oder FFM).
6. Lust am eigenen Geschlecht.
7. Aktive und passive anale Lust (auch mit Instrumenten)


Beim Dreier sind die Hürden (besonders für Singles) sehr hoch, während die Lust am eigenen Geschlecht bei Frauen deutlich höher ist als bei Männern, die allerdings eher an entsprechenden Rollenspielen interessiert sind. Bei anderen lustvollen Abweichungen gibt es Vorstufen, besonders beim Analverkehr, beim Küssen des gesamten Körpers, bei Orgien, bei Soft-SM mit Schlägen oder bei Bondage-Spielen. Beispielsweise beginnt man bei „Schlägen“ oft damit, ob der Partner beim normalen Sex Lust daran empfindet, einen kleinen Schlag auf den Po zu bekommen. Vor dem Analsex mache viele Paare erst einmal die “Fingerprobe“, und das Kitzeln ist oft der Einstieg zum Bondage-Sex (Fesselspiele).

Hat das etwas mit Liebe zu tun?

Ja und nein - nicht mit der beständigen Liebe. Aber mit dem Feuer der Lust, nach dem sich Singles und Paare gleichermaßen sehnen. Und auch das gilt: Für Mann und Frau ist bisweilen am schönsten, sich dem Partner oder der Partnerin völlig vorbehaltlos hinzugeben.

Für Paare könnt ihr hier viel in englischer Sprache nachlesen.

Mögen Frauen eigentlich Analverkehr?

Verlockend oder "geht gar nicht"?
Mögen Frauen eigentlich Analverkehr? Bedingt – aber er gehört mit Sicherheit nicht zu den Favoriten.

Warum haben Frauen passiven Analverkehr mit Männern?

Dieser Tage erreichte mich ein Artikel zum Thema Analverkehr, der mich – wie eigentlich immer beim Thema - stutzen ließ: Ja, eine überwältigende Mehrheit der Frauen liebe den Analverkehr aus unterschiedlichen Gründen. Ist das wirklich so?

Schauen wir mal, was wir an Tatsache finden. Zuerst beschäftigten wir uns mit der Frage, warum Frauen überhaupt Analverkehr zulassen. (1)

Diese drei Antworten hörten wir am häufigsten:

1. Aus Neugierde – Frau will einfach wissen, wie es ist.
2. Um einem Mann diesen Wunsch zu erfüllen.
3. Als ungewöhnlicher Preis für eine andere Leistung (quid pro quo).


Ferner wurde der Erhalt vaginaler Jungfräulichkeit oder der Einfluss von Drogen oder Alkohol genannt, die zum Analverkehr führten.

Die negativen Erfahrungen mit dem Analverkehr

Nun zu den negativen Erfahrungen. Sie bestehen einerseits aus Schmerz, und körperlicher Abneigung gegen das Eindringen „von hinten“, andererseits aber auch aus Gefühlen wie „erniedrigt werden“, sich schämen“ oder „sich ekeln“. Offenkundig waren viele der „analen Begegungen“ nicht geplant, die Männer zu spontan oder beide waren zu blauäugig über den gesamten Prozess.

Was aber hörten wir über positive Erfahrungen?

Recht wenig, wobei zu sagen ist, dass offenbar alle Frauen mit einer enttäuschenden oder befremdlichen ersten Erfahrung keinen zweiten Versuch unternahmen.

Allerdings sagte einige der Frauen, dass sie Analverkehr durchaus mögen würden, insbesondere die sensationelle Erregung die mit dem Eindringen verbunden sei. Außerdem seien sie auch in der Lage, den Analverkehr emotional genießen zu können, weil sie sich dabei „exklusiv intim“ mit ihrem Partner verbunden fühlten.
Im Vergleich zum vaginalen oder klitoralen Empfinden waren allerdings die meisten Frauen der Meinung, dass sie diese Formen der Sexualität dem Analverkehr vorziehen würden.

Was sagen Frauen über das Negative am Analverkehr?

Ganz offensichtlich zählt zu den „Kontras“ vor allem die Scham, den Anus überhaupt in das sexuelle Spiel einzubeziehen, weil dies seitens der Frauen als „schmutzig“ empfunden wird. Zum Zweiten ist es die Furcht vor dem ersten oder dem neuerlichen Schmerz, der Frauen hindert, sich anal penetrieren zu lassen. Und zum Dritten ist es die sorglose Spontanität, mit der Analverkehr seitens beider Partner ausgeübt wird. Dazu gehört, auf Schmierstoffe (Gleitgel) zu verzichten, sich nicht wirklich entspannen zu können und den Anus nicht vorzudehnen.

Wie empfinden Frauen das positive anale Gefühl?

Zu den Befürwortern zählen vor allem jüngere Frauen, die sich in sexuellen Experimentierphasen befinden. Dazu ein Beispiel:

Wenn der Mann nicht versucht, die Frau wie ein Hengst zu besteigen, sondern gefühlvoll vorgeht, dann genieße ich die Grenze zwischen Lust und Schmerz. Erst bekomme ich immer dies komische Gefühl, dass gar nicht genügend Platz in mir ist … aber wenn er eingedrungen ist, dann fühlt sich alles wirklich gut an.


In Frauenzeitschriften wird das Thema leider selten aus der Sichtweise der sinnlichen Erfahrungen und der erlebbaren Gefühle geschildert - stattdessen werden die üblichen "Tipps" verteilt - frei nach dem Motto: "Es ist gut nicht für jede, aber vielleicht für dich," Dennoch haben wir einige Beispielartikel der "üblichen Verdächtigen" auf Deutsch verlinkt..

Wie du mir, so ich dir …

In jüngster Zeit wird oft an das „Gans-und-Ganter“ Prinzip erinnert, das aussagt: Wenn eine Sache gut für die Gans ist, dann ist sie auch gut für den Ganter. In der Praxis heißt das: Wenn Frauen ihren Männern analen Sex gewähren, verlangen sie auch, dass er sich mit einem Analdildo befreundet. Wobei noch zu sagen wäre, dass Männer tatsächlich ein Organ besitzen, dass über den Enddarm so stark gereizt werden kann, dass sie zu völlig neuen Erfahrungen gelangen. Aber das wäre ein ganz anders Thema.

Wissenschaftlich (engl.): ncbi.

Auf Englisch:

womenshealth magazine (Erfahrunsgberichte) (engl.)
Bustle (Neun Erfahrungsberichte, engl.).
Glamour (Frauenzeitschrift, engl.,)

Auf Deutsch:

Cosmo (deutsch)
Freundin (deutsch)
Brigitte (Frauenzeitschrift, deutsch)
Welche Frau tut es? aus: Miss
(1) Rund 33 Prozent der Frauen träumen davon, Analverkehr zu haben,aber deutlich weniger praktizieren ihn bereits..

Was gehört heute zum gewöhnlichen Sex?

Orale Lust
Manchmal sind wir verblüfft - da benutzen unsere Zeitgenossen Begriffe wie "Sex haben" - aber so genau wissen sie nun doch nicht, was es bedeutet. Einen Zungenkuss auszutauschen ist sicher noch kein Sex. Aber was gehört nun eigentlich zum gewöhnlichen Sex?

Die Frage lässt sich am einfachsten Beantworten, wenn man überlegt, welche Sexpraktiken von den meisten Menschen verwendet werden. Dazu eigen sich zuverlässige Befragungen. In einer solchen in Deutschland gaben ungefähr 90 Prozent der Frauen und Männer an, schon mal „gewöhnlichen Sex“ erlebt zu haben, der allgemein „Vaginalverkehr“ heißt. Weil dies zu unscharf ist, verwenden wir hier den Begriff „PiV“ für „Penis-in-Vagina“.

Zum „gewöhnlichen Sex gehört inzwischen auch der Oralverkehr, von dem es noch Mitte der 1950er Jahren hieß, dass „ihn nicht einmal Huren ausüben“. Oralverkehr bedeutet, dass von einem Partner Lippen, Mundhöhle und Zunge genutzt werden, um das Geschlechtsteil des anderen zu stimulieren. Wenn man dabei etwas „gemacht bekommt“, heißt es immer „passiv“, wenn man selber „etwas macht“, heißt es „aktiv“.

Männer und oral

Immerhin haben demnach 56 Prozent der Männer schon einmal „passiven Oralverkehr“ genossen, das heißt, sie ließen sich (wenn sie heterosexuell waren) oral von einer Frau stimulieren - in der Gelehrtensprache nennt man das auch Fellatio. Wenn ein Mann seinerseits „Oralverkehr“ an einer Frau vollzieht, heißt dies im Volksmund „lecken“, und offiziell „Cunnilingus“. Auf diese Weise haben 51 Prozent der Befragten schon einmal einer Frau befriedigt.

Frauen und Oralverkehr

Bei den Frauen finden wir recht ähnliche Prozentzahlen vor: 48 Prozent gaben an, schon passiven Oralverkehr (Lecken, Cunnilingus) gehabt zu haben, und 45 Prozent gaben an, schon mal einen Blowjob (Fellatio) gegeben zu haben.

Vergleich mit Analverkehr - Männer

Analverkehr („Sex, bei dem etwas in den Po geht“) wird ebenfalls in „aktiv“ und passiv“ aufgeteilt. Bei Männern ist Analverkehr aktiv und passiv möglich, Frauen können auf „gewöhnliche“ Weise nur Analverkehr passiv ausführen, für aktiven Analverkehr benutzen sie Instrumente, die allgemein „Strap-on-Dildos“ heißen. Dabei antworteten 19 Prozent der Männer, bereits einmal aktiven Analverkehr erlebt zu haben, während nur vier Prozent angaben, einmal passiv anal befriedigt worden zu sein.

Frauen und Analverkehr

Siebzehn Prozent der Frauen gaben an, schon einmal passiven Analverkehr mit einem Mann gehabt zu haben. Wie viele Frauen schon aktiven Analverkehr vermittels eines Dildos versuchten, geht aus der Statistik nicht hervor.

Was bedeuten diese Zahlen?

Die Zahlen entstammen zwar einer einzigen Quelle, sind aber mit gewissen Einschränkungen für Deutschland relativ verlässlich. Beim Analverkehr ist zu berücksichtigen, dass 14 Prozent der Männer nicht heterosexuell waren.

Vergleich mit anderen Ländern

Außerhalb Deutschlands liegen die Zahlen bei solchen Befragungen teilweise deutlich höher. Vor allem für Oral- und Analverkehr wurden in einzelnen Ländern deutlich höhere Zahlen angeben (Oral USA - Frauen 89 Prozent, Männer 90 Prozent, anal USA - 36 / 40 Prozent). Ähnlich in Schweden: Von dort wird berichtet, dass 94 Prozent der Studentinnen „aktiven oder passiven Oralsex“ hatten.

Die heutige Bedeutung von „Sex haben“

Wir verwenden heute den Begriff „Sex haben“ - aber viele wissen nicht, dass dazu nicht allein der „reine Geschlechtsakt“ im Sinne unserer Vorfahren ist. Vielmehr gehört nach der heutigen Sichtweise mindestens der Oralverkehr (aktiv und passiv) zu den üblichen „Zutaten“ einer lustvollen geschlechtlichen Betätigung. Darüber hinaus besteht „Sex haben“ nach heutiger Auffassung aus allen Praktiken, bei denen bei mindestens einem der Beteiligten die Geschlechtsteile stimuliert werden - egal wie.

Zahlen, Fakten, Erhebungen:
Das Zahlenmaterial fanden wird im Ärzteblatt.
Die US-Dateh stammen aus der "National Survey of Family Gowth" USA, 2010.
In Schweden gibt es mehrere Erhebungen - die zitierte wurde "researchgate" entnommen.

Welche erotischen Themen bewegen weibliche Journalisten?

Wie bekannt, begeben wir uns dann und wann in die „Zweite Reihe“ der Bloggerinnen, die auf der Basis erotischer Sensationen Leserinnen an sich ziehen und oftmals eben auch etwas verkaufen wollen. Und wen wundert es - die lautesten Quasselstrippen im Bereich der Sexualität haben eigentlich immer die gleichen Themen.

Masturbation ohne Ende

Das Thema Tipps und Tricks zur weiblichen Masturbation entwickelt sich inflationär. Und zumeist stehen am Ende irgendwelche Produkte, die zu mehr Genuss verhelfen sollen. Diese Woche waren es Audiopornografie als Masturbationshilfe und neue Tipps unter der Überschrift: „Es geht wesentlich besser, seit ich es richtig mache“. Potz Blitz!“ Wirklich? Plus „Fünf Tipps für die Masturbation, die die heute probierten kannst.“ Na schön, hast du sonst nichts zu tun?

Anal wird zum Dauerthema

Als Dauerthema erweist sich auch Analverkehr. Diesmal gab es nicht drei, nicht fünf und nicht sieben unerlässliche Tipps allein für die Vorbereitung – sondern elf. Ja, ELF. Und nicht bei uns, auf keinen Fall. Und dazu ein Bericht von einem Mann, der schwor, es einmal versucht zu haben – aber nur einmal.

Lernen von Huren?

Ein Thema, das immer intensiver in die Medien kommt: Was kann eine „solide“ Heterofrau von einer Prostituierten lernen? Klar – die kennt sich wahrscheinlich besser mit den Varianten aus, mit denen du einen Mann „echt heiß“ machen kannst. Kürzlich schrie eine Bloggerin darüber, was sie als „Sexarbeiterin“ über Männer lernte. Wollen wir das wissen? Na, vielleicht doch? Das Verdächtige an vielen Artikel ist aber: An ihrem Ende steht dann die Webseite der Dame mit den Tarifen. Ein der einschlägigen Seiten titelt beispielsweise: „Wie man sein Date genießt“. Gemeint ist dann aber die Erfahrung eines Escort-Girls mit Männern.

Die „sensationellen“ Veränderungen des Sexlebens

Und ein weiterer Dauerbrenner: was alles das Sexleben der Damen verändert hat. Völlig verändert haben eine der Autorinnen ihre gepiercte Nippel. Wahrscheinlich, weil sie sich bei der Kontrolle im Flughafen jetzt immer ausziehen muss. Oder vielleicht doch nicht?

Fehlt nur noch Pornografie. „Warum sie mein Sexleben (nicht) verändert hat“ ist ein beliebtes Thema in den Frauen-Publikationen, und ja, auch „Wir Mütter sehen Pornografie“.

Und welche erotischen Themen hatten wir?

Teilweise haben wir uns ein bisschen angehängt – zum Beispiel bei der Audio-Pornografie. Oder bei der Frage, warum Männer manchmal Escorts bevorzugen.

Der Mann und sein Penis

Aber natürlich greifen wir nicht nur auf, sondern ergänzen, analysieren oder gehen sonst wie in die Tiefe. Zum Beispiel, ob ein Mann überhaupt erregt werden muss, oder ob er ständig „einen Steifen in der Hose“ hat, der auf Befehl herausspringt. Oder was du überhaupt mit einem Mann anstellen kannst, der einen „weichen“ Penis hat.

Schließlich beschäftigten wir uns noch mit der Sexsucht – auch so ein Thema, das ständig durch die Presse geistert – in diesem Fall nicht durch den weiblich dominierten Teil der Publikationen.