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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche: wenn die Lust zu uns sprechen soll

Wirkliche Neuigkeiten sind dieser Tage rar. Manche Autoren/Autorinnen fokussieren sich auf die anstehende Wahl, andere nagen immer noch an Covid-Themen herum - und viele sind erstaunt, dass sie im Spiegel nichts anders als sich selbst sehen.

Sinnliche Geschichten in der Liebeszeitung?

Zeit für mich, ein wenig über unsere Zeitung nachzudenken. Seit Monaten erwäge ich, wieder einige wirklich „sinnliche“ Themen zu veröffentlichen. Dabei bin ich in demselben Konflikt wie eh und je. Die Geschichten sollten sich so lesen, dass die Damen leicht erröten, aber nicht so, dass sie wütend auf den Bildschirm einschlagen. Wo die Konflikte bei „erotischen“ Geschichten liegen, ist vielfach beschreiben worden.

Wahre Gefühle oder sinnliche Sensationen?

In einem ersten Artikel geht es um „Gefühlswelten und Wahrheit“. Ganz kurz: Darum, was wirkliche Personen bei gewöhnlichen und ungewöhnlichen sexuellen Aktivitäten verspüren. Im zweiten beschäftigen wir uns damit, wie sinnliche erregende Geschichten geschrieben werden können, wenn die Autoren „nichts dergleichen“ wirklich erlebt haben. Wie auch immer – es ist ein Seiltanz.

Die Fassaden bröckeln: erotische Fantasien

Das Thema „erotische Fantasien“ korrespondiert eng mit dem Thema des „sinnlichen Schreibens“. Denn erotische Fantasien werden von uns in Skripten erlebt, die unsere Wachträume durchziehen. Und sie befremden die Träumer(innen) ebenso wie sie die sexuelle Erregung genießen, die von ihnen ausgehen. Überraschend ist immer wieder, dass hinter den Fassaden und Klischees sehr differenzierte Gefühle lauern.

Armselige Sprache - zu wenig Worte für die Lust und ein Bild

Wir haben wieder einmal ein Foto veröffentlicht – es geht um den „Verlust der Unschuld“ in längst vergangenen Zeiten. Dieser Artikel führte dann wieder zum „erotischen Schreiben und Denken“: Unsere Ausdrücke für die Variationen der Leidenschaft sind wahrhaft armselig.

Zwei Seelen in der Brust - kennst du das?

Ob Realität oder Fantasie – oft spüren wir, dass wir zwei gegensätzliche Dinge von der Liebe oder der Lust erwarten. Keine Panik nötig – das hat natürliche Ursachen – aber von uns wird eben erwartet, dass wir uns entscheiden. Dabei wählen wir nicht zwischen Himmel und Hölle, sondern nur, uns unserer Natur bewusst zu werden oder nicht. Das wäre eigentlich eine sehr einfache Entscheidung, wenn es nicht so viele „Aber“ gäbe.

Sexuelle Orientierung und sexuelle Lüste

Was hätte ich noch an anderen Themen zu bieten? Viele Menschen beginnen, ihre sexuellen Vorlieben zu liberalisieren. Und manche denken, dass habe etwas mit der grundlegenden sexuellen Orientierung zu tun. Nein, das ist nicht so. Rein sexuelle Begierden, Befriedigungen und sinnliche Lüste können auf vielfältige Weise betrachtet werden.

Langzeitpartner gesucht?

Ein erneuter Ausflug in die Partnersuche gefällig? Bei langfristigen Beziehungen entscheidet, sich auf „des Lebens Wogen“ einzustellen. Und nicht darauf, was du dir jetzt erträumst. Also kann sich eine vielseitige, flexible und tolerante Persönlichkeit auf Dauer besser eignen als der „ideale Partner“ für die nächsten drei Jahre.

Zumutungen, Wonnen, Dominanz?

Habe ich euch zu viel zugemutet diese Woche? Andere Themen wären die dominanten Frauen dieser Welt gewesen. Wie real sind sie? Was entspringt der männlichen Fantasie? Wo beginnt das Schauspiel, das „Grand Guignol“ der Lust? Immerhin fand schon die Circe Vergnügen daran, „aus Männer Schweinchen zu machen.“

Falls ihr nicht so krause Gedanken habt: Das Wochenende naht, und Lust und Wonne winken. Und manchmal ist wirklich besser, mal einen Sperling einzuladen als darauf zu warten, dass ein Fasan durch die Tür spaziert.

Nach Lust und Schlägen lechzen - wie geht das zusammen?

Die literarische Mär: Reife Dame in sinnlicher Bekleidung züchtigt jungen Mann
Die Ära der „häuslichen Disziplin“ liegt schon lange zurück. Wer in seiner Kindheit noch einen „Hinternvoll“ auf den „Blanken“ bekommen hat, bezieht inzwischen wahrscheinlich Rente. Selbst im Vereinigten Königreich, wo Schülerinnen und Schüler noch damit rechnen mussten, dass im Rahmen der Schuldisziplin eine „körperliche Züchtigung“ vollzogen wurde, war damit 1987 endlich Schluss (1). Und seither wurden auch notorische „Wiederholungstäter“ nicht mehr mit den gefürchtete „Six oft the best“ (2) bestraft, die mit dem Rohrstock vollzogen wurden.

Die Suche nach den Ursachen - ungelöst

Jahrzehntelang hatte man befürchtet, dass körperliche Schläge zu einer erheblichen Störung der Psyche führen würde, und in der Tat konnte man dies unschwer an verhaltensgestörten Jugendlichen nachweisen. Doch eine Frage blieb unbeantwortet: Warum erregten manche jungen Frauen und Männer die Schläge auf das Gesäß sexuell? Wie kam es zustande, dass sie begierig auf Schläge wurden, so sehr, dass sie sich förmlich danach drängten, jemandem das Gesäß zu präsentieren, um lustvoll geschlagen zu werden?

Um es vorwegzunehmen: Eine glaubwürdige Antwort darauf steht noch aus. Von dem Begriff „passive Algolagnie“ bis zum modernen Wort „Masochismus“ ist die Literatur zwar voller Erklärungen. Doch eine eindeutige Ursache konnte aus der Sicht der Psychologie und der Psychiatrie nicht gefunden werden. (3)

Die Freudianer verweisen auf die Kindheit

Aus der Psychotherapie hören wir, dass diese Frauen und Männer in ihren frühen Jahren körperlich geschlagen oder psychisch gedemütigt wurden. Obgleich diese These auch heute noch recht häufig vertreten wird, gilt sie als widerlegt, denn es erwies sich als unmöglich, dafür den Beweis anzutreten. Verdächtigt wurden aus psychiatrischer wie auch aus psychologischer Sicht einerseits „negative Einstellungen gegenüber der Mutter“ und Störungen in der „analen Phase“, die eine Verbindung von Lust und Schmerz ermöglichten. Körperliche Züchtigungen wurden seltener erwähnt, gelten aber, gelten aber in populärwissenschaftlichen Berichten weiterhin als Ursache für die Schmerzlust.

Die Pubertät – Doppelbindungen im Strudel der Sinne?

Den sadomasochistischen Helden und Antihelden in der Literatur wird oft unterstellt, dass ihre Prägung durch Erlebnisse im Jugendalter entstand. (3) Beschrieben wird oftmals, dass die Jünglinge oder auch die jungen Frauen weit nach Eintritt der Pubertät gezüchtigt wurden. Wenn es sich um junge Männer handelte, so würden sie sich während des Körperkontakts zur strafenden (weiblichen) Person erregen – und gegebenenfalls gar ejakulieren. Als Verursacher kommen Gouvernanten oder entfernte weibliche Verwandte infrage, vorzugsweise Tanten oder Cousinen. Angenommen wird, dass die jungen Männer dabei eine Doppelbindung an die Sinnlichkeit und an den Schmerz entwickeln, ähnlich wie bei den pawlowschen Hunden. Für junge Frauen mag dies in gleicher Weise zutreffen, doch fehlen Beweise aus der Literatur und der Realität.

Gedankliche Schmerzlust im Erwachsenenalter

Im Widerspruch zu beiden Theorien steht vor allem, dass viele junge Menschen weder das eine noch das andere erlebt haben. Und dennoch kreisen ihre Fantasien darum, in der Lust den Schmerz zu erleben und im Schmerz die Lust. Wer sich darauf einlässt, benötigt allerdings einen Menschen, der ähnlichen oder gegenteiligen Begierden hingibt. Es scheint sich herauszukristallisieren, dass heterosexuelle Frauen dabei oft gleichgeschlechtliche Begegnungen vorziehen, weil sie Männer für zu brutal und unüberlegt halten. Heterosexuelle Männer hingegen wollen sich ganz bewusst vor Frauen erniedrigen und dabei die Schläge genießen, die sie dabei empfangen.

Einfachere Erklärungen für die Schmerzlust

Die einfachste Erklärung für die Schmerzlust besteht allerdings darin, dass Schläge, die eine flächige Rötung der Haut verursachen, sich auch auf die Durchblutung der Genitalien auswirken. (6) Es scheint zumindest so, als ob dieser Grund im Dschungel der komplizierten Denkweisen untergegangen ist.

Ebenso naheliegend erklärt die Gehirnforschung die Nähe von Lust und Schmerz. (7) Demnach ist ein gemeinsames Zentrum im Gehirn für Lust und Schmerz verantwortlich, und angenommen wird nun, dass sich beide ergänzen.
Eine weitere Erklärung, die zwar psychologisch motiviert ist, aber sehr leicht nachvollzogen werden kann, kommt aus den Kreisen jener Welt, in der „Entspannung durch Schläge“ angeboten wird. Das liest sich textlich so (noch 4):

Viele Männer aus der Mittelschicht … wurden in dem Glauben erzogen, dass Erfolg alles ist. Wir sind dann ständig bemüht, uns diesen Erfolg zusichern – und wir empfinden es daher als Erleichterung, unsere Macht vorübergehend abzugeben.

Für nichts verantwortlich zu sein, nicht ständig „seinen Mann stehen zu müssen“. Die Kontrolle völlig abzugeben und sich nur der strafenden Hand der Partnerin hinzugeben – das scheint die neue Wonne für viele Männer zu sein. Es heißt, dass vor allem solche, mit Macht und Einfluss ausgestattete Männer, die exklusiven Studios dominanter Frauen besuchen.

Die aufkommende Macht der Frauen

Wo wir gerade bei machtvollen Männern sind – unsere Gesellschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Frauen drängen an die Macht und beginnen, diese nach gleichen Regeln auszuüben wie Männer. Und sie erfahren bald, welche Anstrengung damit verbunden ist, Macht auszuüben und Macht zu erhalten. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann auch sie nach Möglichkeiten suchen, sich ganz in die Hände einer dominanten Person zu begeben – zeitweilig und ohne Verbindlichkeit.

(1) Informationen im britischen Schulmuseum.
(2) Gemeint sind sechs heftige Schläge auf das Gesäß mit dem gefürchteten "Cane" (Rohrstock).
(3) Auf "Psychotherapeuten"
(4) In zahllosen viktorianischen Schriften, auch in "gehobener Literatur".
(5) Aus der "Spectatorworld" - weitgehend eine sinnreiche Spekulation.
(6) Den Schilderungen von Personen entnommen, die als glaubwürdig gelten.
(7) Aus "wissenschaft.de"

Illustration: Aus "Painful Pleasures", erschienen 1931.

Wenn sein Gesicht zum Sitzplatz wird

Ungewöhnliche Konstellation oder ein Vergnügen besonderer Art?
„Facesitting“ ist im Grunde keine typische Sexposition, und sie kann auch kaum als Fetisch bezeichnet werden. Im Grund ist sie nichts anderes als die totale Hingabe des Mannes an den Cunnilingus, den er so lange ausführt, wie es die Frau wünscht. Das Besondere daran: Der Mann sieht zur Decke, und die Frau platziert ihren Unterleib auf seinen Lippen.

Was mag einen Mann dazu bewegen, sein Gesicht als „Sitzplatz“ für eine Frau anzubieten?

Im Grunde kann er zwei Gelüste haben, die ihn in diese Position bringen:

Für die Liebhaber des Cunnilingus bieten sich die Möglichkeit, im Rollenspiel anzunehmen, er würde zu etwas gezwungen, was er nur allzu gerne tut. „Sehen, schmecken, riechen und den Erfolg der Simulation genießen.“ Es wirkt wie ein Zauber – und der Mann kommt aus seiner Rolle nicht so schnell frei, was wieder die Frau begeistert.

Hat der Mann hingegen die Tendenz, sich Frauen zu unterwerfen, so genießt er die Aufgabe jeglicher Kontrolle. Für ihn ist es in Ordnung, wenn ihn die Frau demütigt, und benutzt, um ihre Gelüste zu befriedigen, seien sie psychisch oder physisch.

Viele Paare benutzen – unabhängig von der Art der Unterwerfung – Spielzeuge aus den Regalen von BDSM-Spezialgeschäften. Interessant sind vor allem Augenbinden und sehr weiche Lederhandschellen, denn schließlich soll er ja keine eigenen Aktivitäten entwickeln. An dieser Stelle erlaube ich mir eine Randbemerkung: Es gibt keine plausible Erklärung dafür, warum Frauen kein passives „Facesitting“ mit anderen Frauen betreiben sollten. Vermutlich ist dies ein Bereich, über den nicht gesprochen wird.

Technische Probleme

Am häufigsten diskutiert werden Gewichtsprobleme: Athletische Frauen können sich in der Regel vorstellen, ein Gewicht von – sagen wir mal – 60 Kilo auf dem Gesicht eines Mannes auszubalancieren. Wie aber stellt es die Frau an, 180 Kilogramm auf Nase und Lippen zu bringen, ohne den Partner zu schädigen?

Eine Frau, die Facesitting praktizierte, erklärte es uns:

Das Wichtigste ist, dein Gewicht nicht „wirklich“ auf das Gesicht deines Partners zu legen (oder deiner Partnerin)?

Zunächst, so hörten wir, solltest du versuchen, über ihm/ihr zu knien. Damit ruht dein Gewicht auf deinen eigenen Beinen. Nun robbst du dich soweit heran, dass sich deine Oberschenkel auf beiden Seiten seines/ihres Kopfes befinden. Dein Blick sollte dabei nach vorn gerichtet sein. Das ist jedenfalls die beste Ausgangslage. Falls du diese Position auf einem Bett einnimmst, versuche, dich am Kopfteil festzuhalten. Wenn du einen festen Halt findest, kannst du deinen Körper wesentlich besser positionieren. Du beginnst damit, dass du dich von der etwas erhöhten Position direkt auf sein Gesicht herabsenkst. Ist das geschehen, so kannst das Vergnügen beginnen.

Ich empfehle sehr, ihm nicht zu viel Bewegungsfreiheit zu lassen. Er soll sich ja auf dich konzentrieren. Möglicherweise musst du zu Anfang dafür sorgen, dass seine Hände immer schön parallel zur Bettkante bleiben. Das ist ja gerade der Sinn: Er tut etwas für dich – du tust nichts für ihn.

Übrigens habe ich wieder vergessen, dass dein Partner kein Mann sein muss.

Und indem ich das sage, komme ich zu der Frage, die du dir sicher schon lange gestellt hast: Mögen gewöhnliche Partnerinnen oder gar Ehefrauen „Facesitting“? Oder machen sie das nur, damit sich der unterwürfige Mann seine Trauben nicht woanders holt?

Mag eine ganz gewöhnliche Geliebte "Facesitting"?

Die Antwort fällt nicht leicht, weil „Facesitting“ eben auch von Prostituierten und sogenannten „Dominas“ angeboten wird. Ist es also eine Praxis, die eine „anständige“ Frau niemals ausüben würde?

Wir hörten, dass Frauen sehr unterschiedlich darüber denken. Wenn ein Paar schon damit experimentiert hat, dass die Frau zum Reiter und der Mann zum Ross wird, liegt nahe, in dieser Position auch Cunnilingus zu versuchen.

Je dominanter eine Frau, um so mehr liebt sie die Position

Allgemein, so schien mir, sind vor allem Frauen begeistert, die gewisse dominante Züge haben. Eine der Frauen, die freimütig darüber Auskunft gaben, schrieb, sie können in der Facesitting-Position mehr Druck ausüben. Und dies würde ihr sehr dazu verhelfen, intensivere Gefühle zu entwickeln als beim „normalen“ Cunnilingus. Eine andere sagte ebenfalls, sie könne die Geschwindigkeit und Intensität nahezu beliebig regulieren. Es sei so, als ob sie „die Zügel jederzeit in der Hand halten würde“, während sie ihm verbale Anweisungen erteile.

Und ganz generell? Die Frauen, die es gerne tun, genießen die Macht, die ihnen durch das Facesitting zuwächst. Und wenn zu der Macht noch die Lust kommt und Orgasmen als Lohn winken – was will frau dann noch?

Und was hätte ich noch nachzutragen?

Es gib viele lustvolle Spiele, in denen vor allem der Mann profitiert. Und in diesem Fall bekommt er nichts außer dem erregenden Kontakt mit deinem Unterleib. Da ist sein Lohn. Jedenfalls für heute. Morgen kannst du ein neues Spiel zu anderen Regeln beginnen.

Hinweise: Wenn du anderer Meinung bist, dann sag es uns. Die Quelle, die wir benutzt haben ist sicher und zuverlässig. Zahlen haben wir leider nicht - Cunnilingus an sich (ohne Facesitting) ist allerdings das Traumziel zahlloser Frauen und Männer. Grafik: Künstlerdarstellung von Liebesverlag.de

Die Woche: die Sinnlichkeit des Hinterns und die Lust an der Unterwerfung

Der Monat August war für mich turbulent – und dies, obgleich ich „eigentlich“ in Urlaub fahren wollte. Den habe ich dann Tag um Tag verschoben und bin am Ende tatsächlich auf einer Insel gelandet, auf der die Luft deutlich besser ist und auf der man keine Masken tragen muss.

Und nun?

Mehr lustvolle Sinnlichkeit

Nun geht es weiter wie gewohnt – na, nicht ganz wie gewohnt. Denn die Liebeszeitung wird sich in Zukunft mehr der Liebe widmen: Das, was sie ist – und das, was viele von euch dafür halten. Schon immer waren wir hart an den Schnittstellen zwischen Pornografie und Erotik, Erotik und Sinnlichkeit, Sinnlichkeit und emotionaler Erregung. Nennt es, wie ihr wollt – ich gebe die Namen nicht vor.

Weniger „Dating-Quatsch“

Ich habe schon oft geschrieben: Mehr als 90 Prozent von dem, was ihr von sogenannten „Fachleuten“, Autorinnen/Autoren Journalisten jeglicher Art und von Betroffenen hört, ist in der Substanz Unsinn. Das liegt schlicht und einfach daran, dass Du entweder dein eigener Experte bist – oder keine Ahnung hast, was du wirklich willst. Das ist definitiv alles.

Nachdem dies gesagt und geschrieben wurde, will ich kurz auf die Beiträge der vergangenen Wochen eingehen. Sie zeigen zweierlei: erstens den Konflikt zwischen einem moderaten Standpunkt und dem Versuch, die Lüste deutlich und möglichst plastisch zu beschreiben.

Neue Quellen und Inspirationen

Zudem habe ich einige Quellen abgewählt, denn seit sich immer mehr schreibende Amateure als typische Wiederkäuer erweisen, sind auch Bloggergemeinschaften kaum noch erträglich. Ehrliche erotische Gefühle gegen durch die Haut, erzeugen heftige Emotionen aller Art und beinhalten Ekstase, Schmerz, Schweiß, Speichel und Sperma. Doch was steht am Anfang? Ein Hauch, ein Duft, ein Augenaufschlag, eine sanfte Berührung, etwas intimer als es üblich ist. Lasst uns darüber reden.

Wenn sich der Mann unterwirft …

Die pornografische Literatur und deren „bewegte Bilder“ sind voll von Frauen, die sich Männer unterwerfen. Wer sie gelesen oder gesehen hat, muss zu der Meinung kommen, Männer seien brutal, sadistisch oder bestenfalls krankhaft dominante Machos. Die gegenteilige Situation kommt kaum vor – und wenn, dann sind die Schilderungen noch brutaler. Dann erscheint die unerbittliche Herrin, die den Mann bis aufs Blut quält – auch keine hübsche Vorstellung für die meisten von uns. Die Realität ist deutlich einfacher: Für viele Männer ist es ausgesprochen verlockend, sich Frauen zu unterwerfen, weil sie dann nur eine Regel befolgen müssen: sinnliches Erdulden möglicherweise andere Emotionen. Aber in jedem Fall: Als unterwürfiger Mann musst du dir nicht überlegen, was gut, richtig oder gerade angebracht ist.

Den Po nahebringen

Im Stil hat sich auch bei uns etwas geändert: Isidora, die Vielseitige, versucht, uns den „Po“ verbal nahezubringen. Ihre These: Wenn du den Po nur zum Sitzen benutzt, entgeht dir die Lust daran.

Fluide Sexualität und Irrtümer

Ein kleiner Aufreger war unser Artikel darüber, was Homosexualität im Gegensatz zu fluider Sexualität ist. Um es klar zu sagen: Wer von fluider Sexualität redet, sollte wissen, wovon er eigentlich spricht. Nämlich vom Wechsel sexueller Präferenzen in Eigenverantwortung. Es bedeutet nicht, das Ufer zu wechseln und die Brücken hinter sich zu sprengen.

Unser alter Freund Gramse hat virtuell auf St. Pauli geschnüffelt und dort entdeckt, wie ein Mann sicher und effektiv Mund und Nase bedecken kann. Zur Satire wird es demnächst eine Sachinformation geben, in der wir die Tatsachen aufdröseln. So viel schon mal vorab: Bei dieser Form von Lust ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich.

Ich wünsche euch allen, dass ihr gesund und fröhlich seid und alles tut, was möglich ist und euch zugleich glücklich macht. Und zunächst mal – ein schickes Wochenende.

Warum unterwirft sich der Mann einer Frau?

Wenn Männer fantasieren ...
Bevor ich zum Thema komme: Sich freiwillig zu fügen, nachdem man sich eine feste Position erarbeitet hat, ist eine gute Eigenschaft der Primaten. Sie dient vor allem den Menschen, die auf diese Weise enorme gemeinsame Leistungen verbringen konnten. Sich zu fügen, einzufügen oder unterzuordnen ist als nichts absolut Negatives.

Sich erotisch fügen – wer tut es?

Sexuelle, erotische oder sinnliche Unterwerfung bestehen aus Realitäten und Spielsituationen. Viele Menschen glauben, Frauen seinen von Natur aus unterwürfiger als Männer. Und doch versuchen Frauen eben auch, gelegentlich andere Frauen erotisch zu beherrschen, und manche spielen mit dem Gedanken, einmal einen Mann zu dominieren. (Als Tagtraum: Dominiert werden wollen etwa 65 Prozent, dominieren etwa 47 Prozent).

Andererseits gelten Männer als erotisch als aggressiv und dominant. Sieht man aber genauer hin, so sind sie durchaus geneigt, passive sinnliche Berührungen zuzulassen und sogar zu genießen. (Wieder als Tagtraum: Dominiert werden wollen etwa 53 Prozent, dominieren etwa 60 Prozent).

Unterwerfen sich junge Männer willenlos den Frauen?

Männer unterwerfen sich früh. Sicher – es ist ein wenig abhängig von der jeweilig vorherrschenden Kultur und vom Geburtsjahrgang. Also wird jeder Mann, der dies liest, wissen, wo er ich einordnen kann, und ober überhaupt in dieses Schema passt.

Die ersten Frauen, denen sich ein Mann unterwirft, sind die Mutter, die Tanten und die Großmütter. Manchmal auch älteren Schwestern oder weiblichen Bewohnern von Mehrfamilienhäusern. Dann folgen die „Tanten“ im Kindergarten, die Lehrerinnen und gelegentlich sogar Mitschülerinnen.

Soweit richtig? Wenn es für dich nicht zutrifft, lies bitte trotzdem weiter, wenn du ein Mann bist.

Lieber sich selbst schädigen statt Frauen zu schaden?

Die meisten Jungen haben gelernt, dass man „Mädchen nicht schädigt“, also weder emotional noch körperlich verletzt. Und viele haben dies verinnerlicht. Und es bedeutet für viele Jungen: Wehre dich niemals körperlich oder emotional gegen verbale oder körperliche Übergriffe, gleich, ob sie von einzelnen „Mädchen“ ausgehen oder von Gruppen.

Manche Jungen interpretieren dies als „Ertrage alles, was sie dir antun und wehre dich niemals gegen sie.“

Allerdings war der wohlmeinende Hinweis von Eltern, Verwandten und Erziehern anders gemeint – doch gerade dies übersieht mancher Jüngling, wenn er seinen ersten, teils naiven sinnlichen Begegnungen mit jungen Frauen hat.

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