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Erotische Dominanz – die Vielfalt der ungewöhnlichen Lüste

Dominiert zu werden - unter den ersten zehn frivolen Frauenträumen (1)
Erotische Dominanz – wenn du zu diesem Thema etwas im Internet suchst, bekommst du neben den üblichen Pornos vor allem Webseiten, auf denen Frauen erotische Dienste anbieten. Eine oder keine professionelle Domina – für jeden Herrn ist die passende Behandlung verfügbar – von der Keuschhaltung bis Zwangsentsamung. Die meisten Internetbesucher sehe daher die Dominanz im Licht der käuflichen Dienstleiterin, die sich als "Domina" vermarktet.

Echte erotische Dominanz als „Lifestyle“ oder 24/7-Beziehung ist sehr selten und fast nie angebracht, weil sie oft zur Versklavung von Körper, Geist und Psyche führt, auch wenn dies nicht von Anfang an klar ist. Und Dominanz als Spiel ist davon abhängig, wie gut die Spieler sind – insbesondere der Spieler, der die dominante Rolle übernommen hat.

Sinnliche Dominanz - Vielfalt und nicht einfach Schläge

Das Interesse an sinnlicher Dominanz ist größer als das Interesse an Spanking (Po verhauen oder andere Strafspiele) oder Bondage (Fesselungen und Hemmungen der Wahrnehmung). Doch erotische oder sexuelle Dominanz zum Lustgewinn ist weit verbreitet: Sowohl aktiv wie auch passiv liegen Frauen und Männer in der Gegend von 50 Prozent der Bevölkerung – was die Sehnsüchte betrifft.

Dominanz - wer sie will, muss Hürden überwinden

Dominanz drückt sich dabei in vielerlei aus – vor allem aber darin, wer bestimmen darf, was geschehen soll, und natürlich, wie bereitwillig oder zögerlich der Partner auf das Ansinnen reagiert. Ob Scham, Anstand oder gar Ekel – in der Regel müssen beide Partner ein paar Hürden überwinden, um in die gewünschte Rolle hineinzuwachsen. Typische Probleme, die auch Vanille-Paare haben, müssen zuerst besprochen werden: Wie ist es mit Intimküssen? Wer darf oder sollte dem anderen orale Lüste bereiten? Darf oder soll der andere masturbiert werden, und falls ja, bis zum Limit, darüber hinaus oder gar so oft, bis sich die Lust in süße Qualen verwandelt? Und falls Schmerz zum Repertoire gehören soll: Welche Instrumente sollen eingesetzt werden, und wie soll die Prozedur ausgeführt werden?

Dominanz hat viele Gesichter

Viele Paar stellen im Laufe ihrer Spiele fest, dass sie nach und nach mutiger werden und sich trauen, vom Partner auch einmal etwas höchst Ungewöhnliches zu erbitten. Und nicht wenige Paare beweisen, dass sie sowohl die eine wie auch die andere Seite der Dominanz in sich tragen: Mal wollen sie aktiv dominant sein und mal wollen sie die Dominanz als „Unterwürfige“ genießen. Was eigentlich nicht mit „passiv“ gleichzusetzen ist, weil damit auch Forderungen verbunden sind.

Es ist nicht alles so, wie es zu sein scheint. Erotische Dominanz ist meist chic und vielfältig, aber sie kann auch entsetzlich, hinterhältig und einseitig sein. Und dies betrifft offenkundige SM-Paare genauso wie Hans und Grete, die sich als „Vanilla“ definieren.

(1) Die Statistik bildet nur Träume und Vorstellungen von Frauen ab, keine realen Aktivitäten.

Was macht eigentlich eine gute Verführerin?

Verführung durch Körpersprache - hier recht deutlich
Es gibt viele Gerüchte darüber, wie eine Verführerin sein muss. Die Geschichte kennt sie als „Femme fatale“, also als männermordendes Ungeheuer oder mysteriöse Gehirnwäscherin, als Blutsaugerin oder was man sonst noch Schlechtes sagen könnte.

Alles Unsinn … das ist sie nicht. Eine gute Verführerin ist nichts mehr als eine kontaktfreudige, dialogbereite, oft spielerisch veranlagte Frau, die sich mit den männlichen Wünschen ebenso gut auskennt wie mit den eigenen Fähigkeiten, sie zu erfüllen.

Sie ist idealerweise –

- Offen und authentisch.
- Beherrscht die Körpersprache aktiv und passiv.
- Selbstbewusst und durchsetzungsstark.
- Unmissverständlich sinnlich.
- Und absolut feminin, auch wenn sie dominant ist.

Wenn du den Beweis brauchst: Versuche bitte mal, auf keinen Fall eine Verführerin zu sein. Kleide dich entsprechend, stelle deine Körpersprache darauf ein, sei schroff und maskulin. Du wirst merken: Das strengt unheimlich an. Menschen werden dich belächeln. Du musst Erklärungen dazu abgegeben.

Es gibt Naturtalente unter den Verführerinnen, die jeden Mann in jeder beliebigen Situation aus dem Stand verführen können – nun ja, fast jeden. Aber das ist nicht die Regel. Denn obwohl fast alle Frauen die Grundlagen der Verführung kennen, schämen sich doch viele, aktiv zu verführen. Es ist – wie so oft – diese falsche, schädliche Scham, die Frauen hindert, den ersten Schritt zu tun und sich zu holen, was sie wirklich wollen.

Gute Verführerinnen haben normalerweise mit der Methode Versuch-und-Irrtum begonnen, denn es gibt kaum „Lehrerinnen“, es sei denn, du hättet seien gute Freundin gehabt, die dir einmal gezeigt hat, wie es geht.

Der Prototyp der Verführerin in vergangenen Zeiten

Manche Frauen denken, Verführerinnen seien schöne, schlanke Püppchen, auf die alle Männer fliegen würden. Das ist ziemlich dumm. Eine Verführerin strahlt nicht Schönheit aus, sondern Lust. Andere denken, Verführerinnen würden sich den Männern anbieten wie Huren. Auch ganz falsch: Verführerinnen treten Männern mit großer Selbstverständlichkeit gegenüber. Sie wissen ja, wer sie sind und was sie können.

Und wie ist es mit dem vampirhaften „Aussaugen“ der Gefühle? Mit der Abhängigkeit, in die Männer angeblich durch Verführerinnen getrieben werden?

Es gibt sie, aber sie sind Exoten. Eine normale Verführerin hat kein Interesse, jemanden abhängig zumachen, weil sie dieser Umstand sie ja auch selbst abhängig macht. Vielleicht erhofft sie sich gewisse Vorteile – vielleicht erwartet sie, beschenkt zu werden. Doch meisten ist es die Freude, die Männer haben zu können, die sie wirklich will, und ansonsten ihr Leben zu genießen. Und natürlich amüsiert es sie gelegentlich klammheimlich, dass sie Männer zu etwas verführt hat, was diese stets abgelehnt haben.

Und du als Verführerin? Sieh einfach mal in den Spiegel, und versuche, immer aufmerksam und sexy auszusehen. Das hilft.

Bilder: oben; Standbild aus einem unbekannten Film; unten: "Snappy", 1937.

Warum wollen Frauen eigentlich erotisch dominieren?

Warum wollen Frauen eigentlich dominieren? Manche sagen: Sie wollen es gar nicht, es sei nur eine "Urbane Legende". Andere wollen etwas wissen oder erfahren haben, was Sie in psychologischen Betrachtungen gelesen haben. Doch wo liegt die Wahrheit? Unser Autor versucht, das Thema auf sehr ungewöhnliche Art anzugehen.
Die Dominanz kann viele Ausprägungen haben

Eine recht ungewöhnliche Antwort auf die Frage, warum Frauen dominieren wollen, könnten wir aus der Ökonomie ableiten: Es gibt eine große Anzahl an männlichen und weiblichen Submissiven. Das heißt, die Nachfrage ist riesig, während das Angebot ausgesprochen gering ist. Die Frage, warum sich sowohl Frauen wie auch Männer gerne Frauen (und nicht etwa Männern) unterwerfen, ist einfach: Sie erwarten mehr erotisches Einfühlungsvermögen von einer Frau als von einem Mann. Der „Dominatrice“ selber bringt dieser Umstand das Gefühl, sehr bedeutend zu sein, weil es viele Menschen gibt, die ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten. Ja, ein Teil davon fleht sie förmlich an, sie doch als „Sklave“ oder „Sklavin“ zu akzeptieren. Das erzeugt ein ungeheures Gefühl der Macht – und so können sie sich kleine Imperien aufbauen, in denen sie liebevoll nach eigenem Gusto herrschen können.

Psychologische Betrachtungen über Dominanz sind holprig

Ökonomisch ist die Frage also schneller beantwortet als psychologisch. Doch auch Psychologen glauben, dass es der Dominatrix in erster Linie um die Macht geht, die sie über andere hat. Wir wissen ja aus zahllosen Schilderungen, dass sich bereits junge Mädchen kleine Imperien aufbauen, um sich und anderen ihre Macht zu beweisen. Selbst in Firmen und Organisationen bauen Frauen Subkulturen um ihre Person herum auf, zu der oft ein eigenartiger Hofstaat gehört. Es sind ledige, meist unschöne Kolleginnen, devote männliche Jungangestellte, die sich an ihrer Schönheit laben wollen und leicht verkommene männliche Gestalten ohne Perspektive, die leicht zu führen sind. Wenn Sie sich fragen sollten, wo denn nun der Lohn bleibt, so sage ich Ihnen: Da falle jede Menge Sozialtaler auf das Konto der Rudelführerin – das ist übrigens bei manchen Affenarten ganz ähnlich.

Doch so ganz sind die Psychologen nicht damit einverstanden – sie vermuten nach freudscher Denkweise eine Fehlentwicklung. Dazu gehört beispielsweise, in der Jugend nicht genügend Liebe und/oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben und deshalb die Dominanz an sich gerissen zu haben. Auch wird behauptet, dass diese Frauen ohne Maß und Ziel erzogen wurden, und schließlich werden diese Behauptungen mit dem üblichen Vorwurf getoppt, sexuelle Übergriffe erfahren zu haben.

Sexistisch: Frauen haben einen Tick, weil sie dominieren wollen

Was die Fehlentwicklung betrifft, so wird schnell deutlich, dass hier sexistische argumentiert wird: Für die meisten Jungen wäre es ein Traum, Häuptling eines Clans zu sein, der aus Männern und Frauen besteht. Ihm würde vielleicht sogar eine große Karriere als wirtschaftlicher oder politischer Führer vorausgesagt – und zwar unabhängig davon, wie viel Liebe er bekommen oder entbehrt hat.

Natürliche Veranlagung und die Erfahrung, als dominante Frau erwünscht zu sein

Ich behaupte einfach: Eine Frau, die es schafft, viele Menschen um sich zu scharen, hat eben die Veranlagung, dies zu tun – egal, wann, wie und womit sie diese Fähigkeit erwarb. Und sie kann diese Fähigkeit nutzen, um andere zu fördern oder auch, um ihnen zu schaden.

Das heißt nicht, dass alle Frauen, die Menschen für sich begeistern können, dominant sein müssen. Und es bedeutet auch keinesfalls, dass jeder dominanten Frau unendliche Sympathien entgegenschlagen.

Die „echte“ Dominatrix wird das, was sie ist, immer erst durch die Art der devoten Menschen, mit denen sie zusammenkommt. Es gibt einige Beispiele, dass die vorzüglichen Eigenschaften dominanter Frauen erst durch unterwürfige Frauen und Männer entwickelt wurden. Es ist ungefähr so, als wenn man plötzlich Vorgesetzter in einem Betrieb wird: Wie man sich dabei entwickelt, hängt neben den eigenen Fähigkeiten sehr von den Eigenschaften der Mitarbeiter ab.

Auf diese Weise wäre es eigentlich ganz normal, dass es einige dominante Frauen gibt, es einfach lieben, Führerinnen eines gemischten Rudels zu sein. Warum sie zur erotischen Dominanz kommen und nicht etwas Abteilungsleiterin werden, ist eines der Geheimnisse des Seins. Möglicherweise liegt es einfach daran, dass Individualistinnen selten Freude daran haben, Büromief zu atmen und den direktiven „von oben“ zu folgen. Und falls dann auch noch ein Schuss Neugierde dazu kommt, was devote Menschen alles tun würden, um ihr zu gefallen – dann ist die Dominatrix eigentlich perfekt.

Warum ich nicht von Geld redeten? Warum sollte ich? Ich frage ja auch nicht, warum ein Kunstmaler Geld damit verdienen möchte, eine Leinwand mit Farbe vollzupinseln.

Dominanz

Freude an der Dominanz? Dann mach weiter!
Wenn du deinem Freund einen Dienst erweist, den er als “dominant” empfindet, kann es sein, dass du dich selbst überhaupt nicht als dominant erlebst. Du bist dann vielleicht seine liebe Freundin, die ihm eine Gefälligkeit erweist. Das heißt: Du spielst die Domina, damit er Freude daran hat. Nun kann’s sein, dass es dir nach und nach Freude bereitet – wer weiß das schon. Aber wenn du keine Lust dazu hast, Macht auszuüben und auszuprobieren, wie weit du gehen kannst – dann verpufft die Freude daran, ihm „mit Dominanz zu dienen“ ganz schnell.

Wenn du deine Dominanz verinnerlichen kannst – dann mach weiter.

Sex-Wissen jenseits der Basics: der Dominakuss

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss? Mitnichten! Denn der Dominakuss ist eigentlich gar kein Kuss, weil die Lippen der dominanten Frau gar nicht auf die Lippen des devoten Mannes treffen. Vielmehr speit die Domina ihren Speichel in den geöffneten Mund ihres Partners oder Kunden.

Da das Bespeien von Menschen – sei es symbolisch oder tatsächlich – Verachtung ausdrückt, ist diese Form des „Kusses“ eine gewollte Ehrverletzung, die dazu dient, den devoten Partner gezielt zu demütigen. Dennoch gieren manche Männer danach, auf diese Weise gedemütigt, entehrt und verachtet zu werden.