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Schockierende Wahrheiten über Sugar Babys

Süss sein - die Süße spielen - was bedeutet dies wirklich?
Ein „Sugar Baby“ ist nichts mehr als eine jugendliche Geliebte, die finanziell ausgehalten wird. Eine Geliebte zu werden, ist eine Entscheidung, die jede Frau für sich selbst fällen muss, und dafür eine finanzielle Entschädigung auszuhandeln, ist eine Frage der ethischen Grundeinstellung.

Wer hat nun aber ein Interesse daran, das „Sugar Baby“ schön zu reden? Die jungen Frauen, die sich als jugendliche Geliebte verdingen, wohl kaum. Sie verfolgen ihre Ziele beharrlich unter dem Deckmantel eines Doppellebens, das sie schützt. Anders die Dating-Agenturen, die im Internet Kontaktzonen für „Sugar Babys“ und „Sugar Daddys“ zur Verfügung stellen.

Sugar Baby - ein Dasein ohne Sorgen?

Glaubt man ihnen, so ist das Sugar-Baby-Dasein ein Leben ohne Sorgen, denn der „Sugar Daddy“ sorgt für Studiengebühren und Lebensunterhalt, und etwas Luxus fällt dann auch noch ab – meist durch Einladungen und teure Geschenke. Man spricht vornehm von einer „Allowance“, also einer „Apanage“ oder frei verfügbaren Summe, die monatlich sicher und zuverlässig aufs Konto fließt, um die Lebenshaltungskosten zu sichern und vom „Sponsoring“ der jungen Frauen.

Also: Sorgenfrei studieren, dazu einen verlässlichen älteren Freund und Lover haben, der für alles aufkommt und zudem noch verständnisvoller Förderer und erfahrener Lover ist?

Die Versprechungen sind enorm. Man hört von „Allowances“ von bis zu 3000 EUR, GBP oder USD. Doch dabei vergessen viele, dass sich nur wenige Männer leisten können, solche Summen regelmäßig auszuzahlen. Und falls der Sugar Daddy wirklich sehr hohe Summen spendiert, erwartet er allzeit die spontane Bereitschaft, dass sein „Sugar Baby“ ihm lustvoll und barrierefrei Premium-Sex schenkt.

Versprechungen und Realitäten

Ob diese Beträge tatsächlich so hoch ausfallen? Beobachter der Szene sind skeptisch. Wer 50.000 Euro im Jahr netto verdient, wird seinem Sugar Baby maximal 500 Euro pro Monat anbieten können. Das sind immerhin schon 12 Prozent seines Nettoeinkommens. Es gibt geringere und höhere Zuwendungen, aber das Maximum liegt nach glaubwürdigen Berichten bei etwa 2000 EUR, GBP oder USD. Und weil der „Sugar Daddy“, der so viel Geld einsetzen möchte, die freie Wahl unter den Frauen hat, die sich als „Sugar Baby“ anbieten, kann er auch die Geliebte wechseln, wenn er nicht zufrieden mit ihrer „Begleitung“ ist.

Offenbar ist die Bereitschaft zu festen monatlichen Netto-Zuschüssen (Allowances) ohnehin nicht sonderlich ausgeprägt. Wir lasen, dass die „Zahlungsmoral“ der Sugar Daddys offenbar nachgelassen hat:

Die meisten Sugar-Baby-Beziehungen werden entweder über wöchentliche Zahlungen in bar abgewickelt oder auf der Basis „Er zahlt, wenn er dich braucht“.

Eine Geliebte, die Emotionen für eine Flatrate anbietet?

Ist dies bei Beziehungen mit einem festen Beitrag zum Unterhalt besser? Oft hört man: „Eine Sugar-Daddy-Beziehung verläuft wie jede andere Beziehung auch.“ Eine sehr zweifelhafte Behauptung. Schon die Beziehung zu einer unbezahlten, romantischen Geliebten verläuft in der Regel nicht „wie jede andere Beziehung auch“ und eine Beziehung gegen Geldzahlungen ist eine wirtschaftliche Übereinkunft, bei der Emotionen gegen Geld getauscht werden und keine Beziehung aus Leidenschaft. Dies wird auch deutlich, wenn man genau liest, was die Autorinnen und Autoren schreiben:

Außer beim ersten Date wird der Sugar Daddy bei jedem Date Sex erwarten.

Was im Grunde und recht schnörkellos bedeutet, durch die monatliche „Allowance“ eine „Flatrate“ auf Sex erworben zu haben – jedenfalls aus der Sicht des Sugar Daddys.

Das Fatale: Trotz der vielen Unwägbarkeiten gibt es ein Überangebot an Sugar Babys. Aus wirtschaftlicher Sicht könnte man sagen: Ein Überangebot verschärft den Wettbewerb, drückt die Preise und führt zu einem Verfall der „üblichen“ Usancen und Vereinbarungen.

Warum wir unsere Betrachtungsweise zum Thema verändern

Was heißt dies für die Liebeszeitung? Knallhart: Wir müssen das Thema der „Sugar Babys“ und des „Sugar Datings“ in Zukunft noch kritischer behandeln, als wir es ohnehin schon taten.

Anderer Meinung? Dann heraus damit! Wir hoffen auf sinnvolle Kommentare.

Hinweis zu den Quellen: In nahezu jedem Artikel, der in Zeitungen, Zeitschriften, Foren oder Blogs zum Thema erscheint, wird mehr oder weniger unverblümt für einschlägige Dating-Agenturen geworben. Dies gilt auch für eher kritische Berichte.Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Quellen nur selten.
Dieser Artikel wurde nach einer Revision der Liebeszeitung vervollständigt.

Das süße Leben an der Seite reicher Männer?

Für Sugar Babys kann man ähnliche Aussagen machen wie für andere Damen, die auf Kosten von Männern leben: Einige Frauen (darunter auch Ehefrauen) führen ein Leben, um das sie andere Frauen beneiden – na schön. Der größte Teil allerdings muss sehen, wie er zurechtkommt. Und bevor ich vergesse, dies zu sagen: Das gilt für viele Menschen, die ihren Wohlstand nicht ihres Gehirnes oder ihrer Hände Arbeit verdanken, sondern ihr Aussehen vermarkten.

Wie man den schönen Schein der Welt und den schönen Schein eines Sugar-Babys verzieren kann? Indem man die Stars des Geschäfts herausstellt, und sie und ihre Beziehungen noch glorifiziert. Liest sich dann unter anderem so (Zitat):

Deine Wertschätzung jedes einzelnen Augenblicks, den du dank ihm genießen kannst. Strebe nach mehr als am Strand zu liegen. Ich weiß, dass es nicht das Spannendste ist, Touristenhochburgen zu erkunden, aber zeige ihm, dass andere Kulturen spannend sind. Besonders, wenn du einen Minirock an hast …“


Na, wenn das Glück davon abhängt … meinetwegen. Business Class nach Bali zu fliegen ist natürlich chic. Und ein Leben zu leben, als gäbe es kein Morgen? Nun gut, auch das lassen wir mal stehen. In Abhängigkeit von einem Mann (oder einer Frau) zu leben, ist nie erstrebenswert. Und eines Tages taucht eine andere Frau auf, die noch faszinierender ist als du – und ob du dann mit deinem reichen Kerl verheiratet bist oder nicht – dann fällst du hinten runter. Oder du musst dir einen neuen reichen Mann suchen – viel Glück beim älter werden!

Warum sind Sex-Bloggerinnen eigentlich „pervers“?

Der Horror ist unter uns, und er hat einen neuen Namen: Befreiungshorror. Was denn: Keine Frauen mehr, die in Kerkern vermittels „Spanischen Esel“ dem Strafhorror für lüsterne Männeraugen ausgesetzt werden? Folgt jetzt der Horror der Freiheit durch falsch verstandene Emanzipation?

Ja, wahrscheinlich. Denn „Frauen sind manchmal auch pervers“, und wenn sie pervers sind, dann sponsern sie vor allem Sextoys. Und wenn man „Recherche ernst nimmt“ (und Journalistin ist), dann ist Twitter natürlich das Mittel der Wahl. Twitter – diese Scheinwelt, in die jeder das hineinspuckt, was er nicht im Maul behalten will. Und nun kommt ein Wort. Von dem ich hoffe, dass es auf eine Zeile passt:

Superspezial-Anal-Vaginal-Klitorial-Befriedigungsmaschinen.


Und dann folgt noch:

All diese Geräte umgibt ein Hauch von Hochtechnologie. Und Formaldehyd.


Was daran stimmt, soll ja nicht verschwiegen werden: Viele Bloggerinenn lassen sich von der Sex-Toy-Branche sponsern, sagen nicht, dass es sich dabei oftmals um unlautere Werbung handelt, sondern schreiben so, als ob sie unabhängig berichten würden. Das mit dem Formaldehyd halte ich für ein Gerücht und die Hochtechnologie für einen Mythos. Die meisten dieser Geräte funktionieren nach relativ überschaubaren Prinzipien.

Doch was ist daran „schlecht“? Oder ist einer Modebloggerin, die ähnliche Geschäftsmodell verfolgt, schlechter als an einer Sex-Toy-Testerin? Dass man die Erstere lobt, weil sie Design verkauft und die Zweite schilt, weil die von ihr gesponserten Produkte nicht formschön sind?

Oder kommt da ein gewisser Schlampenfaktor zum Tragen, der sagt: Wer sich hübsche Kleider oder Sponsorengelder von der Modebranche schenken lässt, ist eine edle Bloggerin, wer sich hingegen „quietschpinke oder sanft violette“ Vibratoren mit Häschenohren für die Klitoralstimulation einführt (wie sonst soll frau sie testen?), der ist eben eine Schlampe?

Na ja, der Autorin Marlen Hobrack (DIE ZEIT), von der Zitate stammen, geht es ums „Große und Ganze“. Was immer das ist. Ich nehme nicht an, dass es sich dabei um geäderte Monster-Dildos mit Standfuß geht - aber um was es eigentlich wirklich geht, habe ich auch nicht begriffen.

Belgien, Sugarbabys und Prostitution

Mäzene damals
Belgien, Sugarbabys und Prostitution - oder warum mancher nicht weiß, was Prostitution ist

Wer geht uns eigentlich am meisten auf die Nerven, die Moralhüter oder die Sugar-Baby-Agenturen? Ausrechnet in Belgien wurde dies nun wieder zum Thema – wie schon so oft anderwärts.

Worum geht es eigentlich? Offiziell um eine Webseite (es gibt aber mehrere) die Sugarbaby und Sugardaddys zusammenbringt. Oder, weniger englisch und nicht so poetisch: Er zahlt ihr Unterhalt, damit sie jederzeit zu seiner Unterhaltung zur Verfügung steht. Dafür wir nun in Brüssel auf offener Straße Werbung gemacht – und zwar in der Nähe der Universität, zu Semesterbeginn.

Das gefiel nun dem Träger der Uni ebenso wenig wir der Studentenorganisation Unecof. Dort war das „Phänomen studentischer Prostitution“ bekannt, aber man hält es nicht für empfehlenswert. Die Not der jungen Frauen werde für den Profit der Vermittler ausgeschlachtet, hieß es vonseiten der Studentenorganisation.

Der Uni-Träger ging noch weiter – man bereite eine Klage wegen Anstiftung zur Prostitution vor, sagte man der Presse.

Das Beispiel zeigt, wie unklar der Begriff der „Prostitution“ in Wahrheit ist. Es ist nirgendwo verboten, von einem Mann (oder einer Frau) Unterhalt anzunehmen, und unter männlichen Studenten waren sogenannte „Bratkartoffelverhältnisse“ oder „Schürzenstipendien“ längst bekannt, bevor die erste Studentin die Uni betrat. Diesen Verhältnissen liegen die gleichen Bedingungen zugrunde: Ich fütter dich durch, dafür bedienst du mich im Bett, wann immer ich will“ – wohlgemerkt, es waren Frauen, die diese Angebote machten, und Männer, die sie annahmen.

Normalerweise – und da beginnen die unterschiedlichen Ansichten und Meinungen zum Thema – ist Prostitution das notorische Angebot, gegen aktuelle Geldzahlungen den Beischlaf auszuführen. Und weil das so ist, meiden alle, die dergleichen vermitteln, den Zusammenhang zwischen dem Geldfluss und der Lustbefriedigung. So auch in diesem Fall.

Ob es uns gefällt oder nicht: Sugar Baby und Sugar Daddy sind Phänomene, die weder neu noch typisch für Prostitution sind. Und da fiele mir noch ein: Hätte jemals jemand die Studenten der Vergangenheit bedauert, die sich aus Armut mit reifen Frauen einließen, die sich unbefriedigt fühlten?

Sollten Sie mich fragen, ob ich das befürworte, sage ich klar „Nein“. Aber es geht nicht darum, ob man etwas befürwortet oder nicht, sondern darum, ob das, was diese Frauen später ihren Galanen anbieten, als „Prostitution“ bezeichnet werden darf.

Presse: Zum Beispiel in der "Krone", Bild nach Becat (hist. Illustration)

Liebe Woche: Männerdreckschweine, Damen und Keuschheit

Ja, es wird mal wieder Zeit für eine Wochenzusammenfassung. Dass wir wochenlang keine hatten, liegt daran, dass keiner Lust hat, so etwas zu schreiben – oh, oh … da klingt die Faulheit durch, ich gehe ja schon auf die Knie ...

Ich fange mal an mit dem Dummbacken, die uns „sapiosexuell“ und einen ähnlichen Blödsinn als Fakten verkaufen wollen. Sapiosexuell ist sowieso keine(r), bestenfalls erotisch vom Geist angezogen, aber „Geistgeil“ kling nun mal nach nix. Und ob die Damen, die „sapiosexuell“ sind, eigentlich eher „geldgeil“ sind, ist auch nicht so sicher.

Schreibst du erotisch? Wir helfen dir!

Planst du etwa, „etwas Erotisches“ zu schreiben? Viele wissen gar nicht, dass wir dabei Rat und Hilfe anbieten – kostenlos. Kostenlos heißt: wirklich ohne einen Cent. Dafür sagen wir, ob Thema und Figur klug gewählt sind, ob der Stil halbwegs passt und ob der Plot tragfähig ist. Warum wir das tun? Weil es zu viele miese erotische Geschichten gibt.

Dazu gehört auch, dass wir immer wieder präzise Informationen geben, was in der Liebe und der Lust möglich ist und was nicht. Wir sagen ja immer: Weder Moralisten noch „Szenenleute“ haben die Wahrheit gepachtet. Sie liegt ganz woanders - in der emotionslosen Betrachtung. Kann man „körperliche Züchtigung“ emotionslos betrachten? Na klar. Fakten zuerst, das schützt vor Fake News. Und wenn du ganz sanft und zarterotisch schreiben willst? Auch dafür haben wir Lösungen.

Popovoll und Männer-Keuschheit

Zurzeit stürzen wieder alle Muttis in die Kinos, um „Fifty Shades Darker“ zu sehen, das ebenfalls auf diesem Machwerk basiert, das als „SoG“ inzwischen Kohle ohne Ende eingebracht hat. Ach, wie süß – und „ein wenig Cunnilingus“ sei neben manchem Popovoll auch zu sehen.

Ach ja – keusch. Ne, keine Backfische aus dem 19. Jahrhundert, und keine Ami-Mädchen, die Gelübde ablegen. Sondern Männer, denen eine Sexspielzeug-Firma einen Gedenktag spendiert hat – den Männerkeuschheitstag. Ist ja klar, warum: Männer sind schweinegeil und ferkeln überall herum: Mit der Ex am Montag, mit der Sekretärin am Mittwoch, mit der geilen Lucy aus der Kakadu-Bar am Freitag, und am Dienstag und Donnerstag wird masturbiert. Klar, dass Keuschhaltung da hilft, das Männerschwein wenigstens am Wochenende zu Hause grunzen zu lassen.

Mehr über Männerschweine und Keuschheit

Na ja, also, apropos Männerschweine, die kaufen sogar getragene Slips. Eine Nacht, Schätzchen – mehr nicht. Bei manchen der Verkäuferinnen ist „einmal im Höschen masturbieren“ inklusive, bei anderen kostet es extra. Hoffentlich ist wenigstens das Porto inklusive.

Und natürlich, bevor ich es vergesse: Weil der Mann ahnt, dass „seine“ Frau auch irgendwie mit dem Chef, dem Staubsaugervertreter, dem Gasableser und – natürlich – dem Pizzaboten herummachen könnte, waren einstmals weibliche Keuschheitsgürtel Gesprächsthema. Die sind aber kompliziert in der Herstellung und daher teuer. Die Exemplare hingegen, die für Männer in Massenproduktion hergestellt werden, sind zwar auch teuer, kosten aber wenig in der Herstellung. Daher wird für sie geworben, dass die Schwarte kracht.

Döntjes

Und – oh nein, wir planen nicht, unsere Elaborate als Buch herauszubringen. Andere schon. Die sagen, sie hätten ein Buch für mehr Liebe.

Zum Valentinstag haben wir nur einen Satz zitiert – das muss reichen. Wer wissen will, wie ein Heiliger zu der Ehre kommt, „Patron der Liebenden“ zu werden, das könnt ich in der Liebepur lesen.

Vor ein paar Jahren war noch die Hölle los in der Gründersszene, weil eine Dame eine „Prostitutions-App“ entwickelt hatte – und nun ist alles plötzlich still. Was ist aus diesen Apps geworden? (Außer Sugar-Baby-Apps, aber die behaupten ja, es ginge um Sponsoring).

Das Bild fanden wir so lustig, dass es mit hinein musste. Ein Strumpfhalter-Clip als Ohrring. Ist besser als ein Ohrring als Schamlippenring.

Und nun mal Ohren auf! Wir würden ja wirklich gerne wissen, was ihr an der Liebeszeitung liebt, hasst oder sonst wie denkt. Macht ihr da mit? Wäre herrlich.

Und: danke der Nachfrage: Ja, ich schreibe immer noch für euch. Was dachtet ihr?