Skip to content
Werbung Email:

Platonische Liebe - was ist denn das?

Schönheit in Körper udn Seele lieben ...
In meiner Jugend gab es noch vereinzelt Lehrer, die das Griechentum als Wurzel der abendländischen Kultur ansahen. Sie waren der Meinung, der Jugend müsse ein positives Vorbild vermittelt werden, das in der Gegenwart der 1950er Jahre nicht zu finden war und schon gar nicht im sogenannten „Dritten Reich“, also Hitler-Deutschland. Man knüpfte also an das späte 19. Jahrhundert wieder an, übersah die emanzipatorischen Bewegungen der 1920er Jahre und entwickelte nochmals das Ideal eines Jünglings, der aus Körper- und Geisteskraft schöpft. Frauen spielten in den 1950er Jahren bekanntlich eine ausgesprochen untergeordnete Rolle. Niemand glaubte, dass sie ernsthaft den „edlen Geist des Mannes“ erreichen konnten, dem „alleinigen Träger der Kultur“.

Der Mix, der das angebliche "Abendland" schuf

Wer sich im Intellektuellen Mix üben wollte, mischte das „edle“ Griechentum mit nicht ganz so edlen germanischen Überlieferungen, tat ein Quäntchen Christentum hinzu, gelegentlich wohl auch etwas Judentum, schüttelte durch und schuf – die abendländische Kultur. Was wird den Römern und Arabern zu verdanken hatten, fiel durch den Rost.

Etwas hatte in dieser Kultur keinen Platz: Sexualität. Die hatten nicht einmal die Minnesänger. Die lungerten ja angeblich nur vor den Gemächern adliger Damen herum, weil die „hohe Minne“ sie dazu zwang.

Was die Schöngeiser und Schulmeister für platonische Liebe hielten

Da kam den Schulmeistern ein Begriff gerade recht, den sie bewusst aus dem Zusammenhang rissen. Edel sei der Jüngling, griechisch geprägt und keusch. Das zusammengenommen und wieder durch den Mixer gejagt, ergibt die „Platonische Liebe“: Die Anbetung der körperlichen Schönheit, ohne sich in „unzüchtiger“ Absicht zu nähern. Ja … die körperliche Näherung würde sogar die Sprache der Seele zerstören, die durch die platonische Liebe erfahrbar wäre. Natürlich erreichten sie die Jugend damit nicht - aber die Schulmeister fanden solche Gedanken offenbar herrlich.

Die Auswüchse - von der Seelenverwandtschaft zur Friendzone

Ich als gerade in einer dieser unsäglichen Frauenzeitschriften, „Platonische Liebe“ habe etwas mit einer sogenannten „Friendszone“ zu tun. Davon kann keine Rede sein. Vermutlich bezieht man diesen Unfug aus Wikipedia, wo es heißt:

Friendzone bezieht sich auf eine rein platonische Beziehung zwischen zwei Personen, in der sich eine Person eine romantische oder sexuelle Beziehung wünscht, die andere aber nicht. Erstere befindet sich dann in der Friendzone.


Tacheles - alles ist ganz anders gewesen

Reden wir mal Tacheles. „Platonische Liebe“ ist – betont positiv formuliert – die Liebe zu einer schönen Seele, also der Glaube an eine durchaus sinnliche Seelenverwandtschaft. Wenn wir es nicht so einseitig sehen wollen, ist es auch die Verehrung einer schönen Seele in einem schönen Körper. Aus vielerlei Gründen ist es dem „platonisch Liebenden“ verwehrt, auch sinnliche Körperkontakte aufzunehmen. Dahinter kann man eine umfassende Philosophie vermuten, die man so beschreiben könnte:

Körperliche Schönheit ist der Anlass, den Zugang zu einer schönen Seele zu suchen, die dann dazu führt, auch die Weisheit schön zu finden und letztlich die Schönheit selbst zu erfahren.

Die Liebe zur Schönheit und zur Seele kannte keine Geschlechterunterschiede

Dies alle stimmt – und stimmt auch wieder nicht. Denn diese Philosophie geht davon aus, dass wir alle Menschen schön finden können und sie für ihre Schönheit bewundern, und dass wie jeden Menschen zusätzlich für seine schöne Seele lieben können. Dahinter verbarg sich allerdings etwas anderes: Man kannte im alten Griechenland keine „Heterosexualität“. Für einen Mann war es absolut normal, Jünglinge schön zu finden und mit ihnen Seelenverwandtschaft zu beginnen – aber sie nahmen keine körperlichen Kontakte mit ihnen auf.

Platonische Liebe war sinnliche Liebe "ohne Anfassen"

Ich denke, dieser Umstand beweist, wie viel mehr an Sehnsucht und Sinnlichkeit in einer „platonischen Liebe“ lag als uns heute bewusst wird. Und solche Laberbegriffe wie „Friedzone“ gehören überhaupt in den Müll getreten. Schon wer sich darauf einlässt, den Begriff zu verwenden, beweist, dass er im Grunde nicht versteht, was Freundschaft, Liebe und Sexualität bedeuten. Und dass die Presse solche Begriffe verwendet, als seien sie Fakten, beweist nur, wie eben jene Presse zur Verkleisterung der Sprache beiträgt.

Die Natur und die Liebe

Die Natur schafft Lebewesen ...
Wir müssen reden. Über die Liebe. Ja, über die Liebe.

Zunächst sollten wir feststellen, dass wir zu allererst Teil der Natur sind. Noch bevor wir im Ansatz denken konnten, waren wir Natur. Ich habe neulich einen Säugling auf dem Arm der Mutter gesehen – ich sehe wenige kleine Kinder, weil ich nicht dort bin, wo sie sind. Er unterschied sich im Verhalten nicht sehr von meinem Lieblings-Gorillababy im Leipziger Zoo (oben).

Wir sind ein Teil der Natur

Nachdem ich dies gesagt habe, wiederhole ich: Wir sind ein Teil der Natur, und die Natur bleibt in uns. Sie verabschiedet sich nicht eines Tages und sagt: „Ach ich schäme mich so für dich, Geisteswesen, deswegen hau ich jetzt ab.“ Im Gegenteil: Sie fordert ihre Rechte.

Die Mehrheit sieht die Liebe als ihr "eigen" an

Ich denke, für 90 Prozent der Bevölkerung (wenn nicht noch mehr) ist die Liebe eine wundervolle, wenngleich nicht leicht zu erwerbende Wonne, die auf naturgegebenen, vom Geist etwas modifizierten Regeln beruht. Liebe ist für uns so gut wie immer Nähe, Innigkeit der Gefühle, intime Berührung. Wer Liebe lediglich als Sozialkitt begreift, liegt zwar nicht falsch, denn auch die Rudel- oder Familienbindung stammt von der Natur – sozusagen „jede Spezies nach ihrer Art“. In der Form des reinen „Zusammenhalts“ finden wir in der Soziologie. Dort wird Liebe gelegentlich „als ein gesellschaftlich wirkendes Symbol für Interaktionen betrachtet“ – schon die Wortwahl zeigt: Da werden Gefühle verschleiert und Worten wird eine neue Bedeutung gegeben, um eine Theorie daraus abzuleiten. Humpty Dumpty (1) lässt grüßen.

Nur wenige vereinnahmen die Liebe für sich

Womit wir bei den zehn Prozent wären, für die Liebe nichts Sinnliches ist. Zu ihnen gehören Soziologen, Sophisten und Pfarrer. Die Soziologen und Sophisten sezieren die Liebe, bis sie letztlich leblos am Boden liegt, und die Pfarrer interpretieren das Liebesgebot ihres Religionsstifters – aber so, als ob es eben nicht zur Natur gehöre.

„Liebe“ ist in Wahrheit kein Wert „an sich“, sondern die Bedeutung und damit der Wert der Liebe entsteht durch uns selbst. Durch unsere Entwicklung, namentlich durch die Qualität unsere Begegnungen von Jugend an.

Wie Liebe erfahren wird

Wer in der Jugend kaum Liebe erlebt hat, hält sie für ein begehrenswertes Gut, das später teuer erkauft werden muss: durch Wohlanstand, Gefälligkeiten und gelegentlich auch durch Geschenke. Wenn jemand weiterhin daran scheitert, Liebe zu erwerben, läuft er Gefahr, in Abhängigkeiten zu geraten, die ihn bedrohen.

Anders jene, die in ihrer Jugend alle Liebe dieser Welt geschenkt bekamen. Sie bleiben unbekümmert und wundern sich, wenn jemand für die Liebe einen Wegzoll fordert. Obgleich sie sich anzupassen wissen, verweigern sie doch die Forderung nach „Liebe nur bei Leistung oder Wohlverhalten“. Weil sie sich beständig weigern, sich den Gesetzen des Wohlwollens zu unterwerfen, erschaffen sie sich selbst als Persönlichkeit. Und werden geliebt, weil sie Persönlichkeiten geworden sind.

Sicher – beide Wege sind extrem dargestellt. Das Beispiel soll auch nur zeigen, dass Liebe höchst individuell erlebt wird und keinem „Wertesystem“ folgt.

Zuneigung ist ein Element der Natur, das nicht untersucht werden muss. Es ist Natur pur, mal Zufall, mal das Ergebnis einer langen Suche. Und Liebe ist nach wie vor das Wort, das wir für die innige Zuneigung nutzen sollten. Auf andere Definition können wir wirklich verzichten.

(1) Nach Lewis Carroll. Humpty Dumpty sagt, er könne jedem Wort die Bedeutung geben, die er sich wünscht. "The Question is, which is to be master - thats's all.

Wahre Liebe nervt

Etwas, das mich wirklich nervt, ist der Missbrauch des Begriffs „wahre Liebe“.

Zunächst entwertet er den Begriff „Liebe“, mit dem ohnehin jeder Soziologe, Psychologe oder Buchautor nach Belieben herumferkelt. Wem „Liebe“ etwas bedeutet, der weiß, dass „Liebe“ am besten allein steht. Das Wort „wahre“ vor „Liebe“ ist ein unverschämter Übergriff: Es sagt aus, dass „Liebe“ eigentlich nicht „wahr“ ist.

Im Sprachgebrauch steht die Liebe für eine „innige“ Zuneigung. Im weiteren Sinne geht dieses Gefühl dem Wunsch gegenüber körperliche Nähe zum anderen Menschen (meist zum anderen Geschlecht) zu spüren.

Was Liebe „genau“ ist, entzieht der Definition, weil es auf zwei ähnlichen, aber nicht deckungsgleichen Gefühlen beruht, die sich ständig weiterentwickeln.

Die Verwirrung durch Frauenzeitschriften

Ich weiß, wie sehr Frauenzeitschriften darum bemüht sind, dümmliche Ratschläge zum „Erkennen wahrer Liebe“ zu verbreiten. Sie nutzen dabei die Gefühlsunsicherheit ist, die allen Menschen gegeben ist. Doch die Selbstbewussten unter den Frauen sagen sich: „Na schön – aber ich darf Fehler machen und mich auch dann der Liebe ergeben, wenn sie nicht so ganz wahr ist.“ Der Bodensatz der Unsicheren aber klebt an den Sätzen, die Frauenzeitschriften nahezu beliebig absondern. Sie alle wirken „gefällig“, sodass ihnen kaum jemand widersprechen möchte – aber sie sind ebenso keine „Beweise“ für die wahre Liebe.

Der Wunsch nach dem Beweis „wahrer Liebe“ endet normalerweise in einem amüsanten Spiel – jedenfalls dann, wenn sich das Paar klar darüber klar ist, dass sich Liebe nicht völlig verifizieren lässt. Im Extremfall ist das Spiel zerstörerisch, wie es Ronald D. Laing sehr plastisch in seinem Buch „Liebst du mich?“ beschreibt.

Und deshalb: „Wahre Liebe“ nervt.

Sollen wir nach Liebe suchen?

Amors Werk oder eigenes Zutun?
Gelegentlich werde ich gebeten, Stellung zu einem Thema zu beziehen. Diesmal hieß es:

Sollen wir nach Liebe suchen oder darauf warten, dass sie zu uns kommt?


Die Frage an sich ist schon recht eigenartig gestellt. Fragen mit „oder“ sind Alternativfragen, und auf sie ist – bekanntermaßen keine objektive Antwort mehr möglich. Hier will ich euch sagen, wie die Fakten sind:

Zunächst solltest du unvoreingenommen mit dem Begriff „Liebe“ umgehen. Wenn du sagst „Liebe, wie ich sie verstehe“, bist du auf einer Ebene, die man dir nicht streitig machen kann.

Und nun zu den Antworten. Ich teile sie in drei Teile, wobei ich das „oder“ zugleich umschiffe.

1. Liebe suchen
Die Liebe zu suchen ist ein natürlich menschlicher Impuls und deshalb auf keinen Fall „falsch“. Nur sehr wenige Menschen sind ist damit gesegnet, mit Liebe überschwemmt zu werden. Die meisten müssen eine eigene Initiative ergreifen, um Liebe zu finden. Beim „Liebe Suchen“ kommt es sehr auf die Art und Weise an, in der man sich als „Suchender“ verhält.

2. Von der Liebe gefunden werden
Die Idee, von der Liebe gefunden zu werden, ist eine romantische Vorstellung des 19. Jahrhunderts, die damals als berauschender Lesestoff für junge Frauen verwendet wurden, die niemals die Chance hatten, die Liebe zu finden. Jeder, der glaubt, von „der Liebe gefunden“ zu werden, sollte sich vergegenwärtigen, dass Personen dahinter stehen und nicht „Amors Pfeil“.

3. Viele Kontakte machen die Liebe wahrscheinlicher
Diese Idee beruht drauf, dass es in der modernen Gesellschaftsordnung so gut wie unmöglich ist, niemals einem potenziellen Liebes-Partner zu begegnen. Voraussetzung ist aber dabei, die Bereitschaft zur Liebe zu zeigen, wenn man wirklich interessiert ist. Und den „großen, breit gefächerten Bekanntenkreis“ gibt es so gut wie nur in großen Städten. Und dort auch nicht in jeder beliebigen Altersstufe.

Sich finden lassen – gefährlich und voller Enttäuschungen

Normalerweise wünschen sich nur schwache, von romantischen Gedanken beeinflusste Menschen, „gefunden zu werden“. Diese Menschen sind in großer Gefahr, weil sie Filous und Betrügern anziehen wie die Fliegen. Die wenigen, die sich als „selbstbewusst“ einstufen und dennoch „gefundene werden wollen“ haben den Nachteil, dass sie einen Großteil der Partner, die sie „finden“, ablehnen müssen, weil sie nicht passen. Das ist anstrengend, zeitaufwendig und führ langfristig zu der Enttäuschung, die sich in dem Satz ausdrückt „man muss viele Frösche küssen, um einen Prinzen zu finden.“

Auch jemand, der aktiv sucht, kann selbstverständlich „hereinfallen“, wenn er Illusionen folgt oder deutlich zeigt, dass er „ausgetrocknet“ ist und deshalb dringend nach Liebe sucht.

Titelbild: Zeichnung, erschienen in einem Buch von Felicien Champsaur

Das Wichtigste an der Liebe

Sehr plakativ, aber dennoch beliebt: die Botschaft auf dem Lebkuchenherz
Heute wende ich mich einmal an jene, die sich – in jungen oder fortgeschrittenen Jahren – unsicher sind, wie sie mit der Liebe umgehen sollen.

Die Kernfrage lautet: Was ist wirklich wichtig an der Liebe? Was ist Beiwerk, was Flitterkram – und was ist ganz offenkundig erlogen? Ich beginne mit einer Grundlage, die absolut unerlässlich ist. Aber dazu muss ich erst einmal etwas erklären. Mehr kann man auch in meinem Blog über "Liebe und Beziehungen" nachlesen.

Die Liebe aus deiner Sichtweise

Zunächst ist es die Tatsache, dass du den Kern der Liebe, also das Gefühl, das du beim Lieben hast, nur aus deiner eigenen Sicht kennst. Jeder andere Mensch fühlt die Liebe anders als du. Jede Frau und jeder Mann. Behauptet wird, dass Frauen untereinander ein besseres Gefühl für das haben, was sie mit „Liebe“ meinen – aber das ist nicht beweisbar. Es könnte allerdings daran liegen, dass Frauen sich mehr Mühe geben, ihre Gefühle zu verdeutlichen.

Die künstlichen Gefühle aus Minnesang und Kitschromanen

Minnesänger in der Verkleidung eines Händlers
Weil wir in Wahrheit bei der Liebe so gut wie gar nichts über die Gefühle anderer wissen, wird versucht, uns solche Gefühle vorzugeben. Ob die Minnesänger, die Gartenlauben-Literatur, der moderne Kitschroman oder der Schlager: Alle versuchen, uns Modell der Liebe zu verkaufen, die auf der Vermutung aufbauen, alle Menschen würden die gleiche Gefühlsuniform tragen. Nur sehr selten werden wir darauf hingewiesen, dass es sich dabei um Extrakte der Liebe handelt, die zu Illusionen aufgebauscht werden.

Idealisiertes Paar, 19. JH
Bei den Minnesängern wird dies besonders deutlich: Sie himmelten die „Minne“ an, um Edelmut vorzutäuschen, während sie in Wahrheit tricksende Bittsteller an den Bettkanten adliger Dame waren. Auf Täuschung beruhten auch die Grundlage der Gartenlauben-Literatur: Die meisten der bürgerlichen Leserinnen hatten nicht die geringste Chance, jemals eine Liebschaft einzugehen, sondern wurden „unter die Haube gebracht“. Die Literatur diente dazu, eine Illusion aufrechtzuerhalten: die der Liebe aus Neigung. Heute ist die Welt bunter und liberaler – aber dennoch steht die Illusion hoch über der Realität der Liebe.

Die eigene Liebe - die Liebe anderer

Wenn wir einmal festhalten, nichts über die Liebe anderer zu wissen, dann bedeutet dies für die meisten von uns: Wir müssen lernen, dass andere nicht so sind wie wir selbst. Es geht normalerweise darum, die Liebe zu finden, die wir am meisten genießen können und auch darum, das anderen der Genuss unserer Liebe gefällt. Alles, was erheblich davon abweicht, erzeugt „schräge“ Beziehungen. In ihnen liebt beispielsweise eine Frau den Mann erheblich mehr als umgekehrt, was sich im Satz „ich habe so viele Gefühle investiert“ manifestiert. Oder jemand genießt die körperliche Schönheit oder den sozialen Stand des anderen mehr als die Liebe zu ihm (oder ihr).

Das Wichtigst an der Liebe

Das Gleichgewicht der Gefühle oder gar die Harmonie der Gefühle in der Liebe zu empfinden, beruht allerdings wieder auf Gefühlen und nicht auf „belastbaren Tatsachen“, sodass wir darauf angewiesen sind, unseren Gefühlen zu trauen.

Das Vertrauen in die eigenen Gefühle ist deshalb das wichtigste an der Liebe. Leider haben nicht alle Menschen diese wichtige Eigenschaft erlernt und verinnerlicht. Und manche von uns wurden getäuscht oder gar enttäuscht. Zudem kann der Körper unsere Gefühle zeitweilig überlagern, indem er „zu viel des Guten“ an körpereigenen Drogen produziert, die unsere bekannten und vertrauten Gefühle überlagern.

Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen: Das Vertrauen in die eigenen Gefühle ist in der Liebe die bewährteste und zuverlässigste Eigenschaft, um selber zu lieben und Liebe annehmen zu können.

Bild oben:© 2019 by Liebesverlag.de.
Bild Mitte: Minnesänger Dietmar von Aist als fahrender Händler. Aus dem Codex Manesse.
Darunter: Bild aus einer Schrift des späten 19. Jahrhunderts, koloriert.