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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Eine Frau finden / einen Mann finden

Sex, Liebe oder Familie?


Die heterosexuellen Menschen, die am Partnermarkt zu haben sind, wollen entweder Sex, eine Liebesbeziehung oder sie wollen eine Familie gründen. (1)

Und der Rest?


Na schön – und was machen wir mit jenen, die keine Ahnung haben, was sie wirklich wollen, aber sich dennoch dort herumtreiben?

(1) Zitat (sinngemäß) aus Ökonomie der Sexualität.

Zitate ohne Kommentar aus der Zettelkiste.

Ein Gedanke zur KI und "Liebe"

Bei der KI liegen Gebrauch und Missbrauch näher beieinander als bei einem Küchenmesser. Dabei interessiert nicht einmal, ob der Benutzer KI-Experte ist – auch Experten folgen dann und wann einem Irrweg. Übrigens so wie wir alle. Psychologen haben zwar die bessere Kenntnis „des Psychologischen“ – das heißt nun aber nicht, dass sie besonders gut einschätzen können, ob die andere Person in sie verliebt sind. Und das gilt eben auch für IT-Spezialisten, Software-Ingenieure und Programmierer.

Also bitte: Finger weg von der KI, sobald die eigene emotionale Zukunft betroffen ist.

Und das sagt jemand, der für Recherchen KI benutzt?

Klar – weil ich nicht allein die KI benutze, sondern mit ihr nach Quellen suche. Das ist nun wirklich etwas ganz anderes als sich seine eigenen Gefühle von einer Software erklären zu lassen.

Von Eigenschaften, Schmetterlingen und animalischen Düften

Die Ankunft der Schmetterlinge im Bauch
Im Grunde ist alles einfach: Männer werden von Aussehen, Erscheinung und Duft der Frauen angezogen, wobei das Minenspiel eine entscheidende Rolle einnimmt. Vermutlich ist es bei Frauen genauso.

Die Trennung von der Natur - Vernunft als Heiratsgrund

Nachdem die menschliche Gesellschaft (jedenfalls unter den „feinen“ Leuten) sich entschieden hatte, sich vom Animalischen zu trennen, kamen Zweckgemeinschaften auf. Sie beruhten auf „Eignung“ im sozialen Bereich, auf Gleichheit in der sozialen Stellung der Familien und auf der Erzeugung von Kindern.

In den Geschichtsbüchern können wir noch nachlesen, dass diese Zeit zu Anfang des 20. Jahrhunderts endete. Statt der „Konvenienzehe“ wurde nun die „Liebesheirat“ gefeiert, die ausschließlich auf Zuneigung beruhte.

In Wahrheit gab es weiterhin Standesunterschiede, und der „Stand“ in der Gesellschaft oder das „Milieu“, aus dem jemand stammte, gab den Ausschlag. Beamte heirateten Beamtentöchter, Handwerker suchten nach Handwerkertöchtern. Das neue Schlagwort heißt seit einigen Jahren „Gleichheit“. Die Psychologie arbeitet heftig daran, dass wir das Wort bei der Partnersuche verinnerlichen.

In Wahrheit geht es um sinnliche Lüste

Die „Schmetterlinge im Bauch“ oder die Funken, die da „überspringen“ sollten, waren die typischen Umschreibungen für das, was eigentlich gemeint war: Sinnliche Begierde. Sie wäre notwendig gewesen, um beide in ein gemeinsames Bett zu bringen – jetzt oder später. Nahezu alle Frauen und Männer hatten dies im Hinterkopf, und einige dachten sich Tricks und Kniffe aus. Denn den Auftritt, die Erscheinung, das Minenspiel und den Duft können Menschen verändern. Und sie tun es, wenn sie einen Mann oder eine Frau unbedingt für sich gewinnen wollen. Und nahezu jeder Mensch weiß: Intime Nähe schafft Gelegenheit – da fehlt dann nur noch der „auslösende Impuls“ und schon ist das Paar im Bett.

Zurück zur Vernunftehe?

Inzwischen ist der Gedanke der „Vernunftehe“ wieder aufgeflammt. Das „Animalische“ wird einerseits verdrängt, andererseits aber weiter bei den „Auftritten“ gefördert, wenn Brüste oder Muskeln sichtbar werden. Was offensichtlich ist, wird im Gespräch bewusst unterdrückt. Stattdessen rätselt man bei Verabredungen darüber, ob man zusammenpasst. Wenn diese Frage gestellt wird, hat die Liebe kaum noch eine Chance.

Zusammenpassen? Worin denn bitte?

Zusammenpassen ist ein Wort mit vielen Bedeutungen. Um es festzustellen, werden allerlei Aberglaubens- und Glaubenssätze hervorgebracht. Der Volksaberglauben, euch Esoterik genannt, die Einstufung in Schuhschachteln, als „Wissenschaft“ getarnt und nicht zuletzt die selbst gewählte Einteilung in eine Gruppe – seien es Familienmenschen oder Motorradfahrer.

Ja - Frauen und Männer geraten manchmal in schwierige Situationen, wenn sie ihren Naturtrieben folgen und sich einfach aus Lust zusammentun. Aber ist das ein Grund, sich nicht mehr zu verlieben?

Bringen Lügendetektoren Wahrheiten über Liebe und Sex hervor?

Wahre Liebe durch Polygrafen?
Vorab: Dieser Artikel behandelt keine medizinischen Fragen, sondern setzt sich mit der Technik der Zukunft und den Möglichkeiten der KI für Paare auseinander.

Der Lügendetektor, auch Polygraf genannt, galt lange Zeit als unbrauchbar – vor allem waren seine Werte so unzuverlässig, dass vor dem Einsatz gewarnt wurde. Doch heute erlebt er eine merkwürdige Wiedergeburt. Im Zeichen der vielfältigen messtechnischen Varianten und der Möglichkeit, beim Auswerten künstliche Intelligenz einzusetzen, wird er plötzlich wieder populär.

Was macht eigentlich ein Lügendetektor?

Zunächst: Was ist ein Lügendetektor? Es handelt sich im Grund um ein Gerät, das mit unterschiedlichen Methoden körperliche Veränderungen misst. Daher der Name „Polygraf“ – das Gerät kann diese Werte zusammen mit einer Tonspur messen und speichern. Bewertet werden zum Beispiel die Herzfrequenz (Puls), die Atemfrequenz, der Blutdruck und der Hautwiderstand sowie die Durchblutung selbst. Soweit das Gerät dies zulässt, kann auch ein EKG geschrieben werden. Der Einsatz von Photoplethysmographie kann auch verborgene sexuelle Reaktionen anzeigen, die im Widerspruch zu den gegebenen verbalen Antworten stehen – und dies auch dann, wenn diese Antworten im Sinne der Befragten keine Lügen sind. Diese Messungen werden wissenschaftlich unter anderem dazu genutzt, um sexuelle Fantasien zu überprüfen.

Primitiv-Lügendetektoren, komplizierte Vorrichtungen und Experten

Bei „Lügen“ weichen der erwähnten Werte nach allgemeiner Auffassung erheblich von jenen Werten ab, die bei „gewöhnlichen Fragen“ gemessen werden. Das soll nach einigen Aussagen sogar bei „Primitiv-Lügendetektoren“ der Fall sein, die ausschließlich den Hautwiderstand messen. Darauf beruhen die meisten einfachen „Lügendetektoren“, die zur spielerischen Demonstration des Effekts dienen.

Bisher wurde angenommen, dass man im professionellen Bereich am Ende einen menschlichen Fachmann benötigt. Nur diese Person war bisher in der Lage, um die Ergebnisse zu interpretieren. Dies bedeutet auch, dass die Messergebnisse als solche recht unzuverlässig waren.

Kommen die Lügendetektoren für alle?

Nun aber soll das Zauberwort „KI“ helfen, die Ergebnisse deutlich zu verbessern, um Lüge, Wahrheit und zweifelhafte Antworten zu trennen. Die Idee, Diagnosen zu automatisieren, ist an sich nicht neu – bekannt ist die automatische Auswertung von Elektrokardiogrammen. Beim Polygrafen treten allerdings neben technischen Unzulänglichkeiten auch Kommunikationsprobleme auf.

Da die Technik bei Lügendetektoren im Prinzip nicht sehr aufwendig ist, könnte in Zukunft eine sogenannte „Smart Watch“ in Verbindung mit einem Mobiltelefon und KI durchaus als „Lügendetektor“ eingesetzt werden. Sobald man mehrere Messstellen und die dazugehörigen Sonden benutzt, wird das Verfahren komplizierter, doch reicht auch dabei meist ein gewöhnlicher PC oder Laptop als Endgerät.

Was bezeichnet eine Maschine als „Lüge“?

Die Kernfrage allerdings wird kaum erwähnt: Was sind eigentlich Lügen?

Lügen bestehen nach allgemeiner Auffassung darin, bewusst die Unwahrheit zu sagen. Der Lügendetektor verlangt, dass Fragen gestellt werden, die sich mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen. Da schränkt die Möglichkeiten ein, denn die Antworten, die wir im täglichen Leben auf Fragen geben, werden in ganze Sätze verpackt – sie sind also beim Test nicht zulässig. Was bleibt, sind sogenannte „geschlossene“ Fragen, die sich nur mit „Ja“ oder mit „Nein“ beantworten lassen.

Keine klaren Definitionen und übereinstimmenden Begriffe - wo liegt die Wahrheit?

Zudem herrschen Unklarheiten über die Definition. Wer darauf hofft, auf intime Fragen eindeutig Antworten zu bekommen, muss nicht nur ungewöhnlich präzise fragen – der oder die andere muss den Begriff auch genau gleich interpretieren. Die berühmte Frage: „Hatten Sie mit dieser Frau Sex?“, kann nur klar beantwortet werden, wenn beide unter „Sex“ den biologisch korrekt vollzogenen Geschlechtsverkehr verstehen. Insbesondere Hand- und Mundverkehr wird nicht von allen Menschen als „Sex haben“ interpretiert.

KI - zuständig für "wissenschaftlich Korrekte" Wahrheitssuche?

Die KI ist kein Zaubermittel – sie muss lernen, bevor sie zum Einsatz kommt, und sie wird mit großer Wahrscheinlichkeit mithilfe von Polygraphisten. Ob sie dabei zutreffende Ergebnisse liefert, ist ebenso umstritten wie das Verfahren selbst.

Ob es irgendwann möglich sein wird, verlässliche, verifizierte Daten über „eheliche Verfehlungen“ (heimliche Bi-Sexualität, Masturbation, Fremdgehen, Prostituiertenbesuche oder frivole Fantasien) zu ermitteln, ist vorläufig unklar. Nach heutigem Stand ist es sehr unwahrscheinlich. Fachleute sagen:

„(Es ist) … sehr unwahrscheinlich, dass mit solchen Programmen tatsächlich Lügen erkannt werden können. Zum anderen sind die Algorithmen … die verwendet werden, oft nicht an repräsentativen Stichproben getestet, was zu Verzerrungen und zur Diskriminierung von bestimmten Gruppen führen könnte.“

Was bedeutet der Mensch als Befrager?

Eine völlig andere Frage wäre, wie die getesteten Personen auf System reagieren würden, bei denen nicht Menschen, sondern redefähige Chat-Bots die Fragen stellen würden. Wäre es dann leichter, über das eigene Verhalten zu lügen, oder wäre es schwerer?

Mit diesem Gedanken lasse ich euch jetzt allein. Ich hoffe inständig, dass niemand Lust auf KI-betriebene Chatbots bekommt, hinter denen ein Polygraf steht.

Hinweise:

Polygraph und Polygraf sind unterschiedliche Schreibweisen für Messgeräte, die auch als "Lügendetektoren" bezeichnet werden.

Zitat aus dem österreichischen "Standard"

Die Presse behauptet, es gäbe einen neuen Beziehungs-Trend bei der "Generation Z"

Heute in der Presse gelesen: „Soft Dating“

Man nehme:

Ein an sich ganz normales, nüchternes Prinzip: „Eine Beziehung entwickelt sich langsam, bevor sie sich verstetigt“.

Zweite Zutat: Generation „Z“ – durch diesen Begriff werden solche Artikel gelesen.

Dritte Zutat: soziale Medien, die eine neue „Persönlichkeitsentwicklungen“ angeblich fördern.

Und fertig ist er, der neue Artikel, mit sorgfältiger, dezenter Wortwahl und einer konservativen Tendenz.

Das Interessante: Die Autorin hat im Prinzip recht – aber das, was sie schreibt, gilt für nahezu alle erfolgreichen Beziehungen.

Fehlt noch die Überschrift, die Leser anlocken soll:

„Soft Dating: Was wäre, wenn die Generation Z das Rezept für wirklich gesunde Liebe gefunden hätte?“

„Gesunde Liebe“? Mich erinnert diese Überschrift an das „Gesunde Volksempfinden“.

Übrigens: Im Beitrag von MSN wird ein englischsprachiger Artikel verlinkt, der deutlich kritischer mit dem Thema umgeht.