Skip to content
  Eigenwerbung

Einladung an freie, uneigennützige Blogger(innen)

Na, denn mal los ...
Falls es euch nicht aufgefallen ist: Ich habe jede Form von fremder Werbung (mit Ausnahme von Büchern) aus dieser Publikation entfernt - falls doch noch Reste davon übrig sind - ignoriert sie. Wann immer ich sie bei Korrekturen erwische, merze ich sie aus.

Zugleich lade ich euch ein, mich mit euren Blogs zu verlinken, für euch zu schreiben oder mit euch über die „aktuelle Situation“ des Kennenlernens zu diskutieren. Selbstverständlich berichte ich weiterhin über interessante Firmen-Neugründungen, innovative Erotik-Artikel, interessante Bücher und alles, was sonst noch im Internet oder der Realität geschieht. Wir müssen nicht alles aufgeben, was schön ist - nur die kreischende Werbung lasse ich nicht mehr herein.

Ich meine: Es ist an der Zeit, dass die verbliebenen, uneigennützigen Blogger(innen) etwas zusammenrücken. Und auch diejenigen, die nicht „ganz so“ uneigennützig sind, können gerne ihre Ideen präsentieren - falls ich sie auch interessant finde.

Sagt mir, was ihr wollt - ich sage euch, ob es geht.

Wie machst du Liebe richtig?

So oder so?
Ich habe als Überschrift die blödeste erdenkliche Frage gewählt, denn „Liebe“ kannst du nicht „richtig“ machen. Niemand will in der Liebe etwas „falsch“ machen. Aber wer mit dem Ziel antritt, nicht falsch zu machen, hat schon das Samenkorn des Versagens gepflanzt.

Warum willst du „gut“ oder gar „großartig“ rauskommen bei der Liebe? Warum willst du dich erniedrigen., um alles richtig zu machen? Auf Dauer gehst du in alle Arten von Fallen, wenn du so handelst. Es kann sich um eine Honigfalle handeln, dann fällst du darauf herein, dass deine Partnerin/dein Partner dir die Liebe vorspielt. Natürlich nicht die Liebe, die ein Leben halten soll. Vielmehr setzt sie auf den Klebeeffekt von sexuellen Handlungen, die nicht einfach zu bekommen sind. Der Trick: Er (oder sie) gibt einen enormen Vorschuss an süßem Genuss, flüstert heiße Versprechungen, dass dies immer so weitergeht oder sich noch steigern lässt.

Auch wenn du das „niemals“ tun würdest oder alternativ „auf keinen Fall“ darauf hereinfallen würdest – verstellst du dich nicht manchmal? Oder hat dir jemanden geraten, dich zu verstellen? Es gibt solche Leute. Und ich meine nicht jene, die dir raten, ab und an mal einen frischen Slip anzuziehen. Ich meine all diejenigen, die dir sagen, dass du dich erst einmal verändern musst, sonst würde es nie klappen. Anders schminken. Neue Klamotten, enthaaren, Fitnessstudio, Psycho-Kurse. Selbst wenn sie es gut meinen und nicht allein aus Überheblichkeit oder Gewinnsucht handeln – du musst es wirklich wollen, wirklich akzeptieren - und es muss zu dir passen.

Viel sinnvoller ist, nichts zu beschönigen. Du hältst dich „nur“ fit, aber du hasst die Sporthalle oder das Fitnessstudio, weil es dort schrecklich stinkt? Hervorragend. Da brauchst du deine Partnerin nicht mit deiner Sport-Aktivität vollzulabern. Du hast keine Hobbys, aber du interessierst dich für etwas? Ausgezeichnet. Hobbys sind etwas für Kinder, Interessen etwas für Erwachsene. Du hörst weder Rock noch Jazz noch Klassik am liebsten, magst aber Musik? Eine wundervolle Voraussetzung für ein Leben mit Hörgenuss zu zweit.

Echt – das reicht völlig. Ob du etwas weißt, etwas kannst und geistig flexibel bist oder wie du sonst „tickst“, erfährst dein Gegenüber aus dem Gespräch mit dir. Wenn du nicht suchtähnlich aufs Heiraten fixiert und unter 30 bist, sind Kinder und Familie keine Themen für das erste Date. Erst lernst du jemanden kennen, dann entscheidest du, ob du ihn/sie heiraten wirst oder nicht oder wann und wie Kinder infrage kommen.

Der Gegenpart zum Honigtöpfchen, ist die vorschnelle „soziale Einkesselung“. Sie funktioniert so, dass du sofort zum Freundeskreis des Partners gehören sollst, schnellstens Eltern und Geschwistern vorgestellt werden sollst und gedrängt wirst, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen oder ein gemeinsames Kind zu planen. All dies sind versteckte Nötigungen, den anderen vorschnell in das eigene Leben einzubinden.

Sei, wie du bist! Tu, was du willst! Scher dich nicht darum, was „die Leute“ von dir denken. Und wenn du jemanden wirklich willst: Dann erst verhandle darüber, wie das gemeinsame Leben aussehen soll. Es ist nötig – wirklich.

Die perfekte sinnliche Liebesnacht - ein Märchen?

Das Märchen von der reinen Liebe ...
Die Liebe ist eine Mischung aus Illusionen und Gefühlen, die wirklich dauerhaft verbinden. Das ist absolut normal und verdient schon deshalb keine Kritik, weil ein Großteil der Empfindungen, die wir erspüren, in Wahrheit von Botenstoffen beeinflusst werden..

Alles, was wir für Liebe halten, inklusive des Wohlfühleffekts, der bei heftigem Sex entsteht, ist Teil einer sinnvollen, freundlichen Illusion. Wir versuchen, den Kern darin zu verherrlichen, indem wir ihn „wahre Liebe“ nennen. Doch es gibt keine „wahre“ Liebe, so wenig wie es „unwahre Liebe“ gibt.

Frauen, die Illusionen verkaufen, reden Tacheles

Menschen, die Illusionen verkaufen, wissen das. Ein typisches Beispiel für Männer ist die „GFE“, eine sexuelle Erfahrung, in der eine meist recht junge Frau dem Mann das Schauspiel bietet, eine „ganz gewöhnliche Freundin“ zu sein, die sich aus nichts als Liebe hingibt, leidenschaftlich und authentisch. Eine der Frauen, die so etwas perfekt beherrschen, schreibt (1):

Ich bin in der Lage, recht unterschiedlichen Männer das Gefühl zu geben, sich in meiner Gesellschaft außerordentlich wohlzufühlen. Ich kann dies nahezu für jeden Mann und völlig unabhängig von Alter, Herkunft oder Interessen tun. Er hat den Wunsch, etwas Großartige zu erleben, und ich gebe ihm das, was er möchte. Das heißt: Er verbringt eine erregende und begeisternde Liebesnacht mit mir. Und ich sorge dafür, dass er vom ersten bis zum letzten Moment zufrieden ist. Und obwohl das Ziel klar definiert ist, entwickle ich keine Gefühle für den Mann, dem eine „Freundinnen-Erfahrung“ versprochen wurde.

Illusionen genießen - aber ihnen nicht verfallen

Was wir daraus lernen können? Vor allem, dass wir selber nicht auf die reine Illusion zurückfallen dürfen. Es gibt ein Dutzend Gründe, mit einer Frau oder einem Mann eine lustbetonte Nacht zu verbringen - nicht nur für eine Escort-Frau, die dafür bezahlt wird. Jede und jeder, der gerne mal „a la carte“ lieben möchte, aber kein Abo-Essen buchen will, kann es. Und es dürfte kein Geheimnis sein, dass immer mehr Frauen den Spieß umdrehen: Sie holen sich ihre Illusionen selbst, genießen sie und lassen die Männer mit ihren Gefühlen alleine.

Zweierlei Moral - wer darf Illusionen genießen - und wer ist ein Schwein?

Was haben wir dann? Eine Frau, die einen Mann benutzt, um sich selber eine Illusion zu verschaffen, die ausschließlich auf Lusterfüllung basiert. Sie wird damit zum Spiegelbild eines Mannes, der eine Frau verführt, um sich selber die Illusion einer Liebschaft zu verschaffen, obgleich ihm Sex völlig genügt.

Das alles wäre durchaus akzeptabel - doch wenn Frauen sich Männer nehmen, wie sie kommen, dann ist das aus der Sicht der öffentlichen Moral immer OK, solange es nicht zur ständigen Gewohnheit wird.

Machen sich nun aber Männer aus dem Staub, bevor der Hahn kräht, dann sind sie Schufte, Schweine, Dreckskerle und was dergleichen mehr ist. Die Frauen hingegen werden gehört, gelesen und bedauert. Eine eigenartige Welt, nicht wahr?

(1) In Anlehnung an einen Blogbeitrag, verfasst von einer Escort-Frau.

Deine Geschichte - deine Liebe

Was wird sein? Was kann noch kommen?
Egal, wie sorgfältig du dein Leben geplant hast, wie vorsichtig oder zurückhaltend du warst - etwas kann schief gehen. Du weißt nie, ob und wann eine neue Epoche in deinem Leben beginnt. Ich denke, du hast schon viele Geschichten gehört, gelesen und gesehen. Einige davon haben dich berührt, obgleich sie dich auf keinen Fall betrafen.

Doch es geht niemals wirklich um die Geschichten anderer -sie sind nur unterhaltsames Beiwerk. Es geht um dich, um dein Leben, um deine Liebe.

Wenn du ein Buch liest, dann fragst du dich sicher manchmal: Was wir aus dem Menschen, von dem die Rede ist, im nächsten Kapitel?

Und nun frage ich dich: Was wird aus dir im nächsten Kapitel deines Lebens?

Eine gute Frage, bevor du wieder „jemanden triffst“, nicht wahr?

Ein selbstkritischer Nachtrag zur Liebe

Wie sage ich es?
Ich bin gewohnt, dass manche Leser empört sind, mich für oberflächlich oder gar unerträglich finden. Aber dann und wann kommt eben auch vor, dass ich wahrhaftig unzufrieden bin mit dem, was ich geschrieben habe.

Wie konnte ich auch nur? Ein paar Hundert Wörter (gegen 700), um Liebe und Verliebtsein zu erklären? Wären da nicht 700 Seiten sinnvoller gewesen?

Wie ihr wisst, erkläre ich Liebe aus den Segnungen der Natur und der Evolution, und die Abweichungen von Person zu Person aus Herkunft und Erziehung. Soweit zu den Grundlagen. Den generellen Vorwurf, den man daraus ableiten könnte, besteht darin, dass unser „ICH“, unser „ICHs“, das „SELBST“ oder meinetwegen die Persönlichkeit dabei nicht in der „Poolposition“ fahren. Zudem , so höre ich oft, würde ich die Kultur unterbewerten.

Das alles weiß ich. Aber ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der „menschliche Kultur“ als Fertigkost geliefert wurde, die niemand anzweifeln dufte, gesalzen mit Moral und religiösen Essenzen. Mir wurde schnell klar, dass alles, was ich in der Schule und als Mitglied der Gesellschaft lernte, damit nicht erklärbar ist. Und ich vermutete, dass man uns dies alles erzählte, um uns auf eine Denkrichtung „einzuschwören“.

Veränderungen im Denken - aber nicht konsequent genug?

Sehe ich mich heute um, so hat sich in der Tat etwas verändert - doch immer noch werden die Naturkräfte unterbewertet, obwohl wir immer mehr darüber wissen. Die Evolution, die uns wesentlich prägte, wird zwar anerkannt, aber nicht, wenn sie uns selbst wirkt.

Das ist der Grund, warum ich die Naturwissenschaften im Vordergrund sehen will. E ist zugleich der Grund, warum ich jene angreife, die behaupten, die Weisheit mit Suppenkellen gelöffelt zu haben. Denn nach wir vor wissen wir nicht, wie ein Impuls aus unserem Inneren aussieht, nachdem er einmal durch ganze System gerauscht ist.

Warum ich dennoch nicht zufrieden bin? Weil ich glaube, eben dies nicht genügend vermittelt zu haben.