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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Ich bin wieder da und schreibe …

Starte mit Vollgas ...
Die gute Nachricht: Meine Schreibpause ist vorbei. Unter meinem Web-Namen „Sehpferd“ werde ich ab sofort wieder für jeden tätig, der Artikel über die Welt der Lust und der Liebe benötigt. Und über viele andere Themen, wenn man mich bittet und ich etwas darüber weiß. Zum Beispiel über Kommunikation oder Gefühle.

Ich schreibe also wieder für Dich, Sie und Euch. Und die Themen sind vielfältig: alles über die Liebe, über Sinnlichkeit, Partnersuche, Sexualität, Vanille und Chili, Küsse und Schläge, Moral und Unmoral. Ihr werdet kaum jemanden finden, der so gründlich recherchiert, so tief in die banalsten Themen eintaucht und über so viel Daten und Fakten aus Gegenwart und Vergangenheit verfügt. Ich halte das Angebot das ganze Jahr 2022 aufrecht.

Per E-Mail erreicht ihr mich sicher und bequem.

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Die drei Könige, die es niemals gab und das Schenken

Drei Könige als Spendensammler Weihnachten 2002 in Basel (CH)
Die Geburt des Religionsstifters wird im Christentum recht blumig beschrieben. Wir kennen die Evangelien des Matthäus und des Lukas und stehen auch als Nichtchristen inmitten einer orientalischen Geschichte, die blumig ausgeschmückt wurde.

Ganz besonders deutlich wird das an der Huldigung, die von Mitgliedern eines anderen orientalischen Volkes ausgingen - vermutlich kamen sie aus Persien, aber das ist Spekulation. In jedem Fall wurden sie als Magier bezeichnet, und die folgende Textstelle aus dem Evangelium des Matthäus diente als Ursprung späterer Legenden:

Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Dies alles waren Geschenke von unermesslichem Wert. Sie wurden ohne Kenntnis der „Lage“ spontan und unvorbereitet gegeben und ganz offensichtlich von wohlhabenden Autoritäten der damaligen Zeit. Denn wer weit reisen konnte, musste über erhebliche Mittel verfügen.

Das Paradoxon: Es waren weder Könige, noch waren sie heilig, und es waren auch nicht drei an der Zahl - weder im Evangelium noch nach historischen Quellen. Die Geburt des Religionsstifters ist eine Erzählung, die bildhaft ausgeschmückt wurde - und diese Bilder wirken bis heute nach.

Das Interessante an diesen Magiern ist etwas anderes: die spontane Bereitschaft, etwas Wertvolles zu schenken. Und die Magier erhielte nicht die geringste Anerkennung für ihre Geschenke - nicht einmal eine Segnung. Wer hätte sie auch aussprechen sollen?

Am heutigen sechsten Dezember steht der Tag im Kalender - meist als „Heilige Drei Könige“, aber auch als „Dreikönigstag“.

Gut, es gab schon Weihnachtsgeschenke - aber es könnte ja sein, dass du heute noch einen besonderen Menschen beschenken willst. Mit Gold, Düften oder einfach dem Zauber des Daseins. Vor allem aber; Schenke selbstlos, ohne jemals daran zu denken, dass du etwas zurückbekommen könntest.

Zitat aus: Einheitsübersetzung, Evangelium des Matthäus.
Bild:Gebhard Roese.

Etwas über den Funkenflug in der Liebe

Hoffnung auf die Liebesglut
Der Funke ist einfach nicht übergesprungen ... nicht beim ersten Date, nicht beim Dritten und auch bei Date Nummer 29 noch nicht. Der Beitrag, den ich las, wurde vollmundig angekündigt als „Dating: Single-Frau verrät, ab wann es keine weiteren Dates mehr gibt.“

Was dann im Artikel stand, war sozusagen „das Übliche“. Jemand, der innerlich „nicht wollte“ trifft auf jemanden, der es im Grunde will.

Nein, nein ... Ich meine dieses Mal nicht die Dating-Nomadinnen, (und Nomaden), die „mal sehen wollen, was der Markt so hergibt.“

Hier handelte es sich bemüht, Ablehnung zu signalisieren - und das liest sich dann so:

Dabei versuchte ich aber möglichst keine Situationen entstehen zu lassen, in denen er auf die Idee kommen könnte, mir näherzukommen.

Frage: Was erwartet eine Person denn noch, die von vorn herein Ablehnung signalisiert? Und was hat sie jemals erwartet?

Wie die Funken entstehen, fliegen und Lust auslösen

Wer oft sagt, dass ihm keine Schmetterlinge begegnet sind, dass Funken nicht übergesprungen sind und dergleichen, sollte sich wirklich überlegen, ob er seine Gefühlswelt nicht in die Mauser schicken sollte.

Zwei Frage, die wir vorab klären müssten:

1. „Sagt mir“ der Mensch etwas, der da vor mir sitzt?
2. Ist es schön (lustvoll, interessant) , die Zeit mit ihm zu verbringen?

Wenn du wenigstens eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, ist es Zeit an körperliche Nähe zu denken. Erst durch sie wird der „Funkenflug“ zur Realität.

Reden wir bitte mal endlich Tacheles: Gefühle sind nicht irgendetwas Abstraktes. Sie beginnen mit empfangenen Reizen, die biochemische Prozesse auslösen. Die bemerkst du, dafür sorgt dein Körper schon. Die Zurückhaltenden unter den Autoren nennen dies körperliche Anziehung, die weniger zurückhaltenden „aufkommende Geilheit“.

Aber: Um Reize zu empfangen, ist es nötig, offen zu sein. Wenn du nicht lustvoll sehen, riechen oder hören willst und dich keinesfalls in irgendeiner Weise emotional oder körperliche berühren lassen willst - warum bleibst du dann nicht zu Hause?

Märchen und andere Scheinwelten

Das mag dir vielleicht provokativ erscheinen, aber vielleicht solltest du mal die Märchenwelt verlassen, in der eine überwältigende Gestalt auftaucht, bei der du ganz hingerissen bist.

Ja klar - es gibt die Menschen, die einander sehen, übereinander herfallen und beieinanderbleiben. Und es gibt auch diejenigen, die einander sehen und voreinander fliehen. Aber nun hör mal deutlich her: Das sind Minderheiten. Und sehr, sehr wahrscheinlich fällst du in keine dieser Gruppen.

Über Gefühle lernen heißt: Sich selbst verstehen

Und das heißt im Endeffekt: Lerne mehr über dich und deine Gefühle. Welche Funken lösen etwas in dir aus? Was entfacht „dein Feuer“? Und wie stellst du es selber an, Funken zu versprühen? Schon mal überlegt, welche Wirkung deine Körpersprache hat?

Ich verlasse dich und das Thema für heute. Aber es musste mal wieder sein: Tacheles reden, kein Herumschwafeln.

Bist du jetzt befremdet? Gut so. Denk an die Mauser. Geh mit einem anderen Gefieder ins neue Jahr. Viel Glück (ernsthaft und ohne Häme).

Dieser Artikel folgt einer alten Idee, Tacheles zu reden ohne irgendjemandem zu schmeicheln. Herumgeschwafelt wird derzeit wirklich genug.
Bild: © 2021 by Liebesverlag.de

Die Friendzone, der Funke, die Schmetterlinge und Sex

Ohne Flirt keine Liebesbeziehung
Es ist schön, als Mann eine Freundin zu haben. Sie ersetzt vielleicht eine Schwester oder eine Cousine, der man sich anvertrauen würde. Und es ist ebenso nützlich, wenn eine Frau einen Mann hat, der väterlicher Berater, Ersatz-Bruder oder hilfreicher Held ist, wenn sie in der Klemme steckt. Und er muss nicht unbedingt schwul sein.

Das alles und noch viel mehr ist eigentlich selbstverständlich.

Die „Friendzone“ – Modewort oder Realität?

Reden wir mal von der Friendzone. Ein Wort aus dem Englischen, aber durchaus bekannt. Es wird inzwischen überall herumgestreut und natürlich werden Tipps dazu gegeben, wie „man“ da rauskommt. Ja, „man“, meist Mann, selten Frau, obwohl das auch vorkommt. Was es überhaupt bedeutet? Nichts weiter, als dass du eine Freundschaft mit einer Frau /einem Mann hast, aber lieber hättest, eine sexuelle Beziehung mit ihm/ihr zu haben. So etwas ist nicht selten. Allerdings redet kaum jemand davon, dass es dabei um Sex geht – man sagt „Zweisamkeit“ oder „Zusammenleben“.

Die Frage, die in der Presse ständig umgewälzt wird, ist: Wie kommst du da heraus, Mann? Und manchmal: „Wie bist du eigentlich da hereingekommen?“

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Wenn der Preis der Liebe steigt

Liebesbörse: Wahre Liebe steigt im Preis
Hat man dir in deiner Kindheit und Jugend gesagt, du müsstest immer schön folgsam, fleißig und „anständig“ sein? Und hat man dir dafür angeboten: „Dann haben dich die Leute lieb“? Nein, nicht nur die Eltern, auch Kindergartentanten aka Erzieherinnen, Lehrer(innen), Lehrherren, Prokuristen, Meister(innen) oder wer auch immer?

Wenn du brav bis, bekommst du Liebe

Ich rede hier keinesfalls von Frauen – das würde ich tun, wenn ich ein gängiges Klischee erfüllen würde, das gerade wieder in aller Munde ist. Nein, ich rede von all jenen, denen etwas versprochen wurde, wenn sie „brav“ sind. Also all jene, die irgendwann gelernt haben, dass Liebe mit einem Preisschild versehen ist. Und nein, ich meine nicht sexuelle Liebesbeweise.

In diesem Fall meine ich die Liebe, wie sie die Soziologen und Gläubigen verstehen: eine Art geheimnisvoller Sozialkitt. Aber auch das Gefühl, gemocht oder wenigstens anerkannt zu werden, also „geliebt“ im weitesten Sinne.

Liebe mit Preisschild - der Handel mit "Wohlverhalten"

Wenn wir gewohnt sind, den Preis der Liebe in „Wohlverhalten“ zu bezahlen, wie es viele von uns erwarten, dann begeben wir uns in eine gefährliche Abhängigkeitssituation. Und doch wird genau dies oft eingefordert. Um ein Beispiel zu nennen: Da will ein jemand einen anderen Jemand kennenlernen und hat vor allem im Kopf, „zu gefallen“. Das mag verständlich oder gar tugendhaft erscheinen – aber es kann eben auch krankhaft sein.

Der Fluch von "mehr desselben"

Der Preis der Liebe steigt, wenn wir uns abhängig machen. Das heißt, wir geben immer mehr oder ertragen immer mehr für immer weniger Liebe. Zugleich werden wir Opfer eines Prinzips, das „mehr desselben“ heißt. Es besagt, dass wir mehr erreichen, indem wir uns auf einem bekannten Weg immer mehr anstrengen. Am Ende ist der „Preis der Liebe“ so hoch, dass wir ihn nicht mehr bezahlen können und darunter zusammenbrechen.

Warum wird den Preis überhaupt zahlen? Weil wir es „so erlernt“ haben. Wir sollten „lieb sein“ oder „nett sein“ und noch besser, wir sollten etwas tun, damit andere „lieb“ oder „nett“ zu uns waren.

Und bedingungslose Liebe?

Bedingungslos geliebt zu werden, ist selten – bedingungslos zu lieben folglich auch. Wer das Glück hatte, in der Kindheit bedingungslos geliebt zu werden, macht allerdings recht bald die Erfahrung, dass andere die Preisschilder bereits hochhalten. Da steht dann drauf: „Je mehr Leistung du für uns erbringst, umso mehr lieben wir dich“.

Wie lösen wir das auf?

Verhandeln, um den Preis der Liebe zu senken?

Viele Menschen versuchen, über Liebe zu verhandeln, also den Preis der Liebe möglichst zu drücken. Man kann dies deutlich in Gesprächen bemerken, die Partnersuchende führen. „Alles“, was der andere will, kann man nicht bieten, also versucht man, etwas anderes als Vorteil anzubieten. Das ist nicht unklug, solange der andere am Ende nicht sagt: „Das reicht nur für eine Freundschaft, aber nicht für die Liebe“. Das heißt im Klartext: „Wenn du meinen Preis nicht zahlen kannst, dann lass es eben bleiben.“

Das muss natürlich nicht so sein. Aber ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn Liebe gegen Leistung verrechnet werden soll.

Selbstbewusst sein und in der Liebe auf "Diät" gehen?

Eine andere Methode ist die, möglichst viel Selbstbewusstsein und eine gewisse Genügsamkeit zu entwickeln, um auch mit wenig Liebe durch den Tag zu kommen. Hungrig nach Liebe zu sein, ist ohnehin das Tor zur Manipulation durch andere – also ist es wirklich sinnreich, eine gewisse „Diät“ einhalten zu können.

Der Preis der Liebe - Zustände wie in der Inflation?

Letztendlich allerdings muss der „Preis der Liebe“ fallen. Preise steigen immer dann, wenn das Angebot zurückgeht und/oder die Nachfrage steigt. Die Frage bleibt, was wir alle daran tun können: Mehr und bedingungslosere Liebe anbieten oder die Nachfrage nach Liebe zurückfahren? Jeder möge sich selbst entscheiden, was er für sich und seine Mitmenschen tun kann.

Wir können natürlich auch auf „besser Zeiten“ hoffen. Aber die werden nicht besser, da bin ich sicher.