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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Das Vergnügen an "ihrer" Wäsche ist ganz auf seiner Seite

Wo haben Sie denn Ihre Hose, Sir?
Ihr werdet es nicht glauben – in der viktorianischen Epoche trug eine erhebliche Anzahl von modebewussten Männern – Korsetts. Sie wollten damit ihre schlanke Taille zeigen, und die Legende weiß, dass es nicht nur die typischen „Dandys“ taten, sondern auch Jäger, Automobilisten und – Soldaten. Vor alle adlige Offiziere sollen dergleichen auch in Deutschland getragen haben. Eine schicke Taille war eben oft nur möglich, wenn der Mann sich schnürte. Der Wandel vom „knackigen Mann“ zum „hübschen Mann“ findet ja immer wieder statt – erinnert sich noch jemand an den Presserummel um die „Metrosexuellen“?

Warum aber trägt der heutige Mann (dann und wann und meist heimlich) die zurückgelassene Wäsche seiner Ex-Freundinnen? Oder: Warum kaufen sich Männer extrem teure Dessous mit Spitzen und Rüschen? Und warum tragen einige Männer heimlich sogar Strapse, die einst „Tanzgürtel“ hießen?

Herrenkorsett, in den 1990er Jahren noch erhältlich

Der sinnliche Gentleman liebt weiche Unterwäsche. oder?

Ein Teil der Gentlemen behauptet, weibliche Dessous seien wesentlich weicher und vermittelten ein angenehmeres Tragegefühl als Feinripp. Sie gehören zu jener Gruppe, die ein Geheimnis daraus machen und sich weder Freunden noch Freundinnen offenbaren. Das mit dem „weicheren“ Material stimmt natürlich nicht ganz – denn sanfte-weiche Stoffe werde mittlerweile auch in ganz gewöhnlichen Slips und Boxer-Shorts verwendet. Dennoch scheinen manche Frauen dieses Argument zu verstehen, auch wenn sie die Haltung als „pervers“ empfinden.

Die diebische Lust, „erwischt zu werden“

Ein anderer Teil hat ein diebisches Vergnügen daran, dass man ihn „erwischen“ könnte. Sie tragen unter Gesellschaft- und Businessanzügen sogar Strapsgürtel und feine Damenstrümpfe tragen. Dazu gehören dann natürlich auch feine seidenartige Slips, die es durchaus auch für Herren gibt.

Was die Männer genau bewegt, so an die Öffentlichkeit zu treten, ist nicht bekannt. Einer Freundin hat mal ein solcher Mann gestanden, er würde ständig daran denken, erwischt zu werden. Das sei zwar nie der Fall gewesen, aber manchmal sei er schon „dicht daran vorbeigeschlittert“.

Damen haben meist Vorbehalten gegen Männer mit der "falschen" Unterwäsche

Und was wäre, wenn eine Dame entdecken würde, dass ein Mann Damenwäsche oder Strapse trägt?

So amüsant der Anblick für manche Frauen auch sein mag – für ein Date eignet sich diese Art der Bekleidung kaum. Immerhin muss der Mann heute damit rechnen, dass er sich seiner Beinkleider entledigen muss, falls die Dame auf „Sofortgenuss“ besteht. Das kommt immer häufiger vor – das Risiko (oh, oh) ist also gegeben. Man könnte nun zwar sagen, dass ein jeder Herr seinen Spleen und seine heimlichen Wünsche hat – aber gerade der Wunsch, weibliche Dessous zu tragen, ist ein Argument, das zunächst gegen eine Partnerschaft spricht – trotz aller Toleranz.

Feminisieren lassen wollen sich die meisten nicht

In diesem Fall sind nicht einmal die Männer gemeint, die sich gerne „feminisieren“ lassen. Das einzige Geständnis, das wir hörten, war die Lust ganz gewöhnlicher, heterosexueller Männer, statt Hemd, Sakko und Hose einmal die entsprechende Kleidung der Damen zu tragen – Bluse, Blazer, halblanger Rock, Strapse und Strümpfe sowie High Heels. „Das Gefühl, dass überall 'Luft herankann' sei das wunderbarste Erlebnis, das ein Mann haben könne“, erzählte uns jemand – und er war kein Schotte.

So bleibt uns nur, über eine Kuriosität zu berichten und über das seltsame Gefühl des Mannes, das ihn beschleicht, wenn seine Hodensäcke in freier Luft schaukeln.

Bilder: Avatar oben © 2021 by liebesverlag.de, Mitte: © (about 1990) by Axfords, Brighton, UK.

Kein Heiratsmaterial

Nicht wirklich eine Verabredung zum Zweck der Eheschließung ...
Es gibt sie, die „edlen“ Kennenlern-Seiten. Und es ist nicht sicher, dass dich dort erwartet, was ich hier beschreibe. Aber es geschieht eben dann und wann.

Welche Sorte Männer mögen es sein, die man auf Beziehungs-Seiten kennenlernt?

Wenn du Glück hast, weiß er sich anzuziehen – nicht overdressed für eine Verabredung, aber eben auch nicht so, „wie er aus dem Büro kommt“. Gehe davon aus, dass er vor höchstens zwölf Stunden geduscht hat, frische und saubere Unterwäsche trägt und weiß, wie man sich bei Tisch benimmt.

Ja, er ist sympathisch, klar. Und er lenkt das Gespräch auf das „Essenzielle“ im Leben. Bald wird er dich fragen, „welche Pläne“ du hast. Und falls es ganz schlimm kommt, wird er etwas über eine baldige Heirat und deine Kinderwünsche in Erfahrung bringen wollen.

Wenn DU Wünsche nach Sex äußerst gehen seine Alarmglocken an

Bei einer der nächsten Verabredungen wirst du ihn vielleicht diskret darauf hinweisen, dass du Lust hättest, etwas intimer mit ihm zu werden. Ihn wird voraussichtlich befremden, dass der Vorschlag von dir kommt und nicht von ihm. Falls du jetzt noch konkrete Vorschläge für den Sex hast, den du von ihm möchtest, wird er wesentlich stiller werden.

Er wird dich nicht gleich rauswerfen, falls das Treffen bei ihm stattfindet, aber wird dir sehr schnell klar machen, dass du für ihn kein „Heiratsmaterial“ bist. Was er denkt, ist noch etwas anderes: Frauen wie du sind eigentlich Schlampen, und Schlampen heiratet ein „Gentleman“ nicht.

Vielleicht wird er noch mit dir vögeln – vielleicht nicht einmal das. Aber jedenfalls wird er sich nicht noch einmal mit dir verabreden.

Was du da machen kannst? Gar nichts. Männer, die unbedingt bald heiraten wollen (und auch Frauen, versteht sich) tragen Scheuklappen beim Kennenlernen. Sie suchen keine Personen, die Ecken und Kanten, Lüste und Abneigungen haben. Sie suchen jemandem zum Heiraten, bei dem alles passt.

Wie sagt uns noch ein angejahrter Buchtitel?

„Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte.“

In der Realität passt nie „alles“. Nicht alle Wünsche für das brave Zusammenleben und nicht alle Wünsche für die wilden Lüste.

Bild: Henry Gerbault, Ende 19.JH.

Retro-Unterwäsche

Was die Dienstmagd trug ...
Dessous, Lingerie, Reizwäsche - die alten Zeiten sind noch nicht vorbei. Und nach wie vor gibt es dann und wann auch neue „Wäsche“ im echten Retrolook“. Ob er immer sexy ist? Wahrscheinlich nicht. Aber wir wüssten doch sehr gerne, ob ihr euch dafür interessiert.

Und was wir jüngst entdeckten:
Liebte da jemand den alten Stil?

Die feine Dame verführte einst aufwendiger und verlockte die Männer, auf ihren „Busen“ zu sehen.

Blickfang ... vor langer, langer Zeit


Bildernachweis: Oben: Flohmarktfund, Liebesverlag-Archiv. Mitte: Bewusst nicht sexy, aber dennoch frivol. Comic by Liebesverlag.de. Unten: Korsett-Ausstellung in einem Museum. Liebesverlag-Archiv.

Und schon naht der Oktober ...

Ein bisschen retro, ein bisschen frivol - warum nicht?
Der kühle Windhauch, der an deinen unbekleideten Beinen hochkriecht, ruft nach Aktivitäten in geschlossenen Räumen. Wer jetzt noch sucht, der ist gut beraten, auch eine „Übergangsbeziehung“ zu erwägen. Ich weiß, dass viel von euch davor zurückschrecken. Aber die langen Nächte und der Weihnachtsurlaub, der die Straßen leer fegt, rechtfertigen solche Entscheidungen durchaus.

Und überhaupt: Wer eine Beziehung „für kurze Zeit“ eingeht, hat durchaus die Chance, daraus etwas zu lernen.

Auch die Paare, die schon längere Zeit miteinander verbunden sind, fragen sich jetzt häufig: „Was machen wir eigentlich an den langen Abenden?“ Und was, wenn die „Kinder aus dem Haus sind“ - gibt es dann neue Perspektiven? Traut man sich, etwas Neues miteinander zu beginnen? Vielleicht gar etwas Frivoles?

Ich hörte schon von einem frivolen Adventskalender mit Toys und Dessous - aber Weihnachten ist noch weit. Und Dessous? Sie sollen etwas aus der Mode gekommen sein. „Ich zieh doch nicht solche Nuttenfummel an, nur damit er geil wird?“

Klar - du bist keine Hure und dein Schlafzimmer ist kein Puff. Aber vielleicht macht es doch Spaß? Ich habe mich schon manches Mal gewundert, was plötzlich „Spaß macht“.

Dabei fiel mir dann auch das Motto für Oktober ein:

Tu es doch endlich!

Herumeiern, ob das neue Kleid 50 Euro oder 500 Euro kostet? Zimpern und zagen, ob du dich zu ihm/ihr legen sollst? Dein Schlafzimmer mit Stoffen, Farben und Licht aufhübschen? Dich selbst in frivolen Posen fotografieren? Die ersten Lederhandschellen kaufen?

Tu es einfach. Du hattest seit fünf Jahren kein Date? Versuch mal, jeden Monat mindestens ein Date zu haben. Wenn du zögerst, verlierst du das Gefühl für Dates. Hast du dir mal die albernen Gestalten angesehen, die seit mehreren Jahren kein Date mehr hatten? Willst du so werden?

Na also. Tu es. Tu es jetzt. Denn wenn nichts jetzt, wann dann?

Geheimnisse und Schlüpfriges aus 20 Jahren sehpferd

20 Jahre sehpferd - ein Teil betrifft auch die "Liebeszeitung"
Dieser Tage zelebriere ich "20 Jahre Sehpferd". Und dies alles ist wirklich geschehen in diesen 20 Jahren.

Wenn jemand Themen aufgreift, die von der begierigen Öffentlichkeit zwar verschlungen werden, die aber in der bürgerlichen Gesellschaft als „anrüchig“ gelten, kann viel passieren. Meist etwas, mit dem man nicht gerechnet hat. Es gibt seriöse Schauspielerinnen, die immer seriös waren, und sich dennoch ihrer Rollen der Vergangenheit schämten. Dann gibt es solche, die zwar nicht ganz so seriöse Rollen hatten, aber sich inzwischen zu viel gefragten Schauspielerinnen entwickelt hatten. Welche von beiden Gruppen haben sich bei mir jemals beschwert? Ihr dürft raten.

Erst Aktmodell, dann doch lieber Bildungssystem

Einige Male habe ich Artikel über junge Frauen entfernt. Dabei ging, soweit ich mich erinnere, um Fetisch- oder Wäschemodelle. Einmal jedoch ging es um eine junge Frau, die weitgehend textilfrei für Herrenmagazine posiert hatte und darauf zunächst sehr stolz war. Das änderte sich jedoch, als sie später eine Karriere in sensiblen Bereichen des Bildungssystems anstrebten. Soweit ich noch Zugriff auf die heutigen Betreiber hatte oder selbst Webmaster blieb, habe ich sie entfernt. Einmal beschwerte sich sogar eine Grafikerin, dass ich sie als Zeichnerin für eine angeblich frivole Webseite genannt hatte.

Ich habe sie immer aus dem "Schussfeld" genommen

Kurz: Ich habe immer versucht, alle aus dem „Schussfeld“ zu nehmen, die sich selbst irgendwie dort hineinmanövriert hatten. Und zwar völlig unabhängig vom Presserecht. Denn ich dachte mir (und denke weiterhin) mit 19 oder 21 Jahren darf man sich noch in einer Weise zeigen, die man später nicht mehr zu sehen wünscht. Wer aber aufwendige Karrieren auf Nacktheit und öffentliches Hervorheben seiner Sexualität aufbaut, um sich später einen Heiligenschein zuzulegen, dem ist nicht mehr zu helfen.

So sind die Jahre vorbeigegangen – zu Anfang noch mit etwas Sensationslust und dürftigen Nachrichtenquellen, die nicht immer ganz koscher waren. Dann aber mit eigenen, gründlichen Recherchen. Und insgesamt kann ich sagen: Im Grunde war alles richtig und sinnvoll.

"Geheimnisse" werden gewahrt, wenn mich darum bittet

Noch ein Satz zum Online-Dating: In dieser Branche lernte ich ausgesprochen aufrichtige Menschen kennen. Einige waren so ehrlich, dass ich ihnen versprechen musste, ziemlich viel von dem, was sie mir sagten, nicht zu schreiben. Und genau so habe ich es auch getan. Den Rest habe ich damals in der liebepur veröffentlicht.