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Wie man Partnersuchende „veräppelt“

Schade, dass man ihr Handy nicht sieht
Die Presse hat mal wieder was tolles „aufgedeckt“: Falls dein Smartphone auf dem Profilfoto von Apple stammt, hast du mehr Chancen. Sagt der Hersteller – auf seiner Webseite. Die Daten dazu soll „CompareMyMobile“ ermittelt haben.

Unsere Studie ergab, dass jüngere Singles unter 35 Jahren eher von Ihrem Telefon als von Ihrem Auto beeinflusst werden. Apple-Produkte bieten Partnersuchenden einen klaren Vorteil gegenüber den anderen möglicherweise aufgrund der höheren Kosten oder dem „coolen“ Faktor, der mit der Marke verbunden ist.


Und das nicht nur zur Sommerzeit, sondern auch im Winter, wenn es schneit. Und ich sag euch mal was, ihr Spinner „unter 35“: Wenn ihr euren Partner nach der Marke des Smartphones auswählt, dann habt ihr ein Rad ab. Das liegt schon daran, dass sich kein Mensch, der alle Tassen im Schrank hat, mit einem Smartphone fotografieren lässt. Oder waren da etwa Badzimmer-Selfies im Spiegel gemeint?

Beste Grüße – so wahr ich Gramse heiße.

Gramse bleibt Gramse - jetzt noch frecher.

Die Frage, die die Welt bewegt: Warum trägst du einen BH?

Werbung für einen BH - "freie Atmung und naturschöne Form des Frauenbusens"
Ich lerne jetzt, was Kernfragen sind. Wegen Corona, Covid 19 oder - ach Scheiße ist ja egal, wie wir das Virus nennen ... jedenfalls ergibt sich daraus die Kernfrage: Wozu trägt eine Frau eigentlich einen BH?

Radfahren ohne Korsett

Kennen wir. Der BH ist ja eine relativ neue Erfindung - vorher hatte man das Korsett, und der BH? Ja, das war eine Innovation. Vor allem, als Frauen begannen, Rad zu fahren. Das ging natürlich auch im Korsett - aber es war nicht wirklich bequem. Und ja, damals war der BH eine sensationelle Erfindung.

Die BHs ins Feuer geworfen

In den 1970ern haben manche Frauen ihre BHs verfeuert, was, falls es wahr sein sollte, ganz schön gestunken haben mag. Diejenigen, die damals Körbchen von AA bis maximal B trugen, waren auch ganz zufrieden damit. Im hübschen, langen Sommerkleid war das sogar sehr chic. Für die Extremistinnen waren die BHs Teufelswerk - „als Symbol der Unterdrückung und Fremdbestimmung“. Fremdbestimmung deshalb, weil die Männer erwarteten, dass sie einen trug, weil man ihr ja sonst keinen aufnesteln konnte. Oder so ähnlich.

Im Homeoffice - ohne BH oder gleich ohne alles?

Na ja - und nun? Nun ist Corona und da kommt nun wieder auf: Ey, keine Frau würde jemals einen BH tragen, wenn sie nicht müsste. Und - im Homeoffice trägt Frau deshalb schon gar keinen BH, sondern Hausmantel. Oder vielleicht gar nichts? Und gerade bei dieser Hitze? Da sitzt Frau einfach einem Handtuch - sieht ja keiner.

Wenn ihr so weit gelesen habt, wird euch interessieren, was uns ein Sexualwissenschaftler zu sagen hat:

Die ganze Debatte entsteht ja im Kontext einer sexistischen Gesellschaft. Das Oben-Ohne bei Frauen wird diskutiert - das Oben-Ohne bei Männern hingegen nicht.


Hätte ich so jetzt nicht gedacht. Vielleicht, weil mir #nobra, #nopants oder #freethenipple an den Gesäßfalten vorbeigerauscht ist.

Die Nippel und die Erniedrigung der Opfer

Und ich lerne noch mehr: Wenn wir (also die Männer) nicht ständig auf die Nippel gucken würden, dann hätten längst alle Frauen ihre BHs auf den Müll geworfen. Und nur, weil wir sie ständig (ja, ständig) beobachten, ob ihre Nippel sich durch T-Shirt drücken, fühlen sie sich als Schlampen, wenn sie keinen BH tragen. Und das ist „echt voll peinlich“, und vom „Victim Blaming“ wissen wir: Sie werden auch noch dafür verachtet, beschimpft und erniedrigt. Also, wer das nicht versteht: Die Frau ist das Opfer, wenn die Kerle große Augen kriegen, weil ihre Nippel plötzlich so frech hervorstechen. Der letzte Satz ist natürlich total sexistisch, denn Brustwarzen haben nun mal die Eigenschaft, bestimmte Signale auszusenden - verdammt Natur - die ist bestimmt auch total sexistisch. Und ja, bevor ihr aufschreit - es ist nicht immer die sexuelle Erregung, wenn Nippel steif werden. Aber: Es ist auch nicht immer die sexuelle Erregung, wenn ein Penis steif wird.

Inzwischen setzen sich Sexualwissenschaftler (ernsthaft, versteht sich) mit der Frage auseinander:

Warum wird dann in der Öffentlichkeit, auf der Arbeit, ein BH getragen?

Ja, und mit dieser Frage lasse ich euch heute allein. Vielleicht macht noch mal jemand seine Doktorarbeit über dies weltbewegende Thema. Für möglich halte ich das schon, so wahr ich Gramse heiße.

Gramse bleibt Gramse - noch frecher, noch direkter und ohne Respekt.
Bild: Liebesverlag-Archiv.
Zitate: RND. Ziemlich verlässliche Informationen zum Thema: Womenshealth.

August der Keusche

Klassische "Onanierbandage" eines Dresdner Herstellers, etwa 1910.
Kaum hatten wir unseren Artikel über die „FLD“ recherchiert und veröffentlicht, da wurden wir von dem ungeheuren Angebot an „Male Chastity Devices“ überschwemmt. Unser alter Freund Gramse hat sich informiert und am Ende beschlossen, auf keinen Fall dem Gebiss der Kali zu verfallen. Leser(innen) mit einem schwachen Nervenkostüm sollten diesen Artikel meiden.

Wie der Mann "keuschgehalten" wird

Wie ihr vielleicht wisst, gehen alle Ideen zur männlichen Keuschheit darauf zurück, dass der Penis keine Chance hat, aus einer Umhüllung zu entweichen, die ihm zum Zweck der Keuschhaltung übergestülpt wurden. Ursprünglich sollten Jünglinge am Masturbieren gehindert werden - doch nach und nach wurde es in BDSM-Kreisen populär. Zumeist handelte es sich um Peniskäfige, die durch die Art ihrer Befestigung und ihrer Wirkungsweise sowohl das Masturbieren wie auch das Fremdgehen verhindern sollten.

Die exquisiten Lustverhinderer haben Zähne

Mittlerweile ist (wieder überwiegend in BDSM-Kreisen) ein Hang zum exklusiven und betont schmerzhaften Luxus-Masturbationsverhinderer eingezogen. Die Idee beruht darauf, dass der Penis nicht eingesperrt, sondern dessen Träger sofort durch heftige Schmerzen bestraft wird, sobald er eine Erektion bekommt. Sie laufen unter Namen wie „Zähne der Kali“ und werden in „mild“, „normal“ und und „extrem“ eingeteilt - je nach Art und Beschaffenheit der verwendeten „Zähne“. Wir hörten sogar von Konstruktionen, die eine Folterfantasie des 19. Jahrhunderts wieder aufgriffen: „Die eiserne Jungfrau“ für den Penis.

Die Monate der Verweigerung

Schon entsetzt? Das ist dein gutes Recht. Neben echt „gestandenen Männern“, die diese Prozedur in Kauf nehmen, sind es vor allem sogenannte „Sissys“, die darüber reden.

Wir fanden etwas Lustiges daran. Eine Bloggerin nennt die Monatsnamen, die sich für den Beginn männlicher Keuschheit eignen (1):

Lockgust.
Chestember
Locktober.
Nocumber.
Denycember.


Na schön, da könnte man noch ein paar hinzufügen, vielleicht gar alle zwölf Monatsnamen? Den esrten könnte man ja "Neinuar" nennen ... aber weiter reichte meien Fantasie nicht.

Keusch werden als Ziel ... nicht ganz, aber ...

„Warum sollte es ein Mann tun?“, werdet ihr euch fragen.

Und da haben wir schon die Antwort:

Dies ist die beste Zeit, um mit der mentalen Konditionierung zu beginnen, die dein Leben verändern wird. Du wirst lernen, die Kontrolle über deine schmutzigen Triebe zu bekommen . Sobald du aufhörst, mit dem überflüssigen Ding zu spielen, dass zwischen deinen Beinen baumelt, wird sich dein Leben verändern.


Oh schreck - überflüssig. Na schön, ich bin ja keine Sissy. und unterm kurzen Rock und in feinen Seidenpants ist es wirklich besser, wenn du keine Erektion hast. Unterm Schottenrock übrigens auch. Ich weiß aber nicht, wie männliche Schotten ihre Erektionen verhindern, wenn sie einen Schottenrock tragen.

Der Verschluß - Schlüssel zu einem unbeschwerten Leben?

Aber auch ich werde belehrt :

Der Schlüssel zu deinem neuen Leben besteht darin, endlich zu begreifen, dass diene Ejakulationen nicht wichtig sind. Tatsächlich wirst du bald merken, wie gut es dir tut, keine Zeit und Energie mehr auf deine egoistische Selbstbefriedigung zu verwenden. Sobald du gelernt hast, dich darauf zu konzentrieren, wie die Frauen zum Orgasmus bringst, wirst du auch lernen, wie du selbst etwas fühlen kannst, was sonst nur Frauen fühlen.

Ich ahne, was die Dame damit meint - und beschließe, weder August der Keusche zu werden noch zur sanften udn devote Augustine zu mutieren. „Eigentlich würdest du dich ganz gut eignen, einen kurzen Rock zu tragen“, hatte Hannelore mal gesagt - aber damals war ich noch schlank und schön. Und jetzt? Frag mich nicht - so wahr ich Gramse heiße.

(1) Wegen der optischen Inhalte ist es und unmöglich, auf die Quelle zu verlinken.
Bild: Aus dem Katalog von Carl Wendschuch, Dresden, Fabrikant chirurgischer Instrumente, Bandagen und anderen Medizinprodukten, etwa 1910


Übersetzt etwa:

Schließgust.
Keuschtember
Schließtober.
Niekommtember.
Weigerzember.


Gramse bleibt Gramse - immer spitzfinidg und selbsvertständlich völlig "daneben".

Von Schlampen und wertvollen Frauen

Egal, wie klug sie ist - sie gilt als Schlampe, wenn sie erotische Vorzüge hat


Zu Anfang schreibe ich einfach mal einen Satz auf: Er kann aus der Kunst, dem Handwerk oder einem anderen Bereich stammen – und jeder wird ihm zustimmen:

Ich kann wunderschöne Dinge tun – und jeder hätte sie gerne von mir erworben.

Sagt dies eine zeitgenössische Bestseller-Autorin, dann lobt man sie nicht so sehr anhand der vielen „schönen“ Dinge, die sie tat und kaum anhand ihrer Bereicherung der deutschen Sprache. Sondern sehr wahrscheinlich anhand ihrer Auflage, die oft zu phänomenalen Einkünften führt. Dabei macht es nichts, wenn der Zuckerguss aus den Seiten hervorquillt, wie Spermafontänen in pornografischen Filmen. Gelobt sei, was Tränen hervorruft.

Sollte eine Frau denselben Satz über ihre Liebeskünste oder ihre strenge Dominanz sagen, so wenden wir uns ab – zumeist empört. „Liebeskünste?“ Was ist denn das? Normalerweise wird diese Frau auch nicht anhand ihrer Einkünfte oder ihres Erfolgs am Markt der Liebe gemessen. Sie ist bereist abgewertet, wenn sie entdeckt, dass sie es einem Mann „besonders schön macht“.

Macht’s der Handwerker mit Herz und Hand, Lust und Verstand, so loben wir ihn. Macht’s die lustfähige Frau ebenso, unabhängig davon, ob sie Lust schenkt oder vermarktet, so nennen wir sie eine Schlampe.

Eigentlich darf man das nicht einmal denken, geschweige denn schreiben. Das Herz (nicht das richtige Herz), sondern Amors verkitschtes Herzchen ist „für die Liebe“ zuständig, die Brust, um den Säugling zu nähren und der Unterleib, um die Ausscheidungen abzuleiten.

Und weil das alles so ist, gelten Frauen mit verheißungsvollen Stimmen, sinnlichen Mündern oder sanften Händen eben nur dann etwas, wenn sie in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten.

Gramse bleibt Gramse - jetzt noch schärfer und ungerechter.
Bild: Historische Fotografie aus einem Männermagazin

Was macht die Männer eigentlich ultimativ an?

Es gibt wirklich noch andere hübsche Eigenschaften ... echt ...
Ich sage es euch, ganz still, ganz schlicht und völlig bedenkenlos: Das, was sie sich erträumen.

Nun kommt der Wermutstropfen für die „ernsthaft Suchenden“ : Sie träumen nicht alle davon, euch auf Händen zu tragen, euch zu bewundern, zu liebkosen, zu versorgen und zu beschützen.

Die zweite Enttäuschung, die ich bereiten muss, ist noch bitterer, und sie betrifft alle, die sehnsüchtig darauf warten, wieder mal „ihren Körper zu spüren“. Denn nein, sie sind nicht alle darauf erpicht, zugleich sinnlich und kraftvoll in die von der Natur dafür vorgesehenen biologischen Vorrichtungen einzudringen oder euch Orgasmen ohne Ende zu verschaffen.

Ach so?

Ja, so. Genau so.

Nun zur Wahrheit: jede eurer Eigenschaften, seien sie nun so oder anders, wird irgendwo von einem Mann geschätzt. Oder wie ein Kollege schreibt:

Denn es gibt nichts, worauf nicht irgendein Mann steht. Und ich sage sehr klar und eindeutig: Nichts. Auch wenn es vielleicht manches gibt, worauf nur sehr wenige Männer stehen.

Oho. Das ist es also?

Jeden Mann macht etwas an - vielleicht hast du es?

Da könnt ihr euch natürlich fragen: „Ey, was ist denn das? Sind das vielleicht alle diese lästigen Kerle, die dauernd was wollen, was keine Frau will?

Na ja, könnte mal sein. Aber insbesondere sind es Männer, die nach Eigenschaften suchen, die ihr habt, die ihr aber vielleicht gar nicht besonders schätzt. und, ja, ja, ich weiß ... und an denen ihr auch nicht gemessen werden wollt, wenn es um den Körper geht. Zu dürr, zu dick, hängende große Brüste, winzig kleine Brüste ... ja, klar gibt s dafür Liebhaber. Auch für schöne Hände und Füße, kleine Nasen und süße Öhrchen ... von den berühmten Pobacken mal ganz abgesehen.

Du hast mehr als nur den Körper? Das ist gut!

Also ... ach ... es gibt auch persönliche, geistige und emotionale Eigenschaften, die Männer an euch schätzen. Einige sind ungewöhnlich gewöhnlich, aber das macht gar nichts. Die meisten sind eher gewöhnlich gewöhnlich: Liebe, Leidenschaft, Zärtlichkeit und so. Oder auch Selbstbewusstsein, was wieder so weit gehen kann, dass manche Männer Frauen wollen, die „über Ihnen“ stehen - nein, nicht liegen. Und in diesem Zusammenhang auch nicht „sitzen“, obwohl es da auch gibt.

Fütter die Besten an - und behalte sie, wenn der Köder wirkt

So - nun habe ich genug erklärt. Oder verwirrt. Ich sag’s noch mal anders:

Wenn ihr euch um eine Anstellung bewerbt, sei es als Putzfrau oder als Personalmanagerin, dann wisst ihr doch genau, welch eurer Eigenschaften ihr anpreisen müsst.

Und bei Männern ... ja, ich höre schon: „da muss sich eine Frau doch nicht anpreisen.“

Nein, müsst ihr nicht. Aber ihr könntet trotzdem drüber nachdenken, was ihr den männlichen Bestien da draußen zum Fraß vorwerfen könntet, um sie ein bisschen anzufüttern. Und die Lieben unter ihnen könnt ihr wirklich dann mit nach Hause nehmen.

Viel Spaß damit.

Gramse bleibt Gramse - aber jetzt hintersinniger als jemals zuvor