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Yogis und Radfahrerinnen

Auf und davon ... auf dem Velo
Yogis sind eigentlich „Büßer brahmanischen Glaubens“, und keine Sportler. Doch Männer, die „Yoga machen“ sollen sehr begehrt sein. Das verstehen ihr doch, Frauen, nicht wahr? Denn mit so einem Typen könnt ihr jetzt die Sexstellungen ausprobieren, die ein Steifbock nicht mehr mitmacht, auch wenn er sonst noch ganz wacker bockt.

Um Himmels willen, das meinen die Typen sicher ganz anders, die ein paar Tinderellos und Tinderellas auf die virtuelle Pirsch geschickt hatten. Zitat:

Unter Frauen hält dagegen die Mehrheit Yoga treibende Männer für besonders anziehend.

Und die Männer? Sie lieben Frauen, die auf schmalen Sätteln sitzen. Das kann man ja irgendwie verstehen - hust ... jetzt habe ich es mir mal wieder mit den Feministinnen verdorben. Leider hat der Radfahrer ja noch einen anderen Ruf, und so denke ich mal, dass Radfahrerinnen davon nicht ausgenommen sind: Sie können kräftig zutreten - jedenfalls nach unten. Was wieder die Jungs erfreuen wird, die sich gerne mal von nackten oder beschuhten Frauenfüßen betrampeln lassen wollen.

Noch mal zurück zum Yoga: Auf Platz zwei der durch Sport hervortretenden Männer fanden sich die Gewichtheber. Das muss jetzt gesagt werden, sonst versteht ihr den Rest noch weniger als ich.

Ich jedenfalls habe mir das alles erklären lassen. So aus der Sicht der Altsteinzeit, als die Gewichtheber noch Felsbrocken stemmten. (Abermals Zitat)

Schon in grauer Vorzeit war es Aufgabe der Männer, ihre Frau und ihre Kinder zu schützen, das traut man dem Hünen anscheinend unbewusst noch heute eher zu als demjenigen, der bloß schnell davonlaufen kann.

Das ist absolut einleuchtend. So wie bei den Frauen, die schnell mit dem Steinzeit-Fahrrad wegfahren konnten, wenn’s brenzlig wurde. Oder weglaufen. Oder behänd auf den nächsten Baum klettern.

So weit für heute und so weit aus der Steinzeit. Frauen sind halt schnell weg - mit dem Velo oder auch ohne. Das verstehe ich - so wahr ich Gramse heiße.

Alle Zitate: ICON.
Bild: Werbung für eine Fahrschule für Fahrradfahrer(innen) historisch.
Tipp von der Redaktion: Wer dies für eine Satire hält, ist sicher auf dem richtigen Weg. Wer dahinter Wahrheiten vermutet, sollte sich mal die Prozentsätze ansehen, die tatsächlich ermittelt wurden.

Gramses Gedanken zu Weihnachten

Weihnachten ist ja so ein Dings für Kinder. Und „richtige“ Singles haben ja nun mal keine Kinder. Wenn „normale Zeiten“ sind, herrscht am 24. Dezember noch bis zum Mittag emsiges Treiben, doch dann fahren die Busse merklich seltener und schließlich ist die Stadt wie ausgestorben.

Klar, da kannst du „sinnend durch die Gassen“ (1) gehen und das lachhafte Geflacker auf den Balkonen und hinter den Fenstern ansehen. Aber so richtig zufrieden wirst du damit auch nicht. Und vielleicht denkst du an jenen Seemann, der im „König von Schweden“ die „Stille Heilige Nacht“ mit zweifelhaften Damen feierte. Eine behauptete sogar nach „MeToo“-Vorbild, jener, also der Seemann, sei ein Trunkenbold (was zweifellos zutraf) und „er habe sie an die Beine geneckt.“ Na ja, in einer Hafenkneipe war so etwas ja nicht gerade ungewöhnlich, und nachdem sich der Seemann generös zeigte, trat das Weihnachtswunder ein: „Und das Mädchen steckte ihm Christbaumkonfekt still in die Taschen und lächelte hold.“ (2)

Der ziemlich unheilige Abend des Single-Mannes

Aber, Mann – schon in normalen Zeiten bist du verlassen, wenn du zu Weihnachten eine liebe- und lustvolle Begleiterin suchst – muss nicht mal für eine Bettaffäre sein. Die Wirte schließen eben gerne an diesem Tag, den man den „Heiligen Abend“ nennt, und die besseren Single-Damen bleiben ohnehin mit Tränen zu Haus. Bis auf die, die zu ihren „lieben Muttis“ fuhren – aber die kannst du definitiv vergessen.

Zusammengepferchte Tränentüten

Manche Singles rotteten sich sogar zusammen, mithilfe von Zeitungsanzeigen, kurz vor Weihnachten. Ich war mal dabei und habe gedacht: Es ist schöner, an Weihnachten allein zu sein und gepflegt einen (flüssigen, was dachtet ihr?) Südafrikaner zu verkosten als mit den gefrusteten Tränentüten eingepfercht zu sein.

Damals: Einladung zu Rheinwein und sinnlichem Genuss?

In den alten Zeiten, als es noch Fräuleins gab, sprachen manche ganz mutig von sich aus an einsame Herren an. Zum Beispiel, ob sie nicht mit Ihnen ein Gläschen Rheinwein zum Fest trinken wollten, in allen Ehren, versteht sich. Wobei dann klar war: Es blieb weder bei einem Glas noch bei „allen“ Ehren – der Zweck war ein anderer.

Aber – so etwas war selten. Wer alleine war, hatte selber schuld daran. Hätte ja rechtzeitig jemanden an Land ziehen können- die damalige Auflassung war hart, besonders „alten Jungfern“ gegenüber.

Du gehst sinnend durch die Gassen? Ausgangssperre!

Als heute? Wenn du zu spät einsam durch die Gassen ziehst und in entsprechenden Gebieten wohnst, springt vielleicht eine Politesse aus dem Gebüsch und fragt nach deinem „plausiblen Grund, jetzt noch unterwegs zu sein.“ Versuch bloß nicht, dich auf Diskussionen einzulassen oder deinen abgehalfterten Charme spielen zu lassen – das geht gar nicht. Die jungen Damen haben heute eine solide Ausbildung in konsequenter Gesprächsführung.

Denke dran, schaff Vorrat an ...

Worauf ich eigentlich hinauswollte? Na, also, wenn du schon keinen Vorrat an potenziellen weiblichen Gästen oder gar Cousinen soundsovielten Grades, was machst du dann? Solltest du auch sonst nicht noch in irgendein Kontaktverbots-Erlaubnis-Ausnahmen-Schema hineinpassen, dann guck wenigstens nach anderen Notwendigkeiten. Zum Beispiel, dass du genügend Äpfelchen, Lebkuchen, Gemüse, Reis, Kaffee und Vitamin-D sowie das existenziell wichtige Toilettenpapier hast.(3) Ein paar Flaschen erstklassige Südafrikaner schaden auch nicht, und falls der Herr Pfarrer fragt: „Ja, hast du denn sonst keinen Trost, mein Sohn?“, dann verweise ihnen darauf, dass du auch noch ein paar Flaschen Crémant im Keller hast.

Zufällige Besucherinnen? Vorsicht ...
Sollte allerdings wirklich eine Frau im durchsichtigen Nachtgewand bei dir klingeln und Einlass begehren, weil sie von„ draus vom Walde“ herkommt, dann sei vorsichtig. Denn es ist nicht das Christkind und auch sonst niemand, mit dem man Umgang pflegen sollte. Entweder das Wesen entspringt deinem kranken Hirn, oder es ist eine Betrügerin.

(1) Eichendorff "Weihnachten"
(2) Ringelnatz "Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddeldu"

Welt-Affentag

Ein junger Orang-Utan
Macht ihr euch dann und wann zum Affen? Zum Beispiel für irgendwelche Weibchen, die keck die bestrapsten Oberschenkel zeigen? Oder habt ihr schon mal das Bedürfnis gehabt, auf einer Weihnachtsfeier im Schottenrock auf den Tisch zu hüpfen und den Damen euer Gemächt zu zeigen? Oder wolltet ihr schon immer mal einer Dame, die betont etepetete ist, nach Strich und Faden lausen?

Gut, der Affe bleibt meist hinter dem künstlich angelegten Graben oder der moralischen Grenzlinie. Aber er eignet sich gut, uns zu erinnern: Manchmal würde wie gerne etwas tun, was sich „nicht schickt“, wie die Großmutter gesagt hätte.

Sich für eine Frau zum Affen zu machen, zahlt sich nicht aus – weiß fast jeder Mann. Am Ende wird der Affe entweder wieder zurück in den Menschenzoo gebracht oder er muss eine affenartige Summe abdrücken, um die „Gunst“ der Dame zu erlangen.
Sich wie ein Affe zu benehmen (vor allem bei Damen) empfiehlt sich seit #Aufschrei oder #MeToo für Männer auch nicht mehr. Von Männern erwarten Damen so lange Kultur, bis die Rollladen heruntergelassen sind. Dann geben sie ihren Affen Zucker.

Aber mal ehrlich, ihr Affengesichter, ob ihr nun Damen oder Herren spielt, eigentlich interessiert euch doch das Äffische in euch, solange es nicht affig wirkt, oder wie?

Also gut. Am 14. Dezember ist Weltaffentag. Wirklich. Und ihr könntet eurem Affen Zucker geben, oder? Möglichst mit einer Person aus zwei Familien. Oder wie war das? Äh … ich blick es nicht mehr. Hauptsache, es wird affengeil und keine Affenschande.

Habe ich Äffinnen ausreichend erwähnt? Gibt es nun einen Affenzirkus wegen der Nichterwähnung? Ich mach mich schon mal auf den Baum, so wahr ich Gramse heiße.

Und wieder grüßt der Nikolaus …

Wenn er kein Geist ist, was ist er dann?
Bevor ich vergesse, dies zu sagen: Es ist bald wieder Nikolaustag. Und wenn Nikolaustag ist, dann denkt man an gute Fräuleins und Jungmänner, denen man Süßigkeiten zusteckt. Aber auch an dergleichen Böse, deren Hintern entblößt wird, um die Rute zu empfangen. Oder an die ganz Bösen, die der Knecht Ruprecht oder der Krampus höchstpersönlich in den Sack steckt. Ich wusste eigentlich nie so recht, was anschließend mit ihnen passieren sollte.

Lechzende Damen mittleren Alters und Nikoläuse

Allerdings weiß ich von vielen nach Lust seufzenden Damen mittleren Alters, die so gar nichts gegen einen Besuch des Nikolaus einzuwenden hätten – gleich, ob er mit handgefertigten Pralinen, echtem Champagner oder einer hübschen kleinen Lederpeitsche kommen würde. Wer die „50 Shades of Grey“ gelesen hat und wem dabei ganz blümerant wurde, der hat auch schon mal von der Rötung der Gesäßwangen geträumt.

Was der Nikolaus für die Fräuleins, ist die Nicola für die Jünglinge

Nun ist der Nikolaus ja männlich … doch was machen die darbenden CIS-Jünglinge, die ebenfalls solche Gelüste haben? Die Nicols und Nicolas tragen ja keinen Bart und manche würden auch nie auf die Idee kommen, alleinstehenden Jungmännern den Nikolaustag zu versüßen oder anderweitig zu veredeln.

Tja … was macht der Mann, was tut die Frau, wenn es zart klopft und vor der Türe steht ein „Chlaus“ oder eine „Chlausin“?

Möglichst schnell die Tür schließen und lüften. Der/die darf dort nämlich gar nicht stehen – wegen dieser Pandemie. Und wenn er/sie doch dort steht? Dann kann es sich nur um eine Gespenstererscheinung handeln, denn woher soll die Nachbarin schließlich wissen, dass ihr „auf so etwas“ steht? Und Geistererscheinungen haben kein Covid-19. Wie man das feststellen kann? Geister werfen keinen Schatten und haben kein Spiegelbild. Und sie riechen auch nicht nach Alkohol.

Falls du auf Schatten oder Spiegelbilder nicht geachtet hast, gilt folgende Regel: Menschliche Geistererscheinungen ohne echte körperliche Gestalt können gleichwohl Ruten und Riemen führen, weil sie Gegenstände bewegen können – aber sie können den Beischlaf nicht ausüben. Also: Striemen ja, Sperma nein.

Bei so viel Geistern und Geistlosigkeit noch ein letzter Rat: Behaupte nirgendwo, dem echten Nikolaus begegnet zu sein – du könntest in der Psychiatrie landen - so wahr ich Gramse heiße.

Keine Nüsse im November

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ...
Der November hat inzwischen viele Namen … für manche Fetischisten ging der Locktober still in den Lockvember über. Die meisten anderen erlebten den Lockvember als Eingriff in ihre Hoppelfreiheit.

Die Soldaten der trockenen Nuss

Normalerweise geht es bei den Fetischisten und ihren FLR-Beziehungen um den Verschluss männlicher Genitalien zum Zweck der Keuschhaltung. Das Thema wurde auch hier schon gelegentlich behandelt. Aber diesmal handelt es sich um andere Männer: um die Soldaten der inneren Kriegsführung, die sich in den Kopf gesetzt haben, den ganzen November nicht zu - masturbieren.

Oh … es ist peinlich, nicht wahr? Viele der edlen Vertreter des männlichen Geschlechts schämen sich ja dafür, dass sie überhaupt je auf die Idee kamen, zu masturbieren. Klar - wer masturbiert ist ein Wichser, und ein Wichser ist jemand, der kein Geld hat, in den Puff zu gehen oder eine Frau da draußen zu überreden, das Gleiche kostenlos und mit Kuschelnachschlag zu tun.

No Nuts November

Doch nun ist Schluss mit der frivolen Lust. Denn wir schreiben November, und zwar „No Nuts November“. Das hat wieder nichts mit Eichhörnchen zu tun, sondern höchstens mit den Nüssen, die in Ruhe gelassen werden sollen. „To bust a nut“ heißt im Slang „Abspritzen“ – möglicherweise abgeleitet von „die Nuss, die platzt“, womit die Prostata gemeint sein könnte.

Steif darf er werden - aber sonst geht nix

Wer das noch mal nachlesen will, der kann es tun, denn es geht nicht nur um Masturbation, sondern schlicht darum, „keinen Sex mit niemandem zu haben“. Du darfst zwar „einen Steifen“ bekommen (weil sich das nicht verhindern lässt), aber dabei darf in 30 Tagen nur einmal eine „stille“ Ejakulation auftreten. Wenn du das den ganzen November durchhältst – bekommst du nichts.

Nichts ist eigentlich noch zu viel für die Kerle, die sich auf „so etwas“ einlassen.

Keine Nüsse ... aber waren da nicht noch Datteln?

Der November ist ja schon bald wieder vorbei – aber ich habe erst heute davon erfahren. War hier nicht das Motto für November „Vorräte einsammeln und genießen?“ Irgendwie passt das nicht zu „No nuts“. Wie war das noch? No Nuts, no Bananas, no milk today?

Also, ich für meinen Teil würde lieber noch nach Rosinen, Datteln, Feigen, Melonen und dergleichen fahnden – so war ich Gramse heiße.

Hinweise und Quellen

Für Zweifler an Gramse: Das alles gibt es wirklich, auch, wenn du es nicht glaubst. Nur Gramse gibt es nicht wirklich.
Quellen: (1) Metro
(2) Urban Dictionary
(3) Wikipedia.
(4) New Statesman.

(5) Beinahe vergessen - Mittelalter und NNN.