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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Badewasser und Toilettenpapier

Eine geküsste Rolle Toilettenpapier

Das Badewasser der Geliebten zu trinken – ach welche Wonne, solange sie sich noch nicht eingeseift hatte. Die Comedian Harmonists haben diesen Song geprägt, der ursprünglich „Whispering“ hieß. (1)

Jüngst sah ich, wie sinnliche Frauenlippen eine Rolle Toilettenpapier küssten. Ob daraus auch einmal ein Hit wird? Oder werde ich jetzt zu anzüglich, meine Damen?

(1) Text in Originalsprache von John Schonberger und Richard Coburn, Deutsche Fassung von Comedian Harmonists)

Sexuelle Verrohung und blumiger Sex

Was ist eigentlich „Hardcore“ und was „Blümchensex“?

Die WELT schreibt in einem der Artikel, die nur Abonnenten zugänglich ist:

Was früher als Hardcore wahrgenommen wurde, gilt heute als Blümchensex.

Na schön – offensichtlich ist mit „Hardcore“ eine pornografische Richtung gemeint, die an den Kern der Sache geht – nämlich an den Geschlechtsakt. Solche Produktionen wurden auch als „XXX-Pornografie“ bezeichnet.

Und Blümchensex?

Oh ja, Blümchensex – der stand einmal für junge Paare, die den Sex selbst ergründen wollten – mit ganz viel Forschersinn, aber wenig Mut, den Deckel vom Topf zu nehmen. Ja, so ungefähr wie bei den Blümchen, die von den Bienen besucht werden ... also äußerst harmlos. Dennoch wurde dieses Tun einstmals mit Argwohn betrachtet - man denke, vor der Ehe ...

Diese Art von Sex wurde einst auch als „Coitus germanicus simplex“ bezeichnet, also so ungefähr als „deutschen Feld-, Wald- und Wiesensex.“

Für Feld, Wald oder Wiese ist es gegenwärtig zu kalt, findet ihr nicht?

Oder befürchtet man, das der verrohte Sex etwa die Eisschicht abschmilzt, die jetzt noch still und schweigend auf Teichen und Tümpeln liegt?

Na schön - also bitte keien Hardcore-Aktivitäten auf dem Eis ... es könnte unter euch schmelzen.

Übrigens: Gramse bleibt Gramse, auch 2026.

Erwartet ihr „Dating-Trends“ für 2026?

Die Trends - such dir einen aus - oder besser keinen davon
Glaubt ihr an Dating-Trends?

Falls „ja“, dann frage ich euch ernsthaft, ob ihr auch noch an den Weihnachtsmann glaubt. Das war doch der, für den man Wunschzettel auf die Fensterbank legte, oder? Und dann, zum Weihnachtsfest, kamen sie alle an – aus Grönland oder so, mit einem Schlitten, der von rotnasigen Rentieren gezogen wurde.

Ach so, ihr glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann?

Wie sogenannte "Trends" erfunden werden

Also, ich erklär euch das jetzt mal genau:

Ganz viele junge Frauen (auch Männer) wollen im neuen Jahr einen Partner. Daran ändert sich nie etwas. Doch damit es jedes Jahr wieder spannend wird, erfinden die Onkel und Tanten bei den Dating-Apps jedes Jahr neue „Trends“. Die werden dann an die Zeitungen geschickt. Und dort werden sie dann abgeschrieben, umgeschrieben und abgemischt. Außerdem geht alles natürlich an die „Sozialen Netzwerke“ und „Influencer“, damit die tagelang darüber brabbeln können.

So, und am Ende dieser Kette werden naive Leserinnen und Leser gesucht, die das alles glauben.

Gehörst du dazu?

Hoffentlich nicht.

Was sind Trends eigentlich?

Zunächst mal sind Trends im Grunde einfach nur „Zeiterscheinungen“, weil sie meistens nur für eine Saison gelten. Das wissen die „Trendsetter“ natürlich genau. Ach ja, falls du eine Partnerin /einen Partner suchst ... würdest du dich ernsthaft auf einen „Suchtrend“ einlassen, der nur für ein paar Monate gilt? Zudem „können“ Trends zwar wissenschaftlich nachgewiesen werden – aber meistens erst, wenn sie schon wieder fast vorbei sind.

Trends zu folgen ist meistens Blödsinn

Falls du dies überhaupt liest: Meistens ist es falsch, einem Trend zu folgen – egal, welchem. Das liegt einfach daran, dass etwas sehr schwer zu bekommen ist, wenn ihm die meisten Menschen hinterherhecheln. Das kann dir jeder Wirtschaftswissenschaftler sagen. Falls du ein „Trendfolger“ bist, zahlst du entweder einen hohen Preis oder du bekommst gar nichts, weil du im Flaschenhals steckst.

Übrigens ist es langweilig, immer das zu tun, was alle tun. Hattest du nicht andere Pläne? Wolltest du immer nur das tun, was die Massen tun? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Also: Wenn du unter 30 bist und bis heute an Dating-Trends geglaubt hast, dann rate ich dir, erwachsen zu werden und deine eigenen Ziele zu verfolgen.

Und wenn du über 30 sein solltest und immer noch an Dating-Trends glaubst? Dann glaub ruhig weiter an Weihnachtsmann, Osterhase und die Werbefritzen, die dir Dating-Trends einreden wollen.

Gramse bleibt Gramse - und sagt weiterhin Wahrheiten, die niemand hören will - oder doch?

PiV – oder wie nennst du den "ganz normalen" Sex?

Es gibt viele Begriffe aus dem englischen oder amerikanischen Sprachgebrauch. Die meisten haben auf Englisch einen anderen „Beiklang“, wie etwa die „romantische Liebe“, die mit dem deutschen Begriff „Romantik“ nichts zu tun hat.

Anders ist es beim Geschlechtsakt, beimr Beischlaf oder Koitus oder wie er sonst heißen mag. Der Begriff heißt „PiV“, und das wäre auf Deutsch wie auf Englisch „Penis in Vagina“. Die Briten sagen gelegentlich, dass diese Form „biblisch“ ist – mag es so sein oder nicht. Der Naturwissenschaftler wird sagen: „Na klar, da ist ein Paar, dass die Zeugung von Nachkommen zelebriert, ohne welche zeugen zu wollen.“

"Sex haben" klingt wie ein Begriff aus dem Kühlschrank

Wahrscheinlich ist „PiV“ zu direkt. Die Jugend sagt seit einiger Zeit immer „Sex haben“, und die Erwachsenen plappern dies nach. „PiV“ kling viel zu feucht – „Sex haben“ klingt hingegen wie frisch aus dem Eisfach genommen.

PiV, DATY udn Orgasmen

Frauen sollen behauptet haben, dass ihnen der „P“ in PiV eigentlich gar nichts bringt. Hingegen sagten mir andere, dass sie auf dieses Vergnügen nicht verzichten möchten, weil es so herrlich animalisch sei. Soweit Frauen die Leitstellen der Ideologen besetzt halten, lese ich oft, dass ein Orgasmus mit dem „P“ gar nicht möglich sei. Nur bei einem Vorgang, der sich hinter dem Begriff DATY verberge, sei dies wahrscheinlich. Also DATY. Stetes Entsetzen in den Männergesichtern (nicht hinterher, eher vorher): „Was – dort soll ich niederknien, um das mit ihr zu machen?“ Ach Männer, ihr tut beinahe so, als ob alle Frauen ausschließlich auf das „Y“ fixiert wären.

Und was sage ich dazu? Besser gar nichts.

Einstmals besuchte ich ein Museum für moderne Kunst. Zwei Damen unterhielten sich über eine erotische Skulptur. Die Künstlerin hatte die Beine der Dame weit gespreizt, sodass der Blick der Beschauer(innen) sofort auf das „Y“ fiel. Nachdem eine der Damen den künstlerischen Wert kritisiert hatte, fragte die andere provozierend: „Welchen Zugang haben Sie eigentlich dazu?“

Und seht mal, meine Lieben: Das möchte ich nicht gefragt werden. Und deshalb halte ich mich da raus. So wahr ich Gramse heiße.

Gramse, der Juli und die Lust der Kerle auf das „Eine“

Nun ist es also wieder Juli – die Straßen sind nahezu leer – einerseits wegen der Hitze, andererseits wegen der Ferienzeit. Da weiß der erfahrene Blogger: Jetzt kommt die Sauer-Gurken-Zeit. Letztes Jahr gab es am 1. Juli einen „Lob für den unterwürfigen Mann“ und auch diesmal sind wir (nicht absichtlich) zu diesem Thema zurückgekehrt.

Unser Freund Gramse sieht die Sache wieder einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Er hat viel Fernsehwerbung gesehen und ein paar Dialoge aus der realen Welt aufgeschnappt und sieht - wie üblich – alles ganz anders.


Die Begierde der Kerle, ihre Jagd auf Frauen und ähnliche Klischees

Der Mann – eitler Gockel und röhrender Hirsch, He-Man und Macho, Samenspender und Sinnbild für einen „Steifen“ in Hose und Kopf. Jemand, der der „nicht lange fackelt, bis das Sofa wackelt“ – um die Liedzeile noch einmal zu verwenden.

Wenn seine Augen begehrlich blitzen, empört sich ein Teil der als „jagdbar“ bezeichneten Damen. Der andere Teil setzt sich in Pose, um scheinbar absichtslos mit schlanken Beinen, sinnlichem Lächeln und vollen Brüsten verlocken zu können. Wunderschöne, gepflegte Haare, dazu ein extrem verführerischer Duft, absolut reine Haut – der ganze Körper eine Präsentation der Vorabendwerbung.

Ach, wie schön sich doch Klischees anhören, nicht wahr… ?

Männer wollen doch immer nur das Eine ...

Ein paar junge Frauen verrieten mir neulich eher zufällig und ohne Anlass, dass die Männer „sowieso immer nur das EINE wollen“. Das hätte meine Großmutter gefreut, die in den 1960ern noch vollends derselben Meinung war und ihre Enkelinnen entsprechend instruierte. Und nein – ich habe nicht zurückgefragt, was sie denn sonst anzubieten hätten als ihre schönen Fassaden, obgleich mir das auf der Zunge lag.

Keine Wahl - aber auf der Suche nach Sex

Zurück zu den Männern – die meisten von ihnen können gar nicht auswählen, weil sie als „nicht attraktiv genug“ angesehen werden. Wenn das so ist, dann suchen sie nach Frauen, die ein etwas gröberes Raster an Männer anlegen: mit weniger Gedöns, leichter zugänglich und nicht auf Dauer verfügbar. Da kommt dann auch nicht viel mehr raus als ein feuchtes Bettlaken und ein paar verhaltene Lustschreie in lauer Sommernacht.

Das beste Männermaterial - längst abgeräumt

Von den besonders attraktiven Kerlen schweigen wir mal. Das beste Schwiegersohn- oder Vatermaterial ist schon abgeräumt – nicht unbedingt von weiblichen Vorzeigeschönheiten. Eher schon vorn den Deerns, die genau wussten, welche Köder sie in ihre Fallen legen mussten. Sicher, ein paar von den besten Kerlen sind noch frei – aber sie sind inzwischen viel zu erfahren, um in die Venusfalle zu fliegen.

Warum Vorzeigefrauen manchmal lieber allein bleiben

Und apropos – ähem, ähem … die Super-Vorzeigefrauen mit den lieblichen Stimmen, den wohlproportionierten Körpern und den gepflegten Ausdrücken sind auch noch da – die Spätlese sozusagen. Zu schön, zu klug, zu eigenwillig. Einige von ihnen bleiben allein, weil sie das Risiko einer engen Bindung nicht eingehen wollen, oder weil sie auf keinen Fall „sein“ Vorzeigefrauchen werden wollen.

Falls ihr es noch nicht gehört habt: Auch bei der Spezies Mensch wählen letztlich die Weibchen aus, für wen sie ihre Jalousie öffnen. Und welche Kriterien sie dafür verwenden, ist nach wie vor geheimnisvoll. So wahr ich Gramse heiße.

Gramse bleibt Gramse - haarscharf an der Realität vorbei und trotzdem am Puls der Zeit.