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Von Schlampen und wertvollen Frauen

Egal, wie klug sie ist - sie gilt als Schlampe, wenn sie erotische Vorzüge hat


Zu Anfang schreibe ich einfach mal einen Satz auf: Er kann aus der Kunst, dem Handwerk oder einem anderen Bereich stammen – und jeder wird ihm zustimmen:

Ich kann wunderschöne Dinge tun – und jeder hätte sie gerne von mir erworben.

Sagt dies eine zeitgenössische Bestseller-Autorin, dann lobt man sie nicht so sehr anhand der vielen „schönen“ Dinge, die sie tat und kaum anhand ihrer Bereicherung der deutschen Sprache. Sondern sehr wahrscheinlich anhand ihrer Auflage, die oft zu phänomenalen Einkünften führt. Dabei macht es nichts, wenn der Zuckerguss aus den Seiten hervorquillt, wie Spermafontänen in pornografischen Filmen. Gelobt sei, was Tränen hervorruft.

Sollte eine Frau denselben Satz über ihre Liebeskünste oder ihre strenge Dominanz sagen, so wenden wir uns ab – zumeist empört. „Liebeskünste?“ Was ist denn das? Normalerweise wird diese Frau auch nicht anhand ihrer Einkünfte oder ihres Erfolgs am Markt der Liebe gemessen. Sie ist bereist abgewertet, wenn sie entdeckt, dass sie es einem Mann „besonders schön macht“.

Macht’s der Handwerker mit Herz und Hand, Lust und Verstand, so loben wir ihn. Macht’s die lustfähige Frau ebenso, unabhängig davon, ob sie Lust schenkt oder vermarktet, so nennen wir sie eine Schlampe.

Eigentlich darf man das nicht einmal denken, geschweige denn schreiben. Das Herz (nicht das richtige Herz), sondern Amors verkitschtes Herzchen ist „für die Liebe“ zuständig, die Brust, um den Säugling zu nähren und der Unterleib, um die Ausscheidungen abzuleiten.

Und weil das alles so ist, gelten Frauen mit verheißungsvollen Stimmen, sinnlichen Mündern oder sanften Händen eben nur dann etwas, wenn sie in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten.

Gramse bleibt Gramse - jetzt noch schärfer und ungerechter.
Bild: Historische Fotografie aus einem Männermagazin

Die Monogamisierung

Die Ehe in Corona-Zeiten
Wenn es ein Wort im Duden nicht gibt, so stört dies weder Soziologen noch Psychologen. Schon gar nicht die Leute vom Fachbereich Sozialpsychologie der Sigmund-Freud- Universität. In bestem Soziologendeutsch lesen wir, dass die Corona-Pandemie zu einer „Monogamisierung“ der Paarbeziehungen geführt hätte, denn

Intime Beziehungen konzentrierten sich demnach auf einzelne, zentrale Hauptbeziehungen, während sich der Kontakt zu unverbindlichen Sexpartnern und zu Personen in offenen Beziehungen reduzierte.

Heißt konkret: der Vati hat seine Geliebte nicht mehr besucht, ging nicht in Bars, um dort eine Frau aufzureißen, nahm nicht an Dreier teil, und ging nicht in den Puff. Mutti wurde ja sowieso gerade zur eierlegenden Wollmilchsau degradiert, die konnte ja nicht mal mehr eine Kosmetiktermin wahrnehmen. Da war es also auch nichts mit dem Seitensprung.

Die Gründe waren, wie die oberschlauen Frauen und Männer des Instituts feststellten,

Ansteckungsängste und Unsicherheiten darüber, was erlaubt ist.

Da die meisten Kontakte sowieso nicht erlaubt waren, und die Bars und Bordelle geschlossen hatten, blieb ohnehin wenig Auswahl für Seitensprünge. Und die Geliebte, sonst mit einem Männerabend kaschiert, konnte der Mann auch nicht mehr besuchen. Wie gut, dass wird dies nun wissen, nicht wahr?

Und die Singles sind froh, dass sie nicht nach ihre Sexleben gefragt werden?

Und noch etwas fiel bei der Studie ab – über Singles. Denn

aktuell (erwarte) gerade niemand von ihnen, ein aktives Sexleben zu führen.

Na, wie toll. Hauptsache, niemand „erwartet“ von einem Single, ein aktives Sexleben zu führen. Das muss ja wirklich sehr beruhigend für Singles sein, nicht wahr?

Quelle aller Zitate; Vienna.
Bild: nach einer historischen Zeichnung, anonym.
Übrigens: Gramse bleibt Gramse - jetzt noch spitzfindiger.


Coronaritäten

Schlechte Zeiten für Küsse - oder wie war das?
Coronaritäten - Raritäten um Corona, Isolation und Quarantäne

Wortkombinationen mit Corona und Quarantäne sind die großen Renner bei den Schöpfern neuer Begriffe für allerlei angebliche und tatsächliche Trends bei Partnersuchenden und – Ehepaaren.

Kommen wir zuerst mal zu den Singles

Coronalingus von der Lippe auf die Schamlippe

Ei, ei, was lese ich da? Ein Coronalingus? Diejenigen, die Latein auf der Schule gelernt haben, oder sonst „auf fein“ machen denken natürlich an den Cunnilingus.

Und was hat der Schamlippenkuss mit Corona zu tun? Oh, da gibt es einen einflussreichen Politiker von 90 Jahren – und der muss es ja wissen. Jener hat behauptet, diese Corona-Pandemie wurden von Leuten verbreitet, die den Pfui-Teufel-Sex ausübten. Und dazu gehört eben auch der Cunnilingus. Also: Cunnilingus ohne Corona ist die Erfindung eines religiösen Fanatikers. Davon gibt es immer noch jede Menge.

Quarantionships – in der Quarantäne verkuppelt

Ja, die kennen wir irgendwo her. Man ist sich nicht ganz sicher, ob damit Paare gemeint sind, die noch gar keine sexrelevanten Körperflüssigkeiten ausgetauscht haben, eil sie sich per Video-Chat oder sonst wie im Netz kennengelernt haben. Oder vielleicht doch solche, die in den letzten Tagen der Freiheit gemeinsam ins Bett gehüft sind und seit her dort (na ja, nicht ausschließlich) geblieben sind? Wir haken mal ab: „Quarantashionships“ Sie Quarantänen-Beziehungen. Ob sie über die Quarantäne hinausreichen? Das wir einst unsere Soziologen interessieren – die finden immer etwas zum herumlabern.“

Kommen wir mal zu den Familien. Da wären noch die

Quaran-Teams – gemeinsame in der Ehe gefangen

Das sind angeblich die Leute, die von der Quarantäne überrascht wurden, als sie „eigentlich“ ihre Ehe beenden wollten. Schrecklicher Gedanke? Chance? Werden sie neue Kinder zeugen? Oder sich solange nerven, bis alle in der Klapse landen?

Drehbuchschreiber, macht euch bereit! Eines Tages wird es soweit sein, dass ihr eine Serie darüber schreiben könnt.

Nicht ganz so lustig nachzulesen zum Beispiel in Marie Claire (UK)

Gramse bleibt Gramse - aber jetzt hintersinniger als jemals zuvor

Was macht die Männer eigentlich ultimativ an?

Es gibt wirklich noch andere hübsche Eigenschaften ... echt ...
Ich sage es euch, ganz still, ganz schlicht und völlig bedenkenlos: Das, was sie sich erträumen.

Nun kommt der Wermutstropfen für die „ernsthaft Suchenden“ : Sie träumen nicht alle davon, euch auf Händen zu tragen, euch zu bewundern, zu liebkosen, zu versorgen und zu beschützen.

Die zweite Enttäuschung, die ich bereiten muss, ist noch bitterer, und sie betrifft alle, die sehnsüchtig darauf warten, wieder mal „ihren Körper zu spüren“. Denn nein, sie sind nicht alle darauf erpicht, zugleich sinnlich und kraftvoll in die von der Natur dafür vorgesehenen biologischen Vorrichtungen einzudringen oder euch Orgasmen ohne Ende zu verschaffen.

Ach so?

Ja, so. Genau so.

Nun zur Wahrheit: jede eurer Eigenschaften, seien sie nun so oder anders, wird irgendwo von einem Mann geschätzt. Oder wie ein Kollege schreibt:

Denn es gibt nichts, worauf nicht irgendein Mann steht. Und ich sage sehr klar und eindeutig: Nichts. Auch wenn es vielleicht manches gibt, worauf nur sehr wenige Männer stehen.

Oho. Das ist es also?

Jeden Mann macht etwas an - vielleicht hast du es?

Da könnt ihr euch natürlich fragen: „Ey, was ist denn das? Sind das vielleicht alle diese lästigen Kerle, die dauernd was wollen, was keine Frau will?

Na ja, könnte mal sein. Aber insbesondere sind es Männer, die nach Eigenschaften suchen, die ihr habt, die ihr aber vielleicht gar nicht besonders schätzt. und, ja, ja, ich weiß ... und an denen ihr auch nicht gemessen werden wollt, wenn es um den Körper geht. Zu dürr, zu dick, hängende große Brüste, winzig kleine Brüste ... ja, klar gibt s dafür Liebhaber. Auch für schöne Hände und Füße, kleine Nasen und süße Öhrchen ... von den berühmten Pobacken mal ganz abgesehen.

Du hast mehr als nur den Körper? Das ist gut!

Also ... ach ... es gibt auch persönliche, geistige und emotionale Eigenschaften, die Männer an euch schätzen. Einige sind ungewöhnlich gewöhnlich, aber das macht gar nichts. Die meisten sind eher gewöhnlich gewöhnlich: Liebe, Leidenschaft, Zärtlichkeit und so. Oder auch Selbstbewusstsein, was wieder so weit gehen kann, dass manche Männer Frauen wollen, die „über Ihnen“ stehen - nein, nicht liegen. Und in diesem Zusammenhang auch nicht „sitzen“, obwohl es da auch gibt.

Fütter die Besten an - und behalte sie, wenn der Köder wirkt

So - nun habe ich genug erklärt. Oder verwirrt. Ich sag’s noch mal anders:

Wenn ihr euch um eine Anstellung bewerbt, sei es als Putzfrau oder als Personalmanagerin, dann wisst ihr doch genau, welch eurer Eigenschaften ihr anpreisen müsst.

Und bei Männern ... ja, ich höre schon: „da muss sich eine Frau doch nicht anpreisen.“

Nein, müsst ihr nicht. Aber ihr könntet trotzdem drüber nachdenken, was ihr den männlichen Bestien da draußen zum Fraß vorwerfen könntet, um sie ein bisschen anzufüttern. Und die Lieben unter ihnen könnt ihr wirklich dann mit nach Hause nehmen.

Viel Spaß damit.

Gramse bleibt Gramse - aber jetzt hintersinniger als jemals zuvor

Was willst du mit einem Bad Boy?

Wenn Frauen einen „Bad Boy“ suchen, dann wollen sie „etwas absolut heißes im Bett“. Dass der Kerle dann nicht viel taugt, ist klar, macht aber zuerst nichts - später kann man ja der Freundin die Ohren vollweinen, was für ein Schuft der Kerl war.

Die „bösen Jungs“, so heißt es, sind Nonkonformisten. In Wirklichkeit sch... sie darauf, was andere denken. Und sie verachten dich, wenn du nicht mit ihnen vögeln - und noch mehr, wenn du's doch getan hast...

Klar versuchen manche von euch trotzdem, einen "Bad Boy" zu ergattern. Die Formel ist:

Wer gefährlich ist, wird dadurch umso heißer, und dass der Bad Boy nichts taugt, macht mich noch mehr an.
Wenn er mit dir gevögelt hat, kannst du später damit prahlen - jedenfalls, wenn deine Freundinnen emotional und intellektuell etwas unterbelichtet sind.

Und was fand ich jetzt? Fünf Tricks, wie du einen „Bad Boy“ gewinnst.

Na, wenn du dich absolut ruinieren willst, bitte.