Skip to content
  Werbung

Was ist an Frauen in Uniform so sexy?

Historisches Wäsche- und Unifommodell
Männer in Uniform? Oh, da lacht das Frauenherz, nicht wahr? Vor allem, wenn noch ein schnuckliger Mann drin steckt. Aber Frauen in Uniform?

Klar zieht er dich mit den Augen aus - und nicht nur das

Na klar. Männer mögen Frauen in Uniformen. Erstens, weil sie dann mehr Fantasie entwickeln müssen, wie die Frau unter der Uniform aussieht (durchaus in mehreren Schichten) und sicher auch, weil von der Uniform das Formale ausgeht, das der Mann gerne in etwas „weniger Formales“ wandeln möchte. Kurz: Er denkt darüber nach, wie die Uniformierte sich wohl „im Bett machen würde“.

Männliche Masochisten lieben Uniformen

Und natürlich gibt es die offensichtlichen und verkappten Masochisten, die sich nichts dringenderes Wünschen, als von einer Frau „übermannt“ zu werden.

Mag sein, dass Flugbegleiterinnen nicht gerade masochistische Gelüste auslösen, aber Polizistinnen, Krankenschwestern und Soldatinnen vielleicht schon. Auch Formalkleidung (Schulleiterin, Abteilungsleiterin) oder sogar das als „typisch“ angesehen Sekretärinnen-Outfit können solche Gefühle auslösen. Ich habe gehört, dass Polizistinnen in ihrer Ausbildung lernen, eine „rollenkonforme“ Sprache anzunehmen, die auf Masochisten sehr sexy wirken mag, und dass auch weibliche Führungskräfte darin geschult werden. Ob’s stimmt, weiß ich nicht.

Auch "nur zum Reizen" sind Uniformen super

Wenn du absichtlich Uniformen tragen, um einen Mann zu begeistern oder zu dominieren, wirkt die Formalkleidung oft noch mehr als eine Verkleidung aus dem Kostümverleih. Sie macht sich besonders gut, wenn erkennbar ist, dass du darunter etwas trägst, was eben nicht „ganz so formal“ ist. Oft reicht es schon, nichts als einen aufregenden BH unter dem Blazer oder der Uniformjacke zu tragen.

Wenn du deinen Mann oder Lover „nur Reizen“ willst, dann geht es bei der Uniform darum, wann und wie du sie ausziehst. Daumenregel: Je länger du damit wartest, umso geiler wird er. Wenn er mächtig auf Uniform steht, kannst du auch Teile davon anbehalten, wenn es „zur Sache“ geht.

Dominanz heißt: Die Klamotten bleiben dran, bis ...

Ist er ein Mann, der sich gerne unterwirft, kannst du alles anbehalten - dann muss er selbst erst mal raus aus den Klamotten. Versprich ihm, dass du mehr von dir zeigst, wenn er bestimmte Herausforderungen erträgt - aber nur du entscheidest, ob er das auch wirklich verdient. Keine Sorge - ein Mann, der solche Spiele liebt, erwartet kaum etwas anderes.

Vieles kann eine Uniform sein
Sogar ein schwarzer Rollkragenpullover kann wie eine Uniform wirken
Ach so, noch was: eine Uniform ist immer das, was jemand für eine Uniform hält. Das können Lederklamotten sein oder eine Kutte, eine Offizierinnenuniform oder Kittel und Schürze einer Fleischwarenverkäuferin - und noch vieles mehr. Kürzlich sagte mir jemand, ihr Mann würde ganz verrückt, wenn sie einen kurzen Rock und eine enge Bluse trüge, und ich hab heute gelesen, dass sogar schwarze Jeans und ein schwarzes T-Shirt manche Männer zur Weißglut bringen.

Bild oben: 1950er-Jahre Darstellung von Uniformerotik..
Bild unten: Möglicherweise eine Fotoserie aus neuer Zeit.

Bedingungslose und rückhaltlose Liebe

Wenn wir einschlägige Soziologinnen oder Soziologen lesen, dann merken wir, wie ihnen die ideologische Zornesader schwillt, sobald sie den Kapitalismus erwähnen. Er ist für die Eiseskälte verantwortlich, die wir heute „überall“ spüren, er schafft Märkte für die Liebe, und er macht Beziehungen zum Handelsgut.

Wenn wir lieben, so hören wir, müssten wir „bedingungslos“ lieben und die Liebe, die wir schenken, muss rückhaltlos gegeben werden, also ohne irgendeine Sicherheit oder die Möglichkeit, sich ihr zu entziehen.

Ich habe dazu im Netz Dutzende Webseiten gefunden, die alle dieses Gedicht beinhalten (1):

Ich lege meine Seele in deine Hände,
Ich gebe sie dir mit der ganzen Liebe meines Herzens. Denn ich liebe Dich, und es ist für mich ein Bedürfnis der Liebe, mich zu schenken und mich rückhaltlos in deine Hände zu legen.
Mit einem grenzenlosen Vertrauen -
Weil Du die Liebe meines Lebens bist.

Man mag Ehepaaren verziehen, wenn Sie zur Hochzeit solchen Kitsch in der Öffentlichkeit verbreiten, denn die Hochzeit ist ein Ausnahmezustand, an dem die Ehe mit Zuckerguss umkränzt wird.

Eine arme Braut, die rückhaltlos Liebe schenken will

Aber ach, die arme Braut, die so etwas angeblich sagt, wird es noch bereuen. Die eigene Seele ist viel zu wertvoll, um sie an jemandem zu verkaufen oder zu verschenken. Und „sich zu schenken“ und sich „rückhaltlos in die Hände eines anderen zu legen?“ Das klingt eher nach Masochismus und sklavischer Unterwerfung als nach einer Ehe. Und schon gar nicht nach einer selbstbewussten, emanzipierten Frau in einer modernen Ehe.

Die Esoterik befeuert die "rückhaltlose" Liebe

Auch bei den Esoterikern ist die absolute Hingabe immer noch das Ziel der Zweisamkeit. Man müsse, so hören wir, die Seelenliebe finden, dann könnten wir bedingungslos lieben. Sogleich wird ein Paradoxon hinterhergeschoben: Ja, wir sollen sie finden, aber wir dürfen sie nicht suchen. Denn sollten wir das tun, würden wir die „Entrücktheit“ nicht bemerken, den von Esoterikern und machen Psychologen postulierten „Flow“. Doch „der Flow“ ist nicht weiter als eine Art Rausch. Damit ist er dem Liebesrausch zwar ähnlich, aber das wollen die Esoteriker und Romantiker so nicht stehen lassen.

Rettet die Selbstliebe die Liebe?

Auch ich verkenne nicht, dass ein Teil der Liebe, ja sogar der Sexualität aus selbstloser Hingabe bestehen kann – mit oder ohne „innere Verbundenheit“. Aber ich sehe eine „bedingungslose“ und „rückhaltlose“ Hingabe auch als gefährlichen Weg in die psychische Abhängigkeit an.

„Nein, das ist nicht der Fall“, würde mir nun entgegengerufen. Denn selbstverständlich zeichnen sich die Adepten der Seelenromantik dadurch aus, dass sie erfüllt von ihrer Selbstliebe sind, die ihnen erst möglich macht, sich dem anderen völlig hinzugeben.

Die "Selbstliebe" ist selbst ein Handelsgut

Fragt sich, ob diese Theorie standhält. Google ist voll von Empfehlungen für „Seminare“ in Selbstliebe, was mir sagt: Da werden Dienstleistungen an Menschen vermarktet, die darin ihren letzten Ausweg sehen, einen Partner zu finden. Nehme ich all den anderen Humbug noch dazu, der von Erfolgstrainern versprochen wird, dann kann ich nur sagen: Ich bevorzuge eine sinnvolle Liebesökonomie mit kleinen Schwächen gegenüber einer bedingungs- und rückhaltlosen Liebe, die allein auf romantische verklärten Vorstellungen fußt.

(1) Ich fand keine verlässliche Quelle über den Ursprung.

Kerle scharf machen

Die Macht über den psychisch gebrochenen Mann
Ein Teil der Frauen ist der Meinung, mit der Liebe niemals spielerisch umgehen zu dürfen. Sie betonen, wie ehrlich und aufrichtig sie sind und dass sie ausschließlich „echte“ Gefühle verspüren und übermitteln.

Ein anderer Teil setzt bewusst die Elemente des intensiven Flirts ein und heizt die Männer so weit auf, dass sie „echt scharf werden“, ohne dass sie selbst in der gleichen Stimmung sind. Sie sagen, es sei ein Genuss für sie, die Männer im Zustand höchster Erregung zu sehen, auch wenn ihrerseits keinerlei Absicht besteht, mit ihnen eine Beziehung irgendwelcher Art einzugehen. Sie genießen einfach die Macht, die sie auf diese Weise erlangen können.

Die "Halbjungfern" sollen das Spiel erfunden haben

Machtspiele dieser Art nenn man „Tease and Denial“, also „Reizen und Verweigern.“ Das System ist uralt – es wurde im 19. Jahrhundert von zahllosen jungen Frauen benutzt, um sich einerseits quasi-sexuelle Vergnügungen zu gönnen und andererseits physisch jungfräulich zu bleiben. Die Frauen, die auf diese Weise wollüstige Gefühle in den Männern erzeugten, hießen folgerichtig „Halbjungfrauen“.

Die Fähigkeit, „Kerle scharfzumachen“ ist inzwischen verpönt – eine „anständige“, intelligente und emanzipierte Frau aus der Mittelschicht wird sich kaum noch die Mühe machen, das Spiel zu erlernen und auszuführen.

Die Kerle scharf machen und wimmern lassen?

Anders sieht es bei den Frauen aus, die sich darauf spezialisiert haben, die Psyche von Nadelstreifenträgern aus dem Gleichgewicht zu bringen. Und anders als Tischdamen oder Stripperinnen geht es ihnen nicht nur um das Geld, das dabei in ihre Taschen oder Slips wandert. Sie wollen vielmehr die Macht über dem Mann genießen. Erst, wenn seine Selbstsicherheit gebrochen ist und er Dinge tut, für sich jeder Mann schämen würde, falls sie jemals an die Öffentlichkeit geraten sollten. Dass es dabei auch um Geld („Tribut“) geht, steht allerdings außer Zweifel.

Ich fand dazu eine Stellungnahme, die ich leicht verändert hier wiedergebe:

Die Kerle scharfzumachen ist die Grundlage meiner Sexualität. Was mich wirklich anmacht, ist der Ausdruck ihres Lechzens und ihrer Verzweiflung, wenn sie darauf warten, endlich zu bekommen, wonach sie gieren. Nach und nach bröckelt die Fassade, die sie mir zu Anfang noch zeigen wollen. Und am Ende verschwindet ihre Würde völlig in ihrem Betteln – und aus ist es mit der zur Schau getragenen Selbstsicherheit. Und wenn es soweit ist, dann habe ich die Macht über sie – das ist für mich die Krönungen meiner Lust.
Für diese Handlungen besteht offensichtlich ein Markt. Wie es heißt, sei das Bedürfnis, durch Hiebe zu leiden, unter masochistisch veranlagten Männern nicht mehr so verbreitet wie etwa im 19. Jahrhundert oder gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Stattdessen, so wird berichtet, sei die mentale Demütigung eine Art Modetrend der Branche.

Illustration: Aus einem in Frankreich erschienen Buch, 1933, Anonym, Teilansicht

Cuckolding – was es ist und warum es Paare tun

Gehörnte Ehemänner - glücklich im sinnlichen Leid?
„Cuckolding“ ist ein von Mythen geschmücktes, weitgehend kommerziell und pornografisch ausgeschmücktes Thema, das zumeist in eine Parallelwelt führt. Die Beschreibung ist relativ einfach::

- Cuckolding basiert darauf, dass die ständige Partnerin, mit einem Dritten vor den Augen ihres Partners mit einem anderen Mann kopuliert, ohne dass sich dieser beteiligen darf.


Das Wort kommt von einem berühmten Vogel, dem Kuckuck, dessen Weibchen ihre Eier in fremde Nester legt. Im Deutschen würde es am besten dem Begriff „Hörner aufsetzen“ entsprechen – in diesem Fall in Anwesenheit des Partners.

Scharf hinsehen - die Wahrheit ist scher erkennbar

Man muss dabei zwischen Fiktion, Pornografie, Sektiereransichten, erotischen Wünschen und gelebten Realitäten trennen. In der Erlebnis- und Fantasiewelt der „gewöhnlichen“ Paare gibt es weder ein „Hotwife“ noch einen „Cuck“ oder einen „Bull“ wie die Slang-Ausdrücke heißen. Auch die Psychologie glaubt eine Erklärung gefunden zu haben und nennt den Wunsch nach „Cuckolding“ für eine masochistische Regung des Mannes, in diesem Fall die Lust daran, entwürdigt zu werden. Überhaupt wurden allerlei abenteuerliche und klischeehafte Erklärungen in Zeitungsartikel verwendet, beispielsweise „die Spermienkonkurrenz“. All diese Absonderlichkeiten scheinen aus einer einzigen Quelle zu stammen, die Frauenzeitschriften gegen Ende 2018 anzapften.

Diskussion um Cuckolding - Trend oder Presse-Rummel um einen Begriff?

Inwieweit Frauen und Männer tatsächlich solche Vorstellungen haben, ist unsicher – der Wunsch, Paaren beim Sex zuzusehen, ist aber ebenso verbreitet, wie der Traum, lustvoll gedemütigt zu werden.

Gegen das lustvolle Zusehen spricht die Angst des Mannes, der Partner könne mit dem „Dritten“ zufriedener sein als mit ihm selbst, und Elemente der Eifersucht spielen dabei ebenso mit. Tatsächlich wird „Cuckolding“ daher selten in die Praxis umgesetzt, so wie nahezu alle erotischen Wünsche, die mit Verlustängsten oder extremer Beschämung verbunden sind.

Weil das „Zusehen ohne Eifersucht“ im Swingerkreisen sehr verbreitet ist, und die Eifersucht dort durch den Wechsel der Sexpartner ohnehin abgestumpft ist, wird in diesen Kreisen tatsächlich auch Cuckolding betrieben. Ebenso verdächtigt wird die SM-Szene wegen des Verdachts, dass dort die Spezialisten für „lustvolle Entwürdigungen“ beheimatet sind.

Cuckolding und „Vanille-Paare“

Im Gegensatz zur „landläufigen“ Meinung, der Mann, würde sich danach sehnen, von seiner Partnerin solcher Weise „dominiert und erniedrigt zu werden“ ist das „Cuckolding“ für Vanille-Paare eher ein Versuch, „Lust an der Eifersucht“ zu gewinnen und dabei sexuell erregt zu werden. Als emotionaler Gewinner gilt dabei der Partner, der passiv ist, als Verlierer steht meist von vornherein der Dritte fest, der nur „Mittel zum Zweck“ ist. In welcher Weise der Wunsch „von der Frau ausgeht“, wie in einer inzwischen zurückgezogenen „Studie“ behauptet wird, ist zweifelhaft. Insgesamt sind bei gewöhnlichen "Vanille-Paaren" die geheimen Fantasien ausgeprägter als der Wunsch, sie tatsächlich auszuführen.

Andere Varianten - Cuckolding ist nicht nur das, was so heißt

Cuckolding als Grundform ist nicht auf eine bestimmte Situation beschränkt – das Etikett täuscht. Aus ähnlichen Gründen wie zuvor erwähnt, kann die ständige Partnerin „passiv“ sein, während sich der Mann mit einer Fremden vergnügt, und nicht immer muss es sich um heterosexuelle Kontakte handeln.

Bei gewöhnlichen Dreiern gibt es ähnliche Situationen, in denen ein Partner „passiv“ bleibt und die Rolle des Voyeurs oder der Voyeuse annimmt.

Schließlich entstehen ähnliche Situationen auch beim sogenannten „Partnertausch“ oder während einer Swinger-Party.

Fantasie, Pornografie, Literatur

In der modernen, visuellen Pornografie werden Klischees verwendet. Bei Cuckold-Themen ist die Frau sexuell hyperaktiv und meist hinterhältig, der Mann schwach, dickbäuchig, verweichlicht und meinen einem kleinen Penis ausgestattet, während der Gast eine sportive, schlanke, „gut bestückte“ Figur hergibt.

In der Vergangenheit bot die Literatur Auswege aus dem Dilemma der Klischees: Einst lag der Partner (die Partnerin) unter dem Bett, lauschte oder sah aus einer geheimen Öffnung oder einem verdeckten Spiegel zu, wie der Partner oder die Partnerin „fremdging“. Heute könnte sie vor einem Monitor sitzen, während der Raum aus mehreren Winkeln von Kameras überwacht wird.

Fazit - Cuckold - überreizt, aber dennoch unvollständig

In der Fantasie ist Erotik normalerweise begeisternder als in der Realität. Das gilt vor allem für Situationen, vor denen sich Menschen zugleich fürchten und über die sie dennoch stark fantasieren. Neidlos und emotional unbewegt anzuerkennen, dass die/der Fremde dem Partner / der Partnerin lustvollere oder intensivere Lüste bereitet als man selbst es vermag, ist sicher schwierig – und „gewöhnliche Paare“ meiden daher eher Cuckold-Spiele, als dass sie die forcieren. Ganz zum Schluss wäre noch zu sagen, dass alle Thesen und Antithesen über Cuckolding ausschließlich von Männern vorgebracht wurden. Ob und welche Wünsche Frauen haben, ihren Männer beim Masturbieren oder Kopulieren mit anderen zuzusehen, ist weitgehend literarisches Ödland.

Bild "Fellow Sufferers" von 1799, englischen Ursprungs

Der erotische Sadismus – kaum Tatsachen, viele Spekulationen

Klischee einer Sadistin
Ob Sporttrainerin, Tanzlehrerin oder Domina … etwas Sadismus steckt in vielen Menschen. Jedenfalls dann, wenn sie andere Menschen bis zu den Grenzen ihrer Leistungs- und Leidensfähigkeit treiben wollen.

Doch alle die Genannten haben sozusagen ein gutes Alibi: Sie dienen ja den anderen, um ihre ultimativen Grenzen zu erreichen. Sie sind sozusagen „Sadisten im Dienste der masochistischen Personen.

Die Puppen sollen nach Vertrag tanzen - das Klischee über Sadismus

Angebliche „echte“ erotische Sadisten hingegen wollen „die Puppen tanzen sehen“. Ihnen macht es Freude, Menschen zu etwas zu bewegen, was sie eben nicht tun würden, wenn sie nicht genötigt würden. Der Sadismus kann demnach darin bestehen, Menschen zu demütigen oder zu beschämen oder sie in ihrer Beweglichkeit zu hemmen (Fesseln). Sadisten können unsinnige Regelwerke vorschreiben (Kleidung, Arrest, Keuschhaltung, Mittelentzug, Zwangsfasten, Sklavenverträge) und die Körper ihrer Mitspieler beliebig sexuell nutzen. Oder sie nach Lust und Laune körperlich bestrafen. So jedenfalls die Klischees und ständig wiederholten Behauptungen aus einschlägigen und weniger einschlägigen Publikationen und Romanen. Ihr Wahrheitsgehalt ist so gut wie gar nicht recherchierbar, weil nahezu alle einschlägigen Werke zum Thema von Frauen verfasst worden sind, die Dominanz gegen Geld anbieten. Man kann nicht behaupten, sie seinen repräsentativ für "echte Sadisten".

Sadisten und Sadistinnen aus der Sicht der Psychologie

Ob sie daraus unmittelbar sexuelle Erregung gewinnen, ist nicht verbürgt. Angeblich wollen viele nur erleben, inwieweit sich Menschen knechten oder quälen lassen, ohne ernstlichen Widerstand zu leisten. Die folgenden Meinungen sind Extrakte aus psychologischen Verlautbarungen.

Allgemeiner Sadismus

Der allgemeine (nicht zwangsläufig sexuelle) Sadismus zielt nach Meinung der Psychologie darauf ab, möglichst die absolute, in jedem Fall aber die partielle Herrschaft über einen anderen Menschen zu gewinnen. Darin legt also eher ein Glücksgefühl als eine erotische Komponente.

Sexueller Sadismus

Der sexuelle Sadismus wird, wie ebenfalls von Psychologen behauptet, als erregende Begleitung zum Geschlechtsverkehr angesehen – entweder zuvor, währenddessen oder aber auch danach. Viele Paare geben immerhin an, dass leichter Sadismus im Vorfeld zu den üblichen Praktiken ihres Liebeslebens gehört. Leichte Schläge und bestimmte Handlungen führen zumeist auch dann zur Erregung, wenn der Partner nicht „schmerzgeil“ ist. Ist er es es dennoch, so werden auch härteste Schläge eingesetzt, um ihn oder sie sexuell zu berauschen.

Sexueller Sadismus ohne Befriedigung

Als eine „Sonderform“ des sexuellen Sadismus gilt psychologisch gesehen die Qual und Erniedrigung ohne darauf folgenden Geschlechtsverkehr. Man kann sich das so vorstellen: Der Sadist oder die Sadistin quält ihren Gegenspieler so lange, bis er das Maximum an aufgeilendem Schmerz oder schmervoller Geilheit erlangt hat. Der Sadist/die Sadistin befriedigt sich später nicht an ihrem Gegenspieler und lässt sich von ihm/ihr auch nicht befriedigen. Der teilnehmende Masochist wird ebenfalls nicht befriedigt, sondern „darf“ sich später selbst befriedigen. Die Frage ist, ob dies eine Sonderform ist, da Geschlechtsverkehr nicht zwangsläufig zu SM-Spielen gehört. Dazu ein Zitat (Doccheck):

Eine Sonderform des sexuellen Sadismus und nach Eric Bornemann sogar eine zusätzliche Ausprägung, stellt der perverse oder kompensationsatorische Sadismus dar.
"Der erotische Sadismus – kaum Tatsachen, viele Spekulationen " vollständig lesen