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Wie sollte ein Paypig sein?

Schwein gesucht?
Ein Paypig ist ein Mann, der so dumm ist, dass er einer Möchtegern-Domina, die er niemals sehen wird, Geld in den Rachen wirft. Man sagt deswegen auch mit Recht: Er ist ein Zahlschwein. Vor ein paar Tagen „durfte“ sich eine Frau in einem Blog vorstellen, die diese Masche reitet.

Kling ungefähr so (1):

Meine Zahlschweine (Pay Pigs) müssen Freude und Befriedigung daran finden, Geld für mich zu bezahlen. Der Masochismus eines Zahlschweins besteht darin, dass die Kunden die Übergabe von Geld als die Übergabe von Macht ansehen. Daraus entsteht die enge Verbindung zwischen meinem unterwürfigen Kunden und mir als dominante Frau. Die Beziehung besteht letztlich in meiner ultimativen Herrschaft über den Verstand, das Geld und die Lust des Zahlschweins.

Und was lernen wir daraus?

Ein Zahlschwein soll genau das sein, was ein Zahlschwein ist: dumm und geil. Alles andere wäre eine Überhöhung dieser Spezies - und eine Beleidigung für andere Männer.

(1) Nein, wir verlinken nicht zu diesem Blog - und wir haben den Beitrag so gekürzt und umgeschrieben, dass eine Nachverfolgung nicht möglich ist.

Die Schläge der Lust - wie werden sie in die Zukunft verabreicht?

Eine bescheidene Warnung an empfindsame Leser(innen) zum Schluss der Artikelserie

Diese kleine Artikelserie behandelte ein Thema, das vielen Menschen befremdlich erscheint. Ersten betrifft er einen Umstand, den man in der guten Gesellschaft geflissentlich ignoriert, nämlich die Züchtigung. Und zweitens geht es hier unter anderem um ein Thema, das gemeinhin hin als „schmutzig“ angesehen wird.. Zum Dritten sind die vermeintlichen Opfer der Schläge oftmals junge Frauen, die sich in Zwickmühlen befinden. Aufgrund dieser Brisanz sollten den Artikel nur Menschen lesen, die entsprechend geläutert sind.

Rollenumkehr in der Literatur?

Der Niedergang der Spanking-Magazine für "schmutzige alte Männer"

In den 1990ern wurde der Vertrieb von Spanking-Magazinen im Vereinigten Königreich erschwert, aber zu diesem Zeitpunkt ließ die Attraktivität der Magazine ohnehin bereits nach. Hinzu kam der Wettbewerb aus verschiedenen Ländern, unter anderem aus den USA, den nordischen Ländern und manchem osteuropäischen Land, in dem pornografische Filme unter Einbeziehung von Züchtigungen recht üblich waren. Im neuen Millennium wurden zwar zahlreiche Magazine und Videos dieser Art produziert, die Veröffentlichung stieß aber an Grenzen, weil sich neue feministische Tendenzen ergaben, die diese Art von Pornografie einzudämmen versuchten. Seither werden mehr und mehr Videos produziert, in denen das F/F-Thema priorisiert wird, das schon dem legendären Irving Klaw zum Erfolg verhalf. M/M-Magazine und Videos hingegen interessieren so gut wie ausschließlich die „harte“ Szene der an Schlägen interessierten Homosexuellen.

Die Zukunft der Spanking-Storys

Man mag der Meinung sein, dass es grundsätzliche keine „Spanking-Pornografie“ geben müsse, ja, dass es grundsätzlich fragwürdig sei, das Bestrafen einer Person lustvoll auszuschlachten. Allerdings waren und sind die Fantasien darüber, sich zu unterwerfen, abwerten oder disziplinieren zu lassen, heute so intensiv wie in den vergangenen Epochen, als erotische Fantasien besonders heftig aufblühten. Sie scheinen menschlicher zu sein, als wir uns vorstellen - und vor allem wesentlich verbreiteter.

Neue Tendenzen - sadistische Frauenfantasien - masochistische Männerfantasien

Zudem werden zwei Tendenzen deutlich, die es schon früher gab, die aber immer wieder gedeckelt wurden: Frauen haben durchaus Tendenzen zum Sadismus, das heißt, auch sie haben Fantasien, Männer zu dominieren, zu schlagen oder sie erotischen Foltern auszusetzen. Und Männer sind zumindest in ihren Fantasien wesentlich unterwürfiger und lassen sich deshalb (ebenfalls in ihren Fantasien) gerne von Frauen entwürdigen, schlagen oder quälen. Dass beide nicht zusammenkommen, liegt einmal daran, dass es sich um Fantasien handelt und zum anderen, dass ihre Motive nicht zueinander passen. Den Romanautorinnen dürfte dies allerdings gleichgültig sein - sie sind ja darauf spezialisiert, wundersame Kontakte zu ermöglichen und sie in grellen Farben auszumalen.

Statt eines Epilogs - die Spanking-Literatur als Stehaufmännchen

In jeder Epoche erotischer Literatur oder entsprechender Filme wurden Züchtigungsszenerien totgesagt - und danach lebten sie dann doch wieder auf. Sie überstanden mehrerer Emanzipationswellen ebenso wie alle Erziehungsreformen. Über die Gründe dafür lässt sich trefflich spekulieren - vermutlich haben viele Menschen einfach den Wunsch, sich schmerzhaft dominieren zu lassen und dabei zu vergessen, was sie im Leben darstellen. So wurde in den 1990er Jahren, also bereits kurz nach dem Niedergang der „M/F-Spanking-Kultur“ wieder mit großem Erfolg an viktorianische Rituale angeknüpft - und diese Bücher richteten sich an gebildete Frauen, die das Internatsleben aus eigener Anschauung kannten. Die Bücher wurden ohne Illustrationen als preiswerte Taschenbücher im normalen Buchhandel verkauft. Sie waren also für typische Leserinnen gedacht. Als gar nichts mehr in dieser Richtung zu gehen schien, wurde ein Kitschroman zur BDSM-Romanze („50 Shades of Grey“) zu einem Welterfolg.

Was ist die nächste große Sache? Niemand weiß es. Nur eines spüren alle: Schilderungen von Vanille-Sex mit der „legalen Partnerin“ sind nicht aufregend genug, um die Leser(innen) vom Hocker zu reißen.

Hinweis: Zu allen Teilen dieses Artikels gibt es Zahlen, Daten und Fakten. Allerdings konnten einige der Umstände in dieser Artkeilserie nicht vollständig verifiziert werden, weil es es zwar sehr viel Literatur, aber kaum konkrete Fallschilderungen gibt.

Was ist an Frauen in Uniform so sexy?

Historisches Wäsche- und Unifommodell
Männer in Uniform? Oh, da lacht das Frauenherz, nicht wahr? Vor allem, wenn noch ein schnuckliger Mann drin steckt. Aber Frauen in Uniform?

Klar zieht er dich mit den Augen aus - und nicht nur das

Na klar. Männer mögen Frauen in Uniformen. Erstens, weil sie dann mehr Fantasie entwickeln müssen, wie die Frau unter der Uniform aussieht (durchaus in mehreren Schichten) und sicher auch, weil von der Uniform das Formale ausgeht, das der Mann gerne in etwas „weniger Formales“ wandeln möchte. Kurz: Er denkt darüber nach, wie die Uniformierte sich wohl „im Bett machen würde“.

Männliche Masochisten lieben Uniformen

Und natürlich gibt es die offensichtlichen und verkappten Masochisten, die sich nichts dringenderes Wünschen, als von einer Frau „übermannt“ zu werden.

Mag sein, dass Flugbegleiterinnen nicht gerade masochistische Gelüste auslösen, aber Polizistinnen, Krankenschwestern und Soldatinnen vielleicht schon. Auch Formalkleidung (Schulleiterin, Abteilungsleiterin) oder sogar das als „typisch“ angesehen Sekretärinnen-Outfit können solche Gefühle auslösen. Ich habe gehört, dass Polizistinnen in ihrer Ausbildung lernen, eine „rollenkonforme“ Sprache anzunehmen, die auf Masochisten sehr sexy wirken mag, und dass auch weibliche Führungskräfte darin geschult werden. Ob’s stimmt, weiß ich nicht.

Auch "nur zum Reizen" sind Uniformen super

Wenn du absichtlich Uniformen tragen, um einen Mann zu begeistern oder zu dominieren, wirkt die Formalkleidung oft noch mehr als eine Verkleidung aus dem Kostümverleih. Sie macht sich besonders gut, wenn erkennbar ist, dass du darunter etwas trägst, was eben nicht „ganz so formal“ ist. Oft reicht es schon, nichts als einen aufregenden BH unter dem Blazer oder der Uniformjacke zu tragen.

Wenn du deinen Mann oder Lover „nur Reizen“ willst, dann geht es bei der Uniform darum, wann und wie du sie ausziehst. Daumenregel: Je länger du damit wartest, umso geiler wird er. Wenn er mächtig auf Uniform steht, kannst du auch Teile davon anbehalten, wenn es „zur Sache“ geht.

Dominanz heißt: Die Klamotten bleiben dran, bis ...

Ist er ein Mann, der sich gerne unterwirft, kannst du alles anbehalten - dann muss er selbst erst mal raus aus den Klamotten. Versprich ihm, dass du mehr von dir zeigst, wenn er bestimmte Herausforderungen erträgt - aber nur du entscheidest, ob er das auch wirklich verdient. Keine Sorge - ein Mann, der solche Spiele liebt, erwartet kaum etwas anderes.

Vieles kann eine Uniform sein
Sogar ein schwarzer Rollkragenpullover kann wie eine Uniform wirken
Ach so, noch was: eine Uniform ist immer das, was jemand für eine Uniform hält. Das können Lederklamotten sein oder eine Kutte, eine Offizierinnenuniform oder Kittel und Schürze einer Fleischwarenverkäuferin - und noch vieles mehr. Kürzlich sagte mir jemand, ihr Mann würde ganz verrückt, wenn sie einen kurzen Rock und eine enge Bluse trüge, und ich hab heute gelesen, dass sogar schwarze Jeans und ein schwarzes T-Shirt manche Männer zur Weißglut bringen.

Bild oben: 1950er-Jahre Darstellung von Uniformerotik..
Bild unten: Möglicherweise eine Fotoserie aus neuer Zeit.

Bedingungslose und rückhaltlose Liebe

Wenn wir einschlägige Soziologinnen oder Soziologen lesen, dann merken wir, wie ihnen die ideologische Zornesader schwillt, sobald sie den Kapitalismus erwähnen. Er ist für die Eiseskälte verantwortlich, die wir heute „überall“ spüren, er schafft Märkte für die Liebe, und er macht Beziehungen zum Handelsgut.

Wenn wir lieben, so hören wir, müssten wir „bedingungslos“ lieben und die Liebe, die wir schenken, muss rückhaltlos gegeben werden, also ohne irgendeine Sicherheit oder die Möglichkeit, sich ihr zu entziehen.

Ich habe dazu im Netz Dutzende Webseiten gefunden, die alle dieses Gedicht beinhalten (1):

Ich lege meine Seele in deine Hände,
Ich gebe sie dir mit der ganzen Liebe meines Herzens. Denn ich liebe Dich, und es ist für mich ein Bedürfnis der Liebe, mich zu schenken und mich rückhaltlos in deine Hände zu legen.
Mit einem grenzenlosen Vertrauen -
Weil Du die Liebe meines Lebens bist.

Man mag Ehepaaren verziehen, wenn Sie zur Hochzeit solchen Kitsch in der Öffentlichkeit verbreiten, denn die Hochzeit ist ein Ausnahmezustand, an dem die Ehe mit Zuckerguss umkränzt wird.

Eine arme Braut, die rückhaltlos Liebe schenken will

Aber ach, die arme Braut, die so etwas angeblich sagt, wird es noch bereuen. Die eigene Seele ist viel zu wertvoll, um sie an jemandem zu verkaufen oder zu verschenken. Und „sich zu schenken“ und sich „rückhaltlos in die Hände eines anderen zu legen?“ Das klingt eher nach Masochismus und sklavischer Unterwerfung als nach einer Ehe. Und schon gar nicht nach einer selbstbewussten, emanzipierten Frau in einer modernen Ehe.

Die Esoterik befeuert die "rückhaltlose" Liebe

Auch bei den Esoterikern ist die absolute Hingabe immer noch das Ziel der Zweisamkeit. Man müsse, so hören wir, die Seelenliebe finden, dann könnten wir bedingungslos lieben. Sogleich wird ein Paradoxon hinterhergeschoben: Ja, wir sollen sie finden, aber wir dürfen sie nicht suchen. Denn sollten wir das tun, würden wir die „Entrücktheit“ nicht bemerken, den von Esoterikern und machen Psychologen postulierten „Flow“. Doch „der Flow“ ist nicht weiter als eine Art Rausch. Damit ist er dem Liebesrausch zwar ähnlich, aber das wollen die Esoteriker und Romantiker so nicht stehen lassen.

Rettet die Selbstliebe die Liebe?

Auch ich verkenne nicht, dass ein Teil der Liebe, ja sogar der Sexualität aus selbstloser Hingabe bestehen kann – mit oder ohne „innere Verbundenheit“. Aber ich sehe eine „bedingungslose“ und „rückhaltlose“ Hingabe auch als gefährlichen Weg in die psychische Abhängigkeit an.

„Nein, das ist nicht der Fall“, würde mir nun entgegengerufen. Denn selbstverständlich zeichnen sich die Adepten der Seelenromantik dadurch aus, dass sie erfüllt von ihrer Selbstliebe sind, die ihnen erst möglich macht, sich dem anderen völlig hinzugeben.

Die "Selbstliebe" ist selbst ein Handelsgut

Fragt sich, ob diese Theorie standhält. Google ist voll von Empfehlungen für „Seminare“ in Selbstliebe, was mir sagt: Da werden Dienstleistungen an Menschen vermarktet, die darin ihren letzten Ausweg sehen, einen Partner zu finden. Nehme ich all den anderen Humbug noch dazu, der von Erfolgstrainern versprochen wird, dann kann ich nur sagen: Ich bevorzuge eine sinnvolle Liebesökonomie mit kleinen Schwächen gegenüber einer bedingungs- und rückhaltlosen Liebe, die allein auf romantische verklärten Vorstellungen fußt.

(1) Ich fand keine verlässliche Quelle über den Ursprung.

Kerle scharf machen

Die Macht über den psychisch gebrochenen Mann
Ein Teil der Frauen ist der Meinung, mit der Liebe niemals spielerisch umgehen zu dürfen. Sie betonen, wie ehrlich und aufrichtig sie sind und dass sie ausschließlich „echte“ Gefühle verspüren und übermitteln.

Ein anderer Teil setzt bewusst die Elemente des intensiven Flirts ein und heizt die Männer so weit auf, dass sie „echt scharf werden“, ohne dass sie selbst in der gleichen Stimmung sind. Sie sagen, es sei ein Genuss für sie, die Männer im Zustand höchster Erregung zu sehen, auch wenn ihrerseits keinerlei Absicht besteht, mit ihnen eine Beziehung irgendwelcher Art einzugehen. Sie genießen einfach die Macht, die sie auf diese Weise erlangen können.

Die "Halbjungfern" sollen das Spiel erfunden haben

Machtspiele dieser Art nenn man „Tease and Denial“, also „Reizen und Verweigern.“ Das System ist uralt – es wurde im 19. Jahrhundert von zahllosen jungen Frauen benutzt, um sich einerseits quasi-sexuelle Vergnügungen zu gönnen und andererseits physisch jungfräulich zu bleiben. Die Frauen, die auf diese Weise wollüstige Gefühle in den Männern erzeugten, hießen folgerichtig „Halbjungfrauen“.

Die Fähigkeit, „Kerle scharfzumachen“ ist inzwischen verpönt – eine „anständige“, intelligente und emanzipierte Frau aus der Mittelschicht wird sich kaum noch die Mühe machen, das Spiel zu erlernen und auszuführen.

Die Kerle scharf machen und wimmern lassen?

Anders sieht es bei den Frauen aus, die sich darauf spezialisiert haben, die Psyche von Nadelstreifenträgern aus dem Gleichgewicht zu bringen. Und anders als Tischdamen oder Stripperinnen geht es ihnen nicht nur um das Geld, das dabei in ihre Taschen oder Slips wandert. Sie wollen vielmehr die Macht über dem Mann genießen. Erst, wenn seine Selbstsicherheit gebrochen ist und er Dinge tut, für sich jeder Mann schämen würde, falls sie jemals an die Öffentlichkeit geraten sollten. Dass es dabei auch um Geld („Tribut“) geht, steht allerdings außer Zweifel.

Ich fand dazu eine Stellungnahme, die ich leicht verändert hier wiedergebe:

Die Kerle scharfzumachen ist die Grundlage meiner Sexualität. Was mich wirklich anmacht, ist der Ausdruck ihres Lechzens und ihrer Verzweiflung, wenn sie darauf warten, endlich zu bekommen, wonach sie gieren. Nach und nach bröckelt die Fassade, die sie mir zu Anfang noch zeigen wollen. Und am Ende verschwindet ihre Würde völlig in ihrem Betteln – und aus ist es mit der zur Schau getragenen Selbstsicherheit. Und wenn es soweit ist, dann habe ich die Macht über sie – das ist für mich die Krönungen meiner Lust.
Für diese Handlungen besteht offensichtlich ein Markt. Wie es heißt, sei das Bedürfnis, durch Hiebe zu leiden, unter masochistisch veranlagten Männern nicht mehr so verbreitet wie etwa im 19. Jahrhundert oder gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Stattdessen, so wird berichtet, sei die mentale Demütigung eine Art Modetrend der Branche.

Illustration: Aus einem in Frankreich erschienen Buch, 1933, Anonym, Teilansicht