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Gibt es ein “Comeback” für die Kontaktanzeige?

Heiratsanzeigen, Bekanntschaftsanzeigen, Kontaktanzeigen … kommt das Medium zurück, über das sich die Oma und der Opa kennengelernt haben? (Übrigens haben sie sich noch oftmals vor anderen geschämt, sich auf diese Weise kennenzulernen).

Es scheint so. Freilich nicht mehr mit „auf diesem, heutzutage nicht mehr so ungewöhnlichem Wege“, sondern per App, aber nach dem Vorbild der alten „Bekanntschaftsanzeige“.

Möglicherweise hat die Generation „Y“ die Nase voll von dem Unsinn, der über Algorithmen erzählt wird. Und vielleicht glauben sie ebenso wenig dem Slogan, dass der „frühe Vogel“ den Wurm, sprich, den Partner, wegfängt.

Interessant ist dabei, dass die Erfinder von bewusst komplizierten KI-Algorithmen nach immer mehr Rechenleistung für ihre KI-Experimente schreien: Mehrere Branchen hoffen auf den großen Reibach, der sich damit machen lässt.

Doch die jungen Leute haben sich offenbar besonnen – sie haben sich entscheiden, dass KI keine gültige Instanz für die Partnerwahl ist. Und schon aus diesem Grund suchen sie nach Alternativen zu den inzwischen kaum noch überschaubaren „Apps“.

Das Realleben, das man nun ins Feld führen könnte, ist für viele keine Alternative: Man sucht ja einen Partner fürs Leben – und zwar für ein ganz bestimmtes Leben. Und da wird klar: Das Leben einer zukünftigen Diplomatin erfordert einen anderen Partner als das Leben einer Verwaltungsangestellten. Das heißt klartextlich: Heute muss man sich den Partner nach dem Lebensstil aussuchen, nicht nach den vermeintlichen Charaktereigenschaften oder nach dem Musikgeschmack. Und der –ihr ahnt es - wohnt eben nicht „mal um die Ecke“.

Was daraus wird? Wir werden sehen. Vielleicht gib es eine Renaissance der Personenbeschreibungen. Ich wäre dafür.

Mehr über eine Gründerin kann man im Guardian lesen. Die Information erhielt ich via OnlinePersonalWatch.