Skip to content
  Werbung

Chefsache LIEBE

Wahrscheinlich habt ihr es längst bemerkt: Wir haben eine neue Kategorie, nämlich Liebe an sich - vom Chef der Liebeszeitung.

Ich schreibe darin über die Liebe an sich – über was sonst? Und natürlich, wie wir Liebe ansehen können, sie für uns erwerben oder anderen schenken können. Bei diesem Thema fühle ich ich nach wie vor am wohlsten. Ich habe dazu etwas dazu zu sagen – das ist wichtig. Viel zu viele Menschen (auch Wissenschafter) reden über die Liebe, als wäre es ein Metallbaukasten, aus dem man alles zusammenschrauben kann, was gefällt.

Ich hoffe, euch gefällt meine Sichtweise. Das dürft ihr übrigens ruhig sagen. Und natürlich erst recht, wenn ihr widersprechen wollt.

Bei welcher Zeitung ist die Liebe schon „Chefsache“?

Richtig: bei der Liebeszeitung. Wo denn eigentlich sonst?

Der "einzig wahre Weg zur Liebe" und seine Verkünder

Statt einer Laudatio zum 10. Geburtstag der Liebeszeitung

Wenn sein Irrenhaus für Pseudo-Intellektuelle gäbe, würden dort nach Dutzenden zählende Vertreter des einzig wahren Wegs zur Liebe einsitzen – ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie überhaupt auf eine Behandlung ansprechen würden. Es reicht wahrscheinlich, sie zu isolieren. Mögen sie zueinander sprechen, voreinander Vorträge halten und einander in ihren Meinungen bestätigen. (Oh, ich weiß: Manche es tun es jetzt schon).

Besserwisser wissen in Wahrheit - gar nichts

Vielleicht sollte man auch die Besserwisser dort aufnehmen. Sie verbreiten nicht die einzig wahre Meinung, sondern die von ihnen favorisierte Meinung über die Liebe, die sie allen anempfehlen. Ihr Trick: Sie klingen für viele plausibel. Und unglücklicherweise fallen die Menschen dabei auf ihre Titel herein. Doch die meisten schreibenden und dabei dozierenden Wissenschaftler kennen das Leben der Menschen im Alltag gar nicht. Das Leben, das wir in der Realität genießen oder ertragen, ist für sie das „Leben in dem Ameisenhaufen“ da unten, das man beforschen kann, aber nicht erleben will. Oftmals kann an auf den Titel „Doktor“ oder „Professor“ sogar verzichten, nämlich dann, wenn man irgendein abwegiges Buch geschrieben hat, in dem ein paar „Auch-Wahrheiten“ zur gültigen Mainstream-Meinung erhoben werden. Sie können im Übrigen sicher sein, Leser(innen) zu finden, die ihnen genau das „Abkaufen“, was sie aufschreiben. Das gilt besonders dann, wenn sie etwas Wiederkäuen, das schon viele andere vor ihnen geschrieben oder beforscht haben. Wissenschaftler haben eine fatale Neigung, den „Mainstream-Thesen“ über die Liebe zu folgen, die andere Wissenschaftler vor ihnen aufstellten und die ohnehin „eingängig“ sind. In diesem Zusammenhang erinnere ich gerne an die Theorie, wir würden die Partnersuche heute noch „genauso gestalten wie die Steinzeitmenschen“.

Der Mainstream - das Himmelreich der Dummschwätzer

Es gibt zahlreiche Beispiele von Autoren, die marginale, noch vage Erkenntnisse aufbauschen und ebenso solche, die absolut nichts zu sagen haben, aber gut abschreiben können. Die Rezipienten, also wir, sind dann blöd genug, zu glauben, dass alles, was wir aus Neue lesen, wahrer ist als das, was wir nur einmal lasen. In Wahrheit wird abgeschrieben, was das Zeug hält.

Es wäre nicht schlimm, wenn solche Autorinnen und Autoren verlacht oder wenigstens ignoriert würden. Aber sie kommen durch die Buchveröffentlichungen, durch Feuilletonistin und professoralen Helfershelfern zu Ruhm und Ehren – und nicht zuletzt durch dümmliche Leser ohne eigene Meinung. Es ist Betrug am Menschsein, der aber nicht als Betrug gesehen wird.

Die Aufrechten

Ach, es gibt sie auch, die Aufrechten? Ja, sie gibt es. Sie zeichnen sich durch Bescheidenheit aus, nicht durch Behauptungen. Sie spielen auf der Klaviatur der Psyche in Dur und Moll und wissen, dass wie alle recht unterschiedlich empfinden. Vor allem aber wollen sie uns verstehen, während die Pseudo-Intellektuellen von uns erwarten, dass wir das fressen, was sie uns vorsetzen: eine Mixtur aus Halbwahrheiten und erfundenen Schlussfolgerungen. Das heißt: Wir sollen unsere Erfahrungen und Emotionen modifizieren, damit sie mit ihren Thesen recht behalten.

Ich kenne beide – die Aufrechten und die Dummschwätzer - aus vielen Bereichen. Der Unterschied ist überdeutlich: Die Aufrechten hören dir zu, weil du wichtig und wertvoll bist. Die Dummschwätzer labern dir die Ohren voll, weil du in ihren Augen kein vollwertiger Mensch bist. Und auf diese Weise kannst auch du sie erkennen.

Und - wo stehe ich selbst?

Haltet von mir, was ihr wollt - aber sagt mir, wenn ihr anderer Meinung seid. Das nützt in jedem Fall.

Zehn Jahre Liebeszeitung

10 Jahre Liebeszeitung
Unsere Liebeszeitung erblickte mit leichtem Flattern und zunächst in einem recht konservativen Kleidchen am 1. September 2019 das Licht der Welt.

Sie hat harte Zeiten gesehen, Anfeindungen überstanden und das Blogsterben überlebt. Nicht zuletzt, weil ich bis an die Grenzen meiner freien Kapazitäten gegangen bin, um sie 10 Jahre lang „durchzufüttern“. Wer in seiner Schulzeit mühevoll den Griffel über die Schiefertafel führte, um ein paar Zeilen zu schreiben, wird ermessen können, was er bedeutet, 300, 600 oder gar 1.200 Wörter zu schreiben – und dies möglichst täglich. Falls ihr Zahlen-Freaks seid: der längste Artikel umfasste 16.468 Zeichen (2.450 Wörter). Apropos täglich: Ganz ist es nicht gelungen: Ich veröffentlichte (Stand heute) 3.137 Artikel – 0,85 Artikel pro Tag.

Qualität zählt leider kaum

Schon bald musste ich erfahren, dass Qualität und Informationsbedürfnis bei unserer Leserschaft nicht im Vordergrund standen, sondern spektakuläre Themen, die mir von überall zugespielt wurden. Damit muss man als Redakteur leben. Viele meiner Leser suchen schöne Illusionen, vor allem über „heikle“ Themen wie Feminisierung, Dreier, Unterwerfung und Ähnliches. Aber auch im Bereich der Partnersuche wollen die meisten Leser ihre Wünsche bestätigt sehen, die oft meilenweit von der Realität entfernt waren. Ein Artikel über eine winzige Randgruppe, die „Sugar Babys“, wurde über eine viertel Million mal gelesen. Immerhin wurde ein sinnreicher, aktueller Artikel über die Presse und die Liebe am besten bewertet. Im Gegensatz dazu erhielt der historisch korrekte Artikel über die „englische Erziehung“ die schlechteste Bewertung.

Zeitweilig verging mir die Freude

Manchmal – und ich muss sagen: Mehrfach wollte ich die „Liebeszeitung“ aufgeben. Heute bin ich bin ich sehr froh darüber, dass ich sie nicht verhungern ließ. Und heute erreiche ich mit dem neuen Design sogar noch die notorischen Handy-Benutzer.

Und Dank ...

Bedanken kann ich mich bei den Unterstützern, bei den häufig anonym schreibenden Autorinnen und Autoren, die keine Honorare verlangen. Natürlich auch bei meinem Provider, der mich nicht hängen ließ, als Datenbanken krachten, und letztlich auch bei Serendipity, der Software, auf der alles stabil läuft.

Mehr Feedback wäre schön gewesen ...

Etwas mehr „Feedback“ hätte ich mir schon gewünscht in all den Jahren … aber meine Devise lautete von Anfang an: Falls ich im Laufe der Lebenszeit der „Liebeszeitung“ auch nur 100 Menschen begeistere, dann habe ich 100 Menschen etwas glücklicher gemacht. Peanuts für einen Herausgeber und Redakteur?

Ach was … und überhaupt: The Show must go on. Und fragt niemals, warum. Falls das eine Botschaft ist – dann ist es eben meine Botschaft zum etwas verspätet angesetzten 10-jährigen Jubiläum für heute. Ich trinke ein Glas auf euch – trinkt auch ein Glas auf mich. Dann sind wir quitt.

Bild oben: nach einer Champagner-Werbung, 19 JH

Die Liebeszeitung auf dem Smartphone? Aber ja doch!

Vielleicht haben Sie es noch nie bemerkt: Nicht jede Webseite „kommt“ auf dem PC, dem Tablet und dem Smartphone wirklich so gut heraus, dass man sie lesen kann. Wir können dies bereits seit langer Zeit, und dafür ist das bekannte „Template“ 2K11 von Serendipity verantwortlich. Es ist also an der Zeit, den Entwicklern zu danken. Die Anpassung an dies Blog war nicht ganz einfach, und wir haben lange gebraucht, um unsere Vorstellungen wenigstens halbwegs umzusetzen. Inzwischen glauben wir, dass wir den besten Kompromiss gefunden haben.

Wir arbeiten immer wieder daran, das Erscheinungsbild auf dem „großen“ Bildschirm noch zu optimieren. Allerdings legen wir inzwischen mehr Wert darauf, auf anderen Geräten (Smartphones, Tablets und ähnlichen Bildschirmen) sichtbar zu sein. Der Grund ist einfach: Etwa 45 Prozent aller Anfragen kommen über Smartphones, und nur 35 Prozent kommen aus dem traditionellen Windows-Bereich auf dem PC.

Aus diesem Grund waren wir auch gezwungen, das Werbebanner (ganz oben) zu verkleinern. Die Werbung, die am PC in der rechten Randspalte zu sehen ist, erscheint auf dem Smartphone ohnehin „ganz unten“, wird also selten angeklickt. Beim Design haben wir bewusst auf Schnörkel verzichtet, wollen Ihnen aber dennoch etwas „Ansprechendes“ bieten.

Wir werden deshalb in Zukunft mehr Werbung innerhalb der Artikel platzieren, die immer als „Werbung“ gekennzeichnet wird. Ich denke, diese Lösung wird allen gerecht; Ihnen als Leser(in), mir als Webseiteninhaber und der werbenden Wirtschaft, mit deren Hilfe wir auf Dauer auch ein wenig Gewinn erwarten.

Liebe Woche – Frauen, Tee, Sex und Verwandlungen

Wenn du es dir „selbst machst“ – womit machst du es dann? Dieser Frage ging jemand anders nach. Wir wollten eher wissen: Was denkst du dabei? Und: Was liest du dabei?

Na ja – ich hab ja nur gefragt. Über die Gedanken der Frauen, die ihre Fingerchen „am Abzug“ haben, erfahren wir Männer sowieso nix.

Ach, Gottchen, (oder Göttinnenchen?) es war Frauentag. Das konnte die Presse sich mal austoben … wegen der Benachteiligung und so … mir kommen die Tränen …

Übrigens: man könnte wirklich glauben, Frauen seien klüger als uns dies aus diversen Umfragen heraus eingeredet wird. Dagegen protestiert komischerweise niemand.

Sex haben und Tee trinken

Das Essay „Sex haben und Tee trinken“ dreht sich um den wirklichen oder vermeintlichen Konsens vor dem Sex. Satirisch bemerkt: Es gibt keine leicht oder schwer neurotischen Frauen, die sich nicht entscheiden können. Und es gibt keine weiblichen Verführer, die Männern „Tee“ aufdrängen – möglicherweise Sorten, die sie sonst nur ausspucken würden.

Nicht nur Menschen, auch Gegenstände und sogar Immobilien können erotisch sein. Wussten wir natürlich – aber wer schaut schon danach, wenn Menschen über „Mietpreisbremsen“ reden?

Erotisch schreiben - und die Ideen dazu

Falls ihr schreibt (heimlich oder öffentlich) und erotische Themen sucht – haben wir – eine lange Liste, und auf „Sinnlich Schreiben“ noch mehr davon. Zum Beispiel alles über Peitschen – für Autorinnen.

Mann, oh Mann ... was willst du denn noch alles?

Einige Männer wollten, wenn sie sich denn trauen würden, durchaus mal von – einem Mann gevögelt werden. Allerdings nur dann, wenn sie für einen Tag (und eine Nacht!) eine Frau sein könnten. Ach so? Da die gute Fee aber nicht an deine Tür klopft, Mann, haben wir mal aufgezeigt, wie viel Mühe es macht, sich in eine Frau zu verwandeln. Also: Die meisten von uns würden wohl auf das Komplettpaket verzichten.

Der Chef will noch ein Wort zu dem „neuen Format“ der Liebeszeitung sagen:

Liebe Leserinnen und Leser,
Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Zeitung auch wie eine Zeitung aussehen soll. Aber da ist ein Haken: Immer mehr Menschen (und nicht nur junge Leserinnen) genießen die Liebeszeitung gar nicht auf dem PC, sondern auf dem Smartphone. Mir macht es zu viel Mühe, beide Formate zur Verfügung zustellen, und so haben wir uns dazu durchgerungen (ja, buchstäblich) die Liebeszeitung auf der Smartphone-bewährten Ebene „2k11“ zu installieren statt auf „Mimbo“.

Falls Sie etwas dazu sagen wollen: Feedback ist möglich.

Ihr Gebhard Roese


Und ich verabschiede mich jetzt mal ins neblige Wochenende. Tschüss – und lest Liebeszeitung!