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Opfer und Täter – warum Internet-Benutzer Probleme bekommen

Bild: © 2011 by http://www.face-to-facebook.net/


Aus aktuellen Anlasse wechseln wir heute einmal das Thema: Stellen Sie keine privaten Daten und keine Aktfotos, udn keine Informationen über erotischen Aktivitäten ins Netz. Wenn Sie "rein privat" im Internet unterwegs sind, ist es am besten, niemals irgendwelche Daten von Ihnen ins Netz zu stellen - es sei denn, dort, wo man Ihnen den Datenschutz garantiert.

Was würden Sie sagen, wenn man so einfach – mir nichts, dir nichts, 250.000 Konten Ihrer Bank abkupfern würde? Dann würde der Bankmanager vermutlich seinen Hut nehmen müssen und die Presse würde aufheulen, wie lasch die Banken mit ihren Daten umgehen, sodass sie jeder herausnudeln kann, dem es gerade Spaß macht.

Irgendwie herrscht bei den Social Dating Seiten ein ganz anderer Stil: Ihre eigene Moral ist – höflich ausgedrückt – etwas fragwürdig, und ihr Datensicherheit ist – wie sich häufig herausgestellt hat – noch bei Weitem fragwürdiger.

Nun hat ein Kunst- und Kulturprojekt die Webseite FACEBOOK erneut als unsicher entlarvt und 250.000 seiner Benutzer einfach abgezogen, um sie in eine Datenbank hereinstellen, die als „Single-Börse“ getarnt war.

Die falsche Datingseite, als sie noch aufrufbar war.
So, und wie bereitet man die Nachricht nun auf? Wird Facebook dafür verantwortlich gemacht, seine Benutzerdaten nicht ausreichend zu schützen? Nein, im Gegenteil - WinFuture titelte höchst erregt: „Datendiebstahl für angebliche Kunst-Aktion“ und weint den Lesern die Ohren voll: „Insgesamt 250.000 Profile wurden kopiert. Bei einigen Anwendern könnte dies durchaus für Probleme im Privatleben sorgen - etwa wenn der jeweilige Partner entdeckt, dass der Betroffene angeblich nach einer neuen Liebschaft Ausschau hält.“

Doch Facebook war gar nicht erzürnt, weil man die Daten abgezogen hatte – sondern weil die Erlaubnis dazu fehlte, denn dafür gibt es bei Facebook hier genaue Hinweise. Den deutschen Autoren wird empfohlen, den „Wired“ Artikel, auf dem ja alles beruht, einmal genau anzusehen, und sich auch die Webseite des Projekts einmal ausführlich zu beäugen.

Nun, und was ist die Konsequenz? Ganz einfach. Private Daten gehören nicht ins Internet und höchst private Daten schon gar nicht. Wer sie hineinstellt, lässt damit indirekt zu, dass Data Mining Firmen diese Daten in jeder beliebigen Form auswerten, neu miteinander verknüpfen und dann wieder ins Internet stellen – das funktioniert, weil kaum jemand seine privaten Daten wirklich noch schützt, und weil viel zu viele Firmen über Daten verfügen, die in gar keiner Weise geschützt sind. Unsere Redaktion machte die Probe aufs Exempel – nicht mit FACEBOOK und ohne Data Mining Tools. Wir fragten einfach Daten über eine gewisse „Lara Love“ ab – und brauchten ganze fünf Minuten, um zu sehen, dass sie außer Pornodrehs auch noch ein „Dirty Hobby“ hat, auf dem sie ganz offen ihre Leistungen anbietet, die wir an diesem Ort besser nicht erwähnen. Übrigens kann diese bestehenden Verknüpfungen jedermann, der auch nur eine Webseite betreibt, beliebig neu verknüpfen, um den Suchmaschinen wieder neues Datenfutter zu geben und noch mehr Data Mining zu ermöglichen.

Link: Bilder der Kunstpräsentation.

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