Die „Red Flags“, Dates und der Mythos der Psycho-Durchleuchtung
Die Psyche, ach die Psyche … wer sich ein bisschen auskennt (gutes Gymnasium besucht reicht völlig) der weiß, dass sie in unserem Verhalten sichtbar wird – sie ist also nichts wirklich „Verborgenes“.
Wir alle haben mehrere Seiten - und wir zeigen sie auch
Klar dürfte sein: Unsere Persönlichkeit hat mehrere Seiten – sie ändert sich auch durch die Situation, in der wir uns befinden. Wenn wir uns auf den „Präsentierteller“ stellen, zeigen wie unsere positiven Eigenschaften. Da sind solche, mit denen wir beim Personalchef oder einem zukünftigen Partner (und natürlich einer Partnerin) „punkten“ wollen.
Die "echte" Persönlichkeit - gibt es die überhaupt?
Diese Persönlichkeit ist in der Regel so „echt“ wie Persönlichkeiten eben echt sind. Das bedeutet: Jeder von uns hat eine Kernpersönlichkeit, die er im Alltag zeigt – aber sie enthält weder alle positiven noch alle negativen Eigenschaften.
Der Umgang mit den Eigenschaften bestimmt die Persönlichkeit
Selbst, wenn Hinz und Kunz etwas anderes behaupten: Wir haben die Fähigkeit, einzelne Eigenschaften hervorzuheben und andere zu unterdrücken. Und eine Verabredung (ein Date) bring naturgemäß nicht alle Eigenschaften auf den Kaffeetisch. Es ist ja eine „vorsichtige Annäherung“, bei der beide ableuchten wollen, worin sie zusammen passen - geistig, körperlich, emotional und mit dem ganzen Stapel von Bedürfnissen, die sie mit sich herumtragen.
Red Flags - Mythen und Fakten
Wer diese Sätze gelesen hat, wird kaum dem dummen Ratschlag folgen, bei Gesprächen nach den „Red Flags“ zu suchen. Wenn „rot“ geflaggt werden muss, dann im Grunde nur, wenn jemand aus ideologischen, religiösen oder selbstgefälligen Motiven ständig Themen aufbringt, die wir nicht mögen.
Nehmen wir ein Beispiel: Polyamorie gibt es, und in manchen Kreisen wird sie diskutiert. Außerhalb dieser Kreise ist sie jedoch ungewöhnlich oder befremdlich. Ein anderes Beispiel: Auch wenn BDSM heute in viele Beziehungen hineinreicht, so ist es nicht das Kernthema für eine Beziehung.
Ist es überhaupt eine Flagge - und ist sie wirklich "rot"?
Es gibt Dutzende solcher „roter Flaggen“, und was für eine Person rot sein mag, ist für eine andere grün, weiß oder gelb. Es kommt lediglich auf die Bedeutung an, die eine „Flagge“ für dich hat. Ein Beispiel wäre „Jungfräulichkeit“ – manche suchen danach, andere würden niemals einen Menschen heiraten, der keine sexuellen Erfahrungen hat.
Versuch nicht, einen Psychologen (eine Psychologin) zu spielen
Zurück zur Psyche. Es gibt keinen zuverlässigen Test, aus dem du entnehmen kannst, ob eine Beziehung oder Ehe „glücklich“ wird. Einzelne Anzeichen sind keinesfalls Meilensteine, um das Gelingen oder scheitern vorauszusagen. Lediglich das Gesamtpaket der Erfahrungen, die ihr in einer Art „Probebeziehung“ macht, ergeben am Ende ein Bild: Trennen oder Weitermachen. Dazu braucht man nach allgemeiner Auffassung eine Zeitspanne von drei bis sechs Monaten.
Am Ende habe ich noch etwas für den Merkzettel: Wer ständig nach „Red Flags“ sucht, der findet auch welche. Bei jeder und jedem. Das zu tun, ist also keineswegs „schlau“, sondern ein Denkfehler.
Tja, und was hilft? Auch klar: Sammeln, wo von er/sie zu viel redet, ohne dass es einen Grund gibt.
Was siehst du im Spiegel?
Und … hast Du einen Spiegel zu Hause? Dann guck mal rein – und scanne den Menschen von oben bis unten und von rechts nach links. Etwas in die Tiefe zu schauen, schadet auch nichts. Und? Hast du wirklich einen Menschen ohne kleine Macken vor dir? Was machst du mit deinen besten und schlechtesten Eigenschaften?
Na, was…?
Wir alle haben mehrere Seiten - und wir zeigen sie auch
Klar dürfte sein: Unsere Persönlichkeit hat mehrere Seiten – sie ändert sich auch durch die Situation, in der wir uns befinden. Wenn wir uns auf den „Präsentierteller“ stellen, zeigen wie unsere positiven Eigenschaften. Da sind solche, mit denen wir beim Personalchef oder einem zukünftigen Partner (und natürlich einer Partnerin) „punkten“ wollen.
Die "echte" Persönlichkeit - gibt es die überhaupt?
Diese Persönlichkeit ist in der Regel so „echt“ wie Persönlichkeiten eben echt sind. Das bedeutet: Jeder von uns hat eine Kernpersönlichkeit, die er im Alltag zeigt – aber sie enthält weder alle positiven noch alle negativen Eigenschaften.
Der Umgang mit den Eigenschaften bestimmt die Persönlichkeit
Selbst, wenn Hinz und Kunz etwas anderes behaupten: Wir haben die Fähigkeit, einzelne Eigenschaften hervorzuheben und andere zu unterdrücken. Und eine Verabredung (ein Date) bring naturgemäß nicht alle Eigenschaften auf den Kaffeetisch. Es ist ja eine „vorsichtige Annäherung“, bei der beide ableuchten wollen, worin sie zusammen passen - geistig, körperlich, emotional und mit dem ganzen Stapel von Bedürfnissen, die sie mit sich herumtragen.
Red Flags - Mythen und Fakten
Wer diese Sätze gelesen hat, wird kaum dem dummen Ratschlag folgen, bei Gesprächen nach den „Red Flags“ zu suchen. Wenn „rot“ geflaggt werden muss, dann im Grunde nur, wenn jemand aus ideologischen, religiösen oder selbstgefälligen Motiven ständig Themen aufbringt, die wir nicht mögen.
Nehmen wir ein Beispiel: Polyamorie gibt es, und in manchen Kreisen wird sie diskutiert. Außerhalb dieser Kreise ist sie jedoch ungewöhnlich oder befremdlich. Ein anderes Beispiel: Auch wenn BDSM heute in viele Beziehungen hineinreicht, so ist es nicht das Kernthema für eine Beziehung.
Ist es überhaupt eine Flagge - und ist sie wirklich "rot"?
Es gibt Dutzende solcher „roter Flaggen“, und was für eine Person rot sein mag, ist für eine andere grün, weiß oder gelb. Es kommt lediglich auf die Bedeutung an, die eine „Flagge“ für dich hat. Ein Beispiel wäre „Jungfräulichkeit“ – manche suchen danach, andere würden niemals einen Menschen heiraten, der keine sexuellen Erfahrungen hat.
Versuch nicht, einen Psychologen (eine Psychologin) zu spielen
Zurück zur Psyche. Es gibt keinen zuverlässigen Test, aus dem du entnehmen kannst, ob eine Beziehung oder Ehe „glücklich“ wird. Einzelne Anzeichen sind keinesfalls Meilensteine, um das Gelingen oder scheitern vorauszusagen. Lediglich das Gesamtpaket der Erfahrungen, die ihr in einer Art „Probebeziehung“ macht, ergeben am Ende ein Bild: Trennen oder Weitermachen. Dazu braucht man nach allgemeiner Auffassung eine Zeitspanne von drei bis sechs Monaten.
Am Ende habe ich noch etwas für den Merkzettel: Wer ständig nach „Red Flags“ sucht, der findet auch welche. Bei jeder und jedem. Das zu tun, ist also keineswegs „schlau“, sondern ein Denkfehler.
Tja, und was hilft? Auch klar: Sammeln, wo von er/sie zu viel redet, ohne dass es einen Grund gibt.
Was siehst du im Spiegel?
Und … hast Du einen Spiegel zu Hause? Dann guck mal rein – und scanne den Menschen von oben bis unten und von rechts nach links. Etwas in die Tiefe zu schauen, schadet auch nichts. Und? Hast du wirklich einen Menschen ohne kleine Macken vor dir? Was machst du mit deinen besten und schlechtesten Eigenschaften?
Na, was…?

