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Rekordverdächtig: Serie über Männer wird schlecht bewertet

Ein Wort voraus: Nicht nur unsere Serie über Männer wurde mehrfach abgewertet, sonder auch die historische Richtigstellung der „englischen Erziehung“.

Wollen Sie wissen, was ich darüber denke? Ich meine, dass wir echt stolz daraus sein können, so schlecht bewertet zu werden. Der einzige Artikel, der hier nicht so recht passt, ist von 2013 – alle anderen sind aktuell aus diesem Jahr.

Meiner Meinung zeigt die schlechte Bewertung, dass die Leser(innen) eine Erkenntnis gewonnen haben, die ihnen „gar nicht in den Kram“ passt. Und das ist das Positive, denn dann haben wir mit unseren Artikeln etwas erreicht. Nachdenken soll ja nichts schaden.

Allerdings: Ihre Bewertungen in Ehren - aber vielleicht sollten Sie mal zur Feder greifen und etwas (möglichst verständliches) dazu schreiben. Wäre echt sympathisch.

Auszüge aus der Statistik:

Englische Erziehung durch Prostituierte im 19. Jahrhundert
-80 Punkte von 245 Klicks
Partnersuche: Zeit der Moralapostel?
-75 Punkte 3051 Klicks
Steckt hinter jedem sinnlichen Mann eine gute Lehrmeisterin?
-74 Punkte bei 133 Klicks
Spuren der Bordellbesitzerin Theresa Berkley und des Berkley Horse
-70 Punkte bei 159 Klicks
Wie Sie durch einfache Maßnahmen begehrter werden
-65 Punkte von 178 Klicks
Mythos sechs: Männer sind sexsüchtig
-63 Punkte von 141 Klicks
Mythos Nummer eins: Männliche Sexualität ist simpel
-60 Punkte 251 Klicks
Mythen über Männer … Entstehungen, Wahrheitsgehalt, Quellen
-51 Punkte 266 Klicks
Enttäuschte Erwartungen – wenn Männer „nein“ sagen
-48 Punkte von 175 Klicks

Mythos sechs: Männer sind sexsüchtig

Sucht, Sehnsucht, Liebesglut ... ist der Mann der Sklave der Lust?
Das Wort „Sucht“ wird immer wie eine Sau durchs Dorf getrieben, wenn dummdreiste Journalisten auf vorlaute Psychotherapeuten stoßen. Eine Sucht setzt voraus, dass jemand so abhängig von einem Stoff oder einer nichtstofflichen Ausprägung seines Gefühls ist, dass er von ihr beherrscht wird und sich nicht mehr dagegen wehren kann.

Die Mediziner haben einen etwas schwammigen Begriff für den Zustand geprägt, der hier gemeint ist: Hypersexualität – heißt nichts mehr, als dass ein „übermäßiges“ sexuelles Verlangen vorliegt. Das Unklare am Begriff definieret sich so: Wenn es ein Übermaß gibt, muss es ein Maß geben – und das existiert nicht. Falls Sie sich erinnern sollten: Es ist noch nicht lange her, dass Frauen, die zwischen Pubertät und Ehe ein sexuelles Verlangen verspürten, als „anomal“ bezeichnet wurden. Und die Diagnose „Nymphomanie“ konnte jede Frau ereilen, die öffentlich irgendeine Art von sexuellem Appetit entwickelte. Interessanterweise sprechen die Mediziner kaum noch von „Sexsucht“ – der Begriff ist einfach untauglich, um die Phänomene zu beschreiben.

„Sexabhängig“ ist schon eher ein Begriff, der etwas taugt. Heißt: Ohne Sex oder ohne eine Lust, die dem Sex gleichkommt, scheint das Leben in keinem Moment mehr lebenswert zu sein – Sex ist dann Leben und Leben ist Sex. Diese Sichtweise schränkt deutlich ein, weil sie andere Gefühle überlagert, und Menschen, auf dies zutrifft, sind von vornherein Außenseiter.

Übrigens bezweifelt niemand, dass sexuelles Verlangen eine starke, biochemisch wirksame Triebkraft ist – wie sollten wir eigentlich sonst dazu gebraucht werden, unser tolles Leben mit Sex anzureichern? Die Natur war so schlau, die Drogen einzubauen und die Produktion immer wieder freizugeben – sonst gäbe es keine Fortpflanzung (jedenfalls nicht unter Säugetieren inklusive der Primaten).

Ist es nun ein Mythos, Männer seien sexsüchtig, sexabhängig oder sexbesessen? Ja – und zwar vor allem deshalb, weil es nicht die geringsten Beweise dafür gibt, dass es sich dabei um „unnatürliche“ Begierden handeln würde. Die sexuelle Begierde ist den Menschen eigen – und sie umfasst selbstverständlich auch die Frauen.

mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen.

Mythos fünf: Sanfte Männer sind potenziell bisexuell

Ein sanfter Mann ist oft liebevoller als ein harter Mann
Ach ja: Der Mann muss hart und zupackend sein, darf nicht lange fackeln, bevor die Couch bebt, muss immer einen steifen Penis haben, wenn die Frau Lust hat – aber er soll sanft, verständnisvoll und fürsorglich sein. Diese idiotische Sichtweise wird fast jeder Junge einmal gehört haben: Mütter, Schwestern, Tanten und Cousinen reden auf ihn ein, sanft und zärtlich zu sein, wenn er eine Frau zu lieben wünscht. Und die realen Frauen, die er trifft, die ja ebenfalls Mütter, Tanten, Schwestern oder Cousinen von jemandem sind, lachen ihn aus, wenn er dilettantisch, sanft und zögerlich um erotische Zugeständnisse buhlt.

Trotz solcher negativer Erfahrungen bleiben sanft Männer sanft, und nach und nach lernen sie, wann, wie und wo sie auch damit punkten können. Es sind Männer, die ihren Körper ein bisschen mehr lieben als andere Männer, die ihre Körper quälen und zermartern. Und es sind Männer, die gerne Zärtlichkeiten und Verführungen erleben möchten. Manche von ihnen verfallen dabei manchmal der offensivenVerführung eines Mannes und mal der sanften Süße einer Frau. Dies als „bisexuell““ zu bezeichnen, ist albern.

Wie auch immer - die meisten legen Härte nach – und behaupten sich in der Welt der heterosexuellen Beziehungen, in der von Männern das große Repertoire aller Tugenden und Untugenden erwartet wird. Immerhin reicht es von „mach mir den Hengst“ bis zu „Ach, könnest du mal dem Lütten die Windel wechseln.“

Um es klar zu sagen: Männer sind nicht schwul, weil sie gelegentlich „weichlich“ sind, oder empfänglich für Zärtlichkeiten, weiche Stoffe auf der Haut oder Süßigkeiten auf der Zunge. Wer schwul ist, ist es ganz und gar – und er kann ein Muskelprotz oder ein Hänfling sein. Richtig ist: Männer sind, was sie sind – mal empfindsam, mal empfindlich, mal abwägend und mal zupackend.

In der Welt der Mythen und Halb-Mythen werden Sie immer wieder finden, dass Frauen „mehr Nervenenden“ hätten als Männer, dass ihr Körper druckempfindlicher und sensibler sei, mehr erogene Zonen hätte und ganz generell eben auf Empfindsamkeit ausgerichtet wären. Selbst wenn das stimmen sollte, heißt dies nicht, dass sie dies „im Gegensatz zu Männern“ sind. Würde man wirklich ernsthaft vorgehen, würde man bald feststellen: Jeder Mensch hat eine sensible Haut, und manche Berührungen werden durch das Gehirn (und nicht etwa durch die Nervenenden) als sensibel und erotisch wirksam interpretiert. Die Frage, ob Frauen wirklich „schmerzempfindlicher“ oder (daraus abgeleitet) auch generell gefühlsintensiver sind, wird damit nicht beantwortet.

Also: Machen wir Schluss mit dem Mythos, sanfte Männer seien latent schwul, bisexuell oder „Weicheier“. Er ist etwas für die Dummen unter den Frauen – und erst recht unter den Männern.

Bild: Aus einer historischen Novelle, Ausschnitt.
mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen.

Mythos vier: Männer sind Voyeure (optisch fixiert)

Ähnliche Schaubilder sind in der Urologie bis heute üblich
Wenn ein Professor der Urologie über Potenz spricht, verwendet er meist ein Schaubild, das in erster Instanz einen Mann zeigt, dessen Auge auf eine nackte oder spärlich angezogene Frau fällt. Dann, so die darauf folgende Idee, wandelt das Hirn diese Impulse in Begehren um, und am Ende dieses Prozesses drängt sich (nach einigen Zwischenstufen) ein harter Penis gegen den Hosenladen, der auf Befreiung hofft.

Nun wird ihnen nahezu jede Frau bestätigen, dass Männer Voyeure sind, und manche Frauen wissen oder ahnen, dass Männer auf frivole Dessous an ihnen „abfahren“ – von pornografischen Filmen ganz zu schweigen. Also können wir annehmen, dass jeder Fetzen nackter Haut, den Männer sehen oder ahnen, schön verpackt und aufreizend dargeboten, automatisch zum „Klick“ in der Hose führt?

Nein, können wir nicht. Wie wir schon vielfach schrieben, ist männliche Sexualität komplexer als die meisten Frauen denken. Denn ähnlich wie bei Frauen wird der sexuelle Appetit der Männer durch eine Fülle von Reizen ausgelöst, zu denen eben auch optische Reize gehören. Doch diese Reize werden nun abgemixt mit dem Verlangen, der Erfahrung und – so vorhanden – von „taktilen Reizen“, also den Berührungen von Frauenhänden, Mündern, Brüsten oder Schamlippen.

Der Clou kommt noch: Klar werden Männer von optischen Eindrücken angeregt, vielleicht sogar „geil“, aber es ist für sie – Frauen, hört jetzt genau zu: eine Erregung, keine Erfüllung.

Oh, oh, da kommen wir auch ganz schnell auf ein Problem: „Einen hochzukriegen“, „erregt zu sein“ und Sex genießen ist nicht das Gleiche. Eine Erektion kann die Folge eines optischen Eindruck sein. Aber sie kann auch „ohne Zutun“ entstehen – denken Sie mal an die „Morgenlatte“. Und ein Mann kann lustvoll erregt sein, aber keine Erektion haben – deswegen gehen ja viele Männer zum Doc und lassen sich Pillen verschreiben.

Männer sind keine Automaten, bei denen oben Bilder reinkommen und unten Sperma ausfließt. Und insofern ist der Vorwurf, Männer seien Voyeure, ein Mythos.

Allerdings werden sie gelegentlich von frivolen Darstellungen (Extremstrip, Pornos) ziemlich „geil“. Und zwar zumeist von anderen Darstellungen als Frauen, die ja nun so gar nicht als „Voyeusen“ gelten. Und doch kann schon ein rammelnder Karnickelbock bei Frauen Sehnsüchte auslösen.

Gut – im Grunde wissen wir wenig darüber (1), wie die Nervenströme einen optischen oder taktilen Eindruck in einen steifen Penis oder eine feuchte Vagina wandeln. Und wir müssen sagen: Es ist nicht nur ein Mythos, dass Männer starke Antennen für optische Signale haben, sondern eine Tatsache. Was wir aber sagen können – das ist genau das, was die Natur hervorgebracht hat, um Menschen-Männer zu reizen. Denn was für einen Hund die Nase sein mag, ist für einen Menschen das Auge. Und wie, bitte schön, sollten denn die Flirtsignale, die ja nichts als versteckte Verführungen sind, denn ans Hirn kommen, wenn nicht über die Augen?

Wie bereits gesagt: Optische Reize gehen nicht barrierefrei in den Penis. Und: Sie sind absolut nötig, um Begegnungen herbeizuführen. Also könnten wir sagen: Männer empfangen optische Reize intensiv – aber dann sortieren sie diese erst einmal. Und was dann noch in Penis, Hoden und Prostata ankommt, liebe Frauen, das ist definitiv minimal.

(1) Wenn die Vorgänge zerlegt werden, ist es wissenschaftlich möglich, die einzelnen Komponenten zu benennen - der Prozess selber aber lässt sich damit nicht vollständig erklären.
mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen

Der Februar in Liebe: Männer, Mythen, Dominierung und Bubis

Das Thema Männer reicht noch mindestens bis Ende März: Die Liebeszeitung widmet sich (endlich mal!) den Männern. Und sie deckte einen Mythos nach dem anderen auf. Und um es klar zu sagen: Wir wollen nicht herausfinden, wie „die“ Frauen Männer sehen, sondern wir wollen mal Aufräumen damit, die angebliche „Frauensicht“ als Standard zu setzen. Die Liebe hat ohnehin ihre eigene Gesetze, die Mutter Natur klugerweise nicht "rational" eingerichtet hat.

Keine Mythen und keine Hetzpropaganda über Männer mehr

Über die Quellen kann ich nur so viel sagen: Wir haben versucht, glaubwürdige Quellen zu finden, die weder dem typischen Populismus folgen („Männer sind so“) noch pseudowissenschaftlichen Forschungen, die beweisen sollen, dass Männer „minderwertig“ sind. Aber selbstverständlich sind wir auch nicht den Foren gefolgt, die ständig darauf hinweisen, dass Männer „so sein müssen“ oder Frauen „Ganz anders“, meist „hochwertiger“ sind. Übrigens ist dies eine Sisyphusarbeit, wie es überhaupt weitaus anstrengender ist, Wahrheiten zu finden als Sprüche nachzuplappern. Lesen Sie bitte unseren Artikel: „Sexualität auf männlich“, um sich ausführlich zu informieren.

Männer sind nicht „simpel“ und „penisgesteuert“

Bisher hatten wir veröffentlicht, warum männliche Sexualität nicht „simpel“ ist, wie durchaus auch manche männliche „Forscher“ oder „Experten“ behaupten. Der „Wahrheitsgehalt“ aller psychologischen Betrachtungen über „Männer als solche“ (wie auch über „Frauen als solche“) ist ohnehin, wenn überhaupt vorhanden, minimal.

Mythen auf den Müll – Geschwätz entlarven

Und so geht s weiter: Wir versuchen, den Mythos zu entkräften, Männer hätten keine „echten“ Gefühle. Das ist einfach, weil „echte Gefühle“ von vornherein nicht nachweisbar sind oder auch, weil es keine „falschen Gefühle“ gibt. Drittens (bereits veröffentlicht) geht s um das angeblich „polygame“ Verhalten speziell der Männer – oder einfach: um ihre angeblich fehlende Treue.

Männer, Bubis und andere Frauenmeinungen

Wie Frauen-Klischees über Männer aussehen können, haben wir bei einem frauenaffinen Blog entdeckt. Dort stellt die Redaktion wahrhaftig „Männer und Jungen“ gegenüber – wobei die Männer mit allen (in diesem Fall angeblich „positiven“) weiblichen Klischees bedacht werden, die „man“ sich vorstellen kann.

Kitsch oder Fakt – „Berühren der Seele“?

Etwas ungewöhnlich für uns: Ein Artikel über das „Berühren der Seele“ – solche romantisierenden, träumerisch-esoterischen Ausdrücke verwenden wir normalerweise nicht. Aber der Artikel erschien uns nötig, weil es nicht ungefährlich ist, sich „die Seele“ berühren zu lassen.

In BDSM keine Kompetenz?

Nicht gut angekommen ist eine unsere Umschreibungen aus einer (wie wir meinen, immer noch verlässlichen) Internetquelle über den männlichen Wunsch, von einer „schönen Frau“ dominiert zu werden. Ob sie nun schön sein muss, soll oder darf, ist aber eigentlich unerheblich. Wir werden weitere Recherchen anstellen – nur leider ist die unglaublich schwer. Denn „masochistische“ Männer, die dazu noch intelligent, ehrlich und offen sind dazu stehen, sich professionell dominieren zu lassen, gibt es wenige.

Domina-Themen und Unterwerfung

Damit noch einmal die Domina ins Spiel kommt – diesmal eher humorvoll: „Solide“ Frauen meinen ja oft, diese Dienstleisterinnen verdienten zu viel und täten dafür fast nichts. Darüber war ein Internet-Autor ganz anderer Meinung. Und wir finden: Der Mann hat recht. Themen um Dominanz und Submission werden uns aber nicht verlassen. Denn die meisten „braven“ Frauen haben keine Ahnung, warum ihre Männer die Dienste dieser Frauen suchen und was sie dort konkret erwartet. Dabei wäre es nicht ganz uninteressant, dies zu erfahren … oder was meinen Sie?

„Schöne“ Themen und Humor

Falls Sie nun an „ganz anderen Themen“ interessiert sind (eher auf der süßen Seite der Liebe) dann lesen Sie doch mal bei Sehpferd zum Valentinstag oder in der „Liebe Pur“, warum Frauen den Männern angeblich aufs Gebiss schauen.

Und ja: Ich melde mich hier jetzt wieder ab und an mit Zusammenfassungen.