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Sugar Baby oder Hure? Eine Dating-Seite vergleicht

Ein "Sugar Baby" - der Traum vieler reicher älterer Männer


Was ist attraktiver – mit dem einen oder anderen reichen Mann zum eigenen Vorteil herumzubumsen oder den Beruf einer Hure zu ergreifen? Ach, Sie meinen, das sei eine rhetorische Frage? Nicht für die Leute von „Seeking Arrangements“, einer US-amerikanischen Agentur, die „Sugar Papis“ auf „Sugar Babies“ bringt.

Die Webseite nennt das, was sie tut, „einvernehmlich vorteilhaften Beziehungen“ herzustellen. Was das „Einvernehmen“ bedeutet, darüber lässt die Webseite nur geringe Zweifel (Zitat von der Webseite)

«Sugars Babies sind Studenten, aufstrebende Schauspieler, Models oder auch junge Frauen … von nebenan. Sie wissen, dass sie es verdienen, dass Sie jemanden treffen, der Sie verwöhnt, sie aufrichtet, ihnen Kraft gibt. Dafür wird ihnen emotional, mental und finanziell geholfen»


Das Magazin Salon (5) veröffentlichte dieser Tage Auszüge aus einer Pressemitteilung, in der es heißt (4):

«Um das Einkommen eines „Sugar Babys“ zu erzielen, müsste eine Prostituierte sich 25 Mal so viel anstrengen, und dabei das ernstliche Risiko auf sich nehmen, ein unsicheres Leben mit Gefahren für die mentale und psychische Gesundheit zu führen.»


Dabei wurde folgende Rechnung aufgemacht:

«Das durschnittliche Sugar Baby trifft zwischen ein und drei Männer im Jahr, und erzielt damit ein Einkommen von ungefähr USD 36.000 (1). Wenn eine Prostituierte USD 250 (2) pro Transaktion erzielt, müsste sie Sex mit ungefähr 100 Männern haben, und dabei 144 sexuelle Transaktionen (3) ausführen. »


Wie sagte doch noch die junge Prostituierte Rita S. mit Seitenblick auf die in den1950er Jahren aufkommenden sogenannten „Edelhuren“? „Fünf Mal zwanzig Mark sind auch hundert Mark“. Heute hat sich vor allem der Bereich der „Edelprostitution“ stark verschoben: Die „Geliebte gegen Bezahlung“ ist populär geworden, und mit ihrer Verbreitung haben sich auch mehr und mehr „Amateurinnen“ auf dieses Gebiet gewagt.

Das Thema „Prostitution“ ist ja immer ein Reizthema, und jeder, der sich heute mit „Dating“ beschäftigt, muss sich zwangsläufig auch mit jenem Teil auseinandersetzen, den man mit „verschleiertem Rotlicht-Dating“ bezeichnen könnte. Zwar behaupten einzelne „eindeutige“ Sex-Datingagenturen, sie würden „keine Huren zulassen“, und andere behaupten ernstlich, dass sich jede Hure, die sich neu registriert, als solche ausweisen müsse. Ob dies Realität oder bloße Behauptung ist, steht mal dahin: Tatsache ist, dass sich Frauen auf mehreren deutschen und internationalen Dating-Seiten gegen Bezahlung anbieten, die sich nicht als „Prostituierte“ kenntlich machen. Die Betreiber gehen manchmal mit der größtmöglichen Nonchalance darüber hinweg: ob Seitenspringerin, Goldgräberin, Gelegenheitshure oder Abzockerin: Eine Frau ist eine Frau, und Frauen braucht man, um das Geschäft aufrechterhalten zu können.

Was muss „Frau“ nun beachten, und worauf sollte „Mann“ achten?

- Frauen mit Beziehungswunsch sollten sich nicht bei Webseiten anmelden, die eindeutig oder zweideutig mit sexuellen Erlebnissen werben. Frauen ohne Beziehungswunsch, die sexuelle Abenteuer suchen, sollten sich überlegen, ob sie mit ihren Wünschen den Nerv mancher Männer berühren, „eine Schlampe zu treffen, mit der man machen kann, was man will“.
- Nicht alle Webseiten, die Frauen anlocken, weisen von vornherein aus, dass sie Männer mit stark sexuell geprägten Wünschen anlocken. Eine der Liebeszeitung bekannte Webseite benutzt folgende Methode: Man „schiebt“ Frauen von „fröhlichen Dating Seiten“ mit einem Trick auf eine eindeutig sexuell movierte Seite.
- Männer, die sich bei Sex-Dating-Seiten anmelden, sollten wissen, dass jede Frau, die sie treffen, alles sein kann – von einer sexhungrigen Ehefrau über eine Hure bis hin zu einer Abzockerin. Männer, die ausgesprochen gierig sind, sind zugleich besonders gefährdet, auf Huren, Abzockerinnen und andere Betrügerinnen hereinzufallen.
Wer mehr über die Hintergründe wissen möchte, sollte „Saloon“ (leider nur in englischer Sprache) lesen.

(1) Ausgehend von USD 3.000 pro Monat bei permanenter Inanspruchnahme.
(2) Offenbar gerechnet zum Stundensatz, nicht für „fallweise“ Prostitution auf der Straße.
(3) Davon ausgehend, dass es Männer gibt, die ihre „Stammhure“ besuchen.
(4) Ob die Gefahren für professionell arbeitende Huren größer sind als für Frauen, die häufig ihre Partner wechseln, ist umstritten. Vor allem sexuell übertragbare Krankheiten kommen beim häufigen „gewöhnlichen Dating“ nach Insiderangaben häufiger vor als beim Kontakt mit prostituierten. Der Grund liegt darin, dass „solide“ Frauen selten auf den Gebrauch von Kondomen bestehen.
(5) Zitat aus Salon via Online Personal Watch

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