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Mythos sieben: Männer kombinieren Sex mit Gewalt

Immer schon ein Thema: Eine Bedrohung durch mehrere Männer (50er Jahre)
Einen Prolog zur „Gewalt“ für alle, die schon jetzt kreischen und zetern: Was „Gewalt“ ist, steht in der Verfassung – und es bedeutet nicht das, was vermutlich gerade in Ihrem Gehirn herumgeistert. Und eine „Penetration“ ist ein Akt, indem jemand die vollständige Gewalt über seinen Körper bewusst aufgibt, um sie jemand anderem zuzubilligen. Die Natur hat es bei vielen Säugetieren (und anderen Spezies) so eingerichtet, dass eine Penetration nötig ist, um Spermien zu den Eizellen zu transportieren, und daher rührt die „Überlassung der Gewalt“ während des Geschlechtsakts.

Wollen Männer wirklich "von Natur" brutale Gewalt?

Nun zum Mythos: Der sagt, dass Männer diese Gewalt lieben, ja, dass sie darauf erpicht sind, sie zu anzuwenden. Eigentlich müsste man hier das Wort "Zwang" verwenden: behauptet wird, dass eine große Anzahl von Männern Frauen zum Sex „zwingen“ würden. Wäre es so - es wäre fatal, und das Gesetz sagt dazu klipp und klar, dass solche Handlungen Verbrechen sind. Doch fragt sich auch, ob es wirklich „so ist“, wie heute gelegentlich behauptet wird.

Junge Männer wissen oft gar nicht, was sie wirklich tun

Ich will Ihnen zwei Teile dieser Medaille zeigen: Der Erste ist fast etwas peinlich, aber er muss doch mal an die Öffentlichkeit. In einen Frauenkörper einzudringen, erfordert von jungen, unerfahrenen Mann tatsächlich Überwindung – und dabei fühlt er sich meist ziemlich befremdet. Er hat ja nicht einmal eine genaue Vorstellung, was ihn selbst erwartet – und er hat gar keine Idee davon, was die Frau dabei erwartet oder fühlt.

Männer erdulden, weil sie nichts wissen?

Das gilt zumal, wenn die Frau selbst nicht sehr erfahren ist und ihm dabei nicht ausdrücklich entgegenkommt. Das ist bei vielen Frauen so verankert, weil sie denken „der Mann muss doch wissen, was er tut“. Genau das weiß er eben oft nicht – er tut einfach, was er davon weiß oder vermutet.

Sex ist für den Mann auch Anstrengung

Soweit also der erweiterte Begriff von „Gewalt“: Ohne Mühe und Anstrengung geht’s meist nicht. Die zweite Seite beruht auf der Tatsache, dass nur wenige junge Männer „auf schön“ in die Liebe eingeführt wurden – was meist bedeutet, dass sie nicht von einer erfahrenen Frau sinnlich verführt wurden. Woher sollen sie also bitte wissen, wie es anders gehen kann, als den Penis „irgendwie“ einzuführen?

Wir stellen also fest: Männer vermuten, dass sie „irgendwie“ in Frauen eindringen müssen und sie glauben, das wäre Sex und würde beide zur wirklich lustvollen Befriedigung führen.

"Sex haben" - lustlos?

Machen wir uns doch nichts vor: Solange „Sex haben“ für Männer immer mit „Eindringen“ verbunden ist und für Frauen immer mit „jemand wird in mich eindringen“, solange werden wir kaum wirklich lustvolle, erotische Beziehungen miteinander haben.

Gut, ich weiß, was Sie vielleicht denken, wenn Sie an „Gewalt“ im Zusammenhang mit Männern denken: Sie meinen sexuelle Brutalität, die gegen den Willen der Frauen ausgeübt wird, sie sie physisch oder emotional. Und um es klar zu sagen: Diese Art von Gewalt gehört nicht zu den Mythen – sie ist ein Akt der Unmenschlichkeit oder gar der Zerstörung, die durch nichts zu rechtfertigen ist.

Zu den Mythen gehört allerdings, dass alle Männer brutal sind, vor nichts zurückschrecken und ihre Ziele mit körperlicher Gewalt, Disziplinierung oder mit psychischer Einschüchterung erreichen wollen. Das ist wirklich albern und nicht einmal ein Mythos, sondern ein bewusst dummes Geschwätz.

Bild oben: Rekonstruktion des Titels eines Groschenromans der 1950er Jahre.

mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen.

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