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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

An Ostern




Wenn du diese Seite am 5. April 2026 aufrufst, dann siehst du sofort: Heute ist Ostern.

Hurra – die Eier sind bunt, das Häschen hoppelt über die Wiese und es gibt eine vage Hoffnung auf einen schönen Frühlingstag. Du kannst deinen Osterspaziergang machen wie einst der Doktor Faust oder die Gedanken über deine religiöse Ausrichtung machen.

Ostern gilt als das wichtigste Fest der Christenheit. Gefeiert wird die Auferstehung des Religionsstifters von den Toten. Es ist somit ein Fest der Freude. Durch die „Auferstehung“ wurde die „Lehre des Jesus von Nazareth“ nach und nach zum „Christentum“.

Warum ist Ostern mal früher, mal später?

Natürlich kannst du dich fragen, warum heute Ostern ist und nicht etwa vorige Woche oder nächste Woche. Es gib dazu sehr lange Erklärungen, aber alle beruhen darauf, dass die Christen Ostern am „ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings“ feiern. Diese Formulierung wurde vom ersten Konzil von Nizäa (325 n. C) festgelegt.

Aus dem Frühlingsbeginn des betreffenden Jahres im gregorianischen Kalender ergib sich sodann das erste und letzte mögliche Osterdatum, der 22. März und der 25. April.

Zwei unterschiedliche Kalender – zwei Ostertermine

Allerdings werden dabei zwei unterschiedliche Kalender zugrudegelegt: einmal unser heutiger Alltagskalender, der gregorianischen Kalender. Dann aber auch der julianische Kalender, der den Frühlingsbeginn 13 Tages später anzeigt. „Als zusätzliche Regel gilt, dass der orthodoxen Tradition zufolge der Osterwoche nie im März und nie vor dem jüdischen Pessach Fest … beginnt.“ (1,2)

Die heute noch gültige Formal zur Berechnung des Osterfestes wurde vom deutschen Mathematiker Carl Friedrich Gauß gefunden. Sie wird in zahllosen Kalenderprogrammen verwendet.

Die unterschiedlichen Frühlingstermine in beiden Kalendern sind also die Ursache für die beiden abweichenden Ostertermine. Näheres findest du sowohl bei Wikipedia wie auch im „Domradio“.

(1) Domradio
(2) Wikipedia - Osterdatum
(3) Ohne Bezug: Sichtweise gegen 1900.

Am Karsamstag



Heute wird es kompliziert – was ist eigentlich der Ostersamstag oder Ostersonnabend? Und was der „Karsamstag“ oder der „Karsonnabend“?

Ja, die Geschäfte öffnen am Karsamstag wieder - also heute, falls du diese Seite am 4. April 2026 aufrufst.

Ich wurde belehrt, dass mein Denken „alltagslogisch“ ist, denn für Leute wie mich beginnt die Woche am Montag und endet am Sonntag. Also ist der Ostersonnabend für mich der Sonnabend vor Ostern. Doch das, liebe Freude, ist falsch. Schließlich kann ich mir mein Ostern nicht machen, wie ich es will.

Neben der Alltagslogik existiert eben noch eine andere Logik: die der christlichen Kirche. Und bei ihr beginnt die Woche am Sonntag. Ein Tag, der mit „Oster…“ beginnt, kann also nicht vor dem Sonntag stehen, sondern muss nach dem Ostersonntag einsortiert werden, weshalb heute aus kirchlicher Sicht gar kein Ostersamstag ist.

Der Karsamstag hingegen zählt für die christliche Kirche zur Karwoche, und deshalb ist heute eigentlich „Karsamstag“.

Näheres erfahrt ihr sicherlich beim örtlichen Pfarrer oder auf dieser Webseite: Karsonnabend.

Am Karfreitag




Die Osterzeit ist besonders mit dem kommenden Frühling und der Fruchtbarkeit verbunden, die durch den Hasen symbolisiert wird. Das ist der Anteil, der mich seit vielen Jahren interessiert.

Wenn du diese Seite am 3. April 2026 aufrufst, erscheint in der Datumsangabe der Karfreitag, ansonsten der Tag, an dem du sie aufgerufen hast.

Beim folgenden Text aus historischer Sicht wird deutlich, dass nicht alle Christen dem Karfreitag eine große Bedeutung beimaßen.
Im Text wird Schottland erwähnt - allerdings wurde er 1871 dort doch noch zum Feiertag erklärt. In Deutschland gilt er seit 1771 als offizieller Feiertag,

Karfreitag, Charfreitag, auch Stiller Freitag, besonders in England und den Niederlanden auch Guter Freitag (lat. dies adoratus, Parasceve), der Freitag in der Karwoche (s. d.). Als Tag der Kreuzigung Christi gilt er, namentlich in England, als der höchste Festtag der evang. Kirche. Doch haben die schweiz. Kirchen ihn erst 1860 angenommen. Die schott. Kirche feiert ihn noch heute nicht. Die ersten Spuren einer Feier des K. und Ostersonntags (als Auferstehungstag) finden sich um die Mitte des 2. Jahrh. in der röm. Kirche; infolge des Passahstreites wurde die röm. Feier von dem Konzil zu Nicäa (325) zum allgemeinen Kirchengesetz erhoben.

Text von ca. 1896 zitiert aus RetroBib

Friedensschluss: Das Karfreitagsabkommen, unterzeichnet am 10. April 1998, beendete nach Jahrzehnten blutiger Gewalt den Nordirlandkonflikt.

Am Gründonnerstag




Ich bringe mich einfach mal in Erinnerung. Denkt an eure Häsinnen und Hasen - die Liebe bleibt, auch wenn die Liebeszeitung nicht mehr weitergeführt wird.

Geschrieben habe ich dies am Gründonnerstag 2026. Wenn ihr diese Seite an diesem Tag aufruft, kommt dennoch keine Fest- oder Feiertagsmeldung. Für die meisten Christen ist der Gründonnerstag aber ein Gedenktag.

Gründonnerstag (Dies viridium, Feria bona quinta, Dies absolutionis oder indulgentiae, Coena domini), der Donnerstag vor Ostern, welcher, als Gedächtnistag der Einsetzung des Abendmahls gegen Ende des 7. Jahrh. zum Festtag erhoben, seitdem in der christlichen Kirche gefeiert wird. Die Benennung G., die zuerst um 1200 vorkommt, leitet man entweder von dem ihn auszeichnenden Leseabschnitt Ps. 23,1 oder von der noch heute verbreiteten Sitte ab, an diesem Tage grüne Frühlingskräuter zu genießen, denen man eine heilbringende Kraft beilegte.


Zitat: RetroBib (Meyers), ca. 1892

Sprichst du schon „Giraffe“ oder noch „Schakal“?

Giraffe und Schakal (oder Wolf) - das ungleiche Paar

Ich nehme mal an, dass du die Überschrift nicht verstehst, und ich will hier auch nicht erklären, warum wir alle plötzlich zur „Giraffenkommunikation“ übergehen sollten.

Wenn du allerdings mehr über die Kommunikation mit all ihre Theorien, Praktiken, Grenzen und Möglichkeiten wissen möchtest, dann empfehle ich, einen Blick auf mein neues Blog „Realfeelings“ (echte Gefühle) zu werfen. Derzeit schreibe ich dort über Gefühle und Kommunikation.

Die Ausdrücke „Giraffen“ und „Schakale“ sind übrigens Metaphern für Kommunikationsstile nach Marshall Rosenberg. Sie verbreiten sich wie ein Lauffeuer durch das gesamte deutsche Internet.