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  Eigenwerbung

Wie falsche Eliten die Gesellschaft spalten

Tacheles
An den deutschen Universitäten haben sich ideologisierende Kleingeister über die Sprache hergemacht wie die Hyänen.

Was sie vertreten ist eine „gendergerechte, minderheitensensible Sprache“ (1). Wir diese nicht beachtet, werden sie Ankläger und Richter zugleich - und Verteidiger finden sich kaum noch. Selbst die Presse macht Knickse oder Diener vor den merkwürdigen Gestalten, die ihre Ideologien in den Schutzräumen der Wissenschaft ausbrüten.

Das Volk, die Minderheiten und Unsinn von der UNO

Auf der anderen Seite ist es „das dummen Volk“, wie es wohl aus den Kreisen der Pseudo-Eliten heißen würde, das sich einen Dreck um das „Neusprech“ kümmert, das da von den Elfenbeintürmen herabrieselt. Ein Volk, das Minderheiten bisher einfach so genommen hat, wie sie sind. Weil sie nicht oft vorkommen, und weil das daran liegt, dass sie eben Minderheiten sind, denen wir selten begegnen. Wobei manche dieser Gruppen nicht einmal Minderheiten sind - Frauen beispielsweise. Ich konnte dieser Tage lesen, dass 90 Prozent der Menschen (Menschen, nicht Männer) Vorurteile gegen Frauen haben (2). Das ist natürlich ganz blöd für die Frauen, die dann Vorurteile gegen sich selbst haben, falls diese Zahl überhaupt seriös ist. Zwar stammen die Zahlen von der UNO - doch das ist noch lange kein Beweis für die Seriosität der Statistik, auf der die Behauptung beruht.

Wer die Person sieht, sieht den Menschen - und nicht, ob er schwul ist

Apropos Volk: Mich hat noch nie interessiert, ob ein männlicher oder weiblicher Schauspieler, Moderator oder wer auch immer homosexuell ist. Ja, nicht einmal, ob es meine Friseure oder Friseurinnen oder andere waren. Und ich habe mit dunkelhäutigen Menschen, anders-religiösen und möglicherweise „Queren“ Menschen an einem Tisch gesessen, weil mich ihre Meinungen interessiert haben. Ich schreibe höflicherweise oft „...(innen)“, um zu sagen: „Ja ich meine selbstverständlich sowohl Frauen als auch Männer“. Aber ich ärgere mich darüber, dass ich nicht einfach, wie im Englischen, „Professor“ oder „Autor“ schreiben kann und nur an den Namen erkenntlich ist, ob es sich um Frauen oder Männer handelt.

Innerdeutsche Vorurteile gegen Fremde

Ach ja, das Volk. In meiner Geburtsstadt galt als selbstverständlich, dass man einen Menschen nicht wegen seiner Herkunft herabsetzte - schließlich kamen Kaffee, Bananen und Tabak zumeist nicht aus Deutschland. Im Schwabenland habe ich dann erlebt, dass man auch als „Hellhäutiger“ eben befremdlich sein kann. Was in Thüringen oder Sachsen auch auf den „Wessi“ zutrifft.

Alte Vorurteile "da unten" - neue Mauerbauer "da oben"

Also nochmals das Volk: Die Vorurteile gegen den Fremden aus dem Nachbar-Bundesland oder aus dem Nachbarland in Europa sitzen immer noch tief in dem Teil des Volks, das seine Vorurteile pflegt wie seine Goldfische.

Und die Pseudo-Eliten? Sie bauen neue Mauern auf und graben die alten Gräben tiefer. Männer werden pauschal zu Sexisten, „Weiß“ wird gegen „Schwarz“ ausgespielt, und „CIS“ gegen „Queer“. Und dann reden sie an schönen Sonntagen so, als ob sie sich um „kollektive Identitäten“ bemühen würden.

(1) Zitat aus "Oldenburger".

(2) In mehreren Zeitungen erschienener Beitrag zum "Weltfrauentag"


Eine weitere Meinung auf "sehpferd".

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