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Liebe Woche: wenn die Liebe fließt und der Penis Zitronenscheiben trägt

Es ist ungeheuer heiß, und nirgendwo taucht ein Ungeheuer auf, über das sich die Klatschpresse das Maul zerreißen könnte. Ungeheuerlich! Kein schwimmender Drache im Loch Ness, keine verwirrte Kuh im Wald, kein entsetzlich starker Bär, der mit den Vorderpfoten auf dem Brustkorb herumtrommelt wie einst Tarzan. Der Deutsche, rechthaberisch und spitzfindig, wie er nun mal ist, liest in seiner Bürgerpresse nun überaus „interessante“ Diskussionen, wer denn nun in der „Netzpolitik.org“-Affäre „recht hatte“. Na ja, wenigstens ein bisschen Recht oder irgendwie recht oder vielleicht ein bisschen irgendwie Recht.

Die Scheibe der Zitrusfrucht und der Penis

Wo sonst angeblich nichts zu berichten ist, jedenfalls nichts, was der Menschen Herz erfreut, wird über Sex geschrieben. Die „BUNTE“ hat gerade mal wieder eingesammelt, wie man bessern Sex kriegt, und weil das gerade sehr, sehr populär ist: ja, durch Sport auch. Ja, und dann lese ich doch: Den Liebhaber wechseln. Fragt sich, wie oft. Bliebe noch ein Hinweis auf „fem“: die empfiehlt, zu Fasten wegen der Hormone, sich rasieren lassen wegen des schicken Blicks auf die Muschi, Yoga für den Stressabbau. Neben Horrorfilmen (vor der Liebe) empfiehlt „fem“ auch noch etwas, das ich mal genüsslich (fast) im Original zitiere:

Schneiden Sie beide Enden der … (Zitrus-) … Frucht ab, sodass eins sehr dicke Scheibe übrig bleibt und höhlen Sie in der Mitte des Fruchtfleisches eine Öffnung aus. Dieses vitaminreiche Sexspielzeug umhüllt dann seinen Penis, während Sie ihn zusätzlich oral befriedigen.

Hoffentlich wird er nicht sauer dabei … aber versucht ruhig mal, „in der Mitte einer Zitrusfrucht“ das Fruchtfleisch auszuschneiden. Mal sehen, wie viel Erfolg ihr dabei habt.

Psychologin will es wissen: Ja, Sex mit Robotern!

Ja, ja – in 50 Jahren haben wir Sex mit Robotern – auch klar. Sagt Frau Dr. Helen Driscoll in der „Huffington Post“. Die weiß zwar wenig von Robotern und kaum etwas von den Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz, aber sie versteht eine Menge von Psychologie. Das reicht ja auch, um über Sex-Roboter zu schreiben, nicht wahr?

Klar auch: die Sätze „sagte eine Wissenschaftlerin“ oder „sagte eine Expertin“ wurden von der Presse mal wieder missbraucht. Wie eigentlich immer. Ein Journalist schreibt irgendwelchen Mist vom anderen ab, in diesem Fall ist wahrscheinlich alles über die Linie "Huffington Post" - "Daily Mail" - BILD gegangen.

Das Sommerloch: „Wir fanden das eine gute Möglichkeit, zu zeigen, wie Intimität aussieht, wenn wirklich Liebe fließt“. Teufel aber auch, da ist kein Sperma, kein Speichel und keinen Scheidenflüssigkeit geflossen, sondern Liebe. Wie heißt es doch so schön: Alle ist im Fluss. Oder im Arsch. Auch in den greift man vertrauensvoll hinein: mit Prostatastimulation, also mit dem Finger an der Enddarmwand.

Ja, Baby! Es ist Sommer! Da gibt’s was zu sehen. Kurze Röcke, durchsichtige Blusen, provozierende Blicke. Und viel Druckerschwärze. Und moralinsaures Geschwätz - hätten wir beinahe vergessen.

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